Milder November – kalter Winter?

Update 31.12.2020: Globale Abkühlung: Dezember 2020 deutlich kälter als Dezember 2019.

Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA/NCEP-Analyse zeigt bei den globalen 2m-Temperaturabweichungen zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 im Dezember 2020 (links) eine deutliche Abkühlung um -0,34°C gegenüber Dezember 2019 (rechts). Vor allem Sibirien und der äquatoriale Pazifik (La Niña) sind deutlich kälter als im Vorjahr. Quelle: Globale 2m-Temperaturen

Update 30.12.2020: Modelle einig: Winter mit Frost und Schnee von Sibirien bis Spanien im Januar 2021. Eisige Nacht Bis zu -16°C Bodenfrost in Bayern. Schneetief „Julia“ kommt pünktlich zum Jahreswechsel. Arktis: Anstieg statt Absturz: Die völlig falschen DMI-Meereisprognosen. GFS mit extremen „Arctic Outbreaks“ Mitte Januar 2021.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFS12-Prognose vom 30.12.2020 rechnet für Mitte Januar 2021 mit extremen „Arctic Outbreaks“ vor allem in Sibirien und in Osteuropa. Die Temperaturen in rund 1500m (850hPa) sollen dabei verbreitet weit unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 liegen. Die Temperaturverteilung lässt einen Polarwirbelsplit in einen eurasischen und einen nordamerikanischen Teilwirbel erkennen. Quelle: WZ/GFS-Prognosen TA850hPa NH
Zum Vergrössern anklicken. Wie schon im November 2020 sind auch die DMI-Meereisprognosen für die Arktis im Dezember 2020 völlig falsch: Statt einem Absturz gab es in beiden Monaten einen Zuwachs gegenüber 2016, wie der Vergleich der DMI-Prognosen vom 12.12.2020 für Dezember 2020 (links) zu der DMI-Prognose vom 30.12.2020 (rechts) deutlich zeigt: Man hat sich um eine knappe Million km² verschätzt, wie es bei Klimaalarmisten mit Enteisungsphantasien à la AL Gore schon mal vorkommt … 🙂 Quelle: DMI-Prognose Arktis Meereisflächen
Zum Vergrössern anklicken. Wie erwartet rechnen die Modelle weiter mit Schneetief „Julia“ zum Jahreswechsel (DWD, links) und mit Schnee (GFS, rechts), wobei Polarwirbel-Tief „Hermine“ weiter die Wetterlage steuert. Quellen: WO/DWD-Frontenprognose Europa und WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die WO-Tmin-Analyse vom 30.12.2020 zeigt verbreitet Frost und Bodenfrost in Deutschland, in Bayern sogar sehr strengen Bodenfrost bis zu -16°C. Quelle: WO-Analyse Tmin Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die Wettermodelle von NOAA/NCEP (links) und von GME (rechts) sind sich am 30.12.2020 einig darüber, dass der Winter mit Frost und Schnee von Sibirien bis Spanien im Januar 2021 kommt. Quellen: Temperaturen Europa und WZ/GEM-Prognosen Schneedecke Europa

Update 29.12.2020: GFS-Prognose: Der eisige Polarwirbel nistet sich über Europa ein – der Winter bleibt. ECMWF-Prognose: Kräftiges „Minor Warming“ in der Stratosphäre über der Arktis – Polarwirbelsplit mit eisigem Winter? CFSv2 mit kräftiger Kältewelle im Januar 2021.

Zum Vergrössern anklicken. Das experimentelle numerische Langfrist-Modell CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA rechnet am 29.12.2020 mit einer nach dem Jahreswechsel einsetzenden und zunehmend kräftigen Kältewelle bis Mitte Januar 2021 in grossen Teilen Europas. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 28.12.2020 rechnet mit einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung vom 30.12.2020 bis zum 5.1.2021 um rund +38°C in rund 31 km Höhe (10 hPa, obere Stratosphäre). Dieses Ereignis wird als „Minor Warming“ bezeichnet. Durch einen Temperaruranstieg um mehr als 50°C käme es zu einem „Major Warming“ und es kann durch kräftigen Druckanstieg über der Arktis zum Polarwirbelsplit und zu einer Umkehrung der Windströmungen über der Arktis führen, wie man in den Grafiken unten rechts bereits andeutungsweise erkennen kann. Die Folge dieser Windumkehr sind „Arctic Outbreaks“ in die mittleren Breiten der NH. Quelle: ECMWF-Strat.-Prognosen FU Berlin
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Analyse vom 29.12.2020 (links) sieht den arktischen Polarwirbel in rund 22km Höhe (30 hPa, mittlere Stratosphäre) über Europa. Daran soll sich in der Prognose bis zum 11.1.2021 nichts Wesentliches ändern (rechts). Mit einer nordwestlichen Höhenströmung werden werden weiter polare Meeresluftmassen auch nach Mitteleuropa gesteuert: Der Winter bleibt und wird sich noch verstärken. Ursache der starken Deformierung und Verschiebung des Polarwirbels nach Europa ist die anhaltende Stratosphärenerwärmung mit Druckanstieg über Sibirien. Quelle: GFS-Strat.-Prognosen 30hPa

Update 28.12.2020: Modelle ziemlich einig: Reichlich Schnee zum Jahresbeginn 2021. Schneefälle in Norditalien – Mailand dick verschneit – Video.

Zum Vergrössern anklicken. Winterorkan „Hermine“ bei der Arbeit in Norditalien: Sogar Mailand dick verschneit. Quelle: WO-Video.
Zum Vergrössern anklicken. Die Prognosen von GEM, DWD/ICON und GFS (von links nach rechts) sind sich am 28.12.2020 ziemlich einig darüber, dass zum Jahrebeginn 2021 verbreitet Schnee auch in Deutschland liegen wird. Quelle: WZ/GEM/DWD/GFS-Prognosen Schneedecke Europa

Update 27.12.2020: Winterorkan „Hermine“ rauscht heran – starker Druckabfall über Deutschland – Schneesturm in den westlichen Mittelgebirgen erwartet. Frostiges Warten auf Winterorkan „Hermine“.

Zum Vergrössern anklicken. Auch am 27.12.2020 gab es verbreitet Bodenfrost in der Südosthälfte Deutschlands vor dem Aufzug des Winterorkans „Hermine“. Quelle: WO-Analyse Tmin Boden Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die WO-Analyse zeigt den erwarteten Winterorkan „Hermine“ am 27.12.2020, 10.00 Uhr mit ersten Orkanböen auf der Wasserkuppe und auf dem Brocken (links). Bei schon tiefem Luftdruck (Mitte) fällt der Luftdruck über Deutschland weiter stark ab (rechts): Hermine rauscht heran und hat Schneesturm in den westlichen Mittelgebirgen oberhalb etwa 300m im Gepäck. Hier ist mit Schneeverwehungen und erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Quelle: WO aktuelles Wetter Deutschland

Update 26.12.2020: Modelle einig: Polarwirbel-Wintertief „Hermine“ bleibt bis Silvester über Europa. GFS-Prognosen: Kanadischer Polarwirbel verlagert sich im Neuen Jahr über Grönland nach Europa und setzt Winterwetter fort. GFS mit Polarwirbelsplit: Winterhammer Europa um den 10.1.2020?

Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-Prognose von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 26.12.2020 zeigt am 11.1.2021 einen zweigeteilten Polarwirbel (Polarwirbelsplit). Dadurch entstehen sowohl am grösseren Teilwirbel über Sibirien als auch am kleineren Teilwirbel über Ostkanada zwei voneinander unabhängige Wirbelströme, die durch eine Hochdruckbrücke getrennt sind. Der europäische Trog führt an seiner Westseite hochreichende Polarluftmassen direkt aus der Arktis über das Nordmeer nach West- und Mitteleuropa, was an einer möglichen Luftmassengrenze (LMG) zu ausgeprägten winterlichen Verhältnissen mit reichlich Schnee führen sollte. Ähnliches ist über Nordamerika zu erwarten. Quelle: GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-Prognosen von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 26.12.2020 zeigen – wie schon in den Vortagen einen gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen (Tripol) gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel. Der am 3.1.2021 über Nordkanada liegende Teilwirbel (links) soll binnen vier Tagen über Grönland (am 5.1. (Mitte) und bis zum 7.1.2021 (rechts) nach Europa ziehen und über der nördlichen Nordsee liegen. Mit einer nordwestlichen Höhenströmung werden weiter polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten über Silvester bis ins Neue Jahr fort. Dabei kann es vor allem in höheren Lagen zu wiederholten Schneefällen mit Andauern der tiefwinterlichen Witterung kommen. Quelle: GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSE von ECMWF (links, 150 hPa, rund 14 km Höhe) sieht am 31.12.2020 weiter ein gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, wobei ein Teilwirbel über Sibirien und ein kräftiger Trog über Nordkanada liegt, während sich ein weiterer selbständiger Teilwirbel über Skandinavien eingenistet hat (Tripol) und mit seinem umfangreichen kalten Trog bis ins Mittelmeer reicht. Das zugehörige Bodentief „Hermine“ setzt sich mit Zentrum bei Dänemark über Europa fest (Mitte). Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten bis Silvester fort (rechts). Dabei kann es vor allem in höheren Lagen zu Schneestürmen mit Verwehungen und tiefer Einwinterung kommen. Quelle: ECMWF mit Ergänzungen

Update 25.12.2020: FROHE WEIHNACHT! Modelle weiter einig: Eisiger Polarwirbel besucht Europa nach Weihnachten – Schneesturm in Sicht. Grönlandeis: In zwei Tagen 11 Milliarden Tonnen Zuwachs. WO-Warnung vor Schneesturm am Sonntag oberhalb 300m in den westlichen Mittelgebirgen – Video. Modelle einig: Winterorkan „Hermine“ zieht von Grönland nach Holland.

Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Frontenprognose vom 25.12.2020 rechnet den Winterorkan „Hermine“ auf seinem Weg von Grönland über Island am 26.12.2020 (links), GFS (rechts) sieht das Zentrum bereits am 29.12.2020 über Holland: Der Winterhammer kommt mit Schneesturm oberhalb etwa 300m über NHN und auch Schnee bis in tiefere Lagen. Quellen: WO/DWD-Frontenprognose Europa und WZ/GFS-Prognosen Wetterlage Europa
Zum Vergrössern anklicken. Winterorkan „Hermine“ zieht von Grönland über Schottland Richtung Holland und hat polare Meesresluft mit Orkan an der Nordsee und Schneesturm in den westlichen Höhenlagen oberhalb 300m im Gepäck. Quelle: WO-Video
Zum Vergrössern anklicken. Die beiden DMI-Grafiken zeigen am 23.12.2020 (links) gut 4 Gt (Gigatonnen) und am 24.12.2020 (rechts) knapp 7 Gt Grönlandeiszuwachs, also insgesamt rund 11 Milliarden (11 Gt) Tonnen durch zwei Schneebombentage hintereinander. Quelle: DMI Grönlandeis Massebilanz
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (links, 150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (rechts, 100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 24./25.12.2020 zeigen – wie schon in den Vortagen – bei beiden Modellen einen gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen kräftige Tröge über Nordsibiren und über Nordkanada liegen, wahrend sich der Hauptwirbel ungewöhnlich weit nach Süden in die Nordsee verlagert hat und mit seinem Trog über Mitteleuropa bis ins Mittelmeer reicht. Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten bis Silvester fort. Dabei kann es im Bereich eines kräftigen Sturmtiefs, dass von Grönland über die Britischen Inseln nach Holland zieht, vor allem in höheren Lagen zu Schneestürmen mit Verwehungen kommen. Nach der guten ECMWF-Strat.-Prognose vom 15.12.2020 für den kalten Weihnachtstrog über Mitteleuropa am 24.12.2020 ist ein hohe Eintreffwahrscheinlichkeit gegeben… Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 24.12.2020: Strat.-Modelle weiter einig: Kräftiger kalter Silvestertrog über Mitteleuropa – ECMWF und GEM folgerichtig mit verbreiteter Schneedecke zu Silvester in Deutschland. Winterhammer mit Schneesturm in den westlichen Mittelgebirgen am Sonntag.

Zum Vegrössern anklicken. Das Nachfolgetief von Ex-Blizzard „GRETA“ (links) wird nach GFS-Prognose vom 24.12.2020 den nach Weihnachten erwarteten Winterhammer mit Schneesturm (Mitte und rechts) in die westlichen Mittelgebirge Deutschlands bringen. Quellen: WZ/GFS-Prognosen Wetterlage Europa und WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF- (links) und WZ/GEM-Prognosen Schneedecke Europa vom 24.12.2020 (rechts) rechnen – wie schon in den Vortagen – weiter mit einer verbreiteten Schneedecke in der Silversternacht in Deutschland. Quelle: Kachelmannwetter ECMWF/GEM-Prognosen Schneehöhen Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 23./24.12.2020 zeigt – wie schon in den Vortagen – bei beiden Modellen einen gut entwickelten aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeln stark gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen drei Teilwirbel (Tripol) über Nordsibiren, über Nordkanada und über Nordeuropa liegen. Der kräftige Europa-Teilwirbel reicht von der Arktis und Skandinavien über Mitteleuropa bis ins Mittelmeer. Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten bis Silvester fort. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 23.12.2020: Modelle weiter einig über Winterhammer nach Weihnachten – Temperatursturz in grossen Teilen Europas. CFSv2 rechnet erneut mit kaltem Winter in Mitteleuropa. GFS-Strat.-Modelle: Eisiger Polarwirbel bleibt bis ins Neue Jahr über Europa. GEM und ECMWF mit Schnee zu Silvester.

Zum Vergrössern anklicken. GEM und ECMWF bleiben bei verbreiteter Schneebedeckung in Deutschland in der Silvesternacht 2020. Quelle: Kachelmannwetter GEM/ECMWF-Prognosen Schnee
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognosen vom 23.12.2020 zeigen am 8.1.2021 in allen Stockwerken der Stratosphäre den eisigen Polarwirbel über Europa. In rund 22km Höhe (links, 30hPa) liegt das Zentrum des Polarwirbels über Europa, zwei weitere kräftige Tröge liegen über Sibirien und über Ostkanada. Diese Tripolsituation ist in rund 16km Höhe (rechts, 100hPa) noch deutlicher erkennbar: Zwei kräftige Teilwirbel ligen über Sibirien und über Ostkanada, während der Hauptwirbel über Europa liegt. Diese Tripolsituation führt zu drei Ausbrüchen arktischer Luftmassen in die mittleren Breiten der Nordhemisphäre (NH). Sie ist entstanden durch grossräumige Stratosphären-Erwärmung mit Druckanstieg über Sibirien, was zur Deformation und Abdrängung des Polarwirbels Richtung Europa geführt hat. Quellen: GFS-Strat.-Prognosen 30hPa und GFS-Strat.-Prognosen 100hPa
Zum Vergrössern anklicken. Das experimentelle Langfristmodell CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA rechnet auch aktuell am 23.12.2020 erneut mit einer kalten Fortsetzung des Winters in Mitteleuropa. Im Januar (links) und im Februar 2021 (rechts) sollen die Temperaturen in rund 1500m (850hPa) auch in Deutschland unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 liegen (blaue Farben), wobei der Januar deutlich kälter als der Februar werden soll. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen Winter 2020/21
Zum Vergrössern anklicken. Der Sieben-Tage-Trend für die 2m-Temperaturen sieht am 23.12.2020 einen Temperatursturz zum Jahreswechsel in grossen Teilen Europas: Der Winterhammer kommt. Quelle: Temperaturtrend Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSE von ECMWF (links, 150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 22.12.2020 zeigt einen gut entwickelten aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen eisiger Hautpwirbel von Island am 28.12.2020 zur Nordsee gezogen ist. Mit einer NW-Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen über GB nach Mitteleuropa geführt und setzen die bis in tiefe Lagen zeitweise winterliche Witterung mit wiederholten Schneefällen seit Weihnachten bis Silvester fort (rechts). Quelle: ECMWF und WZ/GFS-Prognosen Schneedecke Deutschland

Update 22.12.2020: Weihnachtsmann mit eisigen Geschenken für Sibirien – fast -50°C erwartet. Modelle einig: Kalter Silvester-Trog über Mitteleuropa.

Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-ANALYSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 21./22.12.2020 zeigt bei beiden Modellen einen gut entwickelten aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen zwei Teilwirbel (Dipol) über Nordsibiren und nahe Nordkanada liegen. Ein kräftiger Europa-Trog reicht vom Nordmeer über die Nordsee nach West- und Mitteleuropa. Mit einer NW-Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit gelegentlichen Schneefällen vor allem in höheren Lagen seit Weihnachten bis Silvester fort. Die andauernde Lage eines Polar-Teilwirbels über Sibirien erklärt die erwartete ungewöhnliche Kälte dort. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Der Weihnachstmann bereitet eisige Geschenke für Sibirien vor: Mit Tmin bis nahe -50°C sollen die Temperaturen im ohnehin schon unterkühlten Dezember 2020 pünktlich zu Weihnachten um weitere -15 bis -25°C fallen… Quelle: WO/GFS-Prognose Temperaturen Sibirien

Update 21.12.2020: GFS-Prognose: Eisiger Polarwirbel Anfang 2021 über Europa – Kälte in allen Stockwerken. GFS mit wiederholten Schneefällen bis nach Weihnachten und bis ins Neue Jahr in Deutschland.

Zum Vergrössern anklicken. GFS06 bleibt auch am 21.12.2020 bei weiteren Schneefällen nach Weihnachten – nicht nur – in Deutschland, die bis ins Neue Jahr andauern sollen. Quelle: WO/GFS-ProgWO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognosen vom 21.12.2020 zeigen in allen Stockwerken der Stratosphäre den eisigen winterlichen Polarwirbel am 6.1.2021 über Europa. In rund 22km Höhe (links, 30hPa) liegt das Zentrum des Polarwirbels über Europa, zwei weitere kräftige Tröge liegen über Sibirien und über Ostkanada. Diese Tripolsituation ist in rund 16km Höhe (rechts, 100hPa) noch deutlicher erkennbar: Zwei kräftige Teilwirbel liegen über Sibirien und über Ostkanada, während ein kräftiger Trog des sibirischen Teilwirbels über Europa liegt. Diese Tripolsituation führt zu drei Ausbrüchen arktischer Luftmassen in die mittleren Breiten der Nordhemisphäre (NH). Sie ist entstanden durch grossräumige Stratosphären-Erwärmung mit Druckanstieg über Sibirien, was zur Deformation und Abdrängung des Polarwirbels Richtung Europa geführt hat. Quellen: GFS-Strat.-Prognosen 30hPa und GFS-Strat.-Prognosen 100hPa
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Strat.-Prognose vom 21.12.2020 (links) zeigt am 6.1.2021 das Polarwirbelzentrum in rund 22km Höhe (30hPa) über Europa. Das bedeutet auch für Mitteleuropa winterliche Verhältnisse mit tiefem Druck über dem Mittelmeer und über Mitteleuropa (Mitte). Dabei fällt verbreitet Schnee bis in tiefe Lagen (rechts). Quellen: GFS-Strat.-Prognosen 30hPa und WZ/GFS-Prognosen

Update 20.12.2020: GEM mit Winterhammer nach Weihnachten – Schnee von Sibirien bis Spanien. Prognose: Absturz der 2m-Temperaturen auf der Nordhemisphäre führt zu Jahrstiefstand der globalen 2m-Temperaturen.

