Spekulation: „Megawinter“ ab Januar 2019? Der Polarwirbel macht ernst!

Update 31.12.2018: Strat.-Modelle mit weiterem kräftigen Trog um den 8.1.2019!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 30. und 31.12.2018 für den 8.1.2019. Beide Modelle sehen eine kräftige Störung des Polarwirbels, aber keinen Split. Es sind kräftige Kaltluftausbrüche in die mittleren Breiten der NH zu erwarten. Über Europa liegt ein kräftiger kalter Trog, mit einer nordwestlichen Strömung werden mäßig kalte Meeresluftmassen nach Mitteleuropa geführt, die vor allem in höheren Lagen zu starken Schneefällen führen können. Das neue Jahr beginnt mit einer Kaltfront von Norden (s. folgende Grafik). Quelle: ECMWF und GFS

Update 30.12.2018: Modelle einig: Der Winter hat’s eilig – schon ab Neujahr wird es kälter!  Seltenes Video: Wolken in der eisigen Stratosphäre über den Niederlanden!

Zum Vergrößern anklicken. Die 850hPa-Prognosen (1500m) von ECMWF (Europa), GFS (USA) und GEM (Kanada, von links nach rechts) vom 30.12.2018 zeigen mit recht guter Übereinstimmung einen zeitlich vorverlegten erneuten Wintereinbruch nun ab 1.01.2019. Zwischen einem komplexen Tiefdrucksystem über Skandinavien und Mitteleuropa und hohem Druck über dem östlichen Nordatlantik wird hochreichende kalte Meeresluft von Norden nach Mitteleuropa geführt. Dabei gehen die Niederschläge allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee über. Die Eintreffwahrscheinlichkeit dieser Prognosen liegt angesichts des geringen Zeitraums von drei Tagen und wegen der Übereinstimmung der Modelle schon bei über 90%. Die weiteren Aussichten sehen bei ECMWF nach vorübergehender Milderung erneut kalt aus (High-over-Low-Lage, s. folgende Grafik). Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Quelle: wie vor

Update 29.12.2018: Die CFSv2-Prognosen für den Januar 2019 in Europa werden kälter! Nach „Major Warming“ nun auch „Polarwirbelsplit“? UWZ-Warnungen vor Schneesturm in den Mittelgebirgen und vor Starkschneefall am Alpenrand ab heute Abend!

UWZ-Warnungen vom 29.12.2018 vor Schneesturm in den höheren Lagen der Mittelgebirge und vor Starkschneefall ab heute Abend am Alpenrand. Quelle: wie vor

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA/CFSv2-Prognosen für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa werden seit Anfang Dezember alle zehn Tage kälter. Ob das Modell die Bedeutung eines Major Warming und eines Polarwirbelsplits (s. nächste Grafik) verstanden hat…? Und wie es wohl in weiteren zehn Tagen aussehen wird…? Quelle: NOAA/CFSv2-Prognose Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA-CFSv2-Prognose vom 29.12.2018 für die Temperaturen im oberen Bereich der mittleren Stratosphäre in 10hPa (rund 31 km Höhe) für den 10.1.2019. Der kalte Polarwirbel (blaue Farben) ist geteilt in einen atlantischen und einen sibisichen Teilwirbel, die durch hohen Druck (gelb/orangefarben) über der Arktis und Nordrussland völlig von einander getrennt sind. Die Höhenströmung über Europa hat von West auf Ost gedreht, sibirische Kaltluft kann nach Europa vordringen. Die Westdrift über dem Nordatlantik (Polarfront) ist weit nach Süden bis zu den Azoren verschoben. Bei Eintreffen dieser Entwicklung ist zeitvesetzt auch in der Troposphäre mit einer Windumkehr auf Ost und eisigen Verhältnissen zu rechnen; beim Zusammentreffen von milderen Luftmassen von Westen in der Höhe und eisigen Luftmassen von Osten in tieferen Schichten über Europa sind kräftige und langanhaltende Schneefälle zu erwarten. GFS sieht den Polarwirbelsplit in 30 hPa (rund 22 km Höhe, mittlere Stratosphäre) bereits am 4.1.2019 (s. folgende Grafik). Quelle: Meteociel/CFS-Prognose 10 hPa NH mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA-GFS-Prognose vom 29.12.2018 für die Temperaturen in der mittleren Stratosphäre in 30hPa (rund 22 km Höhe) für den 4.1.2019. Der kalte Polarwirbel (blaue Farben) ist geteilt in einen nordamerikanischen und einen europäischen Teilwirbel, die durch hohen Druck über der Arktis völlig von einander getrennt sind. Die Höhenströmung über Europa hat auf Nord gedreht, arktische Kaltluft kann nach Europa vordringen. Die Westdrift über dem Nordatlantik (Polarfront) ist zusammengebrochen. Bei Eintreffen dieser Entwicklung ist zeitversetzt auch in der Troposphäre mit einer Winddrehung auf Nord und mit winterlichen Verhältnissen zu rechnen, wobei in den kalten und feuchten Meeresluftmassen durch in der Höhe zeitweise herangeführte mildere Luftmassen vom Nordatlantik in Mitteleuropa bis in tiefe Lagen über mehrere Tage wiederholte Schneefälle auftreten können. Quelle: Netweather GFS-Charts mit Ergänzungen

