UPDATE 1.2.2017: Modelle sehen erneute Kältewelle kommen! (s. Grafiken).
ECMWF-Strat.-Prognose in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 31.1.2017 zum 9.2.2017. Über Skandinavien hat sich ein mächtiger Block aufgebaut, an dessen Osteite hochreichende russische Kaltluft nach Südwesten strömt. Der Polarwirbel ist stark gestört, ein mächtiger und intensiver kalter Trog reicht von Sibirien über Mitteleuropa bis zum Mittelmeer. Zwischen dem Hoch und dem Trog dürfte hochreichende sibirische Kaltluft bis ins Mittelmeer strömen. Der Winter kommt erneut mit Macht! Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.htmlECMWF-Prognose 850 hPa (rund 1500 m Höhe) vom 1. für den 8. Februar 2017 mit Kaltlufteinbruch von Nordosten. Ein CFSv2-milder Februar 2017 sieht anders aus… Quelle: http://www.wetterzentrale.de/Wetter3/GFS-Prognose für Schneefall und Schneefallgrenze vom 1.2. für den 11.2.2017. In Deutschland werden um den 11.2.2017 verbreitet Schneefälle bis ins Flachland erwartet. Der Winter kehrt mit Macht zurück! Quelle: http://www1.wetter3.de/animation.html
Nach einem eisigen Januar 2017 in großen Teilen Europas sieht das CFSv2-Modell der amerikanischen Wetterbehörde NOAA einen ungewöhnlich milden Februar 2017 in ganz Europa.
Dabei soll es bei den Temperaturen großflächig Abweichungen bis zu +4 Kelvin (°C) vom vieljährigen Klimamittel geben.
(zum Vergrößern anklicken)
Die CFSv2-Prognose Ende Januar 2017 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen vom vieljährigen Klimamittel in Europa im Februar 2017. Große Teile Europas – auch Deutschlands – werden mit positiven Abweichungen von ein bis zu vier Grad Celsius gerechnet – ein sehr milder Februar 2017! Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html
Diese Prognose hat – wie so oft – einen kleinen Haken, wenn man sich die Prognose für den milden Januar 2017 in Europa von Mitte Dezember 2016 anschaut…
Die CFSv2-Prognose Mitte Dezember 2016 (E1) für die Abweichungen der 2m-Temperaturen vom Klimamittel 1999-2010 in Europa im Januar 2017. Große Teile Europas – auch Deutschland – werden mit positiven Abweichungen von 0,5 bis drei Grad Celsius gerechnet – ein relativ milder Januar 2017! Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml
…und diese Prognose mit der gemessenen eisigen Realität im Januar 2017 bis einschließlich 26.1.2017 vergleicht:
Die CFSR-Reanalyse der Temperaturabweichungen in Europa vom 1. bis zum 26. Januar 2017. Große Teile Europas sind von einer anhaltenden Kältewelle überzogen, die Abweichungen zum WMO-Mittel 1981-2010 liegen in Deutschland (D) bei -3,4 K. Der Januar 2017 in Deutschland gehört damit zu den kältesten der letzten 30 Jahre. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php
Dazu hatte ich bereits UPDATES am 22. und 21.1.2017 vorgestellt:
„UPDATE 22.1.2017: Major Warming (SSW) in Sicht: Die obere Stratosphäre über der Arktis wird plötzlich um 54°C wärmer! (s. Grafiken).
Entwicklung der ECMWF-Prognosen für die obere Stratosphäre über der Arktis in 10 hPa (rund 25 km Höhe) vom 21.1.2017für den 27. und 29.1.2017. Es findet ein Temperatursprung der Differenz von 90N zu 60N von -10 K am 27.1. auf +44 K am 29.1.2017 statt: Ein „Major Warming“ (SSW). „Die Auswirkungen dieser winterlichen Erwärmung auf den darunter rotierenden troposphärischen Polarwirbel können dramatisch sein, vom Polarwirbelsplit bis hin zur teilweisen Zirkulationsumkehr. Typischerweise stellen sich in diesem Fall auf der Nordhalbkugel meridionale Strömungsmuster ein, wodurch z.B. die Zufuhr kalter Luftmassen aus arktischen Regionen nach Mitteleuropa begünstigt werden kann.“ (Quelle für das „Zitat“: wie oben) Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
UPDATE 21.1.2017 – Modelle: Nach Milderung erneut strammer Winter in Sicht? (s. Grafiken).
