Update Siebenschläfer: Wie nass wird der Rest-Sommer 2018 in Deutschland und Europa?

Update 18.7.2018: Modelle weiter mit wechselhaftem Sommerwetter und teils kräftigen Niederschlägen!

WZ

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 17./18.7.2018 für den 22.7.2018. Beide Modelle sehen nun wie bereits am 13./14.7.2018 (s.u.) erneut die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem und teils kühlem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen: Kein „Hitze“-Sommer am kommenden Wochenende! Quelle: ECMWF und GFS

WZ
GFS

Update 17.7.2018: Modelle mit Trog über der Nordsee – warmes Sommerwetter mit gebietsweisen Niederschlägen!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 16.7.2018 für den 20.7.2018. Beide Modelle sehen eine Trog über der Nordsee (orangefarbene Kreise), der sich weiter nach Südwesten erstreckt. Dadurch entsteht in der Mitte des meteorologischen Sommers 2018, der am 1.6. begann und am 31.8.2018 endet, eine warme südwestliche Strömung Richtung Mitteleuropa, mit der feuchte subtropische Luftmassen herangeführt werden. Das sommerlich warme und zeit- und gebietsweise unbeständige Wetter setzt sich fort. Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 16.7.2018 für den 26.7.2018. Beide Modelle sehen einen Trog über dem Ostatlantik und Westeuropa sowie Hochdruck über der Ostsee und Osteuropa (orangefarbene Kreise). Auf der Vorderseite (Ostseite) des Troges wird subtropische Luft von Süden nach Mitteleuropa geführt. Bei Eintreffen dieser Großwetterlage kann es pünktlich zu den „Hundstagen“ um den Monatswechsel Juli/August zeit- und gebietsweise mit Tmax über 30°C heiß werden. Quelle: wie vor

WZ

Zum Vergrößern anklicken. Die Langfristprognose von Donnerwetter vom 17.7.2018, 00.00 Uhr, zeigt für Westdeutschland um den Monatswechsel Juli/August 2018 (Hundstage) keine Hitze, sondern Temperaturen unter dem Durchschnitt (blaue Farben im orangefarbenen Kreis). Quelle: Donnerwetter Langfristprognosen
Zum Vergrößern anklicken. Die DWD-15-Tage-Trend-Prognose (schwarze obere Linie) sieht am 17.7.2018 keine Hitze in Westdeutschland vom 21. bis 31.7.2018. Quelle: DWD-Trendvorhersage regional

Update 14.7.2018: Modelle mit unbeständigem Wetter in der kommenden Woche!

WZ

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 13./14.7.2018 für den 17.7.2018. Beide Modelle sehen weiter die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, die Temperaturen lägen im mäßig warmen Bereich: Kein „Hitze“-Sommer 2018 in Sicht! Quelle: ECMWF und GFS
Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 13.7.2018 für den 22.7.2018. Beide Modelle sehen weiter die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa (ECMWF mit Höhentief!) und darüber hinaus (schwarze Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem und kühlem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man zeit- und gebietsweise als frühherbstlich bezeichnen kann: Der „Hitze“-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: wie vor

WZ

Update 14.7.2018: Späte Einsicht: Sommer 2018 bisher ohne große Hitze.

Update 13.7.2018 – Zum Ferienbeginn in NRW: Gewitterwarnungen von Nordskandinavien bis Südeuropa!

UWZ

WE

Update 12.7.2018: GFS00-Prognose rechnet Hochsommer und „Hundstage“ ohne Hitze!

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Rechnungen in 850hPa (rund 1500m) für KÖLN vom 12.7.2018, 00.00 Uhr UTC (02.00 Uhr MESZ). GFS00 rechnet heute erneut mit einem Sommer „light“ bis in die heißesten Tage des Jahres ab dem 23.7.2018 (Hundstage). Die 2m-Temperaturen in Meereshöhe liegen etwa 12 bis 15 K (°) höher als in 1500 m Höhe, die Tmax/2m von GFS liegen also immer unter 30°C: Keine Hitze in Sicht! Die nachfolgende Grafik zeigt die berechneten Niederschlagsmengen summiert vom 12. bis 28.7.2018: Bei Eintreffen dieser Prognosen bis zu über 100l/m² ist in Süddeutschland mit örtlichen Überschwemmungen zu rechnen…Quelle: Wetterzentrale MultiOP

Die WetterOnline-Dürre der letzten 72 Stunden:

WO

Ende der Dürre im Norden und Osten Deutschlands: Binnen drei Tagen fielen teilweise die Niederschlagssummen eines ganzen Monats. Quelle: WetterOnline
Die Grafik der Uni Karlsruhe zeigt die Niederschlagsmengen der letzten sieben Tage vom 5. bis 12.7.2018, jeweils ab und bis 06.00 Z/UTC (08.00 MESZ) in Deutschland. Es hat in den letzten sieben Tagen in Deutschland verbreitet kräftig geregnet, vor allem in den Trockengebieten im Nordosten ist die Dürre mit Niederschlägen bis zu über 100l/m², die mehr als einem gesamten Monatswert entsprechen, verbreitet beendet. Quelle: Uni Karlsruhe Wetterwerte

Update 11.7.2018: WetterOnline legt nach: Trend: Wieder sonnig und heiß, die Dürre dauert an! Erste Hochwasserwarnung für Brandenburg!


