Update Siebenschläfer: Wie nass wird der Rest-Sommer 2018 in Deutschland und Europa?

Update 14.7.2018: Modelle mit unbeständigem Wetter in der kommenden Woche!

WZ

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 13./14.7.2018 für den 17.7.2018. Beide Modelle sehen weiter die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, die Temperaturen lägen im mäßig warmen Bereich: Kein „Hitze“-Sommer 2018 in Sicht! Quelle: ECMWF und GFS
Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 13.7.2018 für den 22.7.2018. Beide Modelle sehen weiter die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa (ECMWF mit Höhentief!) und darüber hinaus (schwarze Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem und kühlem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man zeit- und gebietsweise als frühherbstlich bezeichnen kann: Der „Hitze“-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: wie vor

WZ

Update 14.7.2018: Späte Einsicht: Sommer 2018 bisher ohne große Hitze.

Update 13.7.2018 – Zum Ferienbeginn in NRW: Gewitterwarnungen von Nordskandinavien bis Südeuropa!

UWZ

WE

Update 12.7.2018: GFS00-Prognose rechnet Hochsommer und „Hundstage“ ohne Hitze!

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Rechnungen in 850hPa (rund 1500m) für KÖLN vom 12.7.2018, 00.00 Uhr UTC (02.00 Uhr MESZ). GFS00 rechnet heute erneut mit einem Sommer „light“ bis in die heißesten Tage des Jahres ab dem 23.7.2018 (Hundstage). Die 2m-Temperaturen in Meereshöhe liegen etwa 12 bis 15 K (°) höher als in 1500 m Höhe, die Tmax/2m von GFS liegen also immer unter 30°C: Keine Hitze in Sicht! Die nachfolgende Grafik zeigt die berechneten Niederschlagsmengen summiert vom 12. bis 28.7.2018: Bei Eintreffen dieser Prognosen bis zu über 100l/m² ist in Süddeutschland mit örtlichen Überschwemmungen zu rechnen…Quelle: Wetterzentrale MultiOP

Die WetterOnline-Dürre der letzten 72 Stunden:

WO

Ende der Dürre im Norden und Osten Deutschlands: Binnen drei Tagen fielen teilweise die Niederschlagssummen eines ganzen Monats. Quelle: WetterOnline
Die Grafik der Uni Karlsruhe zeigt die Niederschlagsmengen der letzten sieben Tage vom 5. bis 12.7.2018, jeweils ab und bis 06.00 Z/UTC (08.00 MESZ) in Deutschland. Es hat in den letzten sieben Tagen in Deutschland verbreitet kräftig geregnet, vor allem in den Trockengebieten im Nordosten ist die Dürre mit Niederschlägen bis zu über 100l/m², die mehr als einem gesamten Monatswert entsprechen, verbreitet beendet. Quelle: Uni Karlsruhe Wetterwerte

Update 11.7.2018: WetterOnline legt nach: Trend: Wieder sonnig und heiß, die Dürre dauert an! Erste Hochwasserwarnung für Brandenburg!


Ein Blick in die Realität der Modelle…

Hau

 

Nach der Trockenheit vor allem in der Nordosthälfte Deutschlands haben heute am Ende des Siebenschläferzeitraums um den 7. Juli gerade dort teils kräftige Regenfälle eingesetzt.

Die Unwetterzentrale (UWZ) warnt vor verbreiteten Gewittern und sogar vor Starkregen im Osten Deutschlands.

Update 10.7.2018: UWZ erhöht Starkregrenwarnungen auf „örtlich über 100l/m²“ in großen Teilen Norddeutschlands (NS, MVP, BB).

GFS erwartet in den kommenden sieben Tagen Regenmengen bis zu über 50 l/m² vor allem in den bisherigen Trockengebieten im Nordosten.

Bei WetterOnline (auch GFS) sehen die Prognosen für die Regenmengen der kommenden sieben Tage heute so aus.

Es wird also binnen sieben Tagen reichlich Regen – nicht nur – in Deutschland erwartet, auch von WetterOnline (WO).

Und wie lautet heute die Überschrift von WetterOnline?

„Regen kommt, Trockenheit bleibt“

Die nächste Überschrift bei WO lautet heute:

„Trend: Sommerwetter ohne Ende?“

Ein kurzer Blick in die Welt der Wettermodelle sieht – nicht erst seit heute – das ziemliche Gegenteil von dauerhaft strahlendem und trockenem Sommerwetter.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 7./8.7.2018 für den 17.7.2018. Beide Modelle sehen die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem und kühlem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man als frühherbstlich bezeichnen kann: Der „Hitze“-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: ECMWF und GFS

Auch heute wiederholen die beiden Strat.-Modelle von ECMWF und GFS die gerechneten kühlen und nassen Troglagen über Mitteleuropa, wie wir sie heute und morgen erleben, zum 19.7.2018.

