UPDATE: Bali-Vulkan „AGUNG“ vor schwerem Ausbruch – Live-Cam und Live-Daten!

UPDATE 27.11.2017:  Gunung Agung: Eruption geht weiter – Aschewolke bis 8000 m! Gunung Agung: Eruption hat angefangenLive-Überwachungs-Cam Agung – live Seismogramm  – Link der Flugsicherung Darwin – Starkes Seebeben 4,6 südlich von Bali!

Ausbruch des Agung am 26.11.2017 mit Aschewolke bis knapp 8000 m (26.000 Fuss  – FL 260 – nach VAAC Darwin. Quelle: Gunung Agung: Alarmstufe rot für den Flugverkehr

Für den über 3000 Meter hohen Vulkan GUNUNG AGUNG (großer/großartiger heiliger Berg) auf der indonesischen Insel BALI besteht seit 21.9.2017 die höchste Warnstufe vier: Der Magmaaufstieg hat begonnen!

Ein Ausbruch ist jederzeit zu erwarten!

Seitdem wurden mehr als 140.000 Menschen aus dem Gefahrenbereich bis zu 12 km um den Vulkan evakuiert.

Gestern hatte die Bebenaktivität die bisherigen Höchststände deutlich überschritten. Die Beben haben an Häufigkeit und Stärke zugenommen, was vor allem bei den tieferen Beben (im Histogramm grün) auf einen verstärkten Magma-Zufluss hindeutet.

Seit dem 13.10.2017 ist erstmals auch ein „nicht harmonisches Zittern“ (Tremor) aufgetreten, dass in roter Farbe an der Spitze der beiden letzten Säulen im Histogramm zu sehen ist.

(zum Vergrößern anklicken)

Am 14.10.2017 wurde die bisher höchste Aktivität des AGUNG gemessen. Es gilt weiter die höchste Warnstufe „Vier“. Die Farben in den Säulen stehen von unten nach oben für „fühlbare Erdbeben“ (blau), tiefe Erdbeben (grün), flache Erdbeben (orange). Kurz vor dem jederzeit möglichen Ausbruch sollte die Farbe „Rot“ für „nicht harmonisches Zittern“ zu sehen sein, wie sie am 13. und 14.10.2017 erstmals an der Spitze auftaucht. Das Seismogramm (Grafik weiter unten) zeigt zeitweise kräftige und teils über eine Minute andauernde Beben: Magma strömt mit großer Gewalt in den Vulkan! Wann explodiert der AGUNG…? Quelle: https://magma.vsi.esdm.go.id/

Seit gestern sind im Seismogramm des AGUNG auch erneut rote Markierungen für stärkere Beben zu sehen, die über mehr als sieben Zeilen reichen.

Das Seismogramm vom AGUNG zeigt am 15.10.2017 – wie auch schon am 11.10.2017 – stärkere Beben mit stärkeren Ausschlägen an, die teilweise über acht Zeilen gehen (Stufe ROT). Das Seismogramm wird im Original alle drei Minuten aktualisiert. Quelle: Seismogramm

Die nachfolgenden Grafiken erneuern sich ständig und sind auf dem aktuellen Stand.

Seismogramm

Histogramm

Am 13.10.2017 gab es eine heftige Bebenserie, die auf einen baldigen Ausbruch hindeutet.

Quelle: Seismogramm

Diese Bebenserie am 13.10.2017 könnte durch ein starkes Seebeben mit Mag 4,6 am 12.10.2017 südlich von Bali ausgelöst worden sein.

Das Seismogramm vom AGUNG zeigt am 13.10.2017 gegen 00.56 Uhr (Ortszeit, 17.00 UTC) einen kräftigen „Klops“ (oben rechts im Seismogramm), ein starkes und anhaltendes Beben neben weiteren kräftigen Beben mit stärkeren Ausschlägen an, die teilweise über sieben Zeilen gehen. Das am Agung gemessene starke Beben hatte sein Zentrum 55 km unter dem Meer südlich von Bali mit einer Stärke von 4,6 und dürfte den Vulkan zusätzlich aktiviert haben… Quelle: Seismogramm

So könnten bald auch Eruptionsgewitter am AGUNG aussehen…:

https://i1.wp.com/33.media.tumblr.com/f7e2d3a535296a981a9443b5bb096867/tumblr_nb3zxuABEt1tqogw3o1_500.gif?zoom=2

Quelle: Bilder zu vulkanische Gewitter

Und damit hinterher keiner behaupten kann, es waren die mächtigen Aschewolken des AGUNG, die alleine zur globalen Abkühlung führten: Die globalen Satellitentemps von UAH fallen in 11 km Höhe am 14.10.2017 VOR dem Ausbruch (2017=orange, 2016=blau).

Quelle: AMSU-A Temperatures

Der über 3100 m hohe heilige Berg war zuletzt 1963 heftig ausgebrochen und hatte mit dem Explosionsindex die Stärke VEI 5  erreicht.

Dabei stiegen die Aschewolken bis zu einer Höhe von über 25 km hoch in die untere Stratosphäre. In der Folge kühlten die Tropen bis um -0,5 K (°C) ab.

Mehr als 1100 Menschen kamen damals ums Leben, auch weil sie die Aufforderung zur Evakuierung nicht befolgten.  In der Region Karangasem leben mehr als 400.000 Menschen. Jährlich besteigen zahlreiche Bali-Touristen den Vulkan.

Äquatornahe Vulkane haben den größten Einfluss auf die globalen Temperaturen, weil ihre hochreichenden schwefelhaltigen Aschewolken auf beiden Hemisphären der Erde verteilt werden und dort für mehrere Jahre kühlend wirken können.

