Polarwirbel mit Winterorkan „Hermine“ über Europa – Schneesturm in den westlichen Mittelgebirgen

Update 8.1.2021: ECMWF: Aktuelle ENSO-Prognosen deuten Verlängerung von La Niña an – Kräftige Fehlprognosen im letzten Jahr.

Zum Vergrössern anklicken. Nach kräftigen zu warmen Fehlprognosen im letzten Jahr (links) zeigen die ECMWF-ENSO-Prognosen vom 1.1.2021 (rechts) zunächst eine Fortsetzung der La Niña-Bedingungen im äuqatorialen Pazifik im massgeblichen Nino-Gebiet 3.4 mit SSTA von -0,5K und kälter. Die Abweichungen sollen zwar im NH-Frühjahr 2021 in den neutralen Bereich gelangen, allerdings gibt es selbst bei den „Warmrechnern“ von ECMWF bereits im Juni/Juli 2021 einen leichten „Knick“ nach unten… Quelle: ECMWF ENSO-Prognosen

Update 2.1.2021: Übrigens: Der SOI zeigt im Dezember 2020 ein Neunjahreshoch – La Niña bleibt und kühlt die Erde – Absturz der globalen UAH-Temperaturen im Dezember 2020.

Zum Vergrössern anklicken. Die globalen Satellitentemperaturen von UAH (TLT, Schwerpunkt um 1500m) sind im Dezember 2020 wegen La Niña wie erwartet von 0,53 K (°C) im November 2020 (0,56 K im Dezember 2019) auf 0,27 K Abweichung vom seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 regelrecht abgestürzt. Dies gilt auch für die globalen 2m-Temperaturen. Ab 1.1.2021 gilt das neue (mildere) WMO-Klimamittel 1991-2020: Das wird ein kaltes Jahr 2021 mit deutlich mehr negativen Monats-Abweichungen global, in Europa und auch in Deutschland… 🙂 Quelle: Dr. Roy Spencer mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Die BOM-Grafik zeigt die monatlichen SOI-Werte der letzten 10 Jahre bis zum Dezember 2020. Mit +16,9 hat der SOI den höchsten Monatswert der letzten neun Jahre erreicht: La Niña bleibt und kühlt die Erde im Jahr 2021 weiter ab. Der SOI ist ein ca. zweimonatiger Vorlaufwert zu den folgenden ENSO-Bedingungen (La Niña/blau, neutral/weiss oder El Niño/rosa). Quelle: BOM SOI-Monatswerte

Update 1.1.2021: DWD: Seit 2014 gibt es keine signifikante Erwärmung mehr in Deutschland: „Das Jahr 2020 ist in Deutschland mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,4 Grad Celsius (°C) das zweitwärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Geringfügig wärmer war nur das Jahr 2018 mit 10,5 °C gewesen. Auf den folgenden Plätzen liegen mit knappem Abstand 2019 und 2014 mit jeweils 10,3 °C…“

Update 31.12.2020: GFS mit ungewöhnlichen Polarwirbelprognosen über Europa. Schnee zum Jahresausklang – Fotos.

Zum Vergrössern anklicken. Quelle: WO-Fotos mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognosen vom 31.12.2020 zeigen für den 5. und 16.1.2021 durch die Temperaturverteilung eine sehr ungewöhnliche Position des eisigen arktischen Polarwirbels in rund 31km Höhe (10hPa, obere Stratsosphäre): Am 5.1.2021 liegt die Masse des Polarwirbels mit etwa -70°C über Europa, am 16.1.2020 ist der Polarwirbel geteilt (Polarwirbelsplit), ein Teilwirbel liegt über Europa, der andere über Nordamerika. Derartig extreme Positionen des Polarwirbels ziehen extreme Wetterverhältnisse nach sich: Bei Eintreffen dieser Prognosen ist extremes Winterwetter zu erwarten. Quelle: GFS-Prognosen T10hPa NH

Update 30.12.2020: Modelle einig über reichlich Schnee im Januar 2021 in Deutschland. GFS weiter mit Polarwirbel-Winterhammer in Europa.