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 9./10.7.2018 für den 19.7.2018 Beide Modelle sehen die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Goßwetterlage ist mit wechselhaftem und mäßig warmem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man zeitweise als frühherbstlich bezeichnen kann: Der Hitze-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: wie vor

Wenn die Stratosphärenmodelle weiter so treffliche Neun-Tage-Prognosen abgeben wie ECMWF für die heutige Wetterlage mit dem kühlen und regnerischen Höhentief über Deutschland, dann is nix mehr mit Trockenheit und andauerndem Hochsommerwetter in den kommenden Wochen…

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der StratosphärenPROGNOSE von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 29. Juni (linke Grafik) zum 8.7.2018 mit der ANALYSE vom 8.7.2018 (rechte Grafik.) Für einen Neun-Tage-Zeitraum ist die Prognose für einen ausgedehnten Trog über Mitteleuropa erstaunlich treffsicher (orangefarbene Kreise). Die Prognose ließ ein Höhentief über Mitteleuropa mit kühlen Temperaturen und Regen erwarten, der ab heute von Norden einsetzt, wie die nachfolgenden Grafiken von GFS und ECMWF zeigen. Quelle:

Das CFSv2-Modell der amerikanischen Wetterbehörde NOAA sieht die Juli-Temperaturen in Deutschland im positiven Bereich des Durchschnitts, keine Spur von Hitze…

Allerdings sollen die Niederschläge weit unter dem Durchschnitt ausfallen…

Die beiden NOAA-Modelle GFS und CFSv2 widersprechen sich bei den Niederschlägen im Juli 2018 also gründlich.

Wenn man auf die aktuellen Temperaturen im Juli 2018 in Deutschland schaut, ist der Hochsommermonat mit einer Abweichung von 0,6 K (°C) zum WMO-Klimamittel 1981-2010 in den ersten neun Tagen durchschnittlich gestartet (zum veralteten kälteren Klimamittel 1961-1990 sind es 1,7 K/°C).

Quelle: http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Die Sieben-Tage-Prognose sieht eine weitere Abkühlung  in Deutschland.

Die Aussichten bis zum 25. Juli 2018 werden von GFS06 heute am Beispiel von KÖLN mit duchschnittlichen Tmax im ENS-Mittel (schwarze Linie) meist unter 25°C und mit zunehmenden Niederschlägen gesehen.

Der August 2018 wird nach den aktuellen CFSv2-Prognosen noch deutlich kühler als der Juli.

Dabei soll es außer im Nordosten Deutschlands unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen geben.

Die Langfristprognosen sind natürlich – wie immer – mit großer Vorsicht zu betrachten und es kann noch völlig anders kommen.

Eine Ähnlichkeit meiner frühen statistischen Betrachtungen für den Sommer 2018 in Deutschland und Europa mit der bisherigen Entwicklung und den vorgestellten Prognosen ist allerdings nicht zu übersehen: WM-Sommer 2018 in Deutschland und Europa: Top oder Flop?

Warten wir also die weitere Entwicklung dieses bisher recht hitzearmen Sommers 2018 ab und freuen uns über den Regen, der aktuell von Norden über Deutschland zieht und vor allem in den bisherigen Trockengebieten für Linderung sorgt.

Letzte Meldung: Die Sonne streikt seit fast zwei Wochen: 13 fleckenlose Tage hintereinander, 100 Tage in diesem Jahr!

Update 10.7.2018: Schwere Gewitter mit Starkregen in NRW!

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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16 Gedanken zu “Update Siebenschläfer: Wie nass wird der Rest-Sommer 2018 in Deutschland und Europa?

  1. Mal ne Frage an die Experten hier: Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein (in Prozent, von 0 bis 100), dass der Sommer nun gelaufen sein dürfte? (also keine große Hitze über 30 °C mehr zu erwarten ist)? mehr als 80% ?

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    1. Wetterprognosen über fünf Tage hinaus bleiben bekanntlich wie ein Blick in die Glaskugel…

      Ich tippe auf 100%, dass es in Deutschland bis Ende August 2018 keine flächendeckende Hitzewelle mit Tmax 30°C und mehr über mindestens fünf Tage in Folge gibt, also im gesamten Sommer 2018 nicht…

      GFS06 sieht heute keine 30°C mehr bis Ende Juli 2018 in KÖLN.

      (zum Vergrößern anklicken, die Temperaturen sind LINKS in der Skala, rechts sind die Niederschläge in mm)


      Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

      Trotzdem tippe ich auf 100%, dass es bis Mitte August 2018 in Deutschland noch einzelne regionale Hitzetage von Tmax mehr als 30°C geben kann…

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