La Niña setzt Texas und Indien unter Wasser: Die ENSO-Fernwirkungen sind bekannt!

UPDATE 8.9.2017: NOAA-Prognose – Super-Hurrikan „IRMA“ zieht mitten über Florida nach Norden! „Jose“ jetzt Kat. 4!

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[Image of WPC QPF U.S. rainfall potential]

 

La Niña im äquatorialen Pazifik ändert die Jetstreams weltweit und führt zu verstärkter Hurrikan-Aktivität im Nordatlantik und zu starken Monsun-Regen auf dem indischen Subkontinent.

Diese Tatsachen sind bei sachkundigen Laien und Experten schon lange bekannt.

Zum Vergrößern anklicken: Die Grafik zeigt vereinfacht die globalen Auswirkungen (teleconnections) von La Niña. Die sommerlichen Monsunregen (von Juni bis September jeden Jahres) auf dem indischen Subkontinent sind verstärkt. Quelle: http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesgrafics87120100827neu_wiss_la_nina_monsun_pakistan-eps/1911950/3-format43.jpg

„… Die atlantischen Hurrikane, durch die die USA in „normalen“ und La-Niña-Jahren besonders betroffen sind, werden über Veränderungen der atlantischen Zirkulation durch ENSO ferngesteuert. Eine besondere Rolle spielen dabei vertikale Scherwinde, die sich bei einem El-Niño aufgrund stärkerer Westwinde in der oberen Troposphäre verstärken. Stärkere vertikale Scherwinde bewirken eine Verringerung der Anzahl und der Intensität tropischer Stürme und Hurrikane. Während die Wahrscheinlichkeit, dass ein starker Hurrikan in einem El-Niño-Jahr in den USA auf Land trifft, bei 23% liegt, beträgt die Wahrscheinlichkeit bei La-Niña-Ereignissen 63%. Entsprechend haben die USA in La-Niña-Jahren deutlich höhere Schäden durch atlantische Hurrikane zu verzeichnen als in El-Niño-Jahren…“ Quelle: Zusammenhang zwischen ENSO-Phänomen und Hurrikanaktivität

Dass sich seit einigen Wochen im äquatorialen Pazifik La Niña-Bedingungen entwickeln, hatte ich bereits beschrieben: La Niña kommt – früher oder später! ENSO-Update August 2017

Dort hatte sich schon Anfang August 2017 zunächst das Muster von La Niña-Modoki im zentralen äquatorialen Pazifik (CP) gezeigt,…

(zum Vergrößern anklicken)

Im äquatorialen Pazifik zeigten sich am 11.8.2017 zunehmend unterkühlte Meeresoberflächen (blaue Farben im schwarzen Oval) zwischen etwa 120° West und der Datumsgrenze bei 180°: La Niña Modoki. Östlich von 120°W bis Peru sind die SSTA teils positiv (orange/gelbe Farben). Deshalb wird dieses Muster auch Central Pacific (CP) La Nina oder Datumsgrenzen-La Nina genannt im Gegensatz zur „normalen“ Eastern Pacific (EP) La Nina. Quelle: http://weather.unisys.com/surface/sfc_daily.php?plot=ssa&inv=0&t=cur

…, welches nach einem Absturz der SST Mitte August 2017 nicht nur im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4, sondern auch weiter östlich Richtung Peru in ein durchgehendes kaltes La Niña-Muster überging, das aktuell sicher auch für Laien gut zu erkennen ist.

Die Analyse der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) zeigt am 1.9.2017 im äquatorialen Pazifik das ausgeprägte kalte Muster (blaue Farben) von La Niña. Quelle: http://weather.unisys.com/surface/sfc_daily.php?plot=ssa&inv=0&t=cur

Der mächtige kalte Körper von La Niña beeindruckt mit seinen Ausmaßen quer über den äquatorialen Pazifik auch von 200 unter Wasser bis  zur Oberfläche.

