UPDATE: Die Eisheiligen sind pünktlich! Wie kalt wird es im Mai 2017 in Deutschland und Europa?

UPDATE 8.5.2017: NOAA/CFSv2 mit zunehmend kälterer Mai-Prognose für Europa! Klimatagung in Bonn im Mai-Nachtfrost der Eisheiligen!

NOAA/CFSv2-Prognose für die Abweichungen der 2m-Temperaturen im Mai 2017 in Europa. In Teilen Europas wie auch in Deutschland werden am 8.5.2017 zunehmend kältere Temperaturen gerechnet, die Nordosthälfte Europas ist kräftig unterkühlt. Die aktuelle kalte Rechnung steht im völligen Gegensatz zu Rechnungen von Mitte April 2017 (s. Grafik unterhalb zum Vergleich). Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html
NOAA/CFSv2-Prognose für die Abweichungen der 2m-Temperaturen im Mai 2017 in Europa. In Teilen Europas wie auch in Deutschland werden Mitte April durchschnittliche Temperaturen gerechnet, Nordosteuropa ist leicht überwärmt. Quelle: Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html
Die Grafik von Bernd Hussing zeigt die Abweichungen der Temperaturen in Deutschland vom 1. bis 7.5.2017 zum veralteten (kälteren) Klimamittel 1961-1990 von -2,3 K. Zum modernen (milderen) WMO-Klimamittel 1981-2010 beträgt die Abweichung -3,2 K. Eine kalte erste Mai-Woche 2017! Quelle: http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Die Klimatagung in Bonn vom 8. bis 18. Mai 2017 mit 2800 Delegierten aus aller Welt steht zumindest am Beginn im Zeichen des Frostes der Eisheiligen: Weite Teile Europas sind am 9. und 10. Mai 2017 in 850 hPa (1500m) bis zu -12 K (°C) unterkühlt. Bei klarem Himmel und Windstille können die Temperaturen in 850hPa auch die 2m-Tmin sein…Eisige Grüße der Eisheiligen 2017 an die globalen CO2-fehlgesteuerten Klimaschützer! Gut, dass es auf Mallorca in den kommenden zwei Wochen um die 20°C mild bleibt… Quelle: http://www.wetterzentrale.de/
Kalte Aussichten in Europa für die Dauer der Klimatagung mit 2800 Delegierten aus aller Welt vom 8. bis 18.5.2017 in Bonn! Die Grafik zeigt die Prognosen für die Abweichungen der 2m-Durchschnittstemperaturen vom (kalten) Klimamittel 1901-2000 in Europa für den Zeitraum vom 8.5. bis 16.5.2017. Große Teile Europas liegen nach einem kalten Start in den Mai 2017 weiter im deutlich unterkühlten Bereich, auch Deutschland ist in diesem Zeitraum durchschnittlich mit um -2 K unterkühlt, Nordeuropa liegt mit bis zu -10 K Abweichung noch im tiefen Winterschlaf!  Quelle: http://wxmaps.org/pix/temp4.html

Nach einer ungewöhnlichen Kältewelle im April 2017 in großen Teilen Europas und dem kältesten April seit 16 Jahren mit einer eiskalten zweiten Monatshälfte mit Schneefällen auch in Deutschland sind nun schon die Eisheiligen frühzeitig auf dem Weg nach Mitteleuropa.

GFS bleibt auch heute mit erstaunlicher Beharrlichkeit bei der kalten Prognose vom 24.(!) April 2017 für den 10. Mai 2017, also einen Tag vor den (alt-) kalendarischen Eisheiligen, wie der Vergleich zeigt.

