Der neue DWD-Kalender 2015: Der August hat nur noch 30 Tage! Differenz der Klimaperioden frisiert…?

Die Gregorianische Kalenderreform im Jahr 1582 hat zehn Tage gestrichen, um wieder in Einklang mit dem Sonnenstand zu kommen.

Die Kalenderreform des DWD im Jahr 2015 kostet einen weiteren Tag im August: Er hat ab sofort nur noch 30 Tage, wie den beiden – wie immer voreiligen – DWD-Pressemitteilungen zum Sommer und August 2015 vom 28.8.2015 zu entnehmen ist, in denen es im vorletzten Satz heißt:

„…Alle in dieser Pressemitteilung genannten Jahreszeitenwerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten drei Tage der Jahreszeit verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung…“

„…Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten drei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung…“ (Hervorhebungen von mir)

Am 28.8.2015 konnten nur Daten bis einschließlich 27.8.2015 vorliegen, also basieren die Daten der letzten vier Tage des Monats und der Jahreszeit auf Prognosen, der natürlich trotz der eigenwilligen Monatsverkürzung des DWD in der Realität des international gültigen Gregorianischen Kalenders weiter 31 und nicht 30 Tage hat.

Mal abgesehen davon, dass die letzten fünf Pressemitteilungen des DWD in Folge wärmere hochgerechnete Daten verkündeten, als sie wenig später gut versteckt als tatsächlich gemessene Daten veröffentlicht wurden, gibt es eine weitere schon jetzt feststellbare und wiederholte Falschmeldung für den August 2015:

„…Mit 19,9 Grad Celsius (°C) lag die Temperatur um 3,4 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung + 2,8 Grad…“

Die Differenz zwischen der international gültigen veralteten Referenzperiode 1961 bis 1990 und der ebenso international gültigen und üblichen modernen WMO-Referenzperiode 1981 bis 2010 beträgt nach dieser – falschen- Darstellung 0,6°C.

In der DWD-Pressemitteilung  vom 29.8.2014 betrug die Differenz – zutreffend – noch 1,0°C…:

„…Mit 16,0 Grad Celsius (°C) lag die Temperatur um 0,5 Grad unter dem Soll der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung sogar -1,5 Grad. Damit erlebte Deutschland erstmals seit 2006 wieder einen kühlen August…“

…wie auch im Jahr 2013.

Wie kommt es zu einer von 1,0 auf 0,6°C kräftig verringerten Differenz zwischen zwei unterschiedlichen zeitlich unveränderten Klimareferenzperioden in der Pressemitteilung des DWD?

Wurden die Daten auch beim DWD nachträglich manipuliert, wie es (nicht nur) die amerikanische Wetterbehörde NOAA seit Jahren wiederholt praktiziert, um eine von Menschen gemachte globale und regionale Erwärmung vorzutäuschen, die es in der gemessenen und unverfälschten Realität z.B. der globalen Satellitendaten von UAH und RSS seit mehr als 18 Jahren nicht mehr gibt? Climategate in den USA: NASA und NOAA haben Klimadaten manipuliert!

Es handelt sich doch hoffentlich nicht um organisierte und fortgesetzte Volksverdummung als bewusste Täuschung der Medien und der breiten Öffentlichkeit zur Vorbereitung der 13. UN-Klimakonferenz vom 30.11. bis 11.12.2015 in Paris, oder…?

Der wahrheitsgemäße Text der DWD-Pressemitteilung für den August 2015 müsste schon jetzt – vor den sehr wahrscheinlichen weiteren Korrekturen – lauten:

„…Mit 19,9 Grad Celsius (°C) lag die Temperatur um 3,4 Grad über der international gültigen veralteten Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der international gültigen und üblichen modernen WMO-Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung + 2,4 Grad und ist damit nicht weit vom Normalbereich einer Standardabweichung entfernt…

…Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten vier Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung…“

Die Abweichung der Durchschnittstemperatur vom veralteten internationalen Klimamittel 1961-1990 liegt übrigens bis einschließlich 28.8.2015 bei 3,04°C, also zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel bei 2,04°C:

Temperaturmittel 1. bis 28.8., dahinter die Abweichung zum langjährigen Mittel (1961-1990) des Gesamtmonats. Quelle:
Temperaturmittel Deutschland 1. bis 28.8., dahinter die Abweichung zum langjährigen Mittel (1961-1990) des Gesamtmonats. Quelle: http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Um den vom DWD angegebenen hochgerechneten und gegenüber dem Wert von 19,31°C in der Grafik um rund 0,6°C höheren vorläufigen Wert von 19,9°C (s.o.) als Durchschnittstemperatur im deutschen August am 31.8.2015 zu erreichen, müsste die durchschnittliche Abweichung der kommenden drei Tage, also am 29., am 30. und – es gibt ihn doch noch – am  31.8.2015 vom Monats-Mittelwert 16,5°C täglich rund +8,9°C betragen.

Das erscheint allerdings wegen einer letzten kurzen abschließenden Vorstellung des Hochsommers 2015 auch ohne Hitzewelle – in Deutschland mindestens fünf Tage hintereinander mit Tmax mindesten 30°C – nicht völlig unmöglich, aber doch sehr unwahrscheinlich…

Da darf man doch wieder mal gespannt sein, welche echten (unverfälschten?) Daten für den August und für den Sommer 2015 an -fast- mühelos zugänglicher Stelle Anfang September auf der Seite des DWD zu sehen sein werden.

Die beiden Werte für den August und für den Sommer 2015 findet man in der DWD-Tabelle – gut versteckt nach sieben Klicks –  auf der DWD-Seite http://www.dwd.de/ 1. Klima+Umwelt, 2. Klimadaten, 3. Klimadaten – online – frei [mehr], 4. Klimadaten Deutschland, 5. Gebiete, 6. Zeitreihen von Gebietsmitteln, 7. unter Temperatur download (hier noch der Juli)…

Es wird hier im Blog darüber berichtet: Versprochen!

Update 30.8.2015: Die GFS-Prognose sieht für Deutschland im August 2015 eine T-Abweichung zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 von (nur) +2,2 °C (K) :

GFS-Prognose füpr die T-Abweichungen (2m) zum international üblichen modernen Klimamittel 1981-2010 für den August 2015 in Deutschland und Europa. Quelle:
GFS-Prognose für die T-Abweichungen (2m) zum international üblichen modernen Klimamittel 1981-2010 vom 29.8.2015 für den August 2015 in Deutschland und Europa. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/reanalysis/gfs0p5/ANOM2m_europe/ANOM2m_fcstMTH_europe.html

Das ist eine Differenz von -0,2°C (K) zu den „Hochrechnungen“ des DWD für den Monat August 2015 – mit 31 Tagen – in Deutschland!

Herzlich euer

Schneefan2015

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http://notrickszone.com/2015/07/12/cold-realities-of-the-dwd-german-weather-services-warmed-up-press-releases/#sthash.QyUvcZi6.dpbs

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