Modelle: Kühler und nasser September 2019 in Deutschland und Europa?

Update 30.9.2019: September 2019 mit reichlich Regen in Deutschland, besonders in der letzten Woche. DWD überrascht: „Das gibt es noch: Aus meteorologischer Sicht ein durchschnittlicher September (2019)… Insgesamt wichen Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein kaum vom vieljährigen Mittel ab.“

Zum Vergrößern anklicken. Die Analyse der Niederschlagssummen für den Monat September bis zum 30.9.2019, morgens (links) und die Niederschlagssummen der letzten sieben Tage in Deutschland (rechts) zeigt überdurchschnittliche Werte, die heute im Laufe des Tages noch anwachsen werden. Quellen: Aktuelles Wetter und Wetter Uni Karlsruhe

Update 28.9.2019: Lysander und Mortimer: Zwei Sturmtiefs besuchen Europa mit reichlich Regen. Zugspitze erneut im Schnee – webcam.

Zum Vergrößern anklicken. Die beiden Sturmtiefs Lysander und Mortimer besuchen kurz nacheinander an diesem Wochenende Europa und führen neben stürmischem Wind auch reichlich Niederschläge im Gepäck. Quellen: FU Berlin und UWZ

Update 26.9.2019: GFS weiter mit Kältewelle von NW in der Westhälfte Europas und Schneefall zum Oktoberfest in München. Strat.-Modelle weiter einig: Kalter Trog über Mitteleuropa kommt. Übrigens: Größte Talsperre des Ruhrverbandes gut gefüllt. Zugspitze im Schnee – webcam.

Zum Vergrößern anklicken. Die Zugspitze – wie schon gestern – im weißen Kleid auch am 26.9.2019. Quelle: wie oben
Zum Vergrößern anklicken. Die größte Talsperre des Ruhrverbandes – die Biggetalsperre – ist Ende September 2019 gut gefüllt und deutlich voller als im Vorjahr. Die größte Tiefe zum Vollstau beträgt 52m. Quelle: Talsperren Ruhrverband
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der StratosphärenPROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 225/26.9.2019 für Anfang Oktober 2019. Beide Modelle sehen – wie schon vor einigen Tagen – einen früh gut entwickelten winterlichen arktischen Polarwirbel in der unteren Stratosphäre mit einem kräftigen kalten Trog über Mitteleuropa, der das Herbstwetter verstärkt und eine erneute Kältewelle einleitet. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. GFS-Prognose vom 26.9.2019 für großräumigen Schneefall im Alpenraum am 2.10.2019 bis zum Oktoberfest in München. Quelle: WO/GFS-Prognose Schneefall Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Die Sieben-Tage-GFS-Prognose vom 26.9.2019 für die 2m-Temperaturen in Europa sieht weiter eine Kältewelle von NW in der gesamten Westhälfte Europas Anfang Oktober 2019. Quelle: Temperaturprognosen Europa

Erster Schnee im europäischen Russland in der Millionenstadt KASANVideo. Modelle weiter einig: Kältewelle in Mitteleuropa Anfang Oktober 2019. Zugspitze im Schnee – webcam.

Zum Vergrößern anklicken. Die Zugspitze im weißen Kleid am 25.9.2019. Quelle: wie oben
Zum Vergrößern anklicken. ECMWF (links) und GFS (rechts) sind sich weiter einig über eine neue Kältewelle zum Monatsanfang Oktober 2019 – nicht nur – in Mitteleuropa. Auf der Rückseite von Ex-Hurrikan „Lorenzo“ strömt hochreichende polare Meeresluft ein. Quelle: WZ/ECMWF- und GFS-Prognose TA 850 Europa

Update 23.9.2019: Modelle einig: Kräftiger kalter Trog über Mitteleuropa Anfang Oktober 2019. Überraschung: DWD-Dürre-Modell „ICON“ erwartet die höchsten Niederschläge aller Modelle bis Ende September 2019. Pünktlich zum Herbstbeginn: Alpen- und Balkanschnee – Video.

Zum Vergrößern anklicken. Das DWD-Dürre-Modell „ICON“ erwartet überraschend am 23.9.2019 die höchsten Niederschlagsmengen aller Modelle für Köln bis zum 28.9.2019. Quelle: DWD-Prognose Niederschläge Köln
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der StratosphärenPROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 22./23.9.2019 für Anfang Oktober 2019. Beide Modelle sehen einen früh gut entwickelten winterlichen arktischen Polarwirbel in der unteren Stratosphäre mit einem kräftigen kalten Trog (vor allem ECMWF) über Mitteleuropa, der das Herbstwetter verstärkt und eine erneute Kältewelle aus NW einleitet. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 22.9.2019: GFS mit Starkniederschlägen bis Ende September 2019 und in der ersten Oktoberwoche. Gebietsweise fünfte September-Frostnacht hintereinander in Deutschland. Niederschlagsmengen in Deutschland im Jahr 2019 bisher im Durchschnittsbereich.

