Siebenschläfer 2018: Ist der Sommer schon gelaufen?

Update 9.7.2018: ECMWF mit trefflicher Neun-Tage-Prognose: Trog-Höhentief über Mitteleuropa mit Kälte und Regen!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der StratosphärenPROGNOSE von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 29. Juni (linke Grafik) zum 8.7.2018 mit der ANALYSE vom 8.7.2018 (rechte Grafik.) Für einen Neun-Tage-Zeitraum ist die Prognose für einen ausgedehnten Trog über Mitteleuropa erstaunlich treffsicher (orangefarbene Kreise). Die Prognose ließ ein Höhentief über Mitteleuropa mit kühlen Temperaturen und Regen erwarten, der ab heute von Norden einsetzt, wie die nachfolgenden Grafiken von GFS und ECMWF zeigen. Quelle: ECMWF

WZ
WFGFS

WZ
WZ

Update 8.7.2018: Strat.-Modelle: Der Sommer 2018 ist gelaufen! AGUNG-LIVE-CAM!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 7./8.7.2018 für den 17.7.2018. Beide Modelle sehen die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem und kühlem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man als frühherbstlich bezeichnen kann: Der „Hitze“-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Einen hitzigen Sommerscherz erlaubt sich heute – wieder mal – WetterOnline: Heute, am 8.7.2018, wird verkündet: Das Wetter bleibt hochsommerlich, also mit Tmax bei oder über 30°C…; ob die auch Meteorologen beschäftigen…? Ich halte das hier mal als Screenshot so fest, das glaubt ja sonst hinterher niemand…Der folgende Screenshot ist Teil 2 der WO-Hochsommerprognose…Quelle: https://www.wetteronline.de/14-tage-wetter

Der“ WO-Hochsommer“ wird von GFS für Tmax2m am 8.7.2018 bis zum 24.7.2018 um 25°C gesehen; Sommer „light“, nix Hochsommer mit Tmax. ab 30°C und wärmer…Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Update 7.7.2018: Wieder eine kalte Juli-Nacht – Modelle sehen zunächst weitere Abkühlung!

WZ

WZ
WZ
GFS
WZ

GFS00 rechnet heute mal wieder den „Achterbahnsommer“, allerdings weitgehend ohne Hitze (Tmax mind. 30°C) z.B. für Köln.

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Rechnungen für KÖLN vom 7.7.2018, 00.00 Uhr UTC. GFS (dicke schwarze Linie) rechnet heute mal wieder einen Achterbahnsommer mit einem Kälteloch um den 10.7., einer Wärmespitze um den 13.7.2018, danach wieder kräftige Abkühlung (orangefarbene Markierungen). Die meisten anderen Modelle sehen das so ähnlich…Quelle: Wetterzentrale

Die Wettermodelle geben aktuell noch keine übereinstimmende Prognose für eine Westwetterlage im Siebenschläferzeitraum vom 27.6. bis zum 7.7.2018.

Damit ist im Gegensatz zum Vorjahr Ende Juni in diesem Jahr noch nicht entschieden, ob der Sommer 2018 in Mitteleuropa bereits gelaufen ist oder nicht.

Als Siebenschläfertag wird nach dem alten Julianischen Kalender noch der 27. Juni benannt. Wegen der gregorianischen Kalenderreform von 1582 liegt er aber seitdem am 7. Juli.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70% – in Süddeutschland sogar bis zu 80% – setzt sich die Großwetterlage der ersten Juliwoche wegen der Erhaltungsneigung für mehrere Wochen, meist bis Mitte August, fort.

So sehen die aktuellen Prognosen von ECMWF (Europa), GFS (USA) und GEM (Kanada) für Mitteleuropa zum Siebenschläferzeitraum um den 7.7.2018 in rund 1500 m Höhe (850hPa) aus.

(zum Vergrößern anklicken)

ECMWF/GFS/GEM-Prognosen-Vergleich vom 27.6.2018 zum 7.7.2018. Die Modelle von ECMWF und GFS stimmen darin überein, dass um den 7. Juli 2018 (Siebenschläferzeitraum) eine eher kühle atlantische Westdrift einsetzen könnte. GEM sieht dagegen eine warme Südströmung. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Dabei ist das Rossby-Wellen-Karussell des Polarjets auf der sommerlichen Nordhalbkugel sehr aktiv, was einen raschen Wechsel von Tiefdruckgebieten und Zwischenhochs in Mitteleuropa bedeutet.

