La Niña in den Startlöchern: Die Erde kühlt ab! ENSO-Update Juni 2016

Update 27.6.2016: – 0.4 Grad C Wochen-Abweichung der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4.

NOAA’s weekly sea surface temperature anomaly data for the NINO regions (based on the original Reynolds OI.v2 data) are furnished on Mondays. Today’s update for the week centered on June 22, 2016 shows the sea surface temperature anomalies of the NINO3.4 region (5S-5N, 170W-120W), which NOAA uses to define El Niño and La Niña events and their strengths, are at -0.4 deg C…a tick above the -0.5 deg C threshold of La Niña conditions. Quelle: Close But No Cigar – NINO3.4 SST Anomalies Are a Tick (0.1 deg C) above La Niña Threshold
Mit -0,4 K Wochen-SSTA um den 22.6.2016 im maßgeblichen Nino-Gebiet 3.4 werden La Nina-Werte von -0,5 K und kälter nur knapp verfehlt. Originaltext: „NOAA’s weekly sea surface temperature anomaly data for the NINO regions (based on the original Reynolds OI.v2 data) are furnished on Mondays. Today’s update for the week centered on June 22, 2016 shows the sea surface temperature anomalies of the NINO3.4 region (5S-5N, 170W-120W), which NOAA uses to define El Niño and La Niña events and their strengths, are at -0.4 deg C…a tick above the -0.5 deg C threshold of La Niña conditions.“ Quelle: Close But No Cigar – NINO3.4 SST Anomalies Are a Tick (0.1 deg C) above La Niña Threshold

Update 21.6.2016 (kalend. Sommeranfang): Die globale Abkühlung kommt im Juni 2016 weiter voran.

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach einem von El Niño zeitversetzt verursachten Höhepunkt Ende Februar 2016 zeigen die globalen Temperaturabweichungen im Juni 2016 sowohl bei den bis 21.6.2016 gemessenen als auch bei den bis 28.6.2016 berechneten Werten (schwarze Linie) deutlich nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden… Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php
Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach einem von El Niño zeitversetzt verursachten Höhepunkt Ende Februar 2016 zeigen die globalen Temperaturabweichungen im Juni 2016 sowohl bei den bis 21.6.2016 gemessenen als auch bei den bis 28.6.2016 berechneten Werten (schwarze Linie) deutlich nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Die Abweichungen (dT) sind von Februar 2016 mit gemessenen 0,818 K Abweichung auf berechnete 0,397 K im Juni 2016 gefallen. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Mitte Juni 2016 ist das vorübergehend global wärmende Wetterphänomen „El Niño“ Geschichte, die kalte La Niña ist auf dem Weg, die Erde kühlt ab.

Die Wochen-Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 haben Anfang Juni 2016 bereits negative Werte erreicht und liegen Mitte Juni im Wochenmittel nahe Null K im neutralen Bereich zwischen + 0,5 und -0,5 K.

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KNMI Time series daily SSTA NINO34, print 17.6.2016. Quelle:
KNMI Time series weekly SSTA NINO3.4, print 17.6.2016. Die Abweichungen beziehen sich auf das international übliche und von der WMO empfohlene moderne Klimamittel 1981-2010. Quelle: http://climexp.knmi.nl/selectdailyindex.cgi?id=someone@somewhere

Die globalen Temperaturen folgen nach dem El Niño-Peak Ende November 2015 zeitversetzt seit März 2016 mit einem deutlichen Rückgang.