Update 28.12.2018: Modelle bestätigen Wintereinbruch ab 3.1.2019!

Zum Vergrößern anklicken. Die 850hPa-Prognosen (1500m) von ECMWF (Europa), GEM (Kanada) und ICON (DWD) vom 28.12.2018 zeigen mit recht guter Übereinstimmung einen erneuten Wintereinbruch um den 3.01.2019. Zwischen einem komplexen Tiefdrucksystem über Nordosteuropa und hohem Druck über dem östlichen Nordatlantik wird hochreichende kalte Meeresluft von Norden nach Mitteleuropa geführt. Dabei gehen die Niederschläge allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee über. Quelle:Wetterzentrale


Update 27.12.2018: ECMWF mit Wintereinbruch ab 3.1.2019!

Zum Vergrößern anklicken. ECMWF-Prognose vom 27.12.2018 für die Wetterlage in Europa vom 3.1. (links) bis 5.1.2019 (rechts). Zwischen hohem Druck über dem östlichen Nordatlantik und einem Tiefkomplex über Skandinavien und Osteuropa strömt hochreichende Polarluft nach Mitteleuropa. Bei Eintreffen dieser Wetterlage ist auch in Deutschland mit teils ergiebigen Schneefällen bis ins Tiefland zu rechnen (siehe auch die folgende Grafik für den 6.1.2019). Quelle: ECMWF Medium Range Charts mit Ergänzungen

Update 26.12.2018: Temperatursturz zu Weihnachten, Schnee in Nordgriechenland erstmals nach 26 Jahren! Modelle mit Winter im neuen Jahr! Anak Krakatau weiter sehr aktiv!


