CFSv2 mit kaltem Oktober 2018 – Schnee bis ins Flachland?

Update 21.10.2018: Strat.-Modelle sehen Wintereinbruch in Mitteleuropa!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 20. und 21.10.2018 für den 28.10.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen kräftigen kalten Trog des Polarwirbels von Nord- über West- und Mitteleuropa, der über das westliche Mittelmeer bis nach Nordafrika reicht. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichend kalte Meeresluftmassen herangeführt. Bei Eintreffen dieser Rechnungen ist mit unbeständiger und nasskalter Witterung und Schneefällen bis in tiefere Lagen zu rechnen. Quelle: ECMWF und GFS

Update 19.10.2018: GFS weiter mit Schneefällen bis ins Flachland in der letzten Oktoberwoche!

GFS
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Update 18.10.2018: ECMWF weiter mit Kälte in der letzten Oktoberdekade!

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 18.10. bis 28.10.2018 (nur ECMWF). ECMWF sieht zunächst weiter einen relativ milden Verlauf, ab dem 21.10. geht es abwärts bis unter 0°C. Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

ECM
ECM
GFS

Update 15.10.2018: Modelle erneut mit Kälte und Schnee in der letzten Oktoberdekade!

WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 15.10. bis 25.10.2018. Die meisten Modelle sehen heute einen milden Verlauf bis zum 22.10, danach geht es bei ECMWF und GFS deutlich abwärts mit den Temperaturen; beide Modelle sehen ab dem 23. mit Temperaturen um und unter 0°C den Frühwinter im Oktober kommen. Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

Update 10.10.2018: GFS erneut mit Oktober-Winter und Schneefällen bis ins deutsche Flachland!

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 10.10. bis 26.10.2018 (nur GFS). Die Modelle sehen heute einen milden Verlauf bis zum 14.10., danach geht es allmählich abwärts mit den Temperaturen. GFS sieht ab dem 20. mit Temperaturen um und unter 0°C den Frühwinter im Oktober kommen. Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln




Zum Vegrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 9. und 10.10.2018 für den 15.10.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen kräftigen kalten Trog des Polarwirbels über West- und Mitteleuropa, der über das westliche Mittelmeer bis nach Nordafrika reicht. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichende kühle Meeresluftmassen herangeführt. Bei Eintreffen dieser Rechnungen ist nach der spätsommerlichen Phase erneut mit unbeständiger und kühler Witterung und Schneefällen in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen zu rechnen. Selbst Mallorcas Hochlagen könnten ein paar Schneeflocken sehen… Quelle: ECMWF und GFS

Update 9.10.2018: GFS mit Oktober-Schnee in Spanien!

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Update 8.10.2018: Wintergruß in den Pyrenäen – Fotos!

Update 7.10.2018: GFS mit herbstlichen Überraschungen in der zweiten Oktoberhälfte!

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Eilmeldung 5.10.2018: Rekord-Schneesturm in Kanada bringt 30 cm Schnee in Calgary ! (Dank an F. Jungeleit).

 

 

 

 

 

Update 5.10.2018: GFS weiter mit Schneefall-Prognosen im Oktober 2018!

WO

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Update 4.10.2018: Kalter Start in den Oktober – Modelle mit Milderung!

Zum Vergrößern anklicken. Die Analyse der 2m-Temperaturen vom 1. bis 3. Oktober 2018 zeigt in großen Teilen Europas deutliche negative Abweichungen zum WMO-Klimamittel 1981-2010 (blaue und grüne Farben). Quelle: Temperatur-Analyse Europa

WO

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 4.10. bis 24.10.2018 (nur GFS). Die meisten Modelle sehen heute nach einem Tiefpunkt um den 7.10.2018 einen insgesamt milderen Verlauf als noch vor einigen Tagen. Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

WO

Update 2.10.2018: Wintereinbruch – Alpen: Der erste große Schneefall! Ab 7.10.2018 kommt noch mehr! Fotostrecke!