Zum Vergrössern anklicken. Die NCEP-Analyse der globalen 2m-Temperaturen vom 20.12.2020 zeigt einen Absturz auf der Nordhemisphäre (rote Linie) auf einen neuen Jahrestiefstand, der sich in der Prognose bis zum 27.12.2020 fortsetzen und noch vertiefen soll. Diese ungewöhnlich kräftige Abkühlung in so kurzer Zeit um etwa ein Grad Celsius bei niedrigen Temperaturen auf der Südhemisphäre (blaue Linie) zieht auch die globalen 2m-Temperaturen (schwarze Linie) auf einen neuen Jahrestiefstand gegen 0°C Abweichung runter: La Niña und das Grosse Sonnenminimum wünschen frohe Weihnachten… 🙂 Die Daten wurden mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) und liegen in der unverfälschten Realität deutlich niedriger. Quelle: Globale Temperaturen mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Das kanadische Wettermodell GEM rechnet am 20.12.2020 weiter mit einem Winterhammer nach Weihnachten in grossen Teilen Europas: Um den 28.12.2020 strömen hochreichende polare Meeresluftmassen um -40°C in 5500m (500hPa) zwischen einem blockierenden Atlantikhoch und einem umfangreichen Tiefdrucksystem über Skandinavien aus der Arktis nach Süden und erreichen Südengland mit hochwinterlichen Temperaturen um -35°C (links). Dabei fällt u.a. durch Wintergewitter verbreitet Schnee bis in tiefe Lagen auch über Mitteleuropa, so dass eine durchgehende Schneedecke von Sibirien bis Spanien entstehen soll (rechts). Quelle: WZ/GEM-Prognosen Wetter und Schneedecke Europa

Update 19.12.2020: ECMWF-Prognose: Eisiger Polarwirbel wandert von Island nach Westeuropa – Winter pur in Sicht? ECMWF rechnet mit kräftigem Polarwirbeltief über der Nordsee.

Zum Vergrössern anklicken. ECMWF rechnet am 1.12.2020 mit dem Polarwirbeltief um den 29.12.2020 über der Nordsee. Zwischen diesem umfangreichen und kräftigen Tiefkomplex und dem blockierenden Hoch über dem Nordatlantik werden in breitem Strom hochreichende polare Meeresluftmassen aus dem Raum Spitzbergen nach West- und Mitteleuropa geführt. Bei Eintreffen dieser extremen Wetterlage ist mit verbreiteten Schneefällen bis in tiefe Lagen und mit teils chaotischen Verkehrsverhältnissen bis nach Südeuropa zu rechnen. Quelle: ECMWF-Prognosen Wetterlage Europa
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) vom 18.12.2020 zeigen bei – ähnlich wie in den Vortagen – einen gut entwickelten aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen stark gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel. Ein kräftiger Teilwirbel bei Island (links) zieht von 26.12.2020 bis zum 28.12.2020 über die Britischen Inseln (Mitte) nach Westfrankreich (rechts) und führt arktische Meeresluftmassen auch nach Mitteleuropa: Winter pur in Sicht? Quelle: ECMWFmit Ergänzungen

Update 18.12.2020: Stratospärenmodelle mit mächtigem neuen Wintereinbruch nach Weihnachten: Der Polarwirbel über Nordeuropa. GFS rechnet mit verbreiteten und wiederholten Schneefällen in Deutschland über Silvester bis ins neue Jahr. GFS und GEM mit „Arctic Outbreak“ im Strömungsfilm.

Zum Vergrössern anklicken. GFS und GEM sind sich am 18.12.2020 einig über einen mächtigen „Arctic Outbreak“ um den 28.12.2020 über West- nach Mitteleuropa: In rund 5500m Höhe (500 hPa) über Köln werden winterliche Temperaturen um -32°C erwartet. Quelle: Ventusky-Strömungsfilm Europa
Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet am 18.12.2020 mit einem weiteren Schneetief über Deutschland nach Weihnachten und verbreiteten und wiederholten Schneefällen bis Silvester (s. folgende Grafik). Quelle: WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognose vom 18.12.2020 rechnet mit wiederholten Schneefällen in Deutschland nach Weihnachten (s.o.), die über die Silversternacht bis ins neue Jahr andauern sollen. Quelle: WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 17/18.12.2020 zeigt bei beiden Modellen – ähnlich wie in den Vortagen – einen gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen zwei Teilwirbel (Dipol) über Nordkanada (nur ECMWF) und über Nordeuropa liegen. Der kräftige Europa-Hautptwirbel liegt vor allem bei GFS mit seinem Zentrum über der nördlichen Ostsee und reicht von Nordskandiavien über Mitteleuropa bis nach Spanien. Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Luftmassen herangeführt und leiten eine kalte Witterung mit Schneefällen bis in tiefere Lagen nach Weihnachten ein. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 17.12.2020: CFSv2 weiter mit Winterwetter von Weihnachten bis Neujahr in Mitteleuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Das experimentelle amerikanische numerische Langfristmodell CFSv2 bleibt auch am 17.12.2020 bei Winterwetter von Weihnachten bis Neujahr. Pünktlich zum 24.12.2020 sollen die Temperaturen in 1500m (850hPa) auch über Deutschland auf winterliche -8°C fallen und bis Silvester sogar auf bis zu -12°C zurückgehen: Winterwetter mit Schnee bis in tiefere Lagen ist möglich. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen

Update 16.12.2020: GFS und GEM mit gebietsweise weissen Weihnachten in Deutschland. GFS06 mit verbreitetem Schneefall über die Weihnachtstage. Nun auch GFS mit eisigem Wintereinbruch zu Weihnachten 2020 – Strömungsfilm – und mit Winterwetter und Schnee zu Silvester.

Zum Vergrössern anklicken. Mit Winterwetter und Schnee in grossen Teilen Deutschlands zum Jahreswechsel rechnet GFS am 16.12.2020 (rechts). Ein umfangreiches blockierendes Hochdruckgebiet von den Azoren über Island bis Skandinavien und ein ebenfalls umfangreiches Tiefdrucksystem über dem Mittelmeer führen zu einer kalten Ostlage mit Schneefällen über Mitteleuropa (links). Quelle: GFS-Prognosen Europa
Zum Vergrössern anklicken. Wie die GEM Prognose vom 15.12.2020 zeigt nun auch die GFS-Prognose vom 16.12.2020 im Ventusky-Strömungsfilm zum 25.12.2020 einen kräftigen Wintereinbruch von NW bis N: Zwischen einem blockierenden Hoch über dem Nordmeer und einem komplexen Tiefdrucksystem über Skandinavien werden in 5500m (500hPa) polare Luftmassen um -38°C auch über dem Rheinland angezeigt. Quelle: Ventusky-Strömungsfilm Europa
Zum Vergrössern anklicken. Wie schon an einigen Vortagen rechnet GFS06 auch am 16.12.2020 mit pünktlich am 24.12.2020 einsetzenden Niederschlägen, die allmählich bis in die Niederungen in Schnee übergehen können. Die Schneefälle sollen über Weihnachten gebietsweise andauern. Quelle: WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. GFS18 vom 15.12.2 2020 und GEM00 vom 16.12.2020 rechnen mit gebietsweise weissen Weihnachten in Deutschland um den 26.12.2020. Quelle: WZ/GFS/GEM-Prognosen Schneedecke Deutschland

Update 15.12.2020: Strat.-Modelle weiter einig: Kräftiger kalter Weihnachtstrog über Europa. GFS-Prognose: AO und NAO weiter negativ – Reichlich Niederschlag bis Ende Dezember – nicht nur – in Deutschland. GEM mit eisigem Wintereinbruch zum 24.12.2020 – Strömungsfilm – GFS sieht das ähnlich.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFSENSemble-Prognosen vom 15.12.2020 haben im OP-Hauptlauf (fette grüne Linie) – und im Gegensatz zur Prognosen vom 13.12.2020 verstärkt auch im ENS-Mittel (fette weisse Linie) – zu Weihnachten in Köln Temperaturen in 1500m (850hPa) deutlich unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 (fette rote Linie) mit der Möglichkeit von Schneefall zu Weihnachten. Quelle: GFSENS-Prognosen Köln
Zum Vergrössern anklicken. Die GEM-Prognose vom 15.12.2020 zeigt im Ventusky-Strömungsfilm zum 24.12.2020 einen kräftigen Wintereinbruch von NW: Zwischen einem blockierenden Hoch über dem Nordatlantik und einem komplexem Tiefdrucksystem über Skandinavien werden in 5500m (500hPa) polare Luftmassen um -36°C auch über dem Rheinland angezeigt. Bei Eintreffen dieser Prognose sind Wintergewitter mit Graupel und Schnee bis ins Tiefland zu erwarten. Quelle: Ventusky-Strömungsfilm Europa mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet auch am 15.12.2020 weiter mit reichlichen Niederschlägen bis Ende Dezember in Deutschland: Ein Jahr mit insgesamt durchschnittlichen Niederschlagmengen legt einen kräftigen Endspurt hin. Quelle: WO/GFS-Niederschlagsprognosen Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Wie schon in den Vortagen rechnet GFS auch am 14./15.12.2020 weiter mit einem negativen AO- und NAO-Index bis über Weihnachten 2020. Das deutet bei der AO auf einen gestörten Polarwirbel mit der Neigung zu Ausbrüchen polarer Luftmassen in die mittleren Breiten der NH an. Eine negative NAO begünstigt vor allem Kaltlufteinbrüche über Europa. Quelle: NOAA-NCEP-Prognosen AO und NAO
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 14./15.12.2020 zeigt bei beiden Modellen weiter einen gut entwickelten aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen zwei Teilwirbel (Dipol) vor allem bei GFS über Nordsibiren und über NW-Europa liegen. Der kräftige Europa-Trog reicht von Spitzbergen über das Nordmeer und die Nordsee nach West- und Mitteleuropa. Mit einer WNW-Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und leiten eine nasskalte frühwinterliche Witterung mit Schneefällen bis in tiefere Lagen über Weihnachten ein. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 14.12.2020: GFS bleibt bei verbreitetem Schneefall zu Weihnachten in Deutschland – und bei verbreitet reichlichen Niederschlägen bis Ende Dezember 2020: 2020 ist kein Trockenjahr in Deutschland. Modelle einig: Pünktlich zu Weihnachten wird es kälter. Auch CFSv2 bleibt bei Kältewelle von Weihnachten bis Neujahr.