Der Plot zeigt den Verlauf der Temperaturen über der Arktis (90N – 65N) von Januar 2016 bis Januar 2017 (rote Linie) in der oberen Stratosphäre bei 5 mb (wie hPa, rund 36 km Höhe). Seit Anfang Januar 2017 sind die Temperaturen von historischen Tiefstwerten um -70°C bis Mitte Januar 2017 um rund 25 K auf rund -45°C gestiegen: Ein „Minor Warming“. Diese kräftige Erwärmung erzeugt höheren Druck, der auf die darunter liegenden Luftschichten wirkt. Der Polarwirbel reagiert zeitversetzt und schickt um den Monatswechsel Januar/Februar 2017 mit kräftigen Trögen eisige Luftmassen nach Nordamerika und nach Europa (nächste Grafik). Die Linie mit den grünen Pünktchen zeigt den durchschnittlichen Verlauf, die oberen und unteren grauen Linie die jeweiligen Extremwerte. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/temperature/Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 20/21.1.2017 für den 30/31.1.2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre einen kalten Trog über Ost- Südosteuropa, dem ein weiterer kräftiger Trog von NW folgt. Über Skandinavien und Island wird nur bei ECMWF mit Hochdruck gerechnet, der Polarwirbel wirkt dort nahe einem Dipol mit Teilzentren über Sibirien und Grönland und damit stark gestört, ein mächtiger eisiger Trog liegt über Nordamerika. Auch bei GFS liegt ein eisiger Trog über Nordamerika, der Polarwirbel ist deformiert, das mächtige Zentrum liegt über Nordsibirien. Das sieht nach kräftigem Wintereinbruch in Europa und in Nordamerika aus! Quellen: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emczVergleich der ECMWF-Strat.-Prognosen für 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 20. und 21. Januar 2017 für den 29. Januar 2017. In nur einem Tag hat sich die Dipol-Situation des Polarwirbels verstärkt, über Osteuropa hat sich in der Stratosphäre ein kaltes Cut-off-Tief (Tripol) gebildet, der hohe Druck über Mitteuropa ist stark abgeschwächt, von NW nähert sich ein kräftiger kalter Trog, über Nordamerika liegt ebenfalls ein kräftiger eisiger Trog. Das sieht bei andauernder Entwicklung nach kräftigem Wintereinbruch in Europa und Nordamerika aus! Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html“
Die aktuelle Entwicklung ist in der Tat spannend, die kräftige Stratosphärenerwärmung findet bereits statt, soll aber am 29.1.2017 etwas schwächer werden als zunächst berechnet (s.o.).
ECMWF-Prognose für die obere Stratosphäre in 10 hPa (rund 25 km Höhe) vom 26.1.2017 für den 29.1.2017. Es findet ein Temperatursprung der Differenz von 90N zu 60N auf +29 K am 29.1.2017 statt: Ein kräftiges „Minor Warming“ mit einem Temperatursprung von mindestens 25 K in einigen Tagen – oder doch noch ein „Major Warming „mit mindestens 50 K? (SSW). Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html“
Der stratosphärische Polarwirbel reagiert auf die Erwärmung von oben und den daraus entstehenden Druckanstieg nach unten „verstört“: Er wird deformiert und könnte sich teilen (Split).
ECMWF-Strat.-Prognose in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 26.1. für den 5.2.2017. Der Polarwirbel ist stark gestört und hat drei Teilwirbel gebildet, die zu einem Polarwirbelsplit führen können. Über dem Mittelmeer liegt weiter ein kalter Trog, über Skandinavien und im Raum Island/Grönland herrscht hoher Luftdruck. Die Westdrift ist blockiert und muss südlich und nördlich vor Mitteleuropa ausweichen. Das könnte bei Eintreffen dieser Großwetterlage die Rückkehr des Winters bedeuten! Quelle: wie vor
Da stehen sich doch mal zwei völlig unterschiedliche Glaskugeln gegenüber: Eine von CFSv2 mit vorfrühlingshaft milden Aussichten für den Februar 2017 – und eine mit durchaus hochwinterlichen Optionen…!