Zum Vergrößern anklicken. WO/GFS-Schneefallprognose vom 1.10. für den 7.10.2018. Erneut soll es auch am kommenden Wochenende wieder bis unter 1000m vor allem in Süddeutschland Schneefälle geben. Quelle: WO/GFS-Schneefallprognose

Zum Vergrößern anklicken. WO/GFS-Schneefallprognose vom 1.10. für den 14.10.2018. Erneut soll es auch am übernächsten Wochenende wieder bis unter 1000m vor allem in Süddeutschland Schneefälle geben: Jo, is‘ denn schon Dezember…? Quelle: wie vor

Die aktuellen Rechnungen des Langfrist-Modells CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA zeigen einen unterkühlten Oktober 2018 in Deutschland sowie in großen Teilen Europas.

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 29.9.2018 für die 2m-Temperaturabweichungen im Oktober 2018 in Europa. Große Teile Europas weisen in den blauen Farben unterkühlte Bereiche auf, nur das östliche Osteuropa (Russland) zeigt überdurchschnittliche Werte in gelb und orange. Quelle: CFSv2-Prognosen Europa

Update 30.9.2018: CFSv2 mit erneut kälterer Rechnung (Titelbild aktualisiert):

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 30.9.2018 für die 2m-Temperaturabweichungen im Oktober 2018 in Europa. Große Teile Europas weisen in den blauen Farben unterkühlte Bereiche auf, nur das östliche Osteuropa (Russland) zeigt überdurchschnittliche Werte in gelb und orange. Die Rechnung ist nochmals kälter als gestern (s.o.). Quelle: wie vor

Interessant ist der Trend dieser Prognosen, die noch vor zehn Tagen deutlich wärmer ausfielen (siehe Datum in den Grafiken oben rechts).

Die aktuelle CFSv2-Niederschlagsprognose sieht für Deutschland im Oktober 2018 durchschnittliche Regenmengen mit leichtem Zuschlag für den Norden.

In meinem Artikel GFS: Frühwinter mit Schnee bereits Anfang Oktober 2018? hatte ich bereits am 21. September 2018 auf das kalte Ende des Monats September und den möglichen Kaltstart in den Oktober 2018 hingewiesen.

Diese frühen Prognosen waren naturgemäß noch sehr unsicher, haben sich aber mit wiederholten Nachtfrösten sowie mit Kälterekorden in den letzten Tagen als auch mit Schneeschauern in den Mittelgebirgen bestätigt.

Auch die aktuellen Prognosen stehen weiter auf „kalt“ wie z.B. für Köln in 1500m Höhe (850hPa).

(zum Vergrößern anklicken)

Die WZ-MultiOP-Modellprognosen vom 29.9.2018 für die Temperaturen in Köln in 1500 m (850hPa). Vor allem ECMWF (fette blaue Linie) zeigt weiter mehrere Kaltluftvorstöße mit Frost Anfang Oktober 2018. Wie schon Ende September werden auch Anfang Oktober wiederholt Nachtfröste und Schneeschauer bis unter 700m auftreten. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

Dabei sollen die Temperaturen in den kommenden 10 Tagen wiederholt deutlich unter dem WMO-Klimamittel 1981-2010 liegen.

WZ

WZ

GFS zeigt ebenfalls weiter einen kalten Start in den Oktober 2018 in Deutschland.

WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 29.9. bis 15.10.2018. Alle Modelle stimmen heute darin überein, dass die Temperaturen Anfang Oktober 2018 wiederholt um oder unter Null Grad Celsius liegen sollen (GFS=fette blaue Linie). Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

Auch die beiden Stratosphärenmodelle sehen mit wiederholten Troglagen über Mitteleuropa in den ersten 10 Tagen des Oktober 2018 kalte Wetterlagen mit Niederschlägen, wobei die Läufe gegen Ende des maximalen Prognosezeitraums von zehn Tagen etwas auseinanderlaufen.