ZDF

Zum Vergrößern anklicken. Entwicklung der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 25.12.2018 für den 2., 3. und 4.1.2019 (von links nach rechts). Ein mächtiger Trog des gestörten Polarwirbels wandert langsam von Osteuropa nach Westen (retrograd) Richtung Mitteleuropa und dehnt sich dabei weiter nach Süden aus (weiße waagerechte Pfeile unten). Gleichzeitig dehnt sich eine ebenso mächtiger Höhenrücken über dem Nordatlantik weiter nach Norden Richtung Grönland aus (Grönlandblock, weiße senkrechte Pfeile). Bei Eintreffen dieser Wetterlage strömen zunehmend kalte und hochreichende feuchte Luftmassen aus Norden nach Mitteleuropa, die bis in tiefe Lagen wiederholte kräftige Schneefälle auslösen können. Quelle: ECMWF mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Entwicklung der Stratosphärenprognosen von GFS (100 hPa, rund 146km Höhe) vom 26.12.2018 für den 4., 5. und 6.1.2019 (von links nach rechts). Ein mächtiger Trog des gestörten Polarwirbels (Dipolsituation) über Osteuropa dehnt sich langsam nach Westen (retrograd) Richtung Mitteleuropa und Spanien aus (weiße Pfeile). Gleichzeitig wölbt sich ein Höhenrücken über dem Nordatlantik in Richtung Island. Bei Eintreffen dieser Wetterlage strömen zunehmend kalte und hochreichende feuchte Luftmassen aus Norden nach Mitteleuropa, die bis in tiefe Lagen wiederholte kräftige Schneefälle auslösen können. Quelle: GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Die 850hPa-Prognosen (1500m) von ECMWF (Europa), GFS (USA) und GEM (Kanada) vom 26.12.2018 zeigen mit recht guter Übereinstimmung einen erneuten Wintereinbruch um den 2.01.2019. Zwischen einem komplexen Tiefdrucksystem über Skandinavien und Mitteleuropa und hohem Druck über dem Nordatlantik bis hinauf in den Raum Island (außer GFS) wird hochreichende kalte Meeresluft von Norden nach Mitteleuropa geführt. Dabei gehen die Niederschläge allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee über. Quelle: Wetterzentrale
Zum Vergrößern anklicken. Der Ausbruch des Krakatau dauert an! Die Aschewarnung „Rot“ des VAAC Darwin vom 26.12.2018 nach Ausbruch des Anak Krakatau (Kind des Krakatau) am 22.12.2018 in Indonesien. Die schwefelhaltige (SO2, Schwefeldioxid) Aschewolke hat eine Flughöhe von SFC (surface/Eroberfläche) bis zu 55000 Fuß (FL550) oder knapp 17.000m erreicht und damit wahrscheinlich die untere Stratosphäre, so dass Schwefelverbindungen dort für einige Wochen (oder Monate?) verbleiben und Sonnenenergie abschirmen könnten. Der Krakatau (1883) hat in der Vergangenheit bereits globale Abkühlung über mehrere Jahre verursacht. Die Aschewolke ist offensichtlich ungewöhnlich eishaltig (ICE RICH), was auf einen hohen Wasserdampfanteil durch eindringendes Meerwasser in die Magmakammer hindeutet. Weitere heftige phreatische Explosionen sind deshalb zu erwarten. Quelle: Darwin Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC)

Update 25.12.2018: GFS mit mehrtägiger Schneewalze über Mitteleuropa ab dem 7.1.2019!





Update 24.12.2018: Warnungen vor Frost, Schnee- und Eisglätte für die Weihnachtstage 2018 in Deutschland! – FROHE WEIHNACHTEN!


Update 24.12.2018: Strat.-Modelle mit kräftigem kalten Trog Anfang Januar 2019! Weiße Weihnachten! Hier schneit es aktuell! Krakatau weiter aktiv!

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphärenprognosen von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 23. und 24.12.2018 für den 2.1.2019. Beide Modelle sehen eine kräftige Störung des Polarwirbels mit Tripolbildung. Es sind kräftige Kaltluftausbrüche in die mittleren Breiten der NH zu erwarten, über Mitteleuropa und über Nordamerika liegt ein kräftiger Trog. Quelle: ECMWF und GFS
Zum Vergrößern anklicken. Der Ausbruch des Krakatau dauert an! Die Aschewarnung „Rot“ des VAAC Darwin vom 24.12.2018 nach Ausbruch des Anak Krakatau (Kind des Krakatau) am 22.12.2018 in Indonesien. Die schwefelhaltige (SO2, Schwefeldioxid) Aschewolke hat eine Flughöhe von SFC (surface/Eroberfläche) bis zu 55000 Fuß (FL550) oder knapp 17.000m erreicht und damit wahrscheinlich die untere Stratosphäre, so dass Schwefelverbindungen dort für einige Wochen (oder Monate?) verbleiben und Sonnenenergie abschirmen könnten. Der Krakatau (1883) hat in der Vergangenheit bereits globale Abkühlung über mehrere Jahre verursacht. Die Aschewolke ist offensichtlich ungewöhnlich eishaltig (ICE RICH), was auf einen hohen Wasserdampfanteil durch eindringendes Meerwasser in die Magmakammer hindeutet. Weitere heftige phreatische Explosionen sind deshalb zu erwarten.  Quelle: Darwin Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC)

Eilmeldung 23.12.2018: Vulkan Anak Krakatau ausgebrochen – Vulkanasche über 18.000 m – Ausbruch dauert an – Tsunami mit Toten in Indonesien!

