Kühler Sommer nach einem kalten Frühjahr?

Update 4.7.2021: Strat.-Modelle einig: Unbeständige Grosswetterlage über Mitteleuropa dauert an.

Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 3./4.7.2021 zeigt bei beiden Modellen um den 13.7.2021 einen für die Jahreszeit noch recht zentral gelegenen aber mit mehreren Trögen weit nach Süden ausgreifenden Polrwirbel. Ein Teilwirbeltrog liegt um den 13.7.2021 über Mitteleuropa, während ein blockierendes Hoch über Osteuropa und Skandinavien liegt. Mit einer westlichen Strömung werden weiter im Wechsel mit wärmeren Luftmassen recht kühle Meeres-Luftmassen nach Mitteleuropa geführt. Das warme Hoch über Westkanada bleibt zunächt erhalten, während der Polarwirbel massiv über Grönland liegt und weiter die sommerliche Eisschmelze behindert. Bei Andauern dieser Grosswetterlage ist in der Saison 2020/21 mit einem erneuten Netto-Wachstum des Grönlandeises zu rechnen wie 2016/17. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 2.7.2021: DWD: Frühling 2021 in Deutschland drittkältester nach 1987 – Erstes Halbjahr rund -1,5° kühler als 2020: Auch Deutschland kühlt ab. Herbstlicher Start in den Juli mit Tmax teils unter 15°C. GFS bleibt bei meist unsommerlichem Wetter.

Zum Vergrössern anklicken. Auch die GFS-ENSemble-Prognosen vom 2.7.2021 bleiben bei einem meist unsommerlichen und nassen Juli 2021 in KÖLN bis zur Monatsmitte. Die Temperaturen in 1500m (850hPa) liegen meist unter der 12°-Marke, die in Meereshöhe rund 25°C entspricht, auch wenn die Temperaturen im Mittel (fette weisse Linie) nicht wesentlich vom veralteten WMO-Mittel 1981-2010 (fette rote Linie) abweichen. Einde Ausnahme bildet der OP-Hauptlauf (fette grüne Linie), der zunehmend unter das Mittel fällt. Dabei werden im gesamten Zeitraum teils kräftige Niederschläge erwartet (unten). Quelle: WZ/GFS-ENS-Prognosen
Zum Vergrössern anklicken. Der Juli 2021 ist in Deutschland herbstlich kühl mit Tmax teils unter 15°C gestartet (rechts) und liegt am erstenTag folglich mit rund -3,5°C unter dem seit 1.1.2021 weltweit gültigen WMO-Klimamittel 1991-2020 (links). Quellen: Aktuelles Wetter Deutschland und WO aktuelles Wetter Deutschland mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Grafik zeigt die Abweichungen der Frühlingstemperaturen in Deutschland vom veralteten WMO-Mittel 1981-2010 von 1881 bis 2021. Der Frühling 2021 gehört trotz eines warmen Junis nach den beiden ungewöhnlich kalten Monaten April und Mai zu den drei kältesten nach 1987 (blaue Säulen rechts): Von BVG-Erwärmung keine Spur. 🙂 Das wahre Ausmass der Abkühlung in Deutschland wird durch die Wahl des veralteten kälteren WMO-Klimamittels 1981-2010 verschleiert. Zum seit 1.1.2021 welweit gültigen WMO-Klimamittel 1991-2020 beträgt die Abweichung -1,7°C und nicht -1,4°C wie in der verfälschten DWD-Grafik dargestellt. Die Temperaturen im ersten Halbjahr 2021 liegen in Deutschland in der Summe der Monatsabweichungen rund -1,5°C niedriger als 2020: Auch Deutschland kühlt ab. Quelle: DWD-Zeitreihen mit Ergänzungen

Update 1.7.2021: Analyse: Der Juni 2021 in Deutschland war warm, sonnig und gewittrig nass. Zugspitze: Schneefall bei -3°C und knapp 170cm Schnee (Vorjahr 90cm) – Panorama-Webcam. Uckermark: Lokal bis zu 180l/m² Regen. GFS mit Juli-Flut in Deutschland. Juni 2021 ohne 5-Tage-Hitzewelle in grossen Teilen Deutschlands.





