Der Polarwirbel erwacht: Kräftiger Trog mit Herbst-Sturm zum Wochenende!

UPDATE 14.8.2017: Alpenschnee bis unter 1500 Meter Höhe!

UPDATE 8.9.2017: CFSv2-Prognose zeigt nun kalten September 2017 in Mitteleuropa.

Zum Vergrößern anklicken: Die NOAA/CFSv2-Prognose von Anfang September 2017 (linke Grafik) für die 2m-TA in Europa im September 2017 ist deutlich kälter geworden als noch Mitte August 2017 (rechte Grafik). Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2_fcst_history/201709/imagesInd3/euT2mMonInd1.gif

Zum Vergrößern anklicken: Bergfex-Schneeprognose für die Alpen vom 8. bis 13.9.2017 mit bis zu 70 cm Neuschnee (gelb). Quelle: http://www.bergfex.de/schneevorhersage/

 

Der arktische winterliche Polarwirbel erwacht in diesem Jahr früh und schickt zum kommenden Wochenende einen kräftigen stürmischen Trog nach Mitteleuropa.

So sehen ECMWF und GFS übereinstimmend heute die Entwicklung in der unteren Stratosphäre am kommenden Samstag und Sonntag.

(zum Vergrößern anklicken)

Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 3./4.9.2017 für den 9./10.9.2017. Beide Modelle rechnen mit einer einen kräftigen, stürmischen und kühlen Troglage über Mitteleuropa. Beide sehen hohen Luftdruck über dem Nordatlantik. Zwischen dem Hoch und dem Trog werden mit einer nordwestlichen Höhenströmung relativ kühle und feuchte Meeresluftmassen nach Mitteleuropa geführt. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz

Da geht vor allem in der Nordhälfte Deutschlands schon ab Freitag, 8.9.2017 auf der Vorderseite des Troges richtig die Post ab, wie die Windprognosen für 925 hPa (rund 750 m Höhe) zeigen.

GFS-Prognose vom 4.9.2017 für Sturm in Nordeutschland in 925 hPa (rund 750 m Höhe) am 8.9.2017. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Die aktuellen GFS-Prognosen für Temperaturen und Niederschläge in Deutschland am Beispiel der Stadt KÖLN für 850 hPa (rund 1500 m) für die kommenden zwei Wochen zeigen das frühe nass-kühle Herbstwetter.

GFS/ENSemble-Prognose für Köln T 850 hPa (rund 1500m, weiße Linie) vom 4.9. bis 19.9.2017meist unter dem Durchschnitt (rote Linie). Am kommenden Wochenende werden mit dem Trog des Polarwirbels kräftige Niederschläge erwartet (in der Grafik unten). Der frühe Herbst ist da! Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Wie spannend die aktuelle Wetterlage ist, zeigt die UWZ-Prognose für morgen: Von Nordosten und von Nordwesten strömen kühle Luftmassen auf Mitteleuropa zu.

UWZ-Prognose vom 4.9.2017 für die Wetterlage am 5.9.2017: Zwischen zwei kräftigen Hochs und zwei ebenso kräftigen Tiefs strömen in den kommenden Tagen kühle Luftmassen von Nordwesten und von Nordosten nach Mitteleuropa. Der Herbst kommt mit Macht! Quelle: http://www.unwetterzentrale.de/uwz/lagebericht.html

Der September 2017 in Deutschland ist in den ersten drei Tagen mit einer Abweichung von -0,8 K zum WMO-Klimamittel 1981-2010 gestartet.

Kalter Start in den September 2017: An den ersten drei Tagen beträgt die Abweichung zum WMO-Klimamittel 1981-2010 deutliche -0,8 K. Quelle: http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Das ist für einen Monat mit allmählich fallenden Temperaturen recht deutlich unterkühlt, da eigentlich am Monatsanfang eine positive Abweichung zum Monatsmittel eintreten sollte.

In den letzten beiden Nächten gab es sogar Bodenfrost in NRW.

