Update: Wie kalt wird das Jahr 2018 in Deutschland und Europa? Ein statistischer Blick in die Zukunft…

Die eisigen Monate Februar und März 2018 in Deutschland und Europa nahe am Sonnenminimum und unter global kühlenden La Niña-Bedingungen lassen statistisch nichts Gutes für den Rest des Jahres erwarten.

Für eine vergleichende Rückschau habe ich die Jahre ausgewählt, die in Deutschland und Europa ähnlich kräftige negative T-Abweichungen vom WMO-Mittel 1981-2010 aufweisen, mit La Niña-Bedingungen in den ersten drei Monaten des Jahres gestartet sind und zusätzlich nahe am jeweiligen Sonnen(flecken)minimum lagen.

Die ausgewählten Jahre liegen für die Monate Februar und März bei den negativen Temperaturabweichungen im Mittel nahe an den Monaten Februar und März 2018 in Deutschland und Europa, wie der Vergleich zeigt.

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im Februar und März 2018 (links) im Vergleich zu ausgewählten Vorjahren (rechts). Bei der Betrachtung sind die unterschiedlichen Farbgebungen und die Abweichungen in der Temperaturskala zu beachten. Quelle: https://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

Nimmt man nun für die Rückschau alle Monate der ausgewählten Jahre, ergibt sich folgendes Bild für die T-Abweichungen als Jahresmittel.

Die NOAA-Reanalyse zeigt die ganzjährigen durchschnittlichen T-Abweichungen in den ausgewählten Jahren in Europa. Große Teile Europas sind unterkühlt, vor allem Mitteleuropa. Quelle: wie vor

Betrachtet man die einzelnen Jahreszeiten ab dem Frühjahr, sehen die Reanalysen im Mittel der ausgewählten Jahre so aus.

Die NOAA-Reanalyse zeigt die durchschnittlichen T-Abweichungen in den ausgewählten Jahren in Europa im Frühling (März bis Mai). Große Teile Europas sind unterkühlt, vor allem Mittel- und Westeuropa. Quelle: wie vor

SOMMER

Die NOAA-Reanalyse zeigt die durchschnittlichen T-Abweichungen in den ausgewählten Jahren in Europa im Sommer (Juni bis August). Während Nordeuropa überdurchschnittliche Temperaturen zeigt, sind große Teile Europas unterkühlt. Quelle: wie vor

HERBST

Die NOAA-Reanalyse zeigt die durchschnittlichen T-Abweichungen in den ausgewählten Jahren in Europa im Herbst (September bis November). In großen Teilen Europas werden durchschnittliche Temperaturen gezeigt. Quelle: wie vor

Da bleibt noch ein statistischer Blick auf den letzten Monat des Jahres…

DEZEMBER

Die NOAA-Reanalyse zeigt die durchschnittlichen T-Abweichungen in den ausgewählten Jahren in Europa im Dezember. In großen Teilen Europas werden durchschnittliche Temperaturen mit Abweichungen um 0 bis +1 K gezeigt. Quelle: wie vor

…und auf den gesamten Winter.

WINTER 2018/19?

Die NOAA-Reanalyse zeigt die durchschnittlichen T-Abweichungen in den ausgewählten Jahren in Europa im Winter (Dezember bis Februar). Während in großen Teilen Nord- und Osteuropas unterdurchschnittlicheTemperaturen zu sehen sind, ist vor allem Südeuropa durchschnittlich bis leicht über dem Durchschnitt temperiert. Quelle: wie vor

Die Sonnenfleckenaktivität ist in diesem Jahr bis zum 10. April 2018 mit 62 fleckenlosen Tage vergleichbar mit dem Jahr des letzten Sonnenminimums 2008, als es bis zum 10. April insgesamt 63 fleckenlose Tage gab.

