Der Durchschnitt der ENSO-Modelle - einschließlich NOAA/CFSv2 - sieht Mitte April 2016 mit -0,9 K SSTA das Eintreffen von La Niña-Bedingungen  (ab - 0,5 K und kälter) im August 2016. Quelle:

Drei Jahre Super-La Niña mit globaler Abkühlung? – ENSO-Update April 2016

Update 18.4.2016: La Niña kommt schon im Juli 2016 (ENSO-Grafik ganz unten).

Update 20.4.2016: Die globalen 2 m-Temperaturen gehen im April 2016 weiter deutlich zurück (Grafik ganz unten).

Im zweiten Halbjahr 2016 entwickelt sich im äquatorialen Pazifik die kalte La Niña, wie schon im ENSO-Update März 2016 berichtet wurde.

Sie könnte allerdings nach aktueller Datenlage zu Super – La Niña werden und bis ins Jahr 2018 andauern. Die globalen Temperaturen werden zeitversetzt um vier bis fünf Monate über mehrere Jahre zurückgehen und unter das vieljährige Klimamittel fallen.

Die Entwicklung von La Niña-Bedingungen in diesem Jahr war bereits im Mai 2015 erkennbar, allerdings nicht von den ENSO-Modellen:  Globale Abkühlung: La Niña 2016 in Sicht?

Nach der Korrektur schwerer Programmfehler rechnet nun sogar NOAA/CFSv2 in seinen ENSO-Prognosen mit ungewöhnlich kalten Temperaturen der Meeresoberfläche im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4:

(zum Vergrößern anklicken)

Der Plot stellt die seit 29.3.2016 korrigierte ENSO-Pognose vom 15.4.2016 für die Abweichung der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen ENSO-Gebiet 3.4 für die kommenden Monate vor. Die aktuellen (korrigierten) Prognosen (blaue Linien) erreichen teils bereits im Juni 2016 La Niña-Werte von -0,5 K und kälter, im Herbst 2016 werden in mehreren Rechnungen berewits -2,0 K unterschritten: Eine kräfte kalte La Niña ist im Anmarsch. Quelle:
Der Plot stellt die seit 29.3.2016 korrigierte ENSO-Pognose vom 15.4.2016 für die Abweichung der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen ENSO-Gebiet 3.4 für die kommenden Monate vor. Die aktuellen (korrigierten) Prognosen (blaue Linien) erreichen teils bereits im Juni 2016 La Niña-Werte von -0,5 K und kälter, im NH-Herbst 2016 werden in mehreren Rechnungen bereits -2,0 K unterschritten: Eine kräftige kalte La Niña ist im Anmarsch. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2fcst/CFSv2SST8210.html

Die bisher kältesten gemessenen Monatswerte im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 lagen bei Super-La Niña 1998/1999/2000/2001 bei -1,6 K Abweichung im Januar 2000. Bei der möglichen Super-La Niña 2016/17/18 werden diese Werte in einigen Modellrechnungen noch im Jahr 2016 unterboten…

Die aktuelle CFSv2-Prognose reiht sich nun in die kalten Prognosen der meisten anderen ENSO-Modelle ein, die bereits im August 2016 La Niña-Bedingungen mit durchschnittlich -0,9 K SSTA sehen:

Der Durchschnitt der ENSO-Modelle - einschließlich NOAA/CFSv2 - sieht Mitte April 2016 mit -0,9 K SSTA das Eintreffen von La Niña-Bedingungen (ab - 0,5 K und kälter) im August 2016. Quelle:
Der Durchschnitt der ENSO-Modelle – einschließlich NOAA/CFSv2 – sieht Mitte April 2016 mit -0,9 K SSTA das Eintreffen von La Niña-Bedingungen (bei NOAA ab – 0,5 K und kälter, (nur) bei BOM ab -0,8) im August 2016. Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/model-summary/#tabs=Pacific-Ocean

