DWD rechnet den Winter warm! Wann hören die Falschmeldungen endlich auf?

Eilmeldung 4.3.2018: Düsseldorf/Haan – Unbekannte übergießen Innogy-Manager (51) mit Säure – schwer verletzt – Klima-Terror gegen RWE und Braunkohle…?

Update 3.3.2018: Verbreitet Schneefall im Westen – örtlich bis 10 cm!

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in seinen wie immer verfrühten Pressemitteilungen erneut falsche und zu warme Daten für den Februar 2018 und den angeblich milden Winter 2017/18 angegeben.

Zuvor war bereits der Januar 2018 in der DWD-Pressemitteilung vom 30.1.2018 um o,1 K zu warm gemeldet worden (siehe ganz unten unter Nachtrag).

In der Pressemitteilung vom 27.2.2018 teilt der DWD für den Monat Februar 2018 in Deutschland mit:

„…Bei Sonne oft mild, nachts meist frostig – zum Monatsende eisige Kälte
Mit -1,7 Grad Celsius (°C) blieb der Februar 2018 um 2,1 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung -2,7 Grad…

Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.“

Sämtliche genannten Werte sind falsch!

Die „DWD-Prognosen“ der Durchschnittstemperaturen für die letzten zwei Tage des Monats Februar 2018 sind um 0,2 x 28 Tage = 5,6°C zu warm!

Absicht oder Unfähigkeit…?

Richtig muss diese unkorrigierte Pressemitteilung lauten:

„..Mit -1,9 Grad Celsius (°C) blieb der Februar 2018 um 2,3 Grad unter dem Wert der international gültigen veralteten Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der modernen und international üblichen WMO-Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung -2,9 Grad…“

Die um 0,2 K (°C) zu warmen Angaben für den Februar 2018 erwärmen auch die Durchschnittstemperaturen für den gesamten Winter 2017/18 um 0,1 K (°C).

In der ebenfalls voreiligen DWD-Pressemitteilung vom 27.2.2018 für den Winter 2017/18 heißt es daher fälschlich:

Ein milder, niederschlagsreicher und sonniger Winter mit eisigem Finale

…Im Winter 2017/18 lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 1,6 Grad Celsius (°C) um 1,4 Grad über dem international gültigen Referenzwert der Periode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,7 Grad

Alle in dieser Pressemitteilung genannten Jahreszeitenwerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage der Jahreszeit verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.

Auch hier sind sämtliche Werte falsch!

Die „DWD-Prognose“ für die letzten beiden Tage des Winters 2017/18 lag um 0,1 x 90 Wintertage = 9°C zu warm!

Absicht oder Unfähigkeit…?

Richtig muss diese ebenfalls unkorrigierte Pressemitteilung lauten:

Ein insgesamt durchschnittlich temperierter, niederschlagsreicher und teils sehr trüber und teils sonniger Winter mit eisigem Finale

…Im Winter 2017/18 lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 1,5 Grad Celsius (°C) um 1,3 Grad über dem international gültigen veralteten Referenzwert der Periode 1961 bis 1990. Gegenüber der modernen und international üblichen WMO-Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,6 Grad…“

Wie immer bei den oft falschen und meist zu warmen Pressemitteilungen des DWD erfolgt keine Korrektur der national und international veröffentlichen Daten.

Von den frühen Schneefällen bis ins deutsche Flachland Anfang Dezember 2017 liest man in der DWD-Pressemitteilung zum Winter 2017/18 übrigens nix…

Man muss die tatsächlichen Werte aus den auf der DWD-Website gut versteckten Zeitreihen und Trends unter „Leistungen“ mühsam suchen, die Referenzwerte der unterschiedlichen Klimaperioden findet man hier aber auch nicht…

In der DWD-Grafik sehen die tatsächlich gemessenen Durchschnitts-Werte für den Februar 2018 und für den Winter 2017/18 zur modernen und international üblichen WMO-Referenzperiode 1981-2010(!, rote Linien) so aus:

Zu beiden Grafiken findet man unten auf der DWD-Seite sämtliche Daten auch als Tabelle, nachdem man oben den richtigen Monat oder die Jahreszeit ausgewählt hat.

Dabei entdeckt man erstaunt, dass der Februar 2018 in Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von -1,9°C – zusammen mit 2003 und nach 2012 mit -2,5°C – der zweitkälteteste Februar der letzten 22 Jahre ist…

Sieht das nach Erwärmung aus?

