Wie falsch ist die April-2019-Pressemeldung des DWD?

Eilmeldung 4.5.2019: Greta Thunberg kann CO2 mit dem bloßen Auge sehen.

Die wie immer vorzeitige Pressemitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 29.4.2019 ist ein besonders gelungenes Beispiel für eine Mischung aus (vorläufigen) Daten, Halbwahrheiten und vorsätzlich falschen oder fehlenden Bezugszeiträumen sowie einer Einleitung im Stile von Klimaaktivisten.

Durch diese verfälschende Gesamtdarstellung soll der Eindruck von globalen Einflüssen mit Veränderungen beim Wetter im winzigen Deutschland entstehen, die in der gemessenen und unverfälschten Realität so weder global noch in Deutschland vorhanden sind.

Schauen wir uns die Beispiele genauer an, jeder und jede möge sich ein eigenes Urteil bilden.

Temperaturen

„Mit 9,6 Grad Celsius (°C) lag im April der Temperaturdurchschnitt um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die positive Abweichung 1,3 Grad…“

Die international gültige Referenzperiode wurde von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) auf dem 17. Kongress im Jahr 2015 auf die jeweils letzten vollen drei Jahrzehnte, also aktuell auf 1981-2010 weltweit verbindlich festgelegt.

Das kann man hier nachlesen: „ WMO Climatological Normals

Normals: Period averages computed for a uniform and relatively long period comprising at least three consecutive ten-year periods (Technical Regulations).

Climatological standard normals: Averages of climatological data computed for the following consecutive periods of 30 years: 1 January 1981 to 31 December 2010, 1 January 1991 to 31 December 2020, etc. (Technical Regulations)…

Übersetzung: Normal: Durchschnittlicher Zeitraum, berechnet für einen einheitlichen und relativ langen Zeitraum mit mindestens drei aufeinanderfolgenden Zehnjahresperioden (technische Vorschriften).

Normale Klimatologische Standards: Durchschnitt der klimatologischen Daten, die für die folgenden aufeinander folgenden Zeiträume von 30 Jahren berechnet wurden: 1. Januar 1981 bis 31. Dezember 2010, 1. Januar 1991 bis 31. Dezember 2020 usw. (Technische Vorschriften).

„…The most significant of these changes was that the definition of a climatological standard normal changed, and it now refers to the most-recent 30-year period finishing in a year ending with 0 (1981-2010 at the time of writing), rather than to non-overlapping 30-year periods (1901-1930, 1931-1960, 1961-1990, and in the future 1991-2020) as was the case previously.

However, the period from 1961 to 1990 has been retained as a standard reference period for long-term climate change assessments.“

Übersetzung: Die bedeutendste dieser Änderungen war, dass sich die Definition eines „klimatologischen Standards normal“ geändert hat, und bezieht sich jetzt auf den letzten 30-Jahres-Zeitraum in einem Jahr, das mit 0 (1981-2010 zum Zeitpunkt des Schreibens) endet, und nicht mehr auf nicht überlappende Perioden von 30 Jahren (1901-1930, 1931-1960, 1961-1990 und zukünftig 1991-2020), wie dies zuvor der Fall war.

Der Zeitraum von 1961 bis 1990 wurde jedoch als Standardreferenzzeitraum für die langfristige Bewertung des Klimawandels beibehalten.“

Wir halten also fest: Als Klimareferenzperiode (Climatological standard normals) für kurz- und mittelfristige Darstellungen z.B. für Monate, Jahreszeiten und Jahre innerhalb einer Klimaperiode von 30 Jahren hat die WMO 2015 den Zeitraum von 1981-2010 verbindlich festgelegt: Das gilt folglich auch für die monatlichen DWD-Pressemeldungen, die ganz offensichtlich keine langfristige Bewertung des Klimawandels darstellen.

Fakt 1: Der DWD schummelt bei der „international gültigen Referenzperiode“.

Warum tut er das?

Die Antwort steckt schon im Pressetext: „…Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die positive Abweichung 1,3 Grad.“

Man will eine größere positive Abweichung (+2,2°C) vom Monatsmittel auch im April 2019 darstellen, in dem man die ungültige kältere Klimareferenzperiode (Klimamittel) 1961-1990 wählt an Stelle des wärmeren gültigen Klimamittels 1981-2010 mit einer Abweichung von nur +1,3°C.

