Der Winter kommt mit Macht: Der Polarwirbel macht ernst! Erhebliche Lawinengefahr in den Alpen

Update 13.1.2016: NOAA/NCEP-Eiswinter in Europa bis Ende Januar 2016 (Grafik ganz unten).

Der arktische Polarwirbel kommt zu Besuch nach Europa und wird in der kommenden Woche zunehmend Kälte und Schnee auch nach Deutschland bringen.

ECMWF-Prognose vom 9. Januar für den arktischen Polarwirbel in 150 hPa (13000m) am 12. Januar 2016. Der Polarwirbel ist stark gestört und hat drei Teilwirbel gebildet Tripol). Der größte eisigeTeilwirbel liegt über Nordeuropa mit seinem Zentrum bei Spitzbergen und überdeckt große Teile Europas. Quelle:
ECMWF-Prognose vom 9. Januar 2016 für den arktischen Polarwirbel in 150 hPa (13000m) am 12. Januar 2016. Der Polarwirbel ist stark gestört und hat drei Teilwirbel gebildet (Tripol). Der größte eisigeTeilwirbel liegt über Nordeuropa mit seinem Zentrum bei Spitzbergen und überdeckt große Teile Europas. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

Diese möglichen Entwicklungen hatte ich am 4. Januar 2016 beschrieben: Eisiges Winterwetter mit viel Schnee im Januar 2016? Der gestörte Polarwirbel dominiert die Nordhalbkugel!

Die aktuellen Modellrechnungen von ECMWF, GEM und nun auch GFS stimmen darin überein, das diese winterlich kalte Witterungsphase mit wiederholten Schneefällen bis ins Flachland auch das kommende Wochendende 16./17. Januar 2016 überdauern und sich nach vorübergehender Milderung (nur GFS) erneut einstellen kann.

(zum Vergrößern anklicken)

GFS-Prognose der Temperaturabweichunen in 850 hPa (1500 m) vom 10. Januar für den 20. Januar 2016. Ein kräftiges Tief über Nordrussland hat artktische Kaltluft in große Teile Europas geführt, ein Hoch über den Britiaschen Inseln unterstützt den Zustrom arktisdher Luftmassen und blockiert den Zustrom milderer atlantischer Luftmassen. Quelle:
ECMWF-Prognose der Temperaturabweichungen in 850 hPa (1500 m) vom 10. Januar für den 20. Januar 2016. Ein kräftiges Tief ist von Skandinavien nach Nordrussland gzogen und hat artktische Kaltluft (blaue Farben) in große Teile Europas geführt, ein Hoch über den Britischen Inseln unterstützt den Zustrom arktischer Luftmassen von Norden und blockiert den Zustrom milderer atlantischer Luftmassen (grün/gelbliche Farben) von Westen. Quelle:

Vor allem die Stratosphärenmodelle haben früh Störungen des arktischen Polarwirbels richtig berechnet und bereits am 19. Dezember 2015 das Ende der ungewöhnlich milden Witterung zum Jahreswechsel 2015/2016 richtig gesehen.

Diese Modelle rechnen zum Ende des maximalen Prognosezeitraums von zehn Tagen aktuell sowohl ein Andauern der Störungen des Polarwirbels als auch der winterlichen Großwetterlage in großen Teilen Europas: So sieht Winter in Europa aus !

ECMWF-Prognose vom 9. Januar für den arktischen Polarwirbel in 150 hPa (13000m) am 18. Januar 2016. Der Polarwirbel ist stark gestört und hat zwei Teilwirbel gebildet Dipol/Brille). Ein mächtiger und weit nach Süden ausgreifender eisiger Trog reicht vom Eismeer über Nord- und Mitteleuropa bis nach Nordafrika: So sieht Winter aus! Quelle:
ECMWF-Prognose vom 9. Januar für den arktischen Polarwirbel in 150 hPa (13.000 m) am 18. Januar 2016. Der Polarwirbel ist stark gestört und hat zwei Teilwirbel gebildet (Dipol/Brille). Ein mächtiger und weit nach Süden ausgreifender eisiger Trog reicht vom Eismeer über Nord- und Mitteleuropa bis nach Nordafrika: So sieht Winter in Europa aus! Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Wetter3-Schneeprognose vom 10. Januar 2016 für den 17. Januar 2016. Es werden verbreitet Schneefälle in Europa und auch in Deutschland mit Neusachneemengen bis zu 170cm in den Westalpen erwartet. Quelle:
Wetter3-Schneeprognose vom 10. Januar 2016 für den 17. Januar 2016. Es werden verbreitet Schneefälle in Europa und auch in Deutschland mit Neuschneemengen bis zu 160 cm in den Westalpen erwartet. Quelle: http://www1.wetter3.de/animation.html

Nach den angesagten und eingetretenen kräftigen Schneefällen der letzten Tage in den Alpen besteht vor allem in den Westalpen bereits heute erhebliche Lawinengefahr (Stufe drei von fünf):

Warnung vor erheblicher Lawinengefahr Lawinenwarnung Stufe drei für die Schweiz vom 10. Januar 2016. Quelle:
Warnung vor „erheblicher“ Lawinengefahr (Stufe drei, orange) für die Schweiz vom 10. Januar 2016. Quelle: http://www.slf.ch/lawinenbulletin/lawinengefahr/index_DE

Bei Eintreffen der aktuellen Modellrechnungen könnte der Januar 2016 – nicht nur – in Deutschland ein kalter Monat mit Temperaturen unter dem international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 bleiben. Derzeit liegen die Abweichungen im Gebietsmittel Deutschlands trotz eines bisher relativ milden Südwestens bereits bei rund -0,2 K…

Update 13.1.2016: Eiswinter in Europa bis Ende Januar 2016:

Eisige Prognose der Durchschnitts-Temperaturen in Europa vom 13. Januar bis zum 29. Januar 2015. Große Teile Europas liegen im Dauerfrost. Quelle:
Eisige NOAA/NCEP-Prognose der Durchschnitts-Temperaturen in Europa vom 13. Januar bis zum 29. Januar 2016. Große Teile Europas liegen in den kommenden zwei Wochen im Dauerfrost. In der ersten Woche liegen die Temperaturen auch in Deutschland unter dem vieljährigen (kühlen) Klimamittel 1901-2000 (untere Grafik). In der zweiten Woche  auch…(nicht dargestellt).  Quelle: http://wxmaps.org/pix/temp4.html

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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