Eiswinter-Update: Jetzt wird es spannend – Polarwirbelsplit in Sicht!

Update 12.12.2016: Schneemassen in Russland.

Dies ist die Fortsetzung des Artikels „Eisiger Dezember 2016 in Deutschland und Europa?“

Erste Modellrechnungen deuten eine Teilung des arktischen Polarwirbels (Polarwirbelsplit) um Mitte Dezember 2016 mit Grönlandblock und eisigem Trog über Europa an.

(zum Vergrößern anklicken)

Die ECMWF-Analyse des Geopotentials (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 29.10.2016 für den 8.11.2016. Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich kräftig und nicht mehr geteilt. Er ist weit nach Süden ausgedehnt, wobei ein mächtoger kalter Trog. Ein mächtiger kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) über Nord- und Mitteleuropa liegt und hochreichende kalte Polarluft heranführt. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Die ECMWF-Prognose des Geopotentials (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 2.12. für den 12.12.2016. Der Polarwirbel ist weit nach Süden ausgedehnt und zeigt eine Dipolsituation mit der Tendenz zur Teilung (Split), der kräftigere Teilwirbel liegt dabei über Nordsibirien.  Ein Hochdruckrücken wölbt sich vom Nordatlantik bis nach Grönland (Grönlandblock) und leitet zusammen mit einem kräftigen Trog über Westeuropa die Zufuhr polarer Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Europa ein. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

In der Folge des Polarwirbelsplits kann es zu heftigen Ausbrüchen polarer Luftmassen in die mittleren Breiten der Nordhalbkugel (NH) und auch nach Europa kommen.

Die Chancen auf einen eisigen Dezember und weiße Weihnachten 2016 in großen Teilen Europas und auch in Deutschland steigen bei Eintreffen dieser Modellrechnungen.

Die überwiegend frühwinterliche Großwetterlage seit Oktober/November 2016 setzt sich zunächst auch im Dezember fort, große Teile Europas sind bereits mit einer durchgehenden Schneedecke von Sibirien bis ins östliche Mitteleuropa (Polen) überzogen.

Der Plot zeigt die Schneebedeckung in Europa am 3.12.2016. Große Teile Europas sind von Sibirien bis ins ösrliche Mitteleoropa (Polen) durchgehend mit Schnee bedeckt. Quelle:
Der Plot zeigt die Schneebedeckung in Europa am 3.12.2016. Große Teile Europas sind von Sibirien bis ins östliche Mitteleuropa (Polen) durchgehend mit Schnee bedeckt. Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsdivka.html

Die Kälteproduktion über den geschlossenen Schneeflächen Europas ist Anfang Dezember 2016 mit Tmin bis zu -24°C in Schweden voll angelaufen.

Die WO-Grafik zeigt die aktuellen Tiefsttemperaturen (Tmin) in 2m Höhe am 3.12.2016. Die Kälteproduktion über den durchgehenden Schneeflächen von Sibirien bis ins östliche Mitteleuropa (Polen) hat für Nachtemperaturen bis zu -24°C gesorgt. Quelle:
Die WO-Grafik zeigt die aktuellen Tiefsttemperaturen (Tmin) in 2m Höhe am 3.12.2016. Die Kälteproduktion über den durchgehenden Schneeflächen von Sibirien bis ins östliche Mitteleuropa (Polen) hat für Nachttemperaturen bis zu -24°C gesorgt. Quelle: http://www.wetteronline.de/?pcid=pc_aktuell_local&pid=p_aktuell_local&sid=Map&gid=euro

Die Stratosphäre könnte bald noch eine weitere kalte Überraschung bieten.

Um Mitte Dezember jeden Jahres kommt es statistisch oft zu einer Plötzlichen Stratosphärenerwärmung (SSW) über der Arktis, wie die folgende Grafik in 50 hPa (rund 21 km Höhe, mittlere Stratosphäre) zeigt.

