CFSv2 nach krasser Fehlprognose für Oktober nun mit mildem November 2018 in Deutschland und Europa!

Update 13.11.2018: Modelle einig: Der Winter kommt ab 18.11.2018!

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 13.11. bis 28.11.2018 (nur GFS). Die meisten Modelle sehen heute einen noch relativ milden Verlauf bis Mitte November, GFS und ECMWF (fett) rechnen erneut ab 18.11. mit einem Temperaturückgang in den Frostbereich mit teils winterlichen Verhältnissen: Der Winter 2018 kommt! Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale

Update 12.11.2018: Strat.-Modelle bleiben auch heute bei der ungewöhnlichen Trogwetterlage vom Schwarzen Meer bis zu den Kanaren! Winter weiter in Sicht!

Zum Vergrößern anklicken. Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 11. und 12.11.2018 für den 21.11.2018. Beide Modelle sehen wie gestern (s.u.) recht übereinstimmend einen riesigen kalten Trog des Polarwirbels vom Schwarzen Meer über das Mittelmeer bis zu den Kanaren. Diese sehr ungewöhnliche Großwetterlage bedeutet eine Umkehr der Westströmung über Mitteleuropa auf Ost mit Zufuhr kontinentaler russischer Kaltluft. Sollten diese Rechnungen in den kommenden Tagen bestätigt werden, steht der Winter vor der Tür…, und ich mache einen November-Winterticker 2018 auf…Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Die WO/GFS00-Schneefall-Prognose vom 12.11. für den 19.11.2018. Zwischen einem umfangreichen Skandinavienhoch und einem ausgehnten Tiefkomplex über dem gesamten Mittelmeer werden hochreichende kalte kontinentale russische Luftmassen von Osten nach Mitteleuropa geführt. Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit zunehmend winterlichem Wetter mit Schneefällen zu rechnen. Quelle: WO/GFS-Schneefallprognose
Zum Vergrößern anklicken. Die WO/GFS00-Schneefall-Prognosen vom 12.11. für den 25. und 26.11.2018. Zwischen einem umfangreichen Skandinavienhoch und einem ausgedehnten Tiefkomplex über dem Mittelmeer werden hochreichende kalte kontinentale russische Luftmassen von Osten nach Mitteleuropa geführt. Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist mit anhaltend winterlichem Wetter mit Schneefällen zu rechnen. Ein weiterer umfangreicher Kaltluftvorstoß mit Schneefällen erfolgt über Nordosteuropa. Quelle: WO/GFS-Schneefallprognose
Zum Vergrößern anklicken. Prognose der Durchschnittstemperaturen für Europa vom 12.1. bis zum 28.11.2018. Der Winter schleicht sich von Osten an, er kommt mit (Dauer-) Frost in Teilen Deutschlands und verbreitet in Osteuropa. Quelle: Temperaturprognose Europa
Zum Vergrößern anklicken. Ein unverbindlicher Blick des experimentellen Langfristmodells NOAA/CFSv2 vom 11.11.2018/06Z auf die Temperaturabweichungen in 1500 m Höhe (850hPa) in Europa im Dezember 2018 und im Januar 2019. Beide Monate werden in großen Teilen Europas zum WMO-Klimamittel 1981-2010 kälter gerechnet. Quelle: Meteociel CFSv2-Winterprognose 2018/19
Zum Vergrößern anklicken. Ein unverbindlicher Blick des experimentellen Langfristmodells NOAA/CFSv2 vom 11.11.2018/06Z auf die Temperaturabweichungen in 1500 m Höhe (850hPa) in Europa im Februar und März 2019. Beide Monate werden in großen Teilen Europas zum WMO-Klimamittel 1981-2010 kälter gerechnet. Quelle: wie vor

