CFSv2: August 2015 eher kühl in Deutschland? Juli 2015 lag im warmen Normalbereich!

Nach einem sehr wechselhaften Juli 2015 zwischen Hitze und Bodenfrost mit Durchschnittstemperaturen im warmen Normalbereich im Gebietsmittel Deutschlands sieht das Wettermodell CFSv2 von NOAA den August 2015 deutlich kühler.

CFSv2-Prognose für die T-Abweichungen in Europa im August 2015. Deutschland liegt zwischen +0,5 und -1 K Abweichung im Normalbereich einer Standardabweichung (1 sigma)  vom Mittelwert. Quelle:
CFSv2-Prognose für die T-Abweichungen in Europa im August 2015. Deutschland liegt zwischen +0,5 und -1 K Abweichung im Normalbereich einer Standardabweichung (1 sigma) vom Mittelwert. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html

CFSv2 lag mit seiner frühen warmen Juli-Prognose besser als mit seiner späteren kühleren Juli-Prognose, wobei in beiden Prognosen das klare Südwest-Nordost-Gefälle der Temperaturabweichungen in Deutschland und Europa im Ergebnis richtig erfasst wurde, wie die vorläufige GFS-Analyse zeigt: (Grafiken zum Vergrößern anklicken)

Vorläufige NOAA/GFS-Analyse der T-Abweichungen 2m in Europa im Juli 2015. Der Wert von 1,57 K liegt im warmen Normalbereich für Deutschland, er dürfte etwas zu hoch liegen... Quelle:
Vorläufige NOAA/GFS-Analyse der T-Abweichungen 2m in Europa im Juli 2015 mit einem deutlichen Südwest-Nordostgefälle. Der Wert von 1,57 K liegt im warmen Normalbereich für Deutschland (D), er dürfte gegenüber den GEMESSENEN DWD-Werten etwas zu hoch liegen… Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Nach einer im GFS-ENSemble voraussichtlich hochsommerlich warmen bis heißen ersten Augusthälfte 2015 in Deutschland…

GFS-ENS-Prognose vom 1.8.2015 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500m) in ESSEN. Der Achterbahnsommer mit starken Temperaturschwankungen setzt sich auf hohem Niveau in der ersten Augusthälfte fort. Die Tmperaturen in Mereshöhe kann man in Annäherung abschätzen, indem man rund 15°C zum Mittelwert (dicke weiße Linie) hinzurechnet. Quelle:
GFS/ENS-Prognose vom 1.8.2015 bis Mitte August 2015 für die Temperaturen in 850 hPa (rund 1500m) in ESSEN. Der Achterbahnsommer mit starken Temperaturschwankungen setzt sich auf hohem Niveau in der ersten Augusthälfte fort. Die Temperaturen in Meereshöhe kann man in Annäherung abschätzen, indem man rund 15°C zum Mittelwert (dicke weiße Linie) hinzurechnet. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnmgeur.html

…müsste also eine herbstlich sehr kühle zweite Augusthälfte folgen, um zu dem insgesamt eher kühlen CFSv2-Gesamtergebnis zu kommen…

Der DWD hat wieder um zwei Tage verfrüht – und schon deshalb sehr wahrscheinlich wie in den letzten drei Monaten und für das gesamte Frühjahr 2015 erneut zu warm und falsch –  in seiner Pressemitteilung vom 30.7.2015 einen vorläufigen Durchschnittswert von 19,5 °C für den Juli 2015 in Deutschland verkündet: „Juli 2015 war deutlich zu warm und brach regional viele Temperaturrekorde

„…Mit durchschnittlich 19,5 Grad Celsius (°C) lag der Juli 2015 um 2,5 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,5 Grad…“

Die Differenz der beiden Klimaperioden beträgt demnach 1,0°C. In den beiden Vorjahren hier und hier betrug die Differenz im Juli noch 1,1°C…:

„…Mit 19,2 Grad Celsius (°C) lag die Durchschnittstemperatur im Juli um 2,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,2 Grad…“

„…Mit durchschnittlich 19,5 Grad Celsius (°C) war der Juli 2013 in Deutschland um 2,6 Grad wärmer gegenüber der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Zur Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,5 Grad…“

Gegenüber der Klimaperiode 1981-2010 betrug die vorläufige T-Abweichung demnach auch im Juli 2015 1,4°C und nicht wie gemeldet 1,5°C.

Beide Werte liegen übrigens im oberen (warmen) Normalbereich einer Standardabweichung (σ – sprich: „Sigma“)  für den Juli 2015 in Deutschland, wie die wohltuend sachliche und wissenschaftlich haltbare Darstellung von WetterOnline zum Mittel der letzten dreißig Jahre zeigt:

„…Dabei liegt die Durchschnittstemperatur mit 19,5 Grad sogar noch im Normalbereich und „nur“ 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel…“ Quelle: Rückblick: Der Extrem-Juli in Zahlen und Fakten

Vielleicht sollte mal jemand den Pressefritzen beim DWD die stochastische Gaußsche Normalverteilung und andere wissenschaftliche Begriffe erläutern, damit sich nicht mindestens seit 2011 Monat für Monat bestätigt, was seit Jahren bekannt ist? Der DWD jagt jeden Monat Volksverdummung per PM raus!

Zitat Zitat von WetterOnline-Redaktion Beitrag anzeigen

Dass man ausscheren kann, zeigt das Beispiel Österreich! Wir können es nur begrüßen, wenn viele diesem Beispiel folgen.

**Zudem ist das Empfin den der Menschen auch Schuld daran, was „zu **warm“ und was „zu kalt“ ist.

Ne, das sind (leider) Erfindungen vom DWD. Der jagt Monat für Monat solch einen Unsinn über die PM raus. Weißt Du, was für den DWD NORMAL ist? Wenn ein Monat GENAU, sogar aufs ZEHNTEL GENAU das langjährige Mittel trifft…. Folge: Du wirst in den letzten Jahrzehnten praktisch keinen Monat finden, der im DWD-Jargon NORMAL ist… Alles zu kalt, zu nass, zu trocken, zu xxx…..Toll, ne? Sorry, so was können und werden wir nicht unterstützen. Reine Volksverdummung.

Herzlich euer

Schneefan2015

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