Der Plot zeigt die Entwicklung der Temperaturanomalien unter Wasser im äquatorialen Pazifik von Juni 2017 bis zum 1. September 2017 von oben nach unten. Die milden Anomalien umfassen bis Juli 2017 große Bereiche im mittleren und westlichen äquatorialen Pazifik von 0 bis etwa 200 m Tiefe. Seit August 2017 dominiert bereits die kalte Upwelling-Phase einer Kelvinwelle, die im September auch die Oberfläche erfasst hat: La Niña ist da! Quelle: 4-month sequence of Pacific Ocean Equatorial temperature anomaly cross sections

Dennoch entblöden sich einige sogenannte Klimaforscher nicht, die aktuellen Überschwemmungen in Texas und Indien auf den „Klimawandel“, also eine angeblich von Menschen gemachte globale Erwärmung zurückzuführen. Tropensturm Harvey: „US-Präsident Trump scheint beratungsresistent …

„…Harvey passt ins Bild der Erderwärmung, sagt Klimaforscher Latif. Und der Tropensturm wird noch mehr Regen bringen. Trumps Klimapolitik ändere sich dadurch wohl kaum…“

Welche Erderwärmung, Herr Latif…?

Die globalen Temperaturen zeigen nach der El Niño-Spitze seit Anfang 2016 bis Juli 2017 bei den Satellitendaten von RSS einen kräftigen negativen Trend.

RSS v3.3-Trend negativ (grüne Linie) von Januar 2016 bis Juli 2017. Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/from:2016/to:2017.6/plot/rss/from:2016/to:2017.6/trend

Gut zu wissen, von wem ein derartiger Unsinn kommt… Latif 2000: Es wird keine kalten und schneereichen Winter mehr geben…

Latif 2000

 

Aktuell unterstützt La Niña den neuen Hurrikan „IRMA“  im Nordatlantik, der mit Kat. 3 bereits als „Major Hurrikan“ eingestuft ist und zum Super-Hurrikan der höchsten Stufe Kat. 5 anwachsen könnte; er zieht nach den NOAA Prognosen nach Westen in Richtung der kleinen und großen Antillen.

Die NOAA-Hurrikan-Prognose vom 1.9.2017 sieht Hurrikan „Irma“ in den kommenden fünf Tagen nach Westen Richtung Kleine Antillen ziehen und von Kat. 1 (H) mindestens zu Kat. 3 (Major) verstärken. Es ist eine weitere Entwicklung zur maximalen Hurrikan-Stärke von Kat. 5 möglich. Quelle: http://www.nhc.noaa.gov/
Das Sat-Bild vom 1.9.2017 zeigt Hurrikan „IRMA“ (schwarzer Kreis) als Wolkenspirale mit „Auge“ über dem tropischen Nordatlantik WNW der Kapverden. In der folgenden Loop-Grafik kommt „IRMA“ von rechts. Die gelb/roten Farben zeigen trockene Sahara-Luft:  Eine tödliche Gefahr für jeden Hurrikan…Quelle mit Lauf: http://tropic.ssec.wisc.edu/real-time/sal/splitE/movies/splitE5.html

Im Lauf-Sat-Bild des Wasserdampfgehaltes ist „Irma“ von rechts kommend als dynamischer fast kreisrunder feuchter Wirbel in orange/lila/blauen Farben zu sehen (Quelle: Rechtsklick in die Grafik).

Wie schrieb ich vor einer Woche hier? Hurrikan „Harvey“ bedroht Texas: Orkan und Überschwemmungen erwartet!

„…Die Hurrikansaison 2017 im Nordatlantik kann also durchaus noch spannend werden: „Harvey“ ist nur der Anfang, der Höhepunkt der Saison ist erst im September…:

Tropische Wirbelstürme sind übrigens riesige Kühlmaschinen:

  • Die enormen kalten Niederschlagsmengen kühlen die warmen Meeresoberflächen.
  • Der Orkan durchmischt die wärmeren Oberflächen mit kühleren Tiefenwasser.
  • Die riesigen Wolkenspiralen schirmen die Meeresoberflächen vor der tropischen Sonne ab.
  • Wirbelstürme führen tropisch warme Luftmassen in der Troposphäre von unten nach oben, wo die Wärme überwiegend in den Weltraum abgestrahlt wird.

Die kühlende Wirkung von „Harvey“ auf die SSTA im Golf von Mexiko ist im Vergleich gut zu sehen.

Vor „Harvey am 24.8.2017 duchgehend positive SSTA (gelbliche Farben),…

…, nach „Harvey“ am 31.8.2017 teils negative SSTA (blaue Farben) vor allem vor der texanischen Küste.


