Folgt auf einen kühlen Juli auch ein kühler August 2020 in Mitteleuropa?

Update 7.8.2020: Eine kühle Nacht nach einem heissen Tag in NRW. ECMWF: Ende der Hitzewelle ab kommenden Donnerstag mit viel Regen. DWD unterschätzt erneut Hitze im Norden Deutschlands um 8°C.

Zum Vergrößern anklicken. Die Tmax in Kiel-Holtenau sind am 7.8.2020 mit 31°C (links) um 8°C wärmer (gestern um 9°C) als im aktuellen DWD-Trend vom 7.8.2020 (rechts, dunkelroter Bereich bei 23°C). Quellen: WO-Analyse Tmax Deutschland und DWD-Trend-Prognose
Zum Vergrößern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 7.8.2020 sieht ein Ende der Hitzewelle in Teilen Deutschlands ab kommenden Donnerstag, 13.8.2020 mit viel Regen von Westen. Quelle: Kachelmannwetter ECMWF-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Mit Temperaturen bis zu +4°C am Boden (rechts) war die Nacht zum 7.8.2020 sehr kühl nach einem heissen 6.8.2020 in NRW (links). Nach Dauer-Lüftung lag die Temperatur im Raum Köln nach nächtlichen 15° Aussentemperatur im Wohnzimmer heute morgen bei angenehmen 23,4°C. Quelle: WDR Text S. 189

Update 6.8.2020: Eine kühle Augustnacht in Deutschland mit Bodenfrost im Erzgebirge. Der August 2020 ist und bleibt kühl in grossen Teilen Europas. DWD unterschätzt Hitze im Norden Deutschlands um 9°C. CFSv2 mit Temperatursprung in Teilen Europas im August 2020.

Zum Vergößern anklicken. Binnen 10 Tagen sind die CFSv2-Prognosen für Deutschland und Frankreich von kühlem Durchschnitt am 3.8.2020 (links) auf deutlich über dem Durchschnitt am 6.8.2020 gesprungen. Im Osten der Ukraine und in SW-Russland ist es kälter gerworden. Quelle: CFSv2-Prognosen August 2020 Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die Tmax in Kiel sind am 6.8.2020 mit 31°C (links) um 9°C wärmer als im DWD-Trend vom 3.8.2020 (rechts, dunkelroter Bereich bei 22°C). Quellen: WO-Analyse Tmax Deutschland und DWD-Trend-Prognose
Zum Vergrößern anklicken. Die Analyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 zeigt am 6.8.2020 in weiten Teilen und auch in Deutschland einen bisher unterkühlten August 2020. Die Trend-Prognose zeigt nur in Teilen eine kräftige Erwärmung, während grösseren Teile vor allen in Ost- und SW-Europa noch kälter werden. Quelle: Temperaturen Europa
Zum Vergrößern anklicken. Eine kühle Augustnacht zum 6.8.2020 mit verbreitet einstelligen Werten am Boden (5cm) und mit Bodenfrost im
Erzgebirge. Quellen: WO-Analyse aktuelles Wetter Deutschland und Wetterstation Kühnhaide

Update 5.8.2020: Webcam Zugspitze: Ski und Rodel gut im Hochsommer 2020. Modelle mit reichlich Regen bis Mitte August.

Zum Vergrößern anklicken. Die Niederschlagsprognosen vom 5.8.2020 von GFS (links) und China (rechts) zeigen bis zum 15.8.2020 verbreitet reichlich Regen – nicht nur – in Deutschland. Quelle: GFS/China Niederschlagsprognosen
Zum Vergrößern anklicken. Nach reichlich Neuschnee seit dem 3.8.2020 sind am 5.8.2020 bei Temperaturen um -2°C Ski und Rodel bei herrlicher Aussicht auf der Zugspitze mitten im Hochsommer 2020 gut. Quelle: Webcam Zugspitze

Update 4.8.2020: Hochwasser in Bayern – Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete. Zugspitze tief verschneit bei -2°C – seit gestern Abend kräftiger Schneefall – webcam. Land unter in Bayern: UWZ warnt vor sintflutartigen Regenfällen bis 170 Liter/m². Kontraste: GFS/ENS-Mittel ohne – DWD mit Hitzewelle. Analyse: Rasante Umstellung der Siebenschläfer-Grosswetterlage in Europa zum Monatswechsel.

