Arktis unterkühlt – Schneebombe auf Grönland – Meereisflächen größer als 2016!

UPDATE 3.7.2017: Rekordniedrige Schmelzflächen beim Grönlandeis!

Zum Vergrößern anklicken: Die oberen beiden DMI-Grafiken zeigen die Entwicklung des aufsummierten täglichen Eiszuwachses seit 1.9.2016 bis zum 30.6.2017 in Gigatonnen (eine Gt=eine Milliarde Tonnen). Der Eiszuwachs liegt im obersten Bereich der Messungen seit Aufzeichnungsbeginn (blaue Linien). Die unteren beiden Grafiken zeigen aktuell mit nur 13% die niedrigsten Schmelzflächen seit Beginn der Messungen in dieser Jahreszeit (untere Grafik rechts, blaue Linie unterhalb des grauen niedrigsten Durchschnittsbereichs). Der Durchschnitt bei den Schmelzflächen (graue Linie) liegt Ende Juni bei etwa 30%. Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/
Die Reanalyse der Abweichungen der globalen 2m-Temperaturen vom 1. bis 3.7.2017 (morgens) zeigt starke negative Abweichungen in Grönland und in der Antarktis. Aber auch große Teile Europas und der östlichen USA und Kanadas sind Anfang Juli 2017 unterkühlt, obwohl die Daten mit dem wärmenden GISS-Faktor „adjustiert“ (verfälscht) wurden. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Ende Juni 2017 ist die Arktis weiter unterkühlt, das Grönlandeis ist durch eine erneute „Schneebombe“ weiter auf Rekordwachstumskurs, die Meereisflächen sind größer als 2016.

Erstaunlich in Zeiten einer andauernden angeblichen globalen Erwärmung, die seit ihrem Ausbleiben nun „Klimawandel“ genannt wird.

(zum Vergrößern anklicken)

Der Plot des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittstemperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2017 im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Ende Juni 2017 (Update 30.6.) liegen die Durchschnittstemperaturen bei 0°C (273,15 Kelvin, blaue Linie) und damit unter dem vieljährigen Durchschnitt 1958-2002 (grüne Linie), wie schon seit Ende April 2017. Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

Am 29.6.2017 brachte eine großflächige „Schneebombe“ vor allem in der Nordhälfte Grönlands am Beginn der jährlichen Hauptschmelzzeit einen Schneezuwachs von rund 4 Gigatonnen oder 4 Milliarden Kubikmeter (m³).

Die Grafik des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt die täglichen Veränderungen der Massebilanz (SMB=Surface Mass Balance) des Grönlandeises in Gt (Gigatonnen/Milliarden Tonnen) seit 1.9.2016 (blaue Linie). Am 29.6.2017 hat eine „Schneebombe“ mit rund 4 Gigatonnen (4 Milliarden Tonnen oder 4 km³) Eiszuwachs beinahe einen neuen Tages- (obere Grafik) und Ende Mai/Anfang Juni 2017 auf rund 700 Gt angesammelten (Acc.=Accumulierten) Jahresrekord (untere Grafik) an Eiszuwachs im Jahr 2017 erreicht. Wehrt sich die Natur gegen Datenmanipulationen? Die graue Linie und die grauen Flächen stellen den am 25.4.2017 neuen angehobenen Durchschnitt (Mean) 1981-2010 dar, der den aktuellen anhaltenden starken Eiszuwachs geringer erscheinen lässt als zum alten niedrigeren Durchschnitt 1990-2013. Die rote Linie zeigt das kräftige Schmelzjahr 1.9.2011 bis 31.8.2012. Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/
Die Grafiken stellen den täglichen Masse-Zuwachs (blau) oder Masseverlust (rot) vom 29.6.2017 (linke Grafik) im Vergleich zum Klimamittel 1981-2010 am selben Tag dar. Der Massezuwachs am 29.6.2017 liegt deutlich über dem Durchschnitt, weil in Nordgrönland eine „Schneebombe“ niederging, die an diesem einen Tag die Massebilanz um rund 4 Milliarden Kubikmeter (m³) wachsen ließ. Quelle: wie vor

Die Größe der Schmelzflächen verharrt seit mehreren Wochen und liegt nach 21% am 28.6. am 29.6.2017 mit nur noch 17% weit unter dem vieljährigen Durchschnitt, der zu dieser Jahreszeit am Beginn der Hauptschmelze Ende Juni bis Anfang August bei knapp 30% liegt.