Update 11.11.2018: Strat.-Modelle mit ungewöhnlicher Trogwetterlage vom Schwarzen Meer bis zu den Kanaren! Winter in Sicht? DWD (ICON) mit Wintereinbruch ab 19.11.2018!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 10. und 11.11.2018 für den 20.11.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen riesigen kalten Trog des Polarwirbels vom Schwarzen Meer über das Mittelmeer bis zu den Kanaren. Diese sehr ungewöhnliche Großwetterlage bedeutet eine Umkehr der Westströmung über Mitteleuropa auf Ost mit Zufuhr kontinentaler russischer Kaltluft. Bei Eintreffen dieser Rechnungen dürfte der Winter früh vor der Tür stehen und ähnlich kalt werden wie nach dem Schneechaos im November 2005, vor allem dann, wenn sich erneut ein Höhentief von Osten mit einem atlantischen Trog verbindet und die Strömung über Mitteleuropa auf Nord dreht. Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Prognose des DWD-Modells ICON vom 11.11.2018 für die Wetterlage in Europa am 19.11.2018. Ein umfangreiches kaltes Höhentief hat sich von einem kräftigen Trog des Polarwirbels über Osteuropa abgeschnürt und wandert nach Mitteleuropa: Der Winter ist da! Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Der täglich aktualisierte Plot der Schneebedeckung (extent) der Nordhalbkugel (NH) zeigt am 10.11.2018 mit 31,4 Millionen km² die größten Schneeflächen seit Beginn der Darstellung vor 14 Jahren (rote Linie). Die globale Abkühlung wird sichtbar. Quelle: Schneebedeckung NH-Plot

Update 10.11.2018: ECMWF mit Kaltluft von Osten um den 20.11.2018! GFS12 mit reichlich Schnee ab 21.11.2018! (zum Vergrößern anklicken)

Zum Vergrößern anklicken. Die GFS06-Prognose für Neuschnee in Bautzen lässt ab 18.11.2018 erste leichtere Schneefälle bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erwarten. Das stimmt mit den aktuellen Prognosen von ECMWF,GFS und GEM für winterliche Verhältnisse mit Kaltluft aus Osten überein (siehe folgende Grafik) Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Die Prognosen von ECMWF (Europa) , GFS (USA) und GEM (Kanada) vom 10.11.2018 zeigen mit großer Übereinstimmung für den 20.11.2018 eine einsetzende kalte Ostlage für Mitteleruopa, die an ein nach Westen ziehendes kaltes Höhentief gekoppelt ist und auch leichte bis mäßige Niederschläge auslösen kann, die bis in tiefe Lagen als Schnee fallen können. Quelle: wie vor
Zum Vergrößern anklicken. GFS-Prognose vom 10.11.2018 für ab 25.11.2018 von Süden aufkommende verbreitete und anhaltende Schneefälle – nicht nur – in Deutschland. Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Wetterlagen am 24.11.2005 (linke Grafik) mit der aktuellen GFS-Prognose für die Wetterlage am 23.11.2018. Die Druckverteilung über dem Nordatlantik und über Europa ähnelt sich weiterhin sehr. Ende November 2005 gab es Schneechaos  in Teilen von NRW durch langanhaltende und starke Schneefälle, wobei unter der Last des Schnees mehr als 80 Strommasten des RWE zusammenbrachen und zu mehrtägigen Stromausfällen im Münsterland führten. Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Die WO/GFS12-Schneefall-Prognose vom 10.11. für den 21. und 22.11.2018. Zwischen einem umfangreichen Skandinavienhoch und einem Tief über dem Kaspischen Meer wird russische Kaltluft nach Westen Richtung Mitteleuropa geführt. Bei Eintreffen dieser Großwetterlage ist in der Folge mit zunehmend winterlichem Wetter und langanhaltenden Niederschlägen zu rechnen, die nach und nach bis in tiefe Lagen in Schnee und Graupel übergehen können. Quelle: WetterOnline/GFS Schneefall-Prognose
Zum Vergrößern anklicken. Die WO/GFS12-Schneefall-Prognose vom 10.11. für den 25. und 26.11.2018. Ein kräftiges Schneetief zieht von West- nach Osteuropa und und führt durch einen mächtigen Atlantikblock hochreichende polare Meeresluftmassen nach Süden Richtung West- und Mitteleuropa. Bei Eintreffen dieser Großwetterlage (Atlantikblock) ist in der Folge mit winterlichem Wetter und langanhaltenden und kräftigen Niederschlägen zu rechnen, die nach und nach bis in tiefe Lagen in Schnee und Graupel übergehen können, auch heftige Wintergewitter sind denkbar; verbreitet kann es in Europa zu Verkehrsbehinderungen und Schneechaos wie im November 2005 kommen. Quelle: wie vor

Update 8.11.2018: GFS weiter mit Wintereinbruch: Aber kommt er von Norden oder von Osten?

