GFS: Pfingsten 2017 fällt ins Wasser – bis zu 100 Liter Regen auf einen Quadratmeter!

UPDATE 2.6.2017: Kalter Start in den Sommer 2017 – zweiter Tag mit Bodenfrost in Norddeutschland!

Kalter Start in den Sommer 2017! Die WO-Karte zeigt Bodenfrost bis zu -2°C am 2.6.2017 am zweiten Tag in Folge an mehreren Stationen in Nord- und Ostdeutschland. Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter

UPDATE 1.6.2017: Kalter Start in den Sommer 2017 – Bodenfrost in Norddeutschland!

Kalter Start in den meteorologischen  Sommer 2017! Die WO-Karte zeigt Bodenfrost (5 cm) am 1.6.2017 an mehreren Stationen im Flachland in Nordeutschland und in Holland sowie an einer Station in Ostdeutschland (Hoyerswerda, 116m). Vorgezogene Schafskälte zwischen dem 4. bis 20. Juni…? Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter

Die bisherigen Rechnungen des amerikanischen Wettermodells GFS für einen nassen Start in den Juni 2017 werden aktuell noch übertroffen: Allein über das Pfingstwochenende 2017 sollen regional in Deutschland bis zu 100 Liter Wasser auf einen Quadratmeter fallen!

Der Vergleich der Niederschlagsprognosen vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 zum Pfingstwochenende vom 3. bis zum 5. Juni 2017 ergibt östlich von Berlin diese riesigen Wassermengen in so kurzer Zeit, die sich nur mit starken Gewittern erklären lassen.

(zum Vergrößern anklicken)

Der Vergleich der GFS-Progosen für den Gesamtniederschlag in Mitteleuropa vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2017 (linke Grafik) und für das folgende Pfingstwochenende vom 3. bis zum 5. Juni 2017 (rechte Grafik) zeigt für das Pfingstwochenende weit höhere Niederschläge als für die vier Tage zuvor. Aus der Differenz der beiden Grafiken lassen sich für Anfang Juni in Deutschland Regenmengen bis zu 100 Liter/m² z.B. östlich von Berlin errechnen. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands und Mitteleuropas werden über das Pfingstwochenende 2017 verbreitet Regenmegen um 40 l/m² erwartet. Quelle: http://www.wetterzentrale.de

Ursache der wiederholten Niederschläge ist der mehrfache Luftmassenwechsel zwischen gemäßigten und subtropischen feuchten Luftmassen über Mitteleuropa, wobei die kühleren atlantischen Luftmassen nur vorübergehend die Oberhand gewinnen, wie der prognostizierte Verlauf der Temperaturen in 850 hPa (rund 1500 m) für die Stadt ESSEN andeutet.

GFS-ENSemble-Prognose T850 hPa (1500 m) vom 30.5.2017 bis zum 15.6.2017 für die Stadt ESSEN. Die Temperaturen liegen im Mittel (weiße Linie) zunächst nahe am Klima-Mittel (rote Linie), bleiben aber überwiegend über dem Klimamittel, also bei meist sommerlichen Werten um Tmax = 25°C.  Die Niederschläge (unterer Teil der Grafik)  nehmen über das Pfingstwochenende 3. bis 5.6.2017 deutlich zu, die Niederschlagsneigung bliebt aber auch danach erhalten.  Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnmgeur.html

Die Stratosphärenmodelle von ECMWF und GFS unterstützen übereinstimmend die unbeständige Wetterlage über Pfingsten 2017 mit einem Trog über Westeuropa, auf dessen Vorderseite (Ostseite) mit einer südwestlichen Höhenströmung mäßig warme und feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden.

Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 29.5.2017 für den 4.6.2017 (Pfingstsonntag). Beide Modelle sehen übereinstimmend in der unteren Stratosphäre einen Trog über Westeuropa, an dessen Vorderseite (Ostseite) mit einer südwestlichen Höhenströmung relativ warme und feuchte Meeresluftmassen nach Mitteleuropa geführt werden. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

Bei der  Fake-Hitzewelle von WetterOnlinedie in Deutschland statt der mindestens fünf Tage in Folge mit Tmax von mindestens 30°C erfordert hätte, waren es vom 26.5 bis zum 30.5.2017 maximal drei Tage an einigen Stationen, wie die Daten von WetterOnline zeigen.

WO-Grafik Tmax am Fr., 26.5.2017: Keine „Hitze“ mit Tmax 30°C und wärmer an nur einer einzigen Station: Keine „Hitzewelle“. Quelle: Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter
WO-Grafik für die Tmax am Sa, 27.5.2017. Nur im Westen Deutschlands erster Tag mit „Hitze“ bei Tmax von 30°C und mehr. Keine „Hitzewelle“! Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter
WO-Grafik für die Tmax am So, 28.5.2017. Nur im Westen Deutschlands zweiter Tag mit „Hitze“ bei Tmax von 30°C und mehr. Keine „Hitzewelle“! Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter
WO-Grafik für die Tmax am Mo, 29.5.2017. Außer in Norddeutschland verbreitet Tmax bei 30°C und mehr, aber nur im Südwesten Deutschlands dritter Tag in Folge mit „Hitze“ bei Tmax von 30°C und mehr. Keine „Hitzewelle“! Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter

Für heute, 30.5.2017,  ist in großen Teilen Deutschlands Abkühlung auf Werte unter Tmax 30°C angesagt, nur der Osten erlebt dann an einigen Stationen den dritten Hitze-Tag in Folge und das Ende der – aus kommerziellen Gründen frei erfundenen? –  WO-Fake-Hitzewelle! (Die aktuelle Grafik von heute wurde hier nachgetragen, als die Höchstwerte feststanden.)