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt die Abweichungen der Niederschlagsraten in Europa vom 1.1. bis zum 19.9.2019. In Mitteleuropa gibt es bisher einen deutlichen Überschuss an Niederschlägen (blau/lila) zum WMO-Klimamittel 1981-2010, in Deutschland ist es nur im Westen trockener als im seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010. Zusammen mit dem Überschuss in der Südosthälfte Deutschlands ergeben sich im Gebietsmittel Deutschlands bisher durchschnittliche Niederschlagsraten im Jahr 2019. Damit sind allerdings regionale Defizite aus dem Trocken-Jahr 2018 noch nicht ausgeglichen. Es ist aber angesichts der Niederschlagsprognosen für die kommenden 14 Tage vor allem für den Westen Deutschlands schon jetzt sicher, dass 2019 kein Trockenjahr in Deutschland wird. Quelle: NOAA-Reanalyse Niederschläge Deutschland 2019
Zum Vergrößern anklicken. Die beiden Grafiken zeigen gebietsweise Bodenfrost am 22.9.2019 und damit die fünfte September-Frostnacht hintereinander in Teilen Deutschlands. Die Tmin am Boden (5cm) von -3°C in NRW sind in der WO-Karte (links) nicht erkennbar. Quellen: Wetter aktuell und WDR-Videotext S. 189
Zum Vergrößern anklicken. WO/GFS-Prognose vom 22.9.2019 für die Niederschlagsmengen in Deutschland bis zum 7.10.2019. Bis zur ersten Oktoberwoche 2019 sollen Niederschläge bis zu 127 l/m² fallen, so dass gebietsweise in der letzten Septemberwoche und in der ersten Oktoberwoche gebietsweise die Regenmengen eines gesamten Monats überschritten werden, was in Verbindung mit Starkniederschlägen zu örtlichen Überflutungen führen könnte. In Süddeutschland könnte die Niederschläge Anfang Oktober 2019 sogar zeitweise als Schnee fallen. Quelle: WO/GFS-Prognose Niederschlagssummen Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. WO/GFS-Prognose vom 22.9.2019 für die Niederschlagsmengen in Deutschland bis zum 30.9.2019. Bis Ende September sollen noch Niederschläge bis zu 93 l/m² fallen, so dass gebietsweise in der letzten Septemberwoche noch die Regenmengen des gesamten Monats erwartet werden, was in Verbindung mit Starkniederschlägen zu örtlichen Überflutungen führen könnte. Quelle: WO/GFS-Prognose Niederschlagssummen Deutschland

Update 21.9.2019: Analyse: September 2019 in Deutschland in den ersten beiden Dekaden mit durchschnittlichen Temperaturen und Niederschlägen. Vierte September-Frostnacht in Folge – in NRW Bodenfrost bis zu -6°C. GFS weiter mit neuer Kältewelle und Schnee zum Oktoberfest in München.

Zum Vergrößern anklicken. GFS-Prognose vom 21.9.2019 – wie schon vor zwei Tagen – erneut mit einer weiteren Kältewelle um den Monatswechsel und Schneefall zum Oktoberfest in München Anfang Oktober 2019. Quellen: Wetterzentrale und WetterOnline.
Zum Vergrößern anklicken. Die vierte Nacht in Folge mit September-Bodenfrost am 21.9.2019 bis zu -6° in NRW. Die WO-Karte (s. unten) zeigt in NRW nur Boden-Tmin bis -2°C…Quelle: WDR-Videotext S. 189

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Zum Vergrößern anklicken. Die Analyse der Temperaturen (links) und der Niederschläge (rechts) vom 1. bis 20.9.2019 in Deutschland zeigt insgesamt durchschnittliche Werte bei deutlichen regionalen Unterschieden vor allem bei den Niederschlagssummen. Zu „REAL“ erkärt der Betreiber der Seite: „Korrigierte Abweichung des Deutschlandmittels zum langjährigen Mittel. Diese Abweichung ist nicht auf den Gesamtmonat bezogen, sondern auf das Deutschlandmittel des jeweiligen Monatstages. Also am 3. das Mittel vom 1. bis 3., am 15. das Mittel vom 1. bis 15. usw. So ergibt sich auch am Monatsanfang ein realistischer Wert zur Abweichung. „ Quelle: Wetter Deutschland aktuell

Update 20.9.2019: Dritte September-Frostnacht in Folge – NRW Bodenfrost bis zu -7°C: Erste Erfolge der FfF-SchulschwänzerInnen…? 🙂 NOAA/CFSv2-Glaskugel mit kalten Aussichten für Herbst und Winter 2019/20 in Europa.

Zum Vergrößern anklicken. NOAA/CFSv2-Prognose vom 20.9.2019 für die Temperaturabweichungen in rund 1500m (850 hPa) in Europa im Oktober 2019 (von links) und im Winter 2019/20: Die naturgemäß noch sehr unsichere Glaskugel zeigt durchweg Kälte an (im November 2019 sollen die Temperaturen duchschnittlich sein). Quelle: Meteociel CFS2-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Dritte Nacht mit Frost und Bodenfrost in Folge in NRW am 20.9.2019, heute mit Bodenfrost bis zu -7°C in Berleburg. Derart niedrige Temperaturen sind in der WO-Karte (s.u.) nicht zu erkennen. Quelle: WDR-Videotext S. 189

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Update 19.9.2019: Analyse: Beide Modelle haben die aktuelle Kältewelle in Europa schon vor zehn Tagen richtig angesagt. Frostige Nacht in großen Teilen Deutschlands. GFS-Prognose: Weitere Kältewelle um den Monatswechsel Sept./Okt. in Europa mit Schnee in München.