Gut versteckt auf der DWD-Seite unter „Zeitreihen und Trends“ zeigt der DWD die Datenlage selbst:

Zum Vergrößern anklicken. DWD-Tabelle für die Temperaturen und deren unterschiedliche Abweichungen zu unterschiedlichen Referenzperioden. Zum gültigen WMO-Klimamittel 1981-2010 betrug die T-Abweichungen im April 2019 in Deutschland nur +1,3°C, zum ungültigen (kälteren) Klimamittel 1961-1990 dagegen +2,3°C. Quelle: wie oben

Niederschläge

Bei den Niederschlägen wird es durch Weglassen eines Referezzeitraums noch unübersichtlicher als bei den Temperaturen in der Pressemitteilung des DWD, wo ja immerhin beide Referenzzeiträume genannt werden.

„…Der April war ein sehr trockener Monat – besonders im Osten
Der April erreichte mit rund 30 Liter pro Quadratmeter (l/m²) nur 53 Prozent seines Solls von 58 l/m²…

Keinerlei Hinweis auf die Referenzperiode, die im Monat ein Mittel (Soll ist völliger Unsinn) von 58 l/m² haben soll, von denen nur 53 Prozent gefallen sein sollen.

Beim erneuten Blick in die „Zeitreihen und Trends“ des DWD erkennt man den Grund: Die 58 l/m² beziehen sich auf das ungültige feuchtere Klimamittel 1961-1990, die negative Abweichung im April 2019 erscheint dadurch größer, als sie zum gültigen WMO-Referenzzeitraum 1981-2010 mit nur 50,7 l/m² tatsächlich ist.

Zum Vergrößern anklicken. Die DWD-Tabelle zeigt für den Monat April 2019 im Gebietsmittel Deutschland 29,4 l/m² an. Das sind 58 Prozent von 50,7 l/m² zum gültigen WMO-Klimamittel 1981-2010. Quelle: Zeitreihen und Trends“

Die tatsächlich gemessenen 29,4 l/m² (statt der angegebenen 30 l/m² in der DWD-Pressemitteilung) im April 2019 im Gebietsmittel Deutschlands sind rund 60 Prozent und nicht 53 Prozent.

Auch hier soll ganz offensichtlich durch Weglassen des Referenzzeitraums ein größerer Niederschlagsmangel vorgetäuscht werden, um die DWD-Dürre-Klimawandelphantasien vom 23.4.2019 zu befeuern.

Fakt 2: Der DWD schummelt durch Weglassen einer Referenzperiode und wählt versteckt die ungültigen Werte von 1961-1990.

Sonnenstunden

Auch bei den Sonnenstunden fehlt in der DWD-Pressemitteilung (PM) vom 29.4.2019 jeder Hinweis auf die Referenzperiode, auf die sich Werte und Abweichungen beziehen: Die Verschleierung der Realität geht weiter.

April 2019 unter den fünf sonnenscheinreichsten seit Messbeginn 1951
Der April lag mit etwa 220 Stunden deutlich über seinem Soll von 154 Stunden und gehörte damit zu den fünf sonnigsten seit Messbeginn 1951…“

Statt der in der PM angegebene 220 Sonnenstunden wurden im April 2019 in Deutschland tatsächlich 227,9 gemessen, wie auch hier der Blick in die DWD-Tabelle zeigt.

Hier ist die Abweichung zwischen der gültigen WMO-Referenzperiode (Klimamittel) 1981-2010 mit 169,9 Stunden und den 153,7 Stunden der ungültigen Referenzperiode 1961-1990 besonders groß, so dass auch die Prozentanteile der Abweichungen mit +34,1 (gültig) zu +48,2 Prozent (ungültig)  besonders groß sind.