(zum Vergrößern anklicken)

Vergleich der GFS-Prognosen vom 24.4.2017 (rechts) und vom 1.5.2017 (links) für die Bodenwetterkarte und die Temperaturen in Europa in 500 hPa (5500m) am 10.5.2017. Eine erstaunliche Persistenz (Beständigkeit) der eine Woche alten kalten Eingangs-Prognose vom 24.4.2017 auch noch am 1.5.2017:  Zwischen einem Island-/Grönlandblock und einem umfangreichen kräftigen Sturmtief über Skandinavien strömt hochreichende Polarluft nach Europa, in der es erneut zu teils winterlichen Verhältnissen wie bei der ungewöhnlichen Kältewelle im April 2017 kommen kann. Die Eisheiligen kommen pünktlich! Quelle: http://www.wetterzentrale.de

Die ECMWF-Prognosen sehen seit Tagen sogar ein vorzeitiges Eintreffen der gestrengen Herren, die wollen wohl an der Klimatagung vom 8. bis 18.5.2017 in Bonn mit 2800 Delegierten aus aller Welt teilnehmen (zweiter Halbsatz als Update am 8.5.2017…)

Die aktuelle Prognose von heute rechnet mit Temperaturabweichungen bis zu -14 K (°C) in 1500 m Höhe (850 hPa) zum WMO-Klimamittel 1981-2010 bereits ab dem 9. Mai 2017 über Mitteleuropa: Das bedeutet Winter mit Frost und Schneefällen bis ins Flachland im Mai 2017!

Zum Vergrößern anklicken: ECMWF-Prognose vom 1.5.2017 für die Temperaturabweichungen zum WMO-Mittel 1981-2010 in 850 hPa (rund 1500 m) für den 9. und 10.5.2017 in Europa. Bereits zwei Tage vor den „Eisheiligen“ (ab 11.5.) sind große Teile Europas kräftig unterkühlt (blaue und lila Farben). In Deutschland und Mitteleuropa betragen die Abweichungen nun sogar bis zu -14 K (°C) nach -12 K an den Vortagen. Dabei kann es Schneefälle bis ins Flachland geben. Quelle: http://www.wetterzentrale.de

Folgerichtig sieht die aktuelle GFS-Prognose Schneefälle bis ins Flachland auch in Deutschland um den 10.5.2017.

Zum Vergrößern anklicken: Wetter3/GFS-Prognose für Schneefall und Schneefallgrenze vom 1.5. für den 10.5.2017. In Deutschland werden um den 10.5.2017 Schneefälle bis ins Flachland erwartet. Die Eisheiligen kommen 2017 mit Schnee im Gepäck! Quelle: http://www1.wetter3.de/animation.html

Die Stratosphärenprognosen von ECMWF und GFS unterstützen seit Tagen recht übereinstimmend diese wahrscheinlich ungewöhnliche Kältewelle im Mai 2017 mit einer Grönlandblockade und einem hochreichenden kalten Trog des Polarwirbels über Nord- und Mitteleuropa.

Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 29./30.4.2017 für den 8./9.5.2017 (kurz vor den „Eisheiligen“ ab 11.5.). Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre eine kalte Trog-Wetterlage über Mitteleuropa. ECMWF rechnet mit einem „Cut-Off-Tief“ im westlichen Nordatlantik, welches GFS noch weiter westlich sieht, und hohem Druck im Raum Grönland/Island (negative NAO). Der Polarwirbel überdeckt große Teile Eurasiens von Sibirien bis Westeuropa, wodurch Polarluft von Ostsibirien bis Westeuropa geführt wird. Eine eisige Wetterlage in großen Teilen Europas! Der Polarwirbel ist stark zergliedert und befindet sich im „Final Warming“, was zur Umkehr der winterlichen zirkumpolaren Westströmung in eine sommerliche Ostströmung führt. Dadurch kommt es zu verstärkten Kaltluftausbrüchen in die mittleren Breiten. Quellen:  http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html  und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

Wer sich von den WMO-Erwärmungsphantasien über angebliche Hitzewellen in der Arktis im letzten Winter – bei Durchschnittstemperaturen um -20°(!) C nördlich 80°N – anstecken ließ, muss nun ernüchtert Anfang Mai 2017 durchschnittliche eisige Temperaturen um -15°C anerkennen.

Der Plot des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittstemperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2017 im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Ende April 2017 liegen die Durchschnittstemperaturen bei rund -15°C (258 Kelvin) und damit im vieljährigen Durchschnitt 1958-2002. Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

Bei diesen eisigen Temperaturen trotzen auch die arktischen Meereisflächen (sea ice area) mit 12 Millionen km² Ende April 2017 allen Erwärmungs- und Abschmelzphantasien, denn sie sind deutlich höher als im letzten Jahr und nahe am vieljährigen Durchschnitt.