Zum Vergrößern anklicken. Die Aschewarnung „Rot“ (Flugverbot) der Flugsicherung (VAAC) Darwin/Australien vom 23.12.2018 nach Ausbruch des Anak Krakatau (Kind des Krakatau) in Indonesien. Die schwefelhaltige (SO2, Schwefeldioxid) Aschewolke hat eine Flughöhe von SFC (surface/Erdoberfläche) bis zu 55.000 Fuß (FL550) oder rund 17.000m erreicht und damit wahrscheinlich die untere Stratosphäre, so dass Schwefelverbindungen dort für einige Wochen verbleiben und Sonnenenergie abschirmen könnten. Die Eruption dauert an. Der Krakatau hat in der Vergangenheit (1883) bereits globale Abkühlung über mehrere Jahre verursacht. Quelle: Darwin Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC)

Eine erwartete plötzliche Stratosphärenerwärmung über der Arktis zu Weihnachten 2018 kann ab Januar 2019 nach einem Polarwirbelsplit zu mächtigen Kaltluftausbrüchen in die mittleren Breiten sowohl in Nordamerika als auch in Europa führen.

Darüber berichtet u.a. auch die Washington Post, wie hier zu lesen ist: Jahrhundert-Winter droht: Polar-Phänomen bringt für Deutschland extreme Kälte-Gefahr

„Über der Nordpolar-Region braut sich derzeit eine gefährliche Wetterlage zusammen. Es droht ein extrem kalter Winter. Einige Meteorologen warnen.

Das Szenario klingt beängstigend. Der West-Wind, der im Winter milde Atlantik-Luft nach Deutschland bringt, kommt zum Erliegen. Stattdessen befördert eine eiskalte Strömung aus Osten russische Winterluft in die Bundesrepublik. Das Ergebnis: Rekord-Tieftemperaturen und ein Jahrhundertwinter. Das Szenario klingt dramatisch, ist laut Berichten der Washington Post aber keineswegs unrealistisch. Das meteorologische Phänomen, das dazu führen könnte, ist der Polarwirbelsplit…“

Der Bericht enthält auch eine Interessante Animation zum Polarwirbelsplit.

Auch hier im Blog wurden wir früh aufmerksam auf die Prognosen für diese spannende Entwicklung in der Stratosphäre über der Arktis, als Kommentator Jörg schrieb…

„Joerg
8. Dezember 2018 um 21:42

Als ich mir heute verschiedene Karten angesehen habe ist mir aufgefallen das sich da so ein Minor oder Major Warming anbahnt, wie im Frühjahr18 und Europa auf der eisigen Seite liegt… Demnach könnte der Januar und Februar noch Überraschungen beinhalten. Gruss Jörg“

Am 18.12.2018 sahen wir die Situation hier im Blog in der Diskussion so:

„Nach „Hitze“ sehen die aktuellen Rechnungen von ECMWF für Weihnachten 2018 nicht aus…

(zum Vergrößern in die Grafiken klicken)




Quelle: ECMWF FU Berlinin 10 hPa (rund 31km).

Dazu kommt eine SSW um rund 60°C in vier Tagen in 10 hPa (rund 31 km Höhe, obere mittlere Stratosphäre) pünktlich zu Weihnachten.

ECMWF-Prognose vom 18.12.2018 für ein „Major Warming“ in der Stratosphäre über der Arktis vom 22. bis 26.12.2018. Durch die SSW (Sudden Stratospheric Warming) steigt der Druck über der Arktis sprunghaft an und und breitet sich auch nach unten auf die Troposphäre aus. Die SSW kann zu einer Störung des arktischen Polarwirbels bis hin zum Split führen, wodurch arktische Kaltluftmassen nach Süden in die mittleren Breiten ausbrechen. Quelle: ECMWF FU Berlin

Nachtrag: Die SSW in der oberen Stratosphäre ist bereits beendet oder unterbrochen, sie setzt sich in der mittleren Stratosphäre noch fort.