WO/GFS-Prognose vom 27.6.2018 für den Verlauf des Polarjets in 300hPa (rund 8 km Höhe) am 7.7.2018 (Siebenschläferzeitraum). Die grünen und gelben Flächen zeigen die sechs bis sieben Austrogungen (Rossbywellen) im Polarjet an, was auf eine rasche Ostwanderung der Wellen deutet. Der Polarjet liegt für die Jahreszeit über dem Nordatlantik recht weit südlich und führt mit einer strammen Westströmung überwiegend kühle Meeresluftmassen von Nordamerika bis nach Mitteleuropa. Quelle: http://www.wetteronline.de/profiwetter/europa?pcid=pc_modell_expert&gid=euro&parameter=nhjt&base=17062406&model=gfs

Die Prognosen der Statosphärenmodelle von ECMWF und GFS mit einem maximalen Prognosezeitraum von 10 Tagen unterstützen derzeit diese Entwicklung mit einer strammen Westdrift in der unteren Stratosphäre.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 26./27.6.2018 für den 6./7.7.2018 (Siebenschläferzeitraum). Beide Modelle sehen noch nicht recht übereinstimmend einen kühlen Trog (GFS) des Polarwirbels (orangefarbene Kreise) mit einer kühlen Westströmung. ECMWF sieht den Trog weiter südlich mit hohem Druck über Skandinavien. Quelle: ECMWF und GFS

GFS06 sah heute die Entwicklung der Temperaturen in rund 1500m Höhe (850hPa) am Beispiel Köln dann auch folgerichtig um den 7.7.2018 das ENS-Mittel (weiße Linie) unter das WMO-Klimamittel (rote Linie) fallen, die Niederschläge setzen ab 3.7. kräftig ein, was auf Gewitter hindeutet.

GFS12 sieht starke Niederschläge mit Überschwemmun- gen wie im Juli 2017.

Dazu passend die Langfristprognose von Donnerwetter für die kommenden 100 Tage für Westdeutschland, obwohl die aktuelle Prognose für die kommenden Tage bis Anfang Juli 2018 bereits deutlich zu kühl sein dürfte…(Grafik erneuert sich täglich)

Das aktive Rossbywellenkarussell auf der Nordhalbkugel in Höhe der Tropopause ist hier im Lauf der Potentiellen Temperatur von 14 Tagen gut zu erkennen: Arctic ECMWF

PotentielleTemperaturTopopause26062018Siebenschläfer
Der Plot der Nordhalbkugel zeigt den Lauf der Analyse der potentiellen Temperaturen im Bereich des arktischen Polarwirbels (Polar Vortex) in Höhe der Tropopause (etwa um 8 bis 12 km Höhe). Die grüne und blauen Farben zeigen kalte polare/subpolare Luftmassen, die gelb/orange/roten Farben zeigen warme tropische/subtropische Luftmassen. Die rasche Bewegung der wechselnden Luftmassen von West- nach Ost (links nach rechts) in unseren Breiten weist auf das aktive Rossbywellenkarussel im Polarjet und im Subtropenjet hin, die im Wechsel kühlere und warme Luftmassen auch nach Europa führen. Am 26.6.2018 liegen mäßig warme subtropische (orangefarbene) Luftmassen über dem östlichen Nordatlantik, großen Teilen Deutschlands und über Nordeuropa.  Kühler ist es in Teilen Osteuropas, westlich von Portugal und bei Island. Quelle: http://www.pa.op.dlr.de/arctic/ecmwf.php

Grundsätzlich gilt: Je höher die Anzahl der Wellentäler (Höhentröge) und Wellenberge (Höhenrücken), desto größer ist die (Phasen-) Geschwindigkeit des Systems. Wetteran – Grundlagen – Vorticity

„Wellenlänge und Wellenzahl korrelieren folglich, d.h. dass sich mit zunehmender Wellenzahl die Wellenlänge verkürzt. Meist bewegt sich die Zahl der Rossby-Wellen auf der Nordhemisphäre zwischen drei und fünf. Je höher die Wellenzahl, desto rascher bewegen sich die Rossby-Wellen nach Osten, da ihre Phasengeschwindigkeit aufgrund der Wellenlängenverkürzung zunimmt. Bei niedriger Wellenzahl (< 3) können die (langen) Wellen stationär sein oder gar retrograd wandern. Dies ist bei den sogenannten Blockinglagen der Fall.“

Dabei gibt es allerdings einen Trost: Bisher sind es nur Modellrechnungen. Es bleibt also abzuwarten, ob sich die berechnete unsommerliche Großwetterlage Anfang Juli 2018 auch tatsächlich einstellt.