Zum Vergrössern anklicken. Die WO/GFS-Prognose rechnet am 1.7.2021 nach nassen Mai und Juni auch bis Mitte Juli mit regionalen Überflutungen bis zu 180l/m². Quelle: WO/GFS-Prognosen Niederschläge Deutschland

Zum Vergrössern anklicken. Der Hochsommermonat Juli beginnt 2021 auf der Zugspitze mit Schneefall bei -3°C: Mal sehen, was das im Siebenschläferzeitraum für den Rest des Sommers bedeutet… Mit knapp 170cm liegt am 1.7.2021 der Schnee fast doppelt so hoch wie im Vorjahr mit 90cm: Der Juni wegen des hohen Sonnestandes grösster Verlustmonat für die Alpengletscher dürfte in diesem Jahr zum Gletscher-Wonnemonat werden… 🙂 Quelle: Webcam Zugspitze
Zum Vergrössern anklicken. Die Analyse der zuverlässigen privaten Wetterseite von Bernd Hussing zeigt den Juni 2021 im Gebietsmittel Deutschlands überdurchschnittlich warm (links), sonnig (rechts) und durch häufige Unwetter – regional bis zum Doppelten der Monatsmengen – nach einem nassen und kalten Mai auch erneut nass (Mitte). Quelle: Analyse Wetter Deutschland Juni 2021

Update 30.6.2021: GFS: Ist der Juli kühl und nass, macht der Urlaub keinen Spass… Wieder schwere Unwetter mit Überflutungen statt WO-Dürre – kräftige Regenfälle nun auch im Nordosten Deutschlands erwartet.

Zum Vergrössern anklicken. Die WO/GFS-Prognose vom 30.6.2021 (links) rechnet mit einem kräftigen Endspurt bei den Niederschlägen besonders im Nordosten Deutschlands. Die Analyse der Niederschläge in Deutschland zeigt hier bis zum Morgen des 30.6.2021 noch deutliche Defizite, während im Gebietsmittel Deutschlands mit 113% vom aktuellen und seit 1.1.2021 weltweit gültigen WMO-Klimamittel 1991-2020 bereits reichliche Niederschlagsmengen gefallen sind. Quellen: WO/GFS-Prognosen Niederschläge Deutschland und Wetter-Analyse Deutschland mit Ergänzungen.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognose vom 30.6.2021 für die 2m-Temperaturen und die Niederschläge in Köln lässt nach einem zeitweise warmen und nassen Juni mit einem nass-kühlen Ausklang bis Mitte Juli wenig Sommer und reichlich Regen erkennen. Quelle: WO/GFS-Meteogramm

Update 29.6.2021: WO/GFS-Prognosen: Der Juni 2021 endet nass und meist unsommerlich kühl in Deutschland…

Zum Vergrössern anklicken. Die WO/GFS-Prognosen rechnen am 29.6.2021 mit einem nassen (links und Mitte) und meist unsommerlich kühlen (rechts) Monatsende in Deutschland. Quelle: WO/GFS-Prognosen Niederschläge und Tmax Deutschland

Update 28.6.2021: WO-Warnungen vor teils schweren Gewittern mit nachfolgender kräftiger Abkühlung. ECMWF mit Hitze- und Kältewellen in Nordamerika.

Zum Vergrössern anklicken. Der amerikanische Meteorologe Joe Bastardi erklärt in seiner „Saturday Summary“ vom letzten Wochenende den Zusammenhang der zweigeteilten Wetterlage in Nordamerika mit der Phase 2 der MJO (Madden Julian Oscillation) und zeigt die ECMWF-Prognose vom 26.6.2021 mit einer Hitzewelle im Nordwesten und einer Kältewelle in grossen Teilen der Mitte und der Südosthälfte mit kräftigen Temperaturabweichungen in beide Richtungen bis zum 5.7.2021. Quelle: The Saturday Summary von Joe Bastardi vom 28.6.2021
Zum Vergrössern anklicken. Die ARD-Prognosen vom 28.6.2021 rechnen in Deutschland um den Monatswechsel im Siebenschläferzeitraum kaum mit sommerlichen Tmax von 25°C und wärmer. Die Eintreffwahrscheinlichkeit für ein Andauern der Grosswetterlage in diesem Zeitraum für den weiteren Sommerverlauf liegt bei 60 – 70%. Quelle: ARD-Text S. 173 mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. WO warnt am 28.6.2021 vor teils schweren Gewittern bis zum Monatsende. Sie leiten eine deutliche Abkühlung zum Montaswechsel mit meist unsommerlichen Tmax unter 25°C ein. Quelle: WO-Unwetterwarnungen Deutschland

Update 27.6.2021: Überraschung: Grönlandeis wächst weiter mitten im Sommer. Siebenschläfer: Modelle rechnen mit zunehmend kühler Woche in Deutschland.