(zum Vergrößern anklicken)

Die NOAA-NCEP-Analyse vom 18.12.2018 zeigt eine pötzliche Erwärmung in der Stratosphäre über der Arktis. Während die Erwärmung in der oberen Stratosphäre auf rund 36 km Höhe (5 hPa) bereits beendet ist (linke Grafik), setzt sie sich in der mittleren Stratosphäre bei rund 23 km Höhe (30 hPa) zunächst noch fort (rechte Grafik). Quelle: NOAA/CPC -Analyse der Stratosphärentemperaturen

Die Prognosen für ein „Major Warming“ stehen nun kurz vor ihrer Realisierung, wie die aktuellen Berechnungen von ECMWF zeigen.

ECMWF-Prognose vom 21.12.2018 für ein „Major Warming“ in der Stratosphäre über der Arktis vom 22. bis 26.12.2018. Binnen vier Tagen steigen die Temperaturen im oberen Bereich der mittleren Stratosphäre bei rund 31 km (10 hPa) um knapp 70(!) Grad Celsius an. Durch die SSW (Sudden Stratospheric Warming) steigt der Druck über der Arktis sprunghaft an und und breitet sich auch nach unten auf die Troposphäre aus. Das kann zu einer Störung des arktischen Polarwirbels bis hin zum Split führen, wodurch arktische Kaltluftmassen nach Süden in die mittleren Breiten ausbrechen. Quelle: ECMWF-Strat.-Prognosen

Nach dieser kräftigen Störung fehlt nun nur noch die Teilung (der Split) des arktischen Polarwirbels, um das eingangs beschriebene Mega-Winter-Ereignis ab Januar 2019 möglich zu machen, denn diese Störungen in der Statosphäre brauchen einige Tage, bis sie sich nach unten in die Troposphäre durchsetzen und dort die Strömungen nachhaltig verändern.

Das sind aktuellen GFS-Prognosen für einen Polarwirbelsplit Anfang Januar 2019, die sicher die Spekulationen befeuern….

GFS-Prognosen vom 22.12.2018 für einen Polarwirbelsplit in knapp 22 km Höhe (30 hPa, mittlere Stratosphäre) ab 1.1.2019. Ein eisiger Teilwirbel liegt am 6.1.2019 über Europa. Bei Eintreffen dieser Rechnungen ist mit einem nachhaltigen eisigen Wintereinbruch zu rechnen. Quelle: Netweather GFS-Charts

GFS macht mit ersten eisigen Rechnungen Andeutungen dessen, was da auf uns zukommen kann…



Letzte Meldung 23.12.2018: Hier gibt es weiße Weihnachten 2018! Und hier UWZ-Warnungen vor schwerem Schneesturm mit Verwehungen an Heiligabend!


Übrigens: Verschläft die Sonne den Jahreswechsel? Seit 13 Tagen ist sie am 29.12.2018 ohne jeden global wärmenden Sonnenfleck:

Und Nachwuchs von der erdabgewandten Seite der Sonne (von links nach rechts) ist derzeit nicht in Sicht…: Da is auch nix…

Trotzdem gilt weiter: Absturz der Sonnenaktivität – Sonnenminimum trotzdem erst 2019?

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

Verwandte Themen:

Arktis-Eisvolumen blamiert „Klimaexperten“ – Antarktis-Stationen zeigen Abkühlung statt Erwärmung

Grünen-Vorsitzende Annalena Baer­bock liegt um Faktor eine Milliarde falsch: In Deutsch­land emittiert jeder Bürger 9 Giga­tonnen CO2

Der Unsinn der Klimakonferenzen

Statistik: Zwei der kommenden fünf Winter in Mitteleuropa werden besonders kalt

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Sonnenschwäche und verstärkter Vulkanaktivität? Die „Kleine Eiszeit“ beweist es!

Absturz der Sonnenaktivität – Sonnenminimum trotzdem erst 2019?

Wetterticker „Weiße Weihnachten“ ? – GFS mit Schnee für alle!

Milder Dezember – strenger Winter? Flusspegel werden steigen!

