Gibt es einen Zusammenhang zwischen Sonnenschwäche und verstärkter Vulkanaktivität? Die „Kleine Eiszeit“ beweist es!

Mehrere Studien belegen einen Zusammenhang zwischen schwacher Sonnenaktivität und verstärkter Vulkanaktivität auf der Erde.

Diese Kombination aus Sonnenschwäche und verstärkten Vulkanausbrüchen mit bis in die Stratosphäre aufschießenden Aschewolken, die wie die Laki-Krater des Vulkans Grímsvötn von 1783 bis 1785 auf Island teils jahrelang großräumig den Himmel auf der gesamten Nordhalbkugel (NH) verdunkelten, führte zu der über mehrere Jahrhunderte andauernden “Kleinen Eiszeit”.

„…Auch während der Kleinen Eiszeit gab es noch bedeutende Vulkanausbrüche, so die Eruption der Laki-Krater auf Island im Jahre 1783 und die des Tambora auf der Insel Sumbawa (Indonesien) im Jahre 1815. Im darauffolgenden Jahr 1816, dem „Jahr ohne Sommer“, wurden in Nordeuropa und im Osten Nordamerikas Schnee und Frost im Juni und Juli beobachtet…“

Der Grímsvötn schleuderte im Mai 2011 zu Beginn der Eruption hundert- bis tausendmal mehr Asche und Wasserdampf pro Sekunde in die Luft als der Eyjafjallajökull bei dem Ausbruch im Frühjahr 2010... Quelle:
Der isländische Vulkan „Grímsvötn“ schleuderte im Mai 2011 zu Beginn der Eruption hundert- bis tausendmal mehr Asche und Wasserdampf pro Sekunde in die Luft als der Eyjafjallajökull bei dem Ausbruch im Frühjahr 2010… Quelle: Vulkan Grímsvötn – SPIEGEL ONLINE

Die in unterschiedlich langen Zyklen wiederkehrenden Ereignisse der Sonnenaktivität ließen Solarforscher und Statistiker einen Zusammenhang mit den ebenfalls unterschiedlich langen Zyklen der Planetenkonstellationen vermuten.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die unterschiedlichen Planetenkonstellationen vor allem der beiden Gasriesen Jupiter und Saturn selbst mit den nur geringen Unterschieden in den Gezeitenkräften sowohl auf die inneren Dynamos der Sonne – und damit auf die Sonnenfleckenaktivität – und das Baryzentrum (Zentrum der Schwerkraft) unseres Sonnensystems als auch auf die Erde und ihre Plattentektonik einwirken und zu verstärkter Vulkantätigkeit führen.

„Wenn Jupiter und Saturn in einer Linie stehen, kommt das Baryzentrum um fast 2 Sonnenradien außerhalb der Sonnenmitte zu liegen. Dies kommt etwa alle 20 Jahre vor (siehe auch „Große Konjunktion„). Etwa zehnmal im Jahrtausend versammeln sich sogar alle Planeten von Merkur bis Neptun im selben Quadranten des Sonnensystems, also einem 90°-Sektor – was zuletzt 1817 geschah. Im März 1982 standen die 9 Planeten innerhalb 95 Winkelgraden, weshalb viele Astrologen düstere Prognosen stellten; man las sogar vereinzelt, die Anziehungskräfte der Planeten könnten das Sonnensystem auseinander reißen.
Übrigens zog 1990 das Sonnenzentrum fast exakt durch den Schwerpunkt, stand hingegen 1997 zwei Sonnenradien davon ab. Im Mai 2000 wiederum standen die fünf schon im Altertum bekannten Planeten auf der erdabgewandten Sonnenseite…“

Die Gezeitenkräfte der vereinten Planeten zerren also nicht nur an den Erdplatten, sondern auch an unserem Zentralgestirn und verschieben das Baryzentrum so stark, dass es nicht nur innerhalb der Sonne schwankt, sondern meist auch außerhalb der Sonne liegt, wie die folgende Grafik aus einer Arbeit aus dem Jahr 2007 (eingereicht 2004!)  veranschaulichen soll, die das PIK Potsdam(!) veröffentlichte: (Alle Grafiken lassen sich durch Anklicken vergrößern)

M. Paluš et al. / Physics Letters A 365 (2007) 421–428 Fig. 1. Trajectory of the SIM in the period 1949–2100 A.D. The barycenter of the solar system is located at + and the positions of the Sun are marked by ∗ . The orbital rotation of the Sun is anti-clockwise. The shadowed circle shows the solar disk in January 2002, when the barycenter was clearly outside the Sun. Quelle:
M. Paluš et al. /
Physics Letters A 365 (2007) 421–428
Fig. 1. Trajectory of the SIM in the period 1949–2100 A.D. The barycenter of
the solar system is located at + and the positions of the Sun are marked by .
The orbital rotation of the Sun is anti-clockwise. The shadowed circle shows the solar disk in January 2002, when the barycenter was clearly outside the Sun. Quelle: The solar activity cycle is weakly synchronized with the solar inertial motion

Die Grafik zeigt das Baryzentrum + und die dazu  berechneten Positionen der Sonne * von 1950 bis zum Jahr 2100, wobei die orbitale Drehbewegung der Sonne gegen den Uhrzeigersinn geht. Die errechnete Zyklusdauer der Solar Inertial Motion (SIM – Trägheitsbewegung) beträgt 178,8 Jahre, was einem doppelten solaren Gleissbergzyklus von durchschnittlich 90 Jahren entspricht.

Vor rund 180 Jahren, also etwa um das Jahr 1835, befand sich die Erde am Ende einer langen Phase eines tiefen Sonnenfleckenminimums, die man „Kleine Eiszeit“ nennt, und zwar im Daltonminimum.

