Invasion der Borkenkäfer: Ursache „Klimawandel“ oder „Monokulturen“? Kühler und nasser März 2019 gibt Hoffnung!

Update 17.3.2019 – WDR: Borkenkäfer in NRW bisher wenig geschädigt – Waldböden sind immer noch zu trocken!? Dauerregen führt zu Überschwemmungen in NRW. Eine von beiden WDR-Meldungen ist „Fake-News“…

Nach dem Winterorkan „Friederike“ im milden und nassen Januar 2018 fielen allein in Nordrhein-Westfalen (NRW) mehrere hunderttausend Fichten mit einem Volumen von 1,4 Millionen Kubikmeter Schadholz um: Ideale Brutstätten für die verschiedenen Spielarten der Borkenkäfer.


Foto: Der Buchdrucker oder Großer achtzähniger Fichtenborkenkäfer ist eine Käferart aus der Unterfamilie der Borkenkäfer. Da er seine Brutsysteme in der Rinde der Wirtsbäume anlegt, wird er den Rindenbrütern zugerechnet. Er gilt als ein bedeutender Forstschädling.

Dazu kam der lange warme und trockene Sommer 2018 in großen Teilen Deutschlands, der statt ein oder zwei neue Generationen nun nach Schätzung von Forstleuten bis zu vier neue Generationen der vermehrungsfreudigen Tierchen schlüpfen ließ.

Nach einem milden Winter 2018/19 befürchten nun Forstleute, dass es im Jahr 2019 in deutschen Wäldern zu einer neuen Invasion der Borkenkäfer kommen kann, wie der WDR heute berichtet: Neue Borkenkäfer-Invasion droht in NRW

Ohne Klimaalarm geht es beim WDR schon seit Jahren nicht mehr:

„…Die Forstleute in NRW beobachten seit Jahren, dass der Klimawandel die Wälder gefährdet. Die Borkenkäferplage im vergangenen Jahr und die Dürre des Sommers und Herbst hätten die Lage weiter verschärft…“

Was ist wirklich dran an diesen neuen Horrormeldungen?

Neben den natürlichen Fichtenwäldern höherer Gebirgslagen hat der Mensch mit ausgedehnten Fichtenreinbeständen (Monokulturen) optimale Borkenkäferbiotope geschaffen. Hier können sich bei klimatischen Extremen (lange Hitze- oder Trockenperioden, Winter mit viel Schneebruchholz) Buchdrucker und Kupferstecher explosionsartig vermehren (Jahre mit Massenvermehrung sind beispielsweise: 1947, 1994/95, 1999, 2003/2004, 2018).

Die Fichte wurde vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg als schnellwachsende Holzart in großen Flächen angebaut, weil sie bereits nach 70 oder 80 Jahren geerntet werden kann und vor allem als bestes Bauholz verwendet wird.

Als flachwurzelnde Baumart mit einer Wurzeltiefe von nur einem halben Meter ist die Fichte bekanntermaßen nicht nur besonders anfällig gegen Stürme, sondern auch in Trockenjahren.

Wegen der geringen Wurzeltiefe kann sie nicht an tiefer gelegenes Grundwasser gelangen wie andere Baumarten. Bei Wassermangel kann die Fichte nicht genügend Harz bilden, um Schädlingsbefall abzuwehren.

Obwohl dies alles bekannt ist und Stürme und gelegentliche Trockenheit auch in Mitteleuropa seit mehr als tausend Jahren immer wieder vorkommen, werden weiter Fichten-Monokulturen angepflanzt.

Klimawandel oder menschliche Dummheit?

Der völlig unbegründete und unsinnige Klimaalarm beim WDR lässt nur eine Anwort zu: Dummheit und Ignoranz!

Dazu kommt, dass die Borkenkäfer bei dem weiteren nasskalten Verlauf des März 2019 nicht nur in NRW keine großen Überlebenschancen haben, wie erfahrene Forstleute wissen und wie der WDR am 2.3.2019 selbst berichtet.