Modelle: Früher Winter! Strenger Winter 2018/19?

Halbzeit 2018: Die Erde kühlt ab, die globalen Eismassen wachsen!

Globale Abkühlung in Sicht? 92 neue Studien verbinden Sonnenschwäche mit neuer „Kleiner Eiszeit“!

Werbeanzeigen

46 Gedanken zu “Spekulation: „Megawinter“ ab Januar 2019? Der Polarwirbel macht ernst!

  1. Hallo Schneefan,
    Hoffentlich kommt es so, denn die ganzen Abgesänge auf den Winter gehen mir gehörig auf den Keks. Übrigens die Wetterleuchte die du ja auch noch kennst geht davon aus, dass wir ab den 5. Januar in Mitteleuropa eine 6 Wöchige Winterphase bekommen werden, die bis zum 15. Februar anhalten soll (Ende der Berechnungszeit von Wetterleuchte ). Das bedeutet neben Schneedecken auch sehr kalte Temperaturen im Februar. Also so zu sagen Schneejanuar und eisiger Februar nach ihrer Berechnung. Das alles schließt sie aus den Entwicklungen in der Troposphäre und Stratosphäre, die den Polarwirbel oben und unten für eine mehrwöchige Phase stark stören wird.

    Nach dem 1. Major Warming wird aber noch ein 2. kräftiger Wärmeschub folgen, der dann den gesamten Polarwirbel in eine durchgehende Teilung zwingen wird. Diese massive Störung des stratosphärischen Polarwirbels wird für eine länger anhaltende Wellenpropagation aus der Stratosphäre in die Troposphäre führen, die im Ergebnis zu erheblichen Erwärmungen in der oberen bis mittleren Troposphäre führen wird, was den Zonalwind und die gesamte Dynamik des troposphärischen Polarwirbels nachhaltig stören wird. Anhand des AO-Indexes werde sich die Unwucht deutlich ablesen lassen. Der NAO-Index wird unser beginnendes Winterwetter im Januar mit deutlich negativem Ausschlag anzeigen.

    Das was ich hier geschildert habe, sind alles Berechnungen von Wetterleuchte. Und ihre Trefferquote war ja immer sehr gut. Jetzt muss man natürlich sagen, dass es bis zum 5.Januar noch 9 Tage sind und das ja in den oberen Stockwerken gerade der Bär steppt, wie Schneefan uns ja erläutert.

    Gefällt mir

    1. Hallo, Hans,

      das ausgezeichnete Verständnis der Vorgänge in der Stratosphäre und deren mögliche Auswirkungen auf die und Rückkoppelungen mit der Troposphäre von „Wetterleuchte“ sind mir in bester Erinnerung.

      Auch mein Blick ging und geht gerne in die Regionen des dominanten winterlichen stratosphärischen arktischen Polarwirbels, deshalb sollte niemand diesen Winter, der ja kalendarisch erst eine(!) Woche(!) alt ist, voreilig abschreiben.

      Nach der aktuellen ECMWF-Strat.-Prognose ist der Polarwirbelsplit am 5.1.2019 in 10 hPa (rund 31 km Höhe) vollzogen, ein eisiger abgeschlossener Teilwirbel liegt über Europa…

      (zum Vergrößern anklicken)

      Der Dezember 2018 in Deutschland ist mild, die Flusspegel sind deutlich gestiegen! Für mich gilt weiter, was ich schon Ende November 2018 schrieb: Milder Dezember – strenger Winter? Flusspegel werden steigen!

      Beste Grüße auch an Wetterleuchte, gerne mehr davon hier im Blog.

