Anhaltende Kältewellen in Europa, Nordafrika und Nordamerika – Schneefall in Algerien!

UPDATE 22.1.2017 – Major Warming (SSW) in Sicht: Die obere Stratosphäre über der Arktis wird plötzlich um 54°C wärmer! (s. Grafiken).

Entwicklung der ECMWF-Prognosen für die obere Stratosphäre in 10 hPa (rund 25 km Höhe) vom 21.1.2017 für den 27. und 29.1.2017. Es findet ein Temperatursprung der Differenz von 90N zu 60N von -10 K am 27.1. auf +44 am 29.1.2017 statt: Ein
Entwicklung der ECMWF-Prognosen für die obere Stratosphäre über der Arktis in 10 hPa (rund 25 km Höhe) vom 21.1.2017 für den 27. und 29.1.2017. Es findet ein Temperatursprung der Differenz von 90N zu 60N von -10 K am 27.1. auf +44 K am 29.1.2017 statt: Ein „Major Warming“ (SSW). „Die Auswirkungen dieser winterlichen Erwärmung auf den darunter rotierenden troposphärischen Polarwirbel können dramatisch sein, vom Polarwirbelsplit bis hin zur teilweisen Zirkulationsumkehr. Typischerweise stellen sich in diesem Fall auf der Nordhalbkugel meridionale Strömungsmuster ein, wodurch z.B. die Zufuhr kalter Luftmassen aus arktischen Regionen nach Mitteleuropa begünstigt werden kann.“ (Quelle für das „Zitat“: wie oben) Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

UPDATE 21.1.2017 – Modelle: Nach Milderung erneut strammer Winter in Sicht? (s. Grafiken).

Der Plot zeigt den Verlauf der Temperaturen über der Arktis (90N - 65N) von Januar 2016 bis Januar 2017 (rote Linie) in der oberen Stratosphäre bei 5 hPa (rund 36 km Höhe). Die Linie mit den grünen Pünktchen zeigt den durchscnittlichen Vrlauf, die oberen und unteren grauen Linie die jeweiligen Extremwerte. Quelle: Seit Anfang Januar 2017 sind die Temperaturen von historischen Tiefstwerten um -70°C bis Mitte Januar um rund 25 K auf rund -45°C gestiegen: Ein
Der Plot zeigt den Verlauf der Temperaturen über der Arktis (90N – 65N) von Januar 2016 bis Januar 2017 (rote Linie) in der oberen Stratosphäre bei 5 mb (wie hPa, rund 36 km Höhe). Seit Anfang Januar 2017 sind die Temperaturen von historischen Tiefstwerten um -70°C bis Mitte Januar 2017 um rund 25 K auf rund -45°C gestiegen: Ein „Minor Warming“. Diese kräftige Erwärmung erzeugt höheren Druck, der auf die darunter liegenden Luftschichten wirkt. Der Polarwirbel reagiert zeitversetzt und schickt um den Monatswechsel Januar/Februar 2017 mit kräftigen Trögen eisige Luftmassen nach Nordamerika und nach Europa (nächste Grafik). Die Linie mit den grünen Pünktchen zeigt den durchschnittlichen Verlauf, die oberen und unteren grauen Linie die jeweiligen Extremwerte. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/temperature/
Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 6/17.1.2017 für den 25./26.1.2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre einen kalten Trog über Südeuropa, in den ein weiterer Trog von Westeuropa folgt. Über dem ösrtlichen Mitteleuropa wird Hochdruck gerechnet, der Polarwirbel wirkt krfäftig und geschlossen, das mächtige Zentrum liegt über Nordsibirien. Quellen:
Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 20/21.1.2017 für den 30/31.1.2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre einen
kalten Trog über Ost- Südosteuropa, dem ein weiterer kräftiger Trog von NW folgt. Über Skandinavien und Island  wird nur bei ECMWF mit Hochdruck gerechnet, der Polarwirbel wirkt dort nahe einem Dipol mit Teilzentren über Sibirien und Grönland und damit stark gestört, ein mächtiger eisiger Trog liegt über Nordamerika.  Auch bei GFS liegt ein eisiger Trog über Nordamerika, der Polarwirbel ist deformiert, das mächtige Zentrum liegt über Nordsibirien. Das sieht nach kräftigem Wintereinbruch in Europa und in Nordamerika aus! Quellen: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz
Vergleich der ECMWF-Strat-Prognosen für 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 20. und 21. Januar 2017 für den 29. Januar 2017. Der Trog über Mitteeuropa wird zunehmend stärker gerechnet, auch die Dipol-Situation des Polarwirbels ist intensiver.
Vergleich der ECMWF-Strat.-Prognosen für 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 20. und 21. Januar 2017 für den 29. Januar 2017. In nur einem Tag hat sich die Dipol-Situation des Polarwirbels verstärkt, über Osteuropa hat sich in der Stratosphäre ein kaltes Cut-off-Tief (Tripol) gebildet, der hohe Druck über Mitteuropa ist stark abgeschwächt, von NW nähert sich ein kräftiger kalter Trog, über Nordamerika liegt ebenfalls ein kräftiger eisiger Trog. Das sieht bei andauernder Entwicklung nach kräftigem Wintereinbruch in Europa und Nordamerika aus! Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