Die kältesten Abweichungen im Dreimonats-ONI von NOAA während Super-La Niña 1998/1999/2000/2001 lagen bei -1,6 K, wie die – aktuell verfälschte – ONI-Tabelle ausweist:

Die verfälschte ONI-Tabelle von NOAA zeigt die warmen El-Niño Ereignisse (rot) und die kalten La Niña-Ereignisse seit 1950. Die kältesten La Niña-ONI-Werte bei Super-La Niña 1998-2000 lagen bei -1,6 K. Im jahr 1973 wurden sogar -1,9 K erreicht. Quelle:
Die verfälschte aktuelle ONI-Tabelle von NOAA zeigt die warmen El Niño-Ereignisse (rot) und die kalten La Niña-Ereignisse (blau) seit 1950. Die kältesten La Niña-ONI-Werte bei Super-La Niña 1998-2001 lagen bei -1,6 K. Im Jahr 1973 wurden sogar -1,9 K erreicht. Quelle: Historical El Nino/ La Nina episodes (1950-present)

Der Energiegehalt der Wassermassen bis 300 m Tiefe im äquatorialen Pazifik weist Mitte April 2016 negative Abweichungen bis zu -0,7 K auf und befindet sich damit ebenfalls im kalten La Niña-Bereich.

Der Plot stellt den Verlauf der Temperaturanomalien bis zu 300 Meter unter Wasser im äquatorialen Pazifik dar. Die kräftigen positiven Abweichungen der warmen Downwelling-Phase einer äquatorialen Kelvinwelle haben Ende Oktober/Anfang November 2015 ihren Höhepunkt erreicht und gehen bis Mitte April 2016 um 3,5 K deutlich bis rund -0,5 K zurück: El Niño geht – La Niña kommt! Quelle:
Der Plot stellt den Verlauf der Temperaturanomalien bis zu 300 Meter unter Wasser im äquatorialen Pazifik dar. Die kräftigen positiven Abweichungen der warmen (orange) Downwelling-Phase einer äquatorialen Kelvinwelle haben Ende Oktober/Anfang November 2015 ihren Höhepunkt erreicht und gehen bis Mitte April 2016 in einer kalten Upwelling-Phase um knapp 4 K deutlich bis rund -0,7 K (blau) zurück: El Niño geht – La Niña kommt! Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/MJO/enso.shtml

Der riesige kalte Körper von La Niña sieht in der mehrmonatigen Entwicklung im Querschnitt unter Wasser Mitte April 2016 (unten) so aus:

Der Plot zeigt die Entwicklung der Temperaturanomalien unter Wasser im äquatorialen Pazifik von September bis 14. Mitte April 2016. Die kalten Anomalien im Westen (blau) haben sich im Dezember 2015 deutlich weiter nach Osten verlagert, während die warmen Anomalien nach Osten und nach oben verdrängt und insgesamt abgeschwächt wurden. Quelle:
Der Plot zeigt die Entwicklung der Temperaturanomalien unter Wasser im äquatorialen Pazifik von Januar bis Mitte April 2016. Die kalten Anomalien im Westen (blau) haben sich seit Januar deutlich weiter nach Osten ausgebreitet, während die warmen Anomalien (El Niño) fast völlig verschwunden sind: La Niña ist da! Quelle: 4-month sequence of Pacific Ocean Equatorial temperature anomaly cross sections

Der Plot zeigt neben dem Verschwinden von El Niño und dem Erscheinen von La Niña auch unten rechts das Erstarken des kalten Humboldtstroms, der von der eisigen Antarktis kommend vor der Westküste Südamerikas nach Norden strömt und bei El Niño-Ereignissen unterdrückt wird.