Zum Vergrössern anklicken. Mit einer kräftigen Kältewelle auch über Mitteleuropa ab dem 25.12.2020 (links) bis ins Neue Jahr (rechts) rechnet das experimentelle numerische Langfristmodell CFSv2 von der amerikanischen Wetterbehörde NOAA am 14.12.2020 wie schon zwei Tage zuvor. Dabei sollen die Temperaturen in rund 1500m (850hPa) auch über Deutschland bis auf -14°C fallen. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Zehn Tage vor Heiligabend, am 14.12.2020, sind sich die Wettermodelle von ECMWF, GFS und GEM (von links nach rechts) überraschend einig, dass es pünktlich zu Weihnachten von NW kälter und damit winterlicher in Deutschland wird. Alle drei Modelle rechnen mit Abkühlung in 1500m (850hPa) auf Temperaturen unter das seit 2015 weltweit verbindliche WMO-Klima-Mittel 1981-2010 (blaue Farben) ab 24.12.2020. Quelle: WZ/ECMWF/GFS/GEM-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet am 14.12.2020 mit verbreitet reichlichen Niederschlägen bis Ende Dezember in Deutschland. Damit steht fest: Das Jahr 2020 war, ist und wird in Deutschland kein Trockenjahr, wie auch jetzt schon der DürreIndex des DWD bis November 2020 ausweist, der die Niederschläge einschliesslich der Verdunstung anzeigt: Die WO-Phantasien vom Dürrejahr 2020 in Deutschland sind als Klima-Alarm-Märchen widerlegt. Quelle: WO/GFS-Niederschlagsprognosen Deutschland




Zum Vergrössern anklicken. GFS bleibt auch am 14.12.2020 bei verbreitetem Schneefall in Deutschland an Weihnachten 2020: Spätestens in der Nacht zum 26.12.2020 sollen die Niederschläge von Nordwesten verbreitet bis in tiefe Lagen in Schnee über gehen. Quelle: WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland

Update 13.12.2020: GFS mit Neuschnee an Weihnachten im Hauptlauf. Polarwirbel: GFS bleibt bei kräftigem Weihnachtstrog über Europa. Übrigens: Wind- und Solarstrom-Anteil in Deutschland heute nur 12,4 Prozent.

Zum Vergrößern anklicken. Der Wind- und Solarstromanteil in Deutschland wird heute, 13.12.2020 bei teils windschwachem und wenig sonnigem Wetter bei tiefstehender Winter-Sonne zusammen auf nur 12,4% geschätzt. Berechtigte Forderung: Sofort alle fossilen Kraftwerke abschalten…, und das Stromnetz in Europa bricht zusammen und Millionen Menschen frieren… Im Jahr 2019 war der Anteil von Wind- + Solarstrom mit 33,6% immer noch deutlich kleiner als der Anteil der fossilen Energieträger mit zusammen 39,6%, die Kernkraft alleine hatte immer noch 13,8% (s. folgende Grafik). Quelle: ARD Teletext S. 187ff
Zum Vergrößern anklicken. Die Grafik zeigt die Anteile der Energieträger bei der Nettostromerzeugung in Deutschland im Jahr 2019. Die Summe von Wind- und Solarstrom beträgt 33,6%, die fossilen Energieträger Steinkohle, Braunkohle und Erdgas erzeugen zusammen 39,6%, Kernkraft hat einen Anteil von 13,8%. Quelle: Fraunhofer Institut mit Ergänzungen
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSEN von GFS vom 13.12.2020 zeigen sowohl in 30hPa (links, rund 22km Höhe) als auch in 100 hPa (rechts, rund 16km Höhe) am 25.12.2020 einen gut entwickelten winterlichen arktischen stratosphärischen Polarwirbel mit Zentrum über der Arktis, in 22km Höhe nahe Spitzbergen. Über Nord-, West- und Mitteleuropa liegt ein kräftiger kalter Trog. Mit einer nordwestlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt, die zu einer nasskalten winterlichen Witterung führen. Dabei könnten die Niederschläge über Weihnachten auch in Mitteleuropa allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen. Quelle: GFS-Strat.-Prognosen und GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-ENSemble-Prognosen vom 13.12.2020 haben im Hauptlauf (links, fette grüne Linie) zu Weihnachten in Köln Temperaturen in 1500m deutlich unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 (links, fette rote Linie) und Neuschnee zu Weihnachten (rechts). Erläuterungen: „Dargestellt sind farbig alle Ensemble-Mitglieder, das Ensemble-Mittel und das 30-Jahres Mittel… Der GFS-Hauptlauf weist die besten Anfangsbedingungen und die höchste Modellauflösung (seit 01/15 sind es 13 km) auf und läuft in dieser Auflösung bis 240 Std. , danach nur noch in halber Auflösung (27 km)… Jedoch besitzt der Hauptlauf die beste Modellauflösung und dies hat mitunter – bewiesenermaßen – Einfluss auf die Vorhersage-Genauigkeit. Ich habe es selbst bei GFS und EZMWF schon erlebt, dass die Hauptläufe jeweils über Tage hinweg eine Ausreißerposition aufwiesen, bis sich die restlichen Mitglieder schließlich diesen anschlossen… Eine vermeintliche Ausreißerposition ist daher nicht zu unterschätzen!“ Quelle: GFE/ENS-Prognosen Weihnachten 2020

Update 12.12.2020: GFS mit kräftigem Weihnachtstrog über Mitteleuropa. CFSv2 mit kräftiger Kältewelle von Weihnachten bis Neujahr. GFS06 mit Wintersturm und Kaltlufteinbruch kurz vor Weihnachten – Wintervorstoss zu Weihnachten.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFS06-Prognose vom 12.12.2020 rechnet weiter mit einem Wintereinbruch pünktlich zu Weihnachten. Dabei sollen die Temperaturen über Deutschland am 26.12.2020 morgens bis zu -8°C unter das seit 2015 weltweit verbindliche WMO-Klima-Mittel 1981-2010 fallen. Bei Eintreffen dieser Wetterlage ist mit Schneefällen bis in tiefe Lagen zu rechnen. Quelle: GFS-Prognosen Weihnachten Europa
Zum Vergrössern anklicken. GFS06 rechnet am 12.12.2020 mit einem Wintersturm und einem einsetzenden Kaltlufteinbruch mit Schneefällen ab dem 23.12.2020. Zwischen einem umfangreichen blockierenden Hoch von den Azoren bis Grönland und einem Tiefdruckkomplex von der Arktis über Skandinavien bis Irland strömen hochreichende polare Meeresluftmassen aus dem Raum Spitzbergen mit bis zu -40°C in 5500m (500hPa) nach Süden (rechts), die hinter dem über Irland nach Osten ziehenden Randtief auch Mitteleuropa fluten. Beim Durchgang der Kaltfront können vor allem in Ostdeutschland orkanartige Böen bis Windstärke 11 Bft. auftreten (links). Bei Eintreffen dieser Wetterlage dürfte es bis in tiefe Lagen auch in Deutschland verbreitet Schneefall an Weihnachten geben. Quelle: WZ/GFS-Prognosen Wetterlage Europa
Zum Vergrössern anklicken. Mit einer kräftigen Kältewelle auch über Mitteleuropa ab dem 26.12.2020 (links) bis ins Neue Jahr (rechts) rechnet das experimentelle numerische Langfristmodell CFSv2 von der amerikanischen Wetterbehörde NOAA am 12.12.2020. Dabei sollen die Temperaturen in rund 1500m (850hPa) auch über Deutschland bis auf -16°C fallen. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSEN von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 12.12.2020 zeigen ab dem 24.12.2020 (links) einen gut entwickelten Polarwirbel mit Zentrum über der Arktis. Über West- und Mitteleuropa liegt am 24.12.2020 ein kräftiger kalter Trog, der langsam über Mitteleuropa nach Osten wandert (Mitte und rechts). Mit einer west- nordwestlichen Höhenströmung über West- und Mitteleuropa werden polare Meeresluftmassen herangeführt, die zu einer nasskalten winterlichen Witterung führen. Dabei könnten die Niederschläge über Weihnachten allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen. Quelle: GFS mit Ergänzungen

Update 11.12.2020: CFSv2 bleibt bei weissen Weihnachten 2020 in Mitteleuropa. GFS mit kräftigem Weihnachtstrog über Westeuropa – und erneut mit Schnee zu Weihnachten. Übrigens: Die Anzahl der Corona-Toten 2020 ist in Deutschland bisher niedriger als die Anzahl der Grippe-Toten 2018.