Ich schaue mir diese spannende Entwicklung ab morgen für die kommenden zwei Wochen von Gran Canaria aus bei Temperaturen um +20°C an und berichte (nur dann), wenn sich die Modelle übereinstimmend für die eine oder für die andere Richtung entscheiden.
24 Gedanken zu “CFSv2: Ungewöhnlich milder Februar 2017 in Europa?”
Schönen Urlaub lieber Schneefan.
Es ist nur schade das der Winter meine Region in diesem Unwinter bisher nur mit kühlen Temperaturen beglückte und der Schnee ganz Ausblieb.
Der Februar 2017 könnte durchaus auch in Norddeutschland und im Rheinland außer Frost noch einiges an Schnee bringen, wenn sich über der Arktis ein „Major Warming“ mit SSW von der oberen Stratosphäre nach unten bis hin zum Polarwirbelsplit durchsetzt:
Danke für die Einschätzungen und einen schönen Urlaub !
Meine Trauminsel liegt von deiner Urlaubsinsel ein wenig nördlicher , es ist Madeira . Wir waren schon ein paar Mal da !
Traumhaft .
Ha ha! endlich einmal bestätigt, das dieses ganze „klimawandel – gedöns“ niemals genau nachweisbar ist
Genauso wie die letzten jahre allesamt doch kräftig winterlich waren und die sommer normal warm waren, so ist diesee winter doch mal wieder der kräftige beweis, das es den sogenannten klimawandel nie gegeben hat ( realität ) und auch nie geben wird
leider nur mit dem nachgeschmack, das das leben dann langweiliger wird..
Abbildung 5: Temperaturentwicklung in den USA für die letzten 130 Jahre. Vergleich der GISS 1999-Daten (zweigipflige Entwicklung) mit den modifizierten Daten von 2004 (alleiniges Maximum um 2000). Quelle: WUWT
„Es findet ein Temperatursprung der Differenz von 90N zu 60N von -10 K am 27.1. auf +44 K am 29.1.2017 statt“.
Dies ist zwar formal richtig, bereitet mir aber Bauchschmerzen. Warum verwenden Sie nicht °C: In der Abbildung wird ja auch °C als Temperatureinheit verwendet. Klar, Sie beschreiben Temperaturdifferenzen. Warum verwenden Sie nicht auch °C, sondern wechseln auf K? Es ist völlig unnötig und für den Laien unverständlich auf K zu wechseln. So tief sind die Temperaturen auch nicht gefallen, dass man besser K als Temperatureinheit verwendet.
Hm, in der Abbildung werden Temperaturen in °C und Differenzen in K verwendet, wie es nicht nur formal richtig ist:
Nicht nur große Temperaturdifferenzen werden international in K (Kelvin) ausgedrückt, sondern auch die kleineren z.B. bei den monatlichen Temperaturabweichungen zum Klimamittel mit -3,4 K
im Januar 2017 in Deutschland:
Der Sinn ist wohl, bei dem Nebeneinander z.B. von °Celsius und °Fahrenheit eine gemeinsame unmissverständliche Maßeinheit zu nutzen.
Vielen Dank für diese wieder einmal ausgezeichnete Zusammenstellung!
Was mir jetzt zum Ende dieses Monats auffällt ist, wie mächtig die Zirkulation im Nordatlantik aufdreht. Für uns Synoptiker immer ein faszinierend anzuschauendes Ereignis – wenngleich es auch vorzeitig bedeutet Winter ade!
Den numerischen Mittelfrist-Modellen (bis 168 Stunden = 1 Woche im Voraus) zufolge könnte die Milderung, die sich in der Tat wohl bis in den Februar hinein fortsetzen dürfte, ziemlich drastisch ausfallen, mit Temperaturwerten am Alpenrand bei Föhn zwischen 15 und 20 Grad. Aber gerade weil dieser Umschwung so drastisch vonstatten geht, kommt es mir vor wie ein kurzwelliger Vorgang mit starker Amplitude. Kurzwellig soll heißen, die Talseite der Schwingung (nichts anderes ist ja eine Welle) kann genauso schnell kommen. Und da bin ich auch gespannt!