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt von links nach rechts die rasante Umstellung der Grosswetterlage zum Monatswechel Juli/August 2020: Der seit dem Siebenschläferzeitraum tiefe Druck (Geopotential) in rund 9000m Höhe (300hPa) hat sich rasch von Skandinavien nach NW-Russland verlagert und einem kräftigen Hoch über der Nordsee Platz gemacht. Dadurch hat sich über Mitteleuropa die bisherige Westlage in eine nördliche bis östliche Lage gedreht. So konnte es Ende Juli 2020 auch in Mitteleuropa erstmals kurzzeitig hochsommerlich heiss werden, ehe es wieder kräftig und mit teils heftigen Niederschlägen abkühlte. Die weitere Entwicklung bleibt spannend. Quelle: NOAA-Reanalyse GEO Europa
Zum Vergrößern anklicken. Grosse Unterschiede zwischen den GFS-Prognosen (links) und den DWD-Prognosen vom 4.8.2020 (rechts) für die Temperaturen in Düsseldorf bis zum 20.8.2020. Während GFS nur im OP-Hauptlauf (fette grüne Linie), nicht aber im ENS-Mittel (fette weise Linie) ab dem 6./7.8.2020 eine mehrtägige Hitzewelle mit Tmax ab 30°C sieht, rechnet der DWD mit einer kräftigen Hitzewelle ab dem 6.8.2020 mit bis zu 35°C. Quellen: GFSENS-Prognosen und DWD-Trend-Prognose
Zum Vergrößern anklicken. UWZ-Warnungen vom 4.8.2020 vor sintflutartigem Regen in Südbayern. Bis zum Abend sollen seit gestern Morgen insgesamt bis zu 170mm Regen – in den Hochlagen der Alpen bis 2000m runter auch Schnee – fallen. Quelle: UWZ-Warnungen Bayern
Zum Vergrößern anklicken. Die Zugspitze zeigt sich an den Hundstagen am 4.8.2020 bei -2°C im seit gestern Abend anhaltenden kräftigen Schneefall tief verschneit. Bisher sind 20cm Neuschnee gefallen. Quelle: webcam Zugspitze
Zum Vergrößern anklicken. Hochwasserwarnungen für bebaute Gebiete in Bayern am 4.8.2020. Quelle: Hochwasserwarnungen Bayern
Zum Vergößern anklicken. Das Hochwasserportal zeigt am 4.8.2020 Hochwasser an mehreren Flüssen im südlichen Bayern durch Dauerregen: Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete. Quelle: Hochwasserportal Deutschland

Update 3.8.2020: GFS: Hitzewellen-Phantasien lassen nach – Regen nimmt zu. UWZ-Warnungen vor Stark- und Dauerregen mit Überflutungen – in Süddeutschland bis zu 130 Liter/m² in 48 Stunden. GFS sieht keine August-Hitzewelle im Norden Deutschlands mehr. GFS sieht bis Mitte August 2020 weiter weiter kein Omega-Hoch über Mitteleuropa. DWD-Trend: Kein Sommer mehr im Norden. GFS rudert heute bis zu 13°C zurück: Nix grosse Hitzewelle in Frankreich und Deutschland am kommenden Sonntag. WARNUNG: Temperatursturz in den Alpen mit Schneefall bis 2000m.

