WO/GFS-Schneefallprognose vom 26.2. für den 28.2.2017. In Europa und auch in Deutschland werden mit Zufuhr polarer Luftmassen verbreitet Schneefälle oder Graupelschauer erwartet. Quelle: http://www.wetteronline.de/profiwetter/europa?pcid=pc_modell_expert&gid=euro¶meter=news&base=17022606&model=gfsWO/GFS-Schneefallprognose vom 26.2. für den 1.3.2017. In Europa und auch in Deutschland werden mit Zufuhr polarer Meeresluftmassen in der Nacht zum 1.3.2017 verbreitet Schneefälle oder Graupelschauer erwartet. Quelle: wie vorUWZ-Prognose vom 26.2. für die Wetterlage in Europa am 27.2.2017 (Rosenmontag). Sturmtiefkomplex „UDO“ führt hinter seiner gewittrigen Kaltfront ab Montagmittag hochreichende Meereskaltluft nach Deutschland. UWZ warnt von Montag bis Mittwoch vor Sturm und teils unwetterartigen Niederschlägen mit Graupelgewittern und Schneesturm über 500 m. Quelle: http://www.unwetterzentrale.de/uwz/lagebericht.html
UPDATE 23.2.2017: Strat.-Modelle weiter mit Grönlandblock und Winter-Trog Mitteleuropa zum 1.3.2017!
Zum Vergrößern anklicken: Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 22./23.2.2017 für den 1. März 2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre weiter einen kräftigen kalten Trog (TrM) über Mitteleuropa mit Grönlandblock. Der Polarwirbel wirkt bei GFS recht geschlossen, bei ECMWF ist durch den Grönlandhochkeil eine Dipolsituation bis hin zum Split denkbar, das Zentrum des Polarwirbels liegt bei ECMWF zudem auf der eurasischen Seite, was winterliche Verhältnisse in Europa begünstigt. Gegenüber dem UPDATE vom 21.2.2017 (s.u.) haben sich die Luftdruckgegensätze zwischen Island/Grönland und Mitteleuropa noch verstärkt. Die kräfige Zufuhr polarer Meeresluftmassen um den Monatswechsel nach Mitteleuropa ist wahrscheinlicher geworden. Quellen: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz
Nach einem eisigen Januar 2017 und einer eher winterlichen ersten Februarhälfte warten viele Menschen auf den Frühling mit Temperaturen über 15 Grad Celsius.
Der Februar 2017 in Deutschland war bisher mit rund -0,5 K Abweichung zum international üblichen und von der WMO empfohlenen Klimamittel 1981-2010 überwiegend winterlich kalt mit einem Südwest-/ Nordostgefälle.
(zum Vergrößern anklicken)
Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa vom 1. bis 15.2 2017. Entgegen der sehr milden CFSv2-Prognose ist der Februar 2017 in Europa und auch in Deutschland bisher insgesamt mit -0,5 K Abweichung zum WMO Klimamittel 1981-2010 eher unterkühlt (blaue Farben), wobei es von Südwest nach Nordost kälter wurde. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php
Um es gleich deutlich zu sagen: In den verschiedenen Modellprognosen ist in diesem Monat noch kein Frühling in Sicht, auch wenn die Tmax in günstigen Lagen gelegentlich knapp zweistellig werden.
Schuld ist – wie so oft – der dominante winterliche arktische Polarwirbel in der Stratosphäre, der Luftschicht über der Wetterschicht, der Troposphäre, die sich beide wechselseitig beeinflussen.
Der Polarwirbel hat uns den eisigen Januar 2017 in großen Teilen Europas beschert, und er gebärdet sich nach einem knappen Major Warming und einem Polarwirbelsplit Anfang Februar 2017 weiter ungemütlich, denn er rückt mit seinem eisigen Zentrum in Richtung Nordeuropa vor, wenn man den Strat.-Glaskugeln mit ihrem maximalen Prognosezeitraum von zehn Tagen vertraut.