„..In den nächsten Wochen werde sich je nach Wetter entscheiden, ob es erneut zu einem dramatischen Befall von Fichten komme, sagte der Sprecher des Landesbetriebs Wald und Holz, Michael Blaschke am Samstag (02.03.2019)…

Viele Millionen Käfer überwinterten im Boden oder hinter den Rinden von Fichten. „Wenn das Wetter in den nächsten Wochen schmuddelig wird – knapp unter zehn Grad und feucht – sind das ideale Bedingungen für Pilze. Die würden dann die Käfer befallen und abtöten.“ Je weniger Käfer den Winter überlebten, desto besser sei das für den Wald. Die Vermehrung beginnt im April mit dem Flug der Käfer, die sich dann in die Baumrinden einbohren.“

Das Wetter war, ist und bleibt weiter – nicht nur – in NRW „schmuddelig“ und damit lebensfeindlich für die Borkenkäfer: Eine Invasion der Borkenkäfer im Jahr 2019 ist eine WDR-Klima-Ente…

Zum Vergrößern anklicken. WO/GFS-Prognose vom 6.3. (obere Grafik) und vom 7.3.2019 für Temperaturen und Niederschläge im oberen an Fichtenmonokulturen reichen Sauerland bis zum 21/23.3.2019: Ski und Rodel für Menschen gut, nasskalt und tödlich für Borkenkäferlarven wegen Pilzbefalls. Quelle: WetterOnline Schneeprognose Winterberg

Letzte Meldung: Neuer Kälterekord im US-Bundesstaat Illinois mit Tmin minus 38°C am 31.1.2019 in der Klein-Stadt Mount Carroll (236m NHN). Der alte Kälterekord (Tmin) lag dort bei minus 37°C im Januar 1930(!).

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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18 Gedanken zu “Invasion der Borkenkäfer: Ursache „Klimawandel“ oder „Monokulturen“? Kühler und nasser März 2019 gibt Hoffnung!

  1. Ach Borkenkäfer, alter Freund. Wie viele Bäume hast Du schon vernascht? Auch bei uns in der Oberlausitz warst du fleißig und viele, sehr viele Bäume dienten und dienen dir als Spielplatz. Aber bist du ein Schädling? Nein! Du gehörst genauso zum Ökosystem Wald wie alle anderen. Zwar dürften wir bis Ende dieses Jahres kaum noch intakte Bäume haben, aber genieße die Zeit,denn bald werden viele Laubbäume kommen.

    Danke an schneefan für deinen tollen Bericht.

    Mfg Zach

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  2. Der Besatz mit Fichtenmonokulturen (teilweise auch Kiefern) im Deutschen Flachland ist ein Verbrechen. Diese Forste (Wälder sind es nicht) haben eine biologische Wertigkeit knapp oberhalb einer Mülltüte. Da singt kaum ein Vogel, da kommt kein Reh zurecht. Unterholz fehlt, der ganze Boden versauert durch den Nadelabwurf, Humus wird nicht gebildet. 80% der Mikroorganismen im Wald sind auf eine Symbiose mit Buchen oder Eichen/Birken Mischwäldern ausgerichtet. Die können mit dem harzigen Nadelholz nichts anfangen. Man kann nur hoffen, dass die Borkenkäfer tabula rasa machen, Vernunft einkehrt und man mit standortangepassten Arten wieder aufforstet. Es ist ja nicht so, dass natürlicherweise keine Kiefern oder Fichtensamen vorhanden wären, die Standorte sind einfach so ungeeignet, dass sich vor der Beforstung einfach der Buchenmischwald in der norddeutschen Tiefebene und den unteren lagen der Mittelgebirge als widerstandsfähiger durchgesetzt hatte.

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  3. Ein interessanter Artikel zu einem durchaus wichtigen Thema. Da die Wälder erheblich unter der Trockenheit des letzten Jahres gelitten haben, könnte selbst eine schwächere Borkenkäferplage überdurchschnittliche Schäden anrichten.
    Eine Anmerkung aber zu dem Satz „… werden weiter Fichten-Monokulturen angepflanzt“. Das mag vereinzelt noch vorkommen. Jedoch muss zur Ehrenrettung der Forstleute gesagt werden, dass der Umbau zu naturnäheren Laubwäldern in vollem Gange ist. Der Flächenanteil der Fichte geht seit Jahrzehnten zurück, und inzwischen stehen auf 72% der Waldfläche schon wieder Laub- und Mischwälder (https://www.bmel-statistik.de/fileadmin/user_upload/monatsberichte/FHB-0320126-2017.pdf).

