Grönlandeis: Masseverlust 2015 weit unter dem Durchschnitt

Das Grönlandeis verliert Anfang Juni 2015 weit weniger an Masse als im vieljährigen jahreszeitlichen Durchschnitt und trotzt damit allen Erwärmungsphantasien der IPCC-Klimamodelle, die eine besonders starke Erwärmung der Arktis „berechnen“: Grönland: Eis schmilzt in Rekordtempo.

Das Grönlandeis zeigt Anfang Juni 2015 eine  deutlich unter dem Durchschnitt liegende Schmelzrate (schwarze Linie) als im vieljährigen Mittel
Das Grönlandeis zeigt Anfang Juni 2015 einen deutlich unter dem Durchschnitt liegenden jahreszeitlichen Masseverlust in der Fläche (blaue Linie im rechten Plot) als im vieljährigen Mittel (graue Linie und Fächen). Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/ Originalunterschrift:“ Left: Maps showing areas where melting has taken place within the last two days. Right: The percentage of the total area of the ice where the melting occurred from January 1 until today (in blue). For comparison the average for the period 1990-2011 is shown in the dark grey curve. The variation from year to year for each of the days during the melt season ​are shown as the gray shaded area“.

Statt durchschnittlich rund 15% jahreszeitlichem Masseverlust in der Fläche wurden am 5.6.2015 nur 3% gemesssen. Die Ursache für diese außergewöhnlich geringe Schmelzfläche des grönländischen Festlandeises bisher in diesem Jahr hatte ich schon hier beschrieben: Arktis stark unterkühlt – Antarktis mit Rekordmeereisflächen

Es ist natürlich nicht das laut WMO über dreißig Jahre gemittelte Wetter, das dann Klima genannt wird, welches diese kalten Ergebnisse bewirkt, sondern die aktuelle Witterung mit teilweise deutlich unter dem Durchschnitt liegenden eisigen Temperaturen (2m) weiträumig in und um Grönland seit April 2015: (Alle Grafiken/Plots lassen sich durch Anklicken vergrößern)

Grönland und Umgebung weisen von Anfang April bis Anfang Juni 2015 stark unterdurchschnittliche und eisige Temperaturen auf, die den jahreszeitlich üblichen Masseschwund des Grönlandeises bisher ungewöhnlich verzögern. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/
Grönland und Umgebung weisen von Anfang April bis Anfang Juni 2015 stark unterdurchschnittliche und eisige Temperaturen auf, die den jahreszeitlich üblichen Masseschwund des Grönlandeises bisher ungewöhnlich verzögern. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/

Sollte diese Wetterlage weiter andauern, könnte dies im Zusammenhang mit El Niño und einer negativen NAO einen unangenehm kalten Winter 2015/16 nicht nur in großen Teilen Europas bedeuten, der an die Winter in den 1980er Jahren erinnern dürfte…Die Nordatlantik-Oszillation – die Lenkung der Winter.

Herzlich euer

Schneefan2015

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