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der beiden GFS-Prognosen vom 7. und 8.11. für den 23.11.2018. Die GFS00-Prognose vom 7.11.2018 zeigt für den 23.11.2018 ein umfangreiches Tiefdrucksystem über dem Nordmer und über Skandnavien. Zwischen diesem System und einem blockierenden Grönlandhoch kommt es zu einem mächtigen Kaltluftvorstoß in Richtung West- und Mitteleuropa. In der Folge sind anhaltende und heftige Niederschäge zu erwarten, die später bis in tiefe Lagen als Schnee fallen und zu Verkehrstörungen führen können. Die GFS12-Prognose vom 8.11.2018 für den 23.11.2018 zeigt eine beinahe entgegengesetzte Druckverteilung über Europa: An der Südseite eines kräftigen Hochs über Skandinavien wird von Osten kalte Festlandluft nach Mitteleuropa geführt. Dabei kann gebietsweise Dauerfrost mit leichten Schneefällen einsetzen. Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Wetterlagen am 23.11.2005 (linke Grafik) mit der aktuellen GFS-Prognose für die Wetterlage am 24.11.2018. Die Druckverteilung über dem Nordatlantik und über Europa ähnelt sich sehr. Ende November 2005 gab es Schneechaos in Teilen von NRW durch langanhaltende und starke Schneefälle, wobei unter der Last des Schnees mehr als 80 Strommasten des RWE zusammenbrachen und zu mehrtägigen Stromausfällen im Münsterland führten. Quelle: Wetterzentrale

Update 7.11.2018: GFS mit heftigem Wintereinbruch um den 23.11.2018!

Zum Vergrößern anklicken. Die GFS00-Prognose vom 7.11.2018 zeigt für den 23.11.2018 ein umfangreiches Tiefdrucksystem über dem Nordmeer und über Skandinavien. Zwischen diesem System und einem blockierenden Grönlandhoch kommt es zu einem mächtigen Kaltluftvorstoß in Richtung West- und Mitteleuropa. In der Folge sind anhaltende und heftige Niederschäge zu erwarten, die später bis in tiefe Lagen als Schnee fallen und zu Verkehrstörungen führen können. Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Die WO/GFS00-Schneefall-Prognose vom 7.11. für den 22.11.2018. Zwischen einem umfangreichen Skandinavientief und einem mächtigen Grönlandblock werden hochreichende polare Meeresluftmassen nach Süden Richtung West- und Mitteleuropa geführt. Bei Eintreffen dieser Großwetterlage (Grönlandblock) ist in der Folge mit zunehmend winterlichem Wetter und langanhaltenden und kräftigen Niederschlägen zu rechnen, die nach und nach bis in tiefe Lagen in Schnee und Graupel übergehen können, auch heftige Wintergewitter sind denkbar; verbreitet kann es in Europa zu Verkehrsbehinderungen und Schneechaos wie im November 2005 kommen. Quelle: WO/GFS-Schneefallprognose
Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 7.11. bis 23.11.2018 (nur GFS). Die meisten Modelle sehen heute einen noch relativ milden Verlauf bis Mitte November, GFS (fette schwarze Linie) rechnet ab 18.11. mit einem Temperaturückgang in den Frostbereich mit teils winterlichen Verhältnissen. Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln

Update 6.11.2018: Modelle mit einem mächtigen kalten Trog des Polarwirbels ab Mitte November 2018! Aktuell: Halber Meter Schnee in den Pyrenäen!