Quelle: NOAA SSTA

Die kalte Spur des möglichen Super-Hurrikans Irma wird man auf den SSTA-Karten ebenfalls gut verfolgen können…

Wer die Ursachen für natürliche und seit Jahrtausenden wirkende dominante Einflüsse auf das globale Wetter sucht, der wird hier fündig: La Niña – El Niño und der solare Einfluss: Die Klimaentwicklung 1950 – 2008

Das Wort zum Sonntag: Wer glaubt, dass das völlig unverbindliche und CO2-verteufelnde Pariser Klimaabkommen auch nur die geringste Wirkung auf das globale Wetter hat, der glaubt auch, dass ein furzender finnischer Elch einen Schneesturm in Lappland beeinflusst…

 

Letzte Meldung: Grönlandeis wächst erstmals seit 15 Jahren wieder!

Massebilanz des Grönlandeises vom 1.9.2016 bis 31.8.2017 stark positiv. Mit rund 180 Gt über dem Durchschnitt (untere Grafik, blaue Linie über der grauen Linie) schließt die Saison 2016/2017 mit einem beeindruckenden Brutto-Eiszuwachs ab. Bei einem von DMI geschätzten jährlichen Masseverlust durch „Kalben“ von 200 Gt hat sich dieser Netto-Verlust von 200 Gt auf 20 Gt und damit um mindestens 90% verringert – oder es gibt sogar einen leichten Zuwachs. Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Die DMI-Experten schreiben in einer Zusammenfassung zum Eisjahr 1.9.2016 bis 31.8.2017 sogar über einen möglichen Netto-Eiszuwachs 2017 einschließlich der Eisverluste duch „Kalben“:

„…This year, thanks partly to Nicole’s snow and partly to the relatively low amounts of melt in the summer, we estimate the total mass budget to be close to zero and possibly even positive...“

UPDATE 4.9.2017: Verwüstet Super-Hurrikan „IRMA“ in wenigen Tagen die Antillen, die Bahamas und Florida?

Zum Vergrößern anklicken: Die GFS-Prognose vom 4.9.2017 sieht Hurricane Irma (Kat.5?, „Schallplatte“ unten links) nach seinem Zug über die Antillen und die Bahamas am 11.9.2017 über Florida. Ein Katastrophen-Szenario mit Verwüstungen durch Orkan und Wasser…Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

UPDATE 5.9.2017: Hurrikan „Irma“: Florida und Puerto Rico rufen Notstand aus – Spiegel. Super-Hurrikan nun auf höchster Stufe Kat. 5 (verwüstend/Orkan ab 250 km/h)! Neuer Hurrikan „Jose“ folgt!

Zum Vergrößern anklicken: Hurrikan IRMA als Major Hurrikan (M) der höchsten Stufe Kat. 5 (verwüstend) am 5.9.2017, 12.00 Uhr UTC vor den Kleinen Antillen. Quelle: http://www.nhc.noaa.gov/
Hurrikan IRMA als Major Hurrikan (M) Kat. 5 und kleiner Bruder TS „Jose“ am 5.9.2017, 16.00 Uhr UTC. TS „Jose“ soll schon übermorgen zum Hurrikan (H) anwachsen und der Zugbahn von seiner großen Schwester „IRMA“ folgen  (s. nachfolgende Grafik). Im Golf von Mexiko (rotes x) könnte auch „Haryey“ in den kommenden Tagen ein Geschwisterchen (TC) bekommen; die Chancen dafür liegen bei 70% in den kommenden 5 Tagen. Quelle: http://www.nhc.noaa.gov/

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Hurrikan IRMA als Major Hurrikan (M) der zweithöchsten Stufe Kat. 4 am 5.9.2017, 06.00 Uhr UTC vor den Kleinen Antillen. Quelle: http://www.nhc.noaa.gov/
Hurrikan Irma am 5.9.2017, 6.00 Uhr UTC als Kat. 4 im Windstrom in 500 hPa (rund 5500 m) vor den Kleinen Antillen. Quelle: https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/500hPa/orthographic=-64.30,21.21,1104/loc=-60.705,22.549

UPDATE 6.9.2017: Super-Hurrikan „IRMA“ hat nun zwei Geschwister: Die beiden Tropischen Stürme „Jose“ und „Katia“, die ebenfalls Hurrikans werden wollen!

Familienfoto in 850 hPa (rund 1500 m) von Major-Hurrikan „Irma“ (Mitte, Kat.5) und den beiden Geschwistern TS „Jose“ (rechts)  und TS „Katia“ (links)  am 6.9.2017,11.00 Uhr UTC. Quelle: https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/850hPa/orthographic=-59.66,20.54,441
Der Plot zeigt das Energie-Potential der Meeresoberfläche im tropischen Nordatlantik am 5.9.2017. Die von Osten (Afrika) heranziehenden TC (Tropical Cyclone=TD/TS/H/MH) treffen bei ihrem Weg nach Westen auf ein zunehmend höheres Energiepotential für ihre Entwicklung, vor allem in der Karibik (rot/braune Farben)…Quelle: http://models.weatherbell.com/sst.php

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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18 Gedanken zu “La Niña setzt Texas und Indien unter Wasser: Die ENSO-Fernwirkungen sind bekannt!