Zum Vergrößern anklicken. WO-Warnung vor Schneefall im Hochsommer in den Alpen bis 2000m runter. Quelle: WO-Warnung Schneefall Alpen
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der beiden GFS-Prognosen vom 3.8.2020, 06.00 Uhr (links) und 12.00 Uhr (rechts) für Sonntag, 9.8.2020 zeigt binnen 6 Stunden einen rechnerischen Temperatursturz bis zu 13°C über NRW und bis zu 8°C über Frankreich: Da is nix mehr mit grosser Hitzewelle und Omegahoch… 🙂 Quelle: GFS-Prognosen Temperaturen Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die DWD-Trendprognose vom 3.8.2020 für die Temperaturen in Norddeutschland am Beispiel Kiel und Hamburg zeigt bis zum 12. August 2020 keinen einzigen Sommertag mit Tmax mind. 25°C. Ab Mitte August beginnt dort üblicherweise der Herbst… Quelle: DWD-Trend-Prognose
Auch die GFS-Strat.-Prognosen (100hPa, 16km Höhe) vom 3.8.2020 sehen wie schon am 1.8.2020 bis Mitte August 2020 weiter keine Omegahoch-Lage mit einem dauerhaften Hoch über Mitteleuropa. Mit einer meist westlichen bis südwestlichen Höhenströmung werden voraussichtlich weiter im Wechsel warme subtropische und kühlere Meeresluftmassen herangeführt. Quelle: GFS/Strat.-Prognosen Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die GFS00-Prognose vom 3.8.2020 sieht keine August-Hitzewelle mit mindestens fünf Tagen in Folge mit Tmax ab 30°C in Lüneburg bis zum 12.8.2020. Immerhin soll es einige Sommertage geben… Quelle: GFS-Prognosen T2m Lüneburg
Zum Vergrößern anklicken. Die UWZ warnt auch am 3.8.2020 weiter vor Dauer- und Starkregen mit Überflutugen in Süddeutschland. Am Alpenrand sollen mit Stauniederschlägen bis zu 130 Liter/m² binnen 48 Stunden – also mehr als das gesamte Monatsmittel im August – fallen. Quelle: UWZ-Warnungen
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der GFS-Prognosen vom 2.8.2020 (links) und vom 3.8.2020 (rechts) zeigt ein deutliches Nachlassen der Hitzewellen-Phantasien: Statt an acht Tagen soll es in Köln im OP-Hauptlauf (fette grüne Linie) bis zum 18.8.2020 nur noch an drei Tmax ab 30°C geben. Stattdessen nehmen die Niederschläge (unten in den Grafiken) mit Starkregenereignissen deutlich zu. Das aktuelle ENS-Mittel (fette weisse Linie) sieht nur am 8.8.2020 einen einzigen Hitzetag in Köln, also keinerlei Hitzewelle von mindestens fünf Tagen in Folge mit Tmax 30°C und wärmer… Quelle: GFS/ENS-Prognosen

Update 2.8.2020: GFS mit Hitzewellen-Phantasie (nur) im Hauptlauf. Unwetter-Warnung: Überflutungsgefahr in Süddeutschland und in den Alpen – bis Dienstag über 100l/m².

Zum Vergrößern anklicken. WO-Warnung vom 2.8.2020 für Süddeutschland und die Alpen bis Dienstag, 4.8.2020. Quelle: WO-Warnung:
Zum Vergrößern anklicken. Die GFS-ENSemble-Prognosen vom 2.8.2020 sehen nach ein paar kühlen Tagen in KÖLN in der kommenden Woche den Beginn einer Hitzewelle, allerdings nur im Hauptlauf (fette grüne Linie). Das ENS-Mittel (fette weisse Linie) sieht eine zunehmend sommerliche Woche mít Tmax von mind. 25°C. Quelle: GFS/ENS-Prognosen

Update 1.8.2020: DWD-Dürre-Rechner gegen GFS-Regen-Rechner – Regen über NRW. GFS-Strat.-Modell weiter mit Westlage über Mitteleuropa. GFS mit reichlich Regen bis Mitte August 2020 in Europa. UWZ-Hitzewarnungen stark übertrieben und falsch: Statt an drei Tagen nur 5 Minuten um 0,1°C über 35°C in Köln/Bonn – statt bis 33°C und mehr mit knapp 28°C überhaupt keine Hitze in Hamburg am 1.8.2020.

Zum Vergrößern anklicken. Völlig falsche UWZ-Hitzewarnung vom 31.7.2020 für den 1.8.2020 in Hamburg (links): Statt „Heiss mit Temperaturen von 30-33°C, vereinzelt mehr“ gab es mit knapp 28°C überhaupt keine Hitze in Hamburg (rechts). Was soll dieser unsinnige Klimaalarm mit dem Vortäuschen von Hitze in Norddeutschland…? Quelle: Temperaturen Deutschland
Zum Vergößern anklicken. Die völlig überzogenen UWZ-Hitzewarnunge für Köln/Bonn vom 29.7.2020 wegen „zeitweise sehr heiss mit Temperaturen über 35°C“ vom 30.7.2020, 12.00 Uhr bis Samsatg, 1.8.2020, 17.00 Uhr“(links). Die gemessene Realität: Am 30.7.2020 überhaupt keine Hitze, am 31.7.2020 für ca. 5 Minuten 0,1°C über 35°C, am 1.8.2020 knapp über 30°C, weit entfernt von 35°C. Was soll dieser unsinnige Klimaalarm einer vorgetäuschten Hitzewelle in NRW…? Quelle: Temperaturen Köln/Bonn
Zum Vergrößern anklicken. Die GFS-Prognose vom 1.8.2020 rechnet in den kommenden 16 Tagen verbreitet mit reichlich Regen in Europa, im Alpenraum sollen bis zu 200mm (in den Hochlagen bis zu 200cm Neuschnee) fallen. Quelle: WO/GFS-Niederschlagsprognosen Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die GFS-Strat.-Prognosen (100hPa, 16km Höhe) vom 1.8.2020 sehen vom 5. bis 13.8.2020 keine Omegalage mit einem dauerhaften Hoch über Mitteleuropa. In einer westlichen bis südwestlichen Höhenströmung werden voraussichtlich weiter im Wechsel warme subtropische und kühlere Meeresluftmassen herangeführt. Quelle: GFS/Strat.-Prognosen Europa
Zum Vergrößern anklicken. Das Niederschlagsradar zeigt am 1.8.2020, 09.40 Uhr teils kräftige Niederschläge über grossen Teilen von NRW: Die DWD-Dürre-Prognose von NULL mm für die kommenden 72 Stunden in NRW ist bereits nach wenigen Stunden Makulatur. Quelle: Niederschlagsradar NRW
Zum Vergrößern anklicken. Die DWD- (links) und die GFS-Prognosen (rechts) vom 1.8.2020 für die Niederschlagssummen bis zum 4.8.2020: Für grosse Teile in NRW rechnet der DWD mit Null mm, GFS dagegen mit bis zu 14mm Niederschlag. Aktuell regnet es am 1.8.2020 im Grossraum Köln teils kräftig… Quelle: DWD/GFS-Prognosen Niederschlag