Der Plot zeigt den Verlauf der Temperaturen (rote Linie) in der mittleren Stratosphäre in 50 hPa (rund 21 km Höhe) über der Arktis (90N-65M) von Januar 2015 bis Anfang Dezember 2016. Die höchsten durchschnittlich gemessenen Temperaturen werden durch die obere dünne graue Linie dargestellt, die Mitte Dezember jeden Jahres eine Wärmespitze (SSW) aufweisen. in der unteren Stratosphäre in 70 hPa (rund 18 km Höhe) zwischen 65°N und 90°N. Quelle:
Der Plot zeigt den Verlauf der Temperaturen (rote Linie) in der mittleren Stratosphäre in 50 hPa (rund 21 km Höhe) über der Arktis (90N-65M) von Januar 2015 bis Anfang Dezember 2016. Die höchsten durchschnittlich gemessenen Temperaturen werden durch die obere graue Linie dargestellt, die Mitte Dezember jeden Jahres eine Wärmespitze (SSW) aufweist. Die Linie aus grünen Punkten stellt die Durchschnittswerte dar. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/temperature/

Kräftige (Major) SSW können den Polarwirbel schwächen und teilen (Split), so dass heftige Ausbrüche polarer Luftmassen in die mittleren Breiten der NH ausgelöst werden.

Die eingangs beschriebene ECMWF-Prognose für eine Dipolsituation mit der Möglichkeit zum Polarwirbelsplit um Mitte Dezember 2016 passt also zeitlich genau in die SSW-Stratosphärenstatistik…

Im Jahrhundertwinter 1962/63 sah die Großwetterlage über Europa übrigens Anfang Dezember 1962 so aus…:

GFS-Analyse des Bodenluftdrucks und der Temperaturen in 500 hPa (ca. 5500 m) vom 3.12.1962. Am Ostrand eines kräftigen Hochs über Skandinavien wird ein umfangreicher Kaltlufttropfen (grüne Fläche, Höhentief) nach Süden gesteuert und erreicht Polen und Ostdeutschland mit Kaltluft um -30°C in 500 hPa (rund 5500 m Höhe). Quelle:
GFS-Analyse des Bodenluftdrucks und der Temperaturen in 500 hPa (ca. 5500 m) vom 3.12.1962. Ein kräftiges Hochs über Mitteleuropa blockiert die (milde) Westdrift und wird flankiert und gestützt von drei Tiefdrucksystemen über dem Nordatlantik, über Nordskandinavien und über Süditalien. Über Grönland liegt das übliche winterliche Hoch. Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsreaeur.html

Zum Vergleich die akuelle GFS-Prognose für den 5.12.2016.

GFS-Prognose des Bodenluftdrucks und der Temperaturen in 500 hPa (ca. 5500 m) vom 3.12. für den 5.12.2016. Am Ostrand eines kräftigen Hochs über Skandinavien wird ein umfangreicher Kaltlufttropfen (grüne Fläche, Höhentief) nach Süden gesteuert und erreicht Polen und Ostdeutschland mit Kaltluft um -30°C in 500 hPa (rund 5500 m Höhe). Quelle:
GFS-Prognose des Bodenluftdrucks und der Temperaturen in 500 hPa (ca. 5500 m) vom 3.12. für den 5.12.2016.  Ein kräftiges Hochs über Ost- und Mitteleuropa blockiert die (milde) Westdrift und wird flankiert und gestützt von drei Tiefdrucksystemen über dem Nordatlantik, über Nordskandinavien und über Südspanien. Über Grönland liegt das übliche winterliche Hoch mit einer Brücke zum Hoch über Mitteleuropa. Über Osteuropa liegt eisige Polarluft bis zu -40°C in 500 hPa (rund 5500 m Höhe)…Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html

Honi soit qui mal y pense – Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Die aktuelle GFS/06-Prognose sieht folgerichtig einen Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen um den 17.12.2016 in großen Teilen Europas bei Temperaturen um 0°C.

