“Global Warming” Reality Check November 2015 – Die globale Abkühlung seit 1997 dauert an: RSS 0,43

Negativer linearer Trend (grüne Linie) der globalen Satellitentemperaturen bei RSS von Januar 1998 bis Oktober 2015 trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses und Rekordtemperatur in einem November seit Berginn der Satelölöitenmessungen 1979. Quelle:
Negativer linearer Trend (grüne Linie) der globalen Satellitentemperaturen bei RSS von Herbst 1997 bis November 2015 trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses und Rekordtemperatur in einem November seit Beginn der Satellitenmessungen 1979. Quelle: http://www.woodfortrees.org/plot/rss/to:2015.9/plot/rss/from:1997.8/to:2015.9/trend

Der negative lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen (TLT) von RSS seit Herbst 1997 setzt sich auch im November 2015 mit einer Rekord-T-Abweichung von 0,43 K fort, trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses und dem global wärmsten November 2015 auch bei UAH mit einer T-Abweichung von +0.33 deg. C

Bei beiden Datenreihen sind die T-Abweichungen gegenüber dem Vormonat Oktober leicht zurückgegangen: Wie “warm” wird der November 2015 global? Satelliten zeigen Abkühlung gegenüber Oktober!

Bereits im Juli 2015 gab es seit Februar 1997 keine globale Erwärmung mehr! Neuer Rekord im Juli 2015: Mehr als die Hälfte der Dauer der Satellitenmessungen seit 1979 ohne globale Erwärmung!

Der Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ von 225 Monaten im Oktober 2015 wurde  im November 2015 erneut eingestellt:

Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS - Neuer Rekord: Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen.
Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS. Seit 225 Monaten, nämlich von März 1997 bis November 2015, gibt es trotz eines aktuellen kräftigen El Niño-Ereignisses keinen Anstieg der globalen Temperaturen, der Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ vom Vormonat wurde erneut eingestellt. „Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset continues to show no global warming for 18 years 9 months since March 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause.“ Quelle: The robust Pause resists a robust el Niño Still no global warming at all for 18 years 9 months

Die mäßige Sonnenaktivität ist im November gegenüber Oktober 2015 geringfügig angestiegen, Ende Mai gab es sogar schon zwei fast fleckenlose Tage auf der erdzugewandten Seite der Sonne.

Obwohl der November 2015 laut DWD in Deutschland mit einer vorläufigen T-Abweichung von 3,1 K zum international üblichen modernen Klimamittel 1981-2010 sehr mild ausfiel, liegt der Herbst 2015 in Deutschland nach den beiden unterkühlten Vormonaten mit einer Abweichung von +0,8 K im vieljährigen Klimamittel innerhalb der Normalverteilung (Durchschnitt) einer Standardabweichung von rund +-0,9 K und war damit nicht „sehr mild“, wie in der Pressemitteilung des DWD vom 30.11.2015 fälschlich gemeldet wird.

„…Das ergibt für den Gesamtzeitraum gegenüber den vieljährigen Mittelwerten einen insgesamt sehr milden Herbst,…“

Der Herbst 2015 in Deutschland war nach einem sehr milden November nur durchschnittlich temperiert, wie auch die NOAA-Reanalyse der 2m-Temperaturabweichungen in Europa zeigt:

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom internatonal üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in West- und Mitteleuropa im Herbst 2015. Die weißen Bereiche weisen durchschnittliche Temperaturen auch in Deutschland aus. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom internatonal üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in Europa im Herbst 2015. Die weißen Bereiche weisen durchschnittliche Temperaturen von -1 bis +1 K Abweichung auch in Deutschland aus. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

Von einer signifikanten Klimaerwärmung ist daher auch im durchschnittlich temperierten deutschen Herbst 2015 nichts zu sehen, im Gegenteil…: Historischer Oktoberschnee 2015 bis ins Flachland – Dauert die Kältewelle in Europa an?  (Zum Vergrößern anklicken)

