Wetterticker Orkantief „Sabine“: Der Polarwirbel macht ernst – Schwere Schneestürme erwartet

Update 12.2.2020, 08:00 Uhr: Winterorkan „Sabine“weiter aktiv mit Sturmfluten an der Nordseeküste – Schwere Sturmflut in Hamburg – Fischmarkt überflutet (Foto).

Zum Vergrößern anklicken. Winterorkan „Sabine“ sorgt für mehrere Sturmfluten in Hamburg, wie die Grafik des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrologie zeigt. Quelle: Hochwasser Hamburg
Zum Vergrößern anklicken. DWD-Prognose für die Wetterlage in Europa am 12.2.2020: Orkantief „Sabine“ steuert weiter das Wetter mit einer strammen kalten NW-Lage über der Nordsee und sorgt weiter für Sturmfluten an der Küste und in Hamburg. Quelle: DWD-Prognose Fronten Europa mit Ergänzungen

Update 12.2.2020, 00:00 Uhr: Schneeschauer und glatte Strassen.

Update 11.2.2020, 14:00 Uhr: Winterorkan „Sabine“ und ihre Randtiefs: Es zieht noch recht ordentlich – nicht nur – in Deutschland.

Zum Vergrößern anklicken. Die KNMI-Analyse zeigt die Wetterlage am 11.2.2020, mittags über Europa und über dem Nordatlantik. Winterorkan „Sabine“ liegt als steuerndes Zentraltief am Nordkap und führt etliche Randtiefs und Störungen mit polaren Meeresluftmassen von Kanada nach Europa. Die Polarfront ist weit nach Süden bis in den Mittelmeeraum abgedrängt. Quelle: WO/KNMI-Analyse Wetterlage Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Analyse zeigt am 11.2.2020 um 14:00 Uhr noch einen stürmischen Mittelwind bis zu 8 Bft, in Spitzen-Böen also schwerer Sturm mit 10 Bft: Es zieht noch immer recht ordentlich – nicht nur – in Deutschland. Quelle: WO Aktuelles Wetter

Update 11.2.2020, 10:30 Uhr: UWZ-Warnungen: Schneesturm in den Höhenlagen dauert bis bis Mittwoch an – Starkschneefall bis Donnerstag.

Zum Vergrößern anklicken. UWZ warnt bis Mittwoch, 12.2.2020 weiter vor anhaltenden Schneestürmen mit Schneeverwehungen in den Hochlagen ab etwa 800m in Deutschland, hier am Beispiel Zwiesel im Bayer. Wald. Die Warnungen vor Starkschneefall reichen sogar bis Donnerstag, 13.2.2020. Quelle: UWZ-Warnungen Schneesturm

Update 10.2.2020, 18:00 Uhr: Vorläufige Bilanz: So hat Winterorkan „Sabine“ gewütet – Fotostrecke.

Update 10.2.2020, 14:00 Uhr: UWZ mit völlig verspäteten Warnungen vor Schneesturm in den Höhenlagen ab 800m.

Zum Vergrößern anklicken. Die völlig verspätete UWZ-Warnung vor Starkschneefall/Schneesturm am 10.2.2020, 15.36 Uhr für die Höhenlagen ab 800m. Bereits seit dem frühen Morgen des 10.2.2020 sind die Niederschläge hinter der Kaltfront von Winterorkan „Sabine“ in den Gipfellagen der Mittelgebirge in Schnee übergegangen, seit Mittag gibt es Schneesturm im Hochsauerland, in Ostwestfalen wurde vom WDR vor Straßenglätte durch heftige Graupelgewitter gewarnt. Quelle: UWZ-Warnungen vor Schneesturm

Update 10.2.2020, 14:00 Uhr: DWD: Amtliche Warnung vor Schneesturm oberhalb 800m.