Die Schmelzfläche des Grönlandeisschildes ist nach dem Beginn der Schmelzsaison auch Ende Juni 2017 nahe dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen 1990 (rechte Grafik, blaue Linie nahe des unteren Endes der grauen Durchschnitts-Fläche). Die rechte der beiden linken Grafiken liegt am 29.6.2017 mit nur 17% Schmelzfläche deutlich unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt von knapp 30% (graue Linie in der rechten Grafik). Originaltext zur rechten Grafik: „…The percentage of the total area of the ice where the melting occurred from January 1 until today (in blue). For comparison the average for the period 1990-2013 is shown in the dark grey curve. The variation from year to year for each of the days during the melt season are shown as the gray shaded area.“ Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Die arktischen Meereisflächen (area) sind Ende Juni 2017 größer als 2016 und auch größer als 2012 und 2011.

Der Plot zeigt die täglichen Flächen (area) des arktischen Meereises der letzten Jahre sowie das Mittel der Jahre 1979 – 2006 (Linie aus blauen Punkten) und den Normalbereich einer Standardabweichung (graue Fläche). Die rote Linie für das Jahr 2017 liegt Ende Juni 2017 bei knapp 8 Millionen km² und damit höher als 2016 (schwarze Linie) und 2011 (hellblau) und 2012 (dunkelgrün). Quelle: http://arctic-roos.org/observations/ice-area-and-extent-in-arctic

Der DMI-Trend für das arktische Meereis (extent) sieht einen Zuwachs für den Juni 2017 gegenüber dem Vorjahr und einen fehlenden Trend seit 2005: Seit 2005 nehmen die arktischen Meereisflächen im Monat Juni also nicht mehr ab!

DMI-Prognose vom 29.6.2017 für die durchschnittliche Entwicklung der arktischen Meereisflächen (extent) im Juni 2017. Es wird ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet. Seit 2005 gibt es keinen erkennbaren Juni-Trend beim arktischen Meereis mehr (gelbe Flat-Linie von mir). Der Trend seit 2005 = +- 0,0%/Dekade. Quelle: http://ocean.dmi.dk/arctic/plots/icecover/

Die Aussichten für die kommenden sieben Tage sehen durchschnittliche Temperaturen in der Arktis, wobei Grönland deutlich unterkühlt ist.

Der Plot zeigt die Prognose vom 30.6.2017 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in der Arktis zum WMO-Klimamittel 1981-2010 für die kommenden sieben Tage. Während insgesamt durchschnittliche Temperaturen erwartet werden, ist Grönland mit TA von -2,4 K deutlich unterkühlt. Auch für große Teile Europas und Westsibiriens werden in der ersten Juliwoche 2017 unterdurchschnittliche Temperaturen gerechnet (blaue Farben). Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Diese kühlen Aussichten für die sommerliche Arktis sind aber noch nix gegen die andauernde ungewöhnliche eisige Kälte in der winterlichen Antarktis.

Die Prognose der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom WMO-Klimamittel 1981-2010 vom 30.6.2017 für die kommenden sieben Tage zeigt in der Antarktis in großen Teilen weiter starke Unterkühlung zum WMO-Klimamittel 1981-2010 (blaue und lila Farben). Quelle: wie vor

Siehe dazu auch: Eiszeit bei minus 80 Grad: Antarktis stark unterkühlt! Seit 8000 Jahren wird die Erde kälter!

Das hat natürlich auch Folgen für die globalen Temperaturen insgesamt, die nach dem kräftigen El Niño-Ereignis von NH-Sommer 2015 bis Anfang 2016 nach Rekordtemperaturen Anfang des Jahres 2016 auch 2017 weiter auf Talfahrt sind.

Im Juni 2017 wurde der bisher niedrigste Stand in diesem Jahr erreicht, die Prognosen sehen für den Juli 2017 einen weiteren globalen 2m-Temperaturrückgang…

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach den bis zum 30.6.2017 gemessenen und für die folgenden sieben Tage berechneten Werten gehen die globalen Temperaturen (schwarze Linie) ab Ende Mai 2017 wieder nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Vor allem auf der in den Höhepunkt des Winterhalbjahres startenden SH (blaue Linie) mit 81% Meeresoberflächen stürzen die Temperaturen in der Prognose Anfang Juli 2017 regelrecht bis unter NULL K Abweichung ab und erreichen den tiefsten Stand dieses Jahres. Der Juni 2017 erreicht bei den Abweichungen (dT) mit 0,336 K den niedrigsten Wert im Jahr 2017, in den Prognosen geht es mit 0,257 K Anfang Juli 2017 zunächst weiter nach unten…Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Die globalen und regionalen Rahmenbedingungen für den Juli 2017 sind bei andauernder globaler Abkühlung im Siebenschläferzeitraum nicht günstig für einen warmen Sommer in Europa und in Deutschland.

