CFSv2: Kühler Herbst und kalter Winter?

UPDATE 3.9.2017: Mehr als 60 cm Neuschnee auf der Zugspitze! Der Schneefall dauert an! webcam.

Dritter Tag in Folge mit Schneefall auf der Zugspitze am 3.9.2017, 13.59 Uhr bei -4,6°C. Es liegen mittlerweile über 60 cm Schnee! Quelle: webcam
Tiefverschneiter sonniger Frühwinter bei -4°C am 4.9.2017 auf der Zugspitze. Quelle: webcam

UPDATE 2.9.2017: Starke Schneefälle in den Alpen bis 1800 m: Live-Video.

Zum Vergrößern anklicken: Starker Schneefall auf der Zugspitze bei -4,6°C am 2.9.2017: Quelle: webcam

Nach einem durchschnittlich temperierten Sommer 2017 in Deutschland steht das NOAA-Wettermodell CFSv2 für den Herbst und vor allem für den kommenden Winter weiter auf „Kalt“.

Diese frühen Trend-Prognosen sind naturgemäß bisher nur ein erster und noch sehr unzuverlässiger Blick in die Zukunft.

HERBST 2017 (zum Vergrößern anklicken)

Meteociel/CFS-Prognose vom 30.8.2017 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500m) in Europa im Herbst 2017. Für große Teile Europas und auch für Deutschland wird derzeit ein zunehmend kalter Herbst 2017 gerechnet. Quelle: http://www.meteociel.fr/modeles/cfsme_cartes.php

WINTER 2017/18

Meteociel/CFS-Prognose vom 30.8.2017 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500m) in Europa im Winter 2017/18. Für große Teile Europas und auch für Deutschland wird derzeit ein durchgehend eisig kalter Winter gerechnet (von links nach rechts: Dezember, Januar, Februar, der von Meteociel fälschlich als Mars/März beschriftet wurde). Quelle: http://www.meteociel.fr/modeles/cfsme_cartes.php

Zum Vergleich eine allerdings sehr ähnliche eisige Prognose vom 19.6.(!)2017, die ich hier vorgestellt hatte: NOAA/CFS: Juli und August 2017 in Deutschland und Europa eher kühl – Winter 2017/18 eisig kalt?

Meteociel/CFS-Prognose vom 19.6.2017 für die Temperaturabweichungen in 850 hPa (rund 1500m) in Europa im Winter 2017/18. Für große Teile Europas und auch für Deutschland wird derzeit ein durchgehend eisig kalter Winter gerechnet (von links nach rechts: Dezember, Januar, Februar). Quelle: http://www.meteociel.fr/modeles/cfsme_cartes.php

Lässt sich aus dieser Wiederholung schon ein ernsthafterer Trend ableiten?

Noch nicht…, allerdings werden diese kalten Prognosen für den Winter 2017/18 bei weiteren Wiederholungen auch im September, Oktober und November 2017 immer wahrscheinlicher.

In Ostsibirien hat es Ende August 2017 ungewöhnlich frühe Schneefälle gegeben, die dort zu großflächigen Stromausfällen und der Ausrufung des Ausnahmezustandes führten, wie das ZDF heute in seinem Videotext meldet.

ZDF-Videotext vom 30.8.2017. Quelle: Teletext ZDF – ZDFtext

Ursache dieser ungewöhnlich frühen und starken Schneefälle ist ein umfangreiches kaltes Höhentief über dem gebirgigen Amur-Gebiet nahe der chinesischen Grenze.

Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Eine frühe Einwinterung in Sibirien bereits Ende August könnte auch eine frühe Einwinterung in Nordosteuropa im Oktober 2017 nach sich ziehen: Eine gute Voraussetzung für einen kalten Winter auch bei uns in Mitteleuropa…

Wenn man sich so die erstaunlichen, frühen und anhaltenden Brutto-Eiszuwächse in diesem Jahr auf Grönland...(Update 30.8.2017)

Tägliche Massebilanz (SMB=Surface Mass Balance) des Grönlandeisschildes in Gigatonnen (Gt=1 Milliarde Tonnen, blaue Linien) vom 1.9.2016 bis 30.8.2017 (Update). Mit zeitweiligen Rekordzuwächsen über den grauen Durchschnittsflächen (untere Grafik) endet das Berechnungsjahr mit rund 180 Gt weit über dem Durchschnitt (graue Linie) und rund 500 Gt (500 Milliarden Tonnen) Brutto-Eiszuwachs gegenüber dem niedrigen Rekordjahr 2012 (rote Linie). Da oben ist es mächtig kalt geworden! Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

…, den neuen Juli-Kälterekord mit -33°C auf Grönland! und New Video: July 4th Arctic Fake News Update.

