DWD zum Juni 2015: Im Norden recht kühl, im Süden warm, trotz Gewitter erneut zu trocken – Ausgeprägte Schafskälte

Der Juni 2015 in Deutschland war im Norden recht kühl, im Süden warm, trotz Gewitter erneut zu trocken, dies teilt der Deutsche Wetterdienst heute in seiner Pressemitteilung mit (Hervorhebungen von mir):

“ …Der erste Sommermonat lag mit einer deutschlandweiten Durchschnittstemperatur von 16,0 Grad Celsius (°C) um 0,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung immer noch 0,3 Grad…

…Nach einer spürbaren Abkühlung folgte schließlich am 12. ein weiterer kurzer Sommergruß. Im Anschluss aber brach mit nordwestlichen Winden die sog. „Schafskälte“, ein Kälterückfall, über das Land herein. Während diesem tlw. sehr kühlen Witterungsabschnitt gingen die Temperaturen in den Morgenstunden des 17. über Norddeutschland kräftig nach unten. Auch Deutschneudorf-Brüderwiese datierte dabei 0,2°C. Vielerorts gab es sogar Bodenfrost…

…Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen…“

Die Differenz der beiden WMO-Klimaperioden 1961-1990 zu 1981-2010 beträgt also im Juni 2015 = 0,3°C. In den Vorjahren betrug die Differenz laut DWD-Pressemitteilung noch 0,4°C, wie z.B. 2014:

“ …Im Juni lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 16,3 Grad Celsius (°C) 0,9 Grad höher als nach der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,5 Grad…“

Demnach liegt die Abweichung im Juni 2015 in Deutschland zum Klimamittel 1981-2010 nur bei (vorläufigen) 0,2 °C…Update 3.7.2015: Was ist los beim DWD? Schon wieder Korrektur nach unten: Juni 2015 um 0,2° Celsius kälter als in der Pressemitteilung gemeldet

Die meisten Menschen in Deutschland haben den Juni 2015 eher unterkühlt erlebt, vor allem in der Mitte und im Norden, aber zeitweise sicher auch im Süden….Sommeranfang 2015 unterkühlt: Polarluft mit Graupelgewittern im Anmarsch

(Alle Grafiken können durch Anklicken vergrößert werden)

Schafskälte: Europa deutlich unterkühlt vom 17. bis 24.6.2015 in der CFSv2-Analyse
Schafskälte: Europa deutlich unterkühlt vom 17. bis 24.6.2015 in der CFSv2-Analyse. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Mal sehen, ob die „vorläufigen Werte“ für den deutschen Juni 2015 in der – wieder mal voreiligen – Pressemitteilung des DWD von heute, 29.6.2015 erneut nach unten korrigiert werden müssen…

Dies war bereits im Mai und im April 2015 erforderlich, als der DWD in den Pressemitteilungen die „hochgerechneten“ Monatsdurchschnittwerte der Temperaturen jeweils um 0,2°C höher angab, als sie dann wenige Tage später als gemessene Daten an versteckter Stelle angegeben wurden. DWD-Korrektur: Mai und Frühling 2015 um -0,2°C weniger “warm” als in den Pressemitteilungen gemeldet – Frühling 2015 nun um -1,4°C kälter als im Vorjahr

Die NOAA/CFS-Langfristprognose von Ende Mai für einen zwischen 0,5 und 2,0 Kelvin (wie °C) zu warmen Juni 2015 in Deutschland lag bei einer (vorläufigen) T-Abweichung von 0,3°C zum WMO-Klimamittel 1981-2010 klar daneben. CFSv2: Warmer Juni nach kühlem Mai 2015 in Mitteleuropa? Schafskälte wieder mit Unwettern wie 2014?

Während es noch Ende Juni 2015 Sommerschnee in den Alpen gab und bei wiederholten nächtlichen Bodenfrösten in vielen Wohnungen die Heizungen über mehrere Tage liefen, kam es zum Klimawahn im Vatikan: PIK-Chef und Klimapapst Schellnhuber konnte den Katholischen Papst Franziskus als globalen Klimaretter gewinnen…Sommerschnee in den Alpen – Klimawahn im Vatikan?

Bei seinen ENSO-Prognosen für einen El Niño im Jahr 2014 lag Schellnhuber allerdings wieder mal daneben, jedenfalls nach der NOAA-Definition: NOAA: Doch kein El Niño 2014 – Schellnhuber ENSO-Prognose hat versagt

Ob jemand mit seinen Klimaerwärmungsschauermärchen bis zum Jahr 2100 besser liegt, wenn er nicht mal El Niño ein Jahr im voraus richtig ansagen kann …?

Mal sehen, was der Sommer 2015 nach einem eher kühlen Start in Deutschland und anderen Teilen Europas noch im Schilde führt.

Die bereits am 22.6.2015 in den Wettermodellen erkennbaren Hitzetage in Mitteleuropa in der ersten Juliwoche 2015 sind nun ziemlich sicher und wurden von mir hier vorgestellt:

„…Ein früher Blick auf die Modell-Großwetterlage im Siebenschläferzeitraum um die erste Juliwoche 2015 verheißt zwar Anfang Juli ein paar heiße Sommertage in Mitteleuropa; die Wettermodelle sind sich aber bisher keineswegs darüber einig, ob danach nicht eine kühle und nasse Westwetterlage in Gang kommt, die dann wegen der Erhaltungsneigung derartiger Großwetterlagen bis Mitte August 2015 andauern kann…Dazu in einigen Tagen mehr…

Allerdings sind sich die Wettermodelle auch bis heute nicht einig, wie es in der zweiten Julidekade weitergeht, denn dann könnte es nach einigen Hitzetagen auch sehr kühl mit T-max unter 20°C und einstelligen Nachttemperaturen werden…:

GFS-Prognose T-max vom 29.6.2015 für den 11.6.2015 mit unsommerlichen Werten unter 20°C. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html
GFS-Prognose T-max vom 29.6.2015 für den 11.6.2015 mit unsommerlichen Werten unter 20°C.
Quelle: http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html
GFS-Prognose vom 29.6.2015 für verbreitete unsommerliche einstellige T-min am 11.7.2015 in Deutschland. Quelle: wie oben
GFS-Prognose vom 29.6.2015 für verbreitete unsommerliche einstellige T-min am 11.7.2015 in großen Teilen Deutschlands. Quelle: wie oben

Ob dies mit einer nachhaltigen kühleren Umstellung der Großwetterlage im Siebenschläferzeitraum um den 7.7.2015 einhergeht…? Aber dazu morgen mit einem Update der Sommerprognosen 2015 für Deutschland mehr…

Herzlich euer

Schneefan2015

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