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    1. Der Anteil der Fichten- und Kieferbestände wird im verlinkten Waldbericht der Bundesregierung 2017 an früheren natürlichen Standorten von Buchen und Eichen mit deutlich über 50% beschrieben (Ziff. 3.5.2, S. 116)…

      „…Die heutigen Wälder sind Teil der Kulturlandschaft, Ergebnis einer Jahrtausende langen und wechselhaften Nutzungsgeschichte. Völlig natürliche, vom Menschen nicht beeinflusste Waldökosysteme (sog. Primärwald) gibt es in Deutschland seit langer Zeit nicht mehr. Menschliche Einflüsse – wie z. B. Rodung, Waldweide, Streunutzung, Holznutzung, Jagd, Entwässerung, Luftverunreinigungen – haben die biologische Vielfalt der Wälder geprägt. Die heutigen Waldbilder sind das Ergebnis der waldbaulichen Entscheidungen unserer Vorväter aufgrund des Wertesystems ihrer Zeit; der Waldbau von heute prägt die zukünftigen Waldbilder. Im Ergebnis werden die Wälder, in denen von Natur aus Buchen wachsen würden, heute nicht nur von Buchen (21 Prozent), sondern auch von Fichten (34 Prozent) und Kiefern (17 Prozent) dominiert. Auf natürlichen Eichenwald-Standorten dominiert die Eiche nur mehr auf 14 Prozent, die Kiefer aber auf 55 Prozent der Fläche.

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      1. Kein Widerspruch dazu. Es ist natürlich völlig richtig, dass seit dem 19. Jhd. natürliche Laubwälder massiv in Fichten-Monokulturen umgewandelt wurden, und dass deshalb die Fichte (entgegen den natürlichen Verhältnissen) noch immer der häufigste Baum in deutschen Forsten ist.
        Entscheidend ist für mich aber der Trend, und der wird mit dem Satz „„… werden weiter Fichten-Monokulturen angepflanzt“. falsch dargestellt. Seit 20 bis 30 Jahren geht der Trend im Waldbau sehr deutlich weg von Monokulturen und hin zu naturnäheren Laub- und Mischwäldern. Dieser Umbau dauert leider seine Zeit, und erfordert Konsequenz und Geduld. Im Waldbau muss man in Jahrzehten und Jahrhunderten denken und arbeiten!

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      2. Laut Wikipedia:

        „…In der Forstwirtschaft werden zum Teil noch heute Fichten und andere Nadelhölzer in Monokultur angebaut, um die holzverarbeitende und Papierindustrie mit dem Rohstoff Holz zu beliefern…

        Nachteile wie extremer Schädlingsbefall (z B. durch Borkenkäfer) oder hohe Windbruchanfälligkeit bewegt die Forstwirtschaft jedoch immer mehr zu nachhaltigeren Wirtschaftsformen….“

        Wenn diese Wikipedia-Darstellung für Deutschland nicht mehr aktuell sein sollte, bitte ich um einen aktuelleren Link.

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  4. Übrigens: Der Möhnestausee, die zweitgrößte Talsperre des Ruhrverbandes nach der Biggetalsperre, mit einem max. Stauvolumen von 134,5 Millionen m³ ist heute mit einem aktuellen Stauinhalt von 114,756 Mio. m³ zu 85,3% gut gefüllt – Tendenz steigend.

    Der Möhnestausee ist keine Trinkwassertalsperre, sondern dient vor allem der Auffüllung der Ruhr bei Niedrigwasser und dem Hochwasserschutz.

    Der Füllungsstand aller Talsperren des Ruhrverbandes liegt heute um 7 Uhr bei 86,5 %, Tendenz steigend. Der Gesamtzufluss zu den Talsperren beträgt heute um 7 Uhr 23,0 m³/s. Die Gesamtabgabe der Talsperren beträgt 18,1 m³/s, davon entfallen auf die Nordgruppe 2,3 m³/s und auf die Südgruppe 15,8 m³/s.