Zum Vergrössern anklicken. Nur zum Vergleich: Die Anzahl der Corona-Sterbefälle 2020 in Deutschland (oben, rote Linie) ist bisher geringer als die Anzahl der Grippe-Sterbefälle 2018 (oben, blaue Linie). Quelle: Statistisches Bundesamt
Zum Vergrössern anklicken. Wie schon an einigen Vortagen rechnet GFS06 auch am 11.12.2020 erneut mit Schneefall zu Weihnachten in Deutschland, der allerdings in den tiefen Lagen kaum liegen bleiben dürfte. Quelle: GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSEN von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 11.12.2020 zeigen am ab dem 25.12.2020 (links) einen gut entwickelten Polarwirbel mit Zentrum über der Arktis. Über Westeuropa liegt ein kräftiger kalter Trog, der langsam ostwärts Richtung Mitteleuropa wandert (rechts). Mit einer nordwestlichen Höhenströmung über Westeuropa würden polare Meeresluftmassen herangeführt, was zu einer nasskalten winterlichen Witterung führen würde. Dabei könnten die verbreiteten Niederschläge über Weihnachten allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen. Quelle: GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Das experimentelle numerische Langfristmodell CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA bleibt auch am 10.12.2020 weiter bei der Möglichkeit weisser Weihnachten in Mitteleuropa. Dabei wird an Weihnachten mit einer Nordlage polare Kaltluft mit Temperaturen um 0°C herangeführt (links), in der es zu Niederschlägen kommt (rechts), die verbreitet zunehmend als Schnee fallen. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen Weihnachten 2020

Update 10.12.2020: Eine eisige Nacht besonders in Westdeutschland – am Boden bis unter -9°C. WO-Prognose mit Tmax 11°C im Rheinland am 16.12.2020 wie gemessen am 15.12.1962. CFSv2 rechnet erneut mit einem eisigen und schneereichen Februar 2021 in Mitteleuropa. Fotos: Winterimpressionen aus dem Rheinland. GFS-Prognose: Der eisige Polarwirbel verlagert sich bis Weihnachten nach Europa. Wintertraum Schwäbische Alb – die Loipen sind gespurt – Video.

Zum Vergrössern anklicken. Quelle: WO-Video
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognose vom 10.12.2020 rechnet mit einer Verlagerung des eisigen Polarwirbels nach einer vorübergehenden Dipol-Bildung um die Monatsmitte (links) nach Europa bis Weihnachten 2020. Dabei fällt der Luftdruck in rund 22km Höhe über Europa kräftig ab, wie man an der Südverlagerung der 2336-Isohypse (Linie gleicher Höhe, 23360m) von Mitteleuropa (links) zum Mittelmeer (rechts) deutlich erkennen kann. Dadurch werden zunehmend kältere Meeresluftmassen nach West- und Mitteleuropa gesteuert, was bei Eintreffen dieser frühen Prognose die Chancen auf weisse Weihnachten erhöht. Quelle: GFS-Strat.-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Wiesen und Wege im Park sind nach einer eisigen Nacht zum 10.12.2020 auch noch am Mittag von Reif bedeckt. Quelle: Eigene Fotos
Zum Vergrössern anklicken. Noch gegen Mittag des 10.12.2020 sind die im Schatten gelegenen Teile des Hauses und des Carports mit Reif bedeckt. Quelle: Eigene Fotos
Zum Vergrössern anklicken. Wie schon am 30.11.2020 hat die frostige Nacht zum 10.12.2020 erneut eine dünne Eisdecke auf den Oulusee in Leverkusen (90m ü. NHN) gezaubert, die allerdings nur für einen Entenspaziergang reicht. Quelle: Eigene Fotos
Zum Vergrössern anklicken. CFSv2 rechnet am 9.12.2020 erneut mit einem eisigen und schneereichen Februar 2021 in Mitteleuropa. Dabei sollen die Temperaturen in 1500m (850hPa) über Deutschland zu -8°C unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 liegen (links, blaue Farben), während die Niederschlagsmengen über dem Mittel liegen sollen (rechts, blaue Farben): Bei Eintreffen dieser naturgemäss noch sehr unsicheren experimentellen Prognose gäbe es einen besonders kalten und schneereichen Februar 2021 in Deutschland. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Die WO/GFS-Prognose vom 10.12.2020 für die Tmax von 11°C am 16.12.2020 im Rheinland entsprechen den Tmax von 11°C in meinen persönlichen täglichen Aufzeichnungen vom 15.12.1962 in Langenfeld/Rhld. Es folgte ein Temperatursturz von 21. zum 22.12.2020 mit weissen Weihnachten und Dauerfrost bis Mitte Februar 1963 im Jahrhundertwinter 1962/63 mit verbreitetem Eis auf dem Rhein bei Monheim… Quelle: WO/GFS-Prognosen Tmax Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Eine eisige Winternacht zum 10.12.2020 besonders in Westdeutschland mit Bodenfrost bis unter -9°C und verbreitetem Reif. Quelle: WO-Analyse Tmin Deutschland und WDR-Text S. 189

Update 9.12.2020: GFS rechnet weiter mit Winterwetter und Schnee zu Weihnachten. CFSv2 unterstützt weiter winterliche Weihnachten. ECMWF-Prognose: AO und NAO bleiben bis kurz vor Weihnachten negativ. GEM rechnet mit verbreiteten Schneefällen am Wochenende. GFS erneut mit „Arctic Outbreak“ zu Weihnachten.

Zum Vergrössern anklicken. Wie schon zwei Tage zuvor rechnet GFS12 auch am 9.12.2020 mit einem kräftigen Vorstoss polarer Luftmassen aus Skandinavien nach Mitteleuropa (Arctic Outbreak, links). Dabei sollen die Temperaturen auch über Norddeutschland am 25.12.2020 in rund 1500m (850hPa) bis zu -12°C unter das seit 2015 weltweit verbindliche WMO-Klima-Mittel 1981-2010 fallen und liegen dort bei -10°C (rechts). Bei Eintreffen dieser wiederholten Prognose sind die Chancen auf eisige und weisse Weihnachten 2020 auch in Deutschland deutlich höher als normal. Quelle: GFS-Prognosen Weihnachten Europa mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. GEM rechnet am 9.12.2020 mit verbreiteten Schneefällen in Deutschland am kommenden Wochenende. Ein Tiefdrucksystem nähert sich Mitteleuropa von NW (links), dabei wird am Boden mit östlichen Winden Kaltluft herangeführt, auf die mildere Luftmassen aufgleiten: Dabei kommt es zum Samstag, 12.12.2020 zu verbreiteten Schneefällen vor allem in der Südhälfte Deutschlands, die sich nach Norden ausbreiten (rechts). Quelle: WZ/GEM-Prognosen Schneedecke Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom
6.12.2020 rechnet mit einer negativen NAO bis kurz vor Weihnachten. Die Chancen für Winterwetter bleiben gut. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 7.12.2020
Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 6.12.2020 rechnet mit einer negativen AO bis kurz vor Weihnachten. Die Chancen für Winterwetter bleiben gut. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 7.12.2020
Zum Vergrössern anklicken. Die Prognosen des experimentellen numerischen NOAA-Langfristmodells CFSv2 unterstützen auch am 9.12.2020 weiter verbreitet winterliche Weihnachten in Europa. Der Polarjet (links) in rund 11km Höhe (250hPa) führt mit einer kräftigen nordwestlichen Strömung kalte Meeresluftmassen nach Mitteleuropa, in denen es bei Temperaturen in rund 1500m (850hPa) bis zu -8°C (rechts) über Deutschland bei Temperaturen in Meereshöhe um 0°C bis in tiefe Lagen Schnee geben kann. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen Weihnachten 2020
Zum Vergrössern anklicken. GFS00 rechnet auch am 9.12.2020 – wie in den Vortagen – weiter mit einer Winterwetterlage zu Weihnachten 2020: Zwischem einem umfangreichen Hoch über Osteuropa mit einer Verbindung zum Grönlandhoch und tiefen Druck über dem Nordatlantik und dem Mittelmeer wird mit einer östlichen Strömung in der Nacht zum 24.12.2020 kalte Luft nach Mitteleuropa geführt (links), die mehrere Grad Celsius unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 liegt (Mitte, blaue Farben). Dabei fällt verbreitet Schnee in Deutschland (rechts). Unsicher ist, ob sich über Weihnachten milde Luft von Südwesten durchsetzt und damit das statistisch erwartete Weihnachtstauwetter eintritt oder ein Andauern der Winterwetterlage zumindest in der Nordhälfte Deutschlands mit einer Luftmassengrenze (LMG) andauert. Quelle: GFS-Prognosen Weihnachten Europa