GFS-Prognose vom 3.12.2016 für den Luftdruck und die Temperaturen in 850 hPa (rund 1500 m Höhe) am 18.12.2016. Ein hochreichendes und umfangreiches Zentraltief über der Polen führt an seiner Nord- und Westseite kalte und feuchte Polarluftmassen nach Europa, die verbreitet zu starken Schneefällen führen. Quelle:
GFS-Prognose vom 3.12.2016 für den Luftdruck und die Temperaturen in 850 hPa (rund 1500 m Höhe) am 18.12.2016. Ein hochreichendes und umfangreiches Sturmtiefsystem mit Kernen über Polen und Nordskandinavien führt an seiner Nord- und Westseite kalte und feuchte Polarluftmassen nach Europa, die verbreitet zu starken Schneefällen führen. Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html

Ergänzung 3.12.2016 zu den Vorgängen in der Stratosphäre und den Wechselwirkungen mit der Troposphäre im NH-Winter:

„…Im Februar 2009 erreichte die 30-hPa-Höhe über dem Nordpol (im Monatsmittel) einen neuen (positiven) Rekord (Abb. 1 b). Die Frage nach den Ursachen der großen Variabilität und der Kopplung zwischen Strato- und Troposphäre ist Gegenstand der Forschung. Viele verschiedene Faktoren beeinflussen die Winter in der Stratosphäre: die Dynamik der Troposphäre, die Southern Oscillation (SO), die QBO (Quasi-Biennial Oscillation), und die Sonnenaktivität (der 11-jährige Sonnenfleckenzyklus) (Labitzke,1999)…“ Quelle: Über die unerwartet warme Stratosphäre im Winter 2008/09, Karin Labitzke und Markus Kunze (2,1 MB) (Auszug aus Eiswinter oder Mildwinter 2015/2016 in Europa)

Besonders ungewöhnlich ist die aktuelle Situation der Quasi-zweijährigen Schwingung (QBO), die entgegen den Erwartungen die Umstellung der Windrichtung von oben nach unten von West auf Ost im Jahr 2016 nicht fortgesetzt hat, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Darstellung der QBO von 1953 bis Ende 2016. Die grauen Flächen zeigen Westwinde, die weißen Flächen Ostwinde an. Der Regimewechsel erfolgt stets von oben nach unten. Für den maßgeblichen Bewertungszeitraum im Anfang 2017 war von oben einsetzender Ostwind zu erwarten. Dies begünstigt kalte Winter in Europa. Allerdings zeigt die Grafik ganz unten rechts, dass die anfänliche Umkehr von West (dunkel) auf Ost (weiß) Anfang 2016 einsetzte, dann aber auf West (dunkel) zurückkehrte. Quelle:
Darstellung der QBO von 1953 bis Ende 2016. Die grauen Flächen zeigen Westwinde, die weißen Flächen Ostwinde an. Der Regimewechsel erfolgt stets von oben nach unten. Für den maßgeblichen Bewertungszeitraum im Anfang 2017 war von oben einsetzender Ostwind zu erwarten. Dies begünstigt kalte Winter in Europa. Allerdings zeigt die Grafik ganz unten rechts, dass die anfängliche Umkehr von West (grau) auf Ost (weiß) Anfang 2016 einsetzte, sich aber nicht zwischen 15 und 40 hPa, sondern nur darunter fortsetzte und dann wieder durchgehend von oben bis ca. 70 hPa auf West (grau) zurückkehrte. Ein ungewöhnliches Phänomen! Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/qbo/index.html

Update 4.12.2016:

ECMWF-Prognose vom 1.12.2016 für die Tmin in den USA am 8.12.2016. Es wird verbreitet mit extremem Frost und mit Rekordkälte für diese Jahreszeit gerechnet. Quelle:
ECMWF-Prognose vom 1.12.2016 für die Tmin/2m in den USA am 8.12.2016. Es wird verbreitet mit extremem Frost und mit Rekordkälte für diese Jahreszeit mit Temperaturen bis unter -40°C (= -40°F)  gerechnet. Quelle:

Update 9.12.2016 – Video: Heftiger Blizzard in North-Dakota – USA mit Tmin bis -30 Grad Celsius.

