GFS: Frühwinter mit Schnee bereits Anfang Oktober 2018?

Update 1.10.2018: GFS-Treffer 10 Tage im Voraus: Kalter Trog über Mitteleuropa mit kräftigen Schneefällen in den Alpen!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognose von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 21.(!)9.2018 (linke Grafik) mit der Analyse vom 1.10.2018 (rechte Grafik). Die Prognose von vor 10 Tagen für einen kalten Trog über Mitteleuropa (orangefarbene Kreise) zum Monatsanfang ist ein Volltreffer. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichende kühle Meeresluftmassen herangeführt. Der Herbst ist da mit unbeständiger und kühler Witterung und Schneefällen in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen. Quelle: GFS-Stratosphärenprognosen

Update 29.9.2018: ECMWF weiter mit kaltem Start in den Oktober!

Zum Vergrößern anklicken. Die WZ-MultiOP-Modellprognosen vom 29.9.2018 für die Temperaturen in Köln in 1500 m (850hPa). Vor allem ECMWF (fette blaue Linie) zeigt weiter mehrere Kaltluftvorstöße mit Frost Anfang Oktober 2018, die Temperaturen liegen dabei weit unter dem WMO-Klimamittel 1981-2010. Wie schon Ende September werden auch Anfang Oktober wiederholt Nachtfröste bis ins Tiefland sowie Schneeschauer bis unter 700m auftreten. Quelle: Wetterzentrale

WZ
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Update 27.9.2018: Modelle mit wiederholten Kältevorstößen – GFS mit Schnee bis auf 500m!

Zum Vergrößern anklicken. WZMultiOP-Prognose vom 27.9.2018 für die Temperaturen in Köln in 1500m (850hPa) bis zum 11. Oktober 2018 (nur GFS). Die Temperaturen liegen nicht nur bei GFS (fette schwarze Linie) wiederholt um und unter 0°C, so dass auf Meereshöhe überwiegend mit Tmax um und unter 15°C zu rechnen ist. Niederschläge könnten bis auf 500m runter vor allem nachts und im Süden Deutschlands als Schnee oder Graupel fallen. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

Update 26.9.2018: Kälteste Septembernacht seit Beginn der Messungen! Kaltstart in den Oktober!

WO

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Zum Vergrößern anklicken. GFS-Prognose vom 26.9.2018 für die 2m-Temperaturabweichungen (TA) in Europa am 2.10.2018. Große Teile Europas werden von Norden mit polarer Kaltluft geflutet, die Abweichung zum WMO-Klimamittel 1981-2010 soll in Deutschland bei minus 5,2 Kelvin (°C) liegen: Der erwartete Kaltstart in den Oktober 2018…Quelle: Temperaturprognose Europa

GFS

WO

Update 25.9.2018GFS legt nach: Oktober-Schneesturm über Großbritannien und Schneefälle bis ins Flachland in Mitteleuropa! Zeit für Winterreifen…

GFS

Zum Vergrößern anklicken. GFS-Prognose vom 25.9.2018 für die Wetterlage am 10./11.10.2018. Ein kräftiges Sturm-/Orkantief mit Kern über der westlichen Ostsee führt hochreichende Polarluft mit Schneefällen nach West- und Mitteleuropa. Quelle: Wetterzentrale

Update 24.9.2018: Heute Schneeschauer auf dem Brocken, im Erzgebirge und auf dem Großen Arber! CFSv2 mit kühlem Oktober 2018!

Zum Vergrößern anklicken. NOAA/CFSv2-Prognose vom 24.9.2018 für die 2m-Temperaturabweichungen in Europa im Oktober 2018. Nach milderen Rechnungen in den Wochen und Monaten zuvor wird heute der Oktober 2018 in Deutschland erstmals leicht unterkühlt gerechnet (blaue Farben). Quelle: Langfristmodell NOAA/CFSv2

Mit einer frühwinterlichen Wetterlage – nicht nur – in Deutschland mit Schneefällen in den Mittelgebirgen bereits Anfang Oktober 2018 rechnet heute das Wettermodell GFS (Global Forecast System) der amerikanischen Wetterbehörde NOAA.