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  5. Zu den Fichtenmonokulturen. Das diese Angebaut werden trift insofern zu, als diese in der Regel vor zig jahrzehnten angelegt wurden und eben noch nicht genutzt wurden. Bei der neuanlage ist das aber die Ausnahme. Wobei ein gewisser Nadelholzanteil meist aus wirtschftlichen Gründen doch erforderlich ist. Wird doch in der Forstwirtschaft mmer wieder festgestellt, dass Laubholz meist nur als Brennhalz zu vermarkten ist.Zu den Waldumbau finden sich unter http://www.lwf.bayern.de/waldbau-bergwald/waldbau/160293/index.php Zahlen. Demnach ist der Laubwaldanteil in Bayern von 1971 bis 2014 von 22% auf 36% gewachsen. Da bei Wäldern Umtriebszeiten im Bereich von 80 Jahren üblich sind (Laubwälder bis 200 Jahre) ist ein schneller Umbau ohne großflächige Abholzungen auch kaum machbar.

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  6. Ich denke, das klärt die Sache: Der Wikipedia-Eintrag stimmt so weit. Aber wenn dort steht „wird angebaut“ bedeutet das nicht „wird neu angelegt“. Die bestehenden Monokulturen werden weiter genutzt, und nach der “ Ernte“ dann naturnäher wieder aufgeforstet.

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    1. Die Realität der Neupflanzungen großer industrieller Monokulturen z.B. für Weihnachtsbäume (Koniferen) im Sauerland wird hier 2014 kritisiert und dürfte sich auch bis dato nicht geändert haben…:

      https://www.derwesten.de/staedte/sundern/oekologen-kritisieren-baum-monokultur-im-sauerland-id10050016.html

      „Im Sauerland stehen schätzungsweise 60 bis 70 Millionen Weihnachtsbäume – rund ein Drittel der Weihnachtsbäume in Deutschland kommen aus der Region. Seit dem Orkan Kyrill haben die Baum-Anbauer die Brachen – und nicht nur die – genutzt, um auf Kosten des Waldes die Baummonokulturen drastisch auszuweiten…“

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  7. Früher (vor wingigen Jahrzehnten) wurden weit überwiegend Bäume aus den normalen Durchforstungsmassnahmen als Weihnachtsbäume genutzt. Nachdem die Verbraucher aber weit überwiegend Nordmanntannen wollen und dann noch mit besten Aussehen, haben sich eben diese speziellen Weihnachtsbaumkulturen entwickelt. Diese haben aber absolut nichts mehr mit der sonstigen Forstwirtschft zu tun, außer dass diese Flächen formal noch als Wald eingestuft werden. Ansonsten entsprechen diese 70 Mio Weihnachtsbäume einer Fläche von vielleicht 1000 ha. Diese fallen vielleicht ins Auge. Der Flächenanteil im Land isat aber ziemlich gering. Insofern ändert dieser Verweis nichts an den obigen Aussagen, dass schon seit längerem kaum noch Fichtenmonokulturen angelegt werden. Und dort wo Fichten deutlich Probleme achen will auch heute kein Fostwirt derartiges anlegen. Hier vor Ort gab es einige wenige Prozent Fichten (In Vertiefungen). Nach den letzten Trockenjahren sind die jetzt nachzu komplett weg (incl. durch Borkenkäfer) und da werden auch gar keine Fichten mehr gepflanzt.

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    1. Korrektur
      Die Weihnachtsbaumfläche dürfte so bei 35000 bis 70000 ha liegen (ca. 5 bis qm pro Baum). Insofern ist dort der Anteil doch nicht ganz so gering (war ein Tippfehler beim Ausrrechnen). Ansonsten gilt das gesagte.