Zum Vergrößern anklicken. DWD mit amtlicher Warnung vor Schneesturm oberhalb 800 ab dem 10.2.2020, 18.00 Uhr im Schwarzwald. Quelle: DWD-Warnungen vor extremen Wetter

Update 10.2.2020, 13:00 Uhr: WDR2 mit Warnungen vor Glätte auf schneebedeckten Strassen im Hochsauerland und in Ostwestfalen – UWZ verweigert weiter Vorwarnungen vor Starkschneefall.

Zum Vergrößern anklicken. Ohne jegliche UWZ-Vorwarnungen heftiges Schneetreiben/Schneesturm im Hochsauerland bei Winterberg am 10.2.2020 mittags, verbreitet Schneeglätte auf den Strassen auch in Ostwestfalen nach kräftigen Graupelschauern. Quelle: webcam Winterberg
Zum Vergrößern anklicken. Unglaublich: Trotz einsetzender Schneestürme am 10.2.2020, morgens hinter der Kaltfront von Winterorkan „Sabine“ mit sinkender Schneefallfgrenze gibt es auch am 10.2.2020 bis 13.00 Uhr keinerlei Vorwarnungen oder Warnungen vor Starkschneefall mindestens in den Höhenlagen oberhalb 800m. Derzeit warnt der WDR schon vor glatten Fahrbahnen in Ostwestfalen und im Hochsauerland, dort herrscht Schneesturm. Quelle: UWZ-Nichtwarnungen vor Starkschneefall

Update 10.2.2020, 12:00 Uhr: Bayern: Orkanböen bis Tempo 155 – Schneefallgrenze sinkt auf 300m, abends auch im Tiefland Schnee.

Zum Vergrößern anklicken. Winterorkan „Sabine“ tobt am 10.2.2020 mittags über Süddeutschland mit voller Orkanstärke 12 (ab 118km/h) bis zu 155km/h. „Oberhalb von 300 bis 500 Meter Höhe und zum Abend auch in tieferen Lagen fällt Schnee. Dabei kann es immer häufiger glatt werden.“ Quelle: WO-Wetterticker

Update 10.2.2020, 10:30 Uhr: 60.000 Haushalte in Bayern ohne Strom – Zugverkehr in Bayern völlig eingestellt – Stromausfälle auch in Frankreich (130.000 Haushalte) und Tschechien (100.000 Haushalte).

Zum Vergrößern anklicken. Winterorkan „Sabine“ knickt Strommast in Bayern am 10.2.2020. Quelle: ARD-Tagesschau

Update 10.2.2020, 9:00 Uhr: Winterorkan „Sabine“ nun über Süddeutschland – 20.000 Haushalte in Bayern ohne Strom – Schneesturm in den Hochlagen – Verletzte, Schäden, Stromausfälle. Prognose: Schneesturmrisiko bis 13.2.2020.

Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Analyse vom 10.2.2020 zeigt um 06:00 Uhr oberhalb etwa 800m hinter der Kaltfront von Winterorkan „Sabine“ einsetzenden Schneesturm in den Höhenlagen der deutschen Mittelgebirge. Die Schneefallgrenze wird heute und morgen weiter bis ins Tiefland sinken. Es ist völlig unerklärlich, weshalb die UWZ bis heute 10.00 Uhr keinerlei Vorwarnungen oder Warnungen vor Schneesturm mit Verwehungen mindestens für die Höhenlagen oberhalb 800m ausgegeben hat. Quelle: WO Aktuelles Wetter
Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Prognose vom 10.2.2020 für das Schneefallrisiko vom 11. bis 13.2.2020 in Deutschland. Bei verbreitet stürmischem Wind werden vor allem am Dienstag und Mittwoch bis ins Tiefland weitere teils schauerartig verstärkte und gewittrige Schneefälle erwartet. Die UWZ zeigt auch bis zum 10.2.2020, 07.00 Uhr trotz anhaltenden Schneesturms in den Gipfellagen der deutschen Mittelgebirge keinerlei Vorwarnungen oder Warnung vor Schneesturm… Quelle: WO/GFS-Prognose Schneefallrisiko Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Analyse der Windspitzen zeigt das Haupt-Orkanfeld von „Sabine“ am 10.2.2020 bis 09:20 Uhr mit Windstärken bis 12 Bft (ab 118 km/h) über Süddeutschland im Bereich der gewittrigen Kaltfront. Qielle: WO-Analyse Windspitzen

Update 9.2.2020, 22:00 Uhr: Winterorkan „Sabine“ wird gefährlich: Erste Verletzte – Stromausfall in Norddeutschland und in der Eifel. Winterorkan nimmt Anlauf mit drei Gewitterlinien. UWZ-Panne: Warnung vor Gewittern erst, als sie schon da sind.