Einige Modelle rechnen bereits ab Beginn der kommenden Woche mehr oder weniger winterlich, teils schon wieder mit Schneefall…
Die Stratosphären-Modelle sehen einen gestörten Polarwirbel mit Split und Skandinavienblock: Kalte Nord- bis Ostwetterlage in Mitteleuropa im Februar 2017: Das sieht nicht nach CFSV2-mild aus…
In meinem Kommentar vom 27.1.2017 (s.o.) setzt sich die Erwärmung in der Stratosphäre über der Arktis in den nicht fixierten Grafiken von oben nach unten rasant fort…
…, der arktische Polarwirbel wird durch den zunehmenden Druck von oben geteilt (Split)…
…, wodurch zwischen einem mächtigen Skandinavienblock und einem umfangreichen eisigen Trog von Sibirien über Mitteleuropa bis nach Spanien mit nördlichen bis östlichen Winden russische Kaltluft nach Südwesten geführt wird.
Dies kann in der Folge zu einer Grenzwetterlage (GWL) mit Luftmassengrenze (LMG) über Deutschland führen, an der es vor allem in Norddeutschland zu anhaltenden Schneefällen kommen kann:
Alles kann, nix muss…: Der Winter 2016/17 ist noch nicht vorbei!
Danke für das Update , aber genieße zuerst deinen Urlaub mit deiner Frau !
Haben an schattigen Stellen immer noch Schnee !!!!
Grüße aus dem frischen Oberbayern
Der Unwinter geht weiter.Kälte scheint zwar zu kommen aber nicht die Arktische Kälte.Und Schnee scheint wieder mal nicht dabei zu sein für meine Region.Kai Zorn hat das heute schön zusammen gefasst.Das ist ein dahin gesieche des Winters 2016/17. Da können die Voraussetzungen noch so gut sein von der Großwetterlage doch was kommt ist nur Kahlfrost und richtige Arktische Kälte bleibt vor den Toren Deutschlands stehen.Vielleicht geschieht ja noch ein Wundern in den nächsten Tagen bei den Wettermodellen.
in meiner über 40-jährigen Erfahrung im synoptischen Wetterdienst mache ich seit den achtziger Jahren mit den Wettermodellen eine Erfahrung, die mich immer wieder stört (davor gab es noch keine vernünftige Numerik).
Fast immer, wenn die Modelle einen Kaltluftvorstoß MEHR ALS 72 STUNDEN IN DER ZUKUNFT simulieren, tritt dieser entweder gar nicht oder nur sehr abgeschwächt ein (geschätzt 80% bis 90% aller Fälle). Gute Beispiele gab es Mitte Dezember des vorigen Jahres und auch jetzt wieder. Was sollte es aus Sicht der vorigen Woche in dieser Woche kalt werden!
Hingegen sind diese Modelle fast immer richtig, wenn sie mildes Wetter bzw. dessen rasche Wiederherstellung simulieren.
Ich habe nicht die geringste Ahnung, warum das so ist, und eigentlich ist das auch irrelevant. Eine so hohe statistische Signifikanz muss man aber im Hinterkopf behalten.
Und das gilt auch für den zuletzt vom Schneefan angesprochenen Kommentar. Bitte also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, bevor ein Kaltluftvorstoß nicht auch noch in 72 bzw. 48 Stunden simuliert wird.
Was man den Modellen aber entnehmen kann, ist eine ungeheure Meridionalisierung bis zum Wochenende und darüber hinaus. Das bedeutet nichts Gutes – im warmen und im kalten Sinne.
Schönen Urlaub lieber Schneefan.
Es ist nur schade das der Winter meine Region in diesem Unwinter bisher nur mit kühlen Temperaturen beglückte und der Schnee ganz Ausblieb.
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Danke für die guten Wünsche.
Der Februar 2017 könnte durchaus auch in Norddeutschland und im Rheinland außer Frost noch einiges an Schnee bringen, wenn sich über der Arktis ein „Major Warming“ mit SSW von der oberen Stratosphäre nach unten bis hin zum Polarwirbelsplit durchsetzt:
Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/temperature/
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Danke für die Einschätzungen und einen schönen Urlaub !
