DWD: Warmer Frühling 2015 in Deutschland – bei einer Abweichung von 0,3°C zum Klimamittel 1981-2010?

Update 2.6.2015: DWD-Korrektur: Mai und Frühling 2015 um -0,2°C weniger “warm” als in den Pressemitteilungen gemeldet – Frühling 2015 nun um -1,4°C kälter als im Vorjahr

Es fehlen zwar noch drei Maitage, aber der DWD berichtet heute, 29.5.2015, mit hochgerechneten Daten in seiner Pressemitteilung zum deutschen Frühling 2015:  Warm und sonnenscheinreich – gebietsweise viel zu trocken

……Ebenso wie im Vorjahr war das Frühjahr 2015, mit den Monaten März, April und Mai, auch diesmal wieder insgesamt recht warm…Die Durchschnittstemperatur in Deutschland lag im Frühling 2015 mit 8,8 Grad Celsius (°C)…Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,3 Grad…“

Der Frühling 2015 in Deutschland ist mit (vorläufigen) 8,8°C um -1,2K deutlich kälter als der Frühling 2014 mit 10,0°C. DWD Zeitreihen von Gebietsmitteln

Richtig müsste es als also in der DWD-Pressemitteilung heißen:

„…Im Gegensatz zum Vorjahr war das Frühjahr 2015, mit den Monaten März, April und Mai um -1,2 K kälter und damit insgesamt nur noch durchschnittlich warm…“

Zum Mai 2015 berichtet der DWD heute mit den drei hochgerechneten Tagen 29., 30. und 31.5.2015: “ Drei unterschiedliche Wetterzonen – wenige, aber sehr heftige Gewitter

„…Die Durchschnittstemperatur im Mai lag in Deutschland mit 12,5 Grad Celsius (°C)…Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung dagegen -0,5 Grad….Die für die letzten drei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.“

Die DWD-Pressemitteilungen (PM) und die gemessene Realität: Zwei Welten prallen wieder mal aufeinander: Ein „warmer“ Frühling“ mit einer Durchschnittstemperatur von 8,8°C, also einem Mittel aus Tmin = 0,0°C und Tmax aus 17,6°C, ist eine Hitzewelle, oder was…?

Oder ist es so, wie es die WetterOnline-Redaktion vor einigen Jahren zutreffend formulierte?

(Alle Grafiken und Bilder können durch Anklicken vergrößert werden)

Der DWD jagt Monat für Monat Volksverdummung über die PM raus!
Quelle: WO-Redaktion: Der DWD jagt Monat für Monat Volksverdummung über die PM raus!

Der Jahresetat des DWD, der dem Bundesverkehrsminister untersteht, beträgt für 2015 übrigens satte geplante gut 310 Millionen Euro. Quelle: Zahlen und Fakten zum DWD 2015

Da sollte man doch erwarten dürfen, dass Zahlen erst nach erfolgten Messungen veröffentlicht werden und dann wissenschaftlichen meteorologischen Mindeststandards unterliegen sollten und DWD-Pressemeldungen bei Durchschnittswerten keine Erwärmungspropaganda verkünden…Deutscher Wetterdienst (DWD): Instrument der Klimapolitik?

War es nicht der DWD, der in krasser Fehleinschätzung noch am 7. Mai 2015 verkündete..? Kein Frost im Mai: Meteorologen erwarten “Heißheilige”.

Die gemessene Realität: Eine ungewöhnlich kalte Häufung von 19 Tagen mit z.T. verbreitetem Frost und/oder Bodenfrost im Mai 2015 in Deutschland an Messstellen unterhalb 500m Meereshöhe, zuletzt auch am 31.5.2015… http://www.wetteronline.de/wetter-aktuell-toplisten

Der warme Frühling des DWD: Bodenfrost am 31. Mai 2015
Der warme Frühling des DWD: Bodenfrost am 31. Mai 2015. Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter

Eine realitätsnahe Berichterstattung zum eher ungewöhnlich oft frostigen Frühling 2015 in Deutschland könnte z.B. so aussehen:

“ ..Mit minus 10,6 Grad wurde die tiefste Temperatur am 7. März in Oberstdorf gemessen. Die Eisheiligen brachten dieses Mal bis Ende Mai besonders im Norden wiederholt Bodenfröste. ..“

Mitteltemperatur Grühling 2015 im Durchschnitt der letzten dreißig Jahre (WMO-Klimamittel)
Mitteltemperatur Frühling 2015 im Durchschnitt der letzten dreißig Jahre (WMO-Klimamittel). Quelle: WetterOnline-Rückblick: Beim Regen große Unterschiede

Wie voreilig und meist falsch die hochgerechneten Pressemeldungen des DWD sind, zeigt auch der April 2015: In der Pressemitteilung vom 29.4.2015 – also mit nur zwei (falsch) hochgerechneten Tagen – hieß es:

„…Die Mitteltemperatur lag im April mit 8,6 Grad Celsius (°C) um 1,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung plus 0,3 Grad….“

Gemessen wurden dann aber laut DWD unter Zeitreihen von Gebietsmitteln nur 8,4 °C.

Korrekt hätte es also heißen müssen:

„…Die Mitteltemperatur lag im April mit 8,4 Grad Celsius (°C) um 1,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung plus 0,1 Grad….“ 

Das liest sich aber wohl nicht warm genug, obwohl es doch eigentlich klar sein sollte…: Klimawandel: Der Trend geht klar nach unten – Globale Temperaturen seit 1998 im Abwärtstrend

Mit Kopfschütteln euer

Schneefan2015

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