Zum Vergrössern anklicken. Wie schon in den Vortagen rechnet GFS in 100 hPa (rund 16km Höhe) auch am 30.12.2020 mit einem Polarwirbel-Winterhammer über Europa im Januar 2021. Der stark gestörte Polarwirbel hat am 4.1.2021 (links) zwei Teilwirbel über Nordkanada und Sibirien (Dipol) und einen kräftigen kalten Trog über Mitteleuropa. Der Trog über Europa schwächt sich am 9.1.2020 (Mitte) etwas ab, stattdessen entsteht über Sibirien ein zweiter Teilwirbel, während der kanadische Teilwirbel zum Trog abschwächt. Am 15.1.2021 (rechts) soll der polare Hauptwirbel über Nordeuropa liegen, zwei weitere Teilwirbel liegen über Sibirien und Ostkanada (Tripol), wobei sich über Nordkanada hoher Druck befindet. Dadurch kommt es zur Teilung (Polarwirblsplit) des Polarwirbels in eine eurasische und eine nordamerikanische Strömung. Der eurasische Wirbelkomplex führt arktische Luftmassen von Sibirien über die Arktis nach Europa: Ein Winterhammer vom Feinsten! Diese extreme Entwicklung könnte die Folge einer auch von ECMWF berechneten kräftigen Stratosphärenerwärmung Anfang Januar 2021 über der Arktis sein.Quelle: GFS-Strat.-Prognosen 100hPa
Zum Vergrössern anklicken. Die Wettermodelle von ECMWF, GEM und GFS (von links nach rechts) sind sich am 30.12.2020 einig über reichlich Schnee in Deutschland bis zum 9. (ECMWF und GEM) bzw. bis zum 15. Januar 2021 (GFS). Ursache ist der andauernde Besuch des Polarwirbels über Europa. Quelle: Kachelmannwetter ECMWF/GEM/GFS-Prognosen Schneehöhen Deutschland

Update 29.12.2020: Erster Schnee im Norden – Schneefall auch in Hamburg. Rekordkälte bis -50°C in Sibirien – viele Menschen mit Erfrierungen behandelt. Deutschland: Hohes Schneefallrisiko im Neuen Jahr. DWD-Prognose: Neues Schneetief „Julia“ zieht von Grönland nach Europa. GFS mit eisigem „Hermine“-Trog zum Jahreswechsel über Mitteleuropa.

Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet am 29.12.2020 weiter mit einem eisigen Trog des Polarwirbels und seinem steuernden Zentraltief „Hermine“ über grossen Teilen Europas zum Jahreswechsel. Das Randtief „Julia“ über Westfrankeich bringt erneut frische Meereskaltluft mit Schneefällen bis in tiefe Lagen auch nach Mitteleuropa. Quelle: Ventusky-Strömungsfilm Europa mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Fronten-Analyse vom 29.12.2020 sieht das steuernde Polarwirbel-Tief „Hermine“ mit seinem Zentrum über BeNeLux (links), das Randtief „Julia“ bei Grönland soll bis morgen Mittag zu den Britischen Inseln ziehen und in der Folge auch über Mitteleuropa für weitere Schnee- und Regenfälle sorgen (rechts), vor alle auch an Silvester (s. folgende Grafik). Quelle: DWD-Frontenanalyse/-Prognose Europa
Zum Vergrössern anklicken. Die WO/GFS-Prognose vom 29.12.2020 sieht das neue Schneetief „Julia“ als Randtief von Polarwirbel-Zentraltief „Hermine“ von Grönland nach Westeuropa gesteuert zu Silvester über BeNeLux mit gebietsweisen Schneefällen in Deutschland. Quelle: WO/GFS-Prognosen Schneefall Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Die WO/GFS-Prognosen vom 29.12.2020 rechnen mit einem hohen Schneefallrisiko in Deutschland am 3. und 4.1.2021: Das Polarwirbel-Tief „Hermine“ kreist mit seinen Randtiefs weiter über West- und Mitteleuropa. Quelle: WO/GFS-Prognosen Schneefallrisiko Deutschland

Update 28.12.2020: Schneechaos in den Höhenlagen im Westen – Fotos. Schneesturm in den Mittelgebirgen – Fotos und Videos. So ziehen Schnee und Regen heute – Video. „Hermine“ kommt heute abend mit weiteren Schneefällen nach Deutschland. Modelle mit reichlich Schnee im Neuen Jahr. „Hermine“ auf dem Schneeradar mit Zentrum über Frankreich.

