ENSO-Modelle: La Niña kommt im zweiten Halbjahr 2016

Wie erwartet wird die kalte La Niña im zweiten Halbjahr 2016 im äquatorialen Pazifik entstehen und in der Folge die globalen Temperaturen allmählich wieder zurückgehen lassen.

Dies zeigen nun auch einige ENSO-Modelle nach anfänglichem Zögern deutlich an, darunter auch die beiden Super-Modelle der europäischen Wetterzentrale ECMWF und der amerikanischen Weltraumbehörde NASA: http://www.bom.gov.au/climate/model-summary/#details

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ECMWF-ENSO-Prognose vom 1. Dezember 2015 für die Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab Sommer La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle:
ECMWF-ENSO-Prognose vom 1. Dezember 2015 für die Monats-Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab NH-Sommer 2016 La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle: http://www.ecmwf.int/en/forecasts/charts/seasonal/nino-plumes-public-charts-long-range-forecast?nino_area=3.4&forecast_type_and_skill_measures=plumes&time=2015120100,0,2015120100&forecast_type_and_skill_measure=plumes

 

NASA/GMAO-ENSO-Prognose vom 1. Dezember 2015 für die Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab Sommer La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle:
NASA/GMAO-ENSO-Prognose vom 1. Dezember 2015 für die Monats-Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November oder Dezember 2015 erreichen die Prognosen ab NH-Sommer 2016 sogar im Mittel (schwarze Linie) La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle: http://gmao.gsfc.nasa.gov/products/climateforecasts/GEOS5/plots/2015/dec/forecast_indices/gmao/nino34_Ano.png

Das japanische ENSO-Modell sieht die Entwicklung ähnlich,…

JMA-ENSO-Prognose vom 1. Dezember 2015 für die Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab Sommer La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle:
JMA-ENSO-Prognose vom 1. Dezember 2015 für die Monats-Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab NH-Sommer La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle: http://ds.data.jma.go.jp/tcc/tcc/products/elnino/nino_fcst/indices/png/nino34/c_ens_gr.png

…während NOAA/CFSv2 aktuell noch sehr unentschlossen wirkt,…

NOAA/CFSv2-ENSO-Prognose vom 16. Dezember 2015 für die Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab Sommer La bisher nur in einigen Modellläufen La Niña-Werte ab -0,5 und kälter. Quelle:
NOAA/CFSv2-ENSO-Prognose vom 16. Dezember 2015 für die Monats-Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Nach dem El Niño-Höhepunkt im November 2015 erreichen die Prognosen ab NH-Sommer 2016 bisher nur in einigen (älteren) Modellläufen La Niña-Werte ab -0,5 und kälter, während der Durchschnitt (schwarze Linie) noch im neutralen Bereich knapp über Null K Abweichung liegt. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

…, obwohl die ENSO-DreimonatsONI-Dezember 2015-Langfristprojektion – ebenfalls von NOAALa Niña-Werte ab -0,5 und kälter spätestens im NH-Herbst 2016 zeigt:

NOAA-ENSO-Projektion für die SST-Abweichungen im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 bis einschließlich J/F/M 2017. Die Tabelle zeigt ab NH-Sommer 2016 Werte unterhalb von + 0,5 K, der warme El Niño ist vorbei. Ab NH-Herbst fallen die Werte in den kalten La Niña-Bereich von - 0,5 K und darunter. Quelle:
NOAA-ENSO-Projektion für die SST-Abweichungen im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 bis einschließlich J/F/M 2017. Die Tabelle zeigt ab NH-Sommer 2016 Dreimonats-Werte unterhalb von + 0,5 K, der warme El Niño ist vorbei. Ab NH-Herbst fallen die Werte in den kalten La Niña-Bereich von – 0,5 K und darunter. Quelle: ftp://ftp.cpc.ncep.noaa.gov/wd53du/sstcon34t.txt

Wer die Entwicklung der kalten upwelling-Phase einer äquatorialen Kelvinwelle (La Niña) im Pazifik unter Wasser verfolgen will, kann dies hier tun: 4-month sequence of Pacific Ocean Equatorial temperature anomaly cross sections