Zum Vergrößern anklicken. Die aktuelle GFS-Prognose vom 19.9.2019 für die Abweichungen der Temperaturen in rund 1500m (850 hPa) in Europa sieht eine weitere Kältewelle in großen Teilen Europas um den Monatswechsel September/Oktober 2019 mit Abweichungen bis zu -12°C zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 auch in Deutschland. Bei Eintreffen dieser Wetterlage ist erneut mit verbreitetem Nacht- und Bodenfrost auch in tieferen Lagen zu rechnen. Quelle: Wetterzentrale GFS-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Analyse der Temperaturabweichungen in rund 1500m (850hPa) in Europa am 19.9.2019. Die eingetretene Kältewelle in großen Teilen Europas bestätigt die Prognosen beider Modelle von vor zehn Tagen, wobei ECMWF etwas früher lag und GFS sich dann anschloss. Quelle: Wetterzentrale ECMWF- und GFS-Prognosen

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Zum Vergrößern anklicken. Verbreitet Bodenfrost bis zu -4,4°C in NRW in der Nacht zum 19.9.2019 vor allem im Sauerland und in der Eifel. In der WO-Karte ist für NRW nur Bodenfost von -3°C verzeichnet…Quelle: WDR-Videotext S. 189
Zum Vergrößern anklicken. Nachtfrost (2m) in NRW in der Nacht zum 19.9.2019 bis zu -1,4°C. In der WO-Karte sind nur Temperaturen von 0°C angegeben…Quelle: WDR-Videotext S. 189

Update 18.9.2019: Verbreitet Bodenfrost und Frost in NRW – die kommende Nacht wird ähnlich frostig. GFS: Erster Schnee in Moskau am kommenden Sonntag. Schweden: Frühester Schneefall in Värmland seit rund 20 Jahren – Video.

Zum Vergrößern anklicken. Mit Dank an Uwe. Einen Tag lang Schneefall in Värmland bei Höhen zwischen 300 – 700 m. Quelle: AFTONBLADET

Zum Vergrößern anklicken. Verbreitet früher Bodenfrost in NRW nicht nur in höheren Lagen am 18.9.2019. Dieser Bodenfrost bis zu -4°C ist auf der WO-Karte nicht zu erkennen. Quelle: WDR-Videotext S. 189
Zum Vergrößern anklicken. Erster 2m-Nachtfrost in NRW am 18.9.2019. Quelle: WDR-Videotext S. 189
Zum Vergrößern anklicken. Eine kalte Nacht – nicht nur – in Deutschland am 18.9.2019 mit verbreitetem Bodenfrost. Quelle: WO Aktuelles Wetter

Update 17.9.2019: UWZ-Warnungen: „Vereinzelte Starkregenschauer oder kurze Gewitter mit Graupel sind im Nordosten bei Höhenkaltluft (5500m) bis -30°C ebenfalls möglich.“ GFS mit deutlich mehr Niederschlägen in der 3. Septemberdekade. GFS-Hauptlauf taucht ab.

Zum Vergrößern anklicken. GFS/ENSemble-Prognosen vom 17.9.2019 für die 1500m-Temperaturen (850hPa) in KÖLN bis zum 3.10.2019. er OP-Hauptlauf (grüne Linie) fällt abweichend vom ENS-Mittel (fette weiße Linie) ab 23.9. bis in den Oktober zunehmend unter das seit 2015 weltweit verbindliche WMO-Klimamittel 1981-2010 (fette rote Linie). Zu den Temperaturen in 1500m muss man etwa 12 – 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Quelle: Wetterzentrale GFS/ENS-Prognose
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der WO/GFS-Niederschlagsprognosen vom 16.9. (links) und von 17.9.2019 (rechts) bis Ende September in Europa. Die Niederschlagssummen in der letzten Septemberdekade haben sich in Deutschland nahezu verdoppelt. Quelle: WO/GFS-Prognose Niederschlagssummen Deutschland

Update 16.9.2019: Halbzeit: September 2019 in Deutschland mit normalen Temperaturen und Niederschlägen. Modelle weiter einig: September-Kältewelle kommt. GFS mit viel Niederschlag in der letzten September-Dekade.

Zum Vergrößern anklicken. WO/GFS-Prognose vom 16.9.2019 für die Niederschlagsmengen in Europa bis zum 30.9.2019. Während es in Deutschland in der zweiten September-Dekade (linke Grafik) in Teilen Deutschlands nicht mehr regnen soll, erwartet GFS für die dritte Dekade (rechte Grafik) verbreitet reichlich Regen und sogar bis zu 50l/m² im Norden. Quelle: WO/GFS-Prognose Niederschlagssummen Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Prognosen von GFS (links) und ECMWF (rechts) vom 16.9.2019 für die Abweichungen der Temperaturen in rund 1500m (850hPa) in Europa. Wie schon vor einer Woche sind sich beide Modelle auch heute weiter einig, dass ab 16.9.2019 eine kräftige Kältewelle in große Teile Europas rollt, dabei sollen um den 19.9.2019 T-Abweichungen bis zu -12°C (GFS) zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 auch über Teilen Deutschlands auftreten. Vor allem nachts sind bei dieser Wetterlage Fröste bis in tiefe Lagen zu erwarten. Quelle: Prognosen GFS und ECMWF
Zum Vergrößern anklicken. Die Temperaturen fallen von Nord nach Süd am 16.9.2019. Quelle: Temperaturen Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. UWZ-Prognose vom 16.9. für die Wetterlage am 17.9.2019: Polare Meeresluft strömt von Nordwesten nach Europa. Quelle: UWZ-Prognose Wetterlage
Zum Vergrößern anklicken. Halbzeit im September 2019: In Deutschland lagen die Temperaturen in der ersten Septemberhälfte mit einer Abweichung von 0,76°C zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 im Durchschnittsbereich einer Standardabweichung und die Niederschläge im Gebietsmittel Deutschlands – bei kräftigen regionalen Unterschieden – mit 50% ebenfalls im Durchschnitt. Quellen: Temperaturen Europa und Niederschläge Deutschland

Update 12.9.2019: NOAA: Zweite Hälfte des September 2019 in großen Teilen Europas unterkühlt.