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      1. Es werden aber nicht alle Bäume in Deutschland angebaut , die auch hier verbraucht werden ! Sehr viel kommt aus dem Ausland !
        Bei den Monokulturen kommt es aber auch sehr auf die Pflege des Waldes an .
        Ich habe einen Arbeitskollegen , der einen kleinen Ackerland Betrieb nebenher bewirtschaftet und auch einen kleinen Wald hat , den er für seinen Kamin und seine Hackschnitzel Heizung nutzt .
        Er hat mir erzählt das sein Waldnachbar sich sehr wenig um seinen Wald kümmert und er somit sehr oft durch seinen Wald gehen muss um die vom Käfer befallenen Bäume bei sich rauszuschneiden , die fliegen zu ihm rüber , aber nicht nur zu ihm !
        Er hat ihn oft angesprochen , aber eine Handhabe gegen seinen Nachbarn hat er anscheinend nicht !
        Schönen Sonntag an alle

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      2. Samsonite 10 schrieb:

        „Es werden aber nicht alle Bäume in Deutschland angebaut , die auch hier verbraucht werden ! Sehr viel kommt aus dem Ausland !…

        Es ist genau umgekehrt, 90% der in Deutschland angebauten Weihnachtsbäume werden auch in Deutschland gekauft, eine Million werden ins Ausland exportiert…

        „• 90 % der Weihnachtsbäume stammen aus Deutschland. 5 % der im letzten Jahr verkauften Bäume wurden im Rahmen der Waldbewirtschaftung direkt aus dem Wald entnommen. Die meisten Bäume aus der Waldpflege sind Fichten, Weißtannen und Kiefern…

        • Dänemark ist das wichtigste Importland für Weihnachtsbäume. Der Importanteil liegt nur noch bei ca. 10 Prozent. Besonders die großen Bäume mit 4 – 4,5 Meter Höhe kommen aus Dänemark. Vor zehn Jahren kam noch ein Viertel der verkauften Weihnachtsbäume aus dem Ausland (BVWE)

        • Deutschland exportiert insgesamt etwa eine Million Weihnachtsbäume, vor allem in die Schweiz, Frankreich, Österreich und Polen. (Quelle: Prof. Schulte)…“ Quelle von Sammako: https://www.sdw.de/waldwissen/weihnachtsbaum

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      3. Gut geschätzt: Die Weihnachtsbaumfläche in Deutschland liegt tatsächlich zwischen 30000 und 50000 ha (https://www.sdw.de/waldwissen/weihnachtsbaum). Das sind etwa 0.4% der gesamten Waldfläche in Deutschland. Ist eigentlich vernachlässigbar, aber in dem Umfang kann man wohl tatsächlich von neuangelegten Monokulturen sprechen. Natürlich mit den Einschränkungen, die Landwirt schon aufgeführt hat. An diese sehr spezielle Art von „Wald“ hatte ich nicht gedacht.

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    1. Nun auch der SPIEGEL mit unsinnigem Klima-Alarm: Man sucht sich ein kleines Gebiet am Rande der Arktis (Beringsee/Beringstraße) aus, das ohnhin üblicherweise maximal kaum zur Hälfte mit Eis bedeckt ist, und bastelt daraus völlig abwegige und unzutreffende Schlussfolgerungen.

      „…Doch die Ausbreitung des Meereises hat laut Esa in diesem März ein neues Rekordtief erreicht…“

      Die NSIDC-Grafik zeigt die durchschnittliche Ausdehnung der Meereisflächen (weiß) in der Arktis im Februar 2019. Die pinkfarbenen Linien zeigen die Ausdehnung der Meereisflächen (extent) im weltweit seit 2015 verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010. Das arktische Randmeer „Beringsee“ (oben links) ist im Februar 2019 etwa zur Hälfte der durchschnittlichen Fläche mit Eis bedeckt. Die Behauptung im Spiegelartikel „Die rund 80 Kilometer, die den Pazifik und den Arktischen Ozean verbinden, sind nahezu eisfrei.“ ist falsch: Die Beringstraße (Meerenge zwischen Russland und Alaska) ist völlig mit Eis bedeckt. Quelle: NSIDC Sea Ice Index

      Daran hat sich auch bis zum 18. März 2019 nichts geändert.