Am Rande eines umfangreichen und kräftigen Tiefdrucksystems über Skandinavien sollen in 5500m Höhe (500hPa) polare Luftmassen
mit winterlichen Temperaturen bis zu minus 35°C über die Nordsee nach Mitteleuropa geführt werden.

GFS06-Prognose vom 21.9.2018 für eine frühwinterliche Wetterlage am 7.10.2018. Zwischen einem umfangreichen und kräfigen Skandinavientief und einem blockierenden atlantischen Hoch werden mit einer hochreichenden nördlichen Strömung polare Luftmassen über die Nordsee nach Mitteleuropa geführt. In 5500m Höhe (500hPa) sollen dabei winterliche Temperaturen bis zu minus 35°C auftreten (schwarzer Kreis). Bei Eintreffen dieser Wetterlage ist in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen um etwa 1000m mit Schneefällen und mit Schneeglätte zu rechnen. Quelle: Wetterzentrale

Folgerichtig rechnet GFS um den 6.10.2018 mit Schneefall und Schneeglätte in den östlichen und südöstlichen deutschen Mittelgebirgen und in den Alpen.

GFS rechnet bis dahin mit hohen Niederschlagsmengen auch in Deutschland.

Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen dieser frühwinterlichen Wetterlage ist wegen des zeitlichen Abstandes naturgemäß noch sehr gering.

Allerdings sieht auch CFSv2 heute nach einigen warmen Monaten einen deutlich unterkühlten Oktober 2018 in Deutschland und Mitteleuropa.

Meteo

Dazu GFS mit einer ungewöhnlich kalten Rechnung z.B. für die Temperaturen in 1500m (850hPa) in Köln.

Mal sehen, ob die Serie warmer Monate nach den beiden deutlich unterkühlten Monaten Februar und März 2018 in Deutschland und Europa tatsächlich zu Ende geht…

Eingebettet in die zweitniedrigsten globalen Satelliten-Temperaturen seit 2002 – und 2018 weiter im Sinkflug gegenüber 2017…

…und einen negativen linearen Trend der globalen Temperaturen von Januar 2016 bis August 2018…

…bei anhaltend ungewöhnlich schwacher Sonnenaktivität…

…und die bisher kühlsten globalen 2m-Temperaturen des Jahres 2018…

Zum Vergrößern anklicken. Analyse der globalen Temperaturabweichungen bis 9.9.2018 und Prognose bis 16.9.2018. Im August haben die Abweichungen mit 0,3 K (°C) zum WMO-Klimamittel 1981-2010 den bisher tiefsten Stand des Jahres 2018 erreicht. In der Prognose fallen die Temperaturen auf einen neuen Jahrestiefstand im September 2018 weiter. Die Daten wurden mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) und liegen in der unverfälschten Realität deutlich niedriger (siehe Grafik bei 0,16 K (°C) im August 2018. Quelle: Globale 2m-TA

…sollte niemand überrascht sein, wenn es auch in Deutschland und Europa wieder deutlich kälter wird.

Ein weiterer Hinweis auf frühe Kälte könnten die aktuellen Rechnungen der beiden Stratosphärenmodelle von ECMWF und GFS sein, die schon für Ende September 2018 recht übereinstimmend einen mächtigen kalten Trog des erwachten winterlichen arktischen stratosphärischen Polarwirbels von Nordeuropa über Mitteleuropa bis nach Nordafrika sehen…

(zum Vergrößern anklicken)

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 20. und 21.9.2018 für den 30.9.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen mächtigen kalten Trog des Polarwirbels von Nordeuropa über Mitteleuropa bis nach Nordafrika. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichende kühle Meeresluftmassen herangeführt. Bei Eintreffen dieser Rechnungen ist der Herbst da mit unbeständiger und kühler Witterung und Schneefällen in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen. Quelle: ECMWF und GFS

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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22 Gedanken zu “GFS: Frühwinter mit Schnee bereits Anfang Oktober 2018?