Was spricht dafür ?

Die seit Jahrhunderten auftretenden natürlichen Witterungsregelfälle (Singularitäten) bis in die aktuelle Neuzeit weisen auf die Dominanz natürlicher Zyklen bei Wetter und Klima hin. Die auch in diesem Jahr erneut kräftige Schafskälte hat eine unglaubliche Eintreffwahrscheinlichkeit von 89 %.

Die Entwicklung regionaler Wetterereignisse ist dabei stets in natürliche globale Entwicklungen eingebunden, wie der bekannte amerikanische Meteorologe Joe Bastardi schreibt: „One must think globally to forcast locally.“ („Man muss global denken, um lokale Wettervorhersagen zu machen.“)

Die aktuelle globale Entwicklung ist bestimmt durch eine anhaltende globale Abkühlung nach dem El Niño-Peak der globalen Temperaturen im Februar 2016: Grönlandeis mit Rekordwachstum! „Global Warming“ Reality Check Mai 2017

Die Abweichungen der globalen 2m-Temperaturen gehen im Juni 2018 auf die bisher niedrigsten Werte des Jahres 2018 zurück.

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach den bis zum 25.6.2017 gemessenen und für die folgenden sieben Tage berechneten Werten gehen die globalen Temperaturen (schwarze Linie) ab April2018 wieder nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Vor allem auf der ins Winterhalbjahr gestarteten SH (blaue Linie) mit 81% Meeresoberflächen stürzen die Temperaturen in der Prognose Anfang Juli 2018 regelrecht bis deutlich unter NULL K Abweichung ab und erreichen dort und bei den globalen T-Abweichungen (dT) mit durchschnittlich 0,4 K (dT) für den Juni bisher insgesamt den tiefsten Stand dieses Jahres. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Außerdem befinden wir uns seit 2,7 Millionen Jahren in einem geologischen Eiszeitalter und die Erde wird seit 8000 Jahren kälter!

Eine weitere bedeutende Rolle für die globale und regionale Wetterentwicklung dürfte die schwächste Sonnenaktivität seit 200 Jahren spielen: Absturz der Sonnenaktivität – Sonnenminimum trotzdem erst 2019?

Dazu kommt, dass die Erde am 6. Juli 2018 mit 152 Mill. km Abstand den sonnenfernsten Punkt (Aphel) der Erde auf der Umlaufbahn um die Sonne erreicht hat und damit Anfang Juli die jährlich geringste Strahlungsleistung der Sonne erhält (Abstandsgesetz – Die Bestrahlungsstärke nimmt mit dem Quadrat des Abstandes ab).

Die Differenz zum sonnennächsten Punkt (Perihel) der Erde Anfang Januar jeden Jahres beträgt rund 5 Millionen Kilometer oder rund 7,7 % der Bestrahlungsstärke auf der Erde.

Das wirkt sich sichtbar alljährlich vor allem in der Stratosphäre z.B. in 25 km Höhe (Ozonschicht) aus, wo die Temperaturen Anfang Juli regelmäßig ihren Tiefpunkt ereichen, in diesem Jahr wegen der anhaltenden Sonnenschwäche besonders tief.

Warten wir also – bei widrigen globalen Umständen – die in der ersten Juliwoche 2018 tatsächlich eintretende Großwetterlage ab und hoffen, dass die bisherigen Modellprognosen nicht eintreffen, die eher auf einen „Flop„-Sommer hindeuten…

Letzte Meldung: Arktische Meereisflächen (area/Reineisfläche) Ende Juni 2018 ungewöhnlich groß!

