Antarktis: Riesiger Eisberg „A68“ sitzt noch im Packeis fest – Larsen C-Schelfeis stabil!

UPDATE 12.10.2017: Riesen-Eisberg zunehmend festgefroren und eingeschneit – Meereisflächen noch über 18 Mill. km²!

Zum Vergrößern anklicken: Larsen C-Schelfeis mit Abbruchstück (orangefarbenes Oval) am 10.10.2017 im Packeis mit Koordinaten der Antarktis. Gegenüber der Aufnahme vom 22.9.2017 (s. unten) scheint der Riesen-Eisberg „A68“ noch stärker eingefroren und eingeschneit zu sein; es könnte sich allerdings auch um Nebel oder Schneefegen handeln, wodurch die Abbruchkanten verdeckt werden. Quelle: NASA MODIS
Die Meereisflächen (extent) in der Antarktis wachsen ungewöhnlich zum Zeitpunkt des eigentlichen Beginns der Eisschmelze Anfang Oktober 2017 (blaue Linie) auf 18,22 Millionen km² am 9.10.2017 und liegen auch am 11.10.2107 noch bei 18,18 Mill. km². Quelle: http://www.meereisportal.de/

Der Anfang Juli 2017 vom mächtigen Larsen C-Schelfeis abgebrochene riesige Eisberg mit dem Namen „A68“ sitzt noch im winterlichen Packeis der Antarktis fest.

Erste Satellitenaufnahmen der NASA nach dem Ende der Polarnacht zeigen die Situation bei Tageslicht.

Larsen C-Schelfeis mit Abbruchstück (orangefarbenes Oval) am 22.9.2017 im Packeis der Antarktis. Der rechte Teil ist wieder mit dem Packeis fest verbunden. Quelle: NASA/MODIS

Der Tafeleisberg „A68“ ist 175 Kilometer lang, bis zu 50 Kilometer breit, mehr als 100m dick und etwa eine Billion Tonnen schwer. Mit 5800 Quadratkilometern ist er fast sieben Mal so groß wie Berlin oder doppelt so groß wie das Saarland.

Im Verhältnis zum gesamten Larsen C-Schelfeis mit seinen etwa 50.000 Quadratkilometern (km²) und einer Dicke bis zu 700m ist seine Größe allerdings bescheiden, weshalb die Stabilität der näher zum Festland und mit dem massiven Gletschereis verwachsenen großen Schelfeisflächen des Larsen C nicht gefährdet ist.

Die Antarktis war auch im September 2017 stark unterkühlt,…

…, wie in den Monaten, Jahren, Jahrhunderten und Jahrtausenden zuvor: Eiszeit bei minus 80 Grad – Antarktis stark unterkühlt: Seit 8000 Jahren wird die Erde kälter!

Die Meereisflächen (extent) scheinen sich der einsetzenden Schmelze zu verweigern und wachsen Anfang Oktober (!) 2017 nochmals auf einen neuen Jahreshöchststand von 18,22 Millionen km² an (Update 10.10.2017).

Die Meereisflächen (extent) in der Antarktis wachsen ungewöhnlich zum Zeitpunkt der eigentlichen Eisschmelze Anfang Oktober 2017 (rote Linie) auf den neuen Jahreshöchststand von 18,22 Millionen km². Normalerweise tritt der Höchststand Ende September auf. Quelle: http://www.meereisportal.de/

Der riesige Tafeleisberg „A68“ mit seinen immerhin 5500 km² ist ein winziger Teil der Gesamtmeereisfläche von 18.220.000 km², das sind winzige 0,03 Prozent…

Das Kalben des mächtigen Schelfeises war übrigens seit Jahren erwartet worden, weil das Antarktiseis seit 10.000 Jahren wächst.

Die riesigen Festland-Gletscher dehnen sich als Schelfeis auf die umgebenden Meeresflächen aus, schwimmen dort auf und brechen unter der wachsenden Last mit der zunehmenden Entfernung vom Festland durch Seegang und Winde ab.

Bereits seit Jahrtausenden brechen riesige Eisflächen oder Eisberge der Antarktis oder von Grönlands Küstengebirgen ab, die dort im April 1912 zum Untergang der RMS Titanic führten.

Erst 2015 hatte eine NASA-Studie überraschend ergeben, dass der Eispanzer der Antarktis um 82 Milliarden Tonnen pro Jahr wächst und der IPCC-Bericht von 2013 über ein angebliches Abschmelzen der Antarktis falsch ist.