  1. Ich wünsche mir das du Recht behältst !!!
    Stelle aber vorsichtshalber ein paar Kerzen auf und schaue mal wann ich nach Altötting komme . (Scherz)
    Schönen Abend noch

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  2. Das würde ja bedeuten, vom Sommer fast direkt in den Winter, wie seinerzeit im März, als es vom Winter fast direkt in den Sommer ging. Das wäre in der Tat eine Überraschung, aber dieses Jahr verwundert mich nichts mehr. Ich hoffe, der Schneefan behält recht.

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  3. Dazu passt auch die außerordentlich frühe „Einwinterung“ in Nordkanada, wie ich schon in einem Kommentar zum vorigen Beitrag des Schneefans schrieb.
    Der sieht wirklich dauerhaft aus – obwohl sie etwa 2 MONATE FRÜHER ALS NORMAL!! eingesetzt hat!
    Aber andererseits: Rein statistisch bedeutet ein kalter Oktober eher einen milden Winter (Beispiel Oktober 1974), aber die Streuung ist hier sehr groß.
    Hans-Dieter Schmidt

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    1. CFS mit numerischen – höchst unzuverlässigen, aber interessanten – kalten Rechnungen für Oktober 2018 für die Temperaturen (nicht die Abweichungen) in 850hPa (rund 1500m):

      (zum Vergrößern Rechtsklick in die Grafik und „Grafik anzeigen“ wählen)

      Met

      ...und für November 2018…

      Met
      Quelle: Meteociel

      Dazu die aktuellen Monatsprognosen für die Anomalien in 1500 m (850hPa).

      Met
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      Met
      Met
      Met
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      Met
      Met

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  4. NACHTRAG:
    Man erinnere sich daran, dass der Schneefan in seinem vorigen Beitrag schon auf den Orkan am Sonntag/Montag hingewiesen hat. Zu jenem Zeitpunkt war GFS das einzige Modell, dass diesen schon damals simuliert hatte.
    Das sonst so hoch gelobte Modell des ECMWF hat diesen Orkan in dieser starken Entwicklung ERST VIER BIS FÜNF TAGE SPÄTER gezeigt!
    H.-D. S.

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  5. Sieht man sich den aktuellen Kontrolllauf (23.09.18, 0.00 Uhr; Meteogramm, GFS) bei wetterzentrale.de an (für Stuttgart). so ist der prognostizierte Wintereinbruch wieder in weite Ferne gerückt.Im Gegenteil. Ees geht wieder nach oben, zwischen 20 und 25 Grad. Das wäre für die Jahrezeit weiter zu warm.

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    1. GFS00 sieht den Wintereinbruch um den 7.10.2018 mit Schneefällen nahezu unverändert, die Schneemengen in den Alpen sind größer geworden.


      Quelle: http://www.wetterzentrale.de

      WO
      Quelle: WetterOnline

      Die letzte Septemberwoche 2018 ist in den aktuellen Prognosen für Deutschland weiter unterkühlt.

      Hau
      Quelle: Prognose Temperaturen Europa

      Es gilt weiter auch für Stuttgart: Man soll einzelnen Modellläufen nicht zu viel Bedeutung beimessen…, und bei GFS nicht nur auf den Hauptlauf (grüne Linie) sondern auch auf das ENS-Mittel (weiße Linie) achten…

      GFS
      Quelle: GFS ENS-Prognose Stuttgart

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  6. Zu Fabienne, selten so eine markante Kaltfront gesehen wie bei diesen Orkantief. Der Durchzug der Kaltfront war schon beeindruckend. Schüttete wie aus Kübeln mit dem Sturm ein leichtes Hurrikanfeeling.
    Die weitere Entwicklung geht eigentlich mehr in die Richtung langjähriges Mittel. Ausreißer nach oben und unten sind immer vorhanden.