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 28. und 29.9.2018 für den 31.10.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen mächtigen kalten Trog des Polarwirbels von Nordeuropa über Mitteleuropa bis nach Nordafrika. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichende kühle Meeresluftmassen herangeführt. Bei Eintreffen dieser Rechnungen setzt sich der Herbst fort mit unbeständiger und kühler Witterung und Schneefällen in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen. Quelle: ECMWF

ECMWF sieht auch um den 7.10.2018 einen Trog über Mitteleuropa…

ECMWF-Stratosphärenprognose (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 28.9.2018 für den 7.10.2018.29.9. ECMWF sieht erneut einen kalten Trog mit der Möglichkeit von Schneefällen in den Hochlagen über Mitteleuropa. Quelle: wie vor

…, der zu einer niederschlagsreichen Cut-off-Wetterlage über Mitteleuropa führen soll, die vor allem in den Alpen intensive Schneefälle auslösen könnte…

ECMWF-Prognose vom 29.9.2018 für die Wetterlage in Europa am 7.10.2018. In einem hochreichenden Trog schnürt sich ein selbständiges Tief über Mitteleuropa ab (cut-off) und zieht über die Alpen nach Süden. Quelle: ECMWF Medium Charts

Wie realistisch sind diese eher kalten und teils frühwinterlichen Prognosen für den Oktober 2018?

Dazu schrieb ich vor einigen Tagen:

„…Mal sehen, ob die Serie warmer Monate nach den beiden deutlich unterkühlten Monaten Februar und März 2018 in Deutschland und Europa tatsächlich zu Ende geht…

Eingebettet in die zweitniedrigsten globalen Satelliten-Temperaturen seit 2002 – und 2018 weiter im Sinkflug gegenüber 2017…

…und einen negativen linearen Trend der globalen Temperaturen von Januar 2016 bis August 2018…

…bei anhaltend ungewöhnlich schwacher Sonnenaktivität…

…und die bisher kühlsten globalen 2m-Temperaturen des Jahres 2018…

Zum Vergrößern anklicken. Analyse der globalen Temperaturabweichungen bis 9.9.2018 und Prognose bis 16.9.2018. Im August haben die Abweichungen mit 0,3 K (°C) zum WMO-Klimamittel 1981-2010 den bisher tiefsten Stand des Jahres 2018 erreicht. In der Prognose fallen die Temperaturen auf einen neuen Jahrestiefstand im September 2018 weiter. Die Daten wurden mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) und liegen in der unverfälschten Realität deutlich niedriger (siehe Grafik bei 0,16 K (°C) im August 2018. Quelle: Globale 2m-TA

…sollte niemand überrascht sein, wenn es auch in Deutschland und Europa wieder deutlich kälter wird.

Ein weiterer Hinweis auf frühe Kälte könnten die aktuellen Rechnungen der beiden Stratosphärenmodelle von ECMWF und GFS sein, die schon für Ende September 2018 recht übereinstimmend einen mächtigen kalten Trog des erwachten winterlichen arktischen stratosphärischen Polarwirbels von Nordeuropa über Mitteleuropa bis nach Nordafrika sehen…

(zum Vergrößern anklicken)

Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 20. und 21.9.2018 für den 30.9.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen mächtigen kalten Trog des Polarwirbels von Nordeuropa über Mitteleuropa bis nach Nordafrika. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichende kühle Meeresluftmassen herangeführt. Bei Eintreffen dieser Rechnungen ist der Herbst da mit unbeständiger und kühler Witterung und Schneefällen in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen. Quelle: ECMWF und GFS

Letzte Meldung: Sonne seit mehr als zwei Wochen „spotless“ (ohne Sonnenfleck).

Übrigens: Die globalen Satellitentemperaturen (AMSU) fallen auch im September 2018 weiter.

Sie liegen deutlich niedriger als im Vorjahr und aktuell ähnlich tief wie im September 2007 und 2014, also bei Abweichungen um 0,15 K (°C) vom WMO-Klimamittel 1981-2010 und damit voraussichtlich auf dem tiefsten Stand in diesem Jahr.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der AMSU-Temperaturen in 7,5 km Höhe (400mb/hPa) vom 1.1. bis 29.9. der Jahre 2018 (lila), 2017 (orange), 2007 (blau) und 2014 (blau). Der September 2018 ist deutlich kälter als der September 2017 und liegt ähnlich tief wie die Jahre 2007 und 2014. Quelle: AMSU Temps

Update 2.10.2018: Satellitentemperaturen von UAH mit 0,14 K (°) Abweichung vom WMO-Klimamittel 1981-2010 im September 2018 auf Jahrestiefstand und dem niedrigsten Septemberwert der letzten 10 Jahre.