      Gefällt mir

  2. Hallo Schneefan,
    wäre ja schön wenn der Wintereinbruch ab 03.01.2019 kommen würde,wird er aber nicht, zumindest nicht im Flachland und alles andere was sich ab dem Mittelgebirgsraum an Winterwetter abspielt, ist für mich kein Wintereinbruch. Da müsste es schon flächendeckend Winterwetter mit Dauerfrost und Schneefällen geben und das ist nicht in Sicht.
    Das Geschiebe mit den Wintereinbrüchen geht schon wieder genauso wie in den letzten Jahren los, die Modelle sind einfach zu dämlich, Kaltlufteinbrüche zu berechnen, Mildwetter können diese dagegen fast auf die Stunde genau berechnen. Ich habe mal meine Wetteraufzeichnungen durchgeblättert und habe festgestellt, wenn im November und Dezember keine Periode mit Winterwetter war, was in diesem Jahr der Fall war, wird aus dem ganzen Winter nichts. Ich kann nur jedem hier raten, sich nicht zu viel Hoffnung auf den Winter zu machen und nicht den ganzen Medienblödsinn zu glauben, auch wenn ein
    Polarwirbelsplit bevorsteht, das hat noch lange keinen kalten Winter in Europa zur Folge. Solange die große Kälte zwischen Kanada und Grönland liegt, so wie schon in den vorausgegangen Wintern, werden wir keine oder nur ganz kurze Perioden mit Winterwetter bekommen und die Westdrift wird immer wieder gewinnen und die Enttäuschung wird immer größer.
    Sollte es aber dann doch mal eine richtige Kehrtwende mit anhaltendem Winterwetter geben, ist die Freude umso größer, vor allem bei mir.
    Ich erwarte von diesem Winter jedenfalls nicht mehr ganz viel, weil ich schon jetzt sehr enttäuscht bin. Er wird sich ganz gut in den letzten fünf zu warmen Wintern einreihen. Leider!!!

    Gefällt mir

  3. Nun wenn man die 500 hPa Geopot. vom 03. Januar von den 3 Modellen anschaut, ähneln sich diese. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Würde etwas viel Links bedeuten so versuche ich dies auf diese Weise zu vermitteln.
    Beim GFS ist der Höhenrücken über Mitteleuropa, was die 850hPa Temperaturen so um die 0°C erwarten lässt. Vom Flachlandwinter weit entfernt. In Wartestellung auch ein kräftiger Tiefdruckkomplex im Seegebiet südlich von Grönland und Island.
    Beim GEM ist der Höhenrücken kräftiger und über den Britischen Inseln mit einer schwachen Tiefdruckrinne über dem nordöstlichen Nordamerika. 850 hPa Temperatur unter -10°C. Mit der obigen Ausgangslage ein Volltreffer.
    Beim ECMWF ist der Höhenrücken auch über den Britischen Inseln aber nicht so kräftig wie beim GEM. Außerdem ein kräftiger Tiefdrucktrag südlich von Grönland und 850 hPa Temperaturen von um die -5°C also nicht Flachlandwintertauglich.
    Inm Grundmuster eigentlich fast indentisch, Zünglein an der Waage ist die Lage und Stärke des Hochs. Bei GFS und ECMWF besteht die Gefahr, dass es von dem kräftigen Tief über dem Atlantik hinweggefegt wird. Wie gesagt GEM wäre ein Volltreffer.
    Es wird darauf auch ankommen, in wie weit sich der Polarwirbelsplit auf die unteren Stockwerke der Atmosphäre auswirkt, er kann genauso gut das Gegenteil bewirken.
    Wie Du in der Überschrift treffend formuliert hast Schneefan, Spekulation „Megawinter“. Er geistert jedes Jahr in den Gazetten rum.

    Gefällt mir

    1. Hallo, Pilsi,

      alles richtig beschrieben, dennoch steht es aktuell 2 : 1 für „Kalt“…

      Entweder schließt sich GFS den kälteren Rechnungen von ECMWF und GEM an, …oder diese werden milder….

      Allerdings hatte auch der DWD/ICON00 die kalte Variante für den 3.1.2019 gerechnet, also steht es eigentlich 3 : 1…

      (zum Vergrößern anklicken)

      Gefällt mir

  4. SSW (Major Warming) über der Arktis aktuell schon stärker als im kalten Februar 2018!

    Zum Vergrößern anklicken. Auf 05hPa (36 km Höhe) geht die SSW-Post weiter ab! In der NOAA-CPC-Analyse steigen die Temperaturen weiter an und liegen am Tag 361 (27.12.2018) höher als im kalten Februar 2018, dem dazu ein kalter März 2018 in Europa folgte. Quelle: NOAA/CPC-Analyse der Stratosphärentemperaturen

    Dem kalten Februar 2018 in Europa folgte ein kalter März 2018 in Europa, die NOAA-Reanalyse zeigt die negativen Abweichungen der 2m-Temperaturen der beiden kalten Monate in Europa zusammen.