9.12.2016:
9.12.2016: „Derzeit sucht ein Wintereinbruch große Teile der USA heim: Die Temperaturen fallen in North Dakota bereits bis auf minus 30 Grad. Dazu gibt es teils starke Schneefälle, die mit Böen von bis zu 60 Kilometer pro Stunde einhergehen. Das Resultat ist ein gefährlicher Blizzard, in dem in kürzester Zeit Erfrierungen drohen. An den Großen Seen sind durch den sogenannten Lake-Effekt bis zu 70 Zentimeter Schnee in 24 Stunden möglich. Selbst im Norden von Texas herrscht Dauerfrost. Der Frost breitet sich heute fast bis an die amerikanische Golfküste aus. Vorgestern wurden dort noch über 20 Grad erreicht“ ! Quelle: wie vor

Update 6.12.2016: GFS00 mit eisigen Weihnachten 2016 in Deutschland und Europa.

Die Grafiken zeigen die Prognosen für die 2m-Durchschnittstemperaturen und deren Abweichungen (untere Grafik) in Europa für den Zeitraum vom 6.12. bis 2.12.2016. Große Teile Europas liegen vom 14. bis 22.12.2016 im tiefwinterlichen Dauerfrostbereich, auch Deutschland ist in der Woche vor Weihnachten Dezemberwoche zum (kalten) Klimamittel 1901-2000 mit -1 bis -3 K deutlich unterkühlt und dürfte damit überwiegend im Dauerfrostbereich liegen. Quelle: http://wxmaps.org/pix/temp4.html
Die Grafiken zeigen die Prognosen vom 6.12.2016/00.00 Uhr für die 2m-Durchschnittstemperaturen und deren Abweichungen (untere Grafik nur für die erste Prognosewoche) in Europa für den Zeitraum vom 6.12. bis 22.12.2016. Große Teile Europas liegen in der zweiten Prognosewoche vom 14. bis 22.12.2016 im tiefwinterlichen Dauerfrostbereich (mittlere Grafik), auch Deutschland ist in der Woche vor Weihnachten mit -1 bis -6 K deutlich unterkühlt und dürfte damit überwiegend im Dauerfrostbereich liegen. Dieser einzelne Modelllauf sollte nicht überbewertet werden, er passt allerdings zur Gesamtsituation…Quelle: http://wxmaps.org/pix/temp4.html
GFS-Prognose der Wetterlage vom 6.12.2016/00.00Uhr für den 22.12.2016. Eine Nordmeerhoch blockiert die milde Westströmung nach Europa. Zwischen ihm und einem umfangreichenden Schneetiefkomplex über Oatreuropa strömt eisige Polarluft in große Teile Europas und auch nach Deutschland. Datin eingelgert sind Störungen mit Schneefällen. Quelle:
GFS-Prognose der Wetterlage vom 6.12.2016/00.00Uhr für den 22.12.2016. Eine Nordmeerhoch blockiert die milde Westströmung nach Europa. Zwischen ihm und einem umfangreichenden Schneetiefkomplex über Osteuropa strömt von Norden und Osten eisige Polarluft in große Teile Europas und auch nach Deutschland. Darin eingelagert sind Störungen mit Schneefällen. Bei Eintreffen dieses Modelllaufs wären weiße Weihnachten garantiert! Quelle: http://www1.wetter3.de/animation.html

Update 7.12.2016 – Das sieht doch gar nicht so schlecht aus für weiße Weihnachten.

