Klima-Alarm beim DWD: 2018 mit Wärme“rekord“ bei einem nicht signifikanten Zehntel Grad Celsius?

Wenn es global keine neuen Wärmerekorde gibt, sondern seit Jahren abkühlt, muss man mindestens für Deutschland welche erfinden: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist beim Klima-Alarm und bei Klima-Horrormärchen ein Meister seines Fachs.

Nachdem die DWD-Horrormärchen über angeblich neue Rekord-Tiefstände an den Rheinpegeln im Dezember 2018 aufgeflogen sind und auch das DWD-Klimamärchen über das angeblich trockenste Jahr 2018 in Deutschland seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 in einem der vorhersehbar regenreichsten Dezember der letzten Jahrzehnte jämmerlich daneben lag, verkündet der DWD in seiner wie immer voreiligen Pressemitteilung vom 28.12.2018 nun ein neues Klimamärchen:

„„Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des Klimawandels“, sagt DWD-Pressesprecher Andreas Friedrich. Es präsentierte sich als das wärmste und sonnigste Jahr seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen. Auch gehörte es zu den niederschlagsärmsten Jahren seit 1881. Von April bis November verliefen alle Monate ausnahmslos zu warm, zu trocken und sonnenscheinreich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen…
Wärmstes Jahr seit 1881
Mit 10,4 Grad Celsius (°C) lag im Jahr 2018 der Temperaturdurchschnitt um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 1,8 Grad. 2018 übertraf damit den bisherigen Rekordhalter 2014 um 0,1 Grad und ist das wärmste Jahr seit Messbeginn 1881… ..

Ein neuer Rekord mit einem Zehntel Grad Celsius Differenz???

Das ist statistischer UNSINN!!!

Niemand kann mit wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit behaupten, dass die Differenz von 10,3°C zu 10,4 °C bei der Auswertung von über 2000 Stationsdaten über ein ganzes Kalenderjahr eine Genauigkeit von unter 0,1°C hat, das ist völlig unmöglich.

Der Fehlerbereich derartiger Messungen dürfte bei mindestens +-0,2°C liegen, damit gibt es keine Signifikanz für einen neuen Rekord.

Eine wissenschaftlich haltbare Aussage wäre, dass die beiden Jahre 2014 und 2018 zu den wärmsten Jahren in Deutschland seit Beginn der Messungen 1881 gehören.

Dabei ist anzumerken, dass sich sowohl die Messmethoden als auch die Messinstrumente sowie die Umgebung der Standorte (städtische Wärmeinseln) wiederholt geändert haben. Nachlesen kann man das hier: Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Noch eine Anmerkung zu der vom DWD penetrant wiederholten – aber dennoch seit 2015 falschen – Behauptung:

„…über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990…“

Im Jahr 2015 hat die Weltorganistion für Meteorologie (WMO) verbindlich beschlossen, die Klimanormalperiode (Referenzperiode) weltweit einheitlich auf die jeweils letzten drei vollen Jahrzehnte zu legen, also aktuell 1981-2010.

Die um 10 Jahre überlappende bisherige Klimanormalperiode 1961-1990 wurde damit als Klimanormalperiode ausdrücklich abgelöst und ist nur noch für Langzeitbetrachtungen des Klimas zulässig.

Nachlesen kann man das hier: WMO Climatological Normals 2015

Die unerlaubte Verwendung der seit 2015 abgeschafften kälteren Klimanormalperiode (Referenzperiode) 1961-1990 in den monatlichen und jährlichen DWD-Pressemitteilungen zum WETTER in Deutschland soll durch höhere positive Abweichungen eine Erwärmung vortäuschen, die es so nicht gibt, und zudem Stagnation oder gar Abkühlung verschleiern, die bei Verwendung des etwas wärmeren WMO-Klimamittels 1981-2010 sichtbar würde.

Wann hört der mit 347 Millionen Euro jährlich teuer aus Steuermitteln finanzierte Klimawahn des Deutschen Wetterdienstes endlich auf?

Da kann man den Verantwortlichen beim DWD bis hin zum Verkehrsminister doch für’s neue Jahr nur „Gute Besserung“ wünschen!

Allen eine guten Rutsch!

Übrigens: Der angebliche DWD-Rekordwert einer Jahresdurchsdurchschnittstemperatur vom 10,4°C in Deutschland liegt nur 3,4°C über der optimalen Kühlschranktemperatur

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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20 Gedanken zu “Klima-Alarm beim DWD: 2018 mit Wärme“rekord“ bei einem nicht signifikanten Zehntel Grad Celsius?

  1. Moin Schneefan,

    das sehe ich genauso wie Du, dass dieser Unfug endlich ein Ende haben muss. Aber ich muss mich immer wieder wundern, wie viele Menschen
    diesen Angaben glauben schenken und deshalb wird der Faden immer weiter gesponnen. Das Problem sind leider unsere Politiker, die das nur
    zu gerne hören und in die gleiche Kerbe schlagen damit die Steuern erhöht werden können um den Klimawandel zu stoppen.
    Damit dem DWD mal dieser Unsinn ausgetrieben wird ist es höchste Zeit für einige kalte Jahre hintereinander mit kühlen Sommern und richtig kalten Wintern.