WO

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 5. und 6.11.2018 für den 15.11.2018. Beide Modelle sehen recht übereinstimmend einen kräftigen kalten Trog des Polarwirbels über West- und Mitteleuropa, der über Spanien bis nach Nordwestafrika reicht. Mit einer nordwestlichen Strömung werden hochreichend kalte Meeresluftmassen zunächst nach Westeuropa geführt. Bei Eintreffen dieser Rechnungen ist bei weiterer Ost-Verlagerung des mächtigen Troges nach dem 15.11.2018 mit unbeständiger und nasskalter Witterung und Schneefällen bis in tiefere Lagen auch in Mitteleuropa zu rechnen. Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Wetterlagen am 14.11.2005 (linke Grafik) mit der aktuellen GFS-Prognose für die Wetterlage am 21.11.2018 (rechte Grafik). Die Druckverteilung über dem Nordatlantik und über Europa ähnelt sich sehr. Ende November 2005 gab es Schneechaos in Teilen von NRW durch langanhaltende und starke Schneefälle, wobei unter der Last des Schnees mehr als 80 Strommasten des RWE zusammenbrachen und zu mehrtägigen Stromausfällen im Münsterland führten. Quelle: Wetterzentrale

Update 5.11.2018: GFS mit zunehmenden und teils kräftigen Niederschlägen ab Ende dieser Woche! Dabei erneut Schneefälle möglich!




Update 4.11.2018: GFS mit Temperatursturz ab 7.11.2018! Schneechaos Ende November 2018 wie 2005?

Zum Vergrößern anklicken. WZ-MultiOP-Prognose für die Temperaturen in Köln in rund 1500m Höhe (850hPa) vom 4.11. bis 22.11.2018 (nur GFS). Alle Modelle sehen heute einen milden Verlauf bis zum 6.11., ab 7.11. gibt es einen Temperatursturz um rund 12 Grad Celsius. GFS00 sieht ab dem 13.11. mit Temperaturen um 0°C erneut winterliche Verhältnisse kommen. Zu den Temperaturen in 1500m Höhe muss man rund 12 bis 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kommt es allerdings vor allem bei Hochdruckeinfluss zu Inversion: Die Temperaturen sind unten kälter als oben. Quelle: Wetterzentrale MultiOP Köln
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Wetterlagen am 4.11.2005 (linke Grafik) mit der aktuellen Wetterlage am 4.11.2018. Die Druckverteilung über dem Nordatlantik und über Europa ähnelt sich sehr. Ende November 2005 gab es Schneechaos in Teilen von NRW durch langanhaltende und starke Schneefälle, wobei unter der Last des Schnees mehr als 80 Strommasten des RWE zusammenbrachen und zu mehrtägigen Stromausfällen im Münsterland führten. Quelle: Wetterzentrale

Die experimentelle Langfristprognose des Wettermodells CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA sieht aktuell einen sehr milden November 2018 für Deutschland und in großen Teilen Europas.

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 2.11.2018 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in Deutschland und Europa im November 2018. Große Teile Europas und Deutschlands werden aktuell um 2 bis zu 4K (°C) wärmer als im Mittel gerechnet. Quelle: CFSv2-Prognosen TA Europa

Wenn diese sehr milde CFSv2-Prognose ebenso in die Hose geht wie die recht kalte Oktoberprognose, wird der November 2018 allerdings ziemlich kalt in Europa und in Deutschland…

Wir erinnern uns an die für Deutschland um rund minus 1,5°C abweichende Vorhersage: CFSv2 mit kaltem Oktober 2018 – Schnee bis ins Flachland?

Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 30.9.2018 für die 2m-Temperaturabweichungen im Oktober 2018 in Europa. Große Teile Europas weisen in den blauen Farben unterkühlte Bereiche auf, nur das östliche Osteuropa (Russland) zeigt überdurchschnittliche Werte in gelb. Die Rechnung ist nochmals kälter als vor zwei Tagen. Quelle: wie vor

Tatsächlich lag der Monatsdurchschnitt der Temperaturen – nicht nur – in Deutschland bei einer Abweichung von rund 1,5°C über dem WMO-Klimamittel 1981-2010 – eine krasse Fehlprognose des monatlichen Temperaturmittels um rund 3°C.

Der Plot zeigt die NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom WMO-Klimamittel 1981-2010. Entgegen kalten der NOAA/CFSv2-Prognose lagen die Temperaturen in großen Teilen Europas – und auch in Deutschland – deutlich über dem WMO-Klimamittel 1981-2010 (grüne und gelbe Farben). Quelle: NOAA-Reanalyse

Folgt auf einen milden und trockenen Oktober ein kalter Winter?