Zum Vergrössern anklicken. Die ARD-Prognosen vom 27.6.2021 rechnen in Deutschland um den Monatswechsel kaum mit sommerlichen Tmax von 25°C und wärmer. Quelle: ARD-Text S. 173
Zum Vergrössern anklicken. Alle Wettermodelle rechnen am 27.6.2021 mit einer deutlichen Abkühlung um den Monatswechsel. So sollen die Temperaturen in rund 1500m über Köln nach einer kurzen sommerlichen Phase um den 28.6.2021 bis Anfang Juli unter sommerliche Tmax von rund 13°C (auf Meereshöhe rund 25°C) fallen. Da die letzte Juniwoche und die erste Juliwoche zum Siebenschläferzeitraum gehören, könnte diese Entwicklung durch die Erhaltungsneigung der Grosswetterlage den Rest des Sommers bis in den August bestimmen… Quelle: WZMultiOP-Prognosen T850
Zum Vergrössern anklicken. Auch am 25.6.2021 hat das Grönlandeis durch verbreitete Schneefälle (rechts) weiter an Masse gewonnen (links) – und das mitten im Sommer in der Schmelzsaison… Ursache der sommerlichen Eisvermehrung ist vermutlich die im wunderlichen BVG-Beschluss vom 24.3.2021 festgestellte „globale Erwärmung“, in dem u.a. die polaren Eismassen als gefährliche Klima-Kipppunkte bezeichnet werden und in Ziff. 20 (rote Absatzziffern rechts) à la Rahmstorf vom Abschmelzen des Grönlandeisschildes fabuliert wird… 🙂 Quelle: DMI Grönlandeis Massebilanz mit Ergänzungen

Update 25.6.2021: Globale Abkühlung: Juni 2021 global als sechster Monat in Folge kälter als im Vorjahr.

Zum Vergrössern anklicken. Die Analyse bis zum 25.6.2021 und Prognose bis zum 30.6.2021 für die globalen 2m-Temperaturen zeigt im Juni 2021 – wie schon in den fünf Monaten zuvor – eine Abkühlung zum Vorjahr. Quelle: Globale 2m-Temperaturen

Update 22.6.2021: Ungewöhnlich kaltes zweites Quartal 2021 in grossen Teilen Europas.

Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt grosse Teile Europas und auch Deutschland im zweiten Quartal vom 1.4. bis zum 19.6.2021 kräftig unterkühlt (blau und lila Farben). Quelle: NOAA-Reanalyse TA2m

Update 21.6.2021: CFSv2 mit durchschnittlichem weiterem Sommerverlauf in Mitteleuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Die CFS-Prognosen rechnen am 21.6.2021 mit einem durchschnittlich temperierten weiteren Sommerverlauf im Juli und August in Deutschland (weisse Farben). Quelle: CFSv2-Peognosen TA2m Europa

Update 19.6.2021: GFS-Analyse: Kanaren kalt – Mitteleuropa heiss. GFS-Prognosen: Siebenschläferzeitraum Ende Juni mit Durchschnitt.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-ENSemble-Prognosen vom 1.6.2021 rechnen miz durchschnittlichen Temperauren und Niederschlägen in der letzten Juniwoche 2021, also im Beginn des Siebenschläferzeitraums Ende Juni/Anfang Juli. Die Temperaturen in rund 1500m (850hPa) über Köln sollen ab 24.6.2021 sowohl im ENS_Mittel (fette weisse Linie) als auch im OP-Hauptlauf (fette grüne Linie) bis Ende Juni meist leicht unter oder nahe dem WMO-Mittel (fette rote Linie) liegen. Bei Eintreffen dieser Prognosen wären die Weichen für einen durchschnittlichen weiteren Sommerverlauf gestellt. Quelle: GFS/ENS-Prognosen T850
Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Analyse zeigt am 19.6.2021 einem mächtigen kalten Trog bei den Kanaren mit kräftigen negativen Abweichungen der Temperaturen in rund 1500m (850hPa) bis zu -12°C, während Mitteleuropa in einer südlichen Strömung in einer langsam nach Osten abziehenden Hitzeblase liegt. Quelle: GFS-Prognosen TA850 Europa

Update 12.6.2021: Wintereinbruch in Australien: Papageien und Kängurus im Schnee.

