NOAA/CFS: Kühlt La Niña die Erde bis ins Jahr 2019?

Update 9.3.2018: MEI-Index weiter mit mäßigen La Niña-Bedingungen!

Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist nach einem Januar/Februar 2018-Wert von -0,73 gegenüber dem Vormonatswert weiter leicht zurückgegangen und liegt weiter im mäßigen La Niñaranking. Erläuterungen zum Plot weiter unten im Artikel. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/

Nach einem für La Niña-Jahre typischen Verlauf des bis in den März 2018 andauernden Winters in Europa mit früher Kälte, einem milden Mittelwinter und später Kälte will uns die global kühlende kalte Schwester von El Niño bis ins kommende Jahr 2019 begleiten.

Jedenfalls sehen das die aktuellen Rechnungen des Wettermodells CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) so.

Die Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im äquatorialen Pazifik im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 sollen bis einschließlich Oktober 2018 bei den ONI-Dreimonatswerten deutlich unter dem La Niña-Wert von mindestens -0,5 K und kälter liegen.

(zum Vergrößern anklicken)

CFSv2-ENSO-Prognose vom 8.3.2018 für global kühlende La Niña-Bedingungen im äquatorialen Pazifik bis Oktober 2018. Die kräftige und ausgedehnte kalte Fläche in blauen Farben zeigt Abweichungen von -0,5 bis -1,0 K westlich von Peru bis über die Datumsgrenze bei 180° an. Quelle: NOAA/CFSv2-ENSO-Prognose

Ein Andauern dieser Situation bis ins Jahr 2019 ist bei Eintreffen dieser Prognosen so gut wie sicher, denn der Höhepunkt der ENSO-Wetter-Phänomene La Niña und El Niño liegt stets um Weihnachten (El Niño=das Christkind).

„Historically Speaking

    El Niño and La Niña events tend to develop during the period Apr-Jun and they

  • Tend to reach their maximum strength during October – February
  • Typically persist for 9-12 months, though occasionally persisting for up to 2 years
  • Typically recur every 2 to 7 years“ (Quelle: IRI-ENSO-Prognosen)

Allerdings sieht die aktuelle NOAA-ENSO-Projektion von März 2018 bis zum Sommer 2019 im Mittel meist neutrale ENSO-Bedingungen zwischen +0,5 und -0,5 K Abweichung.

Die NOAA-ENSO-Projektion zeigt in der Tabelle rechts bis zum Sommer 2019 überwiegend neutrale Abweichungen (Anomaly) zwischen +0,5 und -0,5 K an. Quelle: Consolidated NINO3.4 Outlook Probability Table

Nach der NOAA-Definition liegt ein ENSO-Ereignis (event) erst dann vor, wenn der Monthly Niño-3.4 index in fünf aufeinander folgenden ONI-Dreimonatssequenzen im jeweiligen Bereich liegt, bei La Niña also bei mindestens -0,5 K und kälter, bei El Niño +0,5 K und wärmer.

Aktuell sind bis einschließlich Februar 2018 erst vier Dreimonatswerte mit La Niña-Werten erreicht, wie die ONI-Tabelle ausweist, so dass zwar La Niña-Bedingungen, aber erst mit dem Märzwert 2018 ein La Niña-Ereignis vorliegt. In der Tabelle werden die kalten Monatswerte dann in blauer Farbe dargestellt.

Die ONI-Tabelle von 1984 bis DJF 2018 zeigt ab SON 2017 vier La Niña-Werte von -0,5 K Abweichung und kälter in Folge. Erst mit dem Monat März und dem fünften Wert in Folge für die Monate JFM 2018 ist nach der NOAA-Definition ein La Niña-Ereignis komplett, das dann wie im Jahr 2016 in blauer Farbe dargestellt wird. Quelle: ONI-Tabelle

Der Wert des Monthly Niño-3.4 index müsste im März nach -0,87 für den Januar und -0,7 für den Februar 2018 im positiven Bereich liegen, um den Dreimonatsdurchschnitt JFM von -0,5 zu überschreiten.

Dies ist bei den aktuellen kräftigen und großflächigen negativen Abweichungen im äquatorialen Pazifik nicht zu erwarten.

Damit wären nach dem Jahr 2016 auch im Jahr 2017 und 2018, also im dritten Jahr hintereinander, mit Unterbrechungen La Niña-Ereignisse eingetreten.

Siehe dazu auch: Drei Jahre Super-La Niña mit globaler Abkühlung? – ENSO-Update April 2016.

Der Multivariate ENSO Index (MEI) als gekoppeltes Atmosphäre-/Ozeanmodell liegt mit seinen Kriterien mit seinem Januar/Februarwert 2018 von -0,73 im mäßigen La Niña-ranking.