Zum Vergrößern anklicken. UWZ versagt völlig bei der Warnung vor Gewittern an den Kaltfronten des Winterorkans „Sabine“: Ohne jegliche Vorwarnungen erfolgen die Warnungen erst am 9.2.2020 um 22:36 Uhr, als die Gewitter schon in vollem Gange sind. Mit dem Schneesturm in den Höhenlagen ab 800m in Deutschland wird es dieselbe Panne geben: Bis 22.52 Uhr keinerlei Warnungen oder auch nur Vorwarnungen. Quelle: UWZ-Warnungen Gewitter
Zum Vergrößern anklicken. Das niederländische „Sneeuwadar“ zeigt am 9.2.2020, 22:05 Uhr drei Gewitterlinien (rot) der Kaltfronten des Winterorkans „Sabine“ von West nach Ost nach Deutschland ziehen: Sabine nimmt Anlauf für den vollen Orkan über Deutschland in der Nacht zum 10.2.2020. Quelle: Sneeuwradar

Update 9.2.2020, 19:00 Uhr: ICE fährt in umgestürzten Baum – Flughäfen gesperrt – 158km/h-Schneeorkan auf dem Brocken. UWZ noch immer ohne Schneesturm-Vorwarnungen für die Höhenlagen ab rund 800m.

Zum Vergrößern anklicken. 9.2.2020, 19:00 Uhr: Noch immer keine UWZ-Vorwarnungen vor Schneesturm in den Höhenlagen ab etwa 800m in Deutschland für die kommende Nacht und morgen, obwohl die Kaltfront von Winterorkan „Sabine“ heute Nacht mit Orkanstärke und Temperatursturz mit Graupelgewittern über Deutschland zieht… Quelle: UWZ-Warnungen

Update 9.2.2020, 18:00 Uhr: Bemerkenswert: Bisher keine UWZ-Schneesturmwarnungen für die Höhenlagen.

Zum Vergrößern anklicken. 9.2.2020, 18:00 Uhr: Bisher keine UWZ-Vorwarnungen vor Schneesturm in den Höhenlagen Deutschlands für die kommende Nacht und morgen, obwohl die Kaltfront von Winterorkan „Sabine“ heute Nacht mit Orkanstärke und Temperatursturz über Deutschland zieht… Quelle: UWZ-Warnungen

Update 9.2.2020, 17:00 Uhr: DWD gibt höchste Unwetterwarnstufe (4) für erste Kreis heraus (DWD-Seite aktuell überlastet).

Update 9.2.2020, 16:00 Uhr: WDR: Im Kalletal/NRW weht der Sturm reihenweise Bäume um – B238 gesperrt.

Zum Vergrößern anklicken. Quelle: WDR-Verkehrsmeldungen

Update 9.2.2020, 15:00 Uhr: Erste Berichte über Sturm-Schäden – Sturmfeld wird grösser.

Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Analyse vom 9.2.2020 zeigt um 15.00 Uhr ein vergrößertes Sturmfeld über Deutschland. Quelle: WO-Analyse Sturm Deutschland

Update 9.2.2020, 13:30 Uhr: UWZ warnt verstärkt vor Sturm/Orkan und Starkregen.

Zum Vergrößern anklicken. UWZ warnt nun verstärkt vor Sturm/Orkan bis zu 160km/h und Starkregen bis zu über 60l/m² am 9.2.2020. Quelle: UWZ-Warnungen

Update 9.2.2020, 12:00 Uhr: Schnee-Orkan erfasst den Oberharz, stürmischer Wind und Sturmböen im Westen und in der Mitte. Bahn stellt Fernverkehr zur Nordsee ein.

Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Analyse zeigt am 9.2.2020, dass der Schneeorkan den Oberharz mit Schneefall und voller Orkanstärke weit über 118 km/h (12 Bft) erfasst hat. Im Westen und in der Mitte Deutschlands werden erste stürmische Böen 8 Bft (62 – 74 km/h) und einzelne Sturmböen 9 Bft ( 75 – 88 km/h) gemeldet. Quelle: WO Aktuelles Wetter

Update 9.2.2020, 9:00 Uhr: Orkantief Sabine tobt über den Britischen Inseln und ist auch in NW-Deutschland angekommen. UWZ warnt vor Orkanböen bis zu 160 km/h in den Höhenlagen.

Zum Vergrößern anklicken. UWZ-Warnungen vor verbreitetem Sturm 9 Bft und 12 Bft in den Höhenlagen (violett) mit bis zu 160 km/h am 9./10.2.2020 Quelle: UWZ-Warnungen

Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Analyse zeigt die Spitzenböen in Europa am 9.2.2020 bis 09.00 Uhr: Orkan Sabine hat die Britischen Inseln und Westfrankreich mit Orkanböen 12 Bft (ab 118 km/h) und NW-Deutschland mit Sturm 9 Bft (75-88 km/h) erreicht. Quelle: WO-Analyse Wind Europa

Die Stratosphärenmodelle haben es schon Ende Januar 2020 kommen sehen: Der Polarwirbel wird instabil und führt zu massiven Kaltluftausbrüchen in die mittleren Breiten der Nordhemisphäre (NH).
Nach anfänglich heftigen Regenfällen kommt es zu schweren Schneestürmen mit Schneeverwehungen vor allem in den Höhenlagen West- und Mitteleuropas.

Zum Vergrößern anklicken. Vergleich der Stratosphären-ANALYSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) zeigen beide am 7./8.2.2020 einen durch mehrere Teilwirbel (Tripol) gestörten arktischen Polarwirbel. Als Folge dieser Störung haben sich an allen drei Teilwirbeln kräftige kalte Tröge entwickelt, in denen es zu heftigen Ausbrüchen polarer Luftmassen in die mittleren Breiten der NH kommt. Mit Verlagerung des Kanada-Teilwirbels Richtung Island verlagert sich auch die Kälte Richtung Europa und führt dort zur Bildung von Orkantief „Sabine“. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Ein erster – aber nicht der letzte – „Arctic Outbreak“ verursacht die rasante Entwicklung von Orkantief „Sabine“, dass in nur 36 Stunden von NO-Kanada nach Schottland zieht.

Zum Vergrößern anklicken. Die DWD-Analyse vom 8.2.2020 (links) sieht „Sabine“ als kräftiges Randtief von Zentraltief „Ruth“ über NO-Kanada. Die DWD-Prognose sieht „Sabine“ nur 36 Stunden später am Sonntagmittag, 9.2.2020 als voll entwickeltes Orkantief bei Schottland. Hinter den Fronten von „Sabine“ strömt mit hoher Geschwindigkeit hochreichende polare Meeresluft von Südgrönland Richtung West- und Mitteleuropa, die nur in den unteren Schichten durch das Wasser des Nordatlantiks etwas erwärmt wird, dessen Temperaturen westlich von Irland derzeit um 10°C liegen. Quelle: WO/DWD-Frontenanalyse/-prognose

Nach den Prognosen setzt der Orkan bereits am Sonntag, 9.10.2020 von NW her ein und erreicht in der Nacht zum 10.2.2020 mit dem Durchgang mehrerer Kaltfronten und einem Temperatursturz seinen Höhepunkt, in den Höhenlagen tobt ein Schneeorkan.