Der Plot zeigt die täglichen Flächen (area) des arktischen Meereises der letzten Jahre sowie das Mittel der Jahre 1979 – 2006 (Linie aus blauen Punkten) und den Normalbereich einer Standardabweichung (graue Fläche). Die rote Linie für das Jahr 2017 liegt Ende April 2017 bei 12 Millionen km² (braunes Oval) und damit deutlich höher als 2016 (schwarze Linie) sowie nahe am grauen Durchschnittbereich: In der Arktis ist bei den Meereisflächen zusammen mit dem stark wachsenden Grönlandeis ein hohes Kältepotential Anfang Mai 2017 vorhanden! Quelle: http://arctic-roos.org/observations/ice-area-and-extent-in-arctic

Die Schneebedeckung der NH ist Anfang Mai 2017 ebenfalls deutlich großflächiger als im Vorjahr.

Der Plot zeigt die Schneebeddeckung der Nordhalbkugel (NH) als Extent in km². Am 1.5.2017 (rote Linie) ist die Schneefläche mit 21.83 Millionen km² deutlich größer als im Vorjahr (grüne Linie) und liegt etwa im Mittel der letzten 11 Jahre. In der Arktis ist bei den großen Schneeflächen und den Meereisflächen zusammen mit dem stark wachsenden Grönlandeis ein hohes Kältepotential Anfang Mai 2017 vorhanden! Quelle: https://www.star.nesdis.noaa.gov/smcd/emb/snow/HTML/snow_extent_plots.html

Da kann man doch nur hoffen, dass die Modelle sich irren…

Ansonsten gilt: Die Eisheiligen kommen 2017 mit dem Schlitten!

UPDATE 2.5.2017: NOAA/CFS nun mit etwas kälterer Maiprognose für Europa.

NOAA/CFSv2-Prognose für die Abweichungen der 2m-Temperaturen im Mai 2017 in Europa. In Teilen Europas wie auch in Deutschland werden aktuell durchschnittliche über Temperaturen gerechnet, Nordosteuropa ist leicht unterkühlt. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html

Die GFS-Strat.-Prognose sieht heute – abweichend von ECMWF – erstmals um den 11.5.2017 (Beginn der alt-kalendarischen Eisheiligen) die Möglichkeit eines retrograden (von Mitteleuropa nach Westen verlagernden) Troges über Mittel- und Westeuropa, wodurch sich über Mitteleuropa eine milde Südwestströmung entwickeln könnte.

Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 1./2.5.2017 für den 11./12.5.2017 (am Beginn der altkalendarischen „Eisheiligen“ ab 11.5.). Während ECMWF in der unteren Stratosphäre weiter eine sehr kalte Trog-Wetterlage über Mitteleuropa rechnet, sieht GFS abweichend eine retrograde Verlagerung des Troges nach Westen. Dabei würden mit einer kräftigen SW-Strömung auf der Vorderseite des Troges zunehmend milde Luftmassen nach Mitteleuropa geführt. Quelle:  http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html  und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

UPDATE 4.5.2017: ECMWF-Strat. schließt sich der milderen GFS-Rechnung vom 2.5.2017 an (s. Grafik darüber).

ECMWF schließt sich der milderen GFS-Prognose vom 2.5.2017 an und sieht nun auch einen retrograden Trog von Mitteleuropa nach Westen wandern. Dadurch kommt Mitteleuropa zu den altkalendarischen „Eisheiligen“ (ab 11.5.) in eine milde südwestliche Strömung. Durch den Anschluss des Cut-Off-Tiefs bei den Azoren an den europäischen Trog des Polarwirbels wird die hochreichende Polarluft statt nach Süden nun nach Südwesten in den östlichen Nordatlantik gelenkt und verstärkt dort den kräftigen Trog vor Westeuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

GFS-Strat. bleibt auch heute bei seiner milderen Rechnung vom 2.5.2017.