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA/NCEP-Prognose vom 14.9.2019 zeigt bis zum 30.9.2019 weiter große Teile Europas unterkühlt zum (kalten) Klimamittel 1901-2000. Quelle: [Temperaturprognosen Europa
Update 12.9.2019: Modelle: Kältewelle in Europa erwartet.

Zum Vergrößern anklicken. Wie schon in den Vortagen bleibt neben GFS auch ECMWF heute bei einer heftigen Kältewelle in Europa um den 19.9.2019. Nach den aktuellen Rechnungen werden vor allem Ost- und Südosteuropa von einer frühwinterlichen Wetterlage mit einem Temperatursturz mit Abweichungen bis unter -12° in rund 1500m Höhe (850 hPa) getroffen. Quelle: ECMWF-TA-Prognosen Europa
Zum Vergrößern anklicken. GFS-7-Tage-Prognose vom 12.9.2019 für die 2m-Temperaturen in Europa (Prognostag 7 minus Prognosetag 1): Für fast ganz Europa wird eine Kältewelle mit einem kräftigen Temperatursturz um bis zu -20°C erwartet. Das dürfte in Osteuropa zu ersten winterlichen Verhältnissen führen. Diese aktuelle Prognose deckt sich mit den bereits vor mehreren Tagen vorgestellten kalten Prognosen von ECMWF und GFS für Europa um den 19.9.2019 (s.u.). Quelle: Temperaturprognosen Europa

Update 10.9.2019: Eine frostige Nacht – nicht nur – in Deutschland. Zugspitze: Strahlendes Winterwetter bei -3°C nach vier Tagen Schneefall im kalendarischen Sommer 2019 – webcam. 2019 bisher kein Trockenjahr in Deutschland.

Zum Vergrößern anklicken. Gerüchte über einen Niederschlagsmangel im Gebietsmittel Deutschlands im Jahr 2019 sind falsch. Die NOAA-Reanalyse der Abweichungen der Niederschlagsraten vom 1.1. bis 8.9.2019 zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 zeigt nach einem sehr nassen Dezember 2018 durchschnittliche Niederschlagsmengen mit einem leichten Ost-/West-Gefälle. Die Niederschlagsdefizite aus dem Vorjahr sind natürlich noch nicht überall ausgeglichen, wobei es z.B. in Süddeutschland überhaupt keine Defizite gibt und gab… Auch der Sommer 2019 war in Deutschland nach Angaben des DWD mit 73% vom veralteten Klimamittel 1961-1990 kein Dürresommer, der September 2019 ist bis zum 9.9.2019 mit 45% des Monatsdurchschnitts bei regionalen Unterschieden im Gebietsmittel überdurchschnittlich nass. Quelle: NOAA-Reanalyse Niederschläge Deutschland 2019
Zum Vergrößern anklicken. Die Niederschlagssummen vom 1. bis 10.9.2019, morgens liegen in Deutschland mit rund 45 Prozent des Gesamtmonats deutlich über dem erwarteten Mittel von rund 33 Prozent. Quelle: Wetter aktuell
Zum Vergrößern anklicken. Strahlendes Winterwetter in den Alpen um die Zugspitze am 10.9.2019 bei -3°C nach vier Tagen Schneefall hintereinander im kalendarischen Sommer 2019. Sieht so die DWD-Klimaerwärmung aus…? Herrlich! Quelle: webcam
Zum Vergrößern anklicken. Eine kalte Nacht zum 10.9.2019 mit Bodenfrost – nicht nur – in Deutschland. Quelle: WO Aktuelles Wetter
Zum Vergrößern anklicken. Verbreitet Bodenfrost (5cm Höhe) in NRW am 10.9.2019 vor allem in Sauerland und Eifel. Das ist in der WO-Karte so nicht zu erkennen. In der Eifel gab es sogar 2m-Luftfrost (s. nächste Grafik). Quelle: WDR-Videotext S. 189

Update 9.9.2019: Zugspitze: Vierter Tag in Folge mit Schneefall und Frost bis -5°C in kalendarischen Sommer 2019: Hurra, hurra, die DWD-Klimaerwärmung ist da! – webcam. ECMWF sieht Kältewelle um den 19.9.2019 – GFS sieht’s wärmer. UWZ-Warnungen vor Starkregen – Vb-Tief „Hans“ bei der Arbeit. GFS12 schließt sich der ECMWF-Kältewelle um den 19.9.2019 an.