Mit einem Mittelwert von 10,7 Grad Celisus lag der Oktober 2018 in Deutschland übrigens (nur) 1,5K (°C) über dem WMO-Klimamittel und damit im oberen Durchschnittsbereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Mittelwert von 9,2 Grad Celsius.

Quelle: Wetterzentrale Forum

Dieser relativ niedrige Durchschnittwert bei den Oktobertemperaturen 2018 in Deutschland war einer teils winterlichen letzten Woche mit Schneefällen in Deutschland und in anderen Teilen Europas geschuldet, die das hohe Temperaturmittel der ersten beiden Oktoberdekaden mit Abweichungen von mehr als 3 Grad Celsius stark verringerte.

Die Aussichten auf einen kalten Winter 2018/19 in Mitteleuropa dürften nach dem bis um den 20.10.2018 sehr milden Oktober weiter gestiegen sein, denn die Bauernregel dazu lautet:

„Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.“

„Erklärung: Nach einem schönen Altweibersommer gibt es häufig einen kalten Winter. Ist der Oktober im Mittel mehr als 1,5 Grad zu warm und gleichzeitig zu trocken, dann ist fast immer ein kalter Januar und in zwei von drei Jahren noch ein überdurchschnittlich kalter Februar zu erwarten. Ist der Oktober dagegen mehr als 1,5 Grad zu kalt, folgt in zwei von drei Jahren ein milder Januar und in drei von vier Jahren auch ein zu milder Februar.“

Dazu schrieb unser Kommentator Hans-Dieter Schmidt bereits am 7.10.2018:

„Also, wenn ich mal etwas unwissenschaftlich werde… der Oktober ist der einzige Monat im Jahr, den ich mir mehr als zwei Grad zu warm und gleichzeitig zu trocken wünsche. Grund: Immer wenn das im vorigen Jahrhundert der Fall war, gab es in 100% aller Fälle (!) einen kalten oder sehr kalten Winter (es waren etwa 15 Fälle).

Ein einfaches Hochdruckgebiet irgendwo reicht dafür im Oktober aber nicht mehr. Wenn sich das Flachland bei schwachem Wind zunebelt, ist Feierabend mit Wärme, so hochdruckig das auch daher kommt.
Aber eine warme, trockene Südwestlage ist im Grunde die einzige Wetterlage, in der es wirklich warm und trocken ist. Und jetzt schauen wir mal…

Hans-Dieter Schmidt“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in seiner Pressemitteilung vom 30. Oktober 2018 mitgeteilt:

„…Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 1,5 Grad…

…Mit rund 28 Litern pro Quadratmeter (l/m²) erreichte der Oktober nur etwa die Hälfte seines Solls von 56 l/m²…“

Oktober 2018 war einer der sonnenscheinreichsten seit Messbeginn 1951
Mit bundesweit rund 160 Stunden lag der Monat um 47 Prozent über seinem Klimawert und gehörte damit zu den fünf sonnigsten Oktobern seit Messbeginn…“

Mal sehen, ob die positiven Temperaturabweichungen und die Trockenheit im Oktober 2018 in Deutschland  statistisch für einen besonders kalten Winter 2018/19 reichen…

Übrigens: Nach den aktuellen Prognosen liegt der Winter schon Mitte November 2018 in Osteuropa auf der Lauer…

…und könnte auch Mitteleuropa um den 19.11.2018 mit Frost und Schnee erreichen, wenn GFS richtig liegt…

Letzte Meldung: Der amerikanische Meteorologe Joe Bastardi sieht in seiner Winterprognose 2018/19 für die USA Parallelen zu den Jahren 2002/03 und 2009/10.

In Europa sahen die beiden Winter in der NOAA-Reanalyse der durchschnittlichen 2m-Temperaturabweichungen zum WMO-Klimamittel 1981-2010 so aus: Eisig!

