CFSv2 mit Korrektur: August 2015 in Deutschland nun doch wärmer – Die medialen „Hitzewellen“ des Sommers 2015 in Deutschland…

Nach der eher kühlen Rechnung des Wettermodells NOAA/CFSv2 für den August 2015 in Deutschland von Ende Juli 2015 wird nun –  nur elf Tage später und nicht nur für Deutschland – deutlich wärmer gerechnet:

NOAA/CFSv2-Prognose für die Temperaturabweichungen (2m) in Europa im August 2015. Quelle:
NOAA/CFSv2-Prognose für die Temperaturabweichungen (2m) in Europa im August 2015. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html

Nach einem kühlen Start um den Monatswechsel Juli/August 2015 in Deutschland und in großen Teilen Europas…

Analyse der Temperaturabweichungen (2) in Europa vom 28.7. bis 5.8.2015 mit einer Zweiteilung: Nordwesetn unterkühlt, Rest deutlich wärmer als normal. Quelle:
Analyse der durchschnittlichen (Average) Temperaturabweichungen (2m) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in Europa vom 29.7. bis 5.8.2015 mit überwiegend kühlen (blauen/grünen) Anteilen. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

…hat nun auch CFSv2 die zunehmend gemessene Wärme im August 2015 in Europa bemerkt, wie sie von NOAA/GFS bereits Ende Juli 2015 zumindest für die erste Augusthälfte gesehen wurde:

„…Nach einer im GFS-ENSemble voraussichtlich hochsommerlich warmen bis heißen ersten Augusthälfte 2015 in Deutschland…

Die aktuelle Analyse der Temperaturabweichungen vom international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 zeigt vor allem in Mitteleuropa die deutlich wärmere Entwicklung gegenüber dem Monatswechsel Juli/August 2015:

(Zum Vergrößern Anklicken)

Analyse der Temperaturabweichungen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 für Europa in der ersten Dekade des August 2015. Quelle: wie vor
Analyse der durchschnittlichen (Average) Temperaturabweichungen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 für Europa in der ersten Dekade des August 2015 mit überdurchschnittlichen warmen (roten) Temperaturen vor allem in Mitteleuropa. Quelle: wie vor

Ist der Achterbahnsommer 2015 zwischen Hitze und Bodenfrost nun bald am Ende…?

Danach sieht es zumindest im GFS-ENSemble für die Stadt ESSEN für die kommenden zwei Wochen derzeit noch nicht aus…:

GFS-ENS-Prognose für die Temperaturen rund 1500m (850 hPa) für Stadt ESSEN vom 11. bis 27. August 2015. Die Temperaturen liegrn weiter mit kräftigen Schwakungen (Achterbahn) überwiegend über dem vieljährigen Klimamittel. Quelle:
GFS-ENS-Prognose für die Temperaturen in rund 1500m (850 hPa) für die Stadt ESSEN vom 11. bis 27. August 2015. Die Temperaturen liegen weiter mit kräftigen Schwankungen (Achterbahn) überwiegend über dem vieljährigen Klimamittel (rote Linie). Wenn man zu den angegebenen Temperaturen rund 15°C hinzurechnet, erhält man in Annäherung die Temperaturen in Meereshöhe. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnmgeur.html

Dabei nimmt die Unsicherheit aber bereits ab 15. August 2015 zu, wie die zunehmend auseinander driftenden einzelnen Modellläufe zeigen…

Sie zeigen auch, dass es zumindest in ESSEN keine Hitzewelle – in Deutschland mindestens fünf Tage hintereinander mit Tmax mindestens 30°C – geben wird,…und die es in diesem Sommer der medialen Hitzewellen in der wärmeren Nachbarstadt DÜSSELDORF auch bisher nur ein einziges Mal, nämlich Anfang Juli 2015 gab…:

Der Temperaturverlauf des Sommer 2015 mit einer einzigen meteorolgischen Hitzewelle Ende Juni/Anfang Juli mit genau fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax mindestens 30°C. Quelle:
Der Temperaturverlauf des Sommers 2015 mit einer einzigen meteorologischen Hitzewelle Anfang Juli mit genau fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax mindestens 30°C. Quelle: http://www.niederschlagsradar.de/wettercharts.aspx?station=D%C3%BCsseldorf&stationcode=3

Im Süden und Osten Deutschlands gab es zwar vor allem im Juli und im August deutlich mehr Hitzetage (Tmax mindestens 30°C) als im Westen und Norden, aber auch hier wurde  die meteorologische Definition von mindestes fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax von 30°C und wärmer meist verfehlt, wie die Beispiele von Berlin und München zeigen:

Keine Hitzewelle in berlin im Sommer 2015 mit mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax mindestens 30°C. Quelle:
Keine Hitzewelle in Berlin im Sommer 2015 mit mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax mindestens 30°C. Quelle: wie vor
Eine knappe Hitzewelle im Sommer 2015 Anfang August 2015 mit fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax. mindestens 30°C.
Eine (knappe) Hitzewelle im Sommer 2015 Anfang August 2015 mit fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Tmax. mindestens 30°C. Quelle: wie vor

In Hamburg gab es naturgemäß keine Hitzewelle im Sommer 2015:

Naturgemäß keine einzige Hitzewelle mit Tmax von mindestens 30°C an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen im Sommer 2015 bis zum 11. August. Quelle: wie vor
Naturgemäß keine einzige Hitzewelle mit Tmax von mindestens 30°C an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen im Sommer 2015 bis zum 11. August. Quelle: wie vor

Fazit: Es gab im Achterbahnsommer 2015 zwischen Hitze und Bodenfrost bisher keine einzige flächendeckende Hitzewelle in Deutschland, außer im medialen Sommerloch natürlich, das ja bekanntlich alljährlich und zuverlässig eintritt…

Einzelne – dazu noch regionale – Hitzetage machen aber meteorologisch noch keine Hitzewelle in Deutschland…, so wie eine (einzige) Schwalbe (oder Zeitungsente) noch keinen (Hitze)Sommer macht…

Herzlich euer

Schneefan2015

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