Modelle: Kalter Start in den Mai 2018! Wie kalt sind die Eisheiligen?

Update 2.5.2018: GFS erneut mit pünktlichen Eisheiligen!

Zum Vergrößern anklicken. GFS-Prognose vom 2.5.2018 für die Temperaturen in Köln in 850 hPA – rund 1500 m – zu den Eisheiligen (ab 11.5.2018). Quelle: Wetterzentrale

Update 1.5.2018: Kahler Asten meldet Schneefall!

Der Tanz in den Mai 2018 wird geprägt von einem kalten Trog über Mitteleuropa, in den Höhenlagen kann es Schnee geben.

Das zeigt jedenfalls ein Blick in die Stratosphärenmodelle von ECMWF und GFS fünf Tage vor dem 1. Mai 2018 und damit innerhalb eines schon recht zuverlässigen Vorhersagezeitraums.

(zum Vergrößern anklicken)

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 25./26.4.2018 für den 1.5.2018. Beide Modelle sehen weiter einen kräftigen kalten Trog über West- und Mitteuropa und höheren Druck über dem Nordatlantik. Zwischen dem Hoch und dem Trog werden mit einer nordwestlichen Höhenströmung meist kalte und feuchte Meeresluftmassen nach West- und Mitteleuropa geführt: Ein kalter Start mit Schneefall in den Hochlagen ist am 1. Mai 2018 möglich! Quelle: ECMWF und GFS

So könnte die Nacht zum 1. Mai nach GFS in Teilen Deutschlands Tmin nahe Null Grad Celsius mit Bodenfrost bringen.

GFS sieht aktuell  den weiteren Verlauf des Mai 2018 in Deutschland wie z.B. in Köln in 850hPa – rund 1500 m Höhe – zunächst durchschnittlich temperiert.

GFS06-Prognose vom 26.4.2018 für die Temperaturen in 850 hPa – rund 1500 m Höhe – für Köln bis zum 12. Mai 2018. Die T-Prognosen liegen im Mittel (schwarze Linie) nach dem Monatswechsel April/Mai 2018 meist nahe am WMO-Mittel 1981-2010 (rote Linie). Die Streuung der Ensemble-Teilnehmer nimmt allerdings ab dem 2. Mai kräftig zu…Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Auch das NOAA-Langfristmodell CFSv2 rechnet heute mit insgesamt meist durchschnittlichen Mai-Temperaturen in Deutschland und Europa, wobei in Südosteuropa die Temperaturen auch über dem Durchschnitt liegen können.

Da auch die Niederschlagsmengen in Deutschland im Mai 2018 im Durchschnitt liegen sollen, ist mit einem „wüchsigen“ Monat für Bauern und Gärtner zu rechnen.

Allerdings sind in diesem Monat auch noch die alljährlichen Eisheiligen zu erwarten, von denen wir wissen, dass sie in den letzten Jahren in Deutschland zuverlässig aufgetreten sind.

Die Eintreffwahrscheinlickeit für die Wetter-Singularität der „Eisheiligen“ liegt in Deutschland immerhin bei rund 70% und war vor allem in den letzten drei Jahren recht kräftig aufgetreten:

Überhaupt zeigen die Temperaturen im Mai in Deutschland bis 2016 seit mindestens 17 Jahren einen negativen linearen Trend: Der Mai wird kälter in Deutschland!

„Seit der Jahrtausendwende wurde der Mai wieder deutlich kälter, das sind immerhin 17 Maimonate. Die Trendlinie zeigt etwa ein Zehntel Kelvin Abkühlung pro Jahr. Der Trend ist freilich wegen der Kürze des Zeitraumes und der enormen Streuung noch nicht signifikant. Die Angaben sind die Originalangaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.“ Quelle: Der Wonnemonat Mai: Wo ist die Erwärmung?

Den bisher wärmsten Mai gab es in Deutschland mit einer Mitteltemperatur von 15,8°C  in der DWD-Reihe übrigens im Jahr 1889.

Da ist im Mai in Deutschland von einer Klimaerwärmung seit fast 130 Jahren nix zu merken, was man in der DWD-Grafik auch sehen würde, wenn man sie ab 1889 starten würde….

Update 27.4.2018: GFS mit pünktlichen Eisheiligen und einstelligen Tmax um den 11. Mai 2018!

Zum Vergrößern anklicken. GFS00-Prognose vom 27.4.2018 für T 850 hPa (rund 1500 m) am Beispiel Köln mit pünktlichen Eisheiligen um den 11. Mai 2018 im orange-farbenen Oval und teils einstelligen Tmax in Deutschland (folgende Grafiken). Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Update 30.4.2018: Aktuell Schneefall in der Normandie/Nordwest-Frankreich!

Update 29.4.2018: Kommen die Eisheiligen in diesem Jahr aus Sibirien?

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 28./29.4.2018 für den 7./8.5.2018. Beide Modelle sehen einen kräftigen kalten Trog über Westsibirien und Osteuropa (orangefarbene Ovale) der sich nach Westen (retrograd) in Richtung Mitteleuropa ausdehnt bzw. verlagert. Bei Eintreffen dieser Prognosen könnten die Eisheiligen in diesem Jahr aus dem Raum Sibirien/Russland kommen…Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 29.4.2018 für den 8. und den 9.5.2018. Das Modell sieht für den 8.5.2018 (linke Grafik) einen kräftigen kalten Trog über Westsibirien und Osteuropa, der sich am 9.5.2018 (rechte Grafik) nach Westen (retrograd) in Richtung Mitteleuropa ausdehnt bzw. verlagert, ebenso wie das begleitende Hoch über Afrika (orangefarbene Pfeile in der linken Grafik, orangefarbene Keise in der rechten Grafik). Auch der Luftdruck über Skandinavien, Mitteleuropa, GB und Spanien fällt kräftig, wie die Verlagerung der Höhenlinien (Isohypsen) 16200, 16300 und 16400 zeigt. Das sieht nach einem kräftigen kalten Trog pünklích zu den Eisheiligen um den 11. Mai 2018 in Mitteleuropa aus. Quelle: GFS
Zum Vergrößern anklicken. ECMWF-Prognose vom 29.4.2018 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500 m) für den 7. und 9. Mai 2018 (von links nach rechts ). Ein Kaltluftvorstoß von Nordwestsibirien nach Südwesten über Russland und das Baltikum soll am 9.5.2018 mit TA bis zu minus 8 K Polen erreichen. Bei weiterer Westverlagerung des vermutlich auftretenden kalten Höhentiefs kommen die Eisheiligen pünktlich um den 11.5.2018 auch in Deutschland an. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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