Meine Trauminsel liegt von deiner Urlaubsinsel ein wenig nördlicher , es ist Madeira . Wir waren schon ein paar Mal da !
Traumhaft .
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Gern, und danke für die guten Wünsche.
Auf Madeira waren wir auf zwei Kreuzfahrten nur an je einem Tag in Funchal, aber es ist wirklich eine wunderschöne Blumeninsel.
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Ha ha! endlich einmal bestätigt, das dieses ganze „klimawandel – gedöns“ niemals genau nachweisbar ist
Genauso wie die letzten jahre allesamt doch kräftig winterlich waren und die sommer normal warm waren, so ist diesee winter doch mal wieder der kräftige beweis, das es den sogenannten klimawandel nie gegeben hat ( realität ) und auch nie geben wird
leider nur mit dem nachgeschmack, das das leben dann langweiliger wird..
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Klimawandel gibt es seit Millionen von Jahren – nicht nur – auf der Erde…
Allerdings damals und heute keinen menschengemachten, den gibt es nur in IPCC-Klimamodellphantasien… https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2017/01/18/das-klaegliche-versagen-der-ipcc-klimamodelle-die-sonne-bestimmt-wetter-und-klima-nicht-das-lebensnotwendige-co2/
..oder in einseitigen Verfälschungen von Echtdaten: http://www.kaltesonne.de/die-wunderbare-welt-der-temperaturdaten-korrekturen-und-plotzlich-hatte-sich-der-trend-ins-gegenteil-verkehrt/
Abbildung 5: Temperaturentwicklung in den USA für die letzten 130 Jahre. Vergleich der GISS 1999-Daten (zweigipflige Entwicklung) mit den modifizierten Daten von 2004 (alleiniges Maximum um 2000). Quelle: WUWT
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„Es findet ein Temperatursprung der Differenz von 90N zu 60N von -10 K am 27.1. auf +44 K am 29.1.2017 statt“.
Dies ist zwar formal richtig, bereitet mir aber Bauchschmerzen. Warum verwenden Sie nicht °C: In der Abbildung wird ja auch °C als Temperatureinheit verwendet. Klar, Sie beschreiben Temperaturdifferenzen. Warum verwenden Sie nicht auch °C, sondern wechseln auf K? Es ist völlig unnötig und für den Laien unverständlich auf K zu wechseln. So tief sind die Temperaturen auch nicht gefallen, dass man besser K als Temperatureinheit verwendet.
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Hm, in der Abbildung werden Temperaturen in °C und Differenzen in K verwendet, wie es nicht nur formal richtig ist:
Nicht nur große Temperaturdifferenzen werden international in K (Kelvin) ausgedrückt, sondern auch die kleineren z.B. bei den monatlichen Temperaturabweichungen zum Klimamittel mit -3,4 K
im Januar 2017 in Deutschland:
Der Sinn ist wohl, bei dem Nebeneinander z.B. von °Celsius und °Fahrenheit eine gemeinsame unmissverständliche Maßeinheit zu nutzen.
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Vielen Dank für diese wieder einmal ausgezeichnete Zusammenstellung!
Was mir jetzt zum Ende dieses Monats auffällt ist, wie mächtig die Zirkulation im Nordatlantik aufdreht. Für uns Synoptiker immer ein faszinierend anzuschauendes Ereignis – wenngleich es auch vorzeitig bedeutet Winter ade!
Den numerischen Mittelfrist-Modellen (bis 168 Stunden = 1 Woche im Voraus) zufolge könnte die Milderung, die sich in der Tat wohl bis in den Februar hinein fortsetzen dürfte, ziemlich drastisch ausfallen, mit Temperaturwerten am Alpenrand bei Föhn zwischen 15 und 20 Grad. Aber gerade weil dieser Umschwung so drastisch vonstatten geht, kommt es mir vor wie ein kurzwelliger Vorgang mit starker Amplitude. Kurzwellig soll heißen, die Talseite der Schwingung (nichts anderes ist ja eine Welle) kann genauso schnell kommen. Und da bin ich auch gespannt!
Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt
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Es wird sehr wahrscheinlich nicht so mild bleiben. Manche Modelle berechnen einen massiven Kaltluftvorstoss im Laufe der nächsten Woche.