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom internatonal üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in West- und Mitteleuropa im September/Oktober 2015. Die lila(blau-farbenen Beeiche weisen unterdurchscnittliche Temperaturen auch in Deutschland aus. Quelle:
NOAA-Reanalyse der durchschnittlichen Abweichungen der 2m-Temperaturen vom international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in West- und Mitteleuropa im September/Oktober 2015. Die lila/blau-farbenen Bereiche weisen unterdurchschnittliche Temperaturen auch in Deutschland aus. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/

Bereits das erste Halbjahr 2015 war in Deutschland mit einer Abweichung von ca. 0,3 K insgesamt eher kühl, auch hier von Klimaerwärmung im Jahr 2015 trotz eines insgesamt durchschnittlichen Juli und eines warmen August keine Spur…: Kühles erstes Halbjahr 2015 in Deutschland – Geht es noch kühler weiter?

Besonderheit: Das für viele sicher überraschende Netto-Wachstum des Grönlandeises in diesem Jahr setzt sich auch im November 2015 mit einem Brutto-Wachstum von rund 250 km³ (250 Milliarden Kubikmeter) seit dem 1.9.2015, also in nur drei Monaten, fort:

Die Massebilanz des Grönlandeisschildes zeigt auch seit dem 1.9.2015 einen deutlichüberdurchschnittlichen Eiszuwachs (untere Grafik- blaue Linie). Die graue Fläche ist der Berweich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean - dunkelgraue Linie). "Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out."
Die Massebilanz des Grönlandeisschildes zeigt auch seit dem 1.9.2015 bis Ende November einen deutlich überdurchschnittlichen Eiszuwachs (untere Grafik- blaue Linie) um rund 250 Gigatonnen (250 Milliarden Tonnen). Im Vorjahr waren es vom 1.9.2014 bis zum 31.8.2015 bereits rund 220 Gigatonnen Bruttozuwachs (braune Linie ganz rechts). Die graue Fläche ist der Bereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean – dunkelgraue Linie).
“Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out.” Quelle:  http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Zum Brutto-Eisverlust durch „Kalben“schreibt das DMI: “…Satellite observations over the last decade show that the ice sheet is not in balance. The calving loss is greater than the gain from surface mass balance, and Greenland is losing mass at about 200 Gt/yr.http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Für die Saison 2014/2015 bedeutet das bei einer positiven Massebilanz des Grönlandeises von rund 220 Gigatonnen und einem durchschnittlichen Eisverlust durch “Kalben” von rund 200 Gigatonnen (erstmals seit vielen Jahren?) einen NETTOGEWINN von 20 Gigatonnen oder 20 Kubikkilometern (1 GT entspricht einem 1 km³ oder 1 Milliarde m³).

Siehe dazu auch aktuell: Überraschende NASA-Studie: Der Eispanzer der Antarktis wächst! IPCC-Bericht 2013 ist falsch!

Auf der Nordhalbkugel wurden im November 2015 insgesamt 36,25 Millionen km² (Quadaratkilometer) große Schneeflächen gemessen. Dies ist mit rund 2,3 Millionen km² über dem international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 der 7. Rang seit Beginn der Messreihe 1966 und bedeutet zusammen mit den vier Vorjahren neue Rekordschneeflächen auf der Nordhalbkugel: Noch nie wurden in einem Fünfjahreszeitraum im November so große Schneeflächen gemessen!