Die Referenzwerte muss man entweder aus den Pressemitteilungen des DWD errechnen oder unter Wikipedia suchen: Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.

Über die andauernden voreiligen und meist zu warmen Falschmeldungen des DWD kann man einerseits nur den Kopf schütteln, andererseits passen sie zum üblichen Verhalten von Klimaalarmisten, auch was die Wahl der völlig veralteten Klimavergleichsperiode 1961-1990 betrifft.

Die andauernde Verwendung des überholten (kälteren) Klimamittels 1961-1990 in den Pressemitteilungen des DWD – entgegen der ausdrücklichen Empfehlung der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), deren teuer zahlendes Mitglied der DWD ist – lässt auf andauernden krankhaften Klimaalarmismus in der Leitung des DWD und seiner politischen Führung im Bundesverkehrsministerium (bisher Alexander Dobrindt, CSU; ja, der mit der PKW-Maut…) schließen, wie ich schon schrieb:

„…Hinweis von NOAA zur einheitlichen internationalen Verwendung des von der WMO empfohlenen Klimamittels 1981-2010, also der letzten vollen drei Jahrzehnte: http://www.ncdc.noaa.gov/monitoring-references/faq/anomalies.php

“The national maps show temperature anomalies relativ to 1981-2010 base period. This perios is used in order to comlpy with a recommended World Meteorological Organization (WMO) Policy, which suggests using the latest decade for the 30-year average.”

Die Verwendung älterer (kälterer) Klimamittel soll in der Regel die aktuelle Stagnation oder sogar Abkühlung in regionalen und globalen Temperaturreihen verschleiern…

Siehe auch: Deutscher Wetterdienst warnt vor Klimahysterie!

Die globalen Temperaturen gingen auch im Februar 2018 nach der El Niño-Spitze Anfang 2016 unter La Niña-Einfluss weiter zurück, wie die aktuellen Satellitendaten von  UAH6.0 zeigen. UAH Global Temperature Update for February, 2018: +0.20 deg. C.

Die schwächste Sonnenaktivität seit 200 Jahren und das kalte Wetterphänomen La Niña im äquatorialen Pazifik lassen ein Andauern der globalen Abkühlung auch in diesem Jahr erwarten.

Es wird Zeit, dass auch der Deutsche Wetterdienst zu einer wahrheitsgemäßen und wissenschaftlich belastbaren öffentlichen Berichterstattung  zurückfindet und sich von dem Klimalarmismus abwendet, der dem vom IPCC gesteuerten quasireligiösen Wahn einer menschengemachten und CO2-gesteuerten Klimaerwärmung huldigt, die seit ihrem Ausbleiben „Klimawandel“ genannt wird!

Das klägliche Versagen der IPCC-Klimamodelle – Die Sonne bestimmt Wetter und Klima, nicht das lebensnotwendige CO2!

Nachtrag: Es bleibt noch zu erwähnen, dass auch die DWD-Pressemitteilung vom 30.1.2018 für den Januar 2018 um 0,1 K zu warm war und folglich schon die Überschrift falsch ist.

„Deutschlandwetter im Januar 2018

3,8 Grad Celsius im Mittel – sechstwärmster Januar in Deutschland seit 1881″

Tatsächlich betrug die Mitteltemperatur nur 3,7 Grad Celsius und der Januar war zwar der sechstwärmste seit 1881, aber zusammen mit dem Januar 2008 (3,7).

Nicht erwähnt vom DWD: Der Januar 2018 war deutlich kälter als der Januar 2007 (4,8), der Januar 1975 (4,5) und der Januar 1921(!) mit 4,2; selbst der Januar 1916(!) war mit 3,8 etwas wärmer ebenso wie der Januar 2008 mit 4,0, wie die DWD-Tabelle ausweist.

Letzte Meldung: Das Grönlandeis wächst weiter!

Schneebombe auf Grönland am 24.2.2018 mit Tagesrekordzuwachs (blaue Linie oben) von 12 Gigatonnen (12 Milliarden m³ oder 12 Kubikkilometer) und insgesamt überdurchschnittlichem Jahreswachstum (blaue Linie unten) seit 1.9.2017. Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Übrigens: Die Winter in Deutschland werden seit 31 Jahren – also einer vollen WMO-Klimaperode von mindestens drei Jahrzehnten – bei stetig steigenden CO2-Werten kälter!