Zum Vergrößern anklicken. Die GFS12-Prognose vom 9.9.2019 hat sich der kalten ECMWF-Prognose für die Abweichungen der Temperaturen in rund 1500m (850hPa) in Europa um den 19.9.2019 angeschlossen. Beide Modelle waren sich heute morgen noch völlig uneinig über ein stark unterkühltes (ECMWF) Mitteleuropa oder über eine wärmere Wetterlage (GFS). Entscheidend dürfte die unterschiedliche Berechnung der Zugbahn und Intensität von Ex-Hurrikan „DORIAN“ gewesen sein. Quelle: WZ GFS-Prognose T850 Europa
Zum Vergrößern anklicken. UWZ-Warnungen am 9.9.2019 vor ergiebigem Dauerregen bis zu 60l/m² in 24 Stunden, örtlich mehr in der Osthälfte Deutschlands: Vb- (röm. fünf b) Wetterlage mit Tief „Hans“ bei der Arbeit gegen die DWD-Dürre 2019. Quelle: UWZ
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Prognosen vom 9.9.2019 von ECMWF (links) und GFS (rechts) für die Abweichungen der Temperaturen in rund 1500m (850hPa) in Europa um den 19.9.2019. Beide Modelle sind sich heute völlig uneinig über ein stark unterkühltes (ECMWF) Mitteleuropa oder über eine wärmere Wetterlage (GFS). Entscheidend dürfte die unterschiedliche Berechnung der Zugbahn und Intensität von Ex-Hurrikan „DORIAN“ sein. Quelle: ECMWF- und GFS Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Wie bereits seit 6.9.2019 schneit es auch heute am 9.9.2019 am 4. Tag in Folge weiter kräftig auf der Zugspitze bei -5°C. Die Schneehöhe beträgt am 9.9. 2019 = 30cm. Die DWD-Klimaerwärmung im kalendarischen Sommer 2019 ist da – hurra! Quelle: webcam
Zum Vergrößern anklicken. Wie bereits seit 6.9.2019 schneit es auch heute am 9.9.2019 am 4. Tag in Folge weiter kräftig auf der Zugspitze bei -5°C. Die DWD-Klimaerwärmung im kalendarischen Sommer 2019 ist da – hurra! Quelle: webcam
Zum Vergrößern anklicken. Winter im kalendarischen Sommer 2019 auf der Zugspitze mit starkem Schneefall bei kräftigem Wind und -5,2° Frost. Das muss die von DWD beschriebene Klimaerwärmung sein…Quelle: Zugspitze Wetter aktuell

Update 8.9.2019: Zugspitze: Dritter Tag mit Schneefall – webcam – Die DWD-Klimaerwärmung ist da – hurra! Grönlandeis wächst weiter prächtig: Weitere vier Milliarden Tonnen (4 Gt) am 7.9.2019. Kalter CFSv2-Trend für den Winter 2019/20 in Europa. GFS-Hauptlauf mit Wärme-Phantasien. Vb-Tief „Hans“ bringt viel Schnee in den Alpen und viel Regen im Süden und Osten.

Zum Vergrößern anklicken. UWZ-Prognose vom 8.9.2019 für eine Vb- (röm. fünf b) Wetterlage mit Tief „Hans“ vom Mittelmeer kommend über Österreich nach Polen ziehend am 9.9.2019. Vb-Wetterlagen verusachen regelmäßig Starkniederschläge vor allem im Süden und Osten Deutschlands, in den Alpen fällt reichlich Schnee bis unter 1500m. Quelle: UWZ-Prognose Wetterlage
Zum Vergrößern anklicken. UWZ-Warnungen vor Gewittern vor allem in der Westhälfte und vor Starkregen vor allem in der Osthälfte Deutschlands. Eine Vb-Wetterlage mit Tief „Hans“ bringt Starkniederschläge als Schnee in den Alpen bis unter 1500m ab 8.9.2019. Quelle: UWZ-Warnungen
Zum Vergrößern anklicken. GFS/ENSemble-Prognosen vom 8.9.2019 für die 1500m-Temperaturen (850hPa) und die Niederschläge in Köln bis zum 24.9.2019. Nach einem wie erwartet sommerlichen Schlusspurt Ende August 2019 setzte sich der Herbst voll durch. Wie bereits in den GFS-Rechnungen der Vortage liegen die Temperaturen sowohl im Hauptlauf (fette grüne Linie) als auch im ENS-Mittel (fette weiße Linie) bis zur Monatsmitte fast durchweg unter dem WMO-Klimamittel 1981-2010 (fette rote Linie und auch kaum im sommerlichen Bereich von Tmax. mind. 11°C (in 2m Höhe rund 25°C). Danach hat nur der Hauptlauf Wärmephantasien, während das ENS-Mittel nach kurzem Höhenflug ins Mittelmass zurückfällt. Zu den Temperaturen in 1500m mus man etwas 12 – 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Quelle: Wetterzentrale GFS/ENS-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Der frühe CFSv2-Trend vom 7.9.2019 für die Temperaturabweichungen in rund 1500m (850hPa) in Europa im Winter 2019/20 lässt von Dezember 2019 (links) bis Februar 2020 (rechts) einen zunehmend eisigen Winter erwarten. Quelle: CFSv2-T-Trend Winter 2019/20 Europa
Zum Vergrößern anklicken. Durch eine weitere kleine „Schneebombe“ von rund 4 Gt (vier Milliarden Tonnen) am 7.9.2019 nach rund 3 Gt am 6.9.2019 ist das Gröndlandeis in zwei Tagen um 7 Gt prächtig und überdurchschnittlich angewachsen (untere Grafik, blaue Linie über der dunkelgrauen Durchschnittslinie). Da darf man doch gespannt sein, wie sich der geplante einjährige und mit über 120 Millionen Euro Kosten ungewöhnlich teure Tiefkühl-Betriebsausflug des Alfred-Wegener Instituts aus Bremerhaven mit dem deutschen Narrenschiff Eisbrecher Polarstern (Position) entwickelt…Quelle: DMI Grönlandeis Tägliche Massebilanz
Zum Vergrößern anklicken. Wie bereits gestern und vorgestern schneit es auch heute, am 8.9.2019 weiter auf der Zugspitze bei -4°C. Auch für morgen sind weitere Schneefälle bis unter 1500m angesagt: Die DWD-Klimaerwärmung Anfang September 2019 ist da – hurra! Quelle: webcam
Zum Vergrößern anklicken. Wie bereits gestern und vorgestern schneit es auch heute am 8.9.2019 weiter auf der Zugspitze bei -4°C. Auch für morgen sind weitere Schneefälle bis unter 1500m angesagt: Die DWD-Klimaerwärmung im kalendarischen Sommer 2019 ist da – hurra! Quelle: webcam

Update 7.9.2019: Grönlandeis: Wachstum um 3 Gigatonnen (drei Milliarden Tonnen) am 6.9.2019 durch kleine „Schneebombe“. Es schneit weiter auf der Zugspitze – webcam. CFSv2: September-Prognosen 2019 für westliches Europa werden kälter. Modelle weiter einig: Bis Mitte September 2019 unterkühlt – nicht nur – in Deutschland. Arktis: Meereisflächen mit frühem Wachstum. Alpen-Prognose: Bis zu einem halben Meter Neuschnee bis 1500m runter.