Der Screenshot zeigt die 2m-Temperaturen am 4.7.2017 im Gipfel-Camp in Grönland (3207m). Mit -33°C wurde der alte Rekordwert für Juli von -30,7°C vom letzten Jahr noch unterschritten; zugleich wurde mit -33°C der niedrigste Wert in einem Juli auf der gesamten Nordhalbkugel seit Beginn der Aufzeichnungen 1990 gemessen. Quelle: Latest From The Greenland Meltdown
Figure 6. This plot shows air temperatures from Summit Camp in Greenland for the period of July 11 to August 11. Quelle:
„Figure 6. This plot shows air temperatures from Summit Camp in Greenland for the period of July 11 to August 11.“ In der Nacht vom 31.7. zum 1.8.2016 wurde mit -30,7°C die niedrigste Temperatur in einem Juli seit Beginn der Aufzeichnungen 1990 gemessen. Ist dies für den DWD ein sicheres Anzeichen dafür, dass wir mitten in der globalen Erwärmung stecken, die seit ihrem nun fast 20jährigen Ausbleiben Klimawandel genannt wird? Quelle: http://nsidc.org/greenland-today/ und DWD-Satire: „Weltweit wird der Sommer 2016 die bisherigen Wärmerekorde brechen.“

…,  die sehr positive Entwicklung der arktischen Meeeisflächen (extent) gegenüber einigen Vorjahren zum Ende der Schmelzsaison 2017 …

Der Plot zeigt die täglich Entwicklung der Meereisflächen(extent) der Arktis bis zum 28.8.2017 (rote Linie) im Vergleich zu den Vorjahren. 2017 liegt stabil und höher als in den Vorjahren, eine starke Abnahme ist bis Mitte September und dem einsetzenden winterlichen Eiswachstum nicht mehr zu erwarten. Quelle: http://www.wzforum.de/forum2/read.php?6,3365858,3403069#msg-3403069

…und die Entwicklung der globalen Temperaturen anschaut…,

Der Plot stellt die gemessenenen und berechneten Abweichungen der globalen 2m-Durchschnittstemperaturen zum modernen und international üblichen WMO-Klimamittel 1981-2010 dar. Nach den bis zum 30.8.2017 gemessenen und für die folgenden sieben Tage berechneten Werten gehen die globalen Temperaturen (schwarze Linie) ab Ende August 2017 wieder nach unten, obwohl sie mit dem wärmenden NASA/GISS-Faktor “adjusted” (verfälscht) wurden. Vor allem auf der im Hochwinter befindlichen SH (blaue Linie) mit 81% Meeresoberflächen stürzen die Temperaturen nach Mitte August 2017 regelrecht bis unter NULL K Abweichung ab und erreichen in der Prognose den tiefsten Stand dieses Jahres. Quelle: http://www.karstenhaustein.com/climate.php

…, könnte einem im Hinblick auf den kommenden Winter schon ein leichtes Frösteln überkommen…

Latif 2000

UPDATE 1.9.2017: Sieben Tage Schneefall auf der Zugspitze – der Herbst ist da! (webcam).

Schneefall auf der Zugspitze am 1.9.2017 bei -1,2°C: Der Herbst ist da! Quelle: wie vor
WO-Prognose vom 1.9.2017 (met. Herbstanfang) für sieben Tage Schneefall hintereinander auf der Zugspitze. Quelle: http://www.wetteronline.de/wetter/zugspitze

 

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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21 Gedanken zu “CFSv2: Kühler Herbst und kalter Winter?

