Modelle: Auf kühlen September folgt ein kühler und nasser Oktober 2017

UPDATE 7.10.2017: Wintereinbruch in den Bergen – Fotostrecke!

UPDATE 1.10.2017: Kräftige Schneefälle in den Alpen erwartet – Neuschnee auch im Hochschwarzwald bis unter 1000m!

Zum Vergrößern anklicken: Die Bergfex-Schneeprognose vom 1.10.2017 sieht bis zum 7.10.2017 bis zu einem knappen Meter Neuschnee in den Alpen (orange/gelb), auch im Hochschwarzwald wird Neuschnee erwartet (weißer Kreis). Quelle: https://www.bergfex.de/schneevorhersage/

Der Herbst 2017 in Deutschland und großen Teilen Europas wird nach einem kühlen September auch im Oktober weiter kühl und nass.

Darin sind sich die Wettermodelle derzeit weitgehend einig, wie die nachfolgenden Grafiken zeigen.

Meteociel/CFS-Prognose vom 28.9.2017 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500m) in Europa im Oktober 2017. Für große Teile Europas und auch für Deutschland wird derzeit – und wie zuvor – ein eher kühler Oktober 2017 gerechnet (blaue Farben). Quelle: http://www.meteociel.fr/modeles/cfsme_cartes.php

GFS bestätigt diese eher kühlen Rechnungen heute am Beispiel der Stadt Köln bis Mitte Oktober 2017.

GFS/ENSemble-Prognose für Köln T 850 hPa (rund 1500m) vom 30.9. bis 15.10.2017. Das Mittel (weiße Linie) liegt meist unter dem WMO-Durchschnitt 1981-2010 (rote Linie). Um den 4.10.2017 erfolgt ein kurzer kräftiger Kaltlufteinbruch mit der Möglichkeit von Schneefall bis in hohe Mittelgebirgslagen. Es treten wiederholt teils kräftige Niederschläge auf (Plot unten). Quelle: http://www.wetterzentrale.de

Mit diesen eher kühlen Prognosen auch Ende September 2017 setzt sich die Reihe ähnlicher Rechnungen für den Herbst 2017 fort: CFSv2: Kühler Herbst und kalter Winter?

Meteociel/CFS-Prognose vom 30.8.2017 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500m) in Europa im Herbst 2017. Für große Teile Europas und auch für Deutschland wird derzeit ein zunehmend kalter Herbst 2017 gerechnet. Quelle: http://www.meteociel.fr/modeles/cfsme_cartes.php

Bisher lag CFSv2 (TA 1500m) nicht schlecht, wie der Vergleich der Prognose für den September 2017 mit dem gemessenen Ergebnis (TA 2m) zeigt.

Vergleich der CFSv2-Prognose vom 29.8.2017 (links) für die RA in 850 hPA im September 2017 in Europa mit den gemessenen TA 2m vom 1. bis zum 30.9.2017 (rechts). Es besteht recht gute Übereinstimmung in der Verteilung der Abweichungen. Bei der Betrachtung ist die unterschiedliche Ausschnittgröße Europas zu beachten, die Haustein-Karte (rechts) reicht weit über den Ural nach Osten bis Sibirien (Asien) und nach Südosten (Türkei/Irak). Quelle: http://www.meteociel.fr/modeles/cfsme_cartes.php?ech=0&code=0&mode=1&carte=0&archive=1  und http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Auch für die aktuellen Herbst- und Winterprognosen gilt weiter:

Lässt sich aus dieser Wiederholung schon ein ernsthafterer Trend ableiten?

Noch nicht…, allerdings werden diese kalten Prognosen für den Winter 2017/18 bei weiteren Wiederholungen auch im September, Oktober und November 2017 immer wahrscheinlicher…“

Die regionalen Prognosen für Deutschland und Europa sind weiter eingebettet in die globalen Rahmenbedingungen mit der schwächsten Sonnenaktivität seit 200 Jahren, der global kühlenden La Niña im äquatorialen Pazifik seit August 2017 und fallenden globalen Temperaturen nach dem kräftigen El-Niño-Ereignis 2015/2016: Man sollte man sich auf weitere kalte Entwicklungen einstellen.