Zum Vergrössern anklicken. Das Niederschlagsradar zeigt Winterorkan „Hermine“ am 2.12.2020, 14.30 Uhr mit Zentrum über Frankreich. Die Niederschlagsechos zeigen Regen (grau/blau) und Schnee (lila, hellblau) auch über Deutschland an. „Hermine“ zieht weiter nach NO und liegt heute Abend über BeNeLux und Deutschland. Quelle: Schneeradar Europa
Zum Vergrössern anklicken. ECMWF (links) und GEM (rechts) rechnen auch am 28.12.2020 weiter mit verbreiteter Schneebedeckung im Neuen Jahr – nicht nur – in Deutschand. Quelle:
Zum Vergrössern anklicken. GFS erwartet das Zentrum von Winterorkan „Hermine“ heute abend, 28.12.2020 mit seinem Zentrum über BeNeLux und Deutschland mit Schneefällen bis in tiefe Lagen. Sturm ist im Tief-Zentrum nicht zu erwarten. Quelle: WO/GFS-Schneefallprognosen Deutschland

Der arktische Polarwirbel rauscht heute mit Winterorkan „Hermine“ über Europa und bringt einen ausgewachsenen Schneesturm in die Mittelgebirge Westdeutschlands. Die Schneefallgrenze soll in der Folge teils unter 300m sinken. Update 27.12.2020, 18.30 Uhr: Luftdruck im Raum Köln bei 980 hPa, Tendenz fallend.

Zum Vergrössern anklicken. Winterorkan „Hermine“ zeigt sich am 27.12.2020 gegen 18.30 Uhr mit einem extrem niedrigen Luftdruck von 980hPa im Raum Köln sowohl in der WO-Analyse (links) als auch auf meinem eigenen Barometer im Wohnzimmer (rechts). Die Tendenz ist fallend. Quelle: WO-Analyse und Eigenes Foto
Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Frontenprognose vom 25.12.2020 rechnet den Winterorkan „Hermine“ auf seinem Weg von Grönland über Island am 26.12.2020 (links), GFS (rechts) sieht das Zentrum bereits am 29.12.2020 über Holland: Der Winterhammer kommt mit Schneesturm oberhalb etwa 300m über NHN und auch Schnee bis in tiefere Lagen. Quellen: WO/DWD-Frontenprognose Europa und WZ/GFS-Prognosen Wetterlage Europa

Die WO-Analyse zeigt den von den Wettermodellen früh erkannten Winterorkan am 27.12.2020, 10.00 Uhr mit ersten Orkanböen auch über Deutschland, wobei der bereits tiefe Luftdruck weiter kräftig fällt.

Zum Vegrössern anklicken. Die WO-Analyse zeigt den erwarteten Winterorkan „Hermine“ am 27.12.2020, 10.00 Uhr mit ersten Orkanböen auf der Wasserkuppe und auf dem Brocken (links). Bei schon tiefem Luftdruck (Mitte) fällt der Luftdruck über Deutschland weiter stark ab (rechts): Hermine rauscht heran und hat Schneesturm in den westlichen Mittelgebirgen oberhalb etwa 300m im Gepäck. Hier ist mit Schneeverwehungen und erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Quelle: WO-Analyse Wetter Deutschland

Ursache dieser extremen Wetterlage ist die Verlagerung des Polarwirbels von Grönland über die Britishen Inseln nach Holland, die die Stratosphärenmodelle bereits vor einigen Tagen richtig erkannt hatten.

Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (links, 150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (rechts, 100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 24./25.12.2020 zeigen – wie schon in den Vortagen – bei beiden Modellen einen gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, dessen kräftige Tröge über Nordsibiren und über Nordkanada liegen, wahrend sich der Hauptwirbel ungewöhnlich weit nach Süden in die Nordsee verlagert hat und mit seinem Trog über Mitteleuropa bis ins Mittelmeer reicht. Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten bis Silvester fort. Dabei kann es im Bereich eines kräftigen Sturmtiefs, dass von Grönland über die Britischen Inseln nach Holland zieht, vor allem in höheren Lagen zu Schneestürmen mit Verwehungen kommen. Nach der guten ECMWF-Strat.-Prognose vom 15.12.2020 für den kalten Weihnachtstrog über Mitteleuropa am 24.12.2020 ist ein hohe Eintreffwahrscheinlichkeit gegeben… Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Der eisige Polarwirbel setzt sich in der ECMWF-Prognose mit seinem Bodentief „Hermine“ bis über Silvester in Europa fest und sorgt für anhaltend winterliche Witterung mit wiederholten Schneefällen bis in tiefere Lagen.

Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-PROGNOSE von ECMWF (links, 150 hPa, rund 14 km Höhe) sieht am 31.12.2020 weiter ein gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel, wobei ein Teilwirbel über Sibirien und ein kräftiger Trog über Nordkanada liegt, während sich ein weiterer selbständiger Teilwirbel über Skandinavien eingenistet hat (Tripol) und mit seinem umfangreichen kalten Trog bis ins Mittelmeer reicht. Das zugehörige Bodentief „Hermine“ setzt sich mit Zentrum bei Dänemark über Europa fest (Mitte). Mit einer nördlichen Höhenströmung werden polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten bis Silvester fort (rechts). Dabei kann es vor allem in höheren Lagen zu Schneestürmen mit Verwehungen und tiefer Einwinterung kommen. Quelle: ECMWF mit Ergänzungen

Um den Ganzen noch die winterliche Krone aufzusetzen, rechnet GFS mit der Verlagerung eines neuen Polar-Teilwirbels von Ostkanada über Grönland nach Europa.

Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-Prognosen von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 26.12.2020 zeigen – wie schon in den Vortagen einen gut entwickelten, aber mit mehreren kräftigen Teilwirbeltrögen (Tripol) gestörten und weit nach Süden ausgreifenden arktischen Polarwirbel. Der am 3.1.2021 über Nordkanada liegende Teilwirbel (links) soll binnen vier Tagen über Grönland (am 5.1. (Mitte) und bis zum 7.1.2021 (rechts) nach Europa ziehen und über der nördlichen Nordsee liegen. Mit einer nordwestlichen Höhenströmung werden weiter polare Meeresluftmassen herangeführt und setzen die in tiefen Lagen zeitweise nasskalte winterliche Witterung mit zeitweiligen Schneefällen bis in tiefere Lagen seit Weihnachten über Silvester bis ins Neue Jahr fort. Dabei kann es vor allem in höheren Lagen zu wiederholten Schneefällen mit Andauern der tiefwinterlichen Witterung kommen. Quelle: GFS mit Ergänzungen

Als Tüpfelchen auf dem Winter-i rechnete GFS gestern, 26.12.2020 einen Polarwirbelsplit am 11.1.2021 mit einer kräftigen Nordströmung über das Nordmeer nach Europa.

Zum Vergrößern anklicken. Die Stratosphären-Prognose von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 26.12.2020 zeigt am 11.1.2021 einen zweigeteilten Polarwirbel (Polarwirbelsplit). Dadurch entstehen sowohl am grösseren Teilwirbel über Sibirien als auch am kleineren Teilwirbel über Ostkanada zwei voneinander unabhängige Wirbelströme, die durch eine Hochdruckbrücke getrennt sind. Der europäische Trog führt an seiner Westseite hochreichende Polarluftmassen direkt aus der Arktis über das Nordmeer nach West- und Mitteleuropa, was an einer möglichen Luftmassengrenze (LMG) zu ausgeprägten winterlichen Verhältnissen mit reichlich Schnee führen sollte. Ähnliches ist über Nordamerika zu erwarten. Quelle: GFS mit Ergänzungen

Die aktuelle GFS-Rechnung vom 27.12.2020 sieht den „Arctic Outbreak“ um den 10.1.2021 allerdings weiter östlich über Osteuropa…

Die ECMWF-Prognose vom 26.12.2020 rechnet ebenfalls mit reichlich Schnee in Europa um den 10.1.2021.

Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 26.12.2020 rechnet mit reichlicher Schneebedeckung um den 10.1.2020 auch in Mitteleuropa. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 26.12.2020

Das ist nicht verwunderlich, denn sowohl die NAO als auch die AO sollen nach den ECMWF-Prognosen vom 26.12.2020 bis weit in den Januar weiter negativ bleiben, was arktische Kaltluftausbrüche vor allem auch nach Europa weiter begünstigt.

Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 26.12.2020 rechnet mit einer negativen NAO bis weit ins Neue Jahr: Die Chancen für Winterwetter bleiben gut. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 26.12.2020
Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 26.12.2020 rechnet mit einer negativen AO bis weit ins Neue Jahr: Die Chancen für Winterwetter bleiben gut. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 26.12.2020

Dann schauen wir uns heute erst mal an, was die heulende „Hermine“ noch so alles anstellt und freuen uns als Schneefans über Winter vor allem in den höheren Lagen.

Letzte Meldung: Live-Webcams mit windigem Schneetreiben und Rodelspass bei Winterberg/NRW.