Zum Vergrößern anklicken. Die Meereisflächen (extent) in der Arktis sind vom 2. bis 5.9.2019 überraschend früh um 80.000 km² gewachsen. Das deutet auf einen frühen Tiefpunkt im September 2019 hin. Bei NOAA wächst das Meereis auch am 6.9.2019 weiter. Quelle: Meereisportal
Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Prognosen vom 7.9.2019 von ECMWF (links) und GFS (rechts) für die Abweichungen der Temperaturen in rund 1500m (850hPa) in Europa am 15.9.2019. Beide Modelle sind sich heute – wie schon vorgestern – einig über ein unterkühltes Mitteleuropa Mitte September 2019. Ob es danach wärmer wird, ist noch sehr unsicher. Quelle: ECMWF- und GFS Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der CFSv2-Prognosen für die 2m-Temperaturabweichungen in Europa im September 2019 von Ende August 2019 (linke Grafik) zu Anfang September 2019 (rechte Grafik) zeigt eine deutliche Abkühlung in der Westhälfte Europas. Quelle: CFSv2-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Wie bereits gestern schneit es auch heute am 7.9.2019 weiter auf der Zugspitze bei -2°C. Für die kommenden Tage werden weitere Schneefälle bis um 1500m erwartet: Die DWD-Klimaerwärmung Anfang September 2019 ist da – hurra! Quelle: webcam.
Zum Vergrößern anklicken. Durch einen kleine „Schneebombe“ von rund 3 Gt (Gigatonnen=Milliarden Tonnen) ist das Gröndlandeis allein am 6.9.2019 überdurchschnittlich angewachsen (untere Grafik, blaue Linie über der dunkelgrauen Durchschnittslinie). Quelle: DMI Grönlandeis Tägliche Massebilanz

Update 6.9.2019: Zugspitze: Wintereinbruch mit Neuschnee und Frost – webcam.

Zum Vergrößern anklicken. Wintereinbruch auf der Zugspitze am 6.9.2019 mit Neuschnee bis tief runter (siehe nächstes Foto) bei -2°C. Quelle: webcam.

Update 5.9.2019: Prognosen: Deutschland bis zum 21.9.2019 unterkühlt.

Zum Vergrößern anklicken. Prognose der 2m-Temperaturen in Europa vom 5.9. bis zum 21.9.2019. In Deutschland soll es eine durchgehende negative Abweichung der Durchschnittstemperaturen zum (kalten) Klimamittel 1901-2000 geben. Quelle: Temperaturprognosen Europa
Zum Vergrößern anklicken. GFS/ENSemble-Prognosen vom 5.9.2019 für die 1500m-Temperaturen (850hPa) und die Niederschläge in Köln bis zum 21.9.2019. Nach einem wie erwartet sommerlichen Schlusspurt Ende August 2019 setzt sich nun der Herbst voll durch. Wie bereits in den GFS-Rechnungen der Vortage liegen die Temperaturen sowohl im Hauptlauf (fette grüne Linie) als auch im ENS-Mittel (fette weiße Linie) zunächst durchweg unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 (fette rote Linie) und auch kaum im sommerlichen Bereich von Tmax. mind. 11°C (in 2m Höhe rund 25°C). Es sind weitere Niederschläge zu erwarten: Der Witterungscharakter erscheint über die Monatsmitte hinaus nass-kühl. Zu den Temperaturen in 1500m muss man etwa 12 – 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Quelle: Wetterzentrale GFS/ENS-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Prognosen vom 5.9.2019 von GFS (links) und ECMWF (rechts) für die Abweichungen der Temperaturen zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 in rund 1500m (850hPa) in Europa am 15.9.2019. Beide Modelle sind sich heute einig über ein unterkühltes Mitteleuropa Mitte September 2019. Quelle: ECMWF- und GFS Prognosen

Update 4.9.2019: Wintereinbruch in den Alpen: Ab Donnerstag eine Woche Schneefall bis unter 1500m. Hurrikan „DORIAN“ stark abgeschwächt von Kat. 5 (major hurricane) auf Kat. 2 (hurricane). UWZ: Der Herbst 2019 kommt mit Meereskaltluft von Nordwesten.