Von den dargestellten Vergleichsjahren entwickelten vier im Laufe des Jahres El Niño-Bedingungen, zwei blieben im negativen La Niña-Bereich

Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist nach einem Januar/Februar 2018-Wert von -0,73 gegenüber dem Vormonatswert weiter leicht zurückgegangen und liegt weiter im mäßigen La Niña-ranking. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/

Im Originaltext heißt es dazu auf der Website:

„Compared to last month, the updated (January-February) MEI dropped further to reach -0.73, approaching a moderate La Niña ranking.

Looking at the nearest 12 rankings (+6/-6) in this season, and excluding the two cases that showed a three-month rise of 0.4 or more, we end up with the following ten ‚analogues‘: 1950, 51, 62, 63, 67, 68, 97, 99, 01, and 09 (three of these were flagged as an analogue last month: 63, 68, and 09). Subsequently, five of these analogues transitioned to El Niño conditions at some point during the same calendar year (within two months in 1997 compared to nine months in 1968, while 1951, 63, and 09 fall in between). In contrast, four years (1950, 62, 67, and 99) remained more or less in their La Niña state through the remainder of the year, and only 2001 eased into an ENSO-neutral state. Not much to glean from historical analogues, except that ENSO-neutral is least likely later this year…“

Der Autor schließt damit, dass man mit den historischen Vergleichen in der aktuellen Situation nicht viel anfangen kann, außer dass neutrale ENSO-Bedingungen am Ende des Jahres 2018 am unwahrscheinlichsten sind…

Wie eisig die späte Kältewelle in Europa unter diesen La NiñaBedingungen durch einen „Arctik Outbreak“ war, zeigen die außergewöhnlich starken negativen Abweichungen vom modernen und international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 für die beiden letzten Wochen.

EISBLOCK EUROPA 22. Februar bis 7. März 2018

Europa im eisigen Griff des „Arctic Outbreak„: Die Abweichungen der Durchschnitttemperaturen zum WMO-Klimamittel 1981-2010 liegen in großen Teilen Europas vom 22.2. bis 7.3.2018 weit unter 10 K (°C), wie vor allem die Farben bis zum hellen Lila zeigen. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Was erwartet uns da wohl erst im kommenden La Niña-Winter 2018/19 zusammen mit der schwächsten Sonnenaktivität seit 200 Jahren?

Siehe dazu auch: Schwache Sonne und La Niña: Wie kalt wird das Jahr 2018?

Das schrieb ich übrigens am 30. August 2017 in einem Kommentar:

…Es ist übrigens bei La Niña statistisch wahrscheinlich, dass es frühe und späte Kälteeinbrüche in Mitteleuropa gibt… http://www.wzforum.de/forum2/read.php?23,1437887,1437927…“

 

Letzte Meldung: Eine neue Studie zeigt: Westantarktische Eisschelfe: El Nino nimmt, La Nina gibt.

Das kann ja im Hinblick auf das kommende Große Sonnenminimum und das verstärkte und verlängerte Auftreten von La Niña-Ereignissen heiter werden, das der ehemalige Leiter des Meteorologischen Instituts  der Freien Universität Berlin und Professor emerit. Dr. Horst Malberg bereits im Jahr 2008 so beschrieben hat: La Niña – El Niño und der solare Einfluss: Die Klimaentwicklung 1950 – 2008.

Seit rund 30 Millionen Jahren herrscht in der Antarktis Eiszeit, in der Arktis dauert die geologische Eiszeit „erst“ rund 2,7 Millionen Jahre: Die Erde befindet sich also seit 2,7 Millionen Jahren mit beiden vergletscherten Polen in einem geologischen Eiszeitalter.

Dass die Erde im weniger kalten Holozän bereits seit 8000 Jahren kälter wird, hat sich zwar in der seriösen Wissenschaft – also nicht bei IPCC-Autoren – rumgesprochen, findet aber im deutschen Medien-Mainstream nicht statt…

Übrigens: Global State Of The Climate Report

„Global temperatures have fallen 0.7 degrees in the last two years, are lower than 1991 and are fairly typical  for the past 28 years.

Wood for Trees: Interactive Graphs

Arctic sea ice volume is highest in the last three years, is normal, and thick ice covers much more the Arctic than ten years ago.“

2008     2018

You of course won’t hear any of this from the fake news press.“

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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3 Gedanken zu “NOAA/CFS: Kühlt La Niña die Erde bis ins Jahr 2019?

  1. Hi Schneefan! Danke für den Beitrag! Bei aktuellen Durchschnittstemperaturen von knapp -40 Grad in Eureka oder Isachsen sind das interessante Entwicklungen! Gruß

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    1. Guten Abend

      die nächtliche Durschnittstemperatur für Eureka liegt im März bei -40,9 Grad, die täglichen bei -34,1, von daher weiß ich jetzt nicht, was an den -43 Grad besonderes sein soll..

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