Zum Vergrößern anklicken. Die WO/GFS-Prognosen vom 8.2.2020 sehen ab Montag, 10.2.2020 mit Durchgang der Kaltfronten von Winter-Orkan „Sabine“ neben Orkanböen auch einsetzenden Schneefall in den Höhenlagen: Ein Schnee-Orkan tobt über Deutschland. Diese stürmische und zunehmend kalte Wetterlage dauert voraussichtlich über mehrere Tage an, da sich das Zentrum des arktischen Polarwirbels nach einer Tripolsituation bis zum 10.2.2020 nach Island verlagert und zu einer ungewöhnlichen Südverlagerung der Polarfront über West- und Mitteleuropa führt. Diese Entwicklung haben die beiden Stratospärenmodelle von ECMWF und GFS schon Ende Januar 2020 berechnet. Quelle: WO-Vorhersagekarten

Auch an den Folgetagen dauert die stürmische West- bis Nordwestlage an, wobei es bis in die Niederungen zeit- und gebietsweise schneien und stürmen kann.

Zum Vergrößern anklicken. Die WO-Prognose vom 8.2.2020 sieht nach dem Durchgang der Kaltfronten von Schnee-Orkan „Sabine“ am Montag, 10.2.2020 zunehmende Schneefälle in Deutschland bis einschließlich Freitag, 14.2.2020, dabei flaut der zunächst weiter stürmische Wind nur allmählich ab: Schneesturm bis ins Tiefland ist möglich. Quelle: WO-Prognose Schneefallrisiko Deutschland

Bei derartig dynamischen Westlagen entstehen oft weitere Sturmtiefs, bevor das letzte durch eine Blockade über dem Nordatlantik die Tür zu macht: In dieser Jahreszeit bedeutet das weiteren Temperaturrückgang mit Winddrehung auf Nord bis Ost.

Genau damit rechnet GFS heute:

Zum Vergrößern anklicken. GFS06-Prognose vom 8.2.2020 für die Wetterlage in Europa am 20.02.2020: Ein letztes Tief hat es bis Mitteleuropa geschafft, bevor über dem Nordatlantik eine mächtige Hochdruckblockade die Westdrift abschneidet und auf eine kalte Nord- bis Ostlage umstellt: Winter pur in Mitteleuropa. Quelle: WZ GFS-Prognosen

Der von GFS um den 20.2.2020 erwartete „Arctic Outbreak“ sieht bei den Temperaturabweichungen in 1500m 850hPa) in den Folgetagen so aus.

Zum Vergrößern anklicken. Die GFS06-Prognosen vom 8.2.2020 sehen einen „Arctic Outbreak“ mit Temperaturabweichungen bis zu -12°C in rund 1500m (850hPa) über Mitteleuropa vom 21. bis 23.2.2020 (Karnevalswochenende): Winter pur. Quelle: WZ GFS-Prognosen

Das ist natürlich noch ein paar Tage hin…

Schauen wir zunächst auf den Winter-Orkan „Sabine“, der ab morgen über Europa tobt und schwere Schäden hinterlassen wird, in den Höhenlagen gibt es erhebliche Behinderungen durch Schnee-Orkan mit Verwehungen.

Hier findet man die aktuellen Warnungen:

Unwetterzentale Deutschland

Unwetterzentrale Europa

DWD-Warnungen vor extremen Wetter

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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26 Gedanken zu “Wetterticker Orkantief „Sabine“: Der Polarwirbel macht ernst – Schwere Schneestürme erwartet

  1. Wie ist eigentlich der Kerndruck von dem stehenden Tief Ruth? Auf einer Karte habe ich ein Kerndruck von 934 dpa gesehen. Das ist schon neu Hausnummer.

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    1. @ Pilsi57

      Der ungewöhnlich niedrige Kerndruck des steuernden Orkantiefs „Ruth“ von 934hPa ist beim MetOffice zu finden; er ist so niedrig, weil „Ruth“ unter einem Teilwirbel des arktischen Polarwirbels liegt, also eigentlich der troposphärische Teil dieses stratosphärischen Steuerungszentrums ist.