Die Satellitentemperaturen von RSS in der unteren Troposphäre (TLT) mit Schwerpunkt der Messungen um 1500 m Höhe (850 hPa) stürzen von Februar bis Mai 2016 regelrecht ab:

Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre (TLT) von RSS zeigen trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur in einem Februar 2016 seit Beginn der Satellitenmessungen im Dezember 1978 weiterhin keine Erwärmung von Ende 1997 bis einschließlich Februar 2016. (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2016.3/plot/rss/from:1997.9/to:2016.1/trend/plot/rss/from:1997.9/to:2016.3/trend
Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) von RSS zeigen trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur in einem Februar 2016 seit Beginn der Satellitenmessungen im Dezember 1978 weiterhin keine Erwärmung von Ende 1997 bis einschließlich Februar 2016 (grüne Flatline des linearen Trends). Bis einschließlich Mai 2016 ist ein nicht signifikanter leichter – vorübergehender – linearer Anstieg vorhanden (blaue Linie). Von Februar bis Mai 2016 stürzen die globalen Temperaturen allerdings regelrecht ab. Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2016.3/plot/rss/from:1997.9/to:2016.1/trend/plot/rss/from:1997.9/to:2016.3/trend

Die unverfälschten globalen 2m-Temperaturen liegen Mitte Juni 2016 deutlich unter den Mai-Werten, die rasche globale Abkühlung setzt sich fort.

Der Plot zeigt den Verlauf der globalen 2m-Temperaturabweichungen (schwarze Linie) sowie der beiden Hemisphären. Nach dem El Niño-Höhenflug Ende Februar 2016 gehen die Temperaturen bis zum 16. Juni 2016 wieder deutlich zurück, die SH (grüne Linie) liegt bereits im negativen Bereich, die schwarze Linie für die globalen Temperaturen strebt gegen Null...Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php
Der Plot zeigt den Verlauf der globalen 2m-Temperaturabweichungen (schwarze Linie) sowie der beiden Hemisphären. Nach dem El Niño-Höhenflug Ende Februar 2016 gehen die Temperaturen bis zum 16. Juni 2016 wieder deutlich zurück, die SH (grüne Linie) liegt bereits im negativen Bereich, die schwarze Linie für die globalen Temperaturen strebt gegen Null…Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Das gilt auch für die Temperaturen in den Tropen rund um den Äquator (20°S-20°N).

Der Plot zeigt die gemessenen/berechneten 2m-Temperaturabweichungen global (schwarze Linie) und in den Tropen (rote Linie). Nach einem Höhepunkt Ende Februar 2016 sind die Temperaturen bis zum 16.6.2016 kräftig gefallen. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php
Der Plot zeigt die gemessenen/berechneten 2m-Temperaturabweichungen global (schwarze Linie) und in den Tropen (rote Linie). Nach Höhepunkten im Januar und im März 2016 sind die Temperaturen in den Tropen bis zum 16.6.2016 kräftig gefallen. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Die Entwicklung von La Niña erfährt nach dem Absturz der SSTA im Niño-Gebiet 3.4 um -0,8 K im Mai 2016 nun im Juni 2016 offenbar eine kleine Atempause.

Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im Niño-Gebiet 3.4. Die Abweichungen liegen im Mai 2016 mit 0,3 K unterhalb des El Niño-Wertes von mindestens 0,5 K. Auffällig ist der deutliche Unterschied zu den wiederholt verfälschten (gekarlten) Werten von NOAA von 0,64(!) K für den Monat Mai 2016...Quelle:
Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Die Abweichungen sind im Mai 2016 gegenüber April um -0,8 K abgestürzt und liegen mit 0,3 K unterhalb des El Niño-Wertes von mindestens 0,5 K. Auffällig ist der deutliche Unterschied zu den wiederholt verfälschten (gekarlten) Werten von NOAA von 0,64(!) K für den Monat Mai 2016…Quelle: May 2016 Sea Surface Temperature (SST) Anomaly Update

Die ENSO-Modelle sehen aber auch nach der Überwindung der Frühlingsprognosebarriere von Februar bis Mai jeden Jahres (Spring Predictability Barrier) das Eintreten von La Niña-Bedingungen noch im Sommer 2016.