  1. Bei „Heute“ Wetter
    > Temperaturrekord in San Francisco 41,5°C. Das die aber in der
    Stadtmitte gemessen wurden, eine kleine Notiz im Video Text.
    > Monsun Indien.
    > Wärmster Winter in Australien seit der Wetteraufzeichnung.
    > Golf von Mexiko 31°C Wassertemperatur.
    > Und der Bergsturz in den Alpen.
    Katja Honnefer verkündet, alles weil der Planet wärmer wird.

    Von den Rekordfrost im July in Grönland oder den Schneefällen im August in Sibirien, kein Wort.
    Könnte mich schon wieder Aufregen-

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  2. Ja, es nervt. Es wird seitens der Medien nur einseitig in Richtung Klimaerwärmung berichtet. Ich bin eigentlich überrascht, dass wir nicht wieder einen „belegbaren Rekordsommer“ in Deutschland hatten. Aber dies trauen sie sich dann doch nicht. Regional war es warm, aber insgesamt gesehen ein absoluter deutscher Durchschnittssommer, mit regional enorm viel Regen. Bei uns in der Region Mittelhessen, muss ich extrem lange zurückdenken um mich an einen ähnlichen ,recht „kühlen“, Sommer zu erinnern. Vor allem das die Wiesen im August so grün sind wie sonst nur im Frühjahr! Und was mir extrem aufgefallen ist in diesem Jahr, wie eigentlich auch schon in den letzten Jahren; die Nächte im Hochsommer sind im Durchschnitt kühler geworden. Kann dies jetzt nicht belegen aber wenn meine Erinnerung mich nicht vollkommen im Stich lässt, war dies vor 4 bis 5 Jahren noch ganz anders.

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  3. @Alex „Ali“, das sah bei uns in Baden-Württemberg schon ganz anders aus. Wenn ich die Station Stuttgart-Mitte (Schwabenzentrum) nehme, 28 Hitzetage (2016: 20) und 78 Sommertage (2016: 73). Gut möglich, dass diese Woche noch 1 Sommertag hinzukommt und ggfs. nächste Woche (laut Trends) auch noch, aber das dürfte es dann für 2017 gewesen sein. Kaum zu glauben, dass das Wetter nördlich der Mainlinie im Verhältnis zum Sommer in BaWü schlecht gewesen sein soll. Allerdings: ich kann mich nicht erinnern wann wir jemals einen solchen kühlen Start in den September hatten. Das war ein abrupter Wetterwechsel am Ende des meteorologischen Sommers.

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    1. Stuttgart-Mitte ist stark durch den städtischen Wärmeinsel-Effekt (UHI/Urban Heat Island) verfälscht, ist also kein gutes Beispiel (siehe auch Kommentar vom 24.8.2017 hier. Link Kommentare).

      Der Start in den September 2017 ist an den ersten beiden Tagen – nicht nur – in Deutschland mit -0,5 K zum WMO-Mittel 1981-2010 in der Tat deutlich unterkühlt, denn eigentlich sollten die Temperaturen am Anfang eines Monats mit abfallender Temperatur über dem Durchschnitt zum Monatsmittel liegen…


      Quelle: http://imkhp2.physik.uni-karlsruhe.de/wetterwerte.html

      In der Eifel gab es erneut Bodenfrost (5 cm Höhe) am 3.9.2017.

      Bodenfrost
      Quelle: WDR Text

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  4. Hi, wenn man bedenkt, das Karlsruhe noch vor Jahr und Tag mitten in der Stadt, umgeben von wärmeleitenden Gebäuden auf dem Rathausdach (Schieferdach) seine Temperaturen gemessen hat, dann kann man NUR NOCH den Kopf schütteln…So kann man auch die Temperaturen künstlich in die Höhe jagen, weil fast jeder nur noch Hitzerekorde haben will! Das ist doch alles „Wärmelobbyismus“, und solche Rekorde braucht niemand, nicht mal wir hitzegewohnten Karlsruher…Und wozu sollen ständig neue Hitzerekorde auch gut sein…??? Ich hoffe auf einen Winter der Kategorie 1962/63! Da war ich grad mal ein Jahr alt, im eisigen Februar 1963…Gruß in die Runde…;-)

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  5. Hi, habe mal eben gerade das Archiv bei Kachelmannwetter durchgeschaut, was die Temperaturen in 2m Höhe angeht. Bezug auf Gießen in Mittelhessen, Messwerte 16:00 Uhr. Vom 1.6. bis 31.8.17. Auch das bestätigt mein Gefühl eines deutschen „Durchschnittssommers“, zumindest in meiner Region. Wohne ca. 15km östlich bei Grünberg, da kann man im Schnitt gegenüber Gießen nochmal ca. 1,5 Grad tiefer gehen.