      (zum Vergrößern anklicken)

      Zum Vergrößern anklicken. Die ANALYSE-Wetterkarte des MetOffice vom 8.2.2020 zeigt das steuernde Orkantief „Ruth“ mit einem ungewöhnlich niedrigen Kerndruck von 934 hPa vor der SO-Küste Grönlands (links) unmittelbar unter dem Teilzentrum des arktischen stratosphärischen Polarwirbels in der GFS-Analyse in rund 16km Höhe (100hPa): Das Polarwirbelzentrum setzt sich als steuerndes Zentrum also bis zur Erd-/Meeresoberfläche durch. Quelle: MetOffice und GFS mit Ergänzungen

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  2. Danke für die Erläuterung, dass wirft eine weitere Frage auf. Es wird schon darüber spekuliert, dass es zu einer Orkanserie kommen kann. Da könnte ein weiterer Orkan am nächsten Wochenende oder nächste Woche kommen könnte. Mit Zugbahn weiter südlich ( fast wie Lothar), was für den Südwesten fatal wäre. Und auch für den Karneval könnte es Probleme geben
    Das wirklich monströse Tief Ruth könnte noch einige Überraschungen parat haben.

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    1. Zum Karnevalswochenende schrieb ich schon am Ende meines aktuellen Blog-Artikels…: Winter pur.

      Zum Vergrößern anklicken. Die GFS06-Prognosen vom 8.2.2020 sehen einen „Arctic Outbreak“ mit Temperaturabweichungen bis zu -12°C in rund 1500m (850hPa) über Mitteleuropa vom 21. bis 23.2.2020: Winter pur. Quelle: WZ GFS-Prognosen

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  3. Diesmal ist der Schneefan schon weiter als ich selbst. Ich möchte aber auf einen historischen Fall hinweisen: am 15. Dezember 1986 sank der Luftdruck südlich von Grönland unter 930 hPa! Das geht natürlch nur mit einer sehr starken Westströmung. Aber siehe da – es folgte der sehr kalte Winter 1986/87 mit Schnee im Flachland schon zu Weihnachten! Dieser gigantische Wirbel hat die Zirkulation in der Folge sich grundlegend ändern lassen.
    Schauen wir mal, ob es jezt wieder so kommt.

    Christian Freuer

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  4. Die Höhenkaltluft ist angekommen.In der letzten Stunde gab es
    Schneeregen und Graupelschauer und die Temperatur fiel auf +4 Grad in Hannover.Jetzt scheint Aprilwetter zu kommen mit allen was dabei sein kann.Selbst eine kurze Schneedecke würde ich hier nicht mehr ausschließen.Das ist Wetter das mir gefällt außer der Sturm natürlich.

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  5. Hier im Rechtsrheinischen bei Köln (110m) schneit’s wie Sau…, nun auch mit Blitz und Donner…

    (zum Vergrößern anklicken)

    Zum Vergrößern anklicken. Schneetreiben und starker Wind mit Gewitter über dem Rheinland und über dem Bergischen Land: Rheinischer Schneesturm. Quelle: Schneeradar

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  6. Hallo Schneefan,
    heute ist der 12.02.2020- im update steht bei Dir der 13.02.
    Bei uns in Jena ist z.Zt. typisches Aprilwetter im Februar.
    Wohne am Stadtand und messe an meiner Wetterstation zumeist 2K weniger als die offizielle Messstation Sternwarte im Zentrum. Die wiederum wurde in den letzten Jahrzehnten im Umfeld mächtig durch neue Gebäude zum Wärmeinseleffekt hin getrimmt. Meine Meinung.