Nach einem leicht unterkühlten und gebietsweise recht trockenen Juli 2020 in Deutschland sehen einige Modelle einen ebenfalls eher kühlen aber feuchteren August in Mitteleuropa.

Nicht nur Deutschland, sondern auch grosse Teile Europas waren im Juli 2020 unterkühlt.

Zum Vergrößern anklicken. Die Analyse der Temperaturabweichungen zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 am 31.7.2020 und die Prognose für die restlichen Stunden des Monats zeigen einen in grossen Teilen unterkühlten Juli 2020 in Europa und auch in Deutschland. Quelle: Temperaturen Europa

Damit hat sich die extreme Wetterumstellung im Siebenschläferzeitraum der ersten Juliwoche 2020 bis gegen Ende Juli fortgesetzt.

Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der NOAA-Reanalysen für die Abweichungen des Geopotentials (Luftdrucks) in rund 9000m (300hPa) über Europa Ende Juni 2020/Anfang Juli 2020 (links) und vom 8.7. bis 26.7.2020 (rechts) zeigt die Fortsetzung (Erhaltungsneigung) der extremen Umstellung der Grosswetterlage von Hoch zu Tief über Skandinavien mit Umkehr der Windrichtung von Ost auf West im Siebenschläferzeitraum bis Ende Juli 2020. Das Zentrum des hohen Luftdrucks hat sich allerdings vom Balkan in das Seegebiet westlich der Biskaya verlagert, was eine Winddrehung über Mitteuropa von eher südwestlichen auf eher nordwestliche Richtungen bedeutet: Der Juli 2020 in Mitteleuropa ist folgerichtig bisher eher unterkühlt. Quelle: NOAA-Reanalyse GEO Europa

Dauert diese eher kühle Grosswetterlage für Mitteleuropa an?

Das numerische CFSv2-Modell der amerikanischen Wetterbehhöre NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) rechnet wie seit etlichen Tagen auch aktuell diese eher kühle Variante.

Zum Vergrößern anklicken. Die numerische NOAA/CFSv2-Prognose vom 30.7.2020 rechnet wie schon seit etlichen Tagen mit einem in Deutschland leicht unterkühlen (links) und durchschnittlich nassen (rechts) August 2020. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen August 2020

Ähnlich sieht es das experimentelle CFSv2-Langfristmodell mit einem durchschnittlichen bis leicht zu kühlen und überdurchschnittlich nassen August 2020 in Deutschland.

Zum Vergrößern anklicken. Die Prognosen des experimentellen Langfristmodelles CFSv2 sehen am 31.7.2020 im August 2020 ein insgesamt durchschnittlich temperiertes bis leicht unterkühltes Deutschland (weisse Farben) mit überdurchschnittlichen Niederschlägen (grüne/blaue Farben). Quelle: CFSv2-Prognosen August 2020 Europa

Die beiden Stratosphärenmodelle von ECMWF und GFS rechnen mit einem Andauern des wechselhaften Wetters in Mitteleuropa bis Mitte August (GFS), wobei beide Modelle auf der Vorderseite der von Westen vorrückenden Tröge teils kräftige Vorstösse subtropischer Luftmassen sehen, bevor es auf den Rückseiten der Tröge wieder kühler wird.