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So ist es.
Einige Modelle rechnen bereits ab Beginn der kommenden Woche mehr oder weniger winterlich, teils schon wieder mit Schneefall…
Die Stratosphären-Modelle sehen einen gestörten Polarwirbel mit Split und Skandinavienblock: Kalte Nord- bis Ostwetterlage in Mitteleuropa im Februar 2017: Das sieht nicht nach CFSV2-mild aus…
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Danke Schneefan,
Schneefall wäre mal schön.Kälte scheint ja wieder zu kommen.
Meine Vermutung ist leider trockene Kälte.
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In meinem Kommentar vom 27.1.2017 (s.o.) setzt sich die Erwärmung in der Stratosphäre über der Arktis in den nicht fixierten Grafiken von oben nach unten rasant fort…
…, der arktische Polarwirbel wird durch den zunehmenden Druck von oben geteilt (Split)…
…, wodurch zwischen einem mächtigen Skandinavienblock und einem umfangreichen eisigen Trog von Sibirien über Mitteleuropa bis nach Spanien mit nördlichen bis östlichen Winden russische Kaltluft nach Südwesten geführt wird.
Dies kann in der Folge zu einer Grenzwetterlage (GWL) mit Luftmassengrenze (LMG) über Deutschland führen, an der es vor allem in Norddeutschland zu anhaltenden Schneefällen kommen kann:
Alles kann, nix muss…: Der Winter 2016/17 ist noch nicht vorbei!
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Danke für das Update , aber genieße zuerst deinen Urlaub mit deiner Frau !
Haben an schattigen Stellen immer noch Schnee !!!!
Grüße aus dem frischen Oberbayern
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Der Unwinter geht weiter.Kälte scheint zwar zu kommen aber nicht die Arktische Kälte.Und Schnee scheint wieder mal nicht dabei zu sein für meine Region.Kai Zorn hat das heute schön zusammen gefasst.Das ist ein dahin gesieche des Winters 2016/17. Da können die Voraussetzungen noch so gut sein von der Großwetterlage doch was kommt ist nur Kahlfrost und richtige Arktische Kälte bleibt vor den Toren Deutschlands stehen.Vielleicht geschieht ja noch ein Wundern in den nächsten Tagen bei den Wettermodellen.
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Wunder gibt es immer wieder: GFS12 sieht den Winter 2016/17 bis Ende Februar…
GEM12 sieht ein kaltes Höhentief mit Schneefällen über Deutschland noch in dieser Woche:
Nach einem der teils kältesten Januare seit dreißig Jahren in Deutschland schickt sich auch der Februar 2017 an, seinem Vorbild zu folgen…
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An alle Kältefreaks (wie ich auch einer bin…)
in meiner über 40-jährigen Erfahrung im synoptischen Wetterdienst mache ich seit den achtziger Jahren mit den Wettermodellen eine Erfahrung, die mich immer wieder stört (davor gab es noch keine vernünftige Numerik).
Fast immer, wenn die Modelle einen Kaltluftvorstoß MEHR ALS 72 STUNDEN IN DER ZUKUNFT simulieren, tritt dieser entweder gar nicht oder nur sehr abgeschwächt ein (geschätzt 80% bis 90% aller Fälle). Gute Beispiele gab es Mitte Dezember des vorigen Jahres und auch jetzt wieder. Was sollte es aus Sicht der vorigen Woche in dieser Woche kalt werden!
Hingegen sind diese Modelle fast immer richtig, wenn sie mildes Wetter bzw. dessen rasche Wiederherstellung simulieren.
Ich habe nicht die geringste Ahnung, warum das so ist, und eigentlich ist das auch irrelevant. Eine so hohe statistische Signifikanz muss man aber im Hinterkopf behalten.
Und das gilt auch für den zuletzt vom Schneefan angesprochenen Kommentar. Bitte also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, bevor ein Kaltluftvorstoß nicht auch noch in 72 bzw. 48 Stunden simuliert wird.
Was man den Modellen aber entnehmen kann, ist eine ungeheure Meridionalisierung bis zum Wochenende und darüber hinaus. Das bedeutet nichts Gutes – im warmen und im kalten Sinne.
Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt
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