      Für Wetter und Klima ist nicht die Meereisbedeckung eines kleinen und ohnehin auch im jährlichen Maximum im Februar/März kaum zur Hälfte mit Eis bedeckten Randmeeres von Bedeutung, sondern die Meereisflächen und das Meereisvolumen der Arktis – und der Antarktis – insgesamt.

      Die Meereisflächen der Arktis (extent) liegen aktuell auf dem höchsten Stand der letzten fünf Jahre!

      (Grafiken zum Vergrößern anklicken)

      Die Durchschnitts-Temperaturen liegen nördlich 80°N (Zentralarktis) mit -30°C unter dem vieljährigen Klimamittel 1958-2002.

      Zum Vergrößern anklicken. Der DMI-Plot zeigt die Durchschnitts-Temperaturen in der Arktis nördlich 80°N mit Temperaturen (rote Linie) am 16.3.2019 unter dem (kalten) Durchschnitt 1958-2002 (grüne Linie) bei etwa 243 Kelvin (rund -30°C). Entgegen dem jahreszeitlich üblichen Anstieg (grüne Linie) fallen die Temperaturen in der Arktis seit etwa zwei Wochen, was auf einen stabilen Polarwirbel hindeutet und hohes Kältepotential für „Arctic Outbreaks“ in die mittleren Breiten der NH bei einsetzendem „Final Warming“ in der Stratosphäre bedeutet. Quelle: DMI-Plot mit Ergänzungen

      Das arktische MeereisVOLUMEN, also die Masse des Meereises, ist ebenfalls größer als in den letzten Jahren und liegt im vieljährigen Durchschnitt (graue Fläche).

      Das Meereisvolumen in der Arktis wächst und liegt aktuell (schwarze Linie) zusammen mit dem Jahr 2015 (rote Linie) auf dem Höchststand der letzten fünf Jahre im vieljährigen Durchschnitt (graue Fläche). Quelle: DMI Arctic Sea Ice Thickness and Volume

      Das ist die gemessene Realität, alles andere sind FAKE-NEWS („…in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“)…

      Bei vernünftiger Betrachtung – also mit vorhandenem und eingeschaltetem Verstand – ist das unsere Zukunft: Neues Klimaziel: Globale Abkühlung auf minus zwei Grad begrenzen!

      Aber der SPIEGEL verdient ja sein Geld schon seit den 1980er Jahren mit Klima-Fake-Alarm und Volksverdummung…

      …und wer weiß, welche Betrüger dort noch nicht enttarnt sind: Reporter betrog den „Spiegel“ jahrelang

      Übrigens: Die viel größere und bedeutendere Nordwestpassage war im Polarsommer 2018 unbefahrbar: Arktis: Meereis wächst seit elf Jahren – Nordwestpassage 2018 unpassierbar – Grönlandeis nimmt kräftig zu

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  8. Auch noch zum kalendarischen Frühlingsanfang, am 20.3.2019 ist die Beringstraße zwischen Russland und Alaska völlig mit Meereis bedeckt.

    (zum Vergrößern anklicken)

    Auch noch am 20.3.2019 zum kalendarischen Frühlingsanfang ist die Beringstraße völlig mit Meereis bedeckt. Quelle: Google und NSIDC/MAISIE

    Ein aktueller Blick auf die Dicke des Meereises bestätigt das.

    Die Beringstraße ist wie im Februar 2019 auch am 20.3.2019 komplett mit Meereis zwischen 0,5 und 1,5m Dicke bedeckt. Die SPIEGEL-Lüge einer nahezu eisfreien Beringstraße Anfang März 2019 ist entlarvt. Quelle: DMI Arctic Sea Ice Thickness and Volume

    Ein Rückblick auf den im Spiegelartkel zitierten 7.3.2019 zeigt die Beringstraße komplett mit Meereis bedeckt, eine „nahezu eisfreie Beringstraße“ ist wieder mal eine Erfindung eines Spiegelredakteurs…

    Die Beringstraße war auch am 7.3.2019 komplett mit Meereis zwischen 0,5 und 1,0m Dicke bedeckt. Die SPIEGEL-Lüge einer fast völlig eisfreien Beringstraße Anfang März 2019 ist entlarvt. Quelle: wie vor

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