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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18 Gedanken zu “DWD rechnet den Winter warm! Wann hören die Falschmeldungen endlich auf?

  1. Kältesumme für diesen Winter 2017/18 allerdings im Voralpenland/ Isny 152,0. Dies ist ein durchschnittlicher Wert für einen insgesamt normal kalten Winter

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  2. Hallo Schneefan!
    Hier im Oderbruch war vom Winter dieses Jahr nix zu merken! Die Trogwetterlagen im Dezember brachten nur einmal Schneefall am Abend des 10. Dezember (Der einzige im Gesamten Winter!!!) Dieser war aber bereits am nächsten Morgen wieder verschwunden, da kann man nicht von Winter sprechen! Der restliche Dezember war nur Nasskalt mit Regen mehr nicht! Vom Januar brauch man nicht reden (Totalausfall 4 grad zu warm). Der Februar zum Ende endlich mal Kälte aber ohne irgendein ein Schneefall Ereignis nur Staubtrockene Kälte. 1mm Niederschlag Regen zum Monatsbeginn. Alles im allen ein Winter zum vergessen! Der Schneeschieber kam nicht einmal zum Einsatz!!!

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    1. Hallo, Robert,

      bei Wetteronline ist die nächste Station zum Oderbruch mit Meldungen über die Schneehöhen die Stadt Angermünde.

      WO

      Das ist sicher nicht viel, sieht doch vor allem im Februar 2018 gar nicht so schlecht aus…

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  3. Lieber Schneefan,

    deine Beobachtungen sind sicher zutreffend, nur schreibst du von „der DWD“. Im Namen meiner Kollegen im DWD sage ich, dass dieser Terminus nicht zutreffend ist.

    Ich bitte zur Kenntnis zu nehmen, dass fast alle meine Kollegen im DWD genau wissen, was läuft, dass sie aber (öffentlicher Dienst!) Gefahr laufen, der fachlichen Unkenntnis geziehen werden oder sich auf disziplinarische Maßnahmen einstellen müssen.
    Daher bitte den Terminus „der DWD“ zu ersetzen durch „die DWD-Führungsetage“. Und die stehen auch mit dem Rücken zur Wand, denn wenn sie nicht mit den Wölfen heulen, werden ihnen vermutlich seitens der Politik Gelder gestrichen!

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

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    1. Lieber Hans-Dieter,

      mein Artikel richtet sich ausdrücklich gegen die wiederholten falschen Pressemitteilungen des DWD, also gegen die Verantwortlichen der Pressestelle.

      Zur Verantwortung der Leitung des DWD und dessen politischer Führung glaube ich mich unmissverständlich ausgedrückt zu haben, denn ich schrieb:

      „…Die andauernde Verwendung des überholten (kälteren) Klimamittels 1961-1990 in den Pressemitteilungen des DWD – entgegen der ausdrücklichen Empfehlung der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), deren teuer zahlendes Mitglied der DWD ist – lässt auf andauernden krankhaften Klimaalarmismus in der Leitung des DWD und seiner politischen Führung im Bundesverkehrsministerium (bisher Alexander Dobrindt, CSU; ja, der mit der PKW-Maut…) schließen, wie ich schon schrieb:…“

      Dass es beim DWD viele fachlich hochqualifizierte Meteorologen gab und gibt, denen ein Maulkorb verpasst wurde oder wird, ist völlig offenkundig…

      Herzlichen Gruß

      Schneefan2015

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      1. Ich halte es für bedenklich, hier Absolution zu erteilen. Dieses – ich war Weisungen unterworfen, konnte ja nicht anders handeln – kennen wir aus der Geschichte zu genüge. Täter definieren sich als Opfer, machen weiter lustig mit und verweisen bei Anklage auf die Chefetage; ohne dabei zu vergessen, auch Verständnis für die Chefs aufzubringen. Ganz ganz oben sitzt irgendwo der Täter, alle anderen Involvierten waren nur bedauernswerte Mitläufer. Wenn Herr Schmidt schreibt „… dass fast alle meine Kollegen im DWD genau wissen, was läuft, …“, haben wir es mit einer Institution des öffentlichen Dienstes zu tun, die gezielt die Öffentlichkeit belügt und betrügt. Über 300000 Haushalten sind jährlich von Strom- und Gassperren betroffen, weil eine menschenverachtende quasireligiöse Ideologie auf Energieknappheit und damit auf Energieverteuerung setzt. EU-weit erfrieren Menschen, aber auch dank des DWDs vermeldet die Establishmentpresse – dass wir nur denken es wäre kalt, weil es ja sonst immer viel zu warm ist; wir frösteln nur gefühlt. Also gefühlte Kältetote! Die Mitarbeiter der verantwortlichen Institutionen machen bei diesem Betrug mit und bezeichnen sich gleichzeitig als Opfer. So einfach ist die Welt für manche Zeitgenossen!

