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Mit mehreren Schwarmbeben bis zu einer Stärke von 4,5 auf der Richterskala hat sich einer der aktivsten und gefährlichsten Island-Vulkane deutlich bemerkbar gemacht: Ein schwerer Ausbruch der Katla ist seit Jahren überfällig.

„…Der Vulkan liegt im Süden Islands gut 50 km östlich des Ortes Hvolsvöllur und etwa 10 km nördlich des Dorfes Vík í Mýrdal. Er ist größtenteils vom Mýrdalsjökull bedeckt, der mit einer Oberfläche von 580 km² viertgrößten Gletscherkuppe Islands.
Der Vulkan brach in den letzten 1000 Jahren etwa zwanzig Mal aus, dabei durchschnittlich etwa zweimal pro Jahrhundert. Dabei ergossen sich enorme Gletscherläufe über das umgebende Tiefland, v. a. über den Mýrdalssandur.[7]
Bei dem Vulkan handelt es sich nach derzeitigem Wissensstand einerseits um den zweitgrößten von Island, andererseits auch um denjenigen, der einige der explosivsten Vulkanausbrüche in der Geschichte des Landes produziert hat.[8]
Die durch das Zusammentreffen von Eis und Magma aufgrund der Lage unter dem Gletscher erzeugten hydromagmatischen Eruptionen der Katla sind sehr explosiv und haben neben beträchtlichen und weitreichenden Ascheniederschlägen besonders verheerende Gletscherläufe (isländisch: jökulhlaup) zur Folge…“
Der letzte schwere Ausbruch der Katla erfolgte 1918, also vor knapp 100 Jahren.

In der Vergangenheit hat die Katla durchschnittlich zwei Mal pro Jahrhundert unglaubliche Mengen Gletscherschereis geschmolzen, Feuer und Asche gespuckt. Aber seit 1918 ist Ruhe, gespenstische Ruhe, findet der isländische Vulkanologe Ármann Höskuldsson:
„Es ist klar, dass eine neue Eruption längst überfällig ist. Der Vulkan kann also jeden Moment ausbrechen,“ sagte er dem Deutschlandfunk im April 2017: Vulkanangst auf Island.
Die letzten drei Ausbrüche der Katla folgten auf einem Ausbruch des Nachbarvulkans Eyjafjallajökull, der zuletzt im März 2010 ausbrach und verheerende Folgen für die europäische Luftfahrt hatte.
- Die durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull produzierte Aschewolke legte den europäischen Luftraum im April 2010 tagelang lahm. Jetzt häufen sich Erdbeben – Experten fürchten einen bevorstehenden Ausbruch des gefährlichen Vulkans Katla und eine Flut. (EPA / S. Olafs / dpa picture alliance). Quelle: Vulkanangst auf Island
Es ist nicht auszuschließen, dass die weltweit verstärkten Vulkanaktivitäten bereits im Zusammenhang mit der schwächsten Sonnenaktivität seit 200 Jahren stehen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Sonnenschwäche und verstärkter Vulkanaktivität? Die „Kleine Eiszeit“ beweist es!
Dann steht uns allerdings noch einiges bevor…, auch klimatisch wie beim Ausbruch der Laki-Krater auf Island von 1783 bis 1784…
„…Durch die ausgestoßenen Aschewolken kam es zur Verdunkelung der Atmosphäre und zu einem deutlichen Temperatursturz in Island und weiten Teilen der Welt. Die Sommer der Jahre 1783 bis 1785 waren ungewöhnlich kurz…
…Darauf folgte ein sehr kalter Winter 1783/84. In Großbritannien starben ca. 8000 Personen mehr als in einem normalen Winter. Im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika lagen die durchschnittlichen Wintertemperaturen um 4,8 Grad Celsius unter dem 225-jährigen Mittel. Die gesamte nördliche Hemisphäre kühlte sich im Durchschnitt um 1,5 Grad Celsius ab.[8] Der Naturforscher Benjamin Franklin sprach 1784 davon, dass sich „ein konstanter Nebel über ganz Europa und große Teile Nordamerikas gelegt habe“.[9] Im Frühjahr 1784 kam es zu heftigen Überschwemmungen durch Schmelzwasser.[6] Diese Eruptionen gehören somit zu den folgenschwersten der letzten 2000 Jahre…“
Einstein soll gesagt haben: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher…
Ob er „Klima-Taliban“ gemeint hat…?
Die bekannte globale und regionale Abkühlung nach mächtigen Vulkanausbrüchen heißt übrigens weder „Klimawandel“ noch „Globale Erwärmung“, sondern Vulkanischer Winter…
Letzte Meldung: Der Juli 2017 in Deutschland entspricht bis zum 29.7.2017 (aktualisiert) mit einer T-Abweichung von -0,2 K zum modernen und international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 (0,9 K zu 1961-1990) den eher kühlen Erwartungen von NOAA/CFSv2.