Gestern lag das Zentrum des stark deformierten Polarwirbels noch da, wo es eigentlich hingehört: Am Nordpol, während Hoch „Erika“ als mächtiger Block über Mitteleuropa lag und neben frostigen Nächten vorübergehend auch für vorfrühlinghaften Sonnenschein sorgte.
ECMWF-Strat.-Analyse in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 14.2.201. Der Polarwirbel ist in doppelter Bumerangform mit drei kräftigen Trögen stark deformiert, sein Zentrum liegt am Nordpol. Über Mitteleuropa hat sich ein kräftiger Block aufgebaut: Hoch Erika sorgt seit Tagen für Nachtfrost und sonniges Wetter in Deutschland. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Aber schon in wenigen Tagen soll sich das Zentrum des Polarwirbels mit seinen hochreichenden eisigen Luftmassen nach Nordeuropa auf den Weg machen und vor Nordnorwegen liegen, wobei mit einem sich verstärkenden Trog über Mitteleuropa von Nordwesten mit lebhaftem Wind zunehmend kältere Luftmassen nach Europa strömen.
ECMWF-Strat.-Prognose in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 14.2.201 für den 23.2.2017. Der Polarwirbel ist mit drei kräftigen Trögen stark deformiert, sein Zentrum ist vom Nordpol in das Seegebiet nördlich von Norwegen gewandert. Ein verstärkender Trog hat das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa verdrängt. Von Nordwesten strömen zunehmend kältere Luftmassen nach Europa. Von Frühling keine Spur! Quelle: wie vor
Die etwas aktuellere GFS-Strat.-Glaskugel sieht den eisigen Polarwirbeltrog zum 24./25.2.2017 über Mitteleuropa bereits noch kräftiger entwickelt als ECMWF.
GFS-Strat.-Prognose in 100 hPa (rund 16 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 15.2.2017 zum 24./25.2.2017. Der kräftige Polarwirbel liegt mit seinem Zentrum nahe Nordeuropa. Einer seiner drei mächtigen eisigen Tröge reicht von Nordeuropa über Mitteleuropa bis nach Nordafrika. Mit einer lebhaften nordwestlichen Strömung werden hochreichende arktische Meeresluftmassen nach Europa geführt. Das sieht eher nach nasskaltem Winter-Wetter mit reichlich Schnee in den höheren Lagen als nach Frühling aus! Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz
Die sprunghafteren Wettermodelle sehen die Entwicklung noch uneinheitlich, aber mit der Tendenz zu tiefem Druck über Skandinavien.
Vergleich der Modellprognosen von ECMWF, GFS und GEM für 500 hPa (rund 5500 m Höhe) vom 15.2.2017 für den 25.2.2017: Die Modelle sind sich noch nicht einig, ob der tiefe Druck über Skandinavien wie bei ECMWF deutlich zunimmt oder ob das Osteuropahoch noch dagegen hält wie bei GFS und GEM. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/
GFS06 sieht die Entwicklung der kommenden zehn Tage aktuell heute für die Kölner Bucht mit Tmax um oder unter 10°C wenig frühlingshaft.
GFS-Meteogramm für die Kölner Bucht vom 15.2. 2017 für die kommenden zehn Tage bis zum 25.2.2016.Mit Tmax um oder unter 10°C zeigt sich die Witterung in den nächsten zehn Tagen wenig frühlingshaft. Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnmgeur.html
Über die Aussichten zum Monatswechsel hatte ich in den letzten Tagen schon hier in einem Kommentar vom 12.2.2017 berichtet:
„Nachdem der von einigen Modellen schon rund eine Woche zuvor richtig erkannte Kaltlufttropfen (Höhentief) gestern einiges an Schnee selbst im eher milderen Rheinland um Köln brachte und dort die Start- und Landebahnen am Flughafen Köln/Bonn morgens für eine Stunde wegen starken Schneefalls gesperrt werden mussten, was zu Verspätungen selbst auf Gran Canaria beim Rückflug nach Deutschland führte, rechnet GFS12 heute mit erneutem schneereichen Wintereinbruch zum Monatswechsel…
Der Islandblock ist natürlich noch ein bisschen hin…“
„Das“ solllte man mal im Auge behalten, oder wie Kai Zorn am 13.2.2017 meint: Den Monster-Trog…
Wer auf den März 2017 und den dann endlich einsetzenden Frühling wartet, sollte sich nicht zu früh freuen.