Die arktischen Meereisflächen (area=Reineis) sind Ende Juni 2018 gegenüber den Vorjahren ungewöhlich groß und liegen im vieljährigen Mittel (graue Fläche). Im Gegensatz zum „extent“ (Ausdehnung) werden bei „area“ bei einer Eisbedeckung von mehr als 15% die Wasserflächen nicht mitgerechnet, es ist also eine Reineisfläche. Deshalb ist bei Meereis der „extent“ (Ausdehnung) stets gößer als die „area“ (Fläche). Quelle: wie vor

Update 6.7.2018: Strat.-Modelle rechnen weiter übereinstimmend einen kühlen Trog über Mitteleuropa um den 12.7.2018!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 5./6.7.2018 für den 12./13.7.2018 (Ende des Siebenschläferzeitraums). Beide Modelle sehen die Großwetterlage weiter mit hohem Druck über Westeuropa und tiefem Druck über Mittel- und Osteuropa (orangefarbene Kreise) , wobei Mitteleuropa in einer Randlage mit nördlicher Strömung liegt. Dabei ist im Bereich eines kühlen Höhen-Trogtiefs über Deutschland weiter mit mäßig warmem und zeitweise unbeständigem Wetter zur rechnen (siehe folgende Prognosegrafiken von GFS). Quelle: ECMWF und GFS

WZ

WZ

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Rechnungen für KÖLN vom 6.7.2018, 00.00 Uhr UTC. GFS (dicke schwarze Linie) rechnet nun nicht mehr mit einer „Hitzespitze“, sondern sieht heute bis zum 22.7.2018 einen normalen Sommerverlauf mit Tmax 2m (umgerechnet T 1500m + 12 bis 15°C) um 25 bis unter 20°C. Ist das die bestimmende Siebenschläfer-Großwetterlage…? Quelle: Wetterzentrale

Update 5.7.2018: ECMWF weiter mit Sommer „light“! Aktueller Ausbruch des Agung – AGUNG-Ausbruch-LIVE-CAM!!

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Rechnungen für KÖLN vom 5.7.2018, 00.00 Uhr UTC. ECMWF (dicke blaue Linie) rechnet heute weiter mit einem mäßigen Temperaturverlauf in rund 1500m (850 hPa) bis Mitte Juli, GFS hat die gestern gerechnete „Hitzespitze“ um den 13.7. deutlich zurückgenommen…Die Differenz der Temperaturen in 1500 m und in Meereshöhe (0 m) liegt zwischen 12 und 15 °C. Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 4./5.7.2018 für den 10.7.2018 (Siebenschläferzeitraum). Beide Modelle sehen die Großwetterlage weiter mit hohem Druck über Westeuropa und tiefem Druck über Mittel- und Osteuropa (orangefarbene Kreise), wobei Mitteleuropa in einer Randlage mit nördlicher Strömung liegt. Dabei ist weiter mit mäßig warmen und zeitweise unbeständigem Wetter zur rechnen. Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. ECMWF-Prognose der Temperaturabweichungen (TA) in rund 1500m (850hPa) vom 5.7.2018 für den 10.7.2018 in Europa. Über Deutschland und Polen liegt eine unterkühlte Luftmasse mit Abweichungen bis zu minus 6 K (°C) zum WMO-Mittel 1981-2010. Quelle: Wetterzentrale

Update 4.7.2018: GFS00 mit Achterbahnsommer! UWZ warnt vor Gewittern in der Südwesthälfte Deutschlands! AGUNG-Ausbruch-LIVE-CAM!

WZ-MultiOP-Rechnungen für die Temperaturen in rund 1500 m (850hPa) für KÖLN von heute 00.00 Uhr UTC. GFS rechnet heute einen Achterbahnsommer mit einer Hitzespitze um den 13.7.2018, danach wieder kräftige Abkühlung (orangefarbene Markierungen). Alle anderen Modelle sehen das allerdings nicht so, vor allem auch nicht ECMWF (ecm), ico (DWD, weinrot) sieht den kühlsten Verlauf… Die nachfolgenden Grafiken zeigen das entsprechende GFS-Wetter. Quelle: Wetterzentrale

WZ
WZ
WZ
WZ

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 3./4.7.2018 für den 10.7.2018 (Siebenschläferzeitraum). Beide Modelle sehen die Großwetterlage weiter einheitlicher mit hohem Druck über Westeuropa und tiefem Druck über Mittel- und Osteuropa (orangefarbene Kreise), wobei Mitteleuropa in einer Randlage mit nördlicher Strömung liegt. Dabei ist weiter mit mäßig warmem und zeitweise unbeständigem Wetter zur rechnen. Quelle: ECMWF und GFS