Der Screenshot zeigt die Entwicklung der Anzahl fleckenloser (spotless) Tage auf der Sonne bis 10.4.2018. Bisher waren im Jahr 2018 62 Tage „spotless“, also ohne jeden Sonnenfleck. Quelle: http://www.spaceweather.com/

Der März 2018 weist eine durchschnittliche internationale Sonnenfleckenrelativzahl (Ri SN) von nur 2,5 auf, der niedrigste Wert in einem März nach 2009.

Zum Vergrößern anklicken. Tabelle mit den monatlichen internationalen Sonnenfleckenrelativzahlen (Ri – sunspot numbers/SN). Quelle: Monthly Sunspot Numbers

Die über 13 Monate gemittelte Sonnenfleckenzahl (smoothed sunspot number – SSN) ist maßgeblich für die Festlegung von Sonnenminima und -maxima.

Die SSN war mit 2,2 im Dezember 2008 am niedrigsten, womit das Ende des alten Sonnenzyklusses (SC) 23 und der Beginn des neuen SC 24 markiert war.

Zum Vergrößern anklicken. Tabelle mit den über 13 Monate gemittelten internationalen Sonnenfleckenrelativzahlen (smoothed sunspot numbers/SSN). Mit dem Märzwert 2018 liegt der letzte SSN-Wert im September 2017 bei 18,2. Das SSN-Minimum ist also noch mehr als ein ganzes Jahr entfernt, wenn man die Entwicklung von März 2007 (17,7) bis Dezember 2008 (2,2) betrachtet und wird nach den in der Tabelle folgenden Schätzungen mit 2,0 im Mai 2019 erwartet...Quelle: Monthly Sunspot Numbers

Wie schon beschrieben: Ein statistischer Blick in die Zukunft – es kann so kommen, es muss aber nicht…

Allerdings kommen im aufziehenden „Grand Sonnenminimum“ schwere Zeiten auf die Klima-Honks zu, die in einem quasireligiösen Wahn eine „globale Erwärmung“ sehen, die seit ihrem  vieljährigen Ausbleiben nun „Klimawandel“ genannt wird…

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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17 Gedanken zu “Update: Wie kalt wird das Jahr 2018 in Deutschland und Europa? Ein statistischer Blick in die Zukunft…

  1. Wie immer ein danke für deine Informationen !
    Einen kleinen Beitrag hätte ich auch, was den letzten Absatz mit den Erklärungsnöten unserer „HONKS“ betrifft !! 😉

    http://www.tagesschau.de/ausland/golfstrom-113.html

    Damit scheint man zu versuchen ,die sogenannte Mensch-gemachte
    Klimaerwärmung als Sündenbock nach wie vor ans Kreuz zu nageln!

    Und die Abkühlung geschickterweise (geschickt ist wohl das falsche wort ^^ )
    eben als Folge von der davor heraufbeschworenen (!) menschgemachten Klimaerwährmung miteinander in Verbindung zu bringen !!!

    Da ich regelmäßig auf deiner Seite herumkreuze , aber wenig bis gar nicht Kommentare abgebe , hielt ich es für ratsam, diese Meldung in den Hauptnachrichten für Gehirngewaschene heraus zu kopieren.

    Es ist erschreckend, das so mit anzusehen, wie Medienh…n (snip von Admin) eine gesunde Wahrnehmung sterilisieren und einen Ochsen als Schaf zu verkaufen versuchen.

    Hier bei uns im Norden haben wir seit mehr als 3 Jahren keinen richtigen Sommer mehr wie von 2008-2014 (und davor), und ich bin einfach auch froh, denn hier sind Gottseidank immer frische Winde unser täglich Brot ^^ !
    Ein gekühlter Kopf (Kühler Kopf ) hat schon so seine Vorteile, wenn man das Weltgeschehen allgemein betrachtet !
    Fischköppe eben ^^……

    Mach weiter so , bin zwar nicht so tief in der Materie drin , aber so wie es hier immer dargestellt wird , und Sinn macht , kann ich mich geistig dazugesellen .