Entwicklung der Stratosphärenprognosen von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 4.5.2017 für den 9., 10. und 13.5.2017 (am Beginn der „Eisheiligen“ ab 11.5.). GFS sieht weiter eine retrograde Entwicklung des Troges nach dem 9.5.2017 bsi zum 13.5.2017 nach Westen. Dabei würden an den altkalendarischen „Eisheiligen“ ab dem 11.5.  mit einer kräftigen SW-Strömung zunehmend milde Luftmassen nach Mitteleuropa geführt. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

Dennoch bleibt Europa auch in den kommenden acht Tagen in den Prognosen unterkühlt.

Die Grafik zeigt die Prognosen für die Abweichungen der 2m-Durchschnittstemperaturen vom (kalten) Klimamittel 1901-2000 in Europa für den Zeitraum vom 4.5. bis 12.5.2017. Große Teile Europas liegen nach einem kalten Start in den Mai 2017 weiter im deutlich unterkühlten Bereich, auch Deutschland ist in diesem Zeitraum durchschnittlich um -3 K unterkühlt. Quelle: http://wxmaps.org/pix/temp4.html

Letzte Meldung: Wieder Schneefall im Allgäu!

Unwetterzentrale Deutschland: Warnungen für den Alpenrand: Anhaltende Schneefälle bis auf 800 m runter!

Mai-Monster „UTZ“ bei der Arbeit über Deutschland am 2.5.2017, 16.30 Uhr.

Satellitenfoto der niederschlagsreichen Wolkenspirale von Mai-Monster „UTZ“ (Cut-Off Höhen-Tief) über Deutschland am 2.5.2017, 16.30 MESZ. Quelle: http://de.sat24.com/de/de

Übrigens: Der April 2017 in Deutschland hatte entgegen der – wie immer voreiligen und meist falschen –  DWD-Pressemitteilung vom 28.4.2017 eine Durchschnittstemperatur von nur 7,4°C statt der angegebenen 7,5°C.

Er war damit um -0,9 K und nicht -0,8 K kälter zum WMO-Klimamittel 1981-2010, wie die mit den vollständigen Daten erstellte DWD-Grafik zeigt.

Der DWD-Plot zeigt die Monatsdurchschnitttemperaturen im April 2017 (schwarze Linie mit schwarzem Punkt) bei 7,4°C. Das sind 0,1 K weniger als in der voreiligen DWD-Pressemitteilung vom 28.4.2017. Der April 2017 liegt damit um -0,9 K kälter als das WMO-Klimamittel 1981-2010 (rote Linie), das 8,3°C beträgt, es ist der kälteste April seit 16 Jahren nach 2001 (7,1°C) Quelle: Zeitreihen und Trends – DWD

Ob auch der stark unterkühlte und in der zweiten Hälfte sogar eiskalte April 2017 im Rahmen der Erwartungen des Präsidenten des Deutschen Wetterdienstes lag wie der milde März 2017, wurde in der DWD-Pressemitteilung dieses Mal leider nicht mitgeteilt:

„…Damit liegt dieser Monat im von uns erwarteten Trend des Klimawandels in Deutschland“, so Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD)….“ Quelle: Deutschlandwetter im März 2017

UPDATE 2.5.2017: Global temperatures plunge in April – “the pause” returns.

Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) im April 2017 zum WMO-Klimamittel 1981-2010. Im April sind die globalen 2m-Temperaturen (schwarze Linie) und vor allem die Temperaturen aus der NH (blaue Linie) nach einem „Peak“ Ende März 2017 im April kräftig gefallen, die globalen Abweichungen (schwarze Linie) liegen am Ende nur noch bei 0,1 K, die SH (grüne Linie) nahe Null K. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

UPDATE 2.5.2017: „Cut-Off“-Tief „Utz“ bringt Anfang Mai 2017 Kälte mit Regen und Schnee!