Dazu kommt der bevorstehende mächtige Ausbruch des Vulkans „Agung“ auf der indonesischen Insel Bali: Bali: Vulkan „Agung“ vor schwerem Ausbruch – Magmaaufstieg hat begonnen!

Nach mehrmals täglich aktualisierten Informationen steht nach Ansicht führender Vulkanologen ein schwerer Ausbruch des Vulkans weiter unmittelbar bevor.

Risse im Krater mit austretenden Gasen (30.9.2017) und eine Aufwölbung des Vulkans (29.9.2017) weisen auf den zunehmenden Druck und damit auf die zunehmende Wahrscheinlichkeit eines zeitlich nahen Ausbruchs hin.

„Volcanologist Agung Gede Suantika, warned the volcano’s state was now critical. He said widening fractures in the mountain’s crater with smoke pouring out of it showed an eruption was now very close. Mr Suantika said: „The presence of fractures shows the source of the eruption energy getting closer to the surface.”

„Mount Agung has started to inflate or swell, according to the latest tiltmeter data. The findings suggest that the volcano is filling with magma and experts now believe an eruption is the most likely outcome for Mount Agung. Richard Arculus, former professor of geology at Australian National University, told the Wall Street Journal: “It’s much more likely to keep going now then to stop.”

Die letzte heftige Ausbruchsserie des „Agung “ im Jahr 1963 dauerte mehrere Monate.

Dazu schreibt Wikipedia:

„…Der Ausbruch von 1963 und 1964 war die stärkste Vulkaneruption in Indonesien seit dem Ausbruch des Krakatau im Jahr 1883. Er begann am 18. Februar mit kleineren Explosionen im Gipfelkrater. Wenige Tage später floss ein Lavastrom aus dem Krater nach Norden, der eine Länge von 7,5 Kilometer erreichte. Zugleich bewegten sich pyroklastische Ströme den Nordhang hinab. Am 17. März kam es zu einem heftigen Ausbruch, bei dem eine Eruptionssäule schätzungsweise 19 bis 26 Kilometer hoch aufstieg. Vulkanische Asche verteilte sich vor allem nach Westen und Nordwesten und war noch im knapp 1000 Kilometer entfernten Jakarta nachweisbar…“

„…Durch den Vulkanausbruch wurden ungefähr 7 Millionen Tonnen Schwefeldioxid freigesetzt und bis in die Stratosphäre getragen, wo sie sich durch die jahreszeitlich vorherrschenden Windrichtungen überwiegend über der Südhalbkugel verteilten. Schwefelhaltige Aerosole konnten unter anderem über Australien nachgewiesen werden. Nach späteren Auswertungen sank die durchschnittliche Temperatur in der tropischen Troposphäre vorübergehend um 0,5 °C, während sich die Temperatur in der Stratosphäre um mehrere Grad erhöhte. Anhand der gewonnenen Daten wurde das erste Klimamodell aufgestellt, mit dem der Einfluss von Vulkanausbrüchen auf die Temperatur beschrieben werden sollte.[6]..“

Bei einem ähnlich verlaufenden erneuten Ausbruch des „Agung“ ist also mit einer zuätzlichen globalen Abkühlung zur schwachen Sonnenaktivität und zur kühlenden La Niña in den Folgemonaten wie im NH-Winter 2017/18 und im ganzen Jahr 2018 zu rechnen.

Bereits vor dem Ausbruch des „Agung“ sind die globalen Temperaturen weiter auf Talfahrt in der Analyse und in den Prognosen…(Letztes Update 22.9.2017)

Analyse und Prognose der globalen 2m-Temperaturen vom 22.9.2017. Quelle: wie vor.

Nur damit es nachher nicht heißt, es war der „Agung“…, es ist die Sonne: Das klägliche Versagen der IPCC-Klimamodelle – Die Sonne bestimmt Wetter und Klima, nicht das lebensnotwendige CO2!

„…Ohne CO2 gäbe es keine Photosynthese, bei der sauerstoffbildende Pflanzen seit Millionen von Jahren mit Hilfe von Sonnenlicht, Wasser und CO2 wachsen können und die Grundlage des tierischen und meschlichen Lebens auf der Erde bilden.