Die Schneeflächen auf der Nordhalbkugel weisen im November im Fünfjahreszeitraum von 2011 bis 2015 einen Rekord seit Beginn der Messungen 1960 auf. Noch nie gab es zuvor in einem Fünfjahreszeitraum in einem November auf der Nordhalbkugel so große Schneeflächen. Quelle:
Die Schneeflächen auf der Nordhalbkugel weisen im November im Fünfjahreszeitraum von 2011 bis 2015 einen Rekord seit Beginn der Messungen 1966 auf. Noch nie gab es zuvor in einem Fünfjahreszeitraum in einem November auf der Nordhalbkugel so große Schneeflächen, wie die positiven Abweichungen vom international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 zeigen. Nach einem Tiefstand Ende der 1970er Jahre nehmen die Schneeflächen rasant zu. Quelle: http://climate.rutgers.edu/snowcover/chart_anom.php?ui_set=1&ui_region=nhland&ui_month=11

Unter dem Titel “Global Warming” Reality Check (GWRC) stelle ich monatlich die aktuellen Daten für Sonne, Temperaturen, ENSO, PDO, AMO und Meereisflächen vor. Dabei kommt es je nach Anbieter zu Verzögerungen bis zu einem Monat (z.B. MetOffice/CRU/Hadley Center). Die Daten werden hier nachgetragen, wenn sie veröffentlicht sind, bis dahin bleiben die Werte/Plots des Vormonats zur besseren Übersicht stehen.

Globale Zusammenfassung November 2015 (Kurzform):

Sonne

SN Ri: 63,2 neu (Vormonat 61,7 neu, Vorjahr 103,6 neu).

SSN Ri Mai 2015 = 76,0 neu (Vormonat = 78,9 neu, Vorjahr = 115,0 neu nach Solar Max. mit 116,4 im April 2014). Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

Globale Temperaturen

UAH/TLT: 0,33 K (Vormonat 0,43, Vorjahr 0,23) Abweichung zum Klimamittel 1981 – 2010, Rang 1 (vor 2009 mit  0,28) von 37. UAH V6 Global Temperature Update for November 2015: +0.33 deg. C

RSS/TLT: 0,43 K (Vormonat 0,44, Vorjahr 0,24) Abweichung zum Klimamittel 1979 – 1998, Rang 1 von 37. http://data.remss.com/msu/monthly_time_series/RSS_Monthly_MSU_AMSU_Channel_TLT_Anomalies_Land_and_Ocean_v03_3.txt

Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (grüne Linie) von Anfang 1997 bis November 2015, negativer Trend (blaue Linie) von Herbst 1997 bis November 2015
Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (blaue Linie) von Anfang 1997 bis November 2015, negativer Trend (grüne Linie) von Herbst 1997 bis November 2015. Quelle:

NOAA/NCEP/CFSv2: 0,495  global TA 2m – http://models.weatherbell.com/temperature.php Rang 1 von 37 Image MouseOver Tool

ENSO (El Niño/La Niña)

ONI: September/Oktober/November (A/S/O) 2,0 zum Klimamittel 1981 – 2010, Vormonate A/SO 1,7, seit SON 2014 gibt es zeitweise schwache El NiñoBedingungen. Ein El Niño-Ereignis ab F/M/A 2015, das mit 1,5 ab J/A/S kräftig ist, aber nach NOAA-Korrektur kein El Niño-Ereignis 2014.

Monthly Niño-3.4 index:  2,34 K zum Klimamittel 1981-2010, Monate August und September und Oktober 1,51, 1,75 und 2,03 nach NOAA-Korrektur

SOI:  -3,23 (Vormonat -21,3) als laufendes 30-Tagesmittel, also nun klar im neutralen Bereich oberhalb von -7,0. https://www.longpaddock.qld.gov.au/seasonalclimateoutlook/southernoscillationindex/index.php

MEI (Multivariate ENSO Index): +2,53 (Doppelwert August/September) im starken El Niño-Bereich (Doppelwert Juni/Juli +2,37)

PDO (Pazifische Dekaden-Oszillation): +0,86, Vormonat +1,47, Vorjahr 1,72. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

AMO (Atlantische Multidekaden-Oszillation): +0,204 , Vormonat +0,342, Vorjahr: +0,082. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/correlation/amon.us.long.data

MEEREISFLÄCHEN (Extent)

Antarktis (Südpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/  mit andauerndem linearem Anstieg der Meereisflächen im November seit Beginn der Messungen 1979, aber mit leichtem Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2014 und dem Rekordjahr 2013.