    NOAA

    Folgen die Monate Januar und Februar 2019 diesem SSW-Muster…?

    Gefällt mir

    1. Es wird sehr spannend zu Beobachten sein, wie die Auswirkungen jetzt im Januar und Februar sein werden da es Hochwintermonate sind.So müsste die Kälte ziemlich heftig zuschlagen.Aber als Winterfan hoffe ich endlich mal auf Schnee.

      Gefällt mir

  5. Da werden die Leute aktuell heute 28.12.2018 13 Uhr in den ARD-Nachrichten schonend an etwas erinnert, was auf sie doch eventuell jetzt im Januar 2018 zukommt …..
    https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Schneekatastrophe-in-Norddeutschland-1978-1979,schneechaosindex100.html

    ….damit die globale Erderwärmung sich auch mal einen Ausrutscher leisten kann …….man kann den Leuten alles verkaufen …man muß nur wissen wie ….

    Ich jedenfalls finde es interresant, dass ausgerechnet jetzt dieser Artikel auf der Hauptseite der ARD Nachrichten gleich vorne an geführt wird …., das alleine macht es schon verdächtig (jedenfalls für mich ),weil …ich immer regelmäßig deine Seite und Eure Kommentare lese, weil ihr /du immer dicht ,sehr dicht an den richtigen Vorraussagen segelt ..um es mal künstlerisch auszudrücken ….
    Ein richtiger Winter hier bei uns im Norden ist überfällig, alleine schon aus nördlicher Sicht in Seutschland gesehen… ich wohne hier oben, ich muß es wissen ..länger als 40 jahre ^^
    Endlich mal wieder ein Nordabenteuer…, bin vorbereitet wie jedes Jahr, autark sozusagen, immer ein höfliches danke an dich Schneefan2015 für deine Zeit und deine Warheitsliebe !!

    Gefällt mir

  6. So wie die Modelle in der erweiterten Mittelfrist (bis zu 240 Stunden = 10 Tagen) hin und her eiern, sehe ich im Moment noch keine dauerhafte Kälte bei uns. Zwar dürfte es zum 3.1. tatsächlich von Norden her kälter werden, aber antizyklonal ohne Schnee. Danach wird rasch wieder Milderung von Westen angenommen.

    Und: ich bleibe bei meiner Erfahrung, die ich aber nicht durch Zahlen belegen kann: Mild-Simulationen über 96 Stunden hinaus treffen in 80 bis 90% aller Fälle ein. Kalt-Simulationen dagegen unter 10% – selbst dann, wenn sich die Modelle diesbezüglich mal einig sind (was derzeit ganz und gar nicht der Fall ist).

    Ich bin auch ein Schneefan! Und ich hoffe immer auf positive Enttäuschungen (dass ich mit meiner Erfahrung mal falsch liege). So aber bin ich wenigstens nicht enttäuscht, wenn es mild bleibt.
    So, das war jetzt mal richtig unwissenschaftlich!

    Hans-Dieter Schmidt

    Gefällt mir

  7. Habe mir mal nochmals alle Modelle für den Zeitraum 3. bis 6. Januar angeschaut Der Knackpunkt ist, wie ich schon ausgeführt habe, die Lage des Hochs. Es liegt einfach zu nah an oder sogar über Frankreich und deswegen zu weit südlich für einen wirklichen Wintereinbruch. Nur im Osten und Südosten von D reichen die 850 HPA Temperaturen aus für eine Dauerfrostlage auch in tiefen Lagen.
    Sonst wird dies bei so einer Wetterlage eher Schmuddelwetter. Schade, vor ein paar Tagen sah ich noch zumindest bei GEM und ICON einen satten Höhenrücken über GB, ideal. Nun leider diese Lage.

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.