Update 8.12.2020: GFS bleibt bei kräftigem Wintereinbruch an Weihnachten 2020. Rekordschnee in den Südalpen – Orte versinken im Schnee – Fotos. Analyse: Dezember 2020 mit unterkühltem Start vor allem in West- und Osteuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Die Analyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 in Europa zeigt vor allem in West- und Osteuropa sowie in Teilen Mitteleuropas in der ersten Woche einen unterkühlten Start in den Dezember 2020 (blaue Farben). In Westsibirien ist es deutlich kälter als im Mittel. Quelle: Temperaturen Europa
Zum Vergrössern anklicken. Die anhaltenden heftigen Schneefälle haben vor allem in den Südalpen zu Rekordschneemengen geführt: Orte versinken im Schnee. Mit einem neuen Schneetief werden ab heute weitere starke Schneefälle erwartet, die das Schneechaos bis zur höchsten Stufe der Lawinengefahr noch verstärken können. Quelle: WO-Fotos.
Zum Vergrössern anklicken. Wie schon in den letzten beiden Tagen bleibt GFS auch am 8.12.2020 zu einem pünklichen kräftigen Wintereinbruch in Mitteleuropa an Weihnachten 2020: Zwischen einem umfangreichen Hoch über NW-Russland und Skandinavien und tiefem Druck über Westrussland und im Mittelemeeraum strömt eisige russische Kaltluft von Nordosten nach Mitteleuropa (links) Bei Eintreffen dieser extremen Wetterlage werden in 5500m (500hPa) Luftmassen bis zu -40°C und in 1500m (850hPa) bis unter -12°C (rechts) Richtung Mitteleuropa gelenkt, was zu verbreitet frostigen und weissen Weihnachten führen kann. Quelle: GFS-Prognosen Weihnachten Europa

Update 7.12.2020: GFS mit Winterwetterlage Mitteleuropa kurz vor Weihnachten. GFS legt nach: Aktuelle Prognose mit weissen Weihnachten in Mitteleuropa. Nach Rekordschnee in den Alpen: Neues Schneetief sorgt für Schneekatastrophe. CFSv2 erneut mit eisigen Weihnachten 2020 in Mitteleuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Wie schon am 24.10.2020(!) rechnet das amerikanische experimentelle numerische Langfristmodell CFSv2 von NOAA auch am 7.12.2020 erneut mit eisigen Weihnachten in grossen Teilen Europas. Die Temperaturen im rund 1500 (850hPa) sollen bis auf -12°C fallen, was die Aussichten auf weisse Weihnachten bis in tiefe Lagen unterstützt. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen Weihnachten 2020
Zum Vergrössern anklicken. Quelle: WO-Bericht über Schneekatastrophe
Zum Vergrössern anklicken. Wie bereits gestern rechnet GFS auch am 7.12.2020 mit weissen Weihnachten 2020 in grossen Teilen Europas: Zwischen einem blockierenden Hoch südlich von Island und tiefen Druck über Südeuropa strömt am 23.12.2020 russische Kaltluft von Nordosten nach Mitteleuropa (links). Dabei werden verbreitet an einer Luftmassengrenze (LMG) auch über Deutschland Schneefälle ausgelöst (rechts). Bei Eintreffen dieser Wetterlage dürfte es auch in Mitteleuropa verbreitet weisse Weihnachten geben. Quelle: GFS-Prognosen Wetterlage Europa
Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet am 6.12.2020 mit einer ausgeprägten Winterwetterlage kurz vor Weihnachten über Europa: Ein blockierendes Hoch über dem Nordatlantik und Grönland sowie ein umfangreiches kräftiges Tief über Westrussland lassen polare Kaltluft über Europa strömen (links). Von Sibirien über Mitteleuropa bis Frankreich liegt eine geschlossene Schneedecke (rechts) – weisse Weihnachten auch in Deutschland sind möglich. Quelle: GFS-Prognosen Europa

Update 6.12.2020: Südalpen versinken im Schnee – Lawine trift Ort in Osttirol. ECMWF und GEM weiter einig: Morgen früh weisse Überraschung im Westen – GFS und DWD sehen das nicht. GEM unverdrossen mit verbreitetem Schnee in Europa bis zum 11.12.2020. KNMI: Schneetief „XUNAV“ am 7.12.2020 über Westdeutschland. DWD springt auf GEM-Schneezug auf. Realität 2020 gegen Klimawahn Latif-2000.

Zum Vergrössern anklicken. Die Realität im Dezember 2020 (links) gegen Klimawahn Latif-2000 (rechts). Das gab es auch schon Anfang letzten Jahres…Quelle: WO-Video Schneemassen Südalpen
Zum Vergrössern anklicken. Mit der aktuellen Prognose vom 6.12.2020 folgt der DWD dem kanadischen Modell GEM mit seiner Schneeprognose für den 11.12.2020 für Deutschland. Quelle: DWD-Prognose Schnee Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die Frontenprognose des holländischenes Wetterdienstes KNMI rechnet am 6.12.2020 damit, dass das Schneetief „Xunav“ am 7.12.2020 von Norditalien kommend über Westdeutschland liegt und weiter nach NW zieht. Dabei fallen verbreitet Niederschläge, die nur in tiefen Lagen zeitweise als Regen oder Schneeregen, sonst aber meist als Schnee fallen. Mit verbreiteter Strassenglätte vor allem in etwas höheren Lagen ist zu rechnen. Quelle: WO/KNMI-Frontenprognose
Zum Vergrössern anklicken. Bis auf eine Lücke über Polen bleibt GEM auch am 6.12.2020 bei einer Schneedecke von Sibirien bis Frankeich um den 11.12.2020. Quelle: GEM-Prognosen Schneedecke Europa
Zum Vergrössern anklicken. Im Gegensatz zu ECMWF und GEM rechnen die beiden Modelle von GFS (links) und DWD/ICON (rechts) auch am 6.12.2020 nicht mit einer weissen Überraschung am 7.12.2020 im Westen: Wenn morgen früh das Licht angeht, steht fest, welches Modell richtig steht… 🙂 Quelle: Kachelmann GFD/DWD-Prognosen Schnee
Zum Vergrössern anklicken. Auch am 6.12.2020 sind sich die Modelle von ECMWF (links) und GEM (rechts) weiter einig, dass es neben dem Süden auch im Westen Deutschlands um Nikolaus eine weisse Überraschung am 7.12.2020 bis in die tiefen Lagen des Rheinlandes um Köln gibt: Ein Verkehrschaos im Berufsverkehr ist vorprogrammiert. Hinweis: GFS und DWD sehen das nicht… Quelle: Kachelmannwetter ECMWF-GEM-Prognosen Schnee

Update 5.12.2020: Nachts im Westen Schnee und Regen. Südalpen: Der grosse Schneefall hat begonnen – Videos.

Update 4.12.2020: Bergfex-Prognose: Am Wochenende Schneechaos im Alpenraum – Ortschaften von bis zu vier Meter hohen Schneemassen eingeschlossen. Der Sat-Film zeigt den Ausbruch arktischer Luftmassen über Irland nach Nordspanien. Modell-Analyse mit mächtigem Winter-Trog von Grönland über Westeuropa bis Nordafrika- ECMWF mit überraschend viel Schnee in Westdeutschand am Montag.

Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 4.12.2020 rechnet ähnlich wie die GEM-Prognose neben dem Süden mit überraschend viel Schnee in Westdeutschland zum 7.12.2020. Quelle: Kachelmann-ECMWF-Prognosen Schneedecke Deutschland
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-ANALYSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 3./4.12.2020 zeigt bei beiden Modellen den erwarteten gut entwickelten und mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen Zentrum bei beiden Modellen über Nordsibirien liegt. Ein kräftiger Trog reicht von Grönland über Island und Westeuropa bis nach Nordafrika. Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die frühwinterliche Witterung mit Schneefällen bis in tiefere Lagen bis zum Nikolaustag auch in Mitteleuropa fort. Eine scharfe Umkehr der Höhenströmung von NW auf SSW über Norditalien zeigt die erwartete niederschlagsintensive (schneereiche) Vb(fünfb)-ähnliche Wetterlage an, in der Mittelmeertiefs über Österreich nach Polen geführt werden. In den Alpen wird am Wochenende Schneechaos mit bis zu vier Meter Schnee erwartet. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Das Sat-Foto zeigt im Wasserdampfbild das Schneesturmtief „WENKE“ am 4.12.2020 mit Kern über dem Ostausgang des Ärmelkanals. Auf der Rückseite fliest im breitem Strom Meereskaltluft aus dem Raum Island über Irland nach Spanien, was an der flockigen Struktur der mächtigen Schauerwolken mit hohem Wasserdampfgehalt zu erkennen ist. Im Film ist die volle Wucht des Ausbruchs zu sehen. Quelle: WZ-Sat-Film Europa mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Die Bergfex-Prognose vom 4.12.2020 rechnet mit extremen Schneemengen über das Wochenende bis zum Morgen des 7.12.2020: Zum 2. Advent werden einige Ortschaften in den Alpen von bis zu vier Meter hohen Schneemassen von der Aussenwelt abgeschnitten werden. Auch Süddeutschland liegt bis auf die tiefsten Lagen am Rhein und den Osten Bayerns unter einer geschlossenen Schneedecke. Quelle: Bergfex Alpenschnee-Prognosen

Update 3.12.2020: Ab morgen Schneesturm im Alpenraum – bis zu vier Meter Schnee möglich – Strassensperrungen wegen Schneeverwehungen zu erwarten. DWD: Schneesturmtief „WENKE“ kommt mit Macht. Viel Schnee im Süden – Video. GEM bleibt bei Schneedecke von Sibirien bis Spanien im Dezember 2020.