ECMWF mit Dipol am 16.12.2016:

GFS12 mit Nordostlage am 23.12.2016:

GFS-Prognose der Wetterlage vom 7.12.2016/12.00Uhr für den 23.12.2016. Eine Hochdruckbrücke über GB und Skandinavien blockiert die milde Westströmung nach Europa. Zwischen ihm und einem umfangreichenden Schneetiefkomplex (Cut off Tief) mit Kern über Südfrankreich strömt eisige Polarluft in große Teile Europas und auch nach Deutschland. Darin eingelagert sind Störungen mit Schneefällen. Quelle:
GFS-Prognose der Wetterlage vom 7.12.2016/12.00Uhr für den 23.12.2016. Eine Hochdruckbrücke über GB und Skandinavien blockiert die milde Westströmung nach Europa. Zwischen ihm und einem umfangreichen Schneetiefkomplex (Cut off Tief) mit Kern über Südfrankreich strömt Polarluft in große Teile Europas und auch nach Deutschland. Durch großräumige Hebungsvorgänge von milder und feuchter Mittelmeerluft über die polaren Luftmassen ist verbreitet mit teils anhaltenden und kräftigen Schneefällen zu rechnen.Weiße Weihnachten für (fast) alle! Quelle: http://www1.wetter3.de/animation.html

ENDE UPDATE.

Update 8.12.2016 – Strat.-Modelle einig: Dipol/Split um Mitte Dezember 2016!

Die ECMWF-Prognose des Geopotentials (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 7.12.2016 für den 17.12.2016. Der Polarwirbel hat zwei Teilwirbel (Dipol) über Nordkanada und Nordsibirien geblldet, wobei der über Knada der kräftigere ist. Ein mächtiger kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt über Osteuropa und führt hochreichende kalte Polarluft heran. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Die ECMWF-Prognose des Geopotentials (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 7.12.2016 für den 17.12.2016. Der Polarwirbel hat zwei Teilwirbel (Dipol/Brille) mit der Möglichkeit zum Split über Nordkanada und Nordsibirien gebildet, wobei der über Kanada der kräftigere ist. Ein mächtiger kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt über Osteuropa und führt hochreichende kalte Polarluft heran. Ein kräftiger Höhenrücken reicht von den Azoren über GB bis zum Nordpol (schwarzes Kreuz). Der Kältepol der NH (C) liegt bei Irland. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Die ECMWF-Prognose des Geopotentials (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 7.12.2016 für den 17.12.2016. Der Polarwirbel hat zwei Teilwirbel (Dipol) über Nordkanada und Nordsibirien geblldet, wobei der über Knada der kräftigere ist. Ein mächtiger kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt über Osteuropa und führt hochreichende kalte Polarluft heran. Quelle:
Die GFS-Prognose des Geopotentials (Luftdruck) in 100 hPa (rund 16 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 8.12.2016 für den 17./18.12.2016. Der Polarwirbel hat zwei Teilwirbel (Dipol/Brille) mit der Möglichkeit zum Split über Nordkanada und Sibirien gebildet, wobei der über Zentralsibirien der kräftigere ist. Ein mächtiger kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt über Osteuropa und führt hochreichende kalte Polarluft heran. Ein kräftiger Höhenrücken reicht von GB bis Nordgrönland, südlich davon erstreckt sich ein Trog bis zu den Kanaren. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

Update 11.12.2016: UWZ-Warnung vor Schneesturm im Erzgebirge und im Bayrischen Wald.

„Es bestehen für den Abend noch akute Warnungen vor Sturm in Teilen Sachsens, ansonsten bis Montagmittag noch für die Hochlagen von Erzgebirge, Bayerischer Wald und Harz.
Für die Nacht zum Montag und Montagvormittag wurde für die hohen Lagen von Erzgebirge (ab 900 m) und Bayerischen Wald (1100 m) eine Warnung für Starkschneefall ausgegeben. Dieser Lagebericht wurde am 11.12.2016 um 16:45 Uhr ausgegeben.“ Quelle: Unwetterzentrale Deutschland – Alle Warnungen

Update 17.12.2016: Video 12.12.2016: Wintereinbruch im Erzgebirge

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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15 Gedanken zu “Eiswinter-Update: Jetzt wird es spannend – Polarwirbelsplit in Sicht!

  1. 2 Tage später wieder Rolle rückwärts. Auf einmal nichts mit Westwind , eine satte Nord Nordost Lage soll sich zum 4. Advent hin einstellen. Mit Dauerfrost und Schnee sogar im Oberrheintal. Kann aber genauso schnell wieder kippen.

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