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    1. GFS00 bleibt auch heute für Köln mit dem ENS-Mittel in 850hPa (1500m, weiße Linie) meist unter dem WMO-Klimamittel 1981-2010 (rote Linie), wobei die Streuung der einzelnen Modelläufe schon nach wenigen Tagen deutlich größer wird, also große Unsicherheit besteht.

      WZ
      Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

      Heute Morgen September-Schneeschauer auf dem Brocken…

      ZDF
      Quelle: ZDF-Text

      …und vereinzelt Bodenfrost – nicht nur – in Deutschland und nicht nur auf den Gipfeln, sondern auch in Quickborn (Norddeutschland).

      WO
      Quelle: WetterOnline aktuelles Wetter

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  7. Bei uns in Großschönau/ Waltersdorf, heute früh nur 7 Grad, dazu ein starker Wind und gefühlt wie 3-5 Grad. Mein Blick Richtung Lausche ( 793m) aber „noch“ kein Schnee. Ist Heute echt wie Ende November.

    Gruß an euch alle. 🙂

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  8. Orkantief „Fabienne“ hat auf seiner Rückseite einen ersten Hauch von Winter mit Schneeschauern in den Hochlagen einiger Mittelgebirge und Nacht- und Bodenfrost in weite Teilen Deutschlands gebracht.

    WO

    WO

    Frost…

    …und Bodenfrost bis zu minus 5 Grad Celsius in NRW.

    GFS-Rechnung heute mit heftigem Wintereinbruch Anfang Oktober: Update 25.9.2018GFS legt nach: Oktober-Schneesturm über Großbritannien und Schneefälle bis ins Flachland in Mitteleuropa! Zeit für Winterreifen…

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  9. Das sehen Dumminik Jung und die BILD-Zeitung erwartungsgemäß anders.

    Zitat aus der heutigen BILD:
    „Die gute Nachricht trotz eisiger Kälte in den Nächten: ‚Ein Wintereinbruch bis in tiefe Lagen ist erst mal nicht in Sicht. Die längerfristigen Trends sagen bis zum 10. Oktober keinen massiven Kaltlufteinbruch mit Schnee bis ganz runter voraus‘, erklärt der Wetter-Experte.“

    Ich hoffe, der Link ist okay, der letzte Abschnitt ist interessant.

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    1. Es ist kein Link dabei, das ist in Ordnung.

      Sowohl von der Bildzeitung als auch von Dominik Jung erwarte ich eigentlich was anderes…

      Mal sehen, welches Wettermodell richtig liegt…; bei „Fabienne“ lag GFS frühzeitig richtig, auch wenn die Zugbahn offensichtlich schwer einzuschätzen war und „Fabienne“ viel weiter südlich zog als zunächst berechnet.

      Ursache war vermutlich, dass Vorgängerin „Elena“ mit ihrer Rückseitenkaltluft die Frontalzone viel weiter nach Süden verschob, in der „Fabienne“ nach Osten (inzwischen bis Moskau) gelangte.

      Bleibt es bei dieser südlichen Westlage mit einer kräftigen Westdrift, dürfte GFS auch dieses Mal richtig liegen…, und D. Jung wird sich bald korrigieren, denn die kalte Wetterlage wird von GFS ja seit Tagen bereits ab dem 7.10.2018 berechnet…

      GFS

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  10. Übrigens ist es auf der SH immer noch recht kalt. In Südaustralien immer noch Frühtemperaturen z. B Melbourne 4°C, Sydney und Perth um die 6 °C, z.T nahe 0°C. Südafrika auch noch recht unterkühlt. Und in Europa der Absturz. Spanien heute früh im Norden z.T. einstellige Temperaturen. Die globalen Temperaturen stürzen wirklich ab.
    NOAA hat ja wieder mal ein Supermildwinter vorhergesagt. Den Oktober haben sie schon nach unten korrigiert.

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