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  7. Auf dem Atlantik braut sich etwas wirklich spektakuläres zusammen. Wird zwar wahrscheinlich nicht Mitteleuropa treffen, aber wer weis.
    Der Kerndruck dürfte unter 930 hPa liegen. Hier eine Vorhersage vom ECMWF für Sonntag 0 Uhr.
    https://www.wetterzentrale.de/de/topkarten.php?map=1&model=ecm&var=1&run=0&time=96&lid=OP&h=0&mv=0&tr=24#mapref
    Manche meinen sogar unter 920 hPa mit Böen von 220 km/h
    https://www.focus.de/wissen/natur/meteorologie/windspitzen-bis-220-km-h-rekordverdaechtiger-sturm-jetstream-katapultiert-orkan-victoria-richtung-europa_id_11656088.html.
    Wenn so ein Ding auf Mitteleuropa triefe, dann gute Nacht Marie.

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    1. Wie schreibt Kachelmann dazu:
      Tut mir leid, da muss ich immer blocken, bei Focus-Schwachsinn in die Timeline, wie schon mehrfach geschrieben. Einfach @Kachelmannwettr
      gucken, wenn Sie mögen. Alles Gute.

      Tut mir leid, da muss ich immer blocken, bei Focus-Schwachsinn in die Timeline, wie schon mehrfach geschrieben. Einfach @Kachelmannwettr gucken, wenn Sie mögen. Alles Gute.— Jörg | kachelmannwetter.com🇨🇭 (@Kachelmann) February 12, 2020

      (Link wegen Fehlfunktion gelöscht durch Admin)

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      1. Nun ja, Kachelmann hängt sein Fähnchen auch gerade in den Wind wie er meint das der weht.
        Bei Lothar und Sebastien hat er sich echauffiert, dass nur unzureichende oder keine Warnungen ausgegeben worden sind. Und bei Sabine wurden auch die Auswirkungen bei ihm heruntergespielt.
        Das Beispiel von FOCUS sollte nur zeigen, das hier, wie beim Klima, gerne auf Panik geschaltet wird.
        Wobei die Stärke des Tiefs fast überall mit unter 940 hPa , teilweise zwischen 915 und 926 hPa angegeben wird.

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  8. Die Panik-Mache geht weiter, wer hätte auch gedacht das es im Sommer (Südpol) auch mal Schnee und Eis schmelzen kann, das habe ich noch nicht gewusst 😅

    n-tv.de/wissen/Erstmals-ueber-20-Grad-am-Suedpol

    (Link entschärft durch Admin wegen völlig unsinnigen Fake-News-Textes)

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    1. Leider hat niemand erwähnt, dass diese Temperatur unter Föhnbedingungen registriert wurde, also als meteorologisch vollkommen normal zu betrachten ist.
      Die Position auf einer Insel in unmittelbarer Nähe des S-Amerikanischen Kontinents hat auch nichts mit dem Pol zu tun.
      Betrifft auch die Esperanza Station, wo es letzte Woche einen ähnlich hohen Wert gab und wohl in unmittelbarer Nähe liegt.
      https://www.google.de/maps/place/Esperanza+Base/@-65.7017815,-142.251913,3z/data=!4m5!3m4!1s0xbc75f04932cd9533:0xb6abf090782221d9!8m2!3d-63.3981319!4d-56.9972773

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      1. Wir wissen ja alle das das toller Quatsch ist bzw. Fake News und Fake Wissenschaft.
        Nach Magdeburger Aufzeichnungen:
        1229 Gab es zu Weihnachten Veilchen
        1241 blühten die Bäume im März
        1287 waren die Bäume im Winter neu belaubt
        1538 standen die Gärten im Dezember schon im Blütenschmuck
        1606, 1609 und 1617 gab es keinen Winter
        1659 gab es keinen Schnee und Frost
        1792 wurde im Januar nicht mehr geheizt, im Februar blühten die Bäume
        1807 gab es keinen Winter
        1816 und 1834 waren die Winter gelinde
        1861 konnte am 27.12 im freien gekegelt werden, danach kam große kälte, so daß am 15 April 1862 die eingetroffenen Störche wieder nach Süden zogen
        1873, 1882, 1897 gab es milde Winter

        Das sollten sie mal in den Nachrichten bringen, aber wie heißt es so schön? Nachrichten heißt nichts anderes als, du sollst dich danach richten!

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