    Ng
    ein Nordmann

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    1. Jaj, ja, die deutsche Zentrale für Klimaalarm in Potsdam und der Herr Rahmstorf mit den ollen Kamellen: Es wird kälter, weil es wärmer wird.

      Rahmstorf wurde in mehreren internationalen Studien bereits mehrfach widerlegt Bittere Niederlage für Stefan Rahmstorf: Abschwächung des Golfstroms 2004-2014 hat natürliche Ursachen und legt nun offenbar nach…

      Leider wird im ARD-Artikel die aktuelle Studie des PIK nicht verlinkt, die nicht den Golfstrom, sondern das übergeordnete AMOC-System im Nordatlantik AMOC beschreibt (deutsch: MOC ).

      Die Ursachen von Veränderungen bei AMOC dürften u.a. in natürlichen zyklischen Veränderungen der AMO liegen.

      Die AMO hat ihren Höhepunkt überschritten und wird in den kommenden Jahren weiter abkühlen; dabei werden auch die arktischen Meereisflächen wieder wachsen, weil weniger warmes Wasser vom Nordatlantik in die zentrale Arktis strömt. Will Arctic Sea Ice Rebound As Atlantic Ocean Cools?

      Sachliche Informationen über die Energietransporte im Nordatlantik im Rahmen von AMOC findet man hier: Integrated transports

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  2. Der Schwachsinn von H. Rahmstorf wird auch in anderen Ländern verbreitet !
    http://science.orf.at/stories/2906395/
    Es taucht irgendwo ein Blödsinn auf und die ganzen Medien springen darauf an und verbreiten es über die ganze Welt , ohne darüber nachzudenken ! Einfach nur reinstellen , weil es ja so schön reisserisch ist !
    Trotzdem einen schönen Tag allen

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    1. Dieser klimaalarmistische Unsinn ist wohl dem seit 2012 bestehenden Kooperationsvertrag zwischen WetterOnline und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geschuldet.

      Der IPCC-Autor Stefan Rahmstorf vom PIK ist für seinen rabiaten Umgang mit Andersdenkenden bekannt und auch schon gerichtlich verurteilt.
      Die rabiaten Methoden des Klimaforschers Rahmstorf und Stefan Rahmstorf verurteilt: Eklat um Klimaberater der Bundesregierung.

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  3. Eine ernsthafte Frage Z.B.:“Die eisigen Monate Februar und März 2018 in Deutschland und Europa “ wie kommen sie zu so einer Behauptung… wie wenn es in ganz Europa so gewesen wäre, allein schon hier in Salzburg trifft es nicht zu…. (snip von Admin, es geht hier nur um Februar und März 2018)

    Grüße Stefan

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    1. Heute keine UWZ-Hitzewarnung, nur Vorwarnungen für Gewitter am Sonntag, 22.4.2018… http://www.unwetterzentrale.de/uwz/

      …obwohl die Tmax heute zumindest in der Südhälfte Deutschlands nochmals angenehme sommerliche Werte von 25°C und mehr erreichen können.


      Quelle: https://www.wetteronline.de/vorhersagekarten

      Von „Hitze“ (Tmax ≥ 30 °C) in Deutschland allerdings – wie gestern – keine Spur…

      Von Hitzetoten gestern in Deutschland ist bis heute nix bekannt geworden…, da waren die UWZ-Warnungen wohl sehr erfolgreich…

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  4. Ha, die ersten Unwetter sind im Anmarsch. Habe mir mal diese Tage die Langzeitprognosen bei donnerwetter.de auf Basis irgendwelche Berechnungen für Juni, Juli und August 2018 für die Region Sutttgart angeschaut. Und – bei allen drei Monaten eine deuliche Abweichung nach unten – jeweils minus 2-3 Kelvin. Klingt nicht sehr viel, könnte aber – sofern donnerwetter.de recht behält – der kühlste Sommer seit Jahrzehnten werden. Wollen wir’s hoffen. Richtig dran glauben kann ich nach dem kurzen Sommerintermezzo im April nicht. Schauen wir mal, was kommt.

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