Ein Blick in die Realität der Modelle…

Hau

Nach der Trockenheit vor allem in der Nordosthälfte Deutschlands haben heute am Ende des Siebenschläferzeitraums um den 7. Juli gerade dort teils kräftige Regenfälle eingesetzt.

Die Unwetterzentrale (UWZ) warnt vor verbreiteten Gewittern und sogar vor Starkregen im Osten Deutschlands.

Update 10.7.2018: UWZ erhöht Starkregrenwarnungen auf „örtlich über 100l/m²“ in großen Teilen Norddeutschlands (NS, MVP, BB).

GFS erwartet in den kommenden sieben Tagen Regenmengen bis zu über 50 l/m² vor allem in den bisherigen Trockengebieten im Nordosten.

Bei WetterOnline (auch GFS) sehen die Prognosen für die Regenmengen der kommenden sieben Tage heute so aus.

Es wird also binnen sieben Tagen reichlich Regen – nicht nur – in Deutschland erwartet, auch von WetterOnline (WO).

Und wie lautet heute die Überschrift von WetterOnline?

„Regen kommt, Trockenheit bleibt“

Die nächste Überschrift bei WO lautet heute:

„Trend: Sommerwetter ohne Ende?“

Ein kurzer Blick in die Welt der Wettermodelle sieht – nicht erst seit heute – das ziemliche Gegenteil von dauerhaft strahlendem und trockenem Sommerwetter.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 7./8.7.2018 für den 17.7.2018. Beide Modelle sehen die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit sehr wechselhaftem und kühlem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man als frühherbstlich bezeichnen kann: Der „Hitze“-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: ECMWF und GFS

Auch heute wiederholen die beiden Strat.-Modelle von ECMWF und GFS die gerechneten kühlen und nassen Troglagen über Mitteleuropa, wie wir sie heute und morgen erleben, zum 19.7.2018.

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 9./10.7.2018 für den 19.7.2018 Beide Modelle sehen die Großwetterlage recht übereinstimmend als kräftige südliche Westlage mit ausgeprägtem Tiefdruck/Trog über Mitteleuropa und darüber hinaus (orangefarbene Kreise). Bei Eintreffen dieser Goßwetterlage ist mit wechselhaftem und mäßig warmem Wetter mit wiederholten Niederschägen zu rechnen, das man zeitweise als frühherbstlich bezeichnen kann: Der Hitze-Sommer 2018 wäre gelaufen! Quelle: wie vor

Wenn die Stratosphärenmodelle weiter so treffliche Neun-Tage-Prognosen abgeben wie ECMWF für die heutige Wetterlage mit dem kühlen und regnerischen Höhentief über Deutschland, dann is nix mehr mit Trockenheit und andauerndem Hochsommerwetter in den kommenden Wochen…

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der StratosphärenPROGNOSE von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 29. Juni (linke Grafik) zum 8.7.2018 mit der ANALYSE vom 8.7.2018 (rechte Grafik.) Für einen Neun-Tage-Zeitraum ist die Prognose für einen ausgedehnten Trog über Mitteleuropa erstaunlich treffsicher (orangefarbene Kreise). Die Prognose ließ ein Höhentief über Mitteleuropa mit kühlen Temperaturen und Regen erwarten, der ab heute von Norden einsetzt, wie die nachfolgenden Grafiken von GFS und ECMWF zeigen. Quelle:

Das CFSv2-Modell der amerikanischen Wetterbehörde NOAA sieht die Juli-Temperaturen in Deutschland im positiven Bereich des Durchschnitts, keine Spur von Hitze…

Allerdings sollen die Niederschläge weit unter dem Durchschnitt ausfallen…

Die beiden NOAA-Modelle GFS und CFSv2 widersprechen sich bei den Niederschlägen im Juli 2018 also gründlich.

Wenn man auf die aktuellen Temperaturen im Juli 2018 in Deutschland schaut, ist der Hochsommermonat mit einer Abweichung von 0,6 K (°C) zum WMO-Klimamittel 1981-2010 in den ersten neun Tagen durchschnittlich gestartet (zum veralteten kälteren Klimamittel 1961-1990 sind es 1,7 K/°C).

