Update 1.6.2018: Die Erde kühlt weiter ab: UAH Global Temperature Update for May, 2018: +0.18 deg. C (Vorjahr 0,44)!


Die amerikanische Wetterbehörde NOAA erwartet in der Maiprognose durchschnittliche oder etwas stärkere Hurrikanaktivitäten vom 1. Juni bis zum 30. November 2018 im Nordatlantik einschließlich des Amerikanischen Mittelmeeres (Karibik und Golf von Mexiko).
„May 24, 2018 NOAA’s Climate Prediction Center is forecasting a 75-percent chance that the 2018 Atlantic hurricane season will be near- or above-normal…“
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Die beiden amerikanischen Hurrikan-Forscher Klotzbach und Bell haben dagegen die Erwartungen in ihrer frühen April-Prognose etwas gesenkt und sehen in ihrer aktuellen Prognose vom 31.5.2018 eine durchschnittliche Hurrikan-Saison 2018.
Die Hurrikanforscher geben als Gründe für ihre Einschätzung trotz ausbleibender signifikanter El-Niño-Bedingungen (die durch Scherwinde die Hurrikan-Bildung im Nordatlantik schwächen) die unterdurchschnittlichen SST im östlichen und im zentralen äquatorialen Nord-Atlantik sowie die kühlen Temperaturen der Meeresoberflächen (SST) in großen Teilen des Nordatlantiks in den letzten zwei Monaten und auch Ende Mai 2018 an.
Tatsächlich ist der gesamte Nordatlantik Ende Mai 2018 in großen Teilen unterkühlt, wie die blauen Flächen zeigen.
Vor allem die Geburtsstätten von Tropischen Wellen im Tropischen Nordatlantik (TNA), die sich zu Tropischen Zyklonen (TC) über Tropische Tiefs (TD) und Tropische Stürme (TS) zu Hurrikans (H) entwickeln, sind besonders kalt und mit einer Differenz von rund minus 1,4 K (°C) deutlich kälter als im Mai des letzten Jahres, wie der nachfolgende Plot unschwer erkennen lässt.

Die aktuelle Grafik lässt die deutliche Abkühlung von +0,8 K auf -0,6 K Abweichung zum WMO-Klimamittel 1981-2010 im maßgeblichen Gebiet des TNA (östlicher tropischer Nordatlantik im Bereich 55°W – 15°W, 5°N – 25°N) von Mai 2017 bis Mai 2018 gut erkennen.
Die ENSO-Bedingungen im äquatorialen Pazifik sind nach einem (die Hurrikanaktivitäten im Nordatlantik begünstigenden) La Niña-Ereignis bis einschließlich April 2018 seit Mai 2018 neutral und sollen es auch bis zum Ende der Hurrikansaison 2018 bleiben.
Die Atlantische Multidekaden Oszillation (AMO) befindet sich einer ca. 30jährigen Warmphase, die aber aktuell im April 2018 mit einem Monatswert von nur noch 0,06 K (°) vom WMO-Klimamittel 1981-2010 deutlich niedrigere durchschnittliche Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im gesamten Atlantik anzeigt.

Zusammenfassung: Wegen der dargelegten Ausgangslage Ende Mai 2018 ist das Eintreffen der Klotzbach/Bell-Mai-Prognose für durchschnittliche Hurrikanaktivitäten wahrscheinlicher als die Mai-Prognose von NOAA hin zu überdurchschnittlichen Aktivitäten.
Hurrikane auf dem Nordatlantik entstehen oft aus einer „Tropischen Welle“ (Tropical Wave), die von Westafrika aus der innertropischen Konvergenzzone kommend zwischen 5° und 30° N nach Westen zieht.
Diese zunächst unorganisierten Gewitterzellen können sich unter günstigen Bedingungen dann über Gewittercluster zu TD (Tropical Depression), TS (Tropical Storm) und daraus zu Hurrikanen der Stufen 1 bis 5 nach der Saffir-Simpson-Hurrikanskala entwickeln.
Üblicherweise erreicht die Hurrikan-Aktivität Anfang September jeden Jahres ihren Höhepunkt:

Die Namensliste für die Hurrikansaison 2018 und die Folgejahre findet man hier: Cyclone Names
Die aktuellen Vorhersagen: http://www.nhc.noaa.gov/

Die aktuelle globale Entwicklung: Link
Dann schau’n wir doch mal, wie sich ENSO, AMO/TNA und die Hurrikansaison im Nordatlantik in diesem Jahr entwickeln, …und wie kalt das Jahr 2018 nach fast 20 Jahren globaler Abkühlung insgesamt wird: Schwache Sonne und La Niña: Wie kalt wird das Jahr 2018?
Letzte Meldung: Arktis unterkühlt – Meereisvolumen auf Höchststand seit fünf Jahren und im vieljährigen Mittel- Grönlandeis wächst überdurchschnittlich!



Die untere Grafik zeigt die seit 1.9.2017 aufsummierte SMB ebenfalls in Gigatonnen (Gt) bis zum 31.5.2018 (blaue Linie). Die Massebilanz – Schneefälle minus Schmelze – liegt aktuell bei über 600 Gt und damit über dem WMO-Klimamittel 1981-2010 (graue Linie) und vorzeitig auch über dem jährlichen Wachstumshöhepunkt Mitte Juni. Quelle: DMI Grönlandeis Massebilanz
Übrigens: Die Hurrikanaktivität im Nordatlantik nimmt seit Jahrzehnten ab – die IPCC-Klimamodelle im IPCC-Bericht 2013 liegen auch hier weiter grottenschlecht!


Quelle: Doomsday Climate Models Wrong Again! Hurricanes Declining…Flooding Over Europe Not More Frequent
Herzlich euer
Schneefan2015
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Hi Schneefan! Danke für den Beitrag! Ich muss dich allerdings bezüglich der Zahlen korrigieren! Der Zuwachs liegt bei etwa 2,5 Billionen Kubikmeter und das Gesamtvolumen
beträgt etwa 23 Billionen Kubikmeter! LG.
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Das ist richtig, habe ich korrigiert, danke.
2,5 x 10³ x 10³x10³x10³ = 2,5 x 1.000.000.000.000 = 2,5 Billionen.
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das freut mich, bitteschön!
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