Zum Vergrößern anklicken. Hurrikan „DORIAN“ hat sich auf seiner sehr langsamen Zugbahn über den nördlichen Bahamas von der höchsten Kategorie 5 vom major hurricane (Kat. 3 bis 5) auf Kat. 2 (Hurrikan) stark abgeschwächt, weil er die Meeresoberfläche durch starken Regen, starke Durchmischung der Meeresoberfläche und starke Beschattung abgekühlt und sich damit selbst den Enegienachschub durch Wasserdampf abgeschnitten hat. Quelle: Prognose Zugbahn „Dorian“

Update 3.9.2019: GFS-Prognose: Hurrikan „Dorian“ auf dem Weg nach Europa mit „Tod“ in der Nordsee. Strat-Modelle mit kräfigem gestörtem arktischen Polarwirbel.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der StratosphärenPROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 2./3.9.2019 für den 12.9.2019. Beide Modelle hatten früh einen gut entwickelten winterlichen arktischen Polarwirbel in der unteren Stratosphäre mit Zentrum bei Island prognostiziert. Aktuell sehen sie einen kräftigen gestörten Polarwirbel mit Dipolbidung vor allem bei GFS. Über Mitteleuropa schwenkt der Trog mit Ex-Hurrikan DORIAN nach Osten, der das frühe Herbstwetter andauern lässt. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Die GFS-Prognose vom 3.9.2019 sieht den Hurrikan „Dorian“ vom 7. bis 12.9.2019 zunächst als „Schallplatte“ vor Neufundland unter Abschwächung zum Sturmtief über Schottland in die Nordsee ziehen, wo er sein Leben als schwaches Tief aushaucht. „Dorian“ ist damit der erste Hurrikan der Herbstsaison 2019, der zeitgerecht ins europäische Wettergeschehen eingreift. Quelle: GFS-Prognose Zugbahn „Dorian“

Nach einem durchwachsenen Sommer 2019 in Deutschland mit einem ungewöhnlichen Temperaturmuster mit kurzen heißen und längeren kühlen Phasen…

Zum Vergrößern anklicken. Der Temperaturverlauf am Flughafen Köln/Bonn mit wenigen kurzen heißen Phasen vor allem zu den Monatsenden Juni und Juli 2019 und längeren kühleren Phasen ließ nach einer etwa dreiwöchigen kühleren Augustphase einen warmen Augustausklang erwarten, der auch mit der ersten und einzigen Mini-Hitzewelle des Sommers 2019 von mind. fünf aufeinanderfolgenden Tagen eintrat. Quelle: Temperaturen Köln/Bonn Sommer 2019

…sowie mit knapp dreiviertel des Niederschlagsmittels oft ausreichenden Regenmengen…

Zum Vergrößern anklicken. DWD-Tabelle der Niederschlagssummen und Abweichungen im Sommer 2019 in Deutschland. Mit 73 Prozent vom zwar veralteten aber vom DWD bevorzugten Klimamittel 1961-1990 – also bei knapp dreiviertel der Niederschlagsmengen des Sommermittels und Hochwasser am Bodensee – sieht der DWD in seiner wie immer voreiligen Pressemitteilung vom 30.8.2019 einen „niederschlagsarmen“ Sommer 2019 in Deutschland: Der grüne Klimawahn ist offensichtlich im DWD-Leitungszentrum angekommen…Quelle: DWD-Tabelle Zeitreihen und Trends

…sehen die Modelle wie u.a. GFS zunächst einen eher kühlen und nassen September 2019 z.B. in Köln.

Zum Vergrößern anklicken. GFS/ENSemble-Prognosen vom 1.9.2019 für die 1500m-Temperaturen (850hPa) und die Niederschläge in Köln bis zum 17.9.2019. Nach einem wie erwartet sommerlichen Schlusspurt Ende August 2019 setzt sich nun der Herbst voll durch. Wie bereits in den GFS-Rechnungen der Vortage liegen die Temperaturen sowohl im Hauptlauf (fette grüne Linie) als auch im ENS-Mittel (fette weiße Linie) zunächst durchweg unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 (fette rote Linie) und auch kaum im sommerlichen Bereich von Tax. mind. 11°C (in 2m Höhe rund 25°C). Es sind in dieser Woche zunehmend Niederschläge zu erwarten: Der Witterungscharakter erscheint über die Monatsmitte hinaus herbstlich nass-kühl. Zu den Temperaturen in 1500m muss man etwas 12 – 15°C draufrechnen, um die 2m-Temps in Meereshöhe zu erhalten. Quelle: Wetterzentrale GFS/ENS-Prognosen

Das experimentelle Langfristmodell CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA unterstützt aktuell die kühlen Rechnungen von GFS zumindest für die Westhälfte Europas.

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 2.9.2019 für die 2m-Temperaturabweichungen in Europa im September 2019. Während die Westhäfte insgesamt kühler als das Klimamittel gerechnet wird, ist es in der Osthälfte wärmer. Quelle: NOAA/CFSv2-Prognosen Europa

Vor allem im Mittelteil Europas – auch in Teilen Deutschlands – sollen dabei Regenmengen fallen, die das Doppelte der durchschnittlichen Monatswerte erreichen können.

Zum Vergrößern anklicken. CFSv2-Prognose vom 2.9.2019 der Abweichungen der Niederschlagsmengen in Europa im September 2019. Vor allem in einem breiten Streifen von Nord nach Süd in der Mitte Europas werden Niederschlagsmengen erwartet, die das Doppelte des Monatsmittels erreichen können, auch in Teilen Deutschlands. Quelle: NOAA/CFSv2-Prognosen Europa

Die erwartete Witterung im September 2019 in Europa ist eingebettet in die niedrigste Sonnenfleckenaktivität seit mindestens 100 Jahren…

…, den Jahrestiefstand der globalen 2m-Temperaturen im August 2019…

Zum Vergrößern anklicken. ANALYSE der globalen Temperaturabweichungen bis 1.9.2019 und Prognose bis 8.9.2019. In der ANALYSE fallen die globalen Temperaturen (schwarze Linie) im August 2019 mit einer Abweichung von 0,46°C auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn. Bis zum 8.9.2019 sollen die Abweichungen der 2m-Temperaturen auf der Südhalbkugel (SH) in der Prognose zum WMO-Klimamittel 1981-2010 mit bis zu -0,7°C ungewöhnlich stark unter Null fallen. Die Daten wurden mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) und liegen in der unverfälschten Realität deutlich niedriger, wie man z.B. hier für Mai 2019 mit 0,28°C statt mit 0,5°C Abweichung sehen kann. Quelle: Globale 2m-TA

…und einer seit 2016 andauernden globalen Abkühlung bei den unverfälschten Temperaturen (TLT) von UAH, die sich im August 2019 fortsetzen wird.

