Eisiger Winter 2017/18 in Deutschland und Europa? Ein früher statistischer Blick sagt: Ja!

UPDATE 15.8.2017: Globale Temperaturen im freien Fall – SH im negativen Bereich!

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum modernen und international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach den bis zum 15.8.2017 gemessenen und für die folgenden sieben Tage berechneten Werten gehen die globalen Temperaturen (schwarze Linie) ab Mitte August 2017 wieder nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Vor allem auf der im Hochwinter befindlichen SH (blaue Linie) mit 81% Meeresoberflächen stürzen die Temperaturen in der Prognose nach Mitte August 2017 regelrecht bis unter NULL K Abweichung ab und erreichen den tiefsten Stand dieses Jahres. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php
Analyse vom 15.8.2017 der Abweichungen der 2m-Temperaturen (TA) für Europa. Nach einem teils sommerlich warmen bis heißen Start in den August 2017 ist es in der NW-Hälfte Europas einschließlich Deutschland (-0,5 K) kräftig abgekühlt, in einigen Ländern werden negative Abweichungen zum modernen und international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 für den August 2017 gemessen. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php
Die Analyse vom 15.8.2017 der Abweichungen der 2m-Temperaturen (TA) für Europa zeigt die kräftige Abkühlung der letzten sieben Tage in der NW-Hälfte Europas. Es wurden mit bis zu -3,0 K in Frankreich teils kräftige negative Abweichungen zum modernen und international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 für die an sich heißen Hundstage im August 2017 gemessen. Quelle: wie vor

Wenn La Niña im zweiten Halbjahr 2017 kommt, dann wird der Winter 2017/18 in großen Teilen Europas eisig – sagt die Statistik.

Das gilt allerdings auch, wenn sie nicht kommt!

Die Grafik zeigt die weltweiten Temperaturabweichungen (TA) im Mittel der NH-Winter (DJF) seit 1950, in denen mindestens schwache La Niña-Bedingungen im äquatorialen Pazifik herrschten: Europa ist eisig!

(zum Vergrößern anklicken)

Der Plot zeigt die Abweichung der 2m-Temperaturen in den NH-Wintern (DJF) seit 1950, in denen mindestens schwache La Niña-Bedingungen im äquatorialen Pazifik (blaue Farben) herrschten. Dabei wird angenommen, dass die 2m-Luft-Temperaturen über Wasser mit den Wassertemperaturen (SST) nahezu gleich sind. Große Teile Europas sind eisig unterkühlt (dunkelblau/lila). Das NOAA-Plot-System erfordert die Eingabe der Jahreszahl des jeweils letzten Wintermonats (Februar), also 2017 für den Winter 2016/17.  Quelle: https://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

Die Vergrößerung des Plots nur für die T-Abweichungen in Europa zeigt das ganze Ausmaß der Winterkälte auch in Deutschland mit Abweichungen bis zu -2,5 Grad Celsius.

Die NOAA-Reanalyse der dargestellten Jahre im NH-Winter (DJF) mit La Niña-Bedingungen zeigt in großen Teilen ein stark unterkühltes und eisiges Europa – auch in Deutschland (blau/lila). Das NOAA-Plot-System erfordert die Eingabe der Jahreszahl des jeweils letzten Wintermonats (Februar), also 2017 für den Winter 2016/17.Quelle: https://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

Grundlage dieser Betrachtungen ist die ONI-Tabelle der amerikanischen Wetterbehörde NOAA, die das Dreimonats-Mittel der Monatswerte der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 des äquatorialen Pazifiks darstellt.

Bei der Annahme, dass es im zweiten Halbjahr 2017 nicht zu La Niña-Bedingungen, sondern nur zu neutralen ENSO-Bedingungen kommt, wird es überraschenderweise nicht weniger eisig.

Der Plot zeigt die Abweichung der weltweiten 2m-Temperaturen in den NH-Wintern (DJF) seit 1950, in denen neutrale ENSO-Bedingungen im äquatorialen Pazifik (weiße Farben) herrschten. Dabei wird angenommen, dass die 2m-Temperaturen über Wasser mit den Wassertemperaturen (SST) nahezu gleich sind. Große Teile Europas sind eisig unterkühlt. Das NOAA-Plot-System erfordert die Eingabe der Jahreszahl des jeweils letzten Wintermonats (Februar), also 2017 für den Winter 2016/17. Quelle: wie vor

Auch hier zeigt die Vergrößerung des Plots nur für die T-Abweichungen in Europa weite Teile mit bis zu -2,5 Grad Celsius stark unterkühlt – vor allem auch in Deutschland.

Die NOAA-Reanalyse der NH-Winter (DJF) im Mittel der dargestellten Jahre mit neutralen ENSO-Bedingungen zeigen in großen Teilen ein stark unterkühltes und eisiges Europa – vor allem auch in Deutschland. Quelle: wie vor

Nur zur Klarstellung: Natürlich ist dies keine Winter-Prognose, sondern eine statistische Betrachtung mit ausgewählten ENSO-Bedingungen im zweiten Halbjahr 2017, wie sie nach derzeitiger Entwicklung wahrscheinlich sind.

Dazu kann man weitere Überlegungen über die  schwächste Sonnenaktivität seit 200 Jahren sowie über die QBO, die Nordatlantische Oszillation (NAO), die Arktische Oszillation (AO) und die Atlantische Multidekaden-Oszillation (AMO) anstellen.