Dalton minimum, also called Modern minimum, Dalton minimum: average yearly sunspot numbers showing the 11-year solar cycle [Credit: Encyclopædia Britannica, Inc.] period of reduced sunspot activity that occurred between roughly 1790 and 1830. It was named for the English meteorologist and chemist John Dalton. Quelle:
Dalton minimum, also called Modern minimum. Dalton minimum: average yearly sunspot numbers showing the 11-year solar cycle period of reduced sunspot activity that occurred between roughly 1790 and 1830. It was named for the English meteorologist and chemist John Dalton. Quelle: http://www.britannica.com/topic/Dalton-minimum
Neben dem Gleissbergzyklus haben Wissenschaftler in Baumringen den Suess/de Vries Sonnenfleckenzyklus von rund 210 Jahren entdeckt, der uns in der Grafik oben etwa auf das Jahr 1805 und damit an den Beginn des kalten Daltonminimums stellt…

Quelle:
Quelle: Die unruhige Sonne und der Klimawandel

Aktuelle Studien weisen unter Berücksichtigung der dargestellten Erkenntnisse auch über die Sonnendynamos in der u.a. vom PIK Potsdam 2007 veröffentlichten Arbeit darauf hin, dass das Ende der globalen Erwärmung wegen der seit etwa 2004 bestehenden und sich vertiefenden Sonnenschwäche bereits eingesetzt hat und die Erde in diesem Jahrhundert deshalb deutlich kühleren Zeiten entgegensieht: Neues Sonnenmodell: “Kleine Eiszeit” schon in 15 Jahren – Eisige Winter in Europa und Nordamerika 

Um so unverständlicher erscheint es, wenn ein Klimaberater der Bundesregierung vom PIK Potsdam die Erwärmungspause bei den globalen Temperaturen weiterhin öffentlich leugnet und ein anderer Klimaberater eben derselben Bundesregierung sogar den Katholischen Papst erst kürzlich wider besseres Wissen zum Welt-Klimaretter machte: Sommerschnee in den Alpen – Klimawahn im Vatikan?

Ob die Winter in Europa bald wieder so aussehen wie 1708/1709?

Die Temperaturanomalien im Winter 1708/1709 in Europa. Quelle:
Die Temperaturanomalien im Winter 1708/1709 in Europa. Quelle: Kleine Eiszeit

Oder wie der sehr kalte und extrem schneereiche Dezember 2010(!)?

Eisige T-Anomalien im Dezember 2010 in Europa. Quelle:
Eisige T-Anomalien im Dezember 2010 in Europa. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/

Oder wie der sehr kalte Februar 2012(!)?

Eisiger Februar 2012 in Europa. Quelle: wie vor
Eisiger Februar 2012 in Europa. Quelle: wie vor

Oder wie der historischer Märzwinter 2013(!) mit neuen Schnee- und Kälterekorden (nicht nur) in Deutschland?

Eisiger Jahrhundert-März 2013 in Europa. Quelle: wie vor
Eisiger Jahrhundert-Märzwinter 2013 in Europa. Quelle: wie vor

Mal schauen, wie der kommende El-Niño-Winter 2015/16 wird…

„Mein persönlicher Tipp unverändert seit dem 23. Mai 2015 und trotz im Juli 2015 erhöhter Werte:

“NOAA/CPC CON (consolidation) dürfte 2015 ziemlich richtig liegen…, was wegen der ENSO-Fernwirkungen (teleconnections) zu einem kalten Winter 2015/16 in Deutschland und Europa führen könnte: http://www.wzforum.de/forum2/read.php?23,1437887,1437927″

Siehe zum Thema auch aus dem Jahr 2011: Interview: Is climate change caused by solar inertial motion?

Oder wie es der russische Solarforscher Dr. Abdussamatov in seinem 2013 paper am Ende unter „conclusion“ formuliert:

„…Der vernünftigste Weg, sich auf die kommende Kleine Eiszeit vorzubereiten, wäre ein Komplex spezieller Schritte, die auf wirtschaftliches Wachstum und energiesparende Produktionsweisen zielen, um die Menschheit in die Lage zu versetzen, sich an die Periode starker Abkühlung anzupassen, die mindestens bis zum Beginn des 22. Jahrhunderts dauern wird. Ein frühes Verständnis der Realität der kommenden globalen Abkühlung und der dafür verantwortlichen physikalischen Hintergründe bestimmen direkt die Auswahl angemessener und zuverlässiger Maßnahmen, die es der Menschheit erlauben werden, vor allem Bevölkerungen weit jenseits des Äquators, sich an die kommende globale Abkühlung anzupassen…“ Quelle:  Global cooling will follow El Nino warming – more risk on the downside

Die unverfälschte globale Realität der Satellitendaten von UAH und RSS von Januar 1998 bis einschließlich Juni 2015 sieht gegenüber den IPCC-Modellen statt einer globalen Erwärmung übereinstimmend weiter eine globale Abkühlung seit 1998:

Die globalen Temperaturabweichungen der Satellitendaten von UAH und RSS zeigen von Januar 1998 bis einschließlich Juni 2015 einennegativen linearen Trend, die IPCC-Modellprojektionen dagegen einen positiven Trend. Qelle:
Die globalen Temperaturabweichungen der Satellitendaten von UAH und RSS zeigen von Januar 1998 bis einschließlich Juni 2015 einen negativen linearen Trend, die IPCC-Modellprojektionen dagegen einen positiven Trend. Quelle: Fundamental Differences between the NOAA and UAH Global Temperature Updates

Herzlich euer

Schneefan2015

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