Der amerikanische Meteorologe Joe Bastardi glaubt in den aktuellen Entwicklungen im Februar 2017 auf der Nordhalbkugel Hinweise darauf gefunden zu haben, dass der März 2017 ähnlich wie in den Jahren 1960 und 2013 werden könnte…
Zum Vergrößern anklicken. Quelle: wie vorUWZ-Prognose vom 15.2.2017 für die Wetterlage am 16.2.2017. Hinter einer Kaltfront strömen feuchtkalte Luftmassen von Nordwesten nach Deutschland und lösen einen Wettersturz und ab rund 500m verbreitet Schneefälle aus, Hoch „Erika“ wird rasch nach Südosten abgedrängt. Von Frühling keine Spur! Quelle: http://www.unwetterzentrale.de/uwz/lagebericht.html
UPDATE 20.2.2017: Modelle weiter mit Märzwinter-Optionen!
Zum Vergrößern anklicken: Vergleich der Modellprognosen von ECMWF, GFS und GEM für 850 hPa (rund 1500 m Höhe) vom 20.2.2017, für den 2.3.2017 mit der Möglichkeit für winterliche Verhältnisse an den Folgetagen und den Start in einen Märzwinter 2017! Quelle: http://www.wetterzentrale.de/
UPDATE 21.2.2017: Strat.-Modelle mit winterlichem Trog Anfang März 2017!
Zum Vergrößern anklicken: Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 20./21.2.2017 für den 1. März 2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre einen kräftigen kalten Trog über Mittel-/Westeuropa, der bis Nordwestafrika reicht. Über dem östlichen Nordatlantik wird ein kräftiger Hochdruckkeil gerechnet (Nordatlantikblock), der Polarwirbel hat drei kräftige Tröge entwickelt (doppelte Bumerangform). Auch über dem Westen Nordamerikas (Kalifornien) liegt ein Trog, so dass die Überschwemmungen und die Probleme mit dem Oroville-Stausee weiter andauern dürften. Quellen: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz
Die großen Vögel sind ja auch frostresistent und können in wenigen Tagen wieder zurück in wärmere Gegenden fliegen, wenn ihre Wetterberichte versagen…:
„…Kraniche sind flexibel. Als große Vögel frieren sie nicht so leicht und kommen Frost und Schnee ganz heftig, können sie leicht innerhalb von ein bis zwei Tagen in mildere Gegenden ausweichen. Solche Ausweichbewegungen in die eine oder in die andere Richtung lassen sich daher im Winter öfter beobachten….“ aus: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/14589.html
Mal sehen, ob und wann sie in diesem Frühjahr wieder nach Süden fliegen…
Zwischen Mainz und Wiesbaden sind heute wieder die ersten Kraniche Nord-Ostwärts gezogen.
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Ja, das ist wohl ab Mitte Februar üblich: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/01803.html
Die großen Vögel sind ja auch frostresistent und können in wenigen Tagen wieder zurück in wärmere Gegenden fliegen, wenn ihre Wetterberichte versagen…:
„…Kraniche sind flexibel. Als große Vögel frieren sie nicht so leicht und kommen Frost und Schnee ganz heftig, können sie leicht innerhalb von ein bis zwei Tagen in mildere Gegenden ausweichen. Solche Ausweichbewegungen in die eine oder in die andere Richtung lassen sich daher im Winter öfter beobachten….“ aus: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/14589.html
Mal sehen, ob und wann sie in diesem Frühjahr wieder nach Süden fliegen…
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