WO-Grafik für die Tmax am Di, 30.5.2017. Nur an 6 Stationen im Osten Deutschlands dritter Tag mit „Hitze“ bei Tmax von 30°C und mehr. Keine „Hitzewelle“ und Ende der wenigen Hitzetage Ende Mai 2017 in Deutschland! Die „Hitze“ trat bereits mittags auf, bevor teils heftige Gewitter in und um Berlin die Temperaturen schon um 14.00 Uhr mit einem Temperatursturz teils bis auf 19°C runterkühlten. Quelle: http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter und http://www.niederschlagsradar.de/wettercharts.aspx?station=Tegel&stationcode=2

Dazu auch: GFS mit nassem Start in den Juni 2017: Große Regenmengen erwartet!

Die Temperaturen im Juni 2017 in Deutschland sollen nach der akuellen – in den letzten Tagen angehobenen – NOAA/CFSv2-Prognose etwas über dem Klimamittel liegen, wobei es in Deutschland und in Europa ein deutliches SW-/NO-Gefälle geben soll.

Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 30.5.2017 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im Juni 2017. Die Temperaturen in Europa sind zweigeteilt in einen unterkühlten Nordosten und einen wärmeren Südwesten. Für Deutschland werden bei einem deutlichn SW-/NO-Gefälle insgesamt durchschnittliche Abweichungen im positiven Bereich um +0,8 K erwartet. Die Standardabweichung vom rechnerischen Mittelwert (Normalbereich/Durchschnitt) liegt im Juni in Deutschland bei etwa +-1,3 K (°C). Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html

Die statistische Einschätzung für den Juni 2017 in Deutschland und Europa sieht nach der Kombination eines sehr milden März, eines erwartet kühlen April und einem ebenfalls erwarteten etwas milderen Mai 2017 in der NW-Hälfte Europas kühler aus.

Die NOAA-Reanalyse für die Temperaturabweichungen in Europa zum WMO-Klimamittel 1981-2010 für den Durchschnitt im Juni 2017 nach Jahren mit der Kombination eines sehr milden März, eines eher unterkühlten April und eines etwas milderen Mai. Danach besteht für den Juni 2017 in Teilen Europas und auch in Deutschland statistisch eine Chance für leicht unterdurchschnittliche Temperaturen. Quelle: https://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

Mal sehen, ob der Witterungsregelfall der Schafskälte mit dem europäischen Sommermonsun im Juni wieder so heftig zuschlägt wie im letzten Jahr.

UPDATE 1.6.2017: GFS erwartet heute in den kommenden zwei Wochen einen heftigen Sommermonsun in Deutschland und Europa mit Niederschlägen bis zu 15o l/m².

Die GFS-Prognose vom 1.6.2017 erwartet bis Mitte Juni 2017 bis zu 150 Liter Regen auf den Quadratmeter in Deutschland, in anderen Teilen Europas noch mehr. Ein europäischer Sommermonsun (Schafskälte) mit Gefahr von Überschwemmungen wie im Vorjahr! Quelle: http://www.wetterzentrale.de

Ursache dieser nassen und meist kühlen Witterung ist nach der GFS-Stratosphärenprognose ein andauernder kalter Trog über Mitteleuropa, den allerdings ECMWF mit seiner aktuellen Version von gestern noch nicht sieht, wie der Vergleich zeigt.

Zum Vergrößern anklicken: Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 31.5.2017 und 1.6.2017 für den 10.6.2017. Während GFS einen kalten Trog über Mitteleuropa und Südeuropa bis nach Nordafrika rechnet, sieht ECMWF den Trog vor Westeuropa und hohen Druck über Südeuropa. An der Vorderseite (Ostseite) dieses Troges würden mit einer südwestlichen Höhenströmung relativ warme und feuchte Meeresluftmassen nach Mitteleuropa geführt werden. Beide Modelle lassen bei ihren sehr unterschiedlichen Rechnungen große Niederschlagsmengen in Teilen Europas erwarten, bei ECMWF ist der Regen in Deutschland allerdings deutlich wärmer…Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

ENDE des UPDATES.

Ansonsten man doch nur hoffen, dass es in diesem Sommer keine weiteren klimaalarmistischen  Fake-Hitzewellen bei WetterOnline und in anderen Medien gibt…

Letzte Meldung: Arktis weiter unterkühlt – starke Temperaturgegensätze zu den Subtropen!