Die DWD-Tabelle mit den Werten und Abweichungen der Sonnenstunden im April 2019. Statt der in der Pressemitteilung angegebenen 220 Stunden wurden tatsächlich 227,9 Sonnenstunden gemessen. Zur gültigen WMO-Referenzperiode (Klimamittel) 1981-2010 betrug die Abweichung trotz des höheren Wertes nur +34,1 Prozent statt 48,2 Prozent zum ungültigen Klimamittel 1961-1990. Quelle: wie oben

Fakt 3: Der DWD schummelt bei den Sonnenstunden durch Weglassen einer Referenzperiode und verwendet auch hier versteckt das alte und ungültige Klimamittel 1961-1990, um eine größere positive Abweichung vorzutäuschen.

Klimaaalarm

Betrachten wir nun gemeinsam die klimaalarmistische Einleitung der DWD-Pressemitteilung vom 29.4.2019.

„Offenbach, 29. April 2019 – Auch der April 2019 ist in Deutschland verglichen mit dem vieljährigen Durchschnitt zu warm ausgefallen. Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes: „Wir können jetzt den Klimawandel live erleben. Der April 2019 ist hierzulande der 13. zu warme Monat in Folge. Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben.“…

Der 13. zu „warme“ Monat hintereinander…

So einen ausgemachten Unsinn unter anschließender vorsätzlicher Verwendung der ungültigen Klimareferenzperiode 1961-1990 (s.o.) mag man kaum glauben.

– War der April 2019 mit einer Mitteltemperatur vom 9,6°C WARM…?

– War der Januar 2019 mit einer Mitteltemperatur von 0,6°C und einer Abweichung von 0,2°C zum weltweit seit 2015 verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010 WARM…?

(zum Vergrößern anklicken)

Mal abgesehen davon, dass es im vierten Jahr hintereinander eine globale Abkühlung gibt und daran auch die kleinen Temperaturschwankungen im winzigen Deutschland – 0,07 Prozent der Erdoberfläche – nix ändern: Klimawandel nur in Deutschland gibt es nicht!

Zum Vergrößern anklicken. Der Plot zeigt die monatlichen globalen Temperaturabweichungen von UAH6.0 in der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT). Die lineare Trendlinie (grün) zeigt nach dem „Super“-El Niño-Ereignis 2015/2016 von Januar 2016 bis APRIL 2019 im weiter nach unten. Quelle: woodfortrees plot

Gute und baldige Besserung, DWD!

Übrigens: Der April 2019 in Deutschland war mit einer Mitteltemperatur von 9,6°C um 2,7°C kälter als der April 2018: Da is nix mit Erwärmung…

(zum Vergrößern anklicken)

Letzte Meldung: Die Schneeschmelze auf der Nordhalbkugel (NH) stagniert:

(zum Vergrößern anklicken)

 

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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35 Gedanken zu “Wie falsch ist die April-2019-Pressemeldung des DWD?

  1. Übrigens: Die großen Stauseen in Kalifornien/USA sind gut gefüllt; die von der NEW York Times im Jahr 2016 behauptete „Unendliche Dürre“ wurde schon im Januar 2017 nach nur fünf Jahren mit schweren Überflutungen als Klima-Lügenmärchen entlarvt.

    (zum Vergrößern anklicken)

    Die großen Stauseen in Kalifornien/USA sind auch in diesem Frühjahr wieder gut gefüllt, der Füllstand liegt Anfang Mai 2019 meist über dem historischen Durchschnitt für diese Jahreszeit. Quelle: Stauseen in Kalifornien

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    1. Vom 1. bis 5.5.2019 sind es-5,28°C…, wir sind hier nicht beim Schummel-DWD…:)

      Zum Vergrößern anklicken. Ungewöhnlich kalter Start in den Mai 2019: Am 1.5.2019 lagen die T-Abweichungen im Gebietsmittel Deutschlands bei -2,45°C, am 2.5. bei -2,59°C, am 3.5.2019 bei -3,42°C , am 4. bei -4,64°C und am 5. Mai bei -5,28°C zum weltweit seit 2015 verbindlichen WMO-Klimamittel 1981-2010: Die Mai-Kältewelle 2019 rollt von Norden mit neuen Allzeitrekordschneehöhen über Deutschland, Österreich und die Schweiz. Reagiert die Natur auf DWD-Unsinn…? Quelle: Aktuelles Wetter mit Ergänzungen

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  2. In Aachen muss es auch geschneit haben, und hier im Südwesten ist es arschkalt (sorry für den Ausdruck, ist aber so), aber kein Schnee in den Niederungen, dafür aber Regen.
    Ich kann mich nicht erinnern, mal so einen kühlen Mai erlebt zu haben. Und es soll wohl noch ne ganze Weile so bleiben.