Zum Vergrössern anklicken. Rodelspass bei windigem Schneetreiben bei Winterberg/NRW am 27.12.2020. Quelle: Live-Webcams Winterberg

Herzlich euer

Schneefan2015

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20 Gedanken zu “Polarwirbel mit Winterorkan „Hermine“ über Europa – Schneesturm in den westlichen Mittelgebirgen

    1. Ich hätte gern welche im Großraum Hamburg, mir würden 10cm reichen, mehr muss es nicht sein. Es soll nur reichen um wenigstens einen Tag den Schlitten für die Kinder raus zu holen. Aber das wird leider weder kurz noch langfristig der Fall sein. Was den Winter anbelangt habe ich die Nase voll vom Hamburger Raum. Mindestens 10 Jahre noch dann sind die Kinder aus dem Haus dann werde ich mein Frau überreden in eine kühlere Ecke zu ziehen 😂😂😂 Die wird mir aber nen Vogel zeigen 🤣
      Kommt alle gut ins neue Jahr und bleibt gesund 👋

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  1. Die Leute sind verrückt nach Schnee. Auf unseren Karlsruher „Hausberg“ Dobel war das blanke Chaos, dergleichen an der Schwarzwaldhochstrasse im Nordschwarzwald. Wollten auch ein Schneespaziergang machen, aber haben es bleiben lassen.
    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/viel-betrieb-im-nordschwarzwald-100.html
    Schneefan dürfte bei Dir im Sauerland genauso gewesen sein.
    In Coronazeiten öffentliche Vekehrsmittel zu benutzen ist doch etwas kontraproduktiv.

    Hoffe das Tante Hermine auch Schnee für ganz Unten bereit hält, würde die Lage etwas entspannen.

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  2. „In Coronazeiten öffentliche Vekehrsmittel zu benutzen ist doch etwas kontraproduktiv.“ Naja wie will man sonst zur Arbeit kommen? Nicht jeder kann sich ein Auto leisten, zumal man auch seit Jahren Autofeindliche Politik in diesem Staat betreibt. Das einzig kontraproduktive in diesem Land ist die Politik!

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    1. @ Sabrina

      „Major Warming im Anmarsch?“

      Dazu schrieb ich gestern hier:

      Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 28.12.2020 rechnet mit einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung vom 30.12.2020 bis zum 5.1.2021 um rund +38°C in rund 31 km Höhe (10 hPa, obere Stratosphäre). Dieses Ereignis wird als „Minor Warming“ bezeichnet. Durch einen Temperaruranstieg um mehr als 50°C käme es zu einem „Major Warming“ und es kann durch kräftigen Druckanstieg über der Arktis zum Polarwirbelsplit und zu einer Umkehrung der Windströmungen über der Arktis führen, wie man in den Grafiken unten rechts bereits andeutungsweise erkennen kann. Die Folge dieser Windumkehr sind „Arctic Outbreaks“ in die mittleren Breiten der NH. Quelle: ECMWF-Strat.-Prognosen FU Berlin

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  3. Interessant ist die Temperaturentwicklung in 10 hPa mit der starken Erwärmung über Sibirien und die Verformung und Verlagerung des -70°C Bereichs.
    Kann jemand erklären welche Auswirkungen das auf die Temperaturen in 500 und 850 hPa hat?

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    1. @ medo

      „Interessant ist die Temperaturentwicklung in 10 hPa mit der starken Erwärmung über Sibirien und die Verformung und Verlagerung des -70°C Bereichs…“

      Ja, dazu schieb ich gestern hier und heute hier.

      Zum Vergrössern anklicken. Die ECMWF-Prognose vom 28.12.2020 rechnet mit einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung vom 30.12.2020 bis zum 5.1.2021 um rund +38°C in rund 31 km Höhe (10 hPa, obere Stratosphäre). Dieses Ereignis wird als „Minor Warming“ bezeichnet. Durch einen Temperaruranstieg um mehr als 50°C käme es zu einem „Major Warming“ und es kann durch kräftigen Druckanstieg über der Arktis zum Polarwirbelsplit und zu einer Umkehrung der Windströmungen über der Arktis führen, wie man in den Grafiken unten rechts bereits andeutungsweise erkennen kann. Die Folge dieser Windumkehr sind „Arctic Outbreaks“ in die mittleren Breiten der NH. Quelle: ECMWF-Strat.-Prognosen FU Berlin

      „Kann jemand erklären welche Auswirkungen das auf die Temperaturen in 500 und 850 hPa hat?“

      Sowohl die Teilwirbel als auch die Tröge des winterlichen Polarwirbels sind von oben bis unten kalt.