Arktis: http://nsidc.org/data/seaice_index/ – mit leichtem Rückgang gegenüber dem Vorjahr, aber nur sechstniedrigster Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen 1979.

Meereisvolumen: Rund 2000 km³ Zuwachs gegenüber 2012 im Oktober wie schon zuvor auch im Juli und August 2015. https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas

MONATSBERICHT November 2015: (ausführlich)

SONNE

Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet. (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

Mäßige und gegenüber dem Vormonat Oktober etwas zunehmende Aktivität mit einer monatlich durchschnittlichen internationalen Sonnenfleckenrelativzahl SN Ri: 63,2 neu (Vormonat 61,7 neu, Vorjahr 103,6 neu).

SSN Ri Mai 2015 = 76,0 neu (Vormonat = 78,9 neu, Vorjahr = 115,0 neu nach Solar Max. mit 116,4 im April 2014).

SSN–Maximum des SC 24 im April 2014 mit 116,4 neu, SSN–Minimum und Beginn des SC 24 im Dezember 2008 mit SSN 2,2 neu (1,7 alt).

Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) ab 1.7.2015 NEUE internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich November 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics
Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) ab 1.7.2015 NEUE internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich November 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics

Zum Vergleich dieselbe Grafik bis Mai 2015 mit der alten Zählweise der Sonnenflecken:

Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics
Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) bis 30.6.2015 ALTE internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics

Besonderheit: Sonne im Mai 2015 mit zwei fast fleckenlosen Tagen – Weltklimakonferenzen auf der falschen Fährte?

GLOBALE TEMPERATUREN

UAH:  0,33 K (Vormonat 0,43, Vorjahr 0,23) Abweichung zum Klimamittel 1981 – 2010, Rang 1 (vor 2009 mit  0,28) von 37. UAH V6 Global Temperature Update for November 2015: +0.33 deg. C

The Version 6.0 global average lower tropospheric temperature (LT) anomaly for November, 2015 is +0.33 deg. C, down from the October, 2015 value of +0.43 deg. C (click for full size version). Quelle: wie vor
„The Version 6.0 global average lower tropospheric temperature (LT) anomaly for November, 2015 is +0.33 deg. C, down from the October, 2015 value of +0.43 deg. C (click for full size version).“ Quelle: wie vor

RSS: 0,43K (Vormonat 0,44, Vorjahr 0,24) Abweichung zum Klimamittel 1979-1998, Rang 1 von 37. http://data.remss.com/msu/monthly_time_series/

Mit diesen geringen positiven Abweichungen (UAH und RSS) im November 2015 gegenüber dem bisherigen globalen El-Niño-Rekordjahr 1998 sollte jedem Menschen mit gesundem meteorologischem Verstand klar sein, was ich bereits im Oktober schrieb: 2015 wird kein global warmes Rekordjahr bei den Satellitentemperaturen!

Einer mit viel meteorologischem Verstand wie Dr. Roy Spencer von UAH sieht dies am 3.12.2015 ebenso: 2015 will be the 3rd Warmest Year in the Satellite Record

Seit 18 Jahren und 9 Monaten gibt es weiterhin keine globale Erwärmung mehr, die seit ihrem Ausbleiben auch gerne verschleiernd “Klimawandel” genannt oder gar öffentlich von führenden deutschen IPCC-Autoren geleugnet wird: DMG: Der Erwärmungstrend ist ungebrochen! Hat Schwachsinn einen neuen Namen…?

Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (grüne Linie) von Anfang 1997 bis November 2015, negativer Trend (blaue Linie) von Herbst 1997 bis November 2015
Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (blaue Linie) von Anfang 1997 bis November 2015, negativer linearer Trend (grüne Linie) von Herbst 1997 bis November 2015. Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2015.9/plot/rss/from:1997.8/to:2015.9/trend/plot/rss/from:1997.1/to:2015.9/trend

Die globale Erwärmungs“Pause“ hattr sich im  Oktober 2015 um einen Monat verlängert und damit einen neuen „Pausen-Rekord“ aufgestellt, obwohl die seit Herbst 2014 gemessenen positiven ENSO-Bedingungen (El Niño) wie erwartet um etwa 4 – 6 Monate zeitversetzt nun auch positiv auf die globalen Temperaturen von RSS und UAH in der Troposphäre wirken.

Dieser Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ von 225 Monaten wurde im November 2015 erneut eingestellt und lediglich um einen Monat verschoben:

Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS - Neuer Rekord: Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen.
Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS. Seit 225 Monaten, nämlich von März 1997 bis November 2015, gibt es trotz eines aktuellen kräftigen El Niño-Ereignisses keinen Anstieg der globalen Temperaturen, der Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ vom Vormonat wurde erneut eingestellt. „Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset continues to show no global warming for 18 years 9 months since March 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause.“ Quelle: The robust Pause resists a robust el Niño Still no global warming at all for 18 years 9 months

Die weitere ENSO-Entwicklung könnte aber auch zu einem weiteren Stillstand oder sogar zur vorübergehenden Verkürzung der Erwärmungs“Pause“ führen, was sich allerdings schon 2016/2017 wieder ändern dürfte: Globale Abkühlung: La Niña 2016 in Sicht?

Seit 1998 ist der lineare Trend der globalen Temperaturen (TLT) sowohl von UAH 6.0 als auch von RSS negativ:

Der lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen von UAH 6.6 und RSS ist von 1998 bis 2015 negativ.
Der lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen von UAH 6.0 und RSS ist von 1998 bis 2015 negativ. Quelle: https://notalotofpeopleknowthat.wordpress.com/2015/04/28/uah-release-version-6-0-confirms-cooling-trend-since-1998/
Die Abweichung der globalen Durchschnittstemperatur (2m) im Oktober 2015 beträgt 0,458 K zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 (Rang 1 von 37 Jahren, Vormonat 0,485, Rang 2 = 1998 mit 0,422. Quelle: http://models.weatherbell.com/climate/cfsr_monthly.php
Die Abweichung der globalen Durchschnittstemperatur (2m) im November 2015 beträgt 0,458 K zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 (Rang 1 von 37 Jahren, Vormonat 0,485, Rang 2 = 2005 mit 0,409 . Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

ENSO (El Niño/La Niña)

ONI: Der (Dreimonats-) ONI November (SON) 2015 beträgt 2,0 (Vormonat 1,7) zum Klimamittel 1981 – 2010 und befindet sich seit SON 2014 zeitweise in schwachen El NiñoBedingungen, zeigt aber erst mit dem August-Wert wie erwartet ein El NiñoEreignis im Jahr 2015, das erst seit den 1,5 ab JAS auch kräftig ist, nach NOAA-Korrektur aber kein El Niño-Ereignis im Jahr 2014.

Monthly Niño-3.4 index: Der monatliche Wert für November 2015 als neuester Anteil des Dreimonats-ONI beträgt 2,34 K zum Klimamittel 1981-2010, Monate August,September und Oktober nach NOAA-Korrektur 1,51 und 1,75 und 2,03.

SOI: Der Index für die  Differenz des Bodenluftdrucks zwischen Darwin (Australien) und Tahiti (Insel im äquatorialen Pazifik) beträgt im November 2015 -3,2 (Vormonat -21,3) als laufendes 30-Tagesmittel, also nun klar im neutralen Bereich oberhalb von -7,0. http://www.bom.gov.au/climate/enso/#tabs=SOI

Der Southern Oscillation Index gilt als ca. zweimonatiger Vorlaufwert für die Entwicklung der östlichen Passatwinde (tradewinds)  im äquatorialen Pazifik  und damit für die weitere ENSO-Entwicklung.