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    1. Mittlerweile sind es aktuell -4,66 also wahrscheinlich -5 ….. aber hey wir sind in einer Ununterbrochenen Schleife bergauf im Klimawandel … und Latif hat recht, es gibt eine Regendürre

      Ab Mittwoch sind im Süden ergiebige Reg.. äh Schneefälle angesagt… Leider kein Regen 😦 😉
      Im Schwarzwald hat die Polizei die Kettenpflicht schilder aus dem Schrank geräumt … es währe das erste mal seit 30 Jahren wenn Sie die im Mai wieder aufstellen müssen, und im Moment siehts fast so aus 😀 *däumchen drück*

      PS: Sollte sich das derzeitige Hoch mit Nord bis Nordwest Strömung einnisten und über den Sommer bleiben …. werde ich mich freiwillig verpflichten den Friday for Future Schusseln im August warmen Tee vorbei zu bringen ! ja 🙂

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  3. Es scheint am Wochenende die nächste Kaltluftfront anzurücken, laut Kachelmannwetter bei Facebook. Die Abweichnungen bei den Temperaturen gehen in den blauen bis violetten Bereich.
    Das wäre ja ein starkes Stück, bekommen wir den kältesten Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ?
    Übrigens gibt es wohl neue Vulkaneruptionen (Asche) in Indonesien, der Sinalbung spuckt erste Aschewolken, wenn bisher auf nur 2000 Meter. Man darf gespannt sein, wie es da weitergeht.

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  4. Ich habe mal beim DWD angefragt:
    —————-
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    gibt es einen besonderen Grund,warum der DWD immer wieder auf die veraltete Referenzperiode von 1961-1990 zurückgreift? Da diese klimatisch kühler war, werden so für den Bürger Vergleichswerte verzerrt dargestellt.

    Unter „WMO Climatological Normals“ ist nachzulesen:
    „Climatological standard normals: Averages of climatological data computed for the following consecutive periods of 30 years: 1 January 1981 to 31 December 2010, 1 January 1991 to 31 December 2020, etc. (Technical Regulations)…“

    Mit freundlichen Gruß
    F. Jungeleit
    —————————-
    Antwort heute:
    —————————-
    Sehr geehrter Herr Jungeleit,

    zuerst einmal vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Interesse an der Arbeit des Deutschen Wetterdienstes.

    In der Tat werden die Klima(normal)perioden alle 10 Jahre erneuert, so dass sich Vergleiche nicht nur mit dem Zeitraum 1961-1990, sondern auch mit anderen Zeiträumen wie 1971-2000 oder aktuell mit 1981-2010 durchführen lassen. Die Vorteile der „jüngeren“ Klimaperioden könnten z.B. in einem zuverlässigeren und dichteren Datenpool, aber auch in der, wie Sie richtig sagen, aktuelleren Aussagekraft der Daten liegen.

    Dennoch wird die offizielle Periode von 1961-1990 weiterhin als maßgeblich betrachtet. Dies deswegen, weil Referenzperioden nicht zu oft geändert werden sollten, damit sich Auswertungen möglichst auf die gleiche Referenzperiode beziehen. Außerdem dienen Referenzperioden ja gerade zur Sichtbarmachung von Klimaveränderungen. Dies ist schlichtweg nicht möglich, wenn man die Referenzperiode immer auf Basis der aktuellen Messdaten definiert.

    Ich hoffe, Ihnen etwas weitergeholfen zu haben und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen

    Dipl.-Met. XXXXXX XXXXX (den Namen schütze ich aus Datenschutzgründen)
    Deutscher Wetterdienst, Offenbach
    —————————————-

    Ich glaube in diesen zwei Sätzen steckt mehr Wahrheit, als der DWD eigentlich zugeben wollte: „… dienen Referenzperioden ja gerade zur Sichtbarmachung von Klimaveränderungen. Dies ist schlichtweg nicht möglich, wenn man die Referenzperiode immer auf Basis der aktuellen Messdaten definiert.“

    Im Klartext, mit der aktuellen Referenzperiode – sprich den aktuellen Messdaten – hätten sie oft Probleme mit der „Sichtbarmachung von Klimaveränderungen“.