Zum Vergrössern anklicken. Wie schon seit einigen Tagen bleibt die GEM-Prognose auch am 3.12.2020 weiter bei einer Winterwetterlage (links) mit einer durchgehenden Schneebedeckung von Sibirien über Mitteleuropa bis Spanien im Dezember 2020 (rechts). Quelle: WZ/GEM-Prognosen Schneedecke Europa
Zum Vergrössern anklicken. Wie erwartet verbreitet Schnee vor allem in der Südhälfte Deutschlands zum Winteranfang. Quelle: WO-Video
Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Frontenprognose vom 3.12.2020 sieht das von Norden unter starker Vertiefung heranzihende Schneesturmtief „WENKE“ am Mittag des 4.12.2020 mit seinem Zentrum über dem Ostausgang des Ärmelkanals. An seiner wellenden Kaltfront mit einem Randtief über dem nördlichen Mittelmeer entstehen verbreitet kräftige und anhaltende Vb-ähnliche Niederschläge, die gebiets- und zeitweise bis in tiefe Lagen als Schnee fallen. Dabei treten vor allem in höheren Lagen auch in den deutschen Mittelgebirgen stürmische Böen auf, so dass dort wie auch im Alpenraum zeitweise Blizzardbedingungen herrschen können. Im Alpenraum ist bei bis zu vier Metern Neuschnee mit starken Schneeverwehungen und grossräumigen Strassensperren zu rechnen. Quelle: WO/DWD-Frontenprognose Europa

Update 2.12.2020: CFSv2 rechnet den Dezember 2020 in Europa nun deutlich kälter. GEM bleibt bei verbreitetem Nikolausschnee – und rechnet bis zum 12.12. mit weiterer Ausbreitung der Schneedecke. GFS mit mächtigem Wintervorstoss eine Woche vor Weihnachten – weisse Weihnachten wie 2010?

Zum Vergrössern anklicken. Der Vergleich der Wetterlage am 17.12.2010 in Europa (links) mit der GFS-Prognose vom 2.12.2020 für den 18.12.2020 (rechts) zeigt recht gute Übereinstimmung mit einer kräftigen Winterwetterlage: GFS rechnet am 2.12.2020 mit einem mächtigen Wintervorstoss um den 18.12.2020. Zwischen einem umfangreichen Grönlandhoch und einem ebenso umfangreichen Tiefdrucksystem über Skandinavien und im Seegebiet nordöstlich der Azoren strömen hochreichende polare Meeresluftmassen in breitem Strom über das Nordmeer und Skandnavien nach Süden Richtung West- und Mitteleuropa. Dabei gehen die verbreiteten und teils starken Niederschläge von Regen in Schnee über. Bei Eintreffen dieser extremen Winterwetterlage könnten gute Voraussetzungen für weisse Weihnachten bis ins Tiefland auch in Mitteleuropa geschaffen werden. Weihnachten 2010 gab es nach einem schneereichen Dezember weisse Weihnachten in ganz Deutschland. Quellen: WZ-Archiv GFS und WZ/GFS-Prognosen Wetterlage Europa
Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet am 2.12.2020 mit einem mächtigen Wintervorstoss aus der Arktis Richtung Europa: Zwischen einem umfangreichen Grönlandhoch und einem ebenso umfangreichen Tiefdrucksystem über Skandinavien und im Seegebiet nordöstlich der Azoren strömen hochreichende polare Meeresluftmassen in breitem Strom über das Nordmeer und Skandinavien nach Süden Richtung West- und Mitteleuropa. Dabei gehen die verbreiteten und teils starken Niederschläge von Regen in Schnee über. Bei Eintreffen dieser extremen Winterwetterlage könnten gute Voraussetzungen für weisse Weihnachten bis ins Tiefland auch in Mitteleuropa geschaffen werden. Quelle: WZ/GFS-Prognosen Wetterlage Europa mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. GEM rechnet am 2.12.2020 mit einer weiteren Ausbreitung der Schneedecke in Deutschland über den 6.12. hinaus bis zum 12.12.2020: Der Winter bleibt. Quelle: Kachelmannwetter GEM-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Während andere Modelle etwas zurückgerudert sind, bleibt das kanadische Wettermodell GEM auch am 2.12.2020 bei einer verbreiteten Schneedecke in Deutschland zum 2. Advent am 6.12.2020: Der Nikolaus kommt mit dem Schlitten. Quelle: Kachelmannwetter GEM-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Die experimentellen Langfristprognosen von NOAA/CFSv2 rechnen den Dezember 2020 in Europa Anfang Dezember 2020 deutlich kälter (rechts) als Ende November 2020 (links). Für West-, Mittel- und Osteuropa sind die erwarteten Abweichungen der 2m-Temperaturen bis zu 2°C kälter als zuvor (blaue Ovale) und liegen in Deutschland nur noch im Durchschnitt (weisse Farben). Quelle: CFSv2-Prognosen TA2m Europa

Update 1.12.2020: Winteranfang mit verbreiteter Strassenglätte und vielen Unfällen vor allem in Süddeutschland – Fotostrecke. ECMWF und GEM weiter mit verbreitetem Schnee am Nikolaustag. GFS-Prognosen: AO und NAO bis Mitte Dezember 2020 negativ – Der Winter bleibt. Joe Bastardi mit Vergleichsjahren: Kalter Winter mit normalen Niederschlagsmengen in Mitteleuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt die Temperaturabweichungen (links) und die Abweichungen von den Niederschlagsraten (rechts) in Europa in den sechs Vergleichswintern zu 2020/21, die der amerikanische Senior-Meteorologe Joe Bastardi in seiner „The Saturday Summary“ am 28.11.2020 mit verschiedenen globalen Parametern für die USA dargestellt hat. Die Mitteltemperaturen der Analog-Winter lagen in Mitteleuropa deutlich unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010, während die Niederschlagsraten leicht unter dem WMO-Mittel lagen: Im Ergebnis ein recht kalter Winter mit nahezu durchschnittlichen Niederschlägen, was auf eine längere Schneebedeckung hindeutet. Bei Betrachtung der einzelnen Monate (hier nicht dargestellt) fällt auf, dass der Winter von Dezember bis Februar stets kälter wird, wie ich es für die Wintermonate nach einer starken Hurrikansaison dargestellt habe. Hinweis: Das NOAA-System erfordert die Eingabe des Jahres des jeweils letzten Monats einer Jahreszeit, für den Winter also die Jahreszahl des Monats Februar. Quelle: NOAA-Reanalyse Analog-Winter
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognose vom 28.11.2020 rechnet mit einer negativen NAO bis Mitte Dezember 2020: Der Winter bleibt. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 28.11.2020
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognose vom 28.11.2020 rechnet mit einer negativen AO bis Mitte Dezember: Der Winter bleibt. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 28.11.2020
Zum Vergrössern anklicken. Auch am 1.12.2020 bleiben ECMWF (links) und GEM (rechts) bei verbreiteter Schneedecke auch in Deutschland am 6.12.2020, in Süddeutschland bis zu einem halben Meter: Hier kann der Nikolaus mit dem Schlitten kommen. Quellen: Kachelmannwetter ECMWF-Schneeprognosen und WZ/GEM-Prognosen Schneedecke Deutschland

Nach einem insgesamt milden, trockenen und sonnenscheinreichen November 2020 mit einem eisigen Finale in Deutschland sieht es weiter nach einem kalten Winter in Mitteleuropa aus.

Die statistischen Betrachtungen zu den eher durchschnittlichen Wintern mit La Niña-Bedingungen…

Zum Vergrößern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt die Abweichungen der Temperaturen (links) und der Niederschlagsrate (rechts) vom seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Mittel 1981-2010 in den sechs La-Niña-Jahren im Winter in Europa. Grosse Teile Europas sind durchschnittlich temperiert und die Niederschläge sind unterschiedlich verteilt, in Deutschland ist es insgesamt etwas trockener als im WMO-Mittel. Hinweis: Das NOAA-System erfordert die Eingabe des Jahres des letzten Monats der Jahreszeit, im Winter also des Februars, für den Winter 2016/17 deshalb die Jahreszahl 2017. Quelle: NOAA-Reanalyse Europa

…und den eher eisigen Wintern um das oder nach dem Sonnenminimum…

„Knackiger Winter 2020/21 in Europa nach Sonnenminimum im Dezember 2019? DWD-Daten zeigen auffällige Häufung kalter Winter um die Sonnenminima seit 1954.

Zum Vergrößern anklicken. Die DWD-Zeitreihen zeigen eine auffälligen Häufung kalter Winter in Deutschland um die Sonnenminima seit 1954. Das lässt nach dem aktuellen Sonnenminimum im Dezember 2019 statistisch einen knackigen Winter 2020/21 – nicht nur – in Deutschland erwarten. Quelle: DWD Zeitreihen mit Ergänzungen

Da könnte es dann auch so aussehen, denn die NOAA-Reanalyse zeigt die hohe statistische Wahrscheinlichkeit für kalte Winter in Europa bei den schwächsten Sonnenzyklen nach 1948.

Zum Vergrößern anklicken. Die Winter in Europa nach 1948 mit der bisher schwächsten Sonnenaktivität waren allesamt deutlich kälter als das seit 2015 weltweit verbindliche WMO-Klimamittel 1981-2010. Die Sonnenaktivität im Jahr 2019 ist im Dezember im Minimum auf Rang 1 der schwächsten Zyklen. Hinweis: Das NOAA-System verlangt die Eingabe des Jahres mit dem letzten Wintermonat, also des Februars wie z.B. für den Winter 1954/55 das Jahr 1955. Quelle: NOAA Reanalyse und Langfristwetter

…sowie den knackigen Wintern nach einer starken Hurrikan-Saison im Nordatlantik wie 2020…

Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt in der Vergrösserung von Langfristwetter in den einzelnen Wintermonaten nach einer starken Hurrikansaison im Nordatlantik wie 2020 zunehmend kalte Wintermonate in Europa: Der Dezember mit einer Abweichung von -1°C zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010, der Januar -2°C und der Februar -3°C Abweichung in Deutschland. Quelle: NOAA-Reanalyse Winter

…werden erweitert: Danach können auch die Winter nach in grossen Teilen milden Novembermonaten in Europa rekordverdächtig eisig sein wie der Jahrhundertwinter 1962/63.