„…Die neue Analyse mit Hilfe von Satellitendaten ergibt einen Netto-Eiszuwachs von 112 Milliarden Tonnen pro Jahr von 1992 bis 2001. Der Netto-Eiszuwachs verringerte sich zwischen 2003 und 2008 auf 82 Milliarden Tonnen pro Jahr. (zum Vergrößern anklicken)

Map showing the rates of mass changes from ICESat 2003-2008 over Antarctica. Sums are for all of Antarctica: East Antarctica (EA, 2-17); interior West Antarctica (WA2, 1, 18, 19, and 23); coastal West Antarctica (WA1, 20-21); and the Antarctic Peninsula (24-27). A gigaton (Gt) corresponds to a billion metric tons, or 1.1 billion U.S. tons. Credits: Jay Zwally/ Journal of Glaciology. Quelle: wie oben
Map showing the rates of mass changes from ICESat 2003-2008 over Antarctica. Sums are for all of Antarctica: East Antarctica (EA, 2-17); interior West Antarctica (WA2, 1, 18, 19, and 23); coastal West Antarctica (WA1, 20-21); and the Antarctic Peninsula (24-27). A gigaton (Gt) corresponds to a billion metric tons, or 1.1 billion U.S. tons. Credits: Jay Zwally/ Journal of Glaciology. Quelle: NASA Studie

„Wir stimmen grundsätzlich mit anderen Studien darin überein, die eine Zunahme der Eisschmelze auf der antarktischen Halbinsel und den „Thwaites“  und der „Pine Island“-Region der Westantarktis sehen,“ sagte Jay Zwally, ein Eisforscher beim NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, und Leit-Autor der Studie, die am 30. Oktober 2015 im Journal of Glaciology veröffentlicht wurde…

„Unser wesentlicher Unterschied besteht in der Ost-Antarktis und im Inneren der West-Antarktis – dort sehen wir einen Eiszuwachs, der die Verluste in anderen Gebieten übersteigt…“ 

Die Temperaturen in der Antarktis sind seit Beginn der Satellitenmessungen von UAH im Dezember 1978 stabil mit einem nicht signifikanten geringen negativen Trend bis Juli 2017: Von Erwärmung jedenfalls keine Spur.

Negativer Trend der UAH-Satelliten-Temperaturen in der Antarktis von Juli 1979 bis Juli 2017. Quelle: wie vor

Da kommt noch was auf uns zu…

Letze Meldung am 10.10.2017: Absturz der Sonnenfleckenaktivität – Sonne seit drei Tagen ohne jeden „sunspot“.

Wie bereits Anfang März und Mitte Juli 2017 ist die Sonnenaktivität auch Anfang Oktober 2017 erneut abgestürzt: Die Sonne ist seit drei Tagen in Folge ohne jeden von der Erde sichtbaren Sonnenfleck (rote Linie bei Null). Quelle: http://sidc.oma.be/silso/home

Automatisches UPDATE:

Die Sonne zeigt am 10.10.2017 keinen einzigen (dunklen) Sonnenfleck auf der erdzugewandten Seite der Sonne. Quelle: https://sohowww.nascom.nasa.gov/data/realtime/realtime-update.html

Wenn kein neuer Sonnenfleck entsteht, kommt auch von der erdabgewandten Seite (farside) bei der Sonnendrehung von links nach rechts zunächst kein neuer Sonnenfleck nach und die Sonne bleibt noch einige Tage „spotless“.

Nur auf der erdabgewandten Seite (Farside) der Sonne sind am 10.10.2017 zwei aktive (dunkle) Sonnenflecken etwa in der Mitte zu erkennen. Die Sonne dreht sich von links nach rechts in rund 27 Erdtagen. Es dauert also noch mindestens eine Woche, bis diese beiden Sonnenflecken die erdzugewandte Seite erreichen können.., wenn sie bis dahin noch existieren…Quelle:  https://farside.nso.edu/

Dazu: Wie kalt wird das Jahr 2017? Schwächste Sonnenaktivität seit 200 Jahren!

Eilmeldung 10.10.2017: NASA erwartet Asteroid 2012TC4 im Tiefflug – 1/8 der Mondentfernung – über der Erde am 12.10.2017 – kein Treffer! (2013-Einschlag-Videos).

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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11 Gedanken zu “Antarktis: Riesiger Eisberg „A68“ sitzt noch im Packeis fest – Larsen C-Schelfeis stabil!

  1. Wie gewohnt guter Beitrag. Er stützt vor allem meine These, die ich schon seit Jahren vertrete: abbrechende/kalbende Gletscher/Eisberge sind ein Zeichen für zunehmendes Eis. Noch mehr auf den Punkt: schmelzendes Eis bricht nicht ab, sondern – es schmilzt!

    Hans-Dieter Schmidt

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      1. Die aktuellen Temperaturen in der Antarktis – da taut nix

        WO Arktis
        Quelle: WO

        Der weiterhin mit 18,18 Mill. km² ungewöhnlich hohe Stand der antarktischen Meereisflächen (extent) nach dem verspäteten Jahreshöchststand von 18,22 Mill. km² am 9.10.2017.