Zum Vergrößern anklicken. Die Prognosen der Stratosphären-Modelle von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 30.7.2020 und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 31.7.2020 zeigen beide um den 9.8.2020 (ECMWF) und um den 16.8.2020 nGFS) einen im mehrere grossflächige Teilwirbel zerfallenen – aber wachsenden – stratosphärischen Polarwirbel mit einer westlichen Strömung über großen Teilen West- und Mitteleuropas. Vor allem bei ECMWF ist erkennbar, dass auf der Vorderseit des von Westen heranziehenden Troges mit einer kräftigen SW-Strömung subtropisch warme bis heisse Luftmassen herangeführt werden können. Bei Eintreffen dieser Prognosen ist auch in Mitteleuropa weiter mit sehr wechselhaftem Wetter und teils kräftigen Niederschlägen in Deutschlands zu rechnen. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Die aktuellen GFS-Prognosen unterstützen mit Hitzephantasien den zeitweiligen Vorstoss subtropischer Luftmassen nach Mitteleuropa bis Mitte August 2020, allerdings nur im OP-Hauptlauf, nicht im ENS-Mittel.

Zum Vergrößern anklicken. Die GFS-ENSemble-Prognosen vom 31.7.2020 haben bis zum 16.8.2020 in KÖLN nur im OP-Hauptlauf (fette grüne Linie) Hitzephantasien bis Mitte August 2020. Im ENS-Mittel (fette weisse Linie) gibt es allerdings im Gegensatz zu den letzten Tagen wiederholt Sommerwerte von mind. Tmax 25°C. Quelle: GFS/ENS-Prognosen

Die statistischen Prognosen für den Sommer 2020 in Europa im Zusammenhang mit La Niña haben sich nicht geändert…

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA-Reanalyse für die vier Vergleichsjahre ergibt im Mittel durchschnittliche Temperaturen (links) und überdurchschnittliche Niederschlagsraten (rechts) in Mitteleuropa. Sieht so der Sommer 2020 aus…? Quelle: NOAA Reanalyse

Die NOAA-Reanalyse zeigt vor allem bei den bisher durchschnittlichen Sommer-Temperaturen im Juni/Juli 2020 in Mitteleuropa eine recht gute Übereinstimmung mit den statistischen Ewartungen.

Zum Vergrößern anklicken. Die statistische Erwartung der Temperaturabweichungen im Sommer 2020 in Europa (links) zeigt für Mitteleuropa bisher eine recht gute Übereinstimmung der durchschnittlichen Temperaturen in Mitteleuropa in der Reanalyse vom 1. Juni bis 28. Juli 2020 (rechts). Quelle: NOAA-Reanalyse TA 2m Europa

Das gilt auch für die statistischen Erwartungen an die durchschnittlichen Abweichungen der Sommer-Niederschläge in Mitteleuropa, auch wenn die gemessenen Niederschlagsmengen in Deutschland bisher niedriger liegen als die Erwartungen.

Wie bei den Temperaturen zeigen auch die statistischen Erwartungen bei den Niederschlägen im Sommer 2020 in Mitteleuropa (links) eine recht gute Übereinstimmung mit der NOAA-Reanalyse für die bisherige Sommerzeit vom 1. Juni bis 28.Juli 2020 (rechts), auch wenn die Niederschlagsrate in Deutschland mit Durchschnittswerten bisher hinter den stat. Erwartungen liegt. Quelle: NOAA-Reanalyse Niederschläge Europa

Die Prognosen für den August 2020 in Europa sind eingebettet in den erwarteten Sinkflug und den Jahrestiefstand der globalen 2m-Temperaturen im Juli 2020…

Zum Vergrößern anklicken. Die Analyse der globalen 2m-Temperaturen (schwarze Linie) zeigt nach einem Jahrestiefstand im Juni 2020 mit einer Abweichung von 0,48°C zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 am 31.7.2020 mit 0,41°C Abweichung einen neuen Jahrestiefstand in der Analyse und in der Prognose bis zum 7.8.2020 einen weiteren Rückgang. Sowohl die Abweichungen der globalen 2m-Temperaturen zum WMO-Mittel (schwarze Linie) als auch vor allem die Temperaturen auf der SH (blaue Linie) fallen weiter, wobei die Abweichungen auf der SH weit unter die Null-Linie fallen und den unteren Rahmen der Skala erreichen. Das zieht auch die globalen Temperaturen (schwarze Linie) in der Prognose bis nahe Null runter. Aber auch die Temperaturen auf der NH (rote Linie) haben seit Ende Februar 2020 eine um bis zu 1°C fallende Tendenz mit einem neuen Jahrestiefstand Mitte Juli 2020. Da is seit 2016 auch im Juli 2020 weiter nix mit globaler Erwärmung. 🙂 Die Daten wurden mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) und liegen in der unverfälschten Realität deutlich niedriger. Quelle: Globale 2m-TA

…sowie den seit 2016 anhaltenden Rückgang der globalen UAH-Temperaturen in der unteren Tropshpäre (TLT).