Der Winter 1962/63 war mit einer DWD-Mitteltemperatur von -5,5°C in Deutschland um 6,4K (°C) kälter als das WMO-Mittel von 0,9°C.

In der NOAA Reanalyse sehen der verbreitet milde November 1962 und der folgende Eis-Winter 1962/63 in Europa so aus.

Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt die Abweichungen der 2m-Temperaturen vom seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010. im Nomber 1962 (links) und im folgenden Eiswinter 1962/63 (rechts): Auf einen in grossen Teilen milden November 1962 in Europa folgte der Jahrhundertwinter mit Abweichungen bis zu -8°C vom WMO-Mittel in Deutschland. Quelle: NOAA-Reanalyse Winter 1962/63 Europa

Mit dem von den meisten Modellen früh und richtig erkannten pünktlichen Wintereinbruch zum Winteranfang gab es eine rekordverdächtig eisige November-Nacht – nicht nur – in Deutschland,…

Zum Vergrössern anklicken. Mit bis zu -14°C Bodenfrost in NRW und verbreitet weiteren zweistelligen strengen Bodenfrösten gab es am 30.11.2020 die kälteste Nacht seit 20 Monaten in Deutschland. Quellen: WO-Analyse Tmin Deutschland und WDR-Text S. 189

…in der es es ungewöhnlich frühes und seltenes Novembereis auf einem See im milden Rheinland gab.

Zum Vergrössern anklicken. Seltenes Novembereis auf dem OULU-See in Leverkusen (90m ü. NHN). Der nördliche Teil des Sees ist am Mittag des 30.11.2020 nach einer ungewöhnlich eisigen und rekordverdächtig kalten Novembernacht mit Tmin um -6°C und am Boden bis zu -10°C komplett mit dünnem Eis bedeckt. Qulles: Eigene Fotos

Am Abend und in der Nacht kommen von Nordwesten Niederschläge auf, die auf ihrem Weg nach Südosten zunehmend von Regen in Glatteisregen und Schneefall übergehen.

Der DWD rechnet zu Nikolaus mit einem Schneetief über Deutschland, das vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands für eine Schneedecke sorgt.

Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Prognose vom 30.11.2020 rechnet weiter mit einem Schneetief an Nikolaus über Deutschland (links). Dabei bildet sich vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands eine Schneedecke, die dem Nikolaus eine Schlittenfahrt ermöglicht. Quelle: DWD-Prognosen

Die beiden Stratosphärenmodelle von ECMWF und GFS sehen in der ersten Dezemberdekade 2020 eine Fortsetzung der frühwinterlichen Trog-Wetterlagen über Mittel- und Südeuropa.

Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 29./30.11.2020 zeigt am 9.12.2020 bei beiden Modellen erneut einen gut entwickelten und mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen Zentrum vor allem bei GFS über Nordsibirien liegt. Ein kräftiger Trog reicht bei GFS vom Nordmeer über die Nordsee nach West- und Mitteleuropa: Mit einer nordwestlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die frühwinterliche Witterung mit Schneefällen bis in tiefere Lagen über den Nikolaustag fort. Eine scharfe Umkehr der Höhenströmung von NW auf SSW über Norditalien deutet bei GFS erneut eine mögliche niederschlagsintensive (schneereiche) Vb(fünfb)-Wetterlage an, in der Mittelmeertiefs über Österreich nach Polen geführt werden. ECMWF sieht ebenfalls eine mächtige kalte Troglage, allerdings mit Schwerpunkten westlich von Portugal und über SO-Europa. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Der Blick auf die GFS-Prognosen bis Mitte Dezember 2020 zeigt wenig Änderung der winterlichen Witterung.

Wie schon die GFS-Prognosen vom 28.11.2020 zeigen auch die Prognosen vom 30.1.2020 bis Mitte Dezember weiter Winter von oben (links) bis unten (Mitte und rechts): In der unteren Stratosphäre (links) in rund 16km Höhe (100hPa) ist ein kräftiger Polarwirbel mit drei weit nach Süden ausgreifenden Trögen zu sehen. Ein breiter Höhenrücken (Hochdruck) liegt über dem östlichen Nordatlantik, ein umgangreicher Trog liegt über grossen Teilen Mittel- und Südwesteuropas bis zu den Kanaren (links) Eine grossräumige winterliche Ostlage mit Hoch über Skandinavien und tiefem Druck über Mittel- und SW-Europa (Mitte) mit verbreiteten Schneefällen (rechts). Quellen: GFS-Strat.-Prognosen und WZ/GFS-Prognosen mit Ergänzungen

Dann schauen wir mal, ob sich im Grand Sonnenminimum 2019/20/21 ein Eiswinter wie 1962/63, 2005/06 oder 2010/11 wiederholt…

Letzte Meldung: CFSv2 mit knackig kalten und weissen Weihnachten 2020 in Mitteleuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Wie schon einige Wochen zuvor rechnet das amerikanische experimentelle numerische Langfristmodell CFSv2 von NOAA am 30.11.2020 mit knackig kalten und weissen Weihnachten 2020 in Mitteleuropa. Quelle: Meteociel CFSv2-Prognosen Weihnachten 2020

Allen eine besinnliche und gesunde Adventszeit 2020!

Herzlich euer

Schneefan2015

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47 Gedanken zu “Milder November – kalter Winter?

  1. Von dem Winterwetter das du Schneefan uns seit Dezember beschreiben tust ist im Norddeutschen Flachland nie was angekommen. Bis heute kein Schnee gesehen hier im Mittleren Niedersachen. Und Kälte 100% Fehlanzeige. Das ist Fakt. Polarwirbel-Wintertief „Hermine“ bleibt bis Silvester über Europa. Das Tief ist zwar da bringt aber nur Winter in den Bergen. Es fehlt einfach die Kälte.+3 oder +4 im Flachland reicht nicht für Winterwetter. Das ist einfach nur Nass-Kalt .Kanadischer Polarwirbel verlagert sich im Neuen Jahr über Grönland nach Europa und setzt Winterwetter fort. Jetzt soll also wieder aufgeschoben im Jahr 2021 Winterwetter folgen.

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    1. Hallo, Hans,

      „Von dem Winterwetter das du Schneefan uns seit Dezember beschreiben tust ist im Norddeutschen Flachland nie was angekommen…“

      Für mich sieht das nach Winterwetter aus… 🙂

      Zum Vergrössern anklicken. Wie erwartet gab es durch Ex-Blizzard „GRETA“ einen Wintereinbruch pünktlich zu Weihnachten und eine verbreitet frostige Weihnachtsnacht zum 26.12.2020 – nicht nur – in Deutschland, nachdem es auch schon in der ersten Weihnachtsnacht erste regionale Fröste vor allem in Nord- und Westdeutschland gab. Quelle: WO-Analyse Tmin Deutschland

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  2. Man liest momentan ja auch, dass ein Major Warming und sogar ein damit verbundener Polarwirbel Split/Displacement entstehen könnte. Nun meine Frage: an welcher Stelle würde ein Polarwirbelsplit bzw. Major warming für tiefstes Winterwetter in Deutschland/Österreich sorgen? Könnte durch ein Displacement an der falschen Stelle ja auch mild werden.

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    1. @ Andreas Oberecker

      Die mögliche kalte Variante des Polarwirbelsplits von GFS hatte ich hier am 26.12.2020 vorgestellt.

      Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-Prognose von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 26.12.2020 zeigt am 11.1.2021 einen zweigeteilten Polarwirbel (Polarwirbelsplit). Dadurch entstehen sowohl am grösseren Teilwirbel über Sibirien als auch am kleineren Teilwirbel über Ostkanada zwei voneinander unabhängige Wirbelströme, die durch eine Hochdruckbrücke getrennt sind. Der europäische Trog führt an seiner Westseite hochreichende Polarluftmassen direkt aus der Arktis über das Nordmeer nach West- und Mitteleuropa, was an einer möglichen Luftmassengrenze (LMG) zu ausgeprägten winterlichen Verhältnissen mit reichlich Schnee führen sollte. Ähnliches ist über Nordamerika zu erwarten. Quelle: GFS mit Ergänzungen

      In den aktuellen Stratosphären-Temperaturen über der Arktis ist bisher nur ein andauerndes „Minor Warming“ (über Sibirien) zu erkennen. Allerdings rechnen die ECMWF-Prognosen mit einem möglichen „Major Warming“ zu Jahresbeginn 2021 in der oberen und mittleren Stratosphäre, allerdings müssten die Temperaturen um mehr als die bisher berechneten rund +38°C steigen, nämlich um mehr als +50°C…

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  3. Da hatte ich mit meiner Vermutung zu Frankreich leider richtig gelegen. Dass Franzosen in einer Kälteqwelle auf das Heizen und (was ich in meiner Prognose noch gar nicht bedacht hatte) auf das Aufladen ihrer E-Autos verzichten würden, wäre auch etwas zuviel verlangt.

    Bleiben wir also guter Dinge, dass den Tschechen und den Polen nicht die Braunkohle einfriert (in der DDR durften in solchen Fällen Soldaten und Strafgefangene die Kohle aus den Waggons meißeln), damit sie uns auch künftig den Hintern retten können.

    Wohl dem, der Kachelmann einen Kachelmann sein lässt – und sich einen Kaminofen installiert hat.

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