ARDVideotextPrognoseTmaxTminAm0407Zu06Bis1007208KeinHitze
ARD-Prognose vom 4.7.2018 für die Tmax und Tmin in Deutschland vom 6. bis 10.7.2018: Keine Hitze in Deutschland! Quelle: ARD-Text

Update 3.7.2018: Dritte kalte Julinacht mit Bodenfrost hintereinander – Modelle weiter mit Sommer „light“! Nächtliche Vulkanexplosion auf Bali – Video!

WO

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 2. und 3.7.2018 für den 12.7.2018 (Siebenschläferzeitraum). Beide Modelle sehen die Großwetterlage nun einheitlicher mit hohem Druck über Westeuropa und tiefem Druck über Osteuropa (orangefarbe Kreise), wobei Mitteleuropa in einer Randlage mit nördlicher Strömung liegt. Dabei ist weiter mit mäßig warmem und zeitweise unbeständigem Wetter zur rechnen. Siehe dazu auch die folgenden beiden Grafiken der 100-Tage T-Prognose für Westdeutschland von Donnerwetter und den Siebentage-T-Trend für Europa… Quelle: ECMWF und GFS

Donner

Hau

Update 2.7.2018: Bodenfrost in Berlin – wieder eine frostige Juli-Nacht in Deutschland! – UWZ hebt Hitzewarnungen auf! Neuer AGUNG-Ausbruch-LIVE-CAM!

WO

WO

Update 1.7.2018: Der Juli startet mit Bodenfrost – auch in der kommenden Nacht! UWZ warnt vor Hitze… – GFS mit angenehmen Sommertemperaturen!

WO

UWZ-Hitzewarnung für das Rheinland bei Bodenfrost in NRW und in Ostdeutschland…, bei diesen Aussichten für die Temperaturabweichungen (TA) zum WMO-Klimamittel 1981-2010 in den kommenden sieben Tagen in Deutschland  und Europa…(siehe folgende Grafik)

GFS06/ENSemble-Prognose vom 1.7.2018 für die Temperaturen in 1500m (850hPa) und die Niederschläge am Beispiel KÖLN bis Mitte Juli 2018. Das Prognosemittel (weiße Linie) liegt nahe am WMO-Klimamittel 19181-2010 (rote Linie). Ab 4./5.7. 2018 sollen zunehmend Niederschläge fallen. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/
UWZ-Hitzewarnung vom 28.6.2018 für Köln für den 29.6. bis mindestens Dienstag, 3.7.2018. Die Tmax dürften an diesen Tagen allerdings in Köln meist unter 30°C liegen, wie Z.B. heute am 1.7.2018…

WO

Update 30.6.2018: ECMWF versetzt die Omegalage nach Westen – Mitteleuropa im Trogtief!