        Großen Dank an Schneefan für seine ideologiebefreiten meteorologischen Informationen!

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  4. Angermünde liegt ca.50km entfernt und hat mit hier wenig gemein. Der Schnee vom Februar war einen größeren Schauer geschuldet der über die Uckermark zog! Im Oderbruch war davon nix zu spüren! Wenn’s keine Medien gebe müsste man überlegen welche Jahreszeit die letzten 3Monate herrschte.Ausgenommen die kahlen Bäume;)

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    1. Hm, das mit den Schneeschauern lässt sich bei 5o km Entfernung zu Angermünde nachvollziehen, aber waren die Tmin mit vielen Nachtfrösten im gesamten Winter 2017/18 im Oderbruch nicht vorhanden…?

      WO

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  5. Die Nachtfröste gab es hauptsächlich im Februar. Und seit letzten Samstag sogar Dauerfrost!Aber alles meistens mit Sonne und da diese jetzt schon ziemlich hoch steht kommt man sich fast wie Frühling vor. Für richtigen Winter bedarf es meines Wissens mehr als nur Nachtfrost und paar Tage Dauerfrost Ende Februar. Die Kälte Anfang Februar in Angermünde produzierte sich selbst durch die Schneedecke wobei dort auch Dauerfrost herrschte und hier nicht.

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    1. Tja, dann ist der Winter 2017/18 im Oderbruch wohl beinahe ausgefallen…, mit Tmin um -15°C Ende Februar 2018…

      WO

      …und Tmax um -6°C.

      WO

      …,hier im milden Rheinland nahe Köln schneit es gerade wieder bei -1,6°C recht kräftig, es wird weiß…

      Schnee
      Quelle: Schneeradar

      …wie schon mehrmals im Dezember 2017, einmal sogar im milden Januar und mehrmals im eisigen Februar 2018.

      WO

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      1. Also in der DWD Pressemeldung steht doch, dass es sich für die letzten beiden Tage um Prognosewerte handelt – das ist doch etwas anderes als „falsch“. Und die Abweichungen der Prognose zur Realität betragen 0,1 bzw. 0,2 Grad – das jetzt als „zu warm“ zu bezeichnen – finde ich ziemlich kleinlich.
        Wenn es das Major Warming, ausgelöst durch viel zu warme Luftmassen am Nordpol, nicht gegeben hätte, wäre der Februar sehr wahrscheinlich genauso mild dahergedümpelt wie der Dezember und Januar.

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      2. Da wirfst du wohl etwas durcheinander…

        Die DWD-Prognose galt nicht für den Monat Februar oder für den Winter 2018, sondern nur für die letzten beiden Tage des Monats Februar 2018.

        Wie ich schon schrieb:

        „Die „DWD-Prognosen“ der Durchschnittstemperaturen für die letzten zwei Tage des Monats Februar 2018 sind um 0,2 x 28 Tage = 5,6°C zu warm!

        „Die „DWD-Prognose“ für die letzten beiden Tage des Winters 2017/18 lag um 0,1 x 90 Wintertage = 9°C zu warm!

        Die gemessenen Daten für den Februar 2018 und damit für den Winter 2017/18 lagen bis zum 26.2.2018 vor.

        Die Folgen dieser groben Fehlprognosen für die letzten beiden Februartage 2018 ergeben 0,2 K zu warm für den gesamten Monat Februar und 0,1 K zu warm für den gesamten Winter.

        Nicht kleinlich von mir, sondern peinlich für den teuren DWD!!

        Seriöse Wetterdienste und andere seriöse Datenanbieter weltweit veröffentlichen übrigens ihre Daten erst, wenn alle Datensätze vollständig vorliegen.

        Mit deinem letzten Satz liegst du natürlich richtig.