Der Plot zeigt die monatlichen globalen Temperaturabweichungen von UAH6.0 der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT). Die Trendlinie (grün) zeigt nach dem „Super“-El Niño-Ereignis 2015/2016 von Januar 2016 bis September 2018 im linearen Trend weiter nach unten gegen Null Abweichung zum WMO-Klimamittel 1981-2010. Quelle: woodfortrees plot

Von Mitte 1997 bis Anfang 2016 (18,5 Jahre) gab es keinen Anstieg der globalen Satellitentemperaturen von UAH (hiatus/Erwärmungs“pause“) wie die grüne „Flatline“ im folgenden Plot ausweist.

(zum Vergrößern anklicken)

Bei Andauern des negativen Trends seit Januar 2016 wird sich der „hiatus“ – also das Ausbleiben der globalen Erwärmung – auf mehr als 20 Jahre, nämlich auf die Zeit von 1997 bis 2018 oder 2019 ausweiten!

Nachtrag: Missed It By That Much – Am 26.9.1988 verkündeten „Experten“, in den kommenden 30 Jahren würden alle 1196 Inseln der Malediven im Meer versinken: 2018 ist das eine weitere krasse Klima-Fehlprognose für sämliche 1196 Inseln des Maledivenstaates.

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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44 Gedanken zu “CFSv2 mit kaltem Oktober 2018 – Schnee bis ins Flachland?

  1. Stabilität wird nicht ausreichend berücksichtigt

    Also mein Eindruck ist, dassdie aktuelle sehr niederschlagsarme Wetterlage doch ziemlich stabl ist und dies die ganzen Modelle diese Ausnahmesituation nicht ausreichend berücksichtigen (können). In der Chaostheorie, die hier ja durchaus passt, kennt man da ja sowas wie Attraktoren um die, eigentlich chaotische Systeme recht stabl sind. Vielleicht sorgt ja die jetzige Temperaturverteilung und die abnehmende Verdunstung für eine Selbststabilisierung. Natürlich wird das irgendwann kippen, aber bis dahin wird man wahrscheinlich noch lange richtig damit liegen, dass die aktuelle Großwetterlage so beleibt wie in den letzten sches Monaten. Natürlich wirkt die im Winter völlig anders (Wärmedefizit) als im Sommerhalbjahr, und gut möglich dass dieser Vorzeichenwechsel eine völlig neue Großwetterlage begünstigt. Aber aktuell würde ich allen Prognosen mit wesentlich mehr Niederschlägen (Atlantiktiefs) eine weit geringereWahrschinlichkeit geben als die Modelle selbst. Dabei gab es derartiges schon immer (mal), und gilt damit weitestgehend unabhängig von irgendwelchen globalen Temperaturentwicklungen (Sonnenflecken könnten über die Wolkenbildung natürlich einen Einfluss haben)

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  2. @Schneefan: das, was wir zu wenig haben und dringend brauchen würden – Regen – haben die Mallorquiner zu viel. Mallorca säuft grade ab, die haben sogar leicht niedrigere Temperaturen als wir momentan, aber auch da soll in den nächsten Tagen es noch etwas abwärts gehen. Hier der Bericht über die Regengüsse auf Mallorca.
    https://mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2018/10/09/65477/regen-brachte-verkehrschaos-auf-mallorca.html
    Nichtsdestotrotz, macht das Beste draus, und lasst euch von dem Regenwetter nicht unterkriegen. Es wird wohl so kommen, wie schon mehrfach angedeutet – das Wetter hier wird wohl besser als auf Malle sein.
    Ach ja, Kai Zorn hat gestern bei wetter.com angekündigt, dass sich das Dauerhoch wohl endlich abbauen wird und sich im November umstellen wird. Das erinnert mich an einen Fußballfunktionär, der hinter seinem Trainer steht, um ihn Stunden später zu entlassen….

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  3. @Schneefan, nach anfänglicher Skepsis (die Wettermodelle schwankten immer wieder hin und her), sieht es nun so aus, als wenn es vom Sommer direkt in den Winter geht. 1818 war das „Jahr ohne Sommer“, 2018 könnte das „Jahr ohne Frühling und Herbst“ werden. Der absolute Wahnsinn. Und auch was die vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen (offenbar gewünschte) verkündete Sensationsmeldung über Niedrigwasserpegel angeht, es scheint Entspannung in Sicht. Die Meteogramme haben für weite Teile Süddeutschlands beachtliche Regenmengen ab Montag auf dem Schirm. Schönen Urlaub noch.