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 20.4. (links) und vom 1.5.2017 (rechts) für ein kaltes CutOff-Tief (Höhentief) über Mitteleuropa Ende April/Anfang Mai 2017. Bereits am 20.4.(!) hatte ECMWF in seiner maximalen Prognose von 10 Tagen zum Monatswechsel ein kaltes CutOff-Tief über West- und Mitteleuropa berechnet. Dieses Höhentief hat sich Anfang Mai 2017 tatsächlich in fast identischer Lage gebildet und liegt heute über Deutschland mit Regen- und Schneefällen. In der Prognose vom 1.5. für den 2.5.2017 liegt es über West- und Mitteleuropa, in der Bodenwetterkarte herrscht Tief „UTZ“. Über dem westlichen Nordatlantik liegt ein langgestreckter Trog, während im Raum Grönland/Island hoher Luftdruck herrscht (negative NAO). Der Polarwirbel ist stark zergliedert und ist im „Final Warming“, was zur Umkehr der polaren Westströmung in eine Ostströmung führt. Dadurch kommt es zu verstärkten Kaltluftausbrüchen in die mittleren Breiten. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
UWZ/GFZ-Prognose vom 1.5. für die Wetterlage in Europa am 2.5.2017. Unter dem kalten Höhentief (Cut-Off) kreist Bodentief „UTZ“ mit zwei Kernen über Frankreich und Deutschland. Das führt für mehrere Tage zu wiederholten kräftigen Niederschlägen auch über Deutschland, die in höheren Lagen als Schnee fallen können. Dabei wird allmählich mildere Luft einbezogen, weil der Zustrom polarer Luftmassen durch Hoch „SONJA II“ über dem Nordmeer (vorübergehend) blockiert wird. Quelle: http://www.unwetterzentrale.de/uwz/lagebericht.html
Die Strömungskarte vom 2.5.2017, 14.00 MESZ zeigt das kalte Höhentief (Cut-Off) in 500 hPa (rund 5500m) mit zwei Kernen über Frankreich und Deutschland. Der Kern über Deutschland ist mit -26,4°C für die Jahreszeit recht eisig. Quelle: https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/500hPa/overlay=temp/orthographic=-0.84,53.85,276/loc=10.632,51.096 (durch Anklicken von „earth“ erhält man weitere Optionen)
Die Strömungskarte vom 2.5.2017, 14.00 MESZ zeigt das kalte Höhentief (Cut-Off) in Höhe des Polarjets in 250 hPa (rund11.000m) mit Zentrum über Frankreich. Der Kern ist mit -50°C für die Jahreszeit recht eisig. Zwischen einem kräftigen kalten Trog über dem westlichen Nordatlantik und dem Cut-Off-Tief über Europa hat sich ein mächtiger Grönlandblock aufgebaut, an dessen Ostseite weiter polare Luftmassen über Irland nach Süden strömen. Quelle: https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/250hPa/overlay=temp/orthographic=-0.84,53.85,276/loc=4.528,50.301

UPDATE 5.5.2017: Mai-Monster-Tief „UTZ“ macht einen kalten und nassen Maistart in Deutschland! Frost und Bodenfrost am 9. und 10.5.2017!

Die Grafik der Uni Karlsruhe vom 5.5.2017 zeigt die Abweichungen der Temperaturen in Deutschland vom 1. bis 4.5.2017 zum veralteten (kälteren) Klimamittel 1961-1990 von -3,1 K. Zum modernen (milderen) WMO-Klimamittel 1981-2010 beträgt die Abweichung -4,0 K. Ein kalter Start in den Mai 2017 dank Mai-Monster -Tief „UTZ“ ! Quelle: http://imkhp2.physik.uni-karlsruhe.de/wetterwerte.html
Nierderschlagsmengen bis zu 100 Liter/m² binnen 72 Stunden (drei Tage) in Teilen Deutschlands vom 1. bis 4. Mai 2017: Mai-Monster-Tief „UTZ“ bei der Arbeit! Quelle: http://www.wetteronline.de/wetter-aktuell-farbkarte
WO/GFS-Prognose vom 5.5.2017 für Bodenfrost in der Nacht zum 9.5.2017. Etwas verfrühte Eisheilige! (altkalendarisch ab 11.5. in Nordeutschland/Mamertus) Quelle: http://www.wetteronline.de/tiefsttemperatur-am-boden-karte?fcdatstr=2017050
WO/GFS-Prognose vom 5.5.2017 für verbreiteten Bodenfrost am 10.5.2017. Etwas verfrühte Eisheilige! (altkalendarisch ab 12.5. in Süddeutschland/Pankratius). Quelle: http://www.wetteronline.de/tiefsttemperatur-am-boden-karte?fcdatstr=20170505

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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11 Gedanken zu “UPDATE: Die Eisheiligen sind pünktlich! Wie kalt wird es im Mai 2017 in Deutschland und Europa?