Aktuell schiebt sich die kalte La Niña unter Wasser zunehmend von West nach Ost bis zu einer Höhe von etwa 100 bis 150 m unter die warmen Wassermassen von El Niño, wobei der warme Wasserkörper kleiner und kühler wird, das warme Oberflächenwasser wird dabei allmählich nach Westen (links) zurückgedrängt:

Der Plot zeigt die Entwicklung der Temperaturanomalien unter Wasser im äquatorialen Pazifik von September bis 14. Dezember 2015. Die kalten Anomalien im Westen (blau) haben sich im Dezember 2015 deutlich weiter nach Osten verlagert, während die warmen Anomalien nach Osten und nach oben verdrängt und insgesamt abgeschwächt wurden. Quelle:
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Temperaturanomalien unter Wasser im äquatorialen Pazifik von September bis 14. Dezember 2015. Die kalten Anomalien im Westen (links/blau) haben sich im Dezember 2015 deutlich weiter nach Osten (rechts) bis zu 130°W verlagert, während die warmen Anomalien nach oben verdrängt und insgesamt abgeschwächt wurden. Quelle: 4-month sequence of Pacific Ocean Equatorial temperature anomaly cross sections

Die warmen Wasser-Anomalien der oberen 300 m im äquatorialen Pazifik (Ocean Heat Content) wurden nach einem Jahreshöhepunkt Ende Oktober/Anfang November 2015 bis Anfang Dezember deutlich abgebaut, wie diese Grafik zeigt:

Der Plot stellt den Verlauf der Temperaturanomalien bis zu 300 m unter wasser im äquatorialen Pazifik dar. Die kräftigen positiven Abweichungen der warmen Downwelling-Phase haben Ende Oktober/Anfnag November ihren diesjährigen Höhepunkt erreicht und gehen bis Anfang Dezember 2015 deutlich zurück: El Niño schwächt sich ab. Quelle:
Der Plot stellt den Verlauf der Temperaturanomalien bis zu 300 m unter Wasser im äquatorialen Pazifik dar. Die kräftigen positiven Abweichungen der warmen Downwelling-Phase einer äquatorialen Kelvinwelle haben Ende Oktober/Anfang November ihren diesjährigen Höhepunkt erreicht und gehen bis Anfang Dezember 2015 um 0,6 K deutlich zurück: El Niño schwächt sich ab. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/MJO/enso.shtml

Bei Eintreffen der La Niña-Prognosen für den Sommer 2016 werden die globalen Temperaturen zeitversetzt um etwa vier bis fünf Monate allmählich wieder zurückgehen, wobei die Frage bleiben wird: Wird nach 2014 und 2015 auch 2016 kein global rekordwarmes Jahr ? Sind Weltklimakonferenzen völlig sinnlos?

Wenn auch 2016 die bisherigen Rekordtemperaturen des El Niño-Jahres 1998 nicht geknackt werden, wird es auch weiterhin bei den unverfälschten Datensätzen keine „globale Erwärmung“ geben,…:

Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS - Neuer Rekord: Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen.
Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS – Neuer Rekord: Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis November 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen. Quelle: The robust Pause resists a robust el Niño Still no global warming at all for 18 years 9 months

…was dann allerdings einige Jahrzehnte dauern kann…: Globale Abkühlung: Der Nordatlantik steuert die globalen Temperaturen – Die AMO schaltet auf “KALT”!

Im Zusammenhang mit der schwächsten Sonnenaktivität seit mehr als 100 Jahren und erwarteter weiter zunehmender Sonnenschwäche könnte es in diesem Jahrhundert deshalb so aussehen:

Statistische Vorhersage der Sonnenaktivität bis zum Jahr 2100
Statistische Vorhersage der Sonnenaktivität bis zum Jahr 2100 (rote Linie) mit gemessenen Daten bis 2013 (blaue Linie). Quelle: Studie

Mehr dazu: Studie: Schwache Sonne für 30 bis 100 Jahre

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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