Wer das Kohlendioxid (CO2) als Schadgas verteufelt, verhält sich lebensfeindlich und ist weder als WissenschaftlerIn, LehrerIn, ProfessorIn, JournalistIn oder PolitikerIn tragbar oder wählbar!…“

Nach dem kältesten September seit 2010 in Deutschland, dem Zuwachs beim Grönlandeis erstmals in diesem Jahrhundert und einem neuen Juli-Kälterekord mit -33°C auf Grönland sollte es niemanden erstaunen, dass sich 2017/18 auch der kälteste Winter dieses Jahrhunderts in Europa und in anderen Teilen der Nordhalbkugel einstellen kann.

Auf den September 2010 folgte übrigens – nach einem ebenfalls unterkühlten Oktober – der sehr kalte und extrem schneereiche Dezember 2010…

Eisige T-Anomalien im Dezember 2010 in Europa. Quelle:
Eisige T-Anomalien im Dezember 2010 in Europa. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/

UPDATE 3.10.2017: Sturmflut mit Springtide bei Vollmond in Hamburg am Donnerstag, 5.10.2017?

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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41 Gedanken zu “Modelle: Auf kühlen September folgt ein kühler und nasser Oktober 2017

    1. „Nate“ ist am 8.10.2017 nur noch eine TS, die „1“ wird wohl kein TC mehr, sondern nur noch ein subtropisches Tief.

      Die im September sehr aktive Hurrikan-Saison 2017 neigt sich frühzeitig dem Ende zu…

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      1. Disturbance 1 hat sich nun doch zum TS Ophelia entwickelt und soll nach Einschätzung von NOAA sogar noch zum Hurrikan mit ungewöhnlicher Zugbahn ins Seebebiet zwischen den Azoren und Madeira werden…

        Ophelia
        Quelle: NOAA Hurricane-Center

        WZ/GFS sieht „Ophelia“ in der kommenden Woche als extra-tropisches Tief östlich der Azoren mit Kurs Richtung Schottland (Karte vom 10.10. ist verfallen).

        GFS

        Auf der Vorderseite von „Ophelia“ wird mit einer südlichen Luftströmung subtropisch warme Meeresluft nach West- und Mitteleuropa mit Tmax um 20°C geführt.

        GFS

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  1. Jörg Kachelmann, man kann sagen, kotzt richtig ab wegen den „Meteorologen“ bei der ARD und ZDF. Einfach mal lesen, köstlich.
    http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/sturm-xavier-wie-medien-menschen-auf-dem-gewissen-haben-nichtstun-toetet/
    Diesen guten Kommentar machen allerdings die Kachelmänner wieder zunichte ( Auf gut Deutsch, was sie mit den Händen aufbauen, reissen sie mit dem Hintern wieder ein) mit der schwindenden Eisbedeckung in der Arktis. Zumindest sagen sie, dass die Eisfläche wieder zunimmt.
    http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/weiter-extrem-wenig-eis-in-der-arktis/
    Weiterer Knackpunkt die Temperaturabweichung. Eine Momentaufnahme. Zum Vergleich ECMWF.
    http://www.wetterzentrale.de/en/topkarten.php?map=2&model=ecm&var=34&run=0&time=0&lid=OP&h=0&mv=0&tr=24#mapref
    Wenn man weiter Tageweise geht, ändert sich das Bild. Auch nicht gerade seriös.

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    1. „Extrem wenig Eis in der Arktis“… ?

      Das ist bei rund 1,5 Millionen km² (von 4,0 auf 5,5 = +38%) Anfang Oktober 2017 mehr als Anfang Oktober 2012 erkennbarer klimaalarmistischer Schwachsinn!

      Im jährlichen Tiefstand von September 2007 bis September 2017 nehmen die arktischen Meereisflächen (extent) im linearen Trend seit 10 Jahren zu (grüne Linie):

      NSIDC Quelle: NOAA/NSIDC

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    1. Ja, damit kommt es so, wie die Modelle am 10.10.2017 (s.o.) schon erkennen ließen (alte Grafik verfallen).

      „…Auf der Vorderseite von „Ophelia“ wird mit einer südlichen Luftströmung subtropisch warme Meeresluft nach West- und Mitteleuropa mit Tmax um 20°C geführt.