    Wünsche allen einen guten Rutsch

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  2. Ja lieber Schneefan, so ist es leider mit vielen Messungen hier in Deutschland. Zum Beispiel stehen die Feinstaub und NO2 Messstationen viel zu nahe an den Strassen, laut EU Verordnung falsch. Und trotzdem wird über schlechte Luft geklagt, obwohl die Belastungen Jahr für Jahr zurückgehen.
    Dies ist auch bei der Temperaturmessung der Fall. Und es wird mit Superlativen nur so um sich geschmissen, ohne den Leuten zu erzählen, dass dies Früher z.T weit extremer gegeben hat. Das Schlimme ist….die Leute nutzen ganz einfach nicht die heutigen Möglichkeiten, sich umfassend und unabhängig zu informieren.

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  3. Die Feinstaub Stationen sollten mal in Wohngebieten stehen, dann käme man ganz schnell dahinter, dass der Feinstaub gerne aus Holz- und Pelletöfen / Kaminen verbreitet wird, eine Sauerei, die zum Teil auch noch staatlich finanziert und gefördert wird und sträflicher Weise auch noch als ökologisch sinnvoll und nachhaltig betrachtet wird.

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  4. Man muss sich nur bildlich vorstellen, dass der trocken adiabatische Temperaturunterschied vom Dach eines 10m hohen Gebäudes bis zum Erdboden 0,1°C beträgt.

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  5. Wenn Ihr Euch nicht den Jahreswechsel versauern wollt, am Besten keine Neujahrsansprache anschauen. Da wird breit über den angeblichen Klimawandel als große Herausforderung geredet. In den Nachrichten sind schon Auszüge zitiert worden.
    Wie ich befürchtet habe, dieser Sommer war das Schlimmste was einer sachlichen Klimadiskusion passieren konnte. Global die Sichtweise in Form eines Bierdeckelradiuses. Dieser Sommer war für die Kontrolle wie ein Sechser im Lotto.
    Man kann nur hoffen, dass endlich mal eine Serie zu kälter Monate oder auch Sommer in Europa anfängt, Aber spätestens dann blicken sie über den Bierdeckel und suchen die Hotspots anderswo.
    Trotzdem Euch allen hier einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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    1. Richtig die werden schon was finden, und die Schafe werden ihnen nachfolgen, da hilft nur eins … aufklären aufklären aufklären

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  6. Winfried Kretschman hat am 29.12.2018 gegenüber dem Südkurier (einer Zeitung in BW) vor dem extrem trockenen Jahr 2018 gewarnt ! Das ja selbst lt. DWD auch in Badenwürtemberg weiß gott nicht extrem trocken war

    (Versuche ne Quelle zu finden)

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  7. Ubrigends lieber Schneefan nicht nur in den USA. Auch China und Nordvietnam erleben ein gesäßkalten Jahreswechsel.
    Hongkong Tiefsttemperatur 6°C, Hanoi sogar 5°C . Wer die Leute und die Gegend da unten kennt, weis, wie die da unten jetzt bibbern ( ohne Heizung ).
    https://www.wetter.de/welt/temperatur-min-gefuehlt-karte-china-c86.html
    Kommt zwar mal vor da unten, ist aber schon das zweite Mal in diesem Winter, und der Januar steht noch vor der Tür. Da hört man nichts von den Klimaaffen.

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  8. Nachtrag, sind zwar „nur“ gefühlte Temperaturen Neu Dehli Indien z.B 0°C . Trotzdem sind 5°C bis 9°C ohne Heizung auch kein Vergnügen.

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  9. DWD: „Es präsentierte sich als das wärmste und sonnigste Jahr seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen.“ Gemeint ist das Kalenderjahr 2018. Das Kalenderjahr ist eine willkürliche Festlegung. Aussagekräftiger ist meiner Meinung nach der 12-Monate-Mittelwert. Dazu betrachte ich das 12-Monate Gleitmittel der Monatsmittelwerte. Der Rekordwert für Deutschland liegt bei 11,3 °C für den Zeitabschnitt Juli 2006 – Jun 2007. Damals bezeichnete man dies als ein Sommer-Märchen.

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    1. So die offizielen Wetterreihen des DWD sind da
      Das Jahr 2018 mit 10,5°C im Jahresmittel mag man nun davon halten was man will
      ABER ganz Deutschland ? nöööööö da gibt es doch wirklich so freche Bundesländer die sich nicht daranhalten wollten und keine Rekorde geschrieben haben 🙂

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      1. Äh noch etwas entweder bin gerade ich blöd …. oder exel
        Ich komme für 2018 auf eine Durchschnittstempertur aller Werte auf 10,3 !!
        Kann mir das jetzt jemand erklären ehe ich nen Schlaganfall bekomme ??? ich schaffe es nicht 10,5 zu berechnen !!

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      2. Hallo, Ted T,

        wahrscheinlich hast Du die Monatsmittelwerte addiert und durch 12 geteilt.

        Vermutlich rechnet der DWD aber taggenau, also den kalten Februar nur mit 28 Tagen; das ergibt dann gegenüber den wärmeren Monaten Juli und August mit 31 Tagen natürlich eine etwas „wärmere“ Rechnung…

        Ansonsten gilt auch für eine Jahresmitteltemperatur von 10,5°C in Deutschland im Jahr 2018: Das sind nur 3,5°C über der optimalen Kühlschranktemperatur, also keineswegs „warm“ oder gar „zu warm“…

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