Nach dem Ausbruch de Pinatubo auf den Philippinen im Jahr 1991 folgte eine globale Abkühlung um -0,5 K.

Letzte Meldung: SAT-Foto von Major Hurrikan „Ophelia“ (Kat.3) mit Auge südöstlich der Azoren am 14.10.2017, 17.30 MESZ.

(zum Vergrößern anklicken)

Quelle: http://www.wetterzentrale.de

Update 15.10.2017, 16.30 Uhr: „Ophelia“ hat kein „Auge“ mehr…, …und ist damit schon heute wie erwartet per Definition kein Hurrikan mehr.

„Ophelia“ hat auf dem SAT-Foto vom 15.10.2017, 16.30 MESZ kein Auge mehr – sie ist nun schon heute wie erwartet ein „Ex“-Hurrikan. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Die Wahrscheinlichkeit für Orkanböen 12 Beaufort (118 km/h/73mph) in äußersten Südwesten von Irland liegt nur noch bei 40 – 50%. Außer einem kurzen kräftigen Herbststurm ist auch dort nix zu erwarten.

Die Chancen für einen WetterOnline-Fake-Hurrikan auf dem europäischen Festland waren und sind bei Null und selbst für Südirland auf 40-50 % Wahrscheinlichkeit für Orkanböen gesunken. Quelle: http://www.nhc.noaa.gov/refresh/graphics_at2+shtml/084624.shtml?hwind120#wcontents

Im Gegensatz zu reißerischen Darstellungen wird „Ophelia“ nicht als Hurrikan das europäische Festland erreichen und deshalb auch keine Hurrikan-Windstärken über Südirland bewirken, Sturm- und Orkanböen sind natürlich möglich.

Auf ihrem Weg nach Nordosten über das zunehmend kalte Wasser wird sich „Ophelia“ rasch zum außertropischen Sturmtief abschwächen…

…und als „stinknormales“ kleinräumiges Tief über Schottland enden.

Hinweis in eigener Sache: Ab morgen, 16.10.2017 bin ich zusammen mit meiner Frau auf Weltreise mit der AIDAcara bis Mitte Februar 2018. Wegen zeitweise eingeschränkter Internetverbindung werden regelmäßige Beiträge hier im Blog nicht möglich sein.

AIDAcara Weltreise ab Hamburg vom 17.10.2017 bis an in Hamburg am 10.2.2018 – Routenplan. Am 3.1.2018 ist Bali im Plan…

Hier kann man über die Bugkamera die Positionen der AIDAcara verfolgen: Aktuelle Schiffsposition und Bugcam von AIDAcara abrufen oder hier:  Position der AIDAcara.

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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44 Gedanken zu “UPDATE: Bali-Vulkan „AGUNG“ vor schwerem Ausbruch – Live-Cam und Live-Daten!

  1. Hallo Samsonite, hallo Björn,
    Ich lese den ganzen Schwachsinn mit Humor, wie Björn.
    Wenn Du denen mit Fakten wie höchste Sonnenaktivität im 20 Jahrnundert seit 9.000 jahren, ozianische Ozilation, Temperaturträgheit der Ozeane kommst, und enen dann noch sagst, dass wir über 0,0004% der Atmosphäre sprechen ist schnell Ruhe im Karton. Sofern sie noch ein bischen frei denkendes Hirn haben.

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    1. Hallo, Pilsi,

      sehr interessanter Beitrag von Kai Zorn zum kommenden Winter 2017/18, er passt zu La Nina: Frühe Kälte, Mitte mild, späte Kälte.

      Passend zur Weltklimakonferenz gibt es ungewöhnlich frühe und heftige Schneefälle in Norditalien. Enorme Schneemassen in Norditalien – Schnee auch in den deutschen Alpen und in den Mittelgebirgen

      Herzliche Grüße aus Montevideo/Uruguay; morgen sind wir in Buenos Aires, danach geht es weiter Richtung Feuerland und Patagonien, da is nix mehr mit über 30°C wie vor drei Tagen in Rio..

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      1. Hi Schneefan
        Es ist schön wieder ein paar Zeilen von dir zu lesen .
        Wenn ich mir deine Route anschaue , die dein Schiff auf der Westseite von Südamerika nimmt , dann kommst du im Hochsommer der Südhalbkugel wieder in den Genuss von 30° und mehr . Hoffe das du und deine Frau das dann aushaltet !
        Wenn nicht fragt den Küchenchef ob ihr in einen der Kühlräume könnt ! (Kleiner Scherz am Rande)
        Gruß an euch beide und noch seeeehr viel Spaß

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      2. Hallo Schneefan :
        Schön wieder was von Dir zu hören. Klicke ab und zu in Deinen Link zur Kreuzfahrt an, wo Du Dich gerade befindest.
        Tja, der liebe Kai ist wahrlich kein Freund mehr von NOAA. Für das Wochenende und Wochenbeginn 11. – 13 November ist sogar ein noch heftigerer Kälteeinbruch vorhergesagt. Nacht Sonntag auf Montag u.U. Schnee bis ganz unten.
        interessant, Kai Zorn rechnet zumindest bis 2021 mit kalten Wintern.

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  2. Hallo, danke für eure Beiträge und das anhaltende Interesse an diesem Blog.

    Heute habe ich endlich ein schnelles Internet gefunden und konnte einen kurzen Beitrag schreiben.

    Herzliche Grüße an alle Leserinnen und Leser vom östlichen Südpazifik und der Westküste Chiles.

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    1. Denke, dass es so langsam Ernst wird. Dies dürfte nur ein Vorgeplänkel für den eigentlichen großen Ausbruch sein. Läuft eigentlich genauso ab wie 1991 beim Pinatubo.

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