Zum Vergrößern anklicken. Die UAH-Grafik zeigt von Januar 2016 bis Juni 2020 einen negativen linearen Trend der globalen Temperaturen sowohl bei „land/ocean“ als auch nur bei „land“: Die Erde kühlt seit 2016 nach einem kräftigen El Niño und nach je einer schwachen La Niña 2016/17 und 2017/18 und je einem weiteren schwachen El Niño 2018/19 und 2019/20 weiter ab. Nun steht eine global weiter kühlende La Niña vor der Tür. Quelle: WFT-Plots

Dazu kommen das tieftste Sonnenminimum seit 200 Jahren und die global weiter kühlende La Niña bis ins Jahr 2021.

WO

Da stellt sich nur die Frage: Modernes Grand Sonnenminimum: Hat die „Neue Kleine Eiszeit“ bereits begonnen?

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

Verwandte Themen:

Ein statistischer Blick auf den Sommer 2020 in Mitteleuropa

Siebenschläfer 2020: Bestimmt die erste kühle und nasse Juliwoche den Rest des Sommers?

La Niña: Ein kühler nasser Herbst und ein knackig kalter Winter 2020 in Mitteleuropa?

Weltklimarat IPCC zum CO2: „Alles halb so schlimm: Die Klimamodelle haben versagt.“

Neues Klimaziel: Globale Abkühlung auf minus zwei Grad begrenzen!

Tiefstes Sonnenminimum seit 200 Jahren und La Niña : Wie kalt wird das Jahr 2020?

NASA: Neuer Sonnenzyklus schwächster der letzten 200 Jahre – Droht eine neue „Kleine Eiszeit“?

Modernes Grand Sonnenminimum: Hat die „Neue Kleine Eiszeit“ bereits begonnen?

Experten: Das Sonnenminimum wird tief und lang – die Erde wird abkühlen!

14 Gedanken zu “Folgt auf einen kühlen Juli auch ein kühler August 2020 in Mitteleuropa?

  1. Meime Prognose für August 2020: für den Südwesten Deutschlands: leider die Variante von GFS / ECWMF, dann wäre der „Grusel-August“ da, zumindest für Personen wie mich, die Temperaturen über 30″ C nicht ausstehen können. Sollte jedoch wider Erwarten die Großwetterlage, wie sie seit Siebenschläfer anhält, weiter andauern, dürfte es eher eine kühl-gemäßigte Wetterlage geben. Mich würde interessieren, woher diese Hitzevorstöße kommen, hat das Azorenhoch „gekalbt“, wie man so schön sagt?
    Man darf wirklich gespannt, welche Wetterlage eintrifft.

    Liken

  2. In den letzten Tagen wurde der Wettertrend zunehmend klarer und lässt heute kaum mehr Zweifel zu. Im Zeitraum vom 5. bis 13./14. August wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit hoher Luftdruck das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz beeinflussen können. Interessant ist, dass sich die Vorhersage-Modelle zunehmen auf eine Hochdruckvariante einigen, die einer Omegastruktur sehr ähnlich ist. ….

    Liken

    1. @Fritz

      „In den letzten Tagen wurde der Wettertrend zunehmend klarer und lässt heute kaum mehr Zweifel zu. Im Zeitraum vom 5. bis 13./14. August wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit hoher Luftdruck das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz beeinflussen können. Interessant ist, dass sich die Vorhersage-Modelle zunehmen auf eine Hochdruckvariante einigen, die einer Omegastruktur sehr ähnlich ist. ….