Zum Vegrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 28. (linke Grafik) und 29.6.2018 (rechte Grafik) für den 7.7.2018. Im Gegensatz zum Vortag hat sich das Omegahoch über Skandinavien stark abgeschwächt und nach Süden zurückgezogen (orangefarbene Kreise). Der Trog über Nordspanien und Südfrankreich hat sich verstärkt. Die nächste Grafik zeigt diesen Trog über Mittel- und Osteuropa. Quelle: ECMWF-Strat.-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Stratosphärenprognose von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 29.6. für den 10.7.2018. Die Omegalage hat sich durch Druckanstieg über den Britischen Inseln und über der Nordsee nach Westen verlagert (orangefarbenes Oval), die beiden flankierenden Tiefs liegen nun über Mitteleuropa und über dem mittleren Nordatlantik (orangefarbene Kreise). Über Mitteleuropa dürfte bei Eintreffen dieser Wetterlage mäßig warmes und niederschlagsreiches Wetter herrschen. Quelle: wie vor
Zum Vergrößern anklicken. GFS-Stratosphärenprognose(100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 30.6. für den 10.7.2018. GFS sieht weiter einen Trog über Mitteleuropa (orangefarbener Kreis.) Demnach wäre weiter unbeständiges Wetter mit kräftigen Niederschlägen bei mäßigen Temperaturen um den 10.7.2018 auch in Deutschland zu erwarten. Die nächste Grafik zeigt die GFS06-Prognosen am Beispiel Köln vom 30.6.2018 mit Temperaturabweichungen in 1500 m (850hPa) und Niederschlägen bis Mitte Juli. Quelle: GFS
GFS06/ENSemble-Prognose vom 30.6.2018 für die Temperaturen in 1500m (850hPa) und die Niederschläge am Beispiel KÖLN bis Mitte Juli 2018. Das Prognosemittel (weiße Linie) liegt meist nahe am WMO-Klimamittel 1981-2010 (rote Linie). Ab 3./4.7. 2018 sollen zunehmend Niederschläge fallen. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Update 29.6.2018: ECMWF mit Sommer-Omegalage  zum 7.7.2018 – GFS sieht eine kühlere Westlage!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 28.6.2018 für den 7.7.2018 (Siebenschläferzeitraum). Beide Modelle sehen die Großwetterlage weiter sehr entgegengesetzt. Während ECMWF nun eine warme und beständige Omegalage sieht, bleibt (GFS) weiter bei einer mäßig warmen westlichen Strömung mit leichtem Trog über Mitteleuropa (orangefarbene Markierungen) mit einer kühlen Westströmung. Siehe dazu auch die Trendvorhersage des DWD  für NRW (folgende Grafik, erneuert sich täglich). Quelle: ECMWF und GFS

Eilmeldung 28.6.2018: Ausbruch des Agung – Aschewolke bis 7 km – Flughafen auf Bali wegen Vulkanasche vorübergehend geschlossen – Live-Cam!

AgungAusbruchFotoFlugzeug28062018
Ausbruch des Agung am 27.11.2017, Video-Foto aus dem Flugzeug. Anmerkung zum Agung-Seismogramm und dem recht gleichmäßig erhöhten Tremor tagsüber: Es sind Steinbrecher-Maschinen, die die Tremor-ähnlichen Signale verursachen. Die Maschinen zerkleinern Lavagestein, das von mehreren Betrieben am Agung abgebaut und zu Schotter verarbeitet wird. Die Steinbrecher erzeugen bei ihrer Arbeit starke Erschütterungen, die wie Erdbebenewellen durch den Untergrund laufen. Quelle für das Video: https://www.youtube.com/watch?v=lc51wDy78Wc

Letzte Meldung: Sonnenminimum und ENSO-Prognosen

Figure: Top: Six-month smoothed monthly sunspot number from SIDC. Bottom: Oceanic El Niño Index from NOAA. Red and blue boxes mark the El Niño and La Niña periods in the repeating pattern.

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

Verwandte Themen:

Solar minimum and ENSO prediction

WM-Sommer 2018 in Deutschland und Europa: Top oder Flop?

Schwache Sonne und La Niña: Wie kalt wird das Jahr 2018?

Update: Wie kalt wird das Jahr 2018 in Deutschland und Europa? Ein statistischer Blick in die Zukunft…

Statistik: Folgt auf einen warmen April in Deutschland ein kalter Sommer?

Eiszeit bei minus 80 Grad: Antarktis stark unterkühlt! Seit 8000 Jahren wird die Erde kälter!

Schwache Sonne – kühle Erde: Wie schwach wird der nächste Sonnenzyklus nach 2020 ?

Advertisements

74 Gedanken zu “Siebenschläfer 2018: Ist der Sommer schon gelaufen?

  1. Vor ein paar Tagen kündigten die Winzer im Südwesten an, die Weinlese aufgrund des doch überdurchschnittlichen warmen Wetters auf August vorzuziehen. Allerdings hat durch die starken Unwetter vergangene Woche doch der eine oder andere Weinberg Schaden genommen. Zum Thema kühler und verregneter Sommer, war nicht der Sommer 1984 auch ein ähnlicher Fall? da gabs um den 1. Juli Bodenfröste im Raum Frankfurt, und danach wars mehr oder weniger gelaufen.