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    1. @ Robert

      „Die Temperatur-Abweichungen Mitte Januar sind schon echt heftig 🙂

      In der Tat, da is nix mit „Globaler Erwärmung“, die seit ihrem Ausbleiben „Klimawandel“ genannt wird… 🙂

      Zum Vergrössern anklicken. Die GFS12-Prognose vom 30.12.2020 rechnet für Mitte Januar 2021 mit extremen „Arctic Outbreaks“ vor allem in Sibirien und in Osteuropa. Die Temperaturen in rund 1500m (850hPa) sollen dabei verbreitet weit unter dem seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 liegen. Die Temperaturverteilung lässt einen Polarwirbelsplit in einen eurasischen und einen nordamerikanischen Teilwirbel erkennen. Quelle: WZ/GFS-Prognosen TA850hPa NH

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    1. @ medo

      Diese sehr ungewöhnlichen GFS-Prognosen habe ich mal festgehalten…

      Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognosen vom 31.12.2020 zeigen für den 5. und 16.1.2021 durch die Temperaturverteilung eine sehr ungewöhnliche Position des eisigen arktischen Polarwirbels in rund 31km Höhe (10hPa, obere Stratsosphäre): Am 5.1.2021 liegt die Masse des Polarwirbels mit etwa -70°C über Europa, am 16.1.2020 ist der Polarwirbel geteilt (Polarwirbelsplit), ein Teilwirbel liegt über Europa, der andere über Nordamerika. Derartig extreme Positionen des Polarwirbels ziehen extreme Wetterverhältnisse nach sich: Bei Eintreffen dieser Prognosen ist extremes Winterwetter zu erwarten. Quelle: GFS-Prognosen T10hPa NH

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  4. Hallo zusammen, mich würde mal interessieren ob es früher schon mal so war das der Polarwirbel mit seinem Zentrum so über uns lag. Gibt es da evtl. Vergleiche? Das wäre ja mal sehr interessant. In diesem Sinne allen einen schönen Jahreswechsel

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    1. @ Jörg

      „… mich würde mal interessieren ob es früher schon mal so war das der Polarwirbel mit seinem Zentrum so über uns lag. Gibt es da evtl. Vergleiche? Das wäre ja mal sehr interessant…“

      Da bietet sich der Januar 2010 als guter Vergleich an…

      Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt das mittlere Geopotential der NH in rund 31km Höhe (links, 10hPa, obere Stratosphäre) im Januar 2010. Der Polarwirbel liegt über Eurasien, wie es die Modelle für den Januar 2021 erwarten. Die 2m-Temperaturen waren in grossen Teilen Europas im Januar 2010 deutlich unterkühlt zum seit 2015 weltweit verbindlichen WMO-Klima-Mittel 1981-2010 (rechts). Die Parallelen sind offensichtlich: Der Januar 2010 lag 13 Monate hinter dem Sonnenminimum im Dezember 2008, der Januar 2021 liegt 13 Monate hinter dem Sonnenminimum 2019. Quelle: NOAA-Reanlayse

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  5. “Update 1.1.2021: DWD: Seit 2014 gibt es keine signifikante Erwärmung mehr in Deutschland“
    Komisch, diesen Satz (“Seit 2014 gibt es keine signifikante Ewärmung mehr in eutschland“) kann ich in der Original-Pressemeldung des DWD gar nicht finden…..

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    1. @ theodorheinrich

      „DWD: Seit 2014 gibt es keine signifikante Erwärmung mehr in Deutschland“
      Komisch, diesen Satz (“Seit 2014 gibt es keine signifikante Ewärmung mehr in Deutschland“) kann ich in der Original-Pressemeldung des DWD gar nicht finden…..“

      Das wörtliche DWD-Zitat habe ich in Anführungszeichen und in Kursivschrift gesetzt…

      DWD: Seit 2014 gibt es keine signifikante Erwärmung mehr in Deutschland: „Das Jahr 2020 ist in Deutschland mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,4 Grad Celsius (°C) das zweitwärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Geringfügig wärmer war nur das Jahr 2018 mit 10,5 °C gewesen. Auf den folgenden Plätzen liegen mit knappem Abstand 2019 und 2014 mit jeweils 10,3 °C…“

      Mein Einleitungssatz ist eine logische Schlussfolgerung aus dem Original-DWD-Zitat. 🙂

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