      Die aktuellen Strat.-Prognosen von GFS sehen – weiter – bis Mitte August 2020 keine Omegahochstruktur über Mitteleuropa, sondern wie ECMWF eine Westlage mit dem Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten…

      Zum Vergrößern anklicken. Die GFS-Strat.-Prognosen (100hPa, 16km Höhe) vom 1.8.2020 sehen vom 5. bis 13.8.2020 keine Omegalage mit einem dauerhaften Hoch über Mitteleuropa. In einer westlichen bis südwestlichen Höhenströmung werden voraussichtlich weiter im Wechsel warme subtropische und kühlere Meeresluftmassen herangeführt. Quelle: GFS/Strat.-Prognosen Europa

      Liken

      1. GFS sieht auch am 3.8.2020 weiter bis Mitte August 2020 keine Omegahoch-Lage über Mitteleuropa.

        Auch die GFS-Strat.-Prognosen (100hPa, 16km Höhe) vom 3.8.2020 sehen wie schon am 1.8.2020 bis Mitte August 2020 weiter keine Omegahoch-Lage mit einem dauerhaften Hoch über Mitteleuropa. Mit einer meist westlichen bis südwestlichen Höhenströmung werden voraussichtlich weiter im Wechsel warme subtropische und kühlere Meeresluftmassen herangeführt. Quelle: GFS/Strat.-Prognosen Europa

        Liken

  3. Gegen die angekündigte Hitzewelle hätte ich überhaupt nichts, zumindest hier im Lüneburger Raum sollen es mindestens 6 Tage am Stück 30° und mehr werden. Aber auch nur weil die Chance dann größer ist das wir im relativ coronafreien Dänemark etwas Badewetter haben. Denn dafür haben die Temperaturen bisher nicht mal zuhause gereicht.

    Liken

    1. @Björn Tost

      „Gegen die angekündigte Hitzewelle hätte ich überhaupt nichts, zumindest hier im Lüneburger Raum sollen es mindestens 6 Tage am Stück 30° und mehr werden…“

      Das sieht bei GFS nicht (mehr) nach einer „August-Hitzewelle“ in Nordeutschland und in Dänemark aus…

      Zum Vergrößern anklicken. Die GFS00-Prognose vom 3.8.2020 sieht keine August-Hitzewelle mit mindestens fünf Tagen in Folge mit Tmax ab 30°C in Lüneburg bis zum 12.8.2020. Immerhin soll es einige Sommertage geben… Quelle: GFS-Prognosen T2m Lüneburg

      Nach meiner über 20jährigen Erfahrung mit Urlauben an Dänemarks Westküste setzt dort ab Mitte August der stürmische Herbst ein: Dänemark liegt immerhin auf demselben Breitengrad wie Schottland…

      Nachtrag vom DWD zu den Aussichten für den Norden…

      Zum Vergrößern anklicken. Die DWD-Trendprognose vom 3.8.2020 für die Temperaturen in Norddeutschland am Beispiel Kiel und Hamburg zeigt bis zum 12. August 2020 keinen einzigen Sommertag mit Tmax mind. 25°C. Ab Mitte August beginnt dort üblicherweise der Herbst… Quelle: DWD-Trend-Prognose

      Liken

      1. Hallo schneefan2015,

        leider sieht es bei uns an der badischen Bergstraße immer noch nach Temperaturen von über 30° am Tag und um die 20° in der Nacht aus. Das gibt wohl eine kurze, aber unangenehme Hitzewelle.

        Gruß

        Liken

      2. @hirsch0676

        „…leider sieht es bei uns an der badischen Bergstraße immer noch nach Temperaturen von über 30° am Tag und um die 20° in der Nacht aus. Das gibt wohl eine kurze, aber unangenehme Hitzewelle…“

        Das sieht GFS12 heute nicht so…

        (zum Vergrößern anklicken)

        Die GFS12-Prognose vom 3.8.2020 sieht keine Hitzewelle in Baden-Baden: Nur am 9.8.2020 sollen Tmax 30°C knapp überschritten werden, die Tmin liegen bis auf den 9.8.2020 stets unter 20°C… Quelle: GFS-Prognosen Temperaturen

        Für den Badischen Wein sind die sommerlichen August-Temperaturen mit den wiederholten Niederschlägen bestimmt prächtig…

        Liken

  4. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen total verregneten Sommer herbeisehnen würde. Hier am Niederrhein fehlen seit März die Niederschläge! Was runter kam, brachte keinen Umschwung zu längerfristigem „schlechterem“ Wetter (wenn man es denn noch so nennen mag). Die Vegetation siecht schleichend dahin, diese Entwicklung hätte ich in dieser Gegend, die ich eigentlich nur satt-grün kenne, nie für möglich gehalten. Zu geringe Niederschläge (aber natürlich auch zu heftige) sind weitaus bedrohlicher (Nahrungsmittelproduktion, Wald, Ökosysteme, Trinkwassergewinnung usw.) als 1 – 2 Grad höhere (Global-)Temperaturen. M.E. sollten man sich nicht so sehr mit den ständig wechselnden Prognosen auseinandersetzen, sondern mit den wirklich gemessenen Parametern – dies spiegelt die Wirklichkeit wieder und nicht evtl. Niederschlags-Ausschläge in den Modellcharts in 10 Tagen! Was zählt, sind die Fakten (=Messwerte). Vielleicht sollten wir alle Prognosen einfach mal über den Haufen werfen, die unsäglichen Diskussionen darüber beenden und einfach zum Himmel schauen und sehen, wie das Wetter wirklich wird. Das wäre wahrscheinlich wesentlich entspannter als der Wetter-Stress, den sich viele – angepeitscht durch das Internet, Medien, Wetter-Apps usw. – völlig unnötig machen. Dann würde sich das Zittern vor der nächsten Hitzewelle in Luft auflösen, weil wir gar nicht so genau wüssten, was da – vielleicht – kommt!