Update 4.6.2021: Modelle einig: Die Schafskälte kommt pünktlich. Unwetter mit Überflutungen an Fronleichnam – Fotos. Schwere Unwetter über dem Rheinland.

Zum Vergrössern anklicken. Das Niederschlagsradar (links) zeigt am 4.6.2021 am frühen Abend schwere Unwetter mit Starkniederschlägen und mit häufigen Blitzen (rechts). Quellen: Niederschlagsradar Deutschland und Blitzortung Deutschland mit Ergänzungen
Zum Vergrössern anklicken. Nach einem kalten und sehr nassen Mai in Deutschland nun am 4.6.2021 WO-Berichte über Unwetter mit Überflutungen statt WO-Dürre… 🙂 Quelle: WO-Fotostrecke
Zum Vergrößern anklicken. Der Vergleich der Stratosphären-PROGNOSEN von ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 3./4.6.2021 zeigt bei beiden Modellen um den 14.6.2021 einen für die Jahreszeit noch recht zentral gelegenen aber mit mehreren Trögen weit nach Süden augreifender Kaltluft. Ein kräftiger Teilwirbeltrog liegt um den 16.6.2021 über Süd- und Mitteleuropa, während ein blockierendes Hoch über dem Nordatlantik liegt. Mit einer nördlichen Strömung werden recht kühle Luftmassen nach Mitteleuropa geführt: Die Schafskälte kommt pünktlich. Quelle: ECMWF und GFS mit Ergänzungen

Update 3.6.2021: Arktis: Meereisflächen wachsen im Mai seit zwei Jahren in Folge und sind grösser als vor 15 Jahren. UWZ-Warnungen: Gewitter von Dänemark bis Spanien.

Zum Vergrössern anklicken. UWZ-Warnungen am 3.6.2021 vor Gewittern und
Starkregen von Dänemark bis Spanien. Quelle: UWZ-Warnungen Europa
Zum Vergrössern anklicken. Der NSIDC-Chart zeigt die arktischen Meereisflächen (extent/Ausdehnung) im Mai von 1979 bis 2021. Es zeigt sich im Mai 2021 Wachstum im zweiten Jahr in Folge, die Meereisflächen sind sogar etwas grösser als im Mai 2006, also als vor 15 Jahren. Quelle: NSIDC sea ice index mit Ergänzungen

Update 2.6.2021: Schwerer Schneesturm in Feuerland – Eiszeit in Argentinien. Warnungen vor Unwettern mit Überflutungen in der Westhälfte Deutschlands. GFS mit einem Alpen-Gletscher-Traum: Bis Mitte Juni mehr als 2m Neuschnee.

Zum Vergrössern anklicken. GFS rechnet am 2.6.2021 mit einem Alpen-Gletscher-Traum bis zum 18.6.2021: In den Hochlagen der Alpen sollen mehr als 2m Neuschnee fallen. Für die Alpengletscher ist der Monat Juni wegen des höchsten Sonnenstandes der entscheidende Monat für Jahres-Verluste oder Jahres-Zuwachs. Quelle: WO/GFS-Prognosen Niederschläge Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Nach einem kalten und sehr nassen Mai in Deutschland nun am 2.6.2021 WO-Warnungen vor Unwettern mit Überflutungen in den kommenden beiden Tagen statt WO-Dürre… 🙂 Quelle: WO-Unwetterwarnungen Deutschland
Zum Vergrössern anklicken. Quelle: WO-Video: Schwerer Schneesturm in Feuerland

Nach einem kalten Frühjahr ist statistisch ein kühler und nasser Sommer in Mitteleuropa zu erwarten, wie ich dies schon für den eisigen April (unter den kältesten 14 seit 1881) und für den noch etwas kälteren Mai 2021 in Deutschland (unter den kältesten 10 seit 1881) dargestellt hatte.

Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt die Abweichungen der Sommertemperaturen in Europa (links) nach den zehn kältesten Mai-Monaten in Deutschland nach 1945 und die Abweichungen der Sommer-Niederschläge (rechts). In grossen Teilen Europas war der Sommer deutlich unterkühlt (links, blau und lila) und in Mitteleuropa deutlich nasser als im veralteten WMO Klimamittel 1981-2010 (rechts, blau und lila). Ähnlich sah es schon bei der Betrachtung der kältesten Aprilmonate in Deutschland aus… Das Jahr 2021 ist in Deutschland bis Mitte Mai rund -3°C kälter als das Vorjahr und rund -1,3°C kälter als das weltweit seit 1.1.2021 gültige WMO-Mittel 1991-2020, eine typische BVG-Klima-Erwärmung… 🙂 Quelle: NOAA-Reanalyse TA2m Niederschläge Deutschland/Europa

Die aktuellen CFSv2-Prognosen rechnen mit einem durchschnittlichen Sommer in grossen Teilen Europas und auch in Mitteleuropa sowohl bei den Temperaturen als auch bei den Niederschlägen.

Zum Vergrössern anklicken. Die CFSv2-Prognosen rechnen am 1.6.2021 mit einem durchschnittlichen Sommer 2021 in grossen Teilen Europas sowohl bei den 2m-Temperaturen als auch bei den Niederschlägen (weisse Farben links und rechts). In Deutschland sollen die Temperaturen im Durchschnitt des aktuellen WMO-Mittels 1991-2020 und bei den Niederschlägen im unteren Durchschnittsbereich liegen (rechts, weisse und gelbe Farben). Quelle: NOAA/CFSv2-Prognosen TA und Niederschläge Europa

Auch die IRI-Prognosen von Mai 2021 rechnen mit der Wahrscheinlichkeit für einen durchschnittlichen Sommer 2021 in Deutschland.

Zum Vergrössern anklicken. Die IRI-Prognosen rechnen im Mai 2021 mit der Wahrscheinlichkeit für einen durchschnittlichen Sommer 2021 in Deutschland sowohl bei den Temperaturen (links) als auch bei den Niederschlägen (rechts). Quelle: IRI-Prognosen Sommer 2021 Europa

Das German Climate Forecast System (GCFS) des DWD rechnet mit einem milden und durchschnittlich nassen Sommer 2021 in Deutschland, allerdings bei schlechter Vorhersagegüte.

Zum Vergrössern anklicken. Die DWD-Prognosen rechnen am 1.6.2021 mit einem über dem eigenwilligen Klima-Mittel 1990-2019 liegenden Temperaturen im Sommer 2021 in Deutschland (links), allerdings mit durchschnittlichen Niederschlägen (rechts) und mit schlechter Vorhersagegüte (schraffiert). Quelle: DWD-Jahreszeitenvorhersagen

Der Juni 2021 wird von GFS heute zunächst frühsommerlich warm und dann nach kräftigem Temperaturrückgang um den 10.6.2021 mit pünktlicher Schafskälte gerechnet.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-ENSemble-Prognosen vom 1.6.2021 zeigen für Köln nach einer frühsommerlichen ersten Juniwoche mit über dem veralteten WMO-Klima-Mittel 1981-2010 (fette rote Linie) liegenden Temperaturen in rund 1500m (850hPa) über Köln eine deutliche Abkühlung. Um den 10.6.2021 fallen die Temperaturen im OP-Hauptlauf (fette grüne Linie) deutlich unter das WMO-Mittel, was auf ein pünktliches Eintreffen der Schafskälte hindeutet. Quelle: GFS/ENS-Prognosen T850

Dabei rechnet GFS heute mit reichlichen Niederschlägen in grossen Teilen Europas bis Mitte Juni, überraschend viel auch in Südeuropa.

Zum Vergrössern anklicken. Die GFS-Prognosen rechnen am 1.6.2021 mit verbreitet reichlichen Niederschlägen in grossen Teilen Europas, überraschend viel vor allem in Südeuropa, das eigentlich von sommerlicher Trockenheit geprägt ist. Quelle: GFS-Prognosen Niederschlagssummen Europa

Das Jahr 2021 ist eingebettet in eine andauernde globale Abkühlung als Folge des einsetzenden Grossen Sonnenminimums und den zeitversetzten Folgen der global kühlenden La Niña.

Nach einem Temperatursturz der globalen Temperaturen im NH-Frühjahr 2021…

…sind die 2m-Temperaturen im Mai 2021 im fünften Monat in Folge deutlich niedriger als im Vorjahr.