        Wenn die arktische Kälte in der Arktis bliebe, wäre es weiter südlich nicht so eisig…

        Das „Major Warming“ fand übrigens in der oberen und mittleren Stratosphäre über der Arktis von oben nach unten statt; es erwärmte sich also zunächst nicht die Troposphäre der Arktis, sondern die Erwärmung in der Stratosphäre erzeugte Druckanstieg mit Erwärmung von oben nach unten.

        Dazu schrieb ich einen Kommentar am 15.2.2018:

        Ein Major Warming (SSW) über der Arktis in 10 hPa (rund 31 km Höhe, oberer Bereich der mittleren Stratosphäre) vom Feinsten mit Polarwirbelsplit am 15.2.2018.

        Warming
        Quelle: Meteociel

        Die Temperaturen über Kanada sind von rund -70°C auf 0°C angestiegen, mehr geht kaum.

        Ob es auch schon zu einem „Final Warming“ führt, ist wegen des recht frühen Zeitpunktes fraglich, aber nicht völlig ausgeschlossen.“

        Siehe dazu auch: Polarwirbelsplit – der Winter bleibt!

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  6. Also nichts für ungut aber wenn ich mir die Karten von ECMWF, GFS, oder GEM anschaue. Da sind in 10 Tagen 850hPa Temperaturen von um oder bei GEM sogar über 0°C vorhergesagt. Für Karlsruhe z.B Temperaturen zwischen 12°C und 17°C wenn dir Sonne scheint.
    Zum DWD, es ist eine Bundesbehörde, da wird Wissenschaft beamtet. Bei uns wurde schon das Klimafasten bis Ostern erfunden. Kein Auto, kein Fleisch und so weiter. Es ist eine Religion geworden, wie die katholische Kirche mit der absoluten Wahrheit
    Ich weiss, dass wir in Sachen Kernkraft gegensätzliche Meinung haben, nur ist dies auch ein Beispiel ideologischer Verblendung wie bei der Klimapolitik. Ausstieg aus Kernkraft, ja, aber nicht so. Dem Reaktor in Fukushima wurde nicht das Erdbeben zum Verhängnis, sondern der Tsunami, weil die Flutmauer diesem gewaltigen Tsunami nicht gewachsen war. Besonders perfide war dann, die 16.000 Toten im Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe zu nennen, beim SWR z,B ohne Hinweis auf das Erdbeben. Und jetzt noch der Ausstieg aus der Kohle, man fasst es nicht. Nun hat man ein schönes Naherholungsgebiet für Karlsruhe im Nordschwarzwald mit Windräder verschandelt mitten in einem Waldgebiet.
    Da fehlen einem die Worte.

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    1. Für Freiburg sieht es da bei weitem nicht besser aus, bezüglich der Temperaturen, nächsten WE sollten 17 Grad auf alle Fälle drin sein. Nun ja, trotz der ein paar kalten Tage, es bleibt ein Winter zum Vergessen, besser gesagt ein Winter, der dem Wort „Winter“ nicht gerecht wird. Und ob sich der DWD jetzt verrechnet hat oder nicht, bleibt bei diesen „Backofen“ Temperaturen in der Arktis letztendlich egal.

      Arktis

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      1. „Backofentemperaturen“ in der Arktis bei einer Durchschnittstemperatur nördlich 80N von nicht über minus 10°C im Februar 2018…?

        DMI
        Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

        Aktuell liegen die Durchschnittstemperaturen nördlich 80°N nach einem „Temperatursturz“ unter -20°C (rote Linie)…

        Der NOAA-Plot zeigt die absoluten 2m-Durchschnittstemperaturen der NH im Februar 2018 .

        NOAA
        Quelle: NOAA-T-Plot NH Februar 2018

        Bei einem „Major Warming“ und einem Polarwirbelsplit in der Stratosphäre über der Arktis wie Mitte Februar 2018 erwärmt sich durch Druckanstieg auch die Troposphäre, was zur relativen Erwärmung der Arktis und zu Kaltluftausbrüchen (arctic outbreak) in die mittleren Breiten der NH und dort zur Unterkühlung führt, wie deine Anomaliekarte deutlich zeigt.

        NOAA
        Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

        Ich hatte diese Zusammenhänge u.a. hier beschrieben: Polarwirbelsplit – der Winter bleibt! CFS kippt Februar-Prognose von mild auf kalt!

        Im Übrigen sollte man einzelnen Modellläufen nicht zuviel Bedeutung beimessen, es kommt immer auf die Großwetterlage wie z.B. „südliche Westlage“ an…

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