Der komplexe gekoppelte Ozean/Atmosphäre-Index MEI (Multivariate ENSO Index) weist mit dem aktuellen Doppelwert Februar/März 2016 ebenfalls weiter nach unten und sollte in den kommenden Monaten rasch unter -0- abfallen, wie dies auch nach Super-El Niño 1997/98 der Fall war, nur früher…

Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem Februar/März- 2016-Wert von +1,96 (Vormonatswert +2,12) um 0,16 leicht auf gefallen. Er leigt aber weiter im kräftigen El Niño-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Nino-Jahr 1997/1998 und davor 1982/83 aufgetreten ist, aber nur noch auf Rang 4 mit diesem Doppelmonatswert. Der Abstand ist allerdings größer geworden, ein zweiter "Peak" ist nicht mehr in Sicht. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/
Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem Februar/März- 2016-Wert von +1,96 (Vormonatswert +2,12) um 0,16 leicht gefallen. Er liegt aber weiter im kräftigen El Niño-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Nino-Jahr 1997/1998 und davor 1982/83 aufgetreten ist, aber nur noch auf Rang 4 mit diesem Doppelmonatswert. Der Abstand ist allerdings größer geworden, ein zweiter „Peak“ ist nicht mehr in Sicht. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/

Angesichts der anhaltenden Sonnenschwäche und der bis Anfang Juli zunehmenden Entfernung der Erde von der Sonne auf der Erdumlaufbahn dürfte es bei der beschriebenen ENSO-Entwicklung rasch wieder kühler werden auf der Erde…

So könnten auch die Hurrikansaison 2016 im Nordatlantik von Juni bis November und der kommende Winter 2016/17 spannend werden wie 2010/11: The Super La Nina and the Coming Winter

Update 18.4.2016: La Niña kommt schon im Juli 2016:

Der Durchschnitt der ENSO-Modelle - einschließlich NOAA/CFSv2 - sieht Mitte April 2016 mit -0,9 K SSTA das Eintreffen von La Niña-Bedingungen (ab - 0,5 K und kälter) im JULI 2016. Quelle:
Der Durchschnitt der ENSO-Modelle (ganz unten) – einschließlich NOAA/CFSv2 – sieht Mitte April 2016 mit knapp -0,9 K SSTA das Eintreffen von La Niña-Bedingungen (ab – 0,5 K und kälter) nun bereits im JULI 2016. Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/model-summary/#tabs=Pacific-Ocean

Bei Eintreffen dieser Prognosen – noch unter dem Vorbehalt der Spring Predictability Barrier (Frühlingsbarriere) – wird La Niña die globalen Temperaturen zeitversetzt gegen Jahresende noch erheblich senken, wodurch erneut die Frage auftaucht: Wird nach 2014 und 2015 auch 2016 kein global rekordwarmes Jahr ? Sind Weltklimakonferenzen völlig sinnlos?

Update 20.4.2016: Die globalen 2 m-Temperaturen gehen im April 2016 weiter deutlich zurück:

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach einem von El Niño zeitversetzt verursachten Höhepunkt Ende Februar 2016 zeigen die globalen Temperaturabweichungen seit März 2016 sowohl bei den bis 20.4. gemessenen als auch bei den bis 27.4.2016 berechneten Werten (schwarze Linie) deutlich nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Die Temperaturen der Südhalbkugel (SH, blaue Linie) sürzen nach einem kräftigen Anstieg in der Prognose bis untern Null K Abweichung regelrecht ab. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php
Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach einem von El Niño zeitversetzt verursachten Höhepunkt Ende Februar 2016 zeigen die globalen Temperaturabweichungen seit März 2016 sowohl bei den bis 20.4. gemessenen als auch bei den bis 27.4.2016 berechneten Werten (schwarze Linie) deutlich nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Die Temperaturen der Südhalbkugel (SH, blaue Linie) stürzen nach einem kräftigen Anstieg in der Prognose bis unter Null K Abweichung regelrecht ab. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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Wird nach 2014 und 2015 auch 2016 kein global rekordwarmes Jahr ? Sind Weltklimakonferenzen völlig sinnlos

http://notrickszone.com/2016/06/15/meteorologist-bastardi-s-hemisphere-surface-temps-really-tanking-as-globe-cools/#sthash.iNJuTo5a.dpbs?

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