  1. Einfach mal danke für deine Mühen und deinen Einsatz …immer wieder schön hier rum zu schnüffeln

    „Die Eisheiligen kommen 2017 mit dem Schlitten!“ Und Humor gibt es hier auch…egal welche Wetterlage ….gefällt mir am besten !!!!

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  2. Wie immer gut recherchierter Beitrag, den ich mal in einen etwas größeren Zusammenhang stellen möchte. Im Jahre 1978 gab es pünktlich zu den Eisheiligen im Mai einen Kaltlufteinbruch mit Rekord-Tiefsttemperaturen in allen Schichten der Atmosphäre. Mir sind auch damals erhebliche Schäden durch Frost erinnerlich, auch heftige Schneeschauer hat es gegeben.
    Der größere Zusammenhang: Verschiedene Autoren haben ja auf verschiedenen Blogs schon darauf hingewiesen, dass die Wärmespitze zur Jahrtausendwende überschritten wurde und sich das globale Temperaturniveau wieder auf das der siebziger und sechziger Jahre eingependelt hat(Tendenz weiter fallend?). Vor diesem Hintergrund erscheinen die Wetter-(!)vorgänge in diesem Frühjahr nur folgerichtig – und lassen für die nächsten Jahre Schlimmes erahnen. Da kann man nur hoffen, dass es – anders als in diesem Jahr – nicht vor solchen Kältewellen zu warm ist.

    Und Frage an alle, die mal recherchieren wollen: Wo bleibt der Frühling in Nordeuropa und der Arktis?

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

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    1. Danke für die sachkundige Ergänzung und den Hinweis auf meinen Blog hier.

      Die letzten beiden April-Wochen waren in großen Teilen Europas eisig…


      Quelle: weatherbell

      …und auch die erste Maiwoche 2017 soll weiter unterkühlt bleiben.

      Prognose TA 2m Europa vom 2.5.2017. Erste Maiwoche untwrkühlt.
      Quelle: NCEP Prognose Europa

      Eine mögliche Ursache könnte die ungewöhnlich schwache Sonnenaktivität mit dem Absturz im März 2017 und deren Einfluss auf eine negative NAO mit verstärkten meridionalen Wetterlagen sein…

      https://wattsupwiththat.com/2017/04/24/robust-relationship-between-solar-wind-speed-and-north-atlantic-oscillation-discovered/

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  3. Hallo Schneefan, hat leider mit dem Link „http://www.stern.de/panorama/wissen/-global-warming-hiatus—die-maer-vom-scheinbaren-stopp-des-klimawandels-7437578.html“ geklappt. Ist heute auf Spiegel online zu lesen. Man könnte laut loslachen, wenn dieses Thema nicht soernst wäre. Die Erklärungen entlarfen unsere allbekannten KlimaTalibans Rahmstorf und Latif greifen schon sehr tief in die Trickkiste.

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    1. Ja, die Klima-Clowns verteidigen verbissen ihre Pfründe…

      Wer den Begriff „Klimawandel“ nur einseitig in Richtung einer angeblich von Menschen gemachten und vom lebensnotwendigen Spurengas CO2 verursachten „Klimaerwärmung“ missbraucht, ist und bleibt für mich ein IPCC-„Klimalügner“ und kein Wissenschaftler.

      Armer „Stern“, die haben wohl aus den „Hitler Tagebüchern“ nicht das Geringste gelernt…

      Die IPCC-Klimafälscher arbeiten so, wie man seit 2009 auch beim „Stern“ wissen sollte: Klimafälscher bei der Arbeit – Mike’s Trick mit dem Hockeystick

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  4. Neues von der NOAA Front. Laut Wetter.com hat NOAA seine Sommerprognose ziehmlich nach unten ( kalt ) korrigiert. Da wurde auch der Griff ins Klo für den April gezeigt.
    Es ist mir nicht verständlich, warum man diesen Warmrechner noch Aufmerksamkeit schenkt. Der berühmte Strohhalm ?