Zum Vergrössern anklicken. Der Mai 2021 (rechts) ist mit einer Abweichung der globalen 2m-Temperaturen von 0,41°C zum veralteten WMO-Klima-Mittel 1981-2010 um rund 0,16 K (°C) kälter als der Mai 2020 (links) mit einer Abweichung von 0,57°C. Der Mai 2021 ist damit nach Januar, Februar, März und April der fünfte Monat in Folge mit deutlicher Abkühlung zum Vorjahr. Die Abkühlung im Mai fand in beiden Hemisphären statt, vor allem aber in der Südhemisphäre. Das bedeutet, dass die Südhemisphäre mit rund 82% Wasseroberfläche und damit den grössten Energiespeichern der Erde am stärksten zur globalen Abkühlung beiträgt. Die Daten wurden mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) und liegen in der unverfälschten Realität deutlich niedriger. Vielleicht sollte sich das deutsche Bundesverfassungsgericht mal mit der physikalischen Realität unserer Erde befassen statt klimawahnsinnige CO2-gesteuerte Hirngespinste nachzuplappern…? 🙂 Siehe dazu auch: Hat Schwachsinn einen neuen Namen…? Quelle: Analyse globale 2m-Temperaturen

Was soll man bei diesen übermächtigen Rahmenbedingungen vom deutschen Sommer erwarten…?

Herzlich euer

Schneefan2015

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33 Gedanken zu “Kühler Sommer nach einem kalten Frühjahr?

  1. Übrigens: Ab übermorgen bin ich mit meiner Frau für zwei Wochen auf Kanaren-Kreuzfahrt und schreibe sicher nicht mehr täglich in meinem Blog. 🙂

    Vor das Vergnügen hatte Corona trotz Doppelimpfung einen PCR-Test (gestern), einen Schnelltest (morgen) und einen spanischen QR-Code (heute) für die Einreise über ein aufwendiges Online-Corona-Formular gestellt.

    Ich wünsche allen einen erträglichen und gesunden Sommer!

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  2. Hallo Schneefan, wünsche ebenfalls einen eträglichen Sommer, auch wenns wohl, was die aktuellen Temperaturen angeht, unten in den spanischen Gefilden, ziemlich heiß werden dürfte. Die Schafskälte dürfte hierzulande passé sein, es geht wohl komende woche stellenweise über 30°. So schnell kann es sich ändern.

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    1. Die Schafskälte dürfte hierzulande passé sein

      Ja ?

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  3. @krishna gans: soll das es das schon gewesen sein mit der Schafskälte für 2021?
    Wenn ich mir bei Kachelmannwetter.com die Progrnosen für nächste Woche ansehe- hier i mSüden – dann beginnt für mich wieder der Horror. Ich gehe nun davon aus dass das Azorenhoch fleißig kalben wird und evtl. sich eine Omega-Lage ausbilden könnte.

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  4. Keine Angst, Herr Albers,

    das geht höchstens diese Woche. Und gemischt wird erst Anfang Juli. Ich bin aber noch guter Hoffnung.
    Dipl.-Met. Christian Freuer

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    1. @Christian Freuer: ich hofe ja noch immer einen durchschnittlichen oder kühlen Sommer, mit einer 16 oder gar einer 15 vorm Komma (hatten wird das in den letzten 40 Jahren schon mal?)
      Allerdings ist mir eine gewisse 7-jährige Periode aufgefallen, in denen die Sommer zumindest im Süden nur durchschnittlich oder darunter lagen..2000, 2007, 2014…und jetzt haben wir 2021..Könnte sich also fortsetzen. 2014 hats hier von Ende Juni bis Anfang August fast permanent geschifft, und ich brauchte meine Klimaanlage an gerade mal 5 Tagen.

      Und ja, Sie haben recht., maßgebend ist ja der Siebenschläferzeitraum, also 27. Juni bis ca. 10.. Juli. Heißt, wenn es während der EM mild sein sollte oder regnen, dürfte es keine allzugroße Hitze geben, selbst wenns auf dem Platz löwt.

