Dänischer Wetterdienst bringt Grönlandeis zum Schmelzen: Neue Darstellung der täglichen Massebilanz als „Zuwachs-Anomalie“!

Mit einer neuen Darstellung der summierten Massebilanz des täglichen Eiszuwachses beim Grönlandeisschild lässt der Dänische Wetterdienst (DMI) scheinbar das Grönlandeis schmelzen.

Bis in den Januar 2019 wurde die Karte mit der täglich fortgeschriebenen Massebilanz in der Saison vom 1.9. bis zum 31.8. des Folgejahres den Zuwachs unter dem Link https://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/ in blauen Farben dargestellt.

Seit Februar 2019 werden nun die ANOMALIEN der täglich fortgeschriebenen Massebilanz gezeigt, wodurch die Karte aktuell trotz des für diese Jahrezeit (Winter) üblichen Zuwachses in roten Farben überwiegend ein vermeintliches Defizit erkennen lässt.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der DMI-Darstellung der Massebilanz (SMB) des Grönlandeises im Januar 2019 (links) mit der seit Februar 2019 gezeigten Umstellung auf die ANOMALIE der Massebilanz. Quellen: 1. https://web.archive.org/web/20190101223829/https://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/ und 2. http://polarportal.dk/en/greenland/surface-conditions/ und dann „Large version of latest accumulated map

Geht man auf den alten DMI-Link zum Grönlandeis, wird man nicht etwa auf die neue Seite verlinkt, sondern es erscheint der dümmliche Hinweis: „Siden findes ikke“ (Seite nicht zu finden/existiert nicht).

Nach den Rekordzuwächsen beim Grönlandeis in der Saison 2016/17 mit einem in diesem Jahrhundert erstmaligen Netto-Eiszuwachs

Die untere der beiden DMI-Grafiken zeigt den Verlauf des täglich summierten Eiszuwachses auf Grönland in SMB=Surface Mass Balance (blaue Linie) vom 1.9.2016 bis zum 31.8.2017 in Gigatonnen (Gt, eine Milliarde Tonnen oder ein km³). Gegenüber dem verlustreichen Jahr 2012 (rote Linie) hat die Eismasse in dieser Saison um mehr als 500 Gt oder 500 Milliarden Tonnen zugelegt, gegenüber dem Durchschnitt 1981-2010 (graue Linie) sind es immerhin rund 180 Gt Brutto-Zuwachs. Bei dem von DMI angenommenen jährlichen Eisverlust durch „Kalben“ von rund 200 Gt bleibt also in diesem Jahr nur ein Netto-Verlust von rund 20 Gt, das sind 90% weniger als im Durchschnitt! Die obere Grafik zeigt den täglichen Verlauf der Eisentwicklung (blaue Linie) mit mehreren Rekordspitzen („Schneebomben“), so auch am 31.8.2017. Bereits Mitte Oktober 2016 und am 3.5.2017 hatten „Schneebomben“ mit rund 8 Gigatonnen (8 Milliarden Tonnen oder 8 km³) Eiszuwachs neue Tagesrekorde und im Mai auf rund 670 Gt angesammelten (Acc.=Accumulierten) Jahresrekord (untere Grafik) an Eiszuwachs erreicht. Wehrt sich die Natur gegen Datenmanipulationen? Die graue Linie und die grauen Flächen stellen den am 25.4.2017 neuen angehobenen Durchschnitt (Mean) 1981-2010 dar, der den aktuellen anhaltenden starken Eiszuwachs geringer erscheinen lässt als zum alten niedrigeren Durchschnitt 1990-2013. Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

…und einem erneuten kräftigen Zuwachs in der Folgesaison 2017/18…

Am 30.8.2018 – also am vorletzten Tag vor dem Ende der DMI-Eissaison – ist die tägliche Massebilanz (SMB) des Grönlandeises durch einen „Schneebombe“ um 6 Gt (6 Gigatonnen=6 Milliarden Tonnen) gewachsen (obere Grafik). Die Massebilanz (SMB) des Grönlandeises (untere Grafik, blaue Linie) liegt Ende August 2018 mit etwa 500 Gigatonnen (Gt) rund 150 Gt über dem Durchschnitt (dunkelgraue Linie) und rund 450 Gt über dem Tiefstand 2012 (rote Linie) und damit auf Rekordkurs wie im Vorjahr mit einem Nettozuwachs des Grönlandeises. Quelle: DMI Massebilanz Grönlandeis

…wurde es wohl Zeit, diese auch für die meisten „Experten“ überraschenden positiven Entwicklungen des Grönlandeisschildes zu verschleiern…

Das DMI hatte in der Vergangenheit bereits den Bezugszeitraum für die Abweichungen der täglichen und jährlichen Massebilanz des Grönlandeises verändert, wodurch der Zuwachs in der Folge geringer erschien: DMI ändert Bezugszeitraum für das Grönlandeis – aktueller Zuwachs erscheint nun geringer

„…Die eigentlich löbliche Umstellung auf die von der WMO empfohlene – aber ältere und kältere – Bezugsperiode lässt den kräftigen Eiszuwachs der letzten beiden Jahre gegenüber dem neuen Durchschnitt (Mean) nun geringer erscheinen, wie der aktuelle Vergleich zeigt (untere Grafik, zum Vergrößern anklicken).

Vergleich der beiden Gafiken des DMI zur Darstellung der täglich fortgeschriebenen Massebilanz (SMB) in Gigatonnen (Gt). Durch die Änderung der Vergleichsperiode im April 2017 von 1990-2013 auf die ältere und kältere WMO-Klimaperiode 1981-2010 wird der Durchschnitt (Mean=graue Linie und Felder) angehoben, wie die von mir über beide untere Grafiken eingezeichnete dünne schwarze Linie über dem alten mittleren Jahreshöchststand (linke untere Grafik) verdeutlicht. Lag der alte Höchststand bei knapp 550 Gt, liegt der neue mittlere Jahreshöchststand nun bei rund 600 Gt. Dadurch erscheint der aktuelle Verlauf (blaue Linie) des starken Eiszuwachses in der Eisperiode ab 1.9.2016 gegenüber dem Durchschnitt weniger deutlich. Zusätzlich wurde das Jahr 2015/16 in der neuen Grafik weggelassen (braune Linie in der alten Grafik links), das ebenfalls überwiegend überdurchschnittliches Wachstum zeigte. Originaltext zur aktuellen Grafik:“Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1981-2010 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 30 years (in the period 1981-2010) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 30 years have been left out.“ Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Die Leitung der staatlichen Wetterdienste scheint nicht nur in Dänemark von Klimaaktivisten kontaminiert zu sein, die statt wissenschaftlicher Erkenntnis der politischen Agenda der „Großen Transformation“ der falschen Propheten folgen, um eine von Menschen gemachte globale Erwärmung unter Verteufelung des lebensnotwendigen Spurengases CO2 vorzutäuschen, die es in der unverfälschten Realität so nicht gibt.

Übrigens: Die Reineisflächen des Grönlandeises wachsen laut DMI seit Beginn der Messungen im Jahr 2000.

(zum Vergrößern anklicken)

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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