  1. Hi Schneefan
    Ha ha ha ! Jetzt kommt eventuell ein kalter Winter und du schipperst durch die südlichen Gefilde und schwitzt dir einen ab , während wir hier Schneemänner bauen und lustige Schneeballschlachten veranstalten ! Hi hi hi !
    Hättest früher fahren sollen !
    Nichtsdestotrotz wünsche ich dir nochmal eine gute Reise !
    Grüße aus Ingolstadt

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  2. Komisch auf anderen Wetterseiten ist die Prognose von CFSv2 genau anders rum !!!
    Da berechnet das Wetter-Model einen durchwegs bis zu + 2 Grad zu warmen Winter.
    Wie kann das sein ????

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    1. Ich kenne nur eine Wetterseite, auf der CFSv2 „genau anders rum“ rechnet, nämlich die Original-NOAA-Seite.

      Hier werden für den Winter 2017/18 in Deutschland aktuell 0,5 bis 2 K über dem (milden) Klimamittel 1999-2010 gerechnet.

      CFSv2

      Schau’n wir mal, wie sich auch diese Rechnungen im Laufe der kommenden Monate verändern…

      Die tagesaktuelle CFSv2-Rechnung für den September 2017 in Europa sieht übrigens so aus:

      September 2017
      Quelle: Meteociel Tendenz Europa September 2017

      Die für den März 2018 so,…

      März 2018 kalt

      …, was in die von mir in Kommentar 2 beschriebene La Niña-Richtung einer frühen und späten Winterkälte geht…

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  3. Bei der BILD-Zeitung scheint es Dominik Jung mal gerne wieder zu übertreiben. Angeblich soll sich nächste Woche ein Ableger eines Azorenhochs bei uns breit machen und am Freitag. 08.09. bis zu 30° C bringen. Hoffentlich nicht. Es muss doch dieses Jahr endlich Feierabend mit Hitze sein!
    Aber die Wettermodelle und Trendvorhersagen bei kachelmannwetter und DWD sehen bisher für BaWü 25 °C als das höchste, WO 24 °C.

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    1. Zumindest für Ende August, ja!

      DMI

      Die Saison vom 1.9.2016 bis zum 31.8.2017 (untere Grafik, blaue Linie) hat mit rund 180 Gigatonnen SMB-Überschuss gegenüber dem Mittel 1981-2010 (graue Linie) geendet.

      Gegenüber 2012 (rote Linie) beträgt der Überschuss rund 500 Gigatonnen (500 Milliarden Tonnen oder m³, das sind 500 km³).

      Die Differenz entspricht nach vom DMI geschätzten jährlichen Netto-Eisverlust durch „Kalben“ von 200 Gigatonnen umgerechnet etwa zweieinhalb Jahre Ausgleich der Verluste allein in diesem Jahr.

      Der Netto-Eisverlust ist in diesem Jahr durch den starken Anstieg der Brutto-Massebilanz auf 180 Gt gegenüber dem Mittel von 200 Gt auf 20 Gt stark geschrumpft, das entspricht einem Rückgang des geschätzten jährlichen Netto-Eisverlustes um 90%.

      Man könnte es auch so formulieren: Gröndlandeisverlust kommt 2017 fast zum Stillstand!

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      1. Die DMI-Experten schreiben in einer Zusammenfassung zum Eisjahr 1.9.2016 bis 31.8.2017 sogar über einen möglichen Netto-Eiszuwachs 2017 einschließlich der Eisverluste duch „Kalben“:

        „…This year, thanks partly to Nicole’s snow and partly to the relatively low amounts of melt in the summer, we estimate the total mass budget to be close to zero and possibly even positive...“

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    1. Beim arktischen Meereis erscheint mir das noch etwas früh…

      Allerdings gibt es nördlich 80°N bereits Durchschnittstemperaturen um -2°C, die für ein Gefrieren von Meerwasser ausreichen…

      DMI Dauerfrost nördlich 80°N am 31.8.2017
      Quelle: DMI Arktis Temperaturen nördlich 80°N

      Beim Grönlandeis gibt es ein SMB-Bruttowachstum seit etwa zwei Wochen, d.h. die Masse-Gewinne durch Schneefall und einsetzende Vereisung offener Gewässer sind höher als die noch andauernden Schmelzverluste.

      Klar ist aber jetzt schon: Das Pariser Klima-Abkommen vom Herbst 2015 ist ein voller Erfolg – eine sommerlich eisfreie Arktis wird es in diesem Jahrhundert nicht mehr geben: Die Erde ist gerettet! Success of the Paris Accords

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