Bodenfrost (5 cm Höhe) in der Eifel am 3.9.2017. Quelle: WDR Text
Bodenfrost( 5 cm Höhe)  in der Eifel und im Sauerland in NRW am 4.9.2017: Quelle: wie vor

Wenn die Modell-Prognosen zutreffen, könnte der September 2017 ein recht kühler Monat nicht nur in Deutschland werden…

Verwunderlich wäre das nicht, wenn man sich die frühe Einwinterung in der Zentralarktis nördlich 80°N mit Durchschnittstemperaturen um -3°C anschaut: Bei Temperaturen ab -2°C gefriert selbst das salzige Meerwasser wieder…

Dauerfrost um -3°C nördlich 80°N am 3.9.2017. Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

 

Letzte Meldung: Rasch wachsender Sonnenfleck auf der Südhalbkugel der Sonne mit Chance auf Sonnensturm!

https://i2.wp.com/www.spaceweather.com/images2017/04sep17/sunspots_anim.gif

Quelle: http://www.spaceweather.com/

UPDATE 5.9.2017: Ein Koronaler Massenauswurf (CME) Richtung Erde am 4.9.2017…

https://i2.wp.com/www.spaceweather.com/images2017/05sep17/cme_c3_anim.gif

Quelle: http://www.spaceweather.com/

…führt zu einem mäßigen geomagnetischen Sonnensturm (G2-class) auf der Erde am 6.9.2017:

Quelle: http://www.swpc.noaa.gov/products/wsa-enlil-solar-wind-prediction

UPDATE 7.9.2017: Sturm-Tief „Quasimodo“ bringt „Quasi Herbst“ zum Wochenende!

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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13 Gedanken zu “Der Polarwirbel erwacht: Kräftiger Trog mit Herbst-Sturm zum Wochenende!

  1. Ein Kontrastprogramm zum letzjährigen September. Die 20°C Marke ist zeitweise selbst im Oberrheintal recht weit entrückt. Da sind z.T. recht kalte Läufe drin.

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    1. Das mit dem kühlen und nassen September wird wohl hinhauen. Egal wo man hinschaut, Wetter.com, WO, Kachelmann, GFS oder GEM. Es geht selbst im Oberrheintal bei etlichen Läufen bis zu 13°C Höchsttemperatur zurück, mit viel Regen und nicht nur kurzzeitig. Dann noch ein warmer Oktober, könnte passen.
      Allerdings war letztes Jahr der September sehr warm und trocken, und bekamen in Süddeutschland den kältesten Januar seit 30 Jahren. Passt also nicht immer.

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  2. Vom Polarwirbel zum Hurrikan Irma. Der wird nach neuesten Berechnungen mindestens als Cat4, wenn nicht sogar Cat 5 Hurrikan bei Florida an Land gehen. Der zweite schwere Schlag innerhalb kürzester Zeit, und es ist zu befürchten, dass war es noch lange nicht.
    Ich höre schon wieder die Klimajünger jaulen, gut dass es diese Seite hier gibt.

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    1. Zu Super-Hurrikan „IRMA“ schreibe ich hier: https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2017/09/02/la-nina-setzt-texas-und-indien-unter-wasser-die-enso-fernwirkungen-sind-bekannt/

      Die Klimajünger können jaulen wie sie wollen: Die Hurrikanaktivitäten weltweit und auch im Nordatlantik sind seit Jahrzehnten mit Schwankungen stabil und haben keineswegs zugenommen, wie die Grafik (leider ohne paywall nur bis 2015) in ACE (Accumulated Cyclone Energy) zeigt.

      (zum Vergrößern anklicken)

      Quelle: http://policlimate.com/tropical/

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  3. Wetteronline.de schreibt heute:
    Auf der Sonne hat sich soeben der stärkste Ausbruch seit mehr als 10 Jahren ereignet. Der sogenannte Flare hatte eine Stärke von X9,3 und ist zum größten Teil in Richtung Erde unterwegs.
    Die Kraft dieses Sonnensturms reicht aus, um Polarlichter bis ins Mittelmeer zu erzeugen. Über Deutschland könnte es in den kommenden Nächten verbreitet Polarlicht geben, möglicherweise sogar sehr hell. Dazu kommt, dass das Erdmagnetfeld bereits durch die Sonnenstürme der letzten Tage geschwächt sein wird, was die Polarlichtbildung begünstigt.
    Die Kehrseite dieses extrem starken Sonnensturms gibt es aber auch: Radio- und Satellitenverbindungen können in den kommenden Tagen erheblich gestört werden. Sogar ein Ausfall einzelner Satelliten ist nicht ganz auszuschließen.

    Das wäre doch mal interessant, die Welt mal für einen Moment (zumindest den für uns relevanten Teil der Welt) was Telekommunikation angeht außer Betrieb setzen und dabei ein solch wunderbares Naturschauspiel veranstalten. Hoffen wir auf einige Wolkenlücken, durch die zum einen die unangenehme, gestaute Wärme in eine schöne, kühle Herbstnacht entweichen kann und vor allem auch dass unsere Blicke dann auf diese zauberhaften Gute-Nacht-Grüße der bald einschlafenden Sonne treffen! 🙂

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