(zum Vergrößern anklicken)

Die NOAA-Reanalyse zeigt die durchschnittlichen Abweichungen der 2m-Temperaturen vom WMO-Klimamittel 1981-2010 der beiden Winter 2002/03 und 2009/10 in Europa. Große Teile Europas waren um rund -2,5 K (°C) und mehr unterkühlt. Quelle: NOAA-Reanalyse TA Europa Winter 2002/03 und 2009/10

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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36 Gedanken zu “CFSv2 nach krasser Fehlprognose für Oktober nun mit mildem November 2018 in Deutschland und Europa!

  1. Kai Zorn macht gerade auf Facebook jegliche Niederschlagshoffnung kaputt! Laut ihm kein Winter in Sicht. Ob er die aktuelle GFS Rechnung noch nicht kennt? Oder ist die schon wieder hinfällig?

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    1. Die aktuellen Modell-Prognosen zeigen wiederholt kräftige Niederschläge ab dem kommenden Wochenende z.B. in Köln.

      (zum Vergrößern anklicken)

      Da auch der Südwesten betroffen sein wird, gehe ich von allmählich steigenden Pegelständen im Rhein ab der kommenden Woche aus…

      An dem Potential für einen Wintereinbruch Ende November 2018 hat sich m.E. nix geändert…

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  2. Hallo Schneefan,
    Es scheint das einzutreten das ab Mitte November eine retrograde
    (von Ost nach West) Verlagerung der Systeme stattfinden wird,und wir spätestens ab der 3 November Dekade mit Kälteren Luftmassen bekommen werden. Und das im wichtigen Zeitraum
    15.November-15 Dezember wo sich die Nordhalbkugel in den Wintermodus begibt und sich die Großwetterlage neu gestalten wird. Das wäre für unseren Winter eine erfreuliche Entwicklung ab Dezember.

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    1. Der Drops ist noch nicht gelutscht…, aber die Übereinstimmungen und die wiederholten Rechnungen der Modelle erhöhen die Eintreffwahrscheinlichkeit von Tag zu Tag…

      Mal sehen, was die Stratosphärenmodelle morgen meinen.

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  3. Könnte sein, dass das Ganze schon früher losgeht. Für die kommende Woche werden fallende Temperaturen vorhergesagt. Da ist zwar ein Hoch zu Gange, aber nur in der Höhe wird vorerst noch milde Luft transportiert. Eine Investition bildet sich und es wird immer kälter mit Dauernebel. Die Woche drauf gehts weiter abwärts.
    Die Novemberprognose vom NOAA ist also wieder ein Schuß in den Ofen.

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      1. Das Problem ist, dass die Modelle in dem ohnehin schwierigen Wetterjahr jetzt noch mit einem zusätzlichen Umstand zu kämpfen haben. Nämlich diesen, dass die 850 hpa Temperatur im Spätherbst und Winter bei Hochdrucklagen so gut wie keine Aussagekraft über die Temperaturen weiter unten haben.
        .

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  4. Heute erwarten wir für den Südwesten Temperaturen von um die 20° C. Ein solches Phänomen hat auch einen Namen, Martinisommer nennt man das, das trat in der Vergangenheit schon häufiger auf.
    Aber die BILD, Kai Zorn & Co. machen da wieder ein großes Tamtam daraus.
    Wenn ich mir die Trendkurven anschaue, egal ob DWD, Wetterzentrale, aber auch andere: Der Winter steht vor der Tür. Aber ob Väterchen Frost aus dem Osten auch Schnee bringt, oder nur Kälte, bleibt abzuwarten. Es wäre schön, wenn die Rheinpegel endlich steigen. Wobei die Grünen sicher darauf hoffen, dass es noch ne Weile trocken bleibt, damit der Sprit teuer bleibt. Denen kann der gar nicht teuer genug sein.
    Wie stehen die Chancen, dass es nach 55 Jahren endlich wieder eine Seegfrörne geben könnte, wo der Bodensee ganz zufriert?

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  5. Wenn die Prognosen so eintreffen, die ich heute morgen gesehen habe, dann ist der milde November die nächste Fehlprognose. Manche Modelle zeigen sogar für das Oberrheintal in dem letzten Novemberdrittel z.T Dauerfrost und Neuschnee. Wird auf jeden Fall spannend.

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