Nach einem sehr wechselhaften Juli 2015 zwischen Hitze und Bodenfrost mit Durchschnittstemperaturen im warmen Normalbereich im Gebietsmittel Deutschlands sieht das Wettermodell CFSv2 von NOAA den August 2015 deutlich kühler.

CFSv2 lag mit seiner frühen warmen Juli-Prognose besser als mit seiner späteren kühleren Juli-Prognose, wobei in beiden Prognosen das klare Südwest-Nordost-Gefälle der Temperaturabweichungen in Deutschland und Europa im Ergebnis richtig erfasst wurde, wie die vorläufige GFS-Analyse zeigt: (Grafiken zum Vergrößern anklicken)

Nach einer im GFS-ENSemble voraussichtlich hochsommerlich warmen bis heißen ersten Augusthälfte 2015 in Deutschland…

…müsste also eine herbstlich sehr kühle zweite Augusthälfte folgen, um zu dem insgesamt eher kühlen CFSv2-Gesamtergebnis zu kommen…
Der DWD hat wieder um zwei Tage verfrüht – und schon deshalb sehr wahrscheinlich wie in den letzten drei Monaten und für das gesamte Frühjahr 2015 erneut zu warm und falsch – in seiner Pressemitteilung vom 30.7.2015 einen vorläufigen Durchschnittswert von 19,5 °C für den Juli 2015 in Deutschland verkündet: „Juli 2015 war deutlich zu warm und brach regional viele Temperaturrekorde„
„…Mit durchschnittlich 19,5 Grad Celsius (°C) lag der Juli 2015 um 2,5 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,5 Grad…“
Die Differenz der beiden Klimaperioden beträgt demnach 1,0°C. In den beiden Vorjahren hier und hier betrug die Differenz im Juli noch 1,1°C…:
„…Mit 19,2 Grad Celsius (°C) lag die Durchschnittstemperatur im Juli um 2,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,2 Grad…“
„…Mit durchschnittlich 19,5 Grad Celsius (°C) war der Juli 2013 in Deutschland um 2,6 Grad wärmer gegenüber der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Zur Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,5 Grad…“
Gegenüber der Klimaperiode 1981-2010 betrug die vorläufige T-Abweichung demnach auch im Juli 2015 1,4°C und nicht wie gemeldet 1,5°C.
Beide Werte liegen übrigens im oberen (warmen) Normalbereich einer Standardabweichung (
– sprich: „Sigma“) für den Juli 2015 in Deutschland, wie die wohltuend sachliche und wissenschaftlich haltbare Darstellung von WetterOnline zum Mittel der letzten dreißig Jahre zeigt:

Vielleicht sollte mal jemand den Pressefritzen beim DWD die stochastische Gaußsche Normalverteilung und andere wissenschaftliche Begriffe erläutern, damit sich nicht mindestens seit 2011 Monat für Monat bestätigt, was seit Jahren bekannt ist? Der DWD jagt jeden Monat Volksverdummung per PM raus!
Herzlich euer
Schneefan2015
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