SOI-Grafik bis Oktober 2015 mit einem negativen (El Nino-) Monatswert von -21,30 und einer erneuten Vertiefung gegenüber dem Vormonat September mit -16,7. Ist der SOI-Monatstiefpunkt damit erreicht...?
SOI-Grafik mit einem steilen Anstieg im November 2015 auf nur noch -3,2  in den neutralen ENSO-Bereich oberhalb -7,0 nach einem kräftigen negativen (El Nino-) Monatswert von -21,30 im Oktober, womit sehr wahrscheinlich der SOI-Monatstiefpunkt  des aktuellen El Nino-Ereignisses erreicht wurde. Quelle: wie vor

 

Laufender 30-Tage-SOI der australischen Wetterbehörde BOM mit steilem Abfall im Juni 2015 nach einem (dem?) Tiefpunkt Mitte August und nun wieder Anfang Oktober. Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/enso/
Laufender 30-Tage-SOI der australischen Wetterbehörde BOM Ende Oktober 2015 mit steilem Abfall im Juni 2015 nach einem Tiefpunkt Mitte August und einem weiteren Anfang Oktober. Ist der Tiefpunkt beim SOI damit überschritten…? Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/enso/

MEI (Multivariate ENSO Index)

MEI von 1950 bis November 2015 als positive (rote/El Nino ab ca. +0,5) und negative (blaue/La Nina ab ca. -0,5) ENSO-Phasen. Die Grafik zeigt 2015 den bisher dritthöchsten Wert nach 1982/1983 und 1997/1998.
MEI von 1950 bis November 2015 als positive (rote/El Nino ab ca. +0,5) und negative (blaue/La Nina ab ca. -0,5) ENSO-Phasen. Die Grafik zeigt 2015 den bisher dritthöchsten Wert nach 1982/1983 und 1997/1998. Quelle: wie vor
Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem OktoberNovember-2015-Wert von +2,15 (Vormonatswert +2,25) um 0,08 geringfügig gestiegen, liegt aber weiter im starken El Nino-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Nino-Jahr 1997/1998 und 1982/83 aufgetreten ist. Quelle:
Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem Oktober/November-2015-Wert von +2,31 (Vormonatswert +2,23) um 0,08 geringfügig gestiegen und liegt weiter im starken El Nino-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Nino-Jahr 1997/1998 und 1982/83 aufgetreten ist, also auf Rang 3 mit diesem Doppelmonatswert. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/

Originaltext-Auszug zur vergleichenden Grafik:

„In the context of strong El Niño conditions since March-April 2015, this section features a comparison figure with the classic set of strong El Niño events during the MEI period of record.

Compared to last month, the updated (October-November) MEI has recovered slightly (0.08) to +2.31, but been overtaken by 1982 to now reach the 3rd highest ranking , which is actually only 0.1-0.3 sigma behind 1982 and 1997 at this time of year. The August-September 2015 value of +2.53 remains the third highest overall at any time of year since 1950. It seems noteworthy that the 1997 El Niño event displayed a similar ‚weak‘ spell around October as monitored by the MEI, only to recover most of the lost ground in early 1998.

Looking at the nearest 6 rankings (+2/-4) in this season gives us four ‚analogues‘ already identified two months ago: 1965, 1972, 1982, and 1997, plus 1994 and 2006. All events but 1982-83 and 1997-98 declined after October-November, while the former grew 0.6 sigma by February-March 1983, and the secondary peak of January-February 1998 was 0.2 sigma higher than at this time in 1997. Since 2015 is closer to the two ‚Super Niños‘ in strength than the other four cases, a slight rebound into early 2016 is not out of the question. Looking further into the future, three of the six analogues transitioned into La Niña by late boreal summer (1973, 1998, and 2007), one took a bit longer to become a weak La Niña (1995), while the other two (1966, 1983) even waited beyond the end of those years to transition to La Niña. Given the strength of the current event, I expect the MEI to keep residing in the top 10% rankings through at least January-February 2016…“