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      1. @krishna gans: Der Rudi Carrell singt da von Hitzewellen und einem heißen Sommer. Aber ich weiß, das Lied wurde 1975 aufgenommen
        Ich hoffe auf einen kalten und nassen Siebenschläferzeitraun, insbesondere im Süden. Und dem Schneefan weiterhin gute Reise

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  5. Hallo Schneefan, ich hoffe, die Reise war schön, auch für die Gattin. Wie war das Wetter denn in Spanien, was die Temperaturen angeht? ich frage, da wir laut diverser Medien wohl derzeit der Hitzepol in Europa sind. Thema Hitze: Ich habe mir gerade für meine Heimatstadt (Stuttgart) bei wetterzentrale.de den OP-Lauf angeschaut – aber das ist noch mit Vorsicht zu genießen – aber ab dem 27. Juni (Beginn Siebenschläferzeitraum) scheint es wirklich heiß zu werden. Heißt, wer auf einen nassen und kühlen Sommer gehofft hat, dürfte wohl enttäuscht werden. Dabei hab ich schon ne Wette laufen, dass es ein kalter Sommer wird.. mit ner 15 vorm Komma

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    1. Hallo, Hubertus,

      wir haben um eine Woche verlängert, weil es auf den Kanaren mit Temperaturen mit Tmax um 25 Grad C angenehm kühl ist, besonders auf dem Wasser. 🙂

      WO

      In Deutschland wird es m.E. keine flächendeckende Hitzewelle von Tmax 30 Grad und wärmer an mindestens fünf Tagen in Folge geben, trotz des üblichen Medienhypes… 🙂

      WZ

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  6. Ich gehe davon aus, dass wir eher wieder einen warmen (evtl. auch zu trockenen) Sommer bekommen. Trotz der kühlen Monate April und Mai (endlich einmal ein Mai mit ausreichend Regen) geht der Temperaturtrend insgesamt doch klar in eine Richtung: nach oben! In früheren Jahren hätten wir spätestens nach zwei heißen und trockenen Sommern mindesten zwei bis drei wechselhafte und kühle Jahre gehabt, aber das scheint nun – leider – vorbei zu sein. Die Schäden in der Natur (Wald! aber auch sterbende Straßen- und Stadtbäume) sprechen traurigerweise eine klare Sprache.

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      1. @christian Freuer: Ich hab ja eine private Wette mit nem Kumpel laufen, ich habe gewettet, es wird ein unterdurchschnittlicher, also zu kalter Sommer. Eine 16 oder eine 15 vorm Komma. Mal sehen, ob ich dieses Mal recht behalte.

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  7. @Schneefan2015: So sicher ist das noch nicht, dass der Siebenschläferzeitraum nur durschnittlich wird. Die Modelle schwanken noch sehr stark, zumindest für Stuttgart. Da kann der eine Kontrolllauf sehr warm sein, der andere dann kühl, der nächste wieder warm. Also gegessen ist da noch nichts.

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  8. Noch ein Beitrag zur ständigen Jagd nach Rekorden. Nach den ersten 20 Tagen ist der Juni 2021 in Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 19,2 Grad der drittwärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen.

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    1. @theodorheinrich

      Die wenigen Hitzetage im Juni ändern weder in Deutschand noch in grossen Teilen Europas noch was an einem ungewöhnlich kalten zweiten Quartal 2021. 🙂

      Zum Vergrössern anklicken. Die NOAA-Reanalyse zeigt grosse Teile Europas und auch Deutschland im zweiten Quartal vom 1.4. bis zum 19.6.2021 kräftig unterkühlt (blau und lila Farben). Quelle: NOAA-Reanalyse TA2m

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      1. Das ungewöhnlich kalte zweite Quartal 2021 ändert nichts daran, dass der Juni 2021, trotz nur weniger Hitzetage, am Monatsende einer der fünf wärmsten Juni-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 sein wird. Aktuell liegt er zwar noch auf dem 3. Platz, knapp vor dem Juni 1917, aber schon morgen wird er nur noch auf Platz 4 liegen. Am Monatsende wird es, mit einer zu erwartenden Durchschnittstemperatur von etwa 18,6 Grad im Juni 2021, ein knappes Rennen mit dem Juni 1889 um den 4. und 5. Platz geben.
        Wenn, trotz des enorm warmen Juni, das gesamte zweite Quartal deutlich zu kalt war, so zeigt das nur noch einmal wie kalt der April und der Mai tatsächlich waren.
        Da ein Drittel des Sommers nun schon fast vorbei ist und ungewöhnlich warm war muss man befürchten, dass es wieder einen zu warmen Sommer geben wird. Obwohl weder eine längere Hitzewelle noch große Trockenheit für die nächsten Wochen zu erwarten sind.

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