    Daten beziehen sich aber rein auf Gießen!
    Sommertage Juni 2017: 8
    Hitzetage Juni 2017: 2
    Sommertage Juli 2017: 8
    Hitzetage Juli 2017: 3
    Sommertage August 2017: 9
    Hitzetage August 2017: 0
    Macht also für die Stadt Gießen 25 Sommertage und 5 Hitzetage. Nicht sonderlich viel für Gießen.

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  6. @Hardy und Friedhelm : Hatte schon einmal hier die Werte von der alten DWD Wetterstation in der Hertzstrasse und der bei der Neuen Messe Karlsruhe reingestellt. Temperaturabweichungen von bis zu 5°C. Und der Sommer in Karlsruhe war in Grunde genommen nicht ungewöhnlich heiß, was auffällt sind die doch sehr großen und rapiden Temperaturschwankungen.
    WO Karlsruhe
    Quelle: WO Sommer 2017

    Das ist das eigentliche Ungewöhnliche an diesen Sommer.

    Hier auch noch die Tiefsttemperaturen. Gerade mal 4 Tropennächte, dafür die Meisten unter 15°C ( um den 21.05 knapp über 4°C ).

    WO Karlsruhe

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  7. @Hardy62: Auf den eiskalten Winter 1962 folgte dann ein heißer Sommer 1963 (Juli) mit Hitzewellen und Temperaturen jenseits der 30 °C.

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    1. Der Sommer 1963 in Deutschland lag laut DWD unter dem WMO-Klimamittel, wie die Grafik zeigt.

      (zum Vergrößern anklicken)

      Der Juli 1963 lag mit 17,7°C mit -0,3 K Abweichung unter dem Mittel, da war nix heiß…

      DWD

      Quelle: DWD Zeitreihen und Trends

      Der folgende Winter 1963/64 war mit -2,7 K kräftig unterkühlt…

      Meine Bitte: Vor solchen Falschmeldungen einfach mal beim DWD oder auch hier rein schauen…: Zeitreihen der Lufttemperatur in Deutschland

      Hinweis: Die „Wetterzentrale“ wird vom dem als „Klimaretter“ einzuschätzenden Georg Müller betrieben. Die Teilnehmer und die Beiträge im Klimaforum sind entsprechend…, bis auf wenige Ausnahmen.

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  8. Glaubt man den neuesten Trends, wird es ab dem Wochenende noch weiter runtergehen mit den Temperaturen. Eher Richtung 10 – 15 °C tagsüber (anstatt Richtung 20 °C). Und nachts einstellig, knapp im positiven Bereich. Einen solchen „unterkühlten“ September habe ich hier im Südwesten seit Jahren nicht mehr erlebt, falls das tatsächlich so kommt.

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  9. Auf dem Atlantik geht wirklich die Post ab. Auf dem Pazifik ist es sehr ruhig, vor allem die Philippinen wird es freuen.
    Irma ist wie vorhergesagt nun Cat 5. Und wie ich im Polarwirbelbericht schon kommentiert habe, dass war es noch lange nicht nach Irma. Das es aber so Schlag auf Schlag geht hätte ich nicht gedacht. La Nina leistet ganze Arbeit.
    Mal sehen wie es sich auf den Winter bei uns auswirkt.

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  10. Die ENSO Aussichten sind schon herb. Das wird aber in den anderen Wetterportalen nicht erwähnt. Die Kachelmänner meinen, dass es kein starker El Nino erwartet wird.
    Hier ein Video von Kai Zorn über die Aussichten im Oktober.
    http://www.wetter.com/videos/kolumnen/wetterprognose-und-vorhersage-oktober-2017/59aead1838f7887eac5678bd
    Ende Oktober kann es interessant werden. Wenn das ganze System nach Westen rutscht, dann kann es schon eine recht frühen Kältevorstoss geben.

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