    Gefällt mir

  2. Also ich muss sagen, bei uns in der Lüneburger Heide ist das Wetter alles andere als normal. Letztes Jahr von Ende Juli bis dieses Jahr im Januar ständig Regen und im Februar und März der Kahlfrost ohne Schnee und seit April diese Dürre, das ist
    für diese Region nicht normal und das kann ich mit Recht sagen, da ich schon seit über 48 Jahren hier lebe und das Wetter schon sehr lange beobachte.
    Hier wird der Sommer viel zu trocken und auch zu warm werden, da kann auch der August nichts mehr dran ändern. Ich beobachte in diesem Jahr sehr häufige und anhaltende Nord-/ Nordost- und Ostwetterlagen bei uns, ich hoffe, das hält über die kommenden Wintermonate auch an, dann wird es einen sehr kalten aber hoffentlich nicht schneearmen Winter 18/19 geben… (snip durch Admin)

    Gefällt mir

    1. Wie der Sommer 2018 in der Lüneburger Heide insgesamt ausfallen wird, kann vor Ende der ersten Hälfte des Sommers noch niemand wissen…

      Die Temperaturen in Deutschland lagen im Juni über dem Durchschnitt, im Juli 2018 liegen sie bisher mit einer Abweichung von 0,7 K (°) im Durchschnitt zum WMO-Mittel 1981-2010 (zum veralteten Mittel 1961-1990 = 1,8 K).

      (zum Vergrößern Rechtsklick in die Grafik und „Grafik anzeigen“ wählen)

      Hus

      Die Lüneburger Heide gehört dabei im Juli 2018 bisher zu den kältesten Gebieten Deutschlands mit einer Abweichung von ca. minus 0,6 K zum WMO-Mittel 1981-2010…(plus 0,5 K zu 1961-1990)

      Gefällt mir

      1. Die Großwetterlage stellt sich bereits um, weil das Hoch nach Westen gerückt und aus der Ost- eine kühlere Norwest- bis Nordlage geworden ist. Die weitere Umstellung zur Westlage dürfte tatsächlich weit bis in den August reichen…(siehe mein heutiges Update).

        Gefällt mir

  3. @Ted T: Eine 30-Tage-Vorhersage ist so zuverlässig wie ein verheirateter Papst. Sowas gibt es nicht. Alles was über 5 Tage hinausgeht, ist unsicher, aber wieso sollten die Wettermodelle plötzlich wieder auf dunkelrot und heiß umschlagen? Ich hoffe, Schneefan hat recht, und es wird bald wirklich durchgehend wechselhafter, und kein Hitzesommer mehr.

    Gefällt mir

    1. Wieso „kein Hitzesommer mehr“..?

      Der Juli 2018 in Deutschland war doch wohl bisher mit wiederholtem Bodenfrost und einstelligen Nachttemperaturen wenig hitzig, wie auch die durchschnittlichen 2m-Temperaturen in der NOAA-Reanalyse vom 1. bis 6.7.2018 zeigen.

      In der Großstadt Stuttgart gab es im Sommer 2018 noch keinen einzigen Hitzetag…

      NIE
      Quelle: http://www.niederschlagsradar.de

      …, ebenso in Düsseldorf…

      Nied

      …und selbst in unserer kontinental stärker beeinflussten Hauptstadt Berlin waren es bisher nur drei Hitzetage.

      Berl

      Gefällt mir

  4. Das mit dem Hitzesommer war ironisch gemeint. Und so wie es nun aussieht, scheint der Sommer nun wirklich vorzeitig zu Ende zu gehen. Da darf man gespannt sein, wann die ersten Zugvögel gen Süden aufbrechen. Frühzieher sind ja bekanntlich die Mauersegler, die schon Mitte Juli losfliegen.

    Gefällt mir

  5. Ich habe hier gerade die interessante Grafik aus Stuttgart gesehen, die für dieses Jahr noch keinen Hitzetag angezeigt hat. Da würde ich gerne den Standort der Station wissen, ich vermute mal Flughafen (auf der Höhe) oder Schnarrenberg. Die Station Stuttgart-Schwabenzentrum wird auf den Klimaschutz-Websiten der Stadt Stuttgart als Grundlage für die Hitze- und Wärmetage genommen. Da sinds laut der Grafik auf http://www.stadtklima-stuttgart.de bisher 8 Tage. Allerdings: S-Schwabenzentrum ist in der Stadtmitte, also Wärmeinseleffekt. Müssten auch diejenigen wissen, die Stuttgar regieren (oder besser kaputt wirtschaften).

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.