Während die La Niña-Prognosen für den Sommer 2016 (JAS) Anfang Juni 2016 noch bei über 60% lagen, werden sie Mitte Juni 2016 nur noch auf knapp 60% geschätzt…

Screenshot der IRI/ENSO-Prognosen vom 16.6.2016. Während das Eintreten von La Niña-Bedingungen für den Sommer 2016 noch bei über 70% lag, werden Mitte Juni 2016 dafür im Modellmittel nur noch über 60% gerechnet. Quelle:
Screenshot der IRI/ENSO-Prognosen vom 16.6.2016. Während das Eintreten von La Niña-Bedingungen für den Sommer 2016 (JAS) Anfang Juni 2016 noch bei über 60% lag, werden Mitte Juni 2016 dafür im Modellmittel nur knapp unter 60% gerechnet. Quelle: 2016 June Quick Look

Das ENSO-Modell CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA wirkt wieder mal total verwirrt und zeigt heute ENSO-Monatsprognosen mit einer Streuung von -0,1 K bis -2,5 K im Januar 2017:

Der Pot zeigt die NOAA-CFSv2- ENSO-Prognose vom 17.6.2016 für die monatlichen SSTA der kommenden Monate. Das Modell scheint wieder mal sehr verwirrt, weil die Streung der aktuellen Prognosen (blaue Linie) z.B- im Januar 2017 von -0,2 K bis -2,5 K reicht. Quelle:
Der Plot zeigt die CFSv-ENSO-Prognose von NOAA vom 17.6.2016 für die monatlichen SSTA im maßgeblichen Nino-Gebiet 3.4 bis März 2017. Das Modell scheint wieder mal sehr verwirrt, weil die Streuung der aktuellen acht Prognosen (blaue Linien) z.B. im Januar 2017 von -0,1 K bis -2,5 K reicht. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2fcst/CFSv2SST8210.html

Der Energiegehalt der Wassermassen bis 300 m Tiefe im äquatorialen Pazifik weist im Juni 2016 negative Abweichungen bis zu unter -1,0 K auf und befindet sich damit seit Mitte März 2016 nun im vierten Monat hintereinander im kalten La Niña-Bereich unter -0,5 K Abweichung.

Der Plot stellt den Verlauf der Temperaturanomalien bis zu 300 Meter unter Wasser im äquatorialen Pazifik dar. Die kräftigen positiven Abweichungen der warmen (orange) Downwelling-Phase einer äquatorialen Kelvinwelle haben Ende Oktober/Anfang November 2015 ihren Höhepunkt erreicht und gehen bis Mitte Juni 2016 in einer kalten Upwelling-Phase um gut 3 K deutlich bis unter -1,0 K (blau) zurück: El Niño ist tot – La Niña kommt! Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/MJO/enso.shtml
Der Plot stellt den Verlauf der Temperaturanomalien bis zu 300 Meter unter Wasser im äquatorialen Pazifik dar. Die kräftigen positiven Abweichungen der warmen (orange) Downwelling-Phase einer äquatorialen Kelvinwelle haben Ende Oktober/Anfang November 2015 ihren Höhepunkt erreicht und gehen bis Mitte Juni 2016 in einer kalten Upwelling-Phase um mehr als 3 K deutlich bis unter -1,0 K (blau) zurück: El Niño ist tot – La Niña kommt! Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/MJO/enso.shtml

Somit gilt weiter: El Niño ist tot, es lebe La Niña! – ENSO-Update Mai 2016

„…Angesichts der anhaltenden Sonnenschwäche und der bis Anfang Juli zunehmenden Entfernung der Erde von der Sonne auf der Erdumlaufbahn dürfte es bei der beschriebenen ENSO-Entwicklung rasch wieder kühler werden auf der Erde…

So könnten auch die Hurrikansaison 2016 im Nordatlantik von Juni bis November und der kommende Winter 2016/17 spannend werden wie 2010/11: The Super La Nina and the Coming Winter

Bei Eintreffen dieser Prognosen – noch unter dem Vorbehalt der Spring Predictability Barrier (Frühlingsbarriere) – wird La Niña die globalen Temperaturen zeitversetzt gegen Jahresende noch erheblich senken, wodurch erneut die Frage auftaucht: Wird nach 2014 und 2015 auch 2016 kein global rekordwarmes Jahr ? Sind Weltklimakonferenzen völlig sinnlos?“

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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