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  5. Guten Tag, Herr F. Jungeleit! Vielen Dank für deine Anfrage beim DWD! Eine höchst interessante Formulierung des Wetterdienstes. Da haben sie sich wohl wieder selbst eine Grube gegraben vom DWD…

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  6. @F. Jungeleit, da sollte man wirklich mal eine kleine Anfrage an die Opposition im Deutschen Bundestag starten. Am besten den AfD- oder FDP-Bundestagswahlkreisabgeordneten kontaktieren. Dann können die eine kleine Anfrage an Herrn Verkehrsminister Scheuer stellen. Dessen Ministerium ist Aufsichtbehörde gegenüber dem Deutschen Wetterdienst, dieser fällt somit in den Geschäftsbereich des Ministeriums.
    Auf die Kleine Anfrage muss der Minister dann antworten, und die Anfragen sind für alle Abgeordneten einsehbar und auch für die Öffentlichkeit.
    Man kann darauf hinweisen, dass das verbindliche WMO-Vergleichsmittel die Referenzperiode 1981-2010 ist, der DWD aber die alte, nicht mehr gültige Referenzperiode 1961-1990 verwendet. Somit werden Vergleichsdaten verfälscht.
    Und am besten Kopie der E-Mail-Korrespondez mit dem DWD dem Schreiben an die Abgeordneten hinzufügen. Vielleicht kann der Schneefan da ja bei einer Formulierung behilflich sein. Die Antwort vom Minister dürfte ihn sicher auch interessieren.

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    1. Man könnte auch neben dem Straftatbestand der „Volksverhetzung“ den der „Volksverdummung“ einführen und die Spitze des DWD einlochen ebenso wie die Betrüger aus den Chefetagen der Autoindustrie…

      Der Minister würde übrigens nach meiner Einschätzung den selben verlogenen Mist erzählen wie der DWD in seinem Anwortschreiben…, obwohl es ja teilweise sehr offen ist, indem der Betrug zugegeben wird, wie es F. Jungeleit zutreffend zitiert:

      „…dienen Referenzperioden ja gerade zur Sichtbarmachung von Klimaveränderungen. Dies ist schlichtweg nicht möglich, wenn man die Referenzperiode immer auf Basis der aktuellen Messdaten definiert.“

      Genau dazu dienen verbindliche WMO-Referenzperioden über aktuelle volle drei Jahrzehnte nicht.

      Sie dienen vielmehr dazu, internationale Datensätze in ihren Abweichungen und Tendenzen untereinander vergleichbar zu machen.

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      1. Ich weiß ja nicht, wie andere Wetterdienste in Europa agieren, ob die sich verbindlich an die Referenzperiode 1981-2010 halten, z.B ZAMG (Österreich), MeteoSschweiz, und andere nationale Wetterdienste in Europa. Das wäre wirklich mal interessant zu erfahren
        Tanzt da der DWD tatsächlich als einziger aus der Reihe?

        Da der Betrug weitgehend zugegeben wird, kann auch der Verkehrsminister nicht mehr um den heißen Brei drumrumreden, sonst ist er endgültig erledigt. Mit einer kleinen Anfrage an den Bundestag – davor können sich die Abgeordneten nicht drücken – käme jedenfalls etwas Bewegung in die Sache. Einen Versuch jedenfalls ist es wert.

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      2. Die Schweiz und auch Österreich halten sich in den aktuellen Monatsberichten an das seit 2015 weltweit verbindliche WMO-Mittel 1981-2010.

        Sogar die Warmrechner der amerikanischen Wetterbehörde NOAA tun dies.

        „The national maps show temperature anomalies relative to the 1981–2010 base period. This period is used in order to comply with a recommended World Meteorological Organization (WMO) Policy, which suggests using the latest decade for the 30-year average…“

        Das veraltete (kältere) Klimamittel 1961-1990 wird nur noch von Klimaktivisten benutzt, um eine Erwärmung vorzutäuschen oder gar eine Stagnation oder Abkühlung zu verschleiern.

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