PDO (Pazifische Dekaden-Oszillation) +0,86, Vormonat +1,47, Vorjahr 1,72. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

AMO (Atlantische Multidekaden-Oszillation+0,204 , Vormonat +0,342, Vorjahr: +0,082. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/correlation/amon.us.long.data

MEEREISFLÄCHEN (Extent)

Antarktis (Südpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/

Stetig steigender linearer Trend der antarktischen Meereisflächen (extent) im September seit Beginn der Messungen 1979 trotz eines Rückgangs gegenüber den beiden (Rekord-) Jahren 2014 und 2013.
Grafik mit andauerndem linearem Anstieg der Meereisflächen im November 2105 seit Beginn der Messungen 1979, aber mit leichtem Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2014 und dem Rekordjahr 2013.

Arktis (Nordpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/

Linearer Trend der arktischen Meereisflächen (extent) im September 2015. Von Oktober 2006 bis Oktober 2015 gibt es einen Anstieg der arktischen Meereisflächen. Quelle:
Negativer Linearer Trend der arktischen Meereisflächen (extent) bis November 2015 mit leichtem Rückgang gegenüber den beiden Vorjahren, aber nur sechstniedrigster Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen 1979.

Das arktisches Meereisvolumen ist Ende November 2015 gegenüber dem bisherigen Tiefpunkt 2012 zum selben Zeitraum um rund 2000 km³ (zwei Billionen m³) gewachsen und hat damit in etwa denselben Wert aus den Vormonaten Juli, August, Septemberund Oktober 2015 gehalten:

Das arktische Meereisvolumen ist Ende November 2015 (hellrote Linie) gegenüber 2012 zu gleicher Zeit um etwa 2000 km³ (zwei Billionen m³) gewachsen. Quelle: https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas
Das arktische Meereisvolumen ist Ende November 2015 (hellrote Linie) gegenüber 2012 zu gleicher Zeit um etwa 2000 km³ (zwei Billionen m³) gewachsen. Quelle: https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas

Siehe auch: Die Eiskappen an beiden Polen wachsen und Wende beim Meereis in der Arktis ? Volumenzuwachs von 3000 km³ in zwei Jahren !

Global: Seit knapp 15 Jahren Schmelzpause bei den Meereisflächen (extent)

„Pause“ bei den globalen Meereisflächen (extent) von Juli 2000 bis April 2015 (178 Monate, also fast 15 Jahre). Quelle: On the Pause in Global Sea Ice Anomalies

Es bleibt also vorerst auch im November des Jahres 2015 – und damit im 19. Jahr ohne signifikante lineare globale Erwärmung  – weiter die Frage: wobleibtdieglobaleerwaermung?

Trotz dieser unverfälschten Tatsachen gibt es immer noch Menschen, die öffentlich die globale Erwärmungs“pause“ seit Anfang 1997 leugnen… Klimawandel: Der Trend geht klar nach unten – Globale Temperaturen seit 1998 im Abwärtstrend …oder mit durchsichtigen Datenfälschungen wegrechnen wollen: NOAA-Studie verfälscht Daten: Die globale Erwärmungs”Pause” einfach weggerechnet…

Herzlich euer

Schneefan2015

Blogstatistik Oktober 2015: 157.940 Aufrufe von 133.213 Besuchern aus 114 Ländern. „Renner“ des Monats mit 139.265 Aufrufen: Schockierende Wetterwarnung: Kältester Winter seit 50 Jahren soll monatelange heftige Schneefälle und Kälte nach Großbritannien bringen!

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2 Gedanken zu ““Global Warming” Reality Check November 2015 – Die globale Abkühlung seit 1997 dauert an: RSS 0,43

  1. Ich danke dir für deine Mühen in deinem Block 😉 ! So bin ich dank Dir immer ein wenig mehr auf dem laufenden !
    ng tim

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