Arktis: Polarwinter mit Dauerfrost hat frühzeitig begonnen – Dicke Eisflächen haben sich in vier Jahren verdreifacht!
Update 25.8.2016: Nordwest- und Nordostpassage weiter unpassierbar (siehe Grafiken).
Die Meereisgrafik (extent) vom 24.8.2016 zeigt sowohl die Nordwest– (unten) als auch die Nordostpassage (oben) durch Eismassen weitgehend blockiert. (blaue Flächen). Ohne Eisbrecher gibt es keine Durchfahrt! Ab Anfang bis Mitte September frieren die offenen Flächen wieder zu. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.phpDie MAISIE-Grafik vom NSIDC vom 23.8.2016 zeigt den täglichen Sea ice Extent. Die Nordwestpassage (unten) ist durch Eismassen weitgehend blockiert. Ohne Eisbrecher gibt es keine Durchfahrt. Ab Anfang bis Mitte September frieren die offenen Flächen wieder zu. Quelle: http://nsidc.org/data/masie/index.html. Meldungen über eine angeblich „nahezu eisfreie Nordwestpassage“ entbehren jeder Grundlage.Die DMI-Grafik vom 24.8.2016 zeigt den täglichen Sea ice Extent und die Dicke des Eises. Die Nordwestpassage (links) ) ist durch Eismassen (lila/blaue Flächen) um 0,5 m Dicke weitgehend blockiert. Ohne Eisbrecher gibt es keine Durchfahrt. Ab Mitte September frieren die offenen Flächen wieder zu. Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/icethickness/thk.uk.php
Die arktischen Flächen mit mehrjährigem Meereis von mindestens 1,5 m Dicke haben sich von August 2012 bis August 2016 – also in nur vier Jahren – verdreifacht:Area Of Thick Arctic Ice Has Tripled In Four Years
Der Polarwinter mit Dauerfrost nördlich 80°N hat im August 2016 eine Woche früher begonnen als im vieljährigen Durchschnitt: (zum Vergrößern anklicken)
Die Grafik des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittstemperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2016 bis Mitte August im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Aktuell liegen die Durchschnittstemperaruren mit -1°C (272 Kelvin) unter dem vieljährigen Durchschnitt 1958-2002 und damit eine Woche früher als normal im Frostbereich (blaue Linie). Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php
Die Prognosen für die kommenden Tage zeigen zunehmend frostiges Wetter auf immer größeren Flächen in der Arktis – Der Polarwinter 2016 hat begonnen!
Wenige Tage später fallen die Temperaturen in der inneren Arktis bereits bis zu -9°C.
Die GFS-Prognose vom 16.8.2016 für die 2m Temperaturen am 21.8.2016 in der Arktis. Große Flächen sind bereits mit Frost überzogen, in der inneren Arktis bis zu -9°C (hellblaue Farben). Quelle: wie vor
Der mächtige Grönlandeisschild hat ebenfalls vorzeitig die kurze sommerliche Eisschmelze fast beendet und an zwei der letzten drei Tage keine Eisverluste mehr gezeigt, wie die blaue Linie in der folgenden Grafik der täglich fortgeschriebenen Massebilanz (SMB) zeigt.
Die tägliche Massebilanz des gesamten Grönlandeisschildes zeigt seit dem 1.9.2015 bis Mitte August 2016 einen überwiegend überdurchschnittlichen Eiszuwachs (blaue Linie über der dunkelgrauen Linie) bis zu 8 Gigatonnen. Zwei der letzten drei Tage bis zum 15.8.2016 zeigen eine SMB von Null oder sogar einen leichten Zuwachs oberhalb der grauen Durchschnittslinie. Die graue Fläche ist der Bereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean/Durchschnitt – dunkelgraue Linie). Originaltext: “Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day).“ Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/
„…Das arktische Kältepotential für den verbleibenden Sommer 2016 sowie für den kommenden Herbst und Winter auf der Nordhalbkugel ist angerichtet…“
No facts please!
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