Zum Vergrößern anklicken. Die unverfälschten Satellitenmessungen von UAH6.0 in der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500m Höhe (TLT) zeigen einen negativen linearen Trend der T-Abweichungen zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 von Januar 2016 bis Juli 2019 sowohl bei den Messungen nur über Land (grüne Trendlinie) als auch über Land+Weltmeeren (blaue Trendlinie). Die relativ hohen Temperaturen Anfang 2016 sind die zeitversetzte Folge des kräftigen El Niño-Ereignisses 2015/16. Seitdem kühlt die Erde wieder ab. Bei gleichbleibendem Trend können die Abweichungen bereits im kommenden Jahr ins Minus abgleiten…Die kompletten Datensätze findet man hier. Quelle: woodfortrees plot

Zu guter Letzt ein Blick auf den gesamten Herbst 2019 von der amerikanischen Universität Columbia/NYC mit dem IRI-Modell.

Zum Vergrößern anklicken. Die IRI-Prognose von August 2019 für die Wahrscheinlichkeit von Abweichungen der Temperaturen in Europa im Herbst 2019. Für große Teile Europas wird mit der Wahrscheinlichkeit für durchschnittliche Temperaturen gerechnet (weiße Flächen). Quelle: IRI-Wahrscheinlichkeits-Rechnung Temperaturen Europa

Dasselbe für die Abweichungen der Niederschlagsmengen.

Zum Vergrößern anklicken. Die IRI-Prognose von August 2019 für die Wahrscheinlichkeit von Abweichungen bei den Niederschlägen in Europa im Herbst 2019. Für große Teile Europas wird mit der Wahrscheinlichkeit für durchschnittliche Niederschlagsmengen gerechnet (weiße Flächen). Quelle: wie vor

Da bleibt zu hoffen, dass im Herbst 2019 die Zentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach überschwemmt wird, damit der unsinnige DWD-Dürre-Alarm endlich aufhört…

Übrigens: Von Januar bis August 2019 fielen im Gebietsmittel Deutschlands etwas mehr Niederschläge als im WMO-Mittel 1981-2010: Da is nix mit DWD-Dürre…

Die NOAA-Reanalyse der Niederschlagsraten in Europa vom 1.1. bis 31.8.2019 zeigt für Deutschland mit einem Ost-Westgefälle insgesamt leicht über dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 liegende Niederschläge: Da is 2019 nix mit DWD-Dürre…Quelle: NOAA-Reanalyse Niederschläge

Herzlich euer

Schneefan2015

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22 Gedanken zu “Modelle: Kühler und nasser September 2019 in Deutschland und Europa?

  1. Kommt am Montag nicht ein großer Herbststurm? Hab gelesen das er mit 130-140 kmh recht heftig sein wird, aber ich finde die Meldung nicht mehr.

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  2. Der Beginn einer nachhaltigen Zonalisierung?
    Der Knackpunkt der kommenden Wetterentwicklung liegt um den 3. Oktober herum. Das Hoch versucht es nochmals eine meridionale Grundströmung herbeizuführen, doch das gelingt – zumindest nach den aktuellen – Wetterprognosen nicht mehr. Der tiefe Luftdruck setzt sich nicht nur durch, er etabliert sich zunehmend in der ersten Oktober-Dekade.

    Das sind ernstzunehmende Anzeichen einer nachhaltigen Umstrukturierung der Großwetterlage auf westliche Richtungen. Und wenn sich das Ausgleichsverhalten mit einer West Strömung durchsetzt sieht es schon mal nicht mehr so gut aus mit einem zu kalten Winter.

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  3. Lieber Schneefan,
    97 % ist offenbar keine guter Wert um Menschen zu überzeugen. Selbst wenn es in diesem Fall nicht um einen obskuren “Konsens“ geht sondern nur um die Stauhöhe einer Talsperre. Denn diese drückt nicht die Höhe der Staumauer oder des Wasserstands über dem Talgrund aus sondern ist Sollhöhe des Wasserstanden über NN (Normalnull) und damit auf den “Meeresspiegel“ bezogen. Wenn der eine Talsperre eine Stauhöhe von z.B. 1000 Metern über NN hätte und der Talgrund auf 990 Metern über NN liegt wäre der Unterschied zwischen leer und Vollstau gerade mal 10 Meter. Wenn die Stauhöhe nun bei 994 Metern läge hätte die Talsperre natürlich nicht 99,4% der Stauhöhe erreicht sondern tatsächlich nur 4 von 10 möglichen Metern, also 40 %. So ist das auch bei der Biggetalsperre. Die Stauhöhe über NN gibt hier nur einen wenig aussagekräftigen Wert zum tatsächlichen Füllungsgrad der Talsperre. Wie im realen Leben überzeugen Prozentsätze von 97 oder gar 99,4 also nicht wirklich.

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    1. Dein Hinweis ist wegen der unbekannten Meereshöhe am Grund des Biggesees sicher berechtigt, aber der zuerst angegebene Stauinhalt von 68% sollte doch überzeugen, oder?

      Nachtrag: Die größte Wassertiefe zum Vollstau beträgt 52m, der aktuelle Füllstand liegt also bei 82%, habe ich korrigiert.

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