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    1. Es wird Zeit für einen kompletten Austausch der Führungsriege der Klimafälscher von NOAA, vorher ändert sich sicher nicht viel: NOAA-Studie verfälscht Daten: Die globale Erwärmungs“Pause“ einfach weggerechnet!

      Auch die eher milde Mai-Prognose von NOAA/CFSv2 für Europa…

      …wurde durch eine deutlich kältere Prognose ersetzt:

      Quelle: NOAA/CFSv2 Monthly T2m Anomaly Forecast

      Der Mai 2017 ist in Deutschland in den ersten vier Tagen mit -4 K zum international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 kräftig unterkühlt (zum veralteten kälteren Mittel 1961-1990 = -3,1 K):

      Uni Karlsruhe TA 2m erste vier Tage Mai 2017 unterkühlt
      Quelle: Uni Karlsruhe – Aktuelle Wetterwerte Deutschland –

      Wer in Zeiten der globalen Temperatur-Stagnation oder Abkühlung aus klimareligiösen Gründen weiter auf „warm“ setzt, hat eh nur geringe Chancen für regelmäßige Prognosetreffer, sei es regional oder global…, denn: „One must think globally to forecast locally.“ (Joe Bastardi, amerikanischer Meteorologe)

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  5. UWZ-Warnlage für Bodenfrost, Frost und Schneefall ab 500 m ab Montag, 8.5.2017:

    „AUSBLICK WARNLAGE

    …Am Montag im Südosten, vor allem an den Alpen und dem Erzgebirge teils schauerartig verstärkter Regen und nur vereinzelt warnrelevanter Starkregen oder Gewitter möglich. Ansonsten wolkenreich und unbeständig mit von Nordwesten her durchziehenden Regenfällen und Schauern. Der Wind ist zwar wahrscheinlich nicht warnrelevant, frischt aber dennoch stark auf, ist in Böen stark bis stürmisch und dreht auf nördliche Richtungen. Damit gelangt ein neuer Schwung polarer Kaltluft zu uns. Der so genannte Wonnemonat Mai zeigt sich also weiterhin spröde.

    In der Nacht zum Dienstag droht bei Aufklaren gebietsweise Bodenfrost. Vor allem nach Südosten hin sowie in den Alpen kommt es noch zu Schauern und im Stau der Berge zu anhaltendem Regen bzw. ab 500 Metern (Erzgebirge) und ab 1000 Metern (Alpen) zu Schnee.

    Am Dienstag aus Norden Schauer, teils als Graupel oder Schneeregen, oberhalb von 500 Metern Schnee. Am Nordrand der Alpen regnerisch, Schnee ab etwa 800 Meter. Zu kalt für die Jahreszeit.

    In der Nacht zum Mittwoch verbreitet Nachtfrost möglich…

    Dieser Lagebericht wurde am 05.05.2017 um 15:56 Uhr ausgegeben.“

    Die erwartete Wetterlage für morgen zeigt eine ausgedehnte Kaltfront über Südskandinavien, die sich über das Wochenende südwärts verlagert: Die etwas verfrühten Eisheiligen kommen!

    UWZ-Wetterlage Kaltfront Eisheilige

    Die etwas verfrühten Eisheiligen mit verbreitetem Schneefall in Europa am 9.5.2017:

    WI_Shneefallprognose für dem 9.5.2017, verfrühte Eisheilige
    Quelle: WO-Prognose für Schneefall in Europa am 9.5.2017

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  6. Gerade habe ich einen Artikel in Zeit online gelesen,den ich als Urlaubslektüre durchaus empfehlen kann:Klimawandel-Mit Fakten gegen jeden Zweifel-sieben Fakten,die jeden Skeptiker überzeugen!
    Normalerweise lese ich ‚Die Zeit‘ gerne,aber nun bin ich ein noch größerer Fan dieser Seite!!

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