    Liken

    1. @Frank

      „…Hier am Niederrhein fehlen seit März die Niederschläge!..“

      Die gemessene Realität sieht z.B. in Kleve anders aus: Im März 2020 gab es mehr als 100% des Monatsmittels, nur die Monate April und Mai 2020 waren erheblich zu trocken, dafür war der Februar 2020 aussergewöhnlich nass…

      (zum Vergrößern anklicken)

      Die Tabelle zeigt die monatlichen Wetterdaten für die Stadt Kleve/Niederrhein vom 1.1. bis 2.8.2020. Bis zum 31.7.2020 fielen in diesem Jahr dort mit knapp 400mm rund 87% des bisherigen WMO-Jahresmittels 1981-2010, also ein Wert im unteren Bereich des Durchschnitts. (Nur) Die Monate April und Mai 2020 waren erheblich zu trocken, der Februar war aussergewöhnlich nass. Quelle: Wetterkontor Daten Kleve

      Liken

    1. @Chris: Das ist bisher noch nicht sicher.Zum Teil schwanken da die Modelle teilweise noch deutlich auseinander. Sogar bei Kachelmann ist es heute so, morgen so.

      Ausnahmsweise haben es die „Südstaatler“ (Teile Baden-Württembergs und Bayern) dieses Mal leichter, sonst ist immer der Süden die heißeste Region Deutschlands.
      @Schneefan2015: Die badische Bergstraße ist nicht bei Baden-Baden, sondern nördlich von Mannheim, die Gegend um Weinheim und dem Grenzgebiet zu Hessen.

      Übrigens: Gestern abend in der Wettervorhersage in den „heute-Nachrichten“ gegen 19.20 Uhr konnte man erkennen, dass ein Tiefdruckgebiet aus dem Süden wohl für diese abnorme Hitze verantwortlich sein soll. Vielleicht kann das mir ja bitte für jemanden, der von Meteorologie nichts versteht, erklären. Denn normalerweise bringt ein Tiefdruckgebiet ja schlechtes Wetter (Regen, etc), dieses Mal das Gegenteil. Wie kann das sein? Oder kann ein Hochdruckgebiet z.B. auch Kälte und Regen bringen?

      Liken

      1. @Duracellhase

        „…Gestern abend in der Wettervorhersage in den „heute-Nachrichten“ gegen 19.20 Uhr konnte man erkennen, dass ein Tiefdruckgebiet aus dem Süden wohl für diese abnorme Hitze verantwortlich sein soll. Vielleicht kann das mir ja bitte für jemanden, der von Meteorologie nichts versteht, erklären. Denn normalerweise bringt ein Tiefdruckgebiet ja schlechtes Wetter (Regen, etc), dieses Mal das Gegenteil. Wie kann das sein? Oder kann ein Hochdruckgebiet z.B. auch Kälte und Regen bringen?“

        Die Hitze an den Hundstagen ist in Mitteleuropa weder abnorm noch wird sie von einem Tiefdruckgebiet verursacht.

        Verantwortlich ist das umfangreiche Hoch „Detlef“, dass heute mit seinem Zentrum über dem Baltikum liegt und seit vorgestern trocken-warme bis -heisse Luftmassen aus Osten heranführt.

        (zum Vergrößern Rechtsklick in die Grafik und „Grafik anzeigen“ wählen)

        WO

        Schon ab morgen schwächt sich „Detlef“ ab und schwache Hitzetiefs übernehmen zunehmend die Regie in West- und Mitteleuropa.

        WO

        Liken

    2. @Chris

      Die meisten Modelle gehen heute davon aus, dass die Hitzewelle in Teilen Deutschlands bis zum kommenden Donnerstag, 13.8.2020 anhält und dann mit zunehmenden Niederschlägen abflaut.

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.