Quelle: http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Die Sieben-Tage-Prognose sieht eine weitere Abkühlung  in Deutschland.

Die Aussichten bis zum 25. Juli 2018 werden von GFS06 heute am Beispiel von KÖLN mit duchschnittlichen Tmax im ENS-Mittel (schwarze Linie) meist unter 25°C und mit zunehmenden Niederschlägen gesehen.

Der August 2018 wird nach den aktuellen CFSv2-Prognosen noch deutlich kühler als der Juli.

Dabei soll es außer im Nordosten Deutschlands unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen geben.

Die Langfristprognosen sind natürlich – wie immer – mit großer Vorsicht zu betrachten und es kann noch völlig anders kommen.

Eine Ähnlichkeit meiner frühen statistischen Betrachtungen für den Sommer 2018 in Deutschland und Europa mit der bisherigen Entwicklung und den vorgestellten Prognosen ist allerdings nicht zu übersehen: WM-Sommer 2018 in Deutschland und Europa: Top oder Flop?

Warten wir also die weitere Entwicklung dieses bisher recht hitzearmen Sommers 2018 ab und freuen uns über den Regen, der aktuell von Norden über Deutschland zieht und vor allem in den bisherigen Trockengebieten für Linderung sorgt.

Letzte Meldung: Die Sonne streikt seit fast zwei Wochen: 13 fleckenlose Tage hintereinander, 100 Tage in diesem Jahr!

Update 10.7.2018: Schwere Gewitter mit Starkregen in NRW!

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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55 Gedanken zu “Update Siebenschläfer: Wie nass wird der Rest-Sommer 2018 in Deutschland und Europa?

  1. Mal ne Frage an die Experten hier: Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein (in Prozent, von 0 bis 100), dass der Sommer nun gelaufen sein dürfte? (also keine große Hitze über 30 °C mehr zu erwarten ist)? mehr als 80% ?

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    1. Wetterprognosen über fünf Tage hinaus bleiben bekanntlich wie ein Blick in die Glaskugel…

      Ich tippe auf 100%, dass es in Deutschland bis Ende August 2018 keine flächendeckende Hitzewelle mit Tmax 30°C und mehr über mindestens fünf Tage in Folge gibt, also im gesamten Sommer 2018 nicht…

      GFS06 sieht heute keine 30°C mehr bis Ende Juli 2018 in KÖLN.

      (zum Vergrößern anklicken, die Temperaturen sind LINKS in der Skala, rechts sind die Niederschläge in mm)


      Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

      Trotzdem tippe ich auf 100%, dass es bis Mitte August 2018 in Deutschland noch einzelne regionale Hitzetage von Tmax mehr als 30°C geben kann…

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      1. Okay, für den Südwesten könnte es am Donnerstag tatsächlich einen Hitzetag geben, aber wie schon geschrieben wurde, nichts flächendeckendes. Aber warten wir mal ab, wie sich das diese Woche entwickelt. Gestern 4 Unwetterwarnungen auf dem Handy gehabt, keine davon eingetroffen.

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  2. So selbst Kai Zorn erklärt den August für Schön, finden wir uns damit ab da kommt dieses Jahr kein umstürz der Wetterlage mehr die klebt wie festgenagelt

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  3. Hier im Südwesten geht es erstmal warm bis heiß (entlang des Rheins) weiter. Der Temperatursturz wird, sofern er kommen sollte, frühsestens Samstag kommen. Es wird zwar immer wieder Gewitter geben, trotzdem bleibts wohll warm bis heiß. Entlang des Rheins könnte sich nun sogar eine Hitzewelle, die erste des Jahres 2018, aufbauen.

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      1. Hallo Schneefan, dann wärs ja im Oberrheingraben milder als in der Landeshauptstadt, wenn meine Angaben stimmen. Allerdings scheint mir, da rechnen grad wieder ein paar Wetterdienste die Temperaturen hoch. Danke für die Grafik. Ach ja, heute 2 Unwetterwarnungen, es gab kein Unwetter, nun scheint die Sonne, aber es hat viele Wolken.

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  4. Yo diese Woche wird es richtig Gas geben und wahrscheinlich erleben wir diesmal wirklich „Heiß“ (>30°C) interessant …. übergreifend sehen nun auch die Wetter Dienste ein kippen der Wetterlage anfang August

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  5. Richtig wo anderst guck ich mittlerweile auch nicht mehr, okay deutlich kühler bei uns als bei euch trotzdem von Tief ist da keine Rede …. das ist sogar leicht überdurchschnittlich wie es weiter geht ….

    PS: Mein Persönlicher schmerzpunkt sind 25°C

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