Darüber wird im Laufe des Herbstes 2017 noch ausführlicher zu berichten sein, der –  rein statistisch natürlich – bei der erkennbaren ENSO-Entwicklung und schwachen La Niña-Bedingungen so…

Der Plot zeigt die Abweichung der 2m-Temperaturen in den ausgewählten Jahren mit NH-Herbstmonaten (SON) seit 1950, in denen mindestens schwache La Niña-Bedingungen im äquatorialen Pazifik herrschten. Große Teile vor allem Nordosteuropas sind überdurchsnittlich warm (gelb/orange, während Teile Mittel- und Westeuropas durschnittliche Temperaturen (weiß) erwarten. Quelle: https://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

…und bei neutralen ENSO-Bedingungen – also ohne La Niña und ohne El Niño – so aussehen könnte.

Die NOAA-Reanalyse der NH-Herbstmonate (SON) im Mittel der dargestellten Jahre mit neutralen ENSO-Bedingungen zeigen in Mittel- und Westeuropa unterkühlte Gebiete (blau) und Bereiche mit überdurchschnittlichen Temperaturen vor allem in Osteuropa. Quelle: wie vor

Da wollen wir doch mal hoffen, dass La Niña bald kommt, dann wird wenigstens der Herbst nicht so kalt…

Letzte Meldung: Heute wurde die Million bei den Aufrufen dieses Blogs genackt: DANKE!

Zeitraum: Mai 2015 bis 14.8.2017. Aufrufe in diesem Jahr bisher 406.390 bei 77.623 BesucherInnen.

Die Aufrufe kamen aus mehr als 160 Ländern dieser Erde.

Zum Vergrößern anklicken: Screenshot mit einem Ausschnitt der Länderaufrufe für den gesamten Zeitraum von Mai 2015 bis 14.8.2017.

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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5 Gedanken zu “Eisiger Winter 2017/18 in Deutschland und Europa? Ein früher statistischer Blick sagt: Ja!

  1. Da bin ich mal gespannt. Unsere zwei Plauderer in Wetter.com prognostisieren einen milden Winter und erst ab 2019 / 2020 einen kalten Winter.
    Ist ein Lotteriespiel, da viele Faktoren mit reinspielen. So war der letzte September sehr warm und derOktober sehr unterkühlt, was sehr oft auf eine milden Hochwinter schließen lässt. Wie wir alle wissen kam es ganz anderst.

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  2. Na dann bin ich wirklich mal gespannt. Ich erinnere mich, dass wir 2010 bereits in der 2. Oktoberhälfte Schneefall hatten. Hielt sich aber nicht sehr lange. Vielleicht erleben wir es ja, dass es wieder eine „Seegfrörne“ (zugefrorener Bodensee) gibt. Die letzte war 1963, vor meiner Zeit. Siehe
    https://de.wikipedia.org/wiki/Seegfr%C3%B6rnen_des_Bodensees#Seegfr.C3.B6rne_von_1963_.28komplett.29

    Dazu müsste es aber bereits ab November eisig kalt werden (und auch bleiben). Ob die Langzeitmodelle tatsächlich günstig stehen können, kann niemand sagen, vielleicht können die Meteorologen hier auf der Seite einen Kommentar dazu verfassen?

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    1. Die Langzeitmodelle wissen nix von nix, beim Wetter, bei ENSO und beim Klima:
      Das klägliche Versagen der Klimamodelle

      Es bleiben nur sinnvolle vergleichbare (analoge) statistische Einschätzungen, die natürlich auch nur dann einigermaßen funktionieren können, wenn dominante Einflussgrößen (Parameter) zutreffend erkannt und in globale Strömungsmuster richtig eingeordnet werden.

      Sonnenaktivität und stratosphärischer Polarwirbel (AO/NAO) und die QBO gehören dazu, die Strömungen der Ozeane mit PDO/ENSO, AMO und THC gehören dazu, CO2 gehört nicht dazu.

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    2. Hallo Friedhelm (und an alle anderen),

      gerne komme ich Ihrer Anregung nach. Der Blogbetreiber Schneefan hat ja schon völlig richtig bemerkt, dass numerisch in dieser Sache nichts, aber auch gar nichts zu machen ist (wenngleich auch Politiker und Medien behaupten, das Wetter numerisch BIS ZU 100 JAHRE IM VORAUS…).
      Der statistische Ansatz ist aber auf jeden Fall vielversprechend, und ich bin immer wieder begeistert, wie und mit welcher Sorgfalt der Schneefan die relevanten Graphiken zusammenstellt. Weil El Nino und überhaupt ENSO nicht mein Fachgebiet war (ich bin Synoptiker), lerne ich hier auch was dazu.

      Die Statistik derzeit spricht mit etwa 60 zu 40 tatsächlich für einen kalten Winter, aber darauf würde ich nicht bauen. Ein kühler September und ein deutlich zu warmer (mehr als 2 K) und zu trockener Oktober wären statistisch aber ein ganz anderes Kapitel.

      Allerdings hat man nach über 40 Jahren im Geschäft natürlich auch Erfahrungen gesammelt. Und da… na ja, ein Schneefan bin ich auch, und man könnte ja auch mal wieder auf seine Kosten kommen…

      Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

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  3. Da hat sich ja diese Seite richtig gemausert !
    Ich hoffe , das wir wieder einmal einen richtigen Winter bekommen , und nicht nur ich .
    Mein Arbeitskollege hat nebenbei einen kleinen Bauernhof und auch ein Stück Wald . Er hofft schon seit Jahren auf einen richtigen Winter , mit einer ausgedehnten Frostperiode , weil der Borkenkäfer ihm schon mächtig zusetzt !
    Gruß in die Runde

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