Übrigens: GFS06 sieht heute ein Andauern der starken Regenfälle im kräftigen Mitteleuropäischen Sommermonsun 2017 bis Mitte August 2017 mit Mengen bis über 150 l/m²…

Aktuelle Meldungen findet man hier: Aktuelle Hochwasserlage in Deutschland

Herzlich euer
Schneefan2015
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Da fällt mir auch der Pinatubo auf den Phillippinen ein. Dessen Ausbruch 1991 schleuderte die Aschewolken auf sage und schreibe 24km in die Höhe. Die Temperatur fiel damals um 0,5°C.
Was nun diesen Vulkan so gefährlich macht ist diese Mischung aus Lava und Eis, was hochexplosiv ist.
Den Ausbruch des Pinatubo haben die Vulkanologen sehr exact vorhergesagt. Der Link zeigt eine detailierte Dokumentation über den Ausbruch, hochinteressant, hoffe er funktioniert.
So sind die Schwarmbeben kein gutes Zeichen.
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Sehr beeindruckend.
Im Video wird die Höhe der Aschewolke des Pinatubo sogar mit 100.000 feet angegeben, das sind mehr als 30 km Höhe…
„…Durch Messungen konnte jedoch gezeigt werden, dass Asche während der gewaltigsten, dreistündigen Phase bis zu 34 km in die Höhe geschleudert wurde…“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pinatubo
Die Schwarmbeben unter dem Myrdalsgletscher (-jökull) im Bereich der Katla haben wieder nachgelassen.
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Heute, 29.7.2017, wieder ein kleines Schwarmbeben bis Stärke 3,0 (grüner Stern) unter dem Myrdals-Gletscher (-jökull) im Bereich der KATLA.
Quelle: http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes/myrdalsjokull/
„Auf Island gibt es derzeit einen schwachen Gletscherlauf im Fluss Múlakvísl. Der Gletscherlauf geht vom Myrdalsjökull aus und wird durch Schmelzwasser eines geothermalen Gebiets des subglazialen Vulkans Katla verursacht. Das Wasser soll nach Schwefel riechen. Die Seismik unter dem Vulkan ist erhöht. Heute gab es wieder ein Erdbeben mit M größer 3. Es wurde leichter Tremor registriert, daher wurde die Alarmstufe auf „gelb“ erhöht.“ Quelle: http://www.vulkane.net/blogmobil/stromboli-groessere-explosion/
Die Warnstufe „Gelb“ bedeutet, dass erhöhte Aktivität registriert wird, aber noch keine akute Gefahr durch eine Eruption besteht.
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http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/volcanic-eruptions/
Katla wurden auf „gelb“ hochgestuft
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Der aktuelle Status der Island-Vulkane auf einen Blick aus Sicht der Flugsicherung: Alle haben Grün, nur Katla hat Gelb:
Quelle: http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/volcanic-eruptions/
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Heute sind alle Island-Vulkane wieder auf „Grün“ – auch die Katla.
Allerdings hat es nun unter dem größten Gletscher Islands, dem Vatnajökull, in der Nähe des Grimsvötn mehrmals bis um Stärke 4 gerappelt (grüne Sterne = > 3).
Quelle: Island-Vulkane
Die Uhrzeiten sind in UTC angegeben (MESZ = UTC + 2).
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Während der Hauptreisezeit das Selbe wie bei EYJAFJALLAJÖKULL, dann Prost Mahlzeit. Das Chaos an europäischen Flughäfen wäre gigantisch.
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Ja, das hängt allerdings sehr von der Hauptwindrichtung während des Ausbruchs und danach sowie von der Dauer des Ausstoßes hoher Aschewolken und von der Dichte, Größe und Zusammensetzung der Aschepartikel ab.
Der Ausbruch des Grimsvötn im Mai 2011 war stärker als der des EYJAFJALLAJÖKULL im März/April 2010, war aber weit weniger störend für den europäischen Luftverkehr, obwohl die Aschewolken bis über 20 km Höhe aufstiegen… http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes/
Siehe auch: Grimsvötn – Vulkan auf Island ausgebrochen
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