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    1. Die Meldungen über Rekordtrockenheit in Deutschland und in großen Teilen Europas im Jahr 2018 sind wie so oft öffentlich-rechtliche Klimapropaganda, sie sind ganz offensichtlich falsch, wie die NOAA-Reanalyse der Niederschlagsraten und ihrer Abweichung vom WMO-Klimamittel 1981-2010 vom 1.1. bis 16.10.2018 zeigt.


      Quelle: NOAA-Reanalyse

      Große Teile Südeuropas und des südlichen Mittel- und Westeuropas weisen weit überdurchschnittliche Regenmengen auf, der größte Teil Europas hat im Jahr 2018 bisher durchschnittliche Niederschläge.

      Die letzte Oktoberwoche 2018 sieht z.B. in Köln in der Tat frühwinterlich aus, wenn man heute auf die GFS-Prognosen mit minus fünf Grad Celsius in 1500m schaut.

      GFS

      Danke für die Urlaubswünsche, bisher ist es angenehm warm mit gelegentlichen Starkniederschlägen wie vorgestern Abend…

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      1. Also die Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands und auch darüber hinhaus ist schon real, das können zum einen Landwirte bestätigen und zum anderen sprechen die Flusspegel diesbezüglich schon eine klare Sprache. Propaganda wird erst daraus indem man unterschlägt, dass dies erstens eine lokale Entwicklung war und es global keineswegs ungewöhnlich war und zweitens derartige Dürren historisch betrachtet durchaus dazugehöhren und die Häufigkeit auch keineswegs zugenommen hat. Aber hier ist die Dürre schon real.

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  4. Ich beziehe mich wieder auf den Seestand im Bodensee, wir haben offiziell !! noch nicht mal mittleres Niedrigwasser http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/cgi/peg_info.pl?id=00007&btn=1 … Okay es war trocken, das streitet keiner ab ! Aber das von den Mainstreammedien herbeigezerrte Szenario über die Wahnsinnstrockenheit ….. wie gesagt, wir sind über dem mittleren Niedrigwasser …. Katastrophal oder gar Rekord verdächtig ist das alles nicht !!

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    1. Wobei es bei der Trockenheit doch ein starkes Nord-Süd Gefälle gibt. Südlich der Donau (in Bayern) war diese eigentlich meist erträglich und die Vegetation sieht dort auch recht gut aus. Ähnlich soll es im südwesen gewesen sein. Insofern ist dann der Bodensee auch schwächer betroffen. In Nordbayern und dann noch stärker Hessen, Niedersachen aund auch Ostdeutschland war/ist die Dürre dagen weit ausgeprägter. Aber das kann man auch an den lokalen Flusspegeln ablesen, soweit sie durch Stauhaltung nicht beeinflusst sind (wie z.B. Redniz-Main durch Wasserüberleitung aus Donau – fränkischen Seenland). Was die angekündigten Niederschläge betrifft, so sind die Modelldifferenzen doch (noch) groß. Man wird sehen wann wirklich der Umschwung kommt.

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    1. Per E-Mail heute:

      „Hi Christel,

      danke für dein Interesse an meinem Blog.

      Das Internet berichtet, dass Dein Forschungsgebiet die Kommunikation über den Klimawandel ist.

      U.a. fand ich: „I deeply care about climate change and am greatly motivated to find answers on how societal responses to the issue can be improved…“ Quelle: https://nl.linkedin.com/in/christel-van-eck/de

      Auch ich bin sehr besorgt über den Klimawandel, der wegen zunehmender Sonnenschwäche und einsetzender kalter Ozeanzyklen (u.a. AMO) in eine über Jahrzehnte anhaltende weitere globale Abkühlung führen wird, die m.E. bereits 1998/2016 eingesetzt hat.

      Dazu schrieb ich hier https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2018/10/07/globale-abkuehlung-2018-kaeltester-september-seit-zehn-jahren/
      und hier: https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2018/10/09/neues-klimaziel-globale-abkuehlung-auf-minus-zwei-grad-begrenzen/

      Mit freundlichen Grüßen

      Schneefan2015″

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