        (zum Vergrößern anklicken)

        Quelle: http://www.meereisportal.de/

        Bleibt zu erwähnen, dass auch die Meereisflächen (extent) der Arktis kräftig wachsen und mit 6,25 Mill. km² deutlich über den Werten mehrerer Vorjahre liegen.

        Das sind knapp 2 Millionen km² (= 2 Wadhams) oder knapp 50% mehr als 2012…

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    1. Danke.

      Interessanter Artikel mit Oxymoron-Sätzen, die sich gegenseitig ausschließen:

      „…In der Antarktis sind Tausende Pinguin-Küken umgekommen. Die Eltern der Jungtiere mussten wegen einer ungewöhnlich dicken Eisschicht zur Nahrungssuche weitere Wege zurücklegen als üblich, teilten französische Wissenschaftler und die Umweltschutzorganisation WWF mit. Die Küken starben, während sie auf ihr Futter warteten…“

      „…Adeliepinguine ernähren sich hauptsächlich von Antarktischem Krill, einer garnelenartigen Krebstierart. Ihr Lebensraum in der östlichen Antarktis war bislang weitestgehend gesichert. Doch sie sind durch den Klimawandel und steigende Meerestemperaturen immer mehr bedroht…“

      Das liest sich für mich so:

      Durch den Klimawandel (sprich: die globale Erwärmung) und steigende Meerestemperaturen kommt es in der östlichen Antarktis zu einer ungewöhnlich dicken Eisschicht, wodurch die Pinguine verhungern.

      Was für ein ausgemachter Blödsinn!

      Die gemessene und unverfälschte Realität der Antarktis sieht so aus: Seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 bis einschließlich Juli 2017 gibt es einen leichten nicht signifikanten Rückgang der UAH-Temperaturen.

      Antarktis
      Quelle: The Pause UPDATE July 2017

      Dazu die Fakten einer NASA-Studie von 2015: Eiszeit bei Minus 80 Grad – Antarktis stark unterkühlt: Seit 8000 Jahren wird die Erde kälter!

      Wie ich oben im Kommentar vom 12.10.2017 schon schrieb:

      „…Der weiterhin mit 18,18 Mill. km² ungewöhnlich hohe Stand der antarktischen Meereisflächen (extent) nach dem verspäteten Jahreshöchststand von 18,22 Mill. km² am 9.10.2017.

      (zum Vergrößern anklicken)

      Quelle: http://www.meereisportal.de/

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  2. Man müsste die ganzen Stilblüten der Klimajünger mal auflisten. Da wären die schneefreien Winter ab 2010 ( Herr Latif ist angeblich falsch zitiert worden), über den schnee – und gletscherfreien Himalaja bis zur im Sommer eisfreien Arktis. Da passen das Pinguinsterben und die Katastrophenahnungen wegen des Eisberges mit schmelzenden Eis bei um -40°C auch hin.
    Man fragt sich, ob die Leute eigentlich sich selber mal hinterfragen, was schreibe ich da eigentlich. Bei mir ist es so, je intensiver ich mich mit dem Thema befasse, desto mehr dreht es mir den Magen rum, wenn ich so etwas lese.
    Dazu passen auch die Radio – und Fernsehmoderatoren mit samt den TV- Wetterfröschen. Über Sommer – und Frühlingstemperaturen im von Herbst bis Früjahr jubeln, bei Kälte motzen, dann aber mit erhobenen Zeigefinger hinweisen, dass wir die CO2 Ziele erreichen müssen. Sonst erwärmt sich unser Planet zu stark.
    Wie Du schon sagtest, der gesunde Menschenverstand. Er bleibt nicht nur hier auf der Strecke.

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    1. Nicht zu vergessen die angebliche Zunahme tropischer Wirbelstürme wegen einer angeblichen „globalen Erwärmung“, die nach ihrem Ausbleiben seit 1998 nun „Klimawandel“ genannt wird…


      „Figure: Last 4-decades of Global and Northern Hemisphere Accumulated Cyclone Energy: 24 month running sums. Note that the year indicated represents the value of ACE through the previous 24-months for the Northern Hemisphere (bottom line/gray boxes) and the entire global (top line/blue boxes). The area in between represents the Southern Hemisphere total ACE.“
      Quelle: http://wx.graphics/tropical/

      Dabei gab es vor Harvey bis Mitte August 2017 fast 12 Jahre in Folge keinen Landgang eines Major Hurrikans (mind. Kat 3 von 5) an den Küsten der USA. http://www.drroyspencer.com/2017/07/4300-days-since-last-u-s-major-hurricane-strike/

      Ein vorläufiger Blick auf die Hurrikan-Saison vom 1.6. (TS Arlene war schon im April 2017) bis 30.9.2017 zeigt 12 TCs (4 TS/3 H/5 MH) im Nordatlantik:

      http://www.nhc.noaa.gov/tafb_latest/tws_atl_latest.gif
      Quelle: http://www.nhc.noaa.gov/data/tcr/

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