      GFS

      Die Stratosphärenmodelle von ECMWF (nun wieder aktuell) und von GFS sehen zunächst weiter Hochdruck über Mitteleuropa, was aber bekanntlich im Herbst nicht immer schönes und warmes Wetter bedeutet, weil die Hochs zunehmend kalte und neblige Füße bekommen…

      ECMWF
      Quelle: ECMWF FU Berlin

      GFS
      Quelle: GFS-Stratosphärenprognose

      Ob der Oktober 2017 in Deutschland nach einem kühlen Start in der ersten Dekade und nach einer wärmeren zweiten Dekade am Ende wirklich überdurchschnittliche Temperaturen aufweist, bleibt abzuwarten…

      GFS rechnet heute in der letzten Oktober-Dekade 2017 jedenfalls mit Nachtfrost..

      GFS

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  2. Noch ein Update Ophelia, hat sich eher noch verstärkt auf Cat 2 mit 200 km/ h Windspitzen.
    https://www.wetteronline.de/wetterticker?postId=post_2017101383658
    Hier auch ein Zitat von Kachelmann Wetterkanal.
    „In den meisten Veröffentlichungen und Lehrbüchern wird als Untergrenze für die Bildung eines tropischen Wirbelsturms eine Wassertemperatur von 26,5 oder 27 Grad angegeben. Eine solche Grenze gibt es aber genau genommen gar nicht. Denn entscheidend ist nicht die absolute Wassertemperatur, sondern der Temperaturunterschied zur Luft in größeren Höhen. Liegt dort kältere Luft, kann der Temperaturunterschied besonders groß sein, die Schichtung ist sehr labil. Dann kann sich auch bei niedrigeren Wassertemperaturen ein Sturm oder sogar ein Hurrikan bilden.“
    Kann auch eine Erklärung für die Häufung von Stürmen in diesen Herbst sein.

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    1. WO schreibt: „…Der Tropensturm bei den Azoren trifft nach aktuellen Berechnungen mit voller Wucht am Montag auf die irische Südküste. OPHELIA wird damit wohl neben Hurrikan VINCE im Oktober 2005 und Hurrikan DEBBIE im Jahre 1961 der einzige Hurrikan seit mindestens 160 Jahren sein, der auf europäisches Festland zieht…“

      Das klingt für mich nach klimaalarmistischem Unsinn: Weder wird „Ophelia“ als Hurrikan auf die irische Südküste treffen noch gehört Irland als Insel zum europäischen Festland

      „Ex-Ophelia“ wird vielmehr das europäische Festland überhaupt nicht erreichen und als stinknormales extratropisches Sturmtief am 16./17.10.2017 bei Irland liegen und sich auf seinem Weg nach Nordosten weiter abschwächen.


      Quelle: Wetterzentrale

      Was Kachelmann schreibt, hat dagegen meteorologisch Hand und Fuß…

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  3. SAT-Foto von Major Hurrikan „Ophelia“ (Kat.3) mit Auge südöstlich der Azoren am 14.10.2017, 16.30 MESZ.

    (zum Vergrößern anklicken)

    Quelle: http://www.wetterzentrale.de

    Im Gegensatz zu reißerischen Darstellungen wird „Ophelia“ nicht als Hurrikan das europäische Festland erreichen und deshalb auch keine Hurrikan-Windstärken über Südirland bewirken, Sturm- und Orkanböen sind natürlich möglich.

    Auf ihrem Weg nach Nordosten über das zunehmend kalte Wasser wird sich „Ophelia“ rasch zum außertropischen Sturmtief abschwächen…

    …und als „stinknormales“ kleinräumiges Tief über Schottland enden.

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  4. Gut, da wird jetzt viel Hype betrieben, aber beeindruckend ist es schon. Ein Cat 3 Hurrikan quasi vor der europäischen Haustür. Solche Satellitenphotos von Hurrikans von diesem Kalieber sieht man normalerweise nur vor karibischen und US Küsten.
    Natürlich wird er sich auf dem Weg nach Norden abschwächen, aber für ein veritables Orkantief reicht es allemal. Die doch sehr warme Luftströmung hier und die schon kalte Luftströmung aus der Arktis werden ihn schon am Laufen lassen.
    Jedenfalls interessant, erlebt man ja nicht jeden Tag quasi vor unserer Haustüre.-
    Leider wieder Stoff für unsere Klimaalarmisten.

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