Die Prognose vom 30.6.2017 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa für die erste Juliwoche 2017. Verbreitet werden Temperaturen unter dem WMO-Klimamittel 1981-2010 erwartet (blaue Farben). Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Auch NOAA/CFSv2 rechnet aktuell (Update 1.7.2017) in der Langzeitprognose mit einem eher unterkühlten Juli 2017 nicht nur in Deutschland.

Die NOAA/CFSv2-Prognose vom 1.7.2017 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im Juli 2017. Für Deutschland und angrenzende Teile Europas werden insgesamt eher unterdurchschnittliche Abweichungen um 0-,75 K (blaue Farben) erwartet. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html

Für den Juni 2017 hatte CFSv2 – zeitweise – einen in Teilen überdurchschnittlich temperierten Monat – auch für Deutschland – prognostiziert.

Die NOAA/CFSv2-Prognose von Anfang Juni 2017 für die Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im Juni 2017. Für Deutschland werden insgesamt Abweichungen im positiven Bereich um 1,5 K erwartet. Die Standardabweichung vom Mittelwert (Normalbereich/Durchschnitt) liegt im Juni in Deutschland bei rund +-1,3 K (°C). Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2_fcst_history/201506/htmls/euT2me2Mon.html

Wie gut diese Prognose für Deutschland in diesem Fall lag, zeigt die aktuelle Analyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen mit dem fast kompletten Juni 2017.

Analyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa für den Juni 2017. Europa ist zweigeteilt: Während der Nordosten unterkühlt ist, zeigt die Südwesthälfte positive Abweichungen. Mit knapp 2,0 K liegt Deutschland nahe an der CFS-Prognose von Anfang Juni 2017. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

Ein UPDATE der Siebenschläferprognosen für den weiteren Verlauf des Sommers 2017 erfolgt in einigen Tagen.

Letzte Meldung: ENSO-Modelle aktuell weiter recht einig: El Niño 2017 fällt aus!

Zum Vergrößern anklicken: Der Durchschnitt der ENSO-Modelle sieht am 20. Juni 2017 für die Monate Juli bis November 2017 im Mittel (Mean) keine El Niño-Bedingungen (ab +0,5 K und wärmer) mehr.  Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/model-summary/#tabs=Pacific-Ocean

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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2 Gedanken zu “Arktis unterkühlt – Schneebombe auf Grönland – Meereisflächen größer als 2016!

  1. Dazu paßt eine Reportage auf WO in der gezeigt wurde, dass im Norden Lapplands noch viele Seen zugefroren sind, und der Schnee sich immer noch mancherorts über 2 Meter an den Strassenrändern türmt. Ich denke, dass der größere Temperaturunterschied durch die unterkühlte Arktis und dem im Sommer aufgeheizten Kontinent etwas zu tun hat mit den Unwettern der letzten Zeit. Die Energie die da Ensteht muss ja irgendwo hin.

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    1. Ja, darauf hatte ich schon Ende Mai 2017 im Beitrag zum verregneten Schafskälte-Pfingsten hingewiesen:

      „Arktis weiter unterkühlt – starke Temperaturgegensätze zu den Subtropen!

      DMI
      Der Plot des dänischen Wetterdienstes (DMI) zeigt den Verlauf der täglichen Durchschnittstemperaturen der Arktis (rote Linie) nördlich 80°N im Jahr 2017 bis zum 29.5. im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt (grüne Linie). Die Durchschnittstemperaturen liegen seit Wochen unter dem vieljährigen Durchschnitt 1958-2002, aktuell noch immer mit um die -5°C und rund -2 K unter dem Mittel weiter deutlich im Dauer-Frostbereich, wodurch sich die Temperaturgegensätze (Gradienten) zu den bereits sommerlich heißen Subtropen verstärken. Dies führt zu verstärkter Tiefdrucktätigkeit auf der NH. Quelle: Mean Temperatures North Of 80N

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