Die teils extreme Kältewelle in Europa mit Temperaturen bis unter -40°C im Januar 2017 dauert an.

Die Temperaturen vor allem in Südosteuropa liegen bis zu -10°C unter dem WMO-Klimamittel 1981-2010.

Die CFSR-Reanalyse der Temperaturabweichungen in Europa vom 1. bis zum 16. Januar 2017 zum WMO-Klimamittel 1981-2010. Große Teile Europas sind von einer Kältewelle überzogen, für Deutschland wird eine negative Abweichungn von -1,9 K angegeben, die sich in der kommenden Woche noch kräftig auf -3,4 K Abweichung verstärken soll (s. Grafik darunter). Eins eisiger Januar 2017! Quelle:
Die CFSR-Reanalyse der Temperaturabweichungen in Europa vom 1. bis zum 16. Januar 2017 zum WMO-Klimamittel 1981-2010. Große Teile Europas sind von einer Kältewelle überzogen, für Deutschland wird eine negative Abweichung von -1,9 K angegeben, die sich in der laufenden Woche noch kräftig auf -3,4 K Abweichung verstärken soll (s. Grafik weiter unten). Ein eisiger Januar 2017 mit Temperaturabweichungen bis zu -10 K vor allem in Südosteuropa! Quelle: http://www.karstenhaustein.com/reanalysis/gfs0p5/ANOM2m_europe/ANOM2m_pastMTH_europe.html

Auch große Teile Nordafrikas und Nordamerikas sind von der anhaltenden Kältewelle betroffen, in Algerien hat es kräftig geschneit, weitere Schneefälle werden dort erwartet.

(zum Vergrößern anklicken)

Die Strömungsgrafik der Nordhalbkugel vom 16.1.2017, 09 Uhr UTC, zeigt Winde und Temperaturen in 2m Höhe an. Große Teile der NH sind von Kältewellen vor allem in Nordamerika und in Europa betroffen. Die lila/blauen Faeben zeigen Frostluft an. Quelle:
Die Strömungsgrafik der Nordhalbkugel vom 16.1.2017, 09 Uhr UTC, zeigt Winde und Temperaturen in 2m Höhe an. Große Teile der NH sind von Kältewellen vor allem in Nordamerika und in Europa betroffen. Die lila/blauen Farben zeigen Frostluft an. Quelle: https://earth.nullschool.net/#current/wind/surface/level/overlay=temp/azimuthal_equidistant=-0.24,78.77,246 (Durch Klicken auf „earth“ können Variationen angezeigt werden.)

Die aktuell großflächige und von Ostfrankreich bis Sibirien durchgehend geschlossene Schneedecke in Europa erzeugt bei dem niedrigen Sonnenstand Mitte Januar weitere Kälte:

Die NCEP-Grafik zeigt am 16.1.2017 eine goßflächige Schneebedeckung in Europa mit erhöhter Kälteproduktion. Quelle:
Die NCEP-Grafik zeigt am 16.1.2017 eine großflächige Schneebedeckung in Europa mit erhöhter Kälteproduktion. Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsdivka.html

Die Aussichten für Europa sind daher zunächst weiter kalt, die Durchschnittstemperaturen in Deutschland sollen in den kommenden sieben Tagen von derzeit -1,9 K Abweichung auf eisige -3,4 K weiter deutlich fallen.

Die CFSR-Reanalyse der Temperaturabweichungen in Europa vom 1. bis zum 16. Januar 2017 und die Prognose der Abweichungen zum WMO-Klimamittel 1981-2010 bis zum 23.1.2017. Große Teile Europas sind von einer Kältewelle überzogen, die sich in den kommenden 7 Tagen von -1,9 K für Deutschland noch kräftig auf eisige -3,4 K Abweichung verstärken soll. Ein eisiger Januar 2017 in deutschland und Europa! Quelle:
Die CFSR-Reanalyse der Temperaturabweichungen in Europa vom 1. bis zum 16. Januar 2017 und die Prognose der Abweichungen zum WMO-Klimamittel 1981-2010 bis zum 23.1.2017. Große Teile Europas sind von einer Kältewelle überzogen, die sich in den kommenden 7 Tagen von -1,9 K für Deutschland noch kräftig auf eisige -3,4 K Abweichung verstärken soll. Ein eisiger Januar 2017 in Deutschland und großen Teilen vor allem Südosteuropas! Quelle: http://www.karstenhaustein.com/reanalysis/gfs0p5/ANOM2m_europe/ANOM2m_fcstMTH_europe.html

Die bisher kältesten Januar-Monate der letzten zwanzig Jahre in Deutschland waren der Januar 2010 mit -4,0 K, der Januar 2006 mit -3,0 K und der Januar 2009 mit -2,6 K Abweichung zum international üblichen und von der WMO empfohlenen Klima-Mittel 1981-2010, der Januar 2017 könnte am Ende also zu den drei oder vier kältesten der letzten zwanzig Jahre gehören…

„…Hinweis von NOAA zur einheitlichen internationalen Verwendung des von der WMO empfohlenen Klimamittels 1981-2010, also der letzten vollen drei Jahrzehnte: http://www.ncdc.noaa.gov/monitoring-references/faq/anomalies.php

“The national maps show temperature anomalies relativ to 1981-2010 base period. This perios is used in order to comlpy with a recommended World Meteorological Organization (WMO) Policy, which suggests using the latest decade for the 30-year average.”

Die Verwendung älterer (kälterer) Klimamittel soll in der Regel die aktuelle Stagnation oder sogar Abkühlung in regionalen und globalen Temperaturreihen verschleiern…“

Der Winter 2016/17 in Deutschland liegt zur Halbzeit nach einer DWD-Abweichung

von 1,0 K im Dezember und bisher -1,8 K

Das Jahr 2017 startet – nach dem seit 1998 bestehenden auch 2016 erneut verpassten Wärmerekord global recht kühl, was bei den ungewöhnlichen Kältewellen auf der NH aber auch nicht verwundert, allerdings hat die SH bisher sogar einen noch kühleren Verlauf als die NH:

Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) Mitte Januar 2017. Die Abweichung zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 liegt am 9.2.2017 nur noch knapp über Null, die erste Hälfe des Januar 2017 ist mit einer Abweichung von nur noch 0,28 K zum WMO-Mittel 1981-2010 deutlich als im El Niño-Jahr 2016 mit 0,55 K. Quelle:
Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) Mitte Januar 2017. Die Abweichung zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 liegt am 9.1.2017 nur noch knapp über Null, die erste Hälfte des Januar 2017 ist mit einer Abweichung von nur noch 0,28 K zum WMO-Mittel 1981-2010 deutlich kälter als im El Niño-Jahr 2016 mit 0,55 K. Der bisherige Verlauf der SH (güne Linie) ist kälter als der Verlauf der NH (blaue Linie), die um den Jahreswechsel sogar einen kurzen Ausreißer nach oben mit einem folgenden steilen Absturz zeigte. Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Die schwache Sonne war in den ersten 15 Tage des neuen Jahres mit zehn Tagen in Folge – oder zwei Drittel des Monats/Jahres – ohne Sonnenflecken.

Nom 1. bis zum 15.1.2017 war die Sonne auf der erdzugewandten Seite zehn Tage (zwei Drittel der Zeit) fleckenlos. Quelle:
Vom 1. bis zum 15.1.2017 war die Sonne auf der erdzugewandten Seite zehn Tage (zwei Drittel der Zeit) fleckenlos, wie das Update vom 16.1.2017 zeigt. Quelle: http://www.spaceweather.com/

Die erwarteten Folgen einer anhaltend schwachen Sonnenaktivität für das Klima im Jahr 2017 und für die kommenden Jahrzehnte habe ich bereits beschrieben:

Wie kalt wird das Jahr 2017? Schwächste Sonnenaktivität seit 200 Jahren!

Schwache Sonne – kühle Erde: Wie schwach wird der nächste Sonnenzyklus nach 2020 ?

Bei diesen Bedingungen wächst das Grönlandeis seit 2015 – und zunehmend Ende 2016 – auch in diesem Jahr besonders kräftig weiter, wie die aktuelle Grafik des Dänischen Wetterdienstes (DMI) unübersehbar und mühelos – auch für Klima-Taliban – erkennen lässt:

Die akkumulierte Massebilanz des Grönlandeisschildes zeigt seit dem 1.9.2016 bis Mitte Januar 2017 einen kräftigen überdurchschnittlichen Eiszuwachs (untere Grafik, blaue Linie über der dunkelgrauen Linie/Durchschnitt) bis zu rund 375 Gigatonnen (375 Milliarden Tonnen oder 375 km³). Das sind rund 125 Gigatonnen Eiszuwachs mehr als im Durchschnitt der Jahre 1990-2013 (graue Linie). Gegenüber dem Jahr 2012 (rote Linie in der unteren Grafik) liegt die positive Differenz sogar bei rund 175 Gigatonnen! Die graue Fläche ist der Bereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean/Durchschnitt – dunkelgraue Linie). Originaltext: “Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out.” Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/
Die akkumulierte Massebilanz (SMB=Surface Mass Balance) des Grönlandeisschildes zeigt seit dem 1.9.2016 bis Mitte Januar 2017 einen kräftigen überdurchschnittlichen Eiszuwachs (untere Grafik, blaue Linie über der dunkelgrauen Linie/Durchschnitt) bis zu rund 400 Gigatonnen (400 Milliarden Tonnen oder 400 km³). Das sind rund 125 Gigatonnen Eiszuwachs mehr als im Durchschnitt der Jahre 1990-2013 (graue Linie). Gegenüber dem Jahr 2012 (rote Linie in der unteren Grafik) liegt die positive Differenz sogar bei rund 175 Gigatonnen! Die graue Fläche ist der Bereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean/Durchschnitt – dunkelgraue Linie). Originaltext: “Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out.” Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Ursache der ungewöhnlich eisigen Entwicklung im NH-Winter 2016/2017 ist das Verhalten des dominanten winterlichen arktischen Polarwirbels in der Stratosphäre, der wiederholt zu starken Trögen bis in die mittleren Breiten der Nordhalbkugel (NH) neigt und damit den Ausbruch arktischer Luftmassen nach Süden und im Gegenzug die Zufuhr milderer Luftmassen Richtung Arktis fördert.

Das verdeutlichen die Abweichungen des Geopotentials in 150 hPa (Luftdruck in rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 1. bis 13. Januar 2017 mit Grönland/Islandblock und mehreren kalten Trögen.

Die NOAA-Reanalyse für die Abweichungen des Geopotentials in 850 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 1. bis 13. Januar 2017.
Die NOAA-Reanalyse für die Abweichungen des Geopotentials in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) vom 1. bis 13. Januar 2017. Vier warmen Gebieten mit hohem Luftdruck (gelb/rote Farben) stehen vier kalte Gebiete (blau/lila Farben) mit niedrigem Luftdruck gegenüber. Besonders auffällig ist der warme Grönland-/Islandblock mit den kalten Trögen über Nordamerika und Europa. Quelle: https://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/

Die Artktis zeigt bei diesen Druckanomalien in der unteren Stratosphäre deutlich positive bodennahe Temperaturanomalien nördlich 80°N um +8 K.

Der Plot des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittsremperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2017 im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Aktuell liegen die Durchschnittstemperaturen bei -15°C Grad und damit - wie seit Wochen auch schon 206 - deutlich über dem vieljährigen Durchschnitt 1958-2002, allerdings mit um die -20°C weiter deutlich im Frostbereich. Quelle:
Der Plot des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittsremperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2017 mit Stand 15.1. im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Aktuell liegen die Durchschnittstemperaturen bei 251 Kelvin (-22°C) und damit – wie seit Wochen auch schon 2016 – deutlich über dem vieljährigen Durchschnitt 1958-2002 aktuell von rund 244 Kelvin (-29°C). Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

Wie geht es weiter mit dem Winterwetter in Deutschland und Europa?

Die aktuelle Woche bleibt überwiegend eisig auch in Deutschland mit leichter Milderung von Norden.

Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 14./15.1.2017 für den 24./25.1.2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre einen kalten Trog über Mitteleuropa, ECMWD rechnet den Hocdruck über Westeuropa stärker, während bei GFS der Trog lkräftiger unf umfangreicher ist. Quellen:
Zum Vergrößern anklicken: Vergleich der Stratosphärenprognosen ECMWF (150 hPa, rund 14 km Höhe) und von GFS (100 hPa, rund 16 km Höhe) vom 14./15.1.2017 für den 24./25.1.2017. Beide Prognosen rechnen in der unteren Stratosphäre einen kalten Trog über Mittel-/Südeuropa, ECMWF rechnet den Hochdruck über Westeuropa stärker, während bei GFS der Trog kräftiger und umfangreicher ist. GFS rechnet mit einem geschlossenen kräftigen Polarwirbel und Zentrum über Sibirien, während ECMWF den Polarwirbel schwächer mit Tripolansatz (Bumerang) und einem Teilzentrum über NO-Europa sieht. Der Winter bleibt!  Quellen: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html und http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/#emcz
GFS06-Prognose vom 315.1.2017 für die Tmin am 23.1.2017: Große Teile Europas werden von andauernder Kälte mit Nacht-Temperaturen um -10°C überzogen. Quelle:
GFS06-Prognose vom 15.1.2017 für die Tmin am 23.1.2017: Große Teile Europas werden von andauernder Kälte mit Nacht-Temperaturen um -10°C überzogen. Die Kältewelle im eisigen Januar 2017 dauert an! Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html
GFS06-Prognose vom 15.1.2017 für die Tmax am 22.1.2017: Große Teile Mittel- und Osteuropas weisen Tmax um oder unter O°C auf. Die Kältewelle mit Dauerfrost im eisigen Januar 2017 dauert an! Quelle:
GFS06-Prognose vom 15.1.2017 für die Tmax am 22.1.2017: Große Teile Mittel- und Osteuropas weisen Tmax bei oder unter O°C auf. Die Kältewelle mit Dauerfrost im eisigen Januar 2017 dauert an! Quelle: wie vor

In der letzten Januarwoche 2017 könnte es dann in Deutschland zu einer durchgreifenden Milderung kommen, wobei die reichlichen Niederschläge oberhalb 1000 m weiterhin als Schnee fallen dürften.

GFS-ENSemble-Prognose T850 hPa vom 16.1. bis zum 31.1.2017 für die Stadt ESSEN. Während die Temperaturen im ENS-Mittel zunächst unter oder im Klima-Mittel (rote Linie) lieen, wird ab 23.1.2017 ein deutlicher Temperaturanstieg bei rechlichen Niederschlägen erwartet. Quelle:
GFS-ENSemble-Prognose T850 hPa vom 16.1. bis zum 31.1.2017 für die Stadt ESSEN. Während die Temperaturen im ENS-Mittel zunächst unter oder im Klima-Mittel (rote Linie) liegen, wird ab 23.1.2017 ein deutlicher Temperaturanstieg bei reichlichen Niederschlägen erwartet. Quelle: http://old.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnmgeur.html

Aber so weit voraus gibt es noch keinen zuverlässigen Blick in die Glaskugel…, es kann also auch völlig anders kommen…

Letzte Meldungen:

USA: Heftiger Wintersturm mit Graupel und Eisregen – 11.000 Menschen ohne Strom

„Ein heftiger Wintersturm hat in Teilen der USA für massive Stromausfälle gesorgt. Im Staat Oklahoma saßen über 11.000 Kunden im Dunkeln, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Der Zivilschutzdirektor Matt Lehenbauer in Woodward County sagte, sein Bezirk sei womöglich am härtesten getroffen worden. Strommasten seien zu Boden gegangen.

Der Sturm brachte zentral gelegenen US- Staaten am Wochenende Graupel und Eisregen.“ ARD-Videotext S. 142, 16.1.2017

Heftige Schneefälle und extreme Glätte: Vier Tote bei Winterwetter in Japan

„Harsches Winterwetter in Japan hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Wie lokale Medien meldeten, verletzten sich außerdem mehr als 300 Menschen bei Unfällen infolge von extremer Glätte und heftigen Schneefällen. Ein 61 Jahre alter Mann in der Provinz Nagano wurde tot unter einem Schneepflug gefunden.

Ein 88-Jähriger in Kyoto starb, als ein Gewächshaus unter den Schneemassen zusammenbrach. Zwei weitere Menschen kamen bei einem Unfall auf vereister Straße ums Leben, hieß es in den Berichten.“ ARD-Videotext S. 141, 16.1.2017

WetterTicker: Italien: Schneefall und kein Ende

Video: Schneesturm auf Mallorca

Schneemassen in den Bergen Südeuropas

24.1.2017 – Fotostrecke: Neuschnee im Rheinland

24.1.2017: Vereiste Flüsse, Häfen und Schleusentore behindern Schifffahrt in Deutschland.

Quelle:
Quelle: http://www1.wdr.de/wdrtext/

 

UWZ am 24.1.2017:

„SONDERINFORMATION

Frostlage sorgt für zunehmende Behinderungen und Gefahren
Die nun schon teils mehrwöchige Dauerfrostperiode in der Mitte und dem Süden Deutschlands macht sich mehr und mehr bemerkbar. Vor allem durch die strengen Nachtfröste unter klarem Himmel sind einige Flüsse bereits mit Eisschollen und Treibeis überzogen. Einige Flussabschnitte sind sogar inzwischen gesperrt, obwohl Eisbrecher im Einsatz sind. Selbst auf der Saar und die Mosel sowie dem Neckar kommt es bereits zu Behinderungen durch Eisgang. Insgesamt bleiben die Nächte in den kommenden Tagen weiterhin frostig, wobei sich strenger Frost mit Tiefstwerten unter -10 Grad sich mehr und mehr auf den Süden und Südosten Deutschlands beschränken wird. Der Frost dringt auch immer weiter in den Boden ein. Daher mehren sich die Meldungen von Wasserrohrbrüchen.
Eine weitere Gefahr üben die zugefrorenen Gewässer aus. Wir können nur dringend davor abraten Eisflächen zu betreten. Flüsse, Hafenbecken und Kanäle weisen keine stabile Eisdecke auf und die Gefahr eines Einbruchs in die Eisdecke ist sehr hoch. Eltern sollten vor allem ihre Kinder vor den heimtückischen Gefahren zugefrorener Gewässer aufklären. In nahezu jedem kalten Winter sind leider Opfer zu beklagen, die sich leichtsinniger Weise auf das Eis gewagt hatten.
Ab dem Wochenende deutet sich eine von Nordwest nach Südwest fortschreitende Milderung an. Der Höhepunkt der Kältewelle ist also überschritten. Damit wird das Eis auf Seen und Flüssen zusehends brüchiger.

Andreas Wagner

Dieser Lagebericht wurde am 24.01.2017 um 15:35 Uhr ausgegeben.!

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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15 Gedanken zu “Anhaltende Kältewellen in Europa, Nordafrika und Nordamerika – Schneefall in Algerien!

  1. Wie immer eine schöne Zusammenstellung aller relevanten Karten.

    Das mit der Milderung in der nächsten Woche sehe ich keineswegs in trockenen Tüchern, wie der Schneefan ja auch. Insbesondere der GFS-Lauf von 12 UTC von heute, 16.1., zeigt nach 240 Stunden den Übergang zu einer Südwestlage, wie wir sie während der letzten drei jahre praktisch ununterbrochen hatten. Ich hatte sie wirklich satt, zumal sie im Sommer immer für Unwetter gut sind. EZMW zeigt dagegen ein völlig anderes Bild. Hier sollte man also Vorsciht walten lassen.

    Ein so genereller Umschwung wie zum Jahreswechsel der großräumigen Zirkulation wird meiner Erfahrung nach nur sehr selten wieder zurückgedreht. Sprich, nach statistischen Erwartungen ist die erneute Etablierung einer milden Südwestlage eher unwahrscheinlich. Im Übrigen zeigt die große Unsicherheit der Modelle in der erweiterten Mittelfrist, dass diese selbst sich noch gar nicht „sicher“ sind.

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

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    1. Danke für die positive Rückmeldung.

      Ja, das sehe ich auch so, aber die Tendenz zu einer – vorübergehenden? – Milderung in der letzten Januarwoche ist in allen Modellen vorhanden.

      Die Strat.-Modelle von ECMWF und GFS sehen aktuell zum 26./27.1.2017 weiter einen Trog über dem Mittelmeer und einen von Westeuropa folgenden weiteren Trog bei hohem Druck über dem östlichen Mitteleuropa.

      (zum Vergrößern anklicken)

      Der Polarwirbel wirkt in beiden Rechnungen stabil und geschlossen, das mächtige Zentrum liegt über Nordsibirien, also für Europas Winterwetter recht günstig.

      Das könnte bedeuten, dass sich die Frostluft über Mitteleuropa zunächst unter Hochdruck lange halten kann, bevor Tiefausläufer vom Atlantik folgen und nach vorübergehend milderer Luft wieder kältere Meeresluftmassen mit erneuten Schneefällen um den Monatswechsel heranführen.

      Nachtrag: ECMWF12 hat soeben nach kurzer Milderung ein hochwinterliches Szenario schon ab 27./28.1.2017 für Ost- und Mitteleuropa berechnet:

      ECMWF-Pognose 850 hPa vom 17. für den 27.1.2017 mit Hochwinter

      GFS12 und GEM12 sehen das heute – noch? – nicht.

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      1. Hallo Schneefan

        Schön deine Analysen zu lesen

        Wie siehst du die aktuellen entwicklungen für die nächsten Tagen in den Österreichischen Alpen??

        Mfg

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  2. Hier in meiner Region Hannover ist Schneehöhe 0,0 cm und
    Temperatur Aktuell +4 Grad. Nix von großer Kälte
    und Winterwetter mit Schnee leider.
    Das war es mit dem Winter.

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  3. Das ist bei der globalen und europäischen Gesamtlage vor dem eigentlichen Hochwinter um den Monatswechsel Januar/Februar sehr unwahrscheinlich…

    Die Modelle lassen bereits für die kommenden Woche weiter Frost mit Schnee bis ins Flachland mit Trog Mitteleuropa (GFS) und etwas später sogar mit Skandinavienblock erkennen (ECMWF).

    Selbst bei südlichem Wind käme zunächst die eisige Kälte mit Tmin um -30°C aus Süddeutschland in Richtung Hannover…, in ganz Spanien – ohne die Kanaren, aber einschließlich der Balearen – wurde vorgestern der Ausnahmezustand wegen Kälte bis -12°C und teils starker Schneefälle ausgerufen: https://deutsch.rt.com/newsticker/45475-spanien-ruft-ausnahmezustand-wegen-kalte-aus/

    Der Winter in Europa einschließlich Hannover bleibt und endet meteorologisch erst am 1.3.2017, kalendarisch sogar erst am 20.3.2017!

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  4. Ja Schneefan dein Positives denken hatte ich auch mal.
    Mal schauen vielleicht hat der Wettergott für und Flachländer
    doch noch ein Einsehen.Die Modellsimulationen in der
    Stratosphäre sehen ja wie von dir gezeigt nicht schlecht aus.

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  5. Leute, möglicherweise geht hier etwas durcheinander. Bei dieser windschwachen (und stinklangweiligen!) Hochdrucklage gibt es „Wetter in zwei Etagen“. Oberhalb 1000 m ist es inzwischen durch absinkende Luftbewegung deutlich milder geworden mit teils höheren Temperaturwerten auf der Zugspitze als in München.

    In Süddeutschland liegt verbreitet eine Schneedecke, die sich jede Nacht aufs Neue eine beachtliche Kaltluftschicht erschafft. In Norddeutschland, wo olle Egon den Schnee dahin gerafft hat, kann sich ein solches Kältekissen nicht ausbilden. Über die Gesamt-Troposphäre betrachtet haben wir zur Zeit in der Tat mildes Wetter, was ja auch das hohe Geopotential spiegelt!

    Ich teile den Pessimismus von Dracu aber nicht. Ich bin auch ein Schnee- und Winterfan (auch einer von kühlen Sommern und da auch ziemlich guter Hoffnung!) und möchte dem Blogbetreiber Schneefan eher recht geben. Ich drücke es aber lieber nicht als „entweder – oder“ aus (was eine typisch deutsche Eigenart zu sein scheint), sondern so:

    „Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass der Winter DE FACTO (Dracu) vorbei ist, ist signifikant geringer als die, dass da noch Einiges kommt“.

    Die Hochdrucklage wird nun noch länger Bestand haben. Aber solange der Kaltluftkörper über Osteuropa nicht abgeräumt ist, bestehen noch gute Aussichten. Ich weise darauf hin, dass die Modelle seit Jahresbeginn diesen Kaltluftkörper mehr oder weniger hinweg simulieren – und doch ist er immer noch da!

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

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  6. Sehr geehrter Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt,
    Ich war bisher auch immer Positive gestimmt was den weiteren
    Winterverlauf betraf.
    Doch in meiner Region Hannover hat dieser Winter nicht nur im Dezember sondern zu meiner großen Enttäuschung auch im Januar nichts aber rein gar nichts zustande gebracht, außer 2 Nächte mit – 8 Grad Tiefsttemperatur.Von dem Tief Egon mal ganz abgesehen wo hier
    Unwetterwarnungen wie am Fließ band für meine Region rausgegeben wurden vor 10-25 cm Schnee.So einen Flop habe ich selten gesehen den wir haben 1 cm mit gutem Willen bekommen.Und Milder ist es hier
    in der Südlichen Mitte Norddeutschlands auch geworden.Jetzt haben wir schon +1 Grad wo diesen Text schreibe. Von Nachtfrost ganz zu schweigen bei -2 Grad.Das haben wir in Mild Wintern auch schon gehabt.Und da fällt es mir schon schwer jetzt Positive zu denken. Stratosphäre hin oder her es müsste sich auch mal was tun für die Nordwesthälfte Deutschland. Im Süden und Osten ist der Winter schon lange angekommen aber hier sehe ich es leider nicht mehr so, das es noch ein anständiger Winter werden kann.

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    1. Na ja, man muss als Meteorologe im Vorhersagedienst immer aufpassen, dass man nicht seine Vorlieben in die Vorhersagen einfließen lässt. Der stratosphärische Polarwirbel ist während der letzten Tage wieder ziemlich glatt geworden, siehe hier:
      http://weather.uwyo.edu/cgi-bin/uamap?REGION=nh&OUTPUT=gif&TYPE=an&LEVEL=100&TIME=2017012112
      Das sieht in der Tat zumindest vorläufig nicht mehr nach richtig Winter aus. Dass es hier in Bayern am Boden noch so kalt ist, liegt einfach daran, dass der Kaltluftsee von der Schneedecke bei klarem Himmel und Windstille jede Nacht neu ausgebaggert wird.
      Insofern muss ich meinen Kommentar oben etwas revidieren (womit ich als Wissenschaftler, anders als die Alarmisten, kein Problem habe, wenn sich neue Fakten zeigen).

      Dennoch, liebe/r Dracu, die schwache Sonnenaktivität dürfte noch in diesem Jahrzehnt böse Überraschungen für die Gesellschaft, aber gute Überraschungen für uns Kältefreaks bereit halten.

      Hans-Dieter Schmidt

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  7. Dracu Ich wohne in der normalerweise wärmsten Ecke in Deutschland, am Oberrhein. Mag sein das im Raum Hannover in Sachen Winter nichts los war und ist. Hier schon. Momentan ist alles weis durch Reif und Schneegriesel, und nachts geht es fast regelmäßig ab bis – 13°. wir haben nun schon 2 Wochen fast Dauerfrost, und auch schon um die Jahreswende. Ich bin zufrieden

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    1. Die eisige Kälte mit Tmin um -20°C in großen Teilen Europas hält vor einer Milderung erst mal noch ein paar Tage durch, wie die GFS-Prognosen von heute für die Temperaturabweichungen in Deutschland von knapp -7 K zum WMO-Klimamittel 1981-2010 für den 28.1.2017 zeigen:


      Quelle: http://www.karstenhaustein.com/reanalysis/gfs0p5/ANOM2m_europe/ANOM2m_f132_europe.html

      Das WMO-Mittel 1981-2010 könnte den Januar 2017 in Deutschland mit um die -3,0 K Abweichung zu einem der kältesten Januarmonate der letzten zwanzig Jahre werden lassen.

      Die bisher kältesten Januar-Monate der letzten zwanzig Jahre in Deutschland waren der Januar 2010 mit -4,0 K, der Januar 2006 mit -3,0 K und der Januar 2009 mit -2,6 K Abweichung zum international üblichen und von der WMO empfohlenen Klima-Mittel 1981-2010.

      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland

      Ergänzung: Im Süden kältester Januar seit 30 Jahren

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      1. Der aktuelle Stand von heute, 26.1.2017: Der Januar 2017 ist bisher in großen Teilen Europas, vor allem in Mittel – und Südosteuropa, eisig mit Temperaturabweichungen von -3,3 K zum WMO-Klimamittel 1981-2010 in Deutschland.

        Wie erwartet wird es in der letzten Januarwoche von Westen milder und es setzt Tauwetter bis in mittlere Lagen ein.

        Wie lange diese Milderung andauert und wie weit sie nach Osten vorankommt, ist noch offen.

        CFSv2 sieht weiter einen ungewöhnlich milden Februar 2017 in Europa

        Dann schau’n wir mal…

        Meine Frau meint übrigens, auf Gran Canaria wäre es bei 20°C viel angenehmer, da fliegen wir am Samstag für zwei Wochen hin…

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  8. Ja Pilsi57 so kann es eben sein,
    Du bist zufrieden und ich hier mit diesem Winter Frustriert.
    Und das sind eben viele in Norddeutschland.Kälte allein ist kein Winter und Schnee sollte auch mal fallen.Und ein Winter ohne eine Schneedecke die mal Mindestens 1 Woche hält ist eben kein Winter.

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  9. Kai Zorn hat auch das Major Warming auf dem Schirm. Nach einer kurzen Milderung um den Monatswechesel soll es bald wieder unter dem langjährigen Mittelwert gehen.
    Dracu, ich denke der Winter ist noch lange nicht vorbei, er wird ein Comeback im Februar geben.
    Meines Erachtens stehen wir erst am Anfang einer längeren Kälteperiode, dies ist ein Vorgeschmack. Das Problem, die Warmduscher treffen Vorbereitungen das es wärmer wird. Kälteres Klima zu handeln ist weitaus schwieriger. Nur will davon niemand was wissen.

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