Der Plot des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittstemperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2017 bis zum 29.5. im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Die Durchschnittstemperaturen liegen seit Wochen unter dem vieljährigen Durchschnitt 1958-2002, aktuell noch immer mit um die -5°C und rund -2 K unter dem Mittel weiter deutlich im Dauer-Frostbereich, wodurch sich die Temperaturgegensätze (Gradienten) zu den bereits sommerlich heißen Subtropen verstärken. Dies führt zu verstärkter Tiefdrucktätigkeit auf der NH. Quelle: Mean temperatures North of 80N

UPDATE 31.5.2017: Diese für Anfang Juni ungewöhnlich kräftigen Tiefs sehen dann am 1.6.2017 so aus,…

WO/DWD zeigt am 31.5.2017 die Wetterlage für den 1.6.2017: Gleich zwei für diese Jahreszeit ungewöhnlich kräftige Tiefs mit einem eher herbstlichen Kerndruck von 985 hPa südlich von Island und mit 990 hPa über Nordskandinavien werden am 1.6.2017 mit Einfluss auf Europa erwartet. Ursache dieser kräftigen Entwicklungen dürften die starken thermischen Gegensätze (Gradienten) zwischen der unterkühlten Arktis (s.o.) und den sommerlich erhitzten Subtropen sein. Das Islandtief „Heinrich“ wird mit seiner Ostverlagerung für das von GFS erwartete unbeständige und teils niederschlagsreiche und eher kühle Pfingstwetter 2017 verantwortlich sein…Quelle: http://www.wetteronline.de/wetterfronten/europa

…wobei das britische MetOffice die beiden Tiefdruckgebiete am 1.6.2017 noch kräftiger sieht als der DWD:

Das britische MetOffice (UKMO) zeigt am 31.5.2017 die beiden ungewöhnlichen Tiefs am 1.6.2017 noch kräftiger als der DWD mit einem eher herbstlichen Kerndruck von 980 hPa südlich von Island und mit 985 hPa über Nordskandinavien mit Einfluss auf Europa. Ursache dieser kräftigen Entwicklungen dürften die starken thermischen Gradienten zwischen der unterkühlten Arktis (s.o.) und den sommerlich erhitzten Subtropen sein. Das Islandtief dürfte mit seiner Ostverlagerung für das von GFS erwartete unbeständige und teils niederschlagsreiche und eher kühle Pfingstwetter 2017 verantwortlich sein…Quelle: http://www.wetteronline.de/wetterfronten/europa

Auch die Prognose (Update 31.5.2017) für die globalen 2m-Temperaturen lässt Anfang Juni 2017 einen weiteren Rückgang erwarten, wie der NCEP-Plot mit einem kräftigen Rückgang vor allem auf der Südhalbkugel (SH) zeigt, die mit 81% Meeresoberfläche – und damit den größten Energiespeichern der Erde – nun am 1.6.2017 in den meteorologischen Winter der antarktischen Polarnacht eintritt.

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach den bis zum 31.5.2017 gemessenen und für die folgenden sieben Tage berechneten Werten gehen die globalen Temperaturen (schwarze Linie) ab Ende Mai 2017 wieder nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Vor allem auf der in den Winter startenden SH (blaue Linie) mit 81% Meeresoberflächen stürzen die Temperaturen in der Prognose Anfang Juni 2017 regelrecht bis knapp unter NULL K Abweichung ab und erreichen den tiefsten Stand dieses Jahres. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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Ein Gedanke zu “GFS: Pfingsten 2017 fällt ins Wasser – bis zu 100 Liter Regen auf einen Quadratmeter!

  1. UWZ am 4.6.2017 (Pfingstsonntag) mit maximalen Niederschlagssummen in 24 Stunden am Pfingstwochenende bis zu über 100l/m²:

    „SONDERINFORMATION

    Erwartungsgemäß kam es in den vergangenen 24 Stunden gebietsweise zu Unwettern durch Gewitter sowie zu starken Regenfällen.

    Die höchsten 24stündigen Regenmengen (Samstag 8 Uhr bis Sonntag 8 Uhr) Liter pro Quadratmeter:

    105,6 l/qm Ludwigschorgast (BY)
    75,2 l/qm Willingen/Hochsauerland (NW)
    67,0 l/qm Obermoschel (RP)
    63,5 l/qm Gross-gerau-Wallerstädten (HW)
    63,0 l/qm Kronach (BY)
    55,1 l/qm Ottersberg-Ptterstedt (NI)
    55,0 l/qm Bad Nauheim (HS)
    53,0 l/qm Mummselsee (BW)
    52,3 l/qm Bad Elster. OT Sohl (SN)
    49,0 l/qm Kleiner Inselsberg (TH)

    Andreas Wagner

    Dieser Lagebericht wurde am 04.06.2017 um 15:26 Uhr ausgegeben.“

    Das Wetter am Pfingstsonntag um 06.00 Uhr MESZ in Deutschland: Regen von Nord